Die Gewinner des UWudL-Quiz vom Dezember 2018 Zu den Gewinnern

12.06.2018
Artikel bewerten
(5 Stimmen)

Fragerunde zur Informationstheorie • Cafe & Kosmos | Torsten Enßlin

Fragerunde zum Vortrag "Informationstheorie im All und Alltag" von Torsten Enßlin in der Reihe Cafe & Kosmos.

Video ansehen

Weitere Informationen

Personen in dieser Konversation

  • Hallo UWudL-Team,
    2 x uppps! Zum einen war es sehr interessant zum Thema Wahrscheinlichkeiten etwas Grundlegendes zu erfahren. Das gab es in Vortragsform so auf diesem Kanal noch nicht. Zum zweiten ist Dr. Torsten Enßlin sicherlich ein hervorragender Fachmann, aber sowas von im Vortrag hektisch, da fühlt man sich wie in einem Ameisenhaufen.
    Trotzdem gelang es mir gut dem Vortrag zu folgen. Seine Beispiele waren einfach gewählt und für mich verständlich. Wobei er manchmal mir etwas zu schnell vorpirschte und man schon gewissenhaft zuhören musste.
    Was mir etwas fehlte war daher Herauskristallisierung des Zusammenhangs der Wahrscheinlichkeiten im Zusammenhang mit der Planck Mission. Klar gab es den Hinweis auf die Anzahl der Bilder und der Möglichkeiten, doch mich hätte gerade interessiert, warum man „dieses“ Bild als das wahrscheinlichste ansah. Irgendwie klang mir dies doch noch etwas wie Woodoo. Woher kommt diese Annahme zur Wahrscheinlichkeit, dass dies am wahrscheinlichsten sei? Sicherlich stecken hier komplexe astrophysikalische Prozesse und Überlegungen dahinter, doch gerade hierzu hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht. So bleibt für mich das Gefühl, dass man nur „ein“ Bild, was anhand des vorhandenen Basiswissens am wahrscheinlichsten wäre, ausgewählt hat und damit eigentlich keine wirklich unabhängige und unvoreingenommene Auswahl getätigt hat.
    Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist der Zusammenhang mit dem eigentlichen „weißen“ Fleck. Verständlich, dass man in der schönen Karte nicht einen weißen Fleck haben wollte, sondern eine eher homogene, dem Wahrscheinlichsten am nächsten kommende Darstellung. Doch irgendwie kann ich mich an meine Schul- und Studienzeit erinnern, wo es hieß, wenn es keinen Messwert gab, dann ist auch keiner zu notieren! Ganz klar haben schon früher viele Kommilitonen solche Bereiche mit extrapolierten Werten schnell gefüllt, wenn man „wusste“, welches Ergebnis gefragt war. Doch ich erachte es irgendwie als unwissenschaftlich, einfach nur das wahrscheinlichste (explizit vom weißen Fleck gesprochen, von eigentlich keinen Werten) anzunehmen und dies so zu postulieren. Aber OK, das schöne Planck kosmische Mikrowellenhintergrundstrahlungsbild hat daher hier eher populärwissenschaftlichen Nutzen, mit dem kleinen Beigeschmack, dass die Wissenschaft schon ein klein wenig Beschiss macht. Ich sehe anhand solcher Fakten schnell bei vielen Menschen den Schluss ziehen, dass andere Wissenschaftszweige ähnlich so das angenommen Wahrscheinlichste postulieren, wenn gar keine brauchbare Datenlage vorhanden ist. Daher kommen dann solche Äußerungen wie: Der Klimawandel ist von den Chinesen erfunden! Vielleicht hätte es eine sichtbare Unschärfe in diesem Bereich auch getan.