Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

THEMA:

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 13:11 #71368

ra-raisch schrieb: Mag sein, dass in einem Abstand s die Formel analog anwendbar ist

Das ist auch nicht gegeben, denn bei g haben wir einen (sogar beschleunigten) Ruck (im Verlauf des Falls), also eine beschleunigt zunehmende Beschleunigung g(r) und beim Lift sind wir von konstanter Beschleunigung a ausgegangen. Und auch die relativistische Beschleunigung entwickelt sich nicht wie die Beschleunigung g der Gravitation mit 1/r² sondern mit γª wobei mir der Exponent a noch nicht ganz klar ist und sowieso vom Beobachter abhängt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 13:48 #71371

Michael D. schrieb: Er gibt auch die genaue (nicht-lineare) Formel an:

\(\tau = t\cdot e^{\left(\Large{\frac{a\cdot s}{c^2}}\right)}\)

Hierbei dürfte es sich um die relativistische Auswirkung einer real unmöglichen konstanten (Beobachter) Beschleunigung von außen handeln.

Nach meiner Rechnung sieht man, dass eine konstante Beschleunigung nur eine andere Form für die normale Zeitdilatation ist
²(1-t²a²/c²) = ²(1-v²/c²)
wobei die relativistische Addition außer Acht gelassen wurde.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:02 #71375

ra-raisch schrieb: Das ist auch nicht gegeben, denn bei g haben wir einen (sogar beschleunigten) Ruck (im Verlauf des Falls), also eine beschleunigt zunehmende Beschleunigung g(r) und beim Lift sind wir von konstanter Beschleunigung a ausgegangen.

Richtig. Die Gravitation ist keine homogene Beschleunigung. Ich habe daher vermutet, dass es nur an der unterschiedlichen Dimensionalität liegt. Die Gravitation unterliegt dem 3-dimensionalen "Verdünnungseffekt". Die Beschleunigung im Fahrstuhl ist dagegen eindimensional. Das will ich ja in meinem speziellen Thread Gravitation in nur einer Raumdimension untersuchen.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:04 #71376

Michael D. schrieb: Die Gravitation unterliegt dem 3-dimensionalen "Verdünnungseffekt". Die Beschleunigung im Fahrstuhl ist dagegen eindimensional. Das will ich ja in meinem speziellen Thread untersuchen.

Und was soll da für ein Unterschied herauskommen?

Der Unterschied liegt in der Erzeugung, einmal mit Energie und ohne Potential (Kraft) und einmal ohne Energie dafür mit Potential (konservative Kraft).

Man kann allerdings kinetische Energie auch als Potential bezeichnen, zB Rotationspotential = spezifische Energie.

Das g-Potential ist relativ zur flachen Raumzeit, das kinetische Potential ist relativ zu einem Beobachter. Beim Rotationspotential kann man beides vereinen, das nennt man das effektive Potential.

Es gibt auch Hamilton aus kinetischer und potentieller Energie.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:12 #71377

ra-raisch schrieb: Und was soll da für ein Unterschied herauskommen?

Gar keiner. Die Unterschiede sollten dann verschwinden und die gravitative Beschleunigung im eindimensionalen Fall homogen werden.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:13 #71378

Michael D. schrieb: Gar keiner. Die Unterschiede sollten dann verschwinden und die gravitative Beschleunigung im eindimensionalen Fall homogen werden.

Das ist allgemein bekannt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:19 #71379

ra-raisch schrieb: Das ist allgemein bekannt.

Na wenns so ist, spricht alles für ein erzeugtes Trägheitspotential bei künstlicher Beschleunigung. Bei Beschleunigung ändert sich ganz einfach die Metrik im beschleunigten Körper. Die Metrik des Raumes ist entscheidend. Sie führt zu Masse/Energie. Wir haben soeben die Ursache der Trägheitskraft gefunden. :)

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:49 #71381

Michael D. schrieb: Na wenns so ist, spricht alles für ein erzeugtes Trägheitspotential bei künstlicher Beschleunigung. Wir haben soeben die Ursache der Trägheitskraft gefunden. :)

Die Trägheit ist kein Potential, weil es keinen Bezugspunkt gibt.
Die Trägheit beträgt m, ganz unabhängig von der Kraft F. Die Kraft F wirkt WEGEN der Trägheit nur mit a·m, aber die selbe Kraft wirkt auf einen anderen Körper mit a2m2. Die Trägheit hängt nicht von der Kraft ab sondern vom Körper.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:51 #71382

ra-raisch schrieb: Die Trägheit ist kein Potential, weil es keinen Bezugspunkt gibt.

Doch, gibt es. Der Bezugspunkt ist da, wo die Kraft angreift.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 14:56 #71383

Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Die Trägheit ist kein Potential, weil es keinen Bezugspunkt gibt.

Doch, gibt es. Der Bezugspunkt ist da, wo die Kraft angreift.

Du hast mich missverstanden, es geht in erster Linie um das Bezugssystem. Der Punkt ist dann nur noch eine Koordinate.

Im eigenen System ist jedes eigene Potential immer Null.

Bei Potentialen geht es immer nur um ΔΦ.

Oder meinst Du die Zugspannung zwischen Kopf und Füßen? Bzw beim Lift die Schubspannung zwischen Füßen und Kopf.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 15:05 #71384

ra-raisch schrieb: Du hast mich missverstanden, es geht in erster Linie um das Bezugssystem. Der Punkt ist dann nur noch eine Koordinate.

Das Bezugssystem ist ausserhalb des beschleunigten Körpers.

Oder meinst Du die Zugspannung zwischen Kopf und Füßen? Bzw beim Lift die Schubspannung zwischen Füßen und Kopf.

Die Schubspannung könnte aus der im beschleunigten Körper veränderten Metrik resultieren.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 15:13 #71385

Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Du hast mich missverstanden, es geht in erster Linie um das Bezugssystem. Der Punkt ist dann nur noch eine Koordinate.

Das Bezugssystem ist ausserhalb des beschleunigten Körpers.

Oder meinst Du die Zugspannung zwischen Kopf und Füßen? Bzw beim Lift die Schubspannung zwischen Füßen und Kopf.

Die Schubspannung könnte aus der im beschleunigten Körper veränderten Metrik resultieren.


Wie soll denn so ein "Körper-Metrik-Tensor" aussehen? Es gibt nur Tensoren für die Metrik der Raumzeit. Alles andere wäre mir jetzt neu.
Wie genau verändert sich denn ein Körper? Hier bitte nicht zu einem anderen IS wechseln. Also nicht auf eine von außen beobachtbare Längenkontraktion anspielen. Das sollte lediglich ein Beobachtungseffekt sein.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 15:25 #71386

Falsifikator schrieb: Es gibt nur Tensoren für die Metrik der Raumzeit. Alles andere wäre mir jetzt neu.

In dem Körper ist doch auch Raumzeit. Der ist ja weitgehend leer. Sogar im Quark-Gluon-Plasma ist Raumzeit. Hauptsächlich dort wird die durch Beschleunigung vermutete Metrikänderung sein, weil dort die Masse des Körpers konzentriert ist.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 15:39 #71388

Michael D. schrieb:

Oder meinst Du die Zugspannung zwischen Kopf und Füßen? Bzw beim Lift die Schubspannung zwischen Füßen und Kopf.

Die Schubspannung könnte aus der im beschleunigten Körper veränderten Metrik resultieren.

Aber Michael ....
Das ist die Kraftfortpflanzung innerhalb des Körpers mit Schallgeschwindigkeit cS, also maximal mit c.

Vollkommen im Gegensatz zum Gravitationsfeld, wo sich lediglich die Gezeitenkraft genauso verhält.
Michael D. schrieb: Das Bezugssystem ist ausserhalb des beschleunigten Körpers.

Du meinst also das tangentiale IS. Das hatten wir doch schon?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 15:40 #71389

Michael D. schrieb:

Falsifikator schrieb: Es gibt nur Tensoren für die Metrik der Raumzeit. Alles andere wäre mir jetzt neu.

In dem Körper ist doch auch Raumzeit. Der ist ja weitgehend leer. Sogar im Quark-Gluon-Plasma ist Raumzeit. Hauptsächlich dort wird die durch Beschleunigung vermutete Metrikänderung sein, weil dort die Masse des Körpers konzentriert ist.


Ist das nicht ein Zirkelschluss den du da ziehst? Die Raummetrik wird bekanntlich von der Dichte der Energie in ihr verändert (Einstein´scher Energie-Impuls-Tensor). Wie kann dann die Metrik selbst wiederum die Metrik des Körpers ändern? Ergibt sich daraus nicht ein Resonanzproblem?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 15:42 #71390

Falsifikator schrieb:

Michael D. schrieb:

Falsifikator schrieb: Es gibt nur Tensoren für die Metrik der Raumzeit. Alles andere wäre mir jetzt neu.

In dem Körper ist doch auch Raumzeit.

Ist das nicht ein Zirkelschluss den du da ziehst?

Das Ganze hat mit Metrik sowieso ganz und gar überhaupt nichts zu tun.
Die Metrik bezieht sich auf den fraglichen Raum (nebst Zeit), eine individuelle Kraft bezieht sich hingegen allein auf den individuellen Körper.

Jede Kraft durch eine individuelle Scheinmetrik zu modellieren wäre sinnloses Verkomplizieren und reine Schönheitsakrobatik.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 19:50 #71407

ra-raisch schrieb: Das ist die Kraftfortpflanzung innerhalb des Körpers mit Schallgeschwindigkeit cS, also maximal mit c.

Das meine ich nicht. Die Trägheit ist ja unabhängig von der Elastizität eines Körpers.
ra-raisch schrieb: Jede Kraft durch eine individuelle Scheinmetrik zu modellieren wäre sinnloses Verkomplizieren und reine Schönheitsakrobatik.

Nur die Trägheitskraft. Warum sollte sie nicht Ausdruck einer Metrikänderung in den Massenzentren des beschleunigten Körpers sein?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 20:30 #71412

Michael D. schrieb: Warum sollte sie nicht Ausdruck einer Metrikänderung in den Massenzentren des beschleunigten Körpers sein?

Weil die Massezentren keine andere Metrik haben als das drumherum. Der Energiebeitrag ist so gering, dass er in keinerlei direktem Zusammenhang mit irgendetwas steht. Aus dem selben Grund ist die Gravitation in der Quantenphysik unbeachtlich.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 20:40 #71415

ra-raisch schrieb: Weil die Massezentren keine andere Metrik haben als das drumherum. Der Energiebeitrag ist so gering, dass er in keinerlei direktem Zusammenhang mit irgendetwas steht. Aus dem selben Grund ist die Gravitation in der Quantenphysik unbeachtlich.

Ich meine ja auch Beschleunigungen und Trägheit, nicht Gravitation.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 22:31 #71426

Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Weil die Massezentren keine andere Metrik haben als das drumherum. Der Energiebeitrag ist so gering, dass er in keinerlei direktem Zusammenhang mit irgendetwas steht. Aus dem selben Grund ist die Gravitation in der Quantenphysik unbeachtlich.

Ich meine ja auch Beschleunigungen und Trägheit, nicht Gravitation.

Wenn Du es nicht mit Gravitaton vergleichen willst, solltest Du nicht von Metrik sprechen. Metrik beschreibt den Raum (und die Zeit)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 18 06. 2020 22:51 #71428

Merilix,

was mich im Auto an den Sitz fesselt, ist das Gravitatinspotential der Erdmasse an deren Oberfläche, also bin ich da einfach nur schwer. Wenn ich eine Waage unter den Sitz stelle, wird diese ein Gewicht anzeigen. Dieses Gewicht kommt nur zustande, weil elektromagnetische Kräfte der festen Oberfläche verhindern, dass ich mitsamt meinem Auto weiter ins Zentrum falle.

Geb ich dagegen Gas und beschleunige, dann werde ich in den Sitz gedrückt und beim Bremsen in den Gurt. Da verhält sich die Masse meines Körpers wie eine träge Masse. Sie scheint sich dem Einfluss von Kräften widersetzen zu wollen.

Die Frage war ja, ob beide Wirkungen auf die Masse gleichzusetzen sind.

Und die Antwort ist klar: ja!

Auch nach Einstein ist Schwerkraft keineswegs dasselbe wie die Trägheit.

Es heißt ja auch nicht, sie seien dasselbe Phänomen.
Man sagt, sie sind äquivalent, also quasi gleichwertig, aber nicht dasselbe.

Thomas
Folgende Benutzer bedankten sich: Mustafa Basaran

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 09:21 #71444

Thomas schrieb: Auch nach Einstein ist Schwerkraft keineswegs dasselbe wie die Trägheit.

Das ist richtig. Aber im geometrischen Modell nach Einstein ist die Kraft die dich nach unten zieht der Trägheit geschuldet auf deiner Geodäten verharren zu wollen. Es ist die Beschleunigung von der Geodäten weg;
Es ist eben gerade nicht deine Masse die maßgeblich die Metrik bestimmt; die ist winzig in Relation zur Erdmasse.

Äquivalenz heist proportional. Die Massenbegriffe sind genau dann Äquivalent wenn man schreiben kann mS = k mT wobei die Konstante k jeden Wert > 0 annehmen kann. (ich bin nicht sicher ob man bei negativem k noch von Äquivalenz sprechen kann)
Es wäre interessant zu wissen ob bei einer exakten Herleitung aus den Feldgleichungen ein anderer Term herauskommt.

assume good faith

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

assume good faith

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 10:41 #71449

Merilix schrieb: Das ist richtig. Aber im geometrischen Modell nach Einstein ist die Kraft die dich nach unten zieht der Trägheit geschuldet auf deiner Geodäten verharren zu wollen.

Da stellt sich sofort die Frage, wieso ich auf meine Geodäten verharren will? Zumal dann, wenn mich die Erde doch gestoppt hat. Wieso will ich dann immer wieder beschleunigen ohne Krafteinwirkung?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 11:34 #71454

Ein Hammer und eine Feder fallen im Vakuum gleich schnell zu Boden. Legt man aber in 2 verschiedene Aufzüge je einen Hammer und eine Feder, müssen beide Aufzüge verschieden große Arbeit leisten, um die beiden genauso schnell nach oben zu beschleunigen, wie sie nach unten im freien Fall beschleunigen. Wie verhält sich da das Äquivalenzprinzip?

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 11:40 #71455

Michael D. schrieb:

Merilix schrieb: Das ist richtig. Aber im geometrischen Modell nach Einstein ist die Kraft die dich nach unten zieht der Trägheit geschuldet auf deiner Geodäten verharren zu wollen.

Da stellt sich sofort die Frage, wieso ich auf meine Geodäten verharren will? Zumal dann, wenn mich die Erde doch gestoppt hat. Wieso will ich dann immer wieder beschleunigen ohne Krafteinwirkung?


Zunächst einmal ist es nicht ganz korrekt oder zumindest missverständlich formuliert, dass du "auf deiner Geodäten verharren" willst. Geodäten sind die Verbindung zwischen zwei Raumzeitpunkten, mit fortschreitender Zeit ändert sich also auch die Geodäte, der du folgen willst. Und das wiederum ist deiner Trägheit geschuldet. Sobald die Kraft, die zur Überwindung deiner Trägheit nötig ist verschwindet, fällst du weiter entlang einer (neuen) Geodäten.
badhofer schrieb: Ein Hammer und eine Feder fallen im Vakuum gleich schnell zu Boden. Legt man aber in 2 verschiedene Aufzüge je einen Hammer und eine Feder, müssen beide Aufzüge verschieden große Arbeit leisten, um die beiden genauso schnell nach oben zu beschleunigen, wie sie nach unten im freien Fall beschleunigen. Wie verhält sich da das Äquivalenzprinzip?


Es ist egal, wieviel Kraft aufgewendet werden muss, um eine Beschleunigung von 1 g zu erzeugen. Wichtig für das Äquivalenzprinzip ist lediglich, dass beide Aufzüge kontinuierlich mit 1 g beschleunigen. (Die Beschleunigung von 1 g ist natürlich exemplarisch.)

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 11:48 #71456

Arrakai schrieb: Zunächst einmal ist es nicht ganz korrekt oder zumindest missverständlich formuliert, dass du "auf deiner Geodäten verharren" willst. Geodäten sind die Verbindung zwischen zwei Raumzeitpunkten, mit fortschreitender Zeit ändert sich also auch die Geodäte, der du folgen willst.

Aber wenn ich doch auf der Erde stehe, also in Ruhe, dann befinde ich mich doch auf einer "0"-Geodäten, die direkt zum Erdmittelpunkt weist. Das heisst, die Richtung der Geodäten ändert sich auch mit fortschreitender Zeit nicht. Korrekt?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 12:04 #71462

Michael D. schrieb:
Arrakai schrieb: Zunächst einmal ist es nicht ganz korrekt oder zumindest missverständlich formuliert, dass du "auf deiner Geodäten verharren" willst. Geodäten sind die Verbindung zwischen zwei Raumzeitpunkten, mit fortschreitender Zeit ändert sich also auch die Geodäte, der du folgen willst.

Aber wenn ich doch auf der Erde stehe, also in Ruhe, dann befinde ich mich doch auf einer "0"-Geodäten, die direkt zum Erdmittelpunkt weist. Das heisst, die Richtung der Geodäten ändert sich auch mit fortschreitender Zeit nicht. Korrekt?


Ja, das ist m.E. schon korrekt. Wenn du die Geodäten in den dreidimensionalen Raum projizierst, dann wirst du keine Richtungsänderung feststellen können, sie wird immer zum Erdmittelpunkt zeigen. Das einzige, was sich zwischen den beiden Geodäten ändert, ist die Zeit. (Raumzeitpunkte / Ereignisse sind ja Vierervektoren.)

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 12:16 #71466

badhofer schrieb: Ein Hammer und eine Feder fallen im Vakuum gleich schnell zu Boden. Legt man aber in 2 verschiedene Aufzüge je einen Hammer und eine Feder, müssen beide Aufzüge verschieden große Arbeit leisten, um die beiden genauso schnell nach oben zu beschleunigen, wie sie nach unten im freien Fall beschleunigen. Wie verhält sich da das Äquivalenzprinzip?

Kein Mensch hat behauptet, dass eine Feder einem Hammer äquivalent sei. Es zeigt sich lediglich an jedem Objekt, dass seine Trägheit seiner Anziehungskraft äquivalent ist.
Michael D. schrieb: Aber wenn ich doch auf der Erde stehe, also in Ruhe, dann befinde ich mich doch auf einer "0"-Geodäten, die direkt zum Erdmittelpunkt weist. Das heisst, die Richtung der Geodäten ändert sich auch mit fortschreitender Zeit nicht. Korrekt?

Was wunderst Du Dich dann, dass Du andauernd versuchst, dieser Nullgeodäte zu folgen?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 12:28 #71469

ra-raisch schrieb: Was wunderst Du Dich dann, dass Du andauernd versuchst, dieser Nullgeodäte zu folgen?

Ja, warum sollte ich der folgen? Auch noch beschleunigt folgen?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 12:40 #71471

ra-raisch schrieb:
badhofer schrieb: Ein Hammer und eine Feder fallen im Vakuum gleich schnell zu Boden. Legt man aber in 2 verschiedene Aufzüge je einen Hammer und eine Feder, müssen beide Aufzüge verschieden große Arbeit leisten, um die beiden genauso schnell nach oben zu beschleunigen, wie sie nach unten im freien Fall beschleunigen. Wie verhält sich da das Äquivalenzprinzip?

Kein Mensch hat behauptet, dass eine Feder einem Hammer äquivalent sei. Es zeigt sich lediglich an jedem Objekt, dass seine Trägheit seiner Anziehungskraft äquivalent ist.


Aber es gibt hoffentlich Menschen, die wissen, dass Hammer und Feder gleich schnell fallen. Von daher ist badhofers Frage doch vollkommen berechtigt, was das für die Situation von Feder und Hammer im Fahrstuhl bedeutet.

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.
Powered by Kunena Forum