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Warum als 4. Dimension die Zeit 29 08. 2020 11:10 #75391

ra-raisch, ich bin mir nicht sicher, worauf du eigentlich hinauswillst. Du schreibst:

Und nun lege ich die Foliation so, dass sie durch eine Raumachse eines beliebigen Beobachters definiert ist. Wozu sollte soetwas nützlich sein?

Hm, meinst du es kommt darauf an, dass eine physikalische Größe bzw. ein Parameter durch deren Nützlichkeit definiert sein sollte? Dann verwenden wir die Zeit als 4. Dimension der Raumzeit deswegen, weil sie ganz nützlich ist? Das erscheint doch etwas willkürlich. Das ist doch eher eine Position, die Tegmarks Ansicht, dass die Welt dem Grunde nach ein bloß mathematisches Konstrukt ist, dann noch um die absolute Beliebigkeit erweitert. Mag sein. Dann wäre doch die richtige Antwort auf die Ausgangsfrage hier doch, dass es sich ganz praktisch rechnen lässt. Eine kleine Anmerkung: In der Formdynamik werden die Größen der Objekte relativ und die Zeit absolut, also Gegensatz zu Größen absolut und Zeit relativ. Smolin führt aus, dass die Berechenbarkeit über die ART dann immer noch zu den gleichen Ergebnissen kommt, also unempfindlich gegen Paradigmenwechsel ist. Das erscheint widersinnig, aber die Zeit wäre dann "gerettet". Wandelnde Größen? Hört sich verrückt an, aber warum hört sich das verrückter an, als eine relative Zeit? Würde dies aber nicht die Raumzeit sichern, da die Wandlung der Objekte eben in der Raumzeit stattfindet? Gerade die Relativität der Zeit führt doch zum notwendigen Schluss, dass Zeit eben gar gar keine objektivierbare Größe ist.

Die letzte Variante wäre dann, eine Lichtachse zur Definition zu benützen, ergibt dies einen interessanten Anwendungsfall?

Die Frage verstehe ich so noch nicht. Setzt die Frage nicht auch voraus, dass die Zeit eine Entität hat, weil es interessant ist?


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Warum als 4. Dimension die Zeit 29 08. 2020 11:31 #75394

D.Rajic schrieb: ra-raisch, ich bin mir nicht sicher, worauf du eigentlich hinauswillst. Du schreibst:

Und nun lege ich die Foliation so, dass sie durch eine Raumachse eines beliebigen Beobachters definiert ist. Wozu sollte soetwas nützlich sein?

Hm, meinst du es kommt darauf an, dass eine physikalische Größe bzw. ein Parameter durch deren Nützlichkeit definiert sein sollte?

Was soll zB
XT = γ·T·E/c²V
darstellen ? NIchts. Die Formel ist unangreifbar aber sinnlos. XT ist nichts Sinnvolles. Gleiches gilt für
AX = ²(e·r)π⁶/m⁴

Wozu nun über Foliation sprechen, solange diese nur in der Zeit erfolgt? Das ist die ganz normale Sicht der Aufteilung in Raum und Zeitachse. Es wird doch erst interessant, wenn man eine reine Raumachse ohne Zeitanteil wählt. Wenn dies sinnlos ist, dann ist die "Foliation" nur ein anderes (schönes) Wort für Aufteilung der Raumzeit in Raum und Zeit eines Bezugssystems. (natürlich mit der Option sogar einer rein räumlichen Aufteilung falls irgendwann von Interesse)

D.Rajic schrieb: weil sie ganz nützlich ist? Das erscheint doch etwas willkürlich. Das ist doch eher eine Position, die Tegmarks Ansicht, dass die Welt dem Grunde nach ein bloß mathematisches Konstrukt ist

Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir denken "nützlich", weil die Welt so ist. Im Gegensatz dazu wäre ein Festhalten an Epizyklen ein "bloß mathematisches Konstrukt" wider die reale Nützlichkeit. Daher kann ich Tegmark (nicht nur in diesem Punkt hier) hier nicht zustimmen. Allerdings hatte ich Tegmark eher so verstanden, dass er hinter der gesamten realen Welt schöne einfache Formeln (und dimensionslosen Naturkonstanten) vermutet. Aber er stellt ja auch teils widersprüchliche Ansichten dar und legt sich nicht wirklich fest, was ich wiederum sehr sympathisch finde.

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