23.12.2016
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Wieviele Galaxien gibt es im Universum? • Extreme Deep Field, SDSS, GOODS | Josef M. Gaßner

Die Frage, wieviele Galaxien es im Universum gibt, hat eine lange Historie und vor wenigen Wochen kam ein weiteres Kapitel hinzu: Die Great Observatories Origins Deep Survey" (GOODS) kombinierte Deep Field-Aufnahmen von Hubble und weiteren Teleskopen für eine theoretische Vorhersage der Galaxienanzahl im frühen Universum. Josef M. Gaßner erläutert die Konsequenzen des verblüffenden Ergebnisses.

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Galaxien - Stand 2015:
https://youtu.be/T4QojnP9Bbs
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Entwicklung leichter Sterne im Hertzsprung Russell Diagramm:
https://youtu.be/pLJg3hFZZHY
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Weitere Informationen

  • Schwierigkeitsgrad: - Leicht
  • Dauer (min.): 23
  • Format/Stil: Josef M. Gaßner solo
  • Astronomie: Galaxien

Personen in dieser Konversation

  • Gast - Th. Wäscher

    Sehr geehrter Hr. Dr. Gaßner,
    so interessant auch der Vergleich "junger" mit heutigen "alten" Galaxien bei Ihnen ausfällt, ist doch die Hinteraneinanderreihung der verschiedenen, zeitlich nach rechts immer jüngeren und "blaueren" Galaxien praktisch wertlos und beliebig interpretierbar, weil Sie leider weder angeben, ob alle Galaxienausschnitte mit gleicher Winkelauflösung photografiert wurden noch erläutern, in welchen Spektralbereich die Aufnahmen gemacht wurden.
    Um einen echten Vergleich der Galaxien (Farbe, Morphologie) in Abhängigkeit vom Alter durchzuführen, benötigt man bei konstanter Winkelauflösung bei wachsender Rotverschiebung immer weiter ins IR-ragende (1,5...2,0...3,0...4,0 um) Farbfilter, um die Galaxien wenigstens im selben Spektralberich ("isospektral") darzustellen. Dann sehen die Aufnahmen grundsätzlich anders aus als Sie sie hier darstellen und sind auch anders zu interpretieren.
    Der "Blaustich" der jüngeren bzw. "Rotstich" der älteren Galaxien kommt zustande, wenn man immer im gleichen Spektralbereich die Galaxien photografiert - die jüngeren erscheinen dann immer "blauer" (und kleiner), weil sie mit 1/(z+1) immer mehr im Blauen abgebildet werden.
    Werden Sie stattdessen isospektral betrachtet, bleiben die Galaxien etwa farblich konstant, werden aber ab z~1,5 langsam wieder größer (entspricht sowohl einem flachen Expansionsmodell als auch einem statischen gekrümmt-geschlossenen Modell)