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THEMA:

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 12:51 #71475

Arrakai schrieb: Von daher ist badhofers Frage doch vollkommen berechtigt, was das für die Situation von Feder und Hammer im Fahrstuhl bedeutet.

Das war aber nicht seine Frage sondern badhofer hat nach dem Energieaufwand gefragt, was Du ja auch schon beantwortet hattest.
Die Frage ist also zwar verständlich aber eben nicht berechntigt, wenn es lediglich um das Äquivalenzprinzip geht.

@badhofer
Das ist wie wenn man zwei Hammer nimmt oder einen halben, soll das etwas am Äquivalenzprinzip ändern, weil der Energieaufwand anders ist?

Um es objektiv zu sagen:

Das Potential (spezifische Energie) ist für alle Objekte gleich, auch im Lift.
Φ = E/m

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 12:51 #71478

ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Von daher ist badhofers Frage doch vollkommen berechtigt, was das für die Situation von Feder und Hammer im Fahrstuhl bedeutet.

Das war aber nicht seine Frage sondern badhofer hat nach dem Energieaufwand gefragt, was Du ja auch schon beantwortet hattest.
Die Frage ist also nicht berechntigt, wenn es um das Äquivalenzprinzip geht.


Ok, wenn du es so gemeint hast...

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 19:43 #71506

Arrakai schrieb:

Merilix schrieb: Das ist richtig. Aber im geometrischen Modell nach Einstein ist die Kraft die dich nach unten zieht der Trägheit geschuldet auf deiner Geodäten verharren zu wollen.

Zunächst einmal ist es nicht ganz korrekt oder zumindest missverständlich formuliert, dass du "auf deiner Geodäten verharren" willst. Geodäten sind die Verbindung zwischen zwei Raumzeitpunkten, mit fortschreitender Zeit ändert sich also auch die Geodäte, der du folgen willst. Und das wiederum ist deiner Trägheit geschuldet. Sobald die Kraft, die zur Überwindung deiner Trägheit nötig ist verschwindet, fällst du weiter entlang einer (neuen) Geodäten.

Warum sollte das nicht korrekt sein? Missverständlich vieleicht.
Es ist MEINE Geodäte, bestimmt durch meinen Standort und meine Geschwindigkeit innerhalb der Raumzeit (@Michael: wenn mich die Erde gestoppt hat ist es halt nur noch eine "Geschwindigkeit" durch die Zeit und der Standort im Raum bleibt konstant)
Wegen einer zwischenzeitlichen Beschleunigung mag sich mein Anfangspunkt und/oder Geschwindigkeit und damit die Geodäte ändern -- ich wechsle auf eine andere Geodäte aber dann ist diese Neue die Meine.
Oder umgedreht: Wenn mich die Erde daran hindert meiner ursprünglichen Geodäten weiter zu folgen resultiert daraus eine Beschleunigung auf eine neue Geodäte.
@Michael: Wenn mich die Erde stoppt ändert sich noch immer meine Position in der Zeit,

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 20:40 #71508

Merilix schrieb: @Michael: Wenn mich die Erde stoppt ändert sich noch immer meine Position in der Zeit,

Ja und? Deswegen beschleunige ich doch nicht die ganze Zeit.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 22:05 #71511

Michael D. schrieb:

Merilix schrieb: @Michael: Wenn mich die Erde stoppt ändert sich noch immer meine Position in der Zeit,

Ja und? Deswegen beschleunige ich doch nicht die ganze Zeit.


Ich helfe mal kurz aus.

Die Beschleunigung auf der Erdoberfläche erfährst du durch die ständige Anziehung. Genau mit 1g wirst du ständig angezogen/beschleunigt. Jetzt zitier ich mal Arrakai sinngemäß: Geh mal über eine Klippe, dann merkst du schnell wie sich Anziehung wieder in Beschleunigung umwandelt.

Ich habe mal eine Frage, die hier in den Thread passen könnte. Wir haben ja schon über den PES Tensor geschrieben.
Dort wiederholt Herr Retzlaff, daß es mit der PES kein SL geben kann.
Wie genau meint er das? Kann sich kein EH ausbilden oder kann lediglich keine Singularität entstehen? Denn an die Existenz der SLs zu zweifeln halte ich für äußerst gewagt.


Danke

hier nachzulesen: astronomie-magdeburg.de/wp-content/uploa...arzschild-Metrik.pdf

Auf der letzten Seite widerlegt Herr Retzlaff übrigens das starke Äquivalenzprinzip auf beeindruckende Weise mit dem Cavandish-Experiment. Was haltet ihr davon?

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 22:09 #71512

Merilix schrieb:

Arrakai schrieb:

Merilix schrieb: Das ist richtig. Aber im geometrischen Modell nach Einstein ist die Kraft die dich nach unten zieht der Trägheit geschuldet auf deiner Geodäten verharren zu wollen.

Zunächst einmal ist es nicht ganz korrekt oder zumindest missverständlich formuliert, dass du "auf deiner Geodäten verharren" willst. Geodäten sind die Verbindung zwischen zwei Raumzeitpunkten, mit fortschreitender Zeit ändert sich also auch die Geodäte, der du folgen willst. Und das wiederum ist deiner Trägheit geschuldet. Sobald die Kraft, die zur Überwindung deiner Trägheit nötig ist verschwindet, fällst du weiter entlang einer (neuen) Geodäten.

Warum sollte das nicht korrekt sein? Missverständlich vieleicht.


Ich sagte ja, ggf. einfach missverständlich formuliert. Auf einer (deiner) Geodäten verharren könnte man halt so deuten, dass damit dieselbe gemeint ist.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 22:47 #71517

Falsifikator schrieb: Dort wiederholt Herr Retzlaff, daß es mit der PES kein SL geben kann.
Wie genau meint er das?

Ich sagte doch bereits klar und deutlich, dass wir die Meinung von Retzlaff nicht diskutieren sondern allenfalls seine Begründung

Falsifikator schrieb: Auf der letzten Seite widerlegt Herr Retzlaff übrigens das starke Äquivalenzprinzip auf beeindruckende Weise mit dem Cavandish-Experiment. Was haltet ihr davon?

Im gesamten Aufsatz taucht das Wort "Äquivalenz" ein einziges Mal ganz am Anfang und das Wort "Cavandish" kein einziges Mal auf.
Auf der letzten Seite stellt er seine "Post-Einstein-Schwarzschild-Metrik" zusammen, irgend ein Beweis wird dort nicht geführt.

Für dieses Fakepost erhältst Du von mir eine ernste Verwarnung. Es fehlt nun nicht mehr viel!!! EDIT: gestrichen

Er setzt diese Metrik voraus und verweist insofern auf Klaus Retzlaff, „Einstein-und Post-Einstein-Effekte im Zentralfeld“, epubli 2017

Das Buch beginnt mit einem mathematischen Experiment. Der Autor konstruiert zunächst eine Metrik des kugelsymmetrischen Gravitationsfeldes, welche keine Singularitäten enthält,

Er verwendet einfach einen zusätzlichen Faktor ers/r, weil das Ergebnis dann schöner aussieht. EDIT: er ersetzt ²(1-rs/r) → ers/r.
Damit dürfte die Diskussion über seine Begründung beendet sein.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 19 06. 2020 23:56 #71519

ra-raisch schrieb:

Falsifikator schrieb: Dort wiederholt Herr Retzlaff, daß es mit der PES kein SL geben kann.
Wie genau meint er das?

Ich sagte doch bereits klar und deutlich, dass wir die Meinung von Retzlaff nicht diskutieren sondern allenfalls seine Begründung

Falsifikator schrieb: Auf der letzten Seite widerlegt Herr Retzlaff übrigens das starke Äquivalenzprinzip auf beeindruckende Weise mit dem Cavandish-Experiment. Was haltet ihr davon?

Im gesamten Aufsatz taucht das Wort "Äquivalenz" ein einziges Mal ganz am Anfang und das Wort "Cavendish" kein einziges Mal auf.
Auf der letzten Seite stellt er seine "Post-Einstein-Schwarzschild-Metrik" zusammen, irgend ein Beweis wird dort nicht geführt.

Für dieses Fakepost erhältst Du von mir eine ernste Verwarnung. Es fehlt nun nicht mehr viel!!!

Er setzt diese Metrik voraus und verweist insofern auf Klaus Retzlaff, „Einstein-und Post-Einstein-Effekte im Zentralfeld“, epubli 2017

Das Buch beginnt mit einem mathematischen Experiment. Der Autor konstruiert zunächst eine Metrik des kugelsymmetrischen Gravitationsfeldes, welche keine Singularitäten enthält,

Er verwendet einfach einen zusätzlichen Faktor ers/r, weil das Ergebnis dann schöner aussieht.
Damit dürfte die Diskussion über seine Begründung beendet sein.


Das war kein Fake Post, sondern lediglich der falsche Link.

astronomie-magdeburg.de/wp-content/uploa...avitationsgesetz.pdf

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 00:59 #71522

Ok, in Ordnung, entschuldige meinen scharfen Tonfall.

Aber er beweist überhaupt nichts sondern behauptet lediglich bzw setzt seine Änderungen voraus.

Es ist klar, dass Einstein lediglich die Newtonische Gravitation übernommen hat. Aber eine Abänderung nach Lust und Laune wie es Retzlaff tut, ist reine Hypothetik einer "besseren Welt". Die Idee ist ja nicht absurd sondern nur haltlos, solange es keine Messung bestätigt.

Jedenfalls dürfte jede Abänderung Newtons Gravitation gegen den Energieerhalt verstoßen, wo sollen denn die Feldlinien herkommen, aus dem Nichts, mit größerem Abstand. Aus dieser Überlegung ist die Idee dann doch absurd...

Naja, es ist ja nur eine Radiusänderung, das ginge schon, die Oberfläche bleibt ja unangetastet.

Und ich muss auch korrigieren, er ersetzt ²(1-rs/r) → ers/r. Wir können ja gelegentlich Messungen auf derartige Unterschiede hin vergleichen.
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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 01:22 #71523

Ich sehe gerade, dass der Unterschied doch ziemlich groß ist, das sollte man messtechnisch widerlegen können.

Und vor allem stellt sich die Frage, ob man dann kein SL mehr sieht, und wo das Licht im Zentrum hingehen soll....und das wäre eine nackte Singularität. Physikalisch noch grausamer als der rs.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 01:59 #71524

ra-raisch schrieb: Ok, in Ordnung, entschuldige meinen scharfen Tonfall.

Aber er beweist überhaupt nichts sondern behauptet lediglich bzw setzt seine Änderungen voraus.

Es ist klar, dass Einstein lediglich die Newtonische Gravitation übernommen hat. Aber eine Abänderung nach Lust und Laune wie es Retzlaff tut, ist reine Hypothetik einer "besseren Welt". Die Idee ist ja nicht absurd sondern nur haltlos, solange es keine Messung bestätigt.

Jedenfalls dürfte jede Abänderung Newtons Gravitation gegen den Energieerhalt verstoßen, wo sollen denn die Feldlinien herkommen, aus dem Nichts, mit größerem Abstand. Aus dieser Überlegung ist die Idee dann doch absurd...

Naja, es ist ja nur eine Radiusänderung, das ginge schon, die Oberfläche bleibt ja unangetastet.

Und ich muss auch korrigieren, er ersetzt ²(1-rs/r) → ers/r. Wir können ja gelegentlich Messungen auf derartige Unterschiede hin vergleichen.


Kein Thema. Ich kann das ab. Zumal ich ja auch einen falschen Link eingefügt habe. Sorry dafür.

Ich poste ja auch oft scharfe Aussagen. Das das nicht gut ankommt, ist bei mir angekommen.

Ich kann zu den Formeln selbst nichts sagen. Da bin ich raus.
Aber mir ist die Art wie Herr Retzlaff hier vorgeht sehr symphatisch. Alleine der Versuch eine Änderung bei der Gravitation herbeizuführen ist ganz nach meinem Geschmack. Hier bedient er mein Bauchgefühl, daß irgendwas noch nicht passt in unseren Modellen. Sicher eine unphysikalische Betrachtung, aber das Bauchgefühl ist manchmal besser als jede Logik.

Noch symphatischer fand ich, daß es bei der PES eben keine Singularität gibt. Falls es jetzt doch welche geben sollte, sinkt mein Vertrauen, daß die PES bessere Ergebnisse liefert.
Kann mir einer sagen wie man sich das vorzustellen hat, eine "nackte Singularität"?

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 02:33 #71525

Falsifikator schrieb: Kann mir einer sagen wie man sich das vorzustellen hat, eine "nackte Singularität"?

Das heißt, dass man genau bis zu dem Punkt hinsehen kann, an dem sie ist, sie selbst kann man aber genau nicht mehr sehen.

Aber ich habe mir das nur anhand des Kurvenverlaufs gedacht, da müßte man noch genau hinsehen.

Wie gesagt, es ist einfach eine willkürliche Änderung, und soweit ich die Einsteinschen Feldgleichungen verstanden habe, ist da nichts willkürlich.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 10:50 #71533

Michael D. schrieb:

Merilix schrieb: @Michael: Wenn mich die Erde stoppt ändert sich noch immer meine Position in der Zeit,

Ja und? Deswegen beschleunige ich doch nicht die ganze Zeit.

Du wirst auf eine neue Geodäte beschleunigt.

Die Null-Geodäte von der du oben schriebst würde dich durch den Erdmittelpunkt r=0 zum Zeitpunkt t führen. Die Geodäte die dich durch r=0, t+dt führt ist nichtmehr die Selbe und das entspricht einer Beschleunigung.

Falsifikator schrieb: Die Beschleunigung auf der Erdoberfläche erfährst du durch die ständige Anziehung. Genau mit 1g wirst du ständig angezogen/beschleunigt.

Die Erdbeschleunigung wollen wir ohne Rückgriff auf die Newtonsche Gravitation erklären. Entweder ein Kräfte-Modell oder ein geometrisches Modell. Beides mischen geht nicht.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 10:58 #71534

ra-raisch schrieb:

Falsifikator schrieb: Kann mir einer sagen wie man sich das vorzustellen hat, eine "nackte Singularität"?

Das heißt, dass man genau bis zu dem Punkt hinsehen kann, an dem sie ist, sie selbst kann man aber genau nicht mehr sehen.

Aber ich habe mir das nur anhand des Kurvenverlaufs gedacht, da müßte man noch genau hinsehen.

Wie gesagt, es ist einfach eine willkürliche Änderung, und soweit ich die Einsteinschen Feldgleichungen verstanden habe, ist da nichts willkürlich.


Ich habe es anders verstanden. Aber ich kann hier nur zitieren, da ich seine Rechnung an sich nicht nachvollziehen kann.

1. Satz auf der Seite: "Zusammenfassung: Es werden auf Basis des Metrischen Tensors der Post-Einstein-Schwarzschild-Metrik der Ricci-Tensor, die skalare Krümmung sowie der Einstein-Tensor berechnet und diskutiert."

Hier lese ich heraus, daß die Basis der metrische Tensor ist!?

Ich bräuchte Hilfe, beim verstehen folgenden Satzes:
"Die Metrik ist für r > 0 stets regulär. Bei r = 0 existiert eine kaustische Singularität, die bei geeigneter Koordinatenwahl beseitigt werden kann. Die Raum-Zeit selbst ist auch bei r = 0 regulär."

Kaustisch = scharf ebgegrenzt

Was aber meint Herr Retzlaff mit "bei geeigneter Koordinatenwahl" kann die Singularität beseitigt werden? Wie muss ich die Koordinaten wählen?
Und nun eine wahrscheinlich unnötige Frage. Warum kann r überhaupt 0 sein? Kann man das nicht als Regel fassen das der Radius ungleich 0 sein muss? Bitte nicht steinigen, ich weiß es wirklich nicht.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 11:36 #71538

Falsifikator schrieb: Hier lese ich heraus, daß die Basis der metrische Tensor ist!?

Ja schon, aber er hat ihn eben willkürlich nach Gusto verändert.

Er greift überhaupt nicht in die Feldgleichungen ein sondern nur in Newtons Gesetz, indem er willkürlich die Faktoren in der Schwarzschildmetrik verändert. Schwarzschild hat die Faktoren exakt nach Newton berechnet. Einstein hat damit gar nichts zu tun.
ra-raisch schrieb: Wie gesagt, es ist einfach eine willkürliche Änderung, und soweit ich die Einsteinschen Feldgleichungen verstanden habe, ist da nichts willkürlich.

Die (grundsätzliche) Metrik wurde ja von Riemann gefunden und von Einstein lediglich auf die Eigenheiten der Raumzeit angepasst. Daran kann mathematisch gar nichts geändert werden. Darauf basieren die Feldgleichungen. Der Zusammenhang mit dem EIT spielt auch keine Rolle, weil es ja um eine Vakuumlösung geht. Alles hängt daher allein an der individuellen Metrik.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 11:38 #71539

Falsifikator schrieb: Warum kann r überhaupt 0 sein? Kann man das nicht als Regel fassen das der Radius ungleich 0 sein muss?

Darauf kann ich antworten. Solche Verbotsregeln sind fast schon normales Handwekszeug der Mathemetik. In der Physik will man keine Unstetigkeiten. Das wäre als hätte das Raumzeitkontinuum Löcher.
Jetzt gibt es aber auch Singularitäten die allein dem mathematischen Modell bzw. dem frei wählbaren Koordinatensystem geschuldet sind. Die stellen kein Problem dar weil man die einfach wegtransformieren kann. Nord und Südpol der Erde sind solche Beispiele. Die machen Probleme beim Kartieren oder schlecht programmierte Spiele stürzen beim Überfliegen der Pole ab weil tan(90°) undefiniert ist. Ein anderes Koordinatensystem löst das Problem.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 11:41 #71540

Das beantwortet die Frage nach r=rs, jedoch nicht die nach r=0, hierbei handelt es sich nämlich um eine echte Singularität.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 11:51 #71541

ra-raisch schrieb: Das beantwortet die Frage nach r=rs nicht aber nach r=0, hierbei handelt es sich nämlich um eine echte Singularität.

Rainer, die Frage bezog sich nicht auf die Singularität im SL der Schwarzschildlösung, Die Frage bezog sich auf den Begriff "kaustische Singularität".
Das habe ich versucht zu beantworten.

Es gibt ja auch noch andere knifflige Fälle neben SL und Urknall. Die Feldstärke bei Annäherung an ein Elektron wäre einer oder überhaupt die Frage wie nahe man an ein Elementarteilchen rechnerisch herankommt.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 11:54 #71542

Merilix schrieb: Die Feldstärke bei Annäherung an ein Elektron wäre einer oder überhaupt die Frage wie nahe man an ein Elementarteilchen rechnerisch herankommt.

Rechnerisch kommst Du unendlich nah ran :whistle:

Da jede Ladung einer Masse entspricht, ist der Mindestradius durch Masse und Ladung vorgegeben, beim Elektron eben der klassische Radius allenfalls noch die Hälfte davon. Dies betrifft aber nur die Ladung. Das Proton kann insoweit hingegen viel kleiner sein, da die Masse viel größer ist.

rq = q²kC/2c²mM
rqe = e²kC/2c²me = re/2 = 1,408970161e-15 m
rqe = e²kC/2c²mp = re/3672 = 7.673491335673295e-19 m

Der Spin muss noch ähnlich berücksichtigt werden und man wird wohl bei re landen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 12:02 #71543

ra-raisch schrieb:

Merilix schrieb: Die Feldstärke bei Annäherung an ein Elektron wäre einer oder überhaupt die Frage wie nahe man an ein Elementarteilchen rechnerisch herankommt.

Rechnerisch kommst Du unendlich nah ran :whistle:

Ja nee is klar.
Unendlichkeiten sind ja auch kein Problem :whistle: (ausser für Harald Lesch, der darüber eine alpha Centauri Sendung gemacht hat, und anderer Fachleute die dafür die Vakuumpolarisation erfinden mussten)
Achja, ich vergas das Wort "klassisch" zu benutzen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 12:04 #71544

Merilix schrieb:

ra-raisch schrieb:

Merilix schrieb: Die Feldstärke bei Annäherung an ein Elektron wäre einer oder überhaupt die Frage wie nahe man an ein Elementarteilchen rechnerisch herankommt.

Rechnerisch kommst Du unendlich nah ran :whistle:

Ja nee is klar.
Unendlichkeiten sind ja auch kein Problem :whistle: (ausser für Harald Lesch, der darüber eine alpha Centauri Sendung gemacht hat, und anderer Fachleute die dafür die Vakuumpolarisation erfinden mussten)

Nun sprichst Du aber nicht mehr von Mathematik sondern von Physik.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 12:09 #71545

ra-raisch schrieb: Rechnerisch kommst Du unendlich nah ran :whistle:

Ja nee is klar.
Unendlichkeiten sind ja auch kein Problem :whistle: (ausser für Harald Lesch, der darüber eine alpha Centauri Sendung gemacht hat, und anderer Fachleute die dafür die Vakuumpolarisation erfinden mussten)[/quote]
Nun sprichst Du aber nicht mehr von Mathematik sondern von Physik.[/quote]
Blöde Frage: ist r + 1/∞ = r oder ist es <> r? Im ersten Fall hättest du mit r=0+1/∞ immernich ein DIV/0 und das ist rechnerisch verboten.

Und ich spreche von Mathematik in der Physik.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 12:43 #71547

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Ein Gedanke zur Frage, ob die Gravitationskraft als Kraft zu betrachten ist:

Im Zweifel kommt eine Kraft immer aus der Richtung, wo es weh tut (wenn man einen Schlag in den Rücken bekommt, kommt die Kraft von 'hinten', bei einem Schlag in die Magengegend kommt die Kraft von 'vorne'.
Und weil, wenn wir länger auf dem Stuhl sitzen, es der Hintern ist, der anfängt weh zu tun (und nicht etwa die Schädeldecke), ist als erster Gedanke, dafür eine von 'unten' kommende Kraft als ursächlich anzunehmen, jedenfalls naheliegender, als eine (ja genau entgegengesetzt gerichtete) Gravitationskraft.

Ja,ja, ich weiß schon: Kraft und Gegenkraft - Gravitationskraft und die letztlich auf das Paulische Auschließungsprinzip zurückzuführende Gegenkraft - ergeben in Summe Null ... und dennoch bleibt unterm Strich der schmerzende Hintern.

Nimmt man hingegen diese 'Gegenkraft' als einzige vorhandene Kraft an, die uns an unserer Bewegung in der Raumzeit hindert (wg. dem Prinzip der maximalen Eigenzeit wollen wir 'eigentlich' Richtung Erdmittelpunkt) ergibt sich dieser (der schmerzende Hintern) ganz zwanglos.

Übrigens ... dass meine Argumentation wohl irgendwo einen Taschenspielertrick beinhaltet ist mir schon klar ... ich bin mir aber selbst noch nicht auf die Schliche gekommen. ;-)

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 13:02 #71549

wm schrieb: Nimmt man hingegen diese 'Gegenkraft' als einzige vorhandene Kraft an, die uns an unserer Bewegung in der Raumzeit hindert (wg. dem Prinzip der maximalen Eigenzeit wollen wir 'eigentlich' Richtung Erdmittelpunkt) ergibt sich dieser (der schmerzende Hintern) ganz zwanglos.

Übrigens ... dass meine Argumentation wohl irgendwo einen Taschenspielertrick beinhaltet ist mir schon klar ... ich bin mir aber selbst noch nicht auf die Schliche gekommen. ;-)

kein Taschenspielertrick, nur eine Unterschlagung. Auch Scheinkräfte sind Kräfte die ihre Wirkung entfalten. Es gilt nach wie vor Kraft = Gegenkraft. Das ist universal.
Beispiel Zentrifuge. Die Wand hindert dich daran deiner Geodäten (geradlinig tangential) weiter zu folgen. Das spürst du als Beschleunigung die dich gegen die Wand drückt. Die Wand drückt zurück (dem Materiel in der Wand tut nämlich auch der Hintern weh und wenn zuviel krachts).

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 13:23 #71551

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Merilix schrieb:

wm schrieb: Nimmt man hingegen diese 'Gegenkraft' als einzige vorhandene Kraft an, die uns an unserer Bewegung in der Raumzeit hindert (wg. dem Prinzip der maximalen Eigenzeit wollen wir 'eigentlich' Richtung Erdmittelpunkt) ergibt sich dieser (der schmerzende Hintern) ganz zwanglos.

Übrigens ... dass meine Argumentation wohl irgendwo einen Taschenspielertrick beinhaltet ist mir schon klar ... ich bin mir aber selbst noch nicht auf die Schliche gekommen. ;-)

kein Taschenspielertrick, nur eine Unterschlagung. Auch Scheinkräfte sind Kräfte die ihre Wirkung entfalten. Es gilt nach wie vor Kraft = Gegenkraft. Das ist universal.
Beispiel Zentrifuge. Die Wand hindert dich daran deiner Geodäten (geradlinig tangential) weiter zu folgen. Das spürst du als Beschleunigung die dich gegen die Wand drückt. Die Wand drückt zurück (dem Materiel in der Wand tut nämlich auch der Hintern weh und wenn zuviel krachts).

Damit hast Du freilich Recht ... so einfach kann Physik sein. :)

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 13:49 #71552

Merilix schrieb: Du wirst auf eine neue Geodäte beschleunigt. Die Null-Geodäte von der du oben schriebst würde dich durch den Erdmittelpunkt r=0 zum Zeitpunkt t führen. Die Geodäte die dich durch r=0, t+dt führt ist nichtmehr die Selbe und das entspricht einer Beschleunigung.

Warum werde ich auf eine neue Geodäte beschleunigt. Was ist die Ursache?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 14:20 #71556

ra-raisch schrieb: ...Er greift überhaupt nicht in die Feldgleichungen ein sondern nur in Newtons Gesetz, indem er willkürlich die Faktoren in der Schwarzschildmetrik verändert...

Die Verwendung der e-Funktion hat ihren Ursprung wohl in folgender Veröffentlichung von Einstein aus dem Jahre 1907 (weit vor der ART !):

"Einstein, Relativitätsprinzip u. die aus demselben gezog. Folgerungen"

"V. Relativitätsprinzip und Gravitation" -> §18. Raum und Zeit in einem gleichförmig beschleunigten Bezugssystem -> S.47

Ich verweise nochmal auf meine Analyse dieser frühen Überlegung Einsteins. Ich habe in Retzlaffs Herleitung seiner Metrik keinen Fehler finden können. Auch seine Längenkontraktion zum Massenmittelpunkt hin finde ich richtig hergeleitet. Die Schlussfolgerung der Rotverschiebung in Radiusrichtung finde ich auch richtig. Den Ansatz, Dunkle Materie durch eine Vakuummetrik mit Energieinhalt zu erklären, ist auch in meinem Sinne. Darauf bin ich auch schon gekommen. Wenn aber statische Gravitationsfelder (also keine G-Wellen) einen Energieinhalt haben dürfen, dann können Einsteins Feldgleichungen so nicht stimmen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 14:50 #71559

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Michael D. schrieb:

Merilix schrieb: Du wirst auf eine neue Geodäte beschleunigt. Die Null-Geodäte von der du oben schriebst würde dich durch den Erdmittelpunkt r=0 zum Zeitpunkt t führen. Die Geodäte die dich durch r=0, t+dt führt ist nichtmehr die Selbe und das entspricht einer Beschleunigung.

Warum werde ich auf eine neue Geodäte beschleunigt. Was ist die Ursache?

Ob Deine Geodäte nun neu oder alt ist, ist eine Frage des Bezugsystems. So oder so ... wenn Du auf der Erdoberfläche stehst, weist diese immer in Richtung Erdmittelpunkt (wg. Prinzip der maximalen Eigenzeit) ... und seiner Geodäte nicht folgen können, heißt: in der Raumzeit beschleunigt werden (ansonsten würde man sich den Begriff 'Geodäte' an die Glatze nageln können).

Edit:
So leicht kann man sich selbst austricksen ... einerseits wissend, dass eine Geodäte eine Kurve in der Raumzeit darstellt, was einen aber abererseits nicht daran hindert, im nächsten Augenblick die Zeit (in der Raumzeit) wieder unter den Tisch fallen zu lassen. Deshalb: ja, ständig 'neue' Geodäte.

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Letzte Änderung: von wm. (Notfallmeldung) an den Administrator

Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 14:59 #71560

wm schrieb: ... und seiner Geodäte nicht folgen können, heißt: in der Raumzeit beschleunigt werden (ansonsten würde man sich den Begriff 'Geodäte' an die Glatze nageln können).

Ich versteh den kausalen Zusammenhang nicht. Warum beschleunige ich in der Raumzeit, wenn ich meiner Geodäte nicht folgen kann? Und warum will ich ihr folgen? Es vergeht nur Zeit. Ansonsten bleibe ich an Ort und Stelle. Sonst nichts.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 20 06. 2020 15:11 #71561

wenn du kräftefrei bist, bewegst du dich entlang einer Geodäte. Ergo wirst du von einer Kraft beschleunigt, wenn du keiner Geodäte folgst.

Edit: Grenzfall kleiner Krümmung: Wenn keine Kraft auf dich wirkt, bewegst du dich auf einer Linie durch deb Minkowskiraum.

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