07.07.2015
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Die Mission "New Horizons" tritt in die heiße Phase ein. Für 14. Juli ist die größte Annäherung an den Zwergplaneten Pluto geplant. Was erwartet uns in den eisigen Tiefen unseres Sonnensystems? Josef M. Gaßner gibt einen Überblick zum bisherigen Verlauf und den Zielen der Mission.

11.07.2015
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Im Stellarator "Wendelstein X-7" wurden diese Woche erfolgreich geschlossene Flussflächen im Magnetfeld erzeugt, das lässt auf einen stabilen Betrieb noch in diesem Jahr hoffen. Allerdings möchte ich keine falschen Hoffnungen wecken. Die 725 Tonnen schwere Forschungsanlage ist deutlich zu klein um tatsächlich Fusions herbeizuführen, geschweige denn mehr Energie zu erzeugen als man aufwenden muss. Ihre Bedeutung liegt darin, der endgültigen Konzeption einen weiteren Schritt näher zu kommen.

Das Herz der Anlage bilden 50 speziell geformte, supraleitende Magnetspulen, die das Magnetfeld präzise nach den theoretischen Vorgaben formen. Zusätzlich wurden experimentelle Daten aus dem Vorgänger Wendelstein 7-AS (1988 - 2002) umgesetzt. Im aktuellen Schritt soll nun die Stellaratortechnik zur Kraftwerkstauglichkeit führen - angepeilt sind 30-minütige Plasmaentlandungen, die einem Dauerbetrieb schon sehr nahe kämen.

Plasmagleichgewicht und -einschluss sollten idealerweise dabei vergleichbar sein mit dem Tokamak-Konzept bei gleicher Größe.

Wie unterscheiden sich überhaupt Stellarator und Tokamak und wo stehen wir aktuell in der Kernfusionsforschung? Zu diesen spannenden Fragen lassen wir im Videobereich einen Spezialisten zu Wort kommen: Den Direktor des Max Planck Instituts für Plasmaforschung, Prof. Dr. Hartmut Zohm.

Wie ist der aktuelle Stand zur Kernfusionsforschung? Zu dieser spannenden Frage lassen wir einen Spezialisten zu Wort kommen: Den Direktor des Max Planck Instituts für Plasmaforschung, Prof. Dr. Hartmut Zohm.

Weiterführende Information zu unserem Gastreferenten: Homepage Prof. Dr. Harmut Zohm

09.02.2016
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5d9bd784bfd234610bf8ba15e7ad6a4e LUnser wissenschaftliches Weltbild beginnt mit einem komplizierten Zusammenspiel aus Quantenfluktuationen, Phasenübergängen, exponentiellem Anwachsen der Raumzeit, Symmetriebrüchen und dem Ausfrieren der fundamentalen Wechselwirkungen - einem Phänomen, das wir Urknall nennen. An diesen Beginn unserer Welt sind für kausal denkende Lebewesen zwangsläufig Fragen geknüpft:

  • Was war vor dem Urknall?
  • Wie konnte alles aus den Nichts entstehen?
  • Woher kam die notwendige Energie?
  • Muss das Universum einen Anfang gehabt haben oder gibt es Alternativen?

Im Rahmen der Vortragsreihe Faszinierendes Weltall auf Initiative des Förderkreises Planetarium Göttingen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und der Universität Göttingen wird Dr. Josef M. Gaßner (LMU-München und Hochschule Landshut) möglichst anschaulich die Zusammenhänge erklären.

 

 

05.06.2015
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Der Rote Zwerg WISE J072003.20-084651.2 flog vor 70.000 Jahren durch die Oortsche Wolke. Harald Lesch kommentiert den knappsten Vorbeiflug eines Passanten, der bislang registriert werde konnte. Die Originalpublikation finden Sie hier: http://iopscience.iop.org/2041-8205/800/1/L17/

05.06.2015
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Der Gravitationslinseneffekt ist nicht nur hilfreich bei der Suche nach Dunkler Materie, sondern der Linseneffekt erlaubt es generell, die Spektren lichtschwacher Objekte zu verstärken. Mit Hilfe dieses sog. Microlensings wurde anhand des Galaxienhaufens Abell 1689 als Linse eine Zwerggalaxie aus der Zeit beobachtet, als das Universum gerade 700 Mio. Jahre alt war. A1689-zD1 weist einen erstaunlich hohen Staubanteil auf. Harald Lesch erklärt die Zusammenhänge.
Die zugehörige Publikation finden Sie hier:http://www.nature.com/nature/journal/...

19.06.2015
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Wir werden in diese Welt geboren und die Welt ist schon da. Zeit unseres Lebens bleibt sie ein bestaunenswertes Rätsel. Der Mensch hat diesen Planeten maßgeblich verändert. Wie konnte eine Spezies derart dominant werden? Wie geht´s jetzt weiter? Harald Lesch startet eine Videoreihe zum Zeitalter des Menschen, dem Anthropozän.

26.06.2015
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Harald Lesch führt einmal quer durch unser wissenschaftliches Weltbild, vom Urknall zum LHC und vom Allergrößten zum Allerkleinsten, bis hin zum Rand der Erkenntnis und wieder zurück vor den Urknall.

03.07.2015
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Der Large Hadron Collider ist nach fast 2 Jahren "Boxenstop" wieder online. Was wurde verbessert und welche Ziele verfolgen wir damit? Welche konkreten Entdeckungen können wir erwarten? Josef M. Gaßner erläutert die Zusammenhänge. Die Grundlagen zu Aufbau und Funktionsweise des LHC finden Sie in der zweiten Hälfte des Videos "Higgfeld, Higgsteilchen und LHC".

21.01.2014
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Bei  Projekten, die über Jahre hinweg autonom verlaufen, ist es immer wieder spannend, ob tatsächlich alles wie geplant und vorher berechnet abläuft. Rosetta  ist so ein Projekt und entsprechend groß war der Jubel gestern um 19:18 Uhr an der ESA, als die Raumsonde planmäßig aus ihrem 957-tägigen Energiesparmodus (Deep Space Hibernation) erwachte.

 
Bildcredit: Wikipedia
Eigentlich hatte Rosetta bereits sechs Stunden vorher ihren Dienst angetreten und begonnen, wichtige Baugruppen aufzuheizen, die Solarzellen zur Sonne und die Antenne in Richtung Erde auszurichten. Das nenne ich deutsche Pünktlichkeit – gebaut wurde die Sonde schließlich in Friedrichshafen.
Die Mission ist damit fast 10 Jahre nach ihrem Start in die heiße Phase  eingetreten. Rund 800 Millionen Kilometer entfernt wird sie sich weitere 9 Millionen Kilometer an den 5 x 3 Kilometer großen Zielkometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko  heran pirschen um ihn zu entern.
Ihren eigens dafür entwickelten, 100 Kilogramm schweren Lander „Philae“, wird Rosetta am 28. März aus dem Tiefschlaf klingeln. Ab Juli steigen die Chancen, erste Moleküle der Kometenkoma zu erhaschen. Das Material ist äußerst interessant,  weil es – das hoffen wir zumindest – gegenüber der ursprünglichen  Zusammensetzung bei der Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,64 Milliarden Jahren kaum verändert wurde.
 
Bildcredit: Wikipedia
Den  eigenwilligen Namen verdankt der Komet übrigens seinen Entdeckern Klim Iwanowitsch Tschurjumow und Swetlana Gerasimenko (1969 am Alma-Ata).  Rosetta wird 67P-Tschurjumow-Gerasimenko bei seinem Anflug zur Sonne Gesellschaft leisten und nachdem sie sich die beiden etwas näher gekommen sind, steht für November  eine Weltpremiere an: die Landung auf einem kosmischen Schneeball.  Bis dahin  kann noch einiges schiefgehen – drücken wir den beiden für ihr anstehendes Techtelmechtel die Daumen.
(Josef M. Gaßner, 21.01.2014)

 

 

27.02.2014
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Schöne neue Welten... Gestern hat die Kepler-Mission mit einem Paukenschlag ihre neuesten Zahlen veröffentlicht: 715 neue Exoplaneten, etwa hundert davon erdähnlich! Damit liegen wir insgesamt bei 1.690 Planeten um 1.023 Sterne. 659 Kandidaten befinden sich innerhalb der habitablen Zone (180 K < Oberflächentemperatur < 310 K).

Sämtliche Daten sind hier online zugängig. Die Originalpublikation finden Sie hier. Die nachfolgende Graphik soll den Erkenntnisgewinn verdeutlichen:   

Credit: NASA/AMES/SETI/J. Rowe

 

Wohl gemerkt sprechen wir bei der Kepler-Mission von der Transitmethode, also dem glücklichen Umstand, dass die Planeten zwischen uns und dem beobachteten Stern vorbeiziehen und dabei eine Helligkeitsschwankung verursachen. Wenn wir bereits bei der Auswertung dieser unwahrscheinlichen Konstellation eine wahre Inflation an Entdeckungen erleben, legt das nahe, dass es dort draußen Planeten in Hülle und Fülle gibt.

 

Bereits die November-Daten hatten ergeben, dass jeder fünfte sonnenähnliche Stern einen Planeten in der habitablen Zone aufweist. Wenn wir bereits innerhalb der Milchstraße, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, habitable Planeten in dieser Häufigkeit finden, wie wahrscheinlich ist es dann, dass sich in hundert Milliarden Galaxien kein zweiter bewohnter Planet befindet?   

Vor vier Jahrhunderten haben Simon Marius und Galileo Galilei erstmals die Jupiter-Monde beobachtet und sie erkannten, dass unser Planet wahrscheinlich nicht im Mittelpunkt des Universums steht. Vielleicht wird man in 400 Jahren auf die aktuellen Beobachtungen zurückblicken mit der Einschätzung: Damals wurde den Menschen erstmals bewusst, dass sie wahrscheinlich nicht allein sind in den Weiten des Alls.

(Josef M. Gaßner, 27.02.2014)