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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:16 #70107

Michael D. schrieb:

Falsifikator schrieb: Bei einem nicht bewegten Objekt wird der Raum horizontal gedehnt und Senkrecht gestaucht.

Richtig. Nennt man Lorentzkontraktion, Sowohl beim Schwerefeld als auch bei Beschleunigungen.

Das ist zwar richtig aber falsch zu Ende gedacht.

Wir sehen die Kontraktion von Gegenständen von außen. Die Raumveränderung können wir in beiden Fällen nicht von außen beobachten.

Im Falle der SRT erhalten wir die Raumkontraktion daraus, dass wir über Abstände sprechen, die der externe Beobachter in seinem IS ausgewählt hat. Diese werden aus der Sicht des anderen Beobachters natürlich ebenfalls gestaucht, daher die übliche Raumkontrakton.

Bei der ART haben wir aber einen ganz anderen Fall. Die (nur radiale!!!) Lorentzkontrakton ist nicht beidseitig sondern entgegengesetzt. Beide Beobachter sind sich darüber einige, dass der weiter draußen gegenüber dem weiter drinnen gedehnt ist bzw andersherum der weiter drinnen kontrahiert ist. Und genauso ergibt sich aus den Abständen des externen Beobachters den Koordinatenmaßen, dass diese nun von Innen gesehen immer gedehnt werden.

Und je weiter der Beobachter innen sitzt, desto stärker dieser Effekt. Der lokale Radius wird (relativ zum Koordinatenradius) immer gedehnter. Der physikalische Radius ist das Integral über diese Raumdehnungen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:17 #70108

ra-raisch schrieb: Der Raum weicht aber nicht aus. er wird nicht verdrängt, das hatte wir doch schon oft genug!

Das sehe ich auch so. Das Koordinatenvolumen wird verringert. Dadurch passt mehr Koordinatenraum ins physikalische Volumen rein. Kann man auch als Koordinatendehnung interpretieren. Beide Sichtweisen sind möglich. Das sollte kein Streitpunkt sein.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:21 #70109

ra-raisch schrieb: Die (nur radiale!!!) Lorentzkontrakton...

Korrekt.

Beide Beobachter sind sich darüber einige, dass der weiter draußen gegenüber dem weiter drinnen gedehnt ist bzw andersherum der weiter drinnen kontrahiert ist. Und genauso ergibt sich aus den Abständen des externen Beobachters den Koordinatenmaßen, dass diese nun von Innen gesehen immer gedehnt werden.

Ja, einverstanden. Aber nochmal zurück zum homogenen Schwerefeld. Das gibt es immer noch nicht.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:21 #70110

Falsifikator schrieb: Manchmal denke ich echt du willst es nicht verstehen was ich meine.
Ok, dann eben das Beispiel von ClausS im LHC. Das Teilchen wird beschleunigt. Durch die Beschleunigung erfährt es einde Deformierung durch die Beschleunigung. Hypothetisch! Es bekommt also eine Beschleunigung mit. So und nun erreichen wir eine Grenze bei der wir unbegrenzt Energie zuführen können, ohne daß dies in einer weiteren Beschleunigung resultiert. Dieser Punkt ist doch eine Veränderung!

Ich glaube Du willst es nicht verstehen.
Im Beispiel des LHC gibt es keine Grenze ausser der Energie die der LHC zuführen kann und das ist eine technische Grenze.

Du kannst ein Telichen beliebig lange beschleunigen und es wird die Lichtgeschwindigkeit nie erreichen. Für den äusseren Beobachter wird die Beschleunigung immer kleiner, dafür aber die Masse immer größer. Der Beobachter im Teilchen fühlt immer die gleiche Beschleunigung und zwar beliebig lange - soweit der Treibstoff reicht.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:25 #70111

Michael D. schrieb: Ja, einverstanden. Aber nochmal zurück zum homogenen Schwerefeld. Das gibt es immer noch nicht.

Sehr gut.

Das ist egal, ob es das gibt, oder gibt es den absoluten Nullpunkt, das absolute Vakuum, eine Dichte von genau 1 kg/m³?

Es geht um das physikalische Verständnis. Um ein Gedankenexperiment.

Und das Ergebnis ist eben nicht falsch. Hast Du meinen Post bezüglich einer Platte gelesen? Die Gravitation wird dort nahezu 1 sein und sich weit von 1/r² entfernen.

Das ist die Stärke dieser Grenzwertbetrachtungen. Da muss man gar nicht unbedingt den individuellen Fall berechnen, um das Ergebnis gleich zu erkennen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:27 #70112

Manfred S schrieb: Du kannst ein Telichen beliebig lange beschleunigen und es wird die Lichtgeschwindigkeit nie erreichen. Für den äusseren Beobachter wird die Beschleunigung immer kleiner, dafür aber die Masse immer größer. Der Beobachter im Teilchen fühlt immer die gleiche Beschleunigung und zwar beliebig lange - soweit der Treibstoff reicht.

Die Überlegung hatten wir schonmal: damit der äussere Beobachter eine konstante Beschleunigung sieht, müsste das Teilchen beschleunigt beschleunigen. Dadurch wächst seine Trägheit ins Unendliche was unendlich viel Energie kosten würde. Sprich, es geht nicht.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:28 #70114

Manfred S schrieb:

Falsifikator schrieb: Manchmal denke ich echt du willst es nicht verstehen was ich meine.
Ok, dann eben das Beispiel von ClausS im LHC. Das Teilchen wird beschleunigt. Durch die Beschleunigung erfährt es einde Deformierung durch die Beschleunigung. Hypothetisch! Es bekommt also eine Beschleunigung mit. So und nun erreichen wir eine Grenze bei der wir unbegrenzt Energie zuführen können, ohne daß dies in einer weiteren Beschleunigung resultiert. Dieser Punkt ist doch eine Veränderung!

Ich glaube Du willst es nicht verstehen.
Im Beispiel des LHC gibt es keine Grenze ausser der Energie die der LHC zuführen kann und das ist eine technische Grenze.

Du kannst ein Telichen beliebig lange beschleunigen und es wird die Lichtgeschwindigkeit nie erreichen. Für den äusseren Beobachter wird die Beschleunigung immer kleiner, dafür aber die Masse immer größer. Der Beobachter im Teilchen fühlt immer die gleiche Beschleunigung und zwar beliebig lange - soweit der Treibstoff reicht.

Und genau hier habe ich eben eine andere Sichtweise. Aus empirischen Erfahrungswerten weiß ich, daß ich als Insasse mitbekomme, ob ich noch weiter gleichmäßig beschleunige, oder eben sich die Geschwindigkeitszunahme abbremst. Warum sollte das im Fall des Teilchens anders sein?
Wie definiertst du Beschleunigung?
Be·schleu·ni·gung
/Beschleúnigung/
Aussprache lernen
Substantiv, feminin [die]
1a.
das Schnellerwerden; das Schnellermachen

Ab einem Zeitpunkt wird das Teilchen nicht mehr schneller, und somit wird es nicht mehr beschleunigt! Wo nimmst du also die Annahme her es beschleunigt weiter?

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:30 #70115

ra-raisch schrieb: Hast Du meinen Post bezüglich einer Platte gelesen? Die Gravitation wird dort nahezu 1 sein und sich weit von 1/r² entfernen.

Ja, hab ich gelesen. Du vergisst dabei, dass die Gravitation alles durchdringt, anders wie beim E-Feld. Daher wird es keine Abweichung von 1/r² geben.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:30 #70116

Michael D. schrieb: Die Überlegung hatten wir schonmal: damit der äussere Beobachter eine konstante Beschleunigung sieht, müsste das Teilchen beschleunigt beschleunigen.

Auch falsch. Du willst von "beschleunigt werden" sprechen, dann ist das Ergbenis richtig. Insofern war das Beispiel mit dem Zyklotorn nicht so prickelnd. Wir und Du wörtlich sprechen aber von "selber beschleunigen". Und dadurch wird die "eigene" Trägheit nicht verändert. Die eigene Trägheit ist immer m und nicht γ·m, das siehst Du schon daran, dass γ immer relativ ist.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:36 #70117

ra-raisch schrieb: Wir und Du wörtlich sprechen aber von "selber beschleunigen". Und dadurch wird die "eigene" Trägheit nicht verändert. Die eigene Trägheit ist immer m und nicht γ·m, das siehst Du schon daran, dass γ immer relativ ist.

Das ist richtig. Bleiben wir lieber beim Fahrstuhl, mit einem konstanten Triebwerk hinten dran, das 1 g liefert.

Drehen wir doch jetzt mal die Argumentation um: Wäs wäre, wenn das Äquivalenzprinzip tatsächlich exakt gelten würde? Dann müsste im Fahrstuhl entlang meines Körpers im "Inneren" auch ein Beschleunigungsgradient existieren. Analog zum Schweregradienten auf der Erde. Vielleicht ist das ja auch so...

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:37 #70118

Michael D. schrieb: Ja, hab ich gelesen. Du vergisst dabei, dass die Gravitation alles durchdringt, anders wie beim E-Feld. Daher wird es keine Abweichung von 1/r² geben.

Gut, es geht natürlich nicht um eine Abschirmung. Ich spreche nur von der Gravitation, die von der Platte ausgeht. Ob Du externe Felder dazu rechnest, alles überlagert sich, oder ob Du es gedanklich in der flachen Raumzeit durchführen willst, überlasse ich Deiner Vorstellungskraft. Es geht jedenfalls nur um den Beitrag, der von der Platte ausgeht.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:42 #70120

ra-raisch schrieb: Es geht jedenfalls nur um den Beitrag der von der Platte ausgeht.

Du musst eine geschlossene Hülle um die Platte bilden. Die Feldlinien werden sich nach wie vor "verdünnen" bzw. "verdichten", so als wäre die Platte eine Kugel.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:43 #70121

Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Es geht jedenfalls nur um den Beitrag der von der Platte ausgeht.

Du musst eine geschlossene Hülle um die Platte bilden. Die Feldlinien werden sich nach wie vor "verdünnen" bzw. "verdichten", so als wäre die Platte eine Kugel.

Ich spreche nicht von der ganzen Platte und ich spreche nicht von großen Entfernungen. Ich spreche von einem Punkt mit Abstand r « ²A .................und natürlich möglichst zentriert, also natürlich keine Randpunkte, sonst könnten wir uns den Zinnober ja sparen.

Ein Punkt am Rand der Platte, zB in der serlben Ebene, wird also einen Abfall deutlich stärker als 1/r² erfahren.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:47 #70122

ra-raisch schrieb: Ich spreche nicht von der ganzen Platte und ich spreche nicht von großen Entfernungen. Ich spreche von einem Punkt mit Abstand r « ²A

Das ist eine Hypothese von Dir. Ich weiss, viele Stringtheoretiker träumen bei winzigen Entfernungen auch von einer Abweichung von 1/r². Allerdings aus anderen Gründen. Bis heute ist keine Abweichung festgestellt worden. Ich wüsste auch keine theoretische Abhandlung, in der Dein Fall der Platte beschrieben wäre. Beim Elektrischen Feld im Plattenkondensator haben wir immer noch kein homogenes Feld, sondern E=U/d. Also immer noch ein Abstandsgesetz.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:50 #70123

Michael D. schrieb: Das ist eine Hypothese von Dir.

Das ist keine Hypothese sondern eine relativ einfache Rechnung. Du kannst dies in jedem Fachbuch über Elektromagnetismus nachlesen, Gravitation funktioniert im Prinzip exakt genauso. Da hat eine ebene Platte mit homogener Flächendichte auch das Gesetz 1 und nicht 1/r².
Michael D. schrieb: Ich weiss, viele Stringtheoretiker träumen bei winzigen Entfernungen auch von einer Abweichung von 1/r². Allerdings aus anderen Gründen.

Das wäre erstaunlich. Aber nach den Feldlinien ist das ggf selbstverständlich.
Michael D. schrieb: Ich wüsste auch keine theoretische Abhandlung, in der Dein Fall der Platte beschrieben wäre.

Davon kenne ich mehrere.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:52 #70124

ra-raisch schrieb: Davon kenne ich mehrere.

Wie gesagt, inhomogenes Abstandsgesetz beim Plattenkondensator: E=1/d

Für eine unendlich ausgedehnte Platte würde tatsächlich gelten: E = 1

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:55 #70125

Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Davon kenne ich mehrere.

Wie gesagt, inhomogenes Abstandsgesetz beim Plattenkondensator: E=U/d

Ja. es geht aber nicht darum sondern um Flächendichte. Bringe einen Kondensator auf eine bestimmte Spannung, trenne ihn vom Stromkreis und bringe die Platten auseinander, das Feld ändert sich nicht und die Spannung steigt.
Du musst dabei natürlich die Arbeit hineinstecken, aber darüber reden wir ja gerade nicht. Aber es ist natürlich keine Energie aus dem Nichts.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 14:59 #70126

Für eine unendlich ausgedehnte Platte gilt tatsächlich: E= 1

Einverstanden.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 15:02 #70127

Michael D. schrieb: Für eine unendlich ausgedehnte Platte gilt tatsächlich: E= 1

Einverstanden.

Physik ist faszinierend.



EDIT: Jetzt verstehe ich Deinen Einwand "gibt es nicht" überhaupt erst.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 15:13 #70128

Wie sähe dann das Gravitationsgesetz ohne "Abstandsverdünnung" aus?

\(F=G\cdot m_1\cdot m_2\)

Wie kann man das verstehen?

Es erinnert an das Hooksche Gesetz mit G als Federkonstanten. Je höher die beteiligten Massen, desto stärker wird am Raum zwischen den Massen gezogen.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 15:59 #70129

Michael D. schrieb: Wie kann man das verstehen?

Das ist relativ einfach
F = m·g
g = Σ·G
Σ = M/A

Hier etwas mit Experiment zum Potential.
www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/...eld/flammensonde.htm

Der Lift entspricht also
Σ¨ = g/G
nimm den Index ¨ als "fiktiv"
Das bringt mich aber der ART auch nicht näher, mir bringt das Äquivalenzprinzip nicht so arg viel.

Φ = d·g-c² EDIT: eigentlich wäre Φ = d·g-c²/2 korrekt gewesen, am fiktiven Ergebnis ändert das nicht allzuviel.
mit Φ=0 ⇒
d = c²/g
Und die Krümmung der Raumzeit kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen, bis in alle Ewigkeit, naja wenn die Platte zu groß wird, wird sie zum SL.

Aber das sieht ein bisschen nach Kosmos aus.
gD = H²D
d = c²/H²D
D=d = c/H = rH der Hubbleradius.

Naja, gar nicht so schlecht das Äquivalenzprinzip ....mal weiter...
Σ = g/G = H²D/G mit D=rH also
Σ = 9,805 kg/m²
und mit der Fläche der Hubblesphäre ergibt sich (im Falle einer Raumkrümmung wäre es weniger)
M¨ = 4π·rH²Σ = 2,319e+54 kg könnte man äußere Scheinmasse des Universums nennen....oder Hubblemasse klingt gut. Naja Σ ist eine Oberflächendichte, die Masse könnte ja auch innen sein, aber dann wird es schon recht abenteuerlich mit Distanz und Anziehungskraft und so weiter.

Die Masse im Universum (inkl DM) wird übrigens mit 3,4e+54 kg angenommen.

EDIT:
wie ich gerade sehe, habe ich das Einsteinpotential -2r·g = ΦE = 2ΦN angenommen und nicht darauf geachtet. Aber das könnte sich in der Rechnung wieder ausgeglichen haben, und ist ja egal, das war ja nur eine fiktive Rechnung ohne konkreten Nährwert.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 16:26 #70131

Falsifikator schrieb: Und genau hier habe ich eben eine andere Sichtweise. Aus empirischen Erfahrungswerten weiß ich, daß ich als Insasse mitbekomme, ob ich noch weiter gleichmäßig beschleunige, oder eben sich die Geschwindigkeitszunahme abbremst. Warum sollte das im Fall des Teilchens anders sein?

Interessant. Du hast also empirische Erfahrung, wie es ist in einem Raumschiff zu sitzen, dass sich nahe der Lichtgeschwindigkeit bewegt.:whistle:

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 16:40 #70132

Manfred S schrieb:

Falsifikator schrieb: Und genau hier habe ich eben eine andere Sichtweise. Aus empirischen Erfahrungswerten weiß ich, daß ich als Insasse mitbekomme, ob ich noch weiter gleichmäßig beschleunige, oder eben sich die Geschwindigkeitszunahme abbremst. Warum sollte das im Fall des Teilchens anders sein?

Interessant. Du hast also empirische Erfahrung, wie es ist in einem Raumschiff zu sitzen, dass sich nahe der Lichtgeschwindigkeit bewegt.:whistle:


Für dich gerne nochmal und ausführlich...
Beschleunigung heißt per Definitionem Geschweindigkeitszuwachs = Schnellerwerden = Beschleunigung.
Ab einem gewissen Punkt, nahe von c, kannst du nicht mehr beschleunigen! Es gibt weder für das Teilchen eine Zunahme der Geschwindigkeit, noch für einen Beobachter außen.
Also keine Beschleunigung mehr ab einem gewissen Punkt. Punkt.

Ich würde gerne mal in der Hauptfrage vorrankommen.

Wir haben ein hypothetisches Gedankenexperiment. Bei der ein hypothetisch homogenes Schwerefeld existiert und ein Fahrstuhl der hypothetisch unendlich lange beschleunigen kann.

Auf der anderen Seite haben wir faktisch ausgeschlossen, daß man ewig beschleunigen kann.
Genauso haben wir faktisch ausgeschlossen, daß es ein homogenes Schwerefeld gibt.
Ebenso haben wir anhand eines fiktiven Experimentes mit den Uhren festgestellt, daß man merken kann ob man sich in einem Schwerefeld oder in einem beschleunigten System befindet.

Warum wird dann von einer Allgemeingültigkeit ausgegangen? Ok, das Prinzip ist faszinierend. Und ermöglicht sicher auch eine neue Sichtweise.
Aber von einer Allgemeingültigkeit zu sprechen? Das halte ich für übertrieben, angesichts dessen wo es der Realität widerspricht.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 17:04 #70134

Falsifikator schrieb: Beschleunigung heißt per Definitionem Geschweindigkeitszuwachs = Schnellerwerden = Beschleunigung.
Ab einem gewissen Punkt, nahe von c, kannst du nicht mehr beschleunigen! Es gibt weder für das Teilchen eine Zunahme der Geschwindigkeit, noch für einen Beobachter außen.
Also keine Beschleunigung mehr ab einem gewissen Punkt. Punkt.


So ist das aber leider nicht richtig. Man kann jedes Teilchen weiter beschleunigen. Durch die Beschleunigung wird sich seine Geschwindigkeit c wieder etwas mehr angleichen und die Masse des Teilchens wird sich weiter erhöhen. Eine Maximalgeschwindigkeit unterhalb von c gibt es nicht.

Im Detail siehe z.B.: unter de.wikipedia.org/wiki/Beschleunigung_(Spezielle_Relativitätstheorie)

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 17:10 #70135

Falsifikator schrieb: Ich würde gerne mal in der Hauptfrage vorrankommen.

Wir haben ein hypothetisches Gedankenexperiment. Bei der ein hypothetisch homogenes Schwerefeld existiert und ein Fahrstuhl der hypothetisch unendlich lange beschleunigen kann.

Ich habe das in meinem letzten obigen Post ergänzt, auf das Universum bezogen. Es ergibt sich genau der Hubbleradius bei einer Beschleunigung mit der Hubblekonstanten. Es ist allerdings nicht ganz vergleichbar, weil die Hubblebeschleunigung mit der Entfernung sogar zunimmt.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 17:41 #70137

Jetzt nochmal zum Fahrstuhl:

Wenn ich den immer stärker beschleunige, dann werde ich doch irgendwann platt wie ne Flunder dadrin. Richtig?

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 17:55 #70138

Michael D. schrieb: Jetzt nochmal zum Fahrstuhl:

Wenn ich den immer stärker beschleunige, dann werde ich doch irgendwann platt wie ne Flunder dadrin. Richtig?

Naja, wir gingen ja von konstanter Beschleunigung aus, da ändert sich dann gar nichts.
Bei der normalen Gravitation nimmt diese hingegen mit geringerem Abstand zu, subjektiv sogar mit g/σ nach ART, und SRT lassen wir mal weg, das bezieht sich nur auf den Beobachter.... Das ist ja in dem Fall des Lifts nicht gegeben. Er wird zwar (relativ zu einem Beobachter) immer schneller aber die subjektive Beschleunigung ist konstant.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 19:10 #70140

ra-raisch schrieb: Naja, wir gingen ja von konstanter Beschleunigung aus, da ändert sich dann gar nichts.

Das glaub ich so noch nicht. Es müsste auch bei konstanter Beschleunigung eine Kontraktion eintreten. Nur wenn ich als beschleunigter Körper nichts wiege und somit keine Trägheit besitze, passiert nichts. Es müsste eine linear abnehmende Kontraktion in Bewegungsrichtung sein, wobei der Bereich meiner Füsse am meisten kontrahiert wird, weil der Hauptteil der Masse und damit der Trägheit noch folgt.

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 19:19 #70141

Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Naja, wir gingen ja von konstanter Beschleunigung aus, da ändert sich dann gar nichts.

Das glaub ich so noch nicht. Es müsste auch bei konstanter Beschleunigung eine Kontraktion eintreten. Nur wenn ich als beschleunigter Körper nichts wiege und somit keine Trägheit besitze, passiert nichts. Es müsste eine linear abnehmende Kontraktion in Bewegungsrichtung sein, wobei der Bereich meiner Füsse am meisten kontrahiert wird, weil der Hauptteil der Masse und damit der Trägheit noch folgt.

Das ist (theoretisch) ein Fehlschluss bzw praktisch korrekt. Das müssen wir schon unterscheiden.

In der Praxis wird jeder Körper von einem Punkt aus beschleunigt, nie an jedem Punkt gleich, weil sich das Signal erst fortpflanzen muss. Allerdings ist, zB im Lift, sehr schnell ein Punkt erreicht, bei dem der Körper die manglnde Beschleunigung durch Elastizität ausgleicht und ab dann im Gleichgewicht bleibt. Der Effekt dürfte daher nur beim Ruck des Anfahrens passieren. Aber das hängt letztlich von der Stabilität, Elastizität und Länge des Körpers ab, ob er bricht oder sich einpendelt. Insgesamt wird er natürlich durch das "Gewicht" gestaucht. Aber wie gesagt nicht kumulativ. Das Gewicht ändert sich ja nicht. Das ist genau wie auf der Erdoberfläche. Konstante Beschleunigung. .....................nur ohne Gezeitenkräfte :P

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Gilt das Äquivalenzprinzip wirklich? 06 06. 2020 19:25 #70142

Ich schlage vor, Ihr schaut mal ins WIKI
Äquivalenzprinzip (Physik) WIKI

Eine Bestätigung von 10-13 und wenn es klappt bis 10-18

Ich kenne keine Theorie, die bis auf diese Genauigkeit bestimmt wurde
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