23.06.2017
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Der kosmische Code • Aristoteles zur Stringtheorie (8) | Josef M. Gaßner

Bei dem Versuch die Welt zu verstehen, scheinen die Sterne am Nachthimmel in unerreichbarer Ferne zu sein. Joseph von Fraunhofer, Gustav Kirchhoff, Robert Bunsen, Christian Doppler, Wilhelm Wien, Henrietta Leavitt und Subrahmanyan Chandrasekhar entschlüsseln den kosmischen Code und bringen die Gestirne in Reichweite.

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Personen in dieser Konversation

  • Hallo,
    gibt es zu Josef Fraunhofer auch schon ein Video zu seiner Biografie.

    Schließlich habe ich am "Fraunhofer Polytechnikum", der heutigen Hochschule München Physik "gelernt".

    Gruß

    Klaus van Wahnen

  • Hallo,

    selbst wenn die Sommerzeit nicht meine Zeit zu gucken von Video ist, dafür hält die Natur draußen eigentlich mehr "Überraschungen" bereit, ist ein neues UKL Video mit unserem Josef nicht nur ein Augen- und Ohren-, sondern auch ein Gehirnschmaus.
    Beinahe hätte das Video ein "Brillant" Prädikat von mir erhalten - doch dazu später.

    Grundsätzlich stellen sich mir im Kern nach der Videoschau zwei ganz eklatante Fragen:

    (1) Kann man Elektronen bedenkenlos in der Öffentlichkeit essen (oder gehören solche Selbstexperimente nicht ins Labor)?
    (2) Sehen alle Elektronen rot aus (oder waren dies nur Restbestände aus sowjetischer Kernforschung)?

    Neben diesen zwei eher offenen fachlichen Fragen war der Start ins Video ungewöhnlich aufgelockert und brillant. Das hätte vor ein paar Jahren Fernsehgeschichte geschrieben. Leider ist die Welt heute von Videos überseht, so dass solche Perlen leider untergehen - Schade wie ich finde.

    Generell waren die ersten Minuten im Video hervorragend. Solche kleinen Abrisse aus dem Leben von Fraunhofer (und generell von weltbekannten Wissenschaftlern) sind für mich sehr bereichernd. So hat uns das niemand in der Schule/Studium erzählt! Ich denke - sicherlich genauso wie unser Josef - das solche Hintergrundinformationen mehr als wissenswert sind und oftmals die besonderen Fähigkeiten von Personen im Laufe ihres Lebens präg(t)en - so auch im weiteren Verlauf des Videos bei Henrietta Swan Leavitt. Die kleinen Bemerkungen und persönlichen Einschätzungen zum "Leidensweg" der Wissenschaftler rufen mich auf den Boden der Realität zurück und bescheinigen unserem Josef sehr hohe menschliche Kompetenzen. Fein!

    Was mir im Verlauf des Videos leider auffiel, war der irgendwie leicht verloren gegangene rote Faden im (grob gefasst) zweiten Teil. Irgendwie ging es mit den weiteren Entdeckungen nach Fraunhofer, Bunsen und Co. leicht bindungslos zu den anderen Wissenschaftlern über. Zwar stand alles noch im gleichen Kontext, aber aus dem Bauch heraus für mich etwas sprunghaft. Ungeachtet dessen insgesamt ein rundes Video.

    Eine kleine Kritik am Rande sei erlaubt, wobei es sich wohl nur eine formulierungstechnische Feinheit handeln dürfte: Die Sache mit dem Barcode auf dem Liter Milch im Supermarkt.
    Die Aussage: "im Barcode sind all diese Informationen (bezugnehmend auf die vorher genannten Information wie 1 Liter Milch, homogenisiert usw.) enthalten" führt konsolidiert zur fälschlichen Auffassung für Unwissende, dass wirklich im aufgedruckten Barcode all diese Informationen enthalten sind.
    Rein technisch betrachtet ist aber der Barcode (bei Milchpacks im üblichen EAN-13 Codes) nur die bildlich kodierte Darstellung einer normierten Ziffernfolge, die üblicherweise den Ländercode des Herstellers, den Herstellercode (Betriebsnummer), dessen Artikelnummer und eine Prüfziffer enthält. Wenn man so einen Barcode scannt erhält man immer nur eine Ziffernfolge (die üblicherweise sogar oftmals unter dem Code mit angedruckt wird). Decodiert man diese Ziffernfolge kann man maximal nur obige Informationen extrahieren. Informationen zum Produkt selbst findet man im Barcode nicht. Informationen bekommt man erst dann, wenn man Zugriff auf die Artikeldatenbank vom betreffenden Hersteller des Produktes erhält. Die in der Supermarktkasse (besser im POS System des Supermarktes) gespeicherten Informationen sind mithin nicht unbedingt 1:1 Abbilder der Herstellerinformationen, sondern nur abgespeckte verkaufsbezogene Daten. Hier würde es im Regelfall schon reichen, neben der Artikelnummer, einer Kurzbezeichnung des Artikels noch den VK-Preis plus MWST Satz vorzuhalten. Mehr ist an der Supermarktkasse oft nicht notwendig. Somit ist der Barcode (auch wenn er Ähnlichkeiten mit Spektralanalysen zeigt) kein eindeutiges Pendant und ein Vergleich eher optischer Natur.

    Ich wünsche allen einen schönen Sommer!

  • Korrektur: UWL-Video