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THEMA:

Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 11 12. 2019 22:10 #62199

Hallo Leute, ich hoffe, es ist mir gegönnt eine Frage zu stellen.

Ich würde gerne wissen, was ihr von der Asteroiden-Abwehr hält. Macht es für euch einen Sinn oder findet ihr es überflüssig? Egal, wo es auch immer stattfinden würde, auf der Erde, am Mond oder im All.
Immer mehr Berichte und Diskussionen nehmen das Thema vom Sinn oder Unsinn der Asteroiden-Abwehr zur Brust.

Und hier im Video hätten die Meinungen der Wissenschaftler auch nicht unterschiedlicher sein können.
  • Von "Überlebenswichtig für die Menschheit" über
  • "Ist doch nur ein Trick um Fördermittel zu erhaschen" bis hin zu
  • "Gefährlich, da Rüstungsindustrie Interesse daran hätte."

Meine zurückhaltende Meinung ist, dass die Asteroiden-Beobachtung, -Forschung und -Abwehr für die Menschheit existenziell wichtig ist,
und in Zukunft noch an Wichtigkeit gewinnen wird.

Danke schon mal...

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 11 12. 2019 23:00 #62204

schrieb:
  • Von "Überlebenswichtig für die Menschheit" über
  • "Ist doch nur ein Trick um Fördermittel zu erhaschen" bis hin zu
  • "Gefährlich, da Rüstungsindustrie Interesse daran hätte."

Meine zurückhaltende Meinung ist, dass die Asteroiden-Beobachtung, -Forschung und -Abwehr für die Menschheit existenziell wichtig ist,
und in Zukunft noch an Wichtigkeit gewinnen wird.

Ich stimme Dir zu, nicht nur das Wetter ist gefährlich ....
Natürlich trifft auch III zu, aber das trifft ja auch für Wettersatelliten und Telefonsatelliten zu, und wenn diese auch noch in privater Hand sind.....
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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 12:16 #62216

Mach dir das Universum untertan ist angesichts des vergeblichen Versuchs, sich die Erde untertan zu machen, eine Illusion. Man sollte sich damit abfinden. Für den Einzelnen macht es ohnehin keinen Unterschied, ob er von einem Auto überfahren oder von einem Asteroiden erschlagen wird. Man findet sich auch damit ab, dass es keine absolute Sicherheit im Straßenverkehr gibt. Selbst dann, wenn man nicht auf die Straße geht, ist man damit konfrontiert, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren. Und das sich der einzelne Sorgen um die ganze Menschheit macht, ist auch eher ein Schein. Man macht sich ja auch keine Sorgen um seinen Nachbarn, der schon Jahrzehnte lang im gleichen Häuserblock wohnt. Auch macht man sich um die Kinder, die einige Flugstunden entfernt verhungern, keine Sorgen. Wer sollt sich dann wirklich Sorgen machen, ob die Menschheit in Millionen Jahren von einem Asteroiden vernichtet wird. Ich glaube, solche Gedanken sind eher eine Ablenkung von aktuellen Bedrohungsszenarios wie z.B. den industriell gefertigten Lebensmittel, dessen lebenserhaltende Anteile immer weniger werden oder der Bedrohung unseres Lebensraumes incl. des Klimas durch uns selbst usw.

Was mir auch sehr problematisch erscheint ist, dass kein Asteroid einem anderen gleicht, sowohl in seiner Form, Beschaffenheit, Masse, Geschwindigkeit und Flugbahn usw. Kein Szenario würde einem anderen gleichen, das heißt, man kann im Vorhinein keine Tests machen. Im gegebenen Fall muss alles auf Anhieb richtig klappen, sonst könnte es auch passieren, dass man ein Asteroid, der dann doch vorbeifliegen würde, auf die Erde lenkt. Ohne einen revolutionären Antrieb, mit dem man innerhalb kürzester Zeit große Massen sehr beweglich bewegen und steuern kann, ist das nicht zu machen.

Sollte ein Komet die Menschheit vernichten, wird das Leben wieder etwas hervorbringen, was denken kann. Ein Komet, der so gewaltig ist, dass er das gesamte Leben auslöscht, würde ohnehin aufgrund seiner Dimension nicht daran gehindert werden können, das zu tun. Und kleine Kometen, die ein paar Millionen Menschen auslöschen, sind nicht schlimmer als ein Krieg, der dasselbe tut. Und die Bestrebungen, Kriege zu verhindern, sind momentan auch nicht sehr aktuell, eher das Gegenteil.

Also, alles in allem sehe ich keinen Sinn, sich momentan konkrete Gedanken zu machen. Bei welcher Generation auch immer eines Tages diese Bedrohung akut wird, sie wird auf einen (aus heutiger Sicht) revolutionären Antrieb angewiesen sein. Daran zu forschen, wäre vielleicht das einzige, was man heute schon dafür tun könnte.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 15:10 #62223

badhofer schrieb: Sollte ein Komet die Menschheit vernichten, wird das Leben wieder etwas hervorbringen, was denken kann. Ein Komet, der so gewaltig ist, dass er das gesamte Leben auslöscht, würde ohnehin aufgrund seiner Dimension nicht daran gehindert werden können, das zu tun. Und kleine Kometen, die ein paar Millionen Menschen auslöschen, sind nicht schlimmer als ein Krieg, der dasselbe tut. Und die Bestrebungen, Kriege zu verhindern, sind momentan auch nicht sehr aktuell, eher das Gegenteil.

Also, alles in allem sehe ich keinen Sinn, sich momentan konkrete Gedanken zu machen. Bei welcher Generation auch immer eines Tages diese Bedrohung akut wird, sie wird auf einen (aus heutiger Sicht) revolutionären Antrieb angewiesen sein. Daran zu forschen, wäre vielleicht das einzige, was man heute schon dafür tun könnte.

Vielleicht sind solche Bemühungen gerade geeignet, Völker einander näher zu bringen und Kriege zu verhindern.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 16:40 #62226

Aus der Warte eines Physikers würde ich die Frage mit Ja beantworten.

Es gibt andere Dinge, um die ich mir mehr Sorgen mache, als dass uns ein Asteroideneinschlag trifft.

Wo soll ich da anfangen?
Antibiotika wirken nicht mehr. Lebenswichtige Medikamente sind knapp, sie werden nur noch von einem Hersteller weltweit produziert.
Für den Atommüll haben wir kein Endlager.
Vor den Küsten liegen die Hinterlassenschaften des ersten und zweiten Weltkrieges und lassen so langsam aber sicher ihr Gift frei.
Der Plastikmüll in den Meeren und überall in der Landschaft, die Klimaerwärmung, die Weltbevölkerung wird noch auf ca. 11 Milliarden Menschen anwachsen ...

Was wird passieren, wenn sich das Erdmagnetfeld umkehrt? Dieses Ereignis ist ja auch überfällig.

Nicht zuletzt lässt das menschliche Verhalten im Umgang miteinander sehr zu wünschen übrig. Wenn Feuerwehrleute, Notärzte,Sanitäter, Bürgermeister Andersdenkende und anders Aussehende beleidigt behindert oder bedroht werden.

Wenn ich aber morgens die Zeitungsmeldungen gelesen habe denke ich, wir haben noch dringlichere Probleme.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 19:53 #62234

Ich finde schon, dass man den uns umgebenden Weltraum nicht nur monitoren sollte.

Wir suchen nach Körpern, die mit der Erde kollidieren könnten. Aber was tun wir, wenn wir einen gefunden haben, der die Erde treffen wird?
Wir beobachten das Weltraumwetter. Aber was tun wir, wenn wir merken, dass ein Sonnensturm die Erde treffen wird?

Das erste Risiko ist sehr klein bezogen auf die nächsten 100 Jahre, aber bei Eintreffen absolut tödlich. Daher sollten wir in meinen Augen in jedem Fall Vorsorge treffen.

Das zweite Risiko eines verheerenden Sonnensturms ist bezogen auf die nächsten 100 Jahre deutlich höher, ich denke vielleicht zwischen 10% bis 50%. Die Auswirkungen können heftig sein. Wenn in einer größeren Region großflächig die Transformatoren durchbrennen und ggf. monatelang der Strom ausfällt, kann das auch viele Millionen Tote zur Folge haben. Auch hier sollte man Vorrichtungen treffen, um etwa die Stromnetze und Transsformatoren zu schützen.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 21:15 #62236

Gibt es schon einen Gedanken oder ein Konzept mithilfe eines mit Elektromagneten bestückten Trichterförmigen Gerüsts den Elektrisch geladenen Sonnenwind zu bündeln und den Teilchefstrahl gegen Asteroiden zu richten um sie abzufräsen .

Magnetfeld und Atmosphäre der Erde würde verhindern das diese Technik als Waffe einsetzbar wäre .

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 21:48 #62238

Was ich so im Video gehört habe, scheint der Favorit für so ein Vorhaben das Prinzip des Jakofskyeffektes zu sein.
Dazu ein ganz banales, praktisches Detail:
1 Asteroid mit ca. 1 km Durchmesser (ungefähr 3 km2 Oberfläche) wird zur Hälfte weiß angestrichen (ca. 1,5 km2), das sind 1,5 Mill. m2
Da anzunehmen ist, dass ein Asteroid keine glatte Oberfläche hat, kann man schätzen, dass man pro m2 Anstrich ca. 10 kg Farbe braucht. Das wären zusammen 15 000 Tonnen Farbe. Die stärkste Trägerrakete, die jemals gebaut wurde, die Saturn V hatte eine Traglast von 120 Tonnen. Das würde bedeuten, dass man ungefähr 125 Saturn braucht, um diese Mission durchzuziehen. Nachdem es kaum möglich ist, so viele Raketen innerhalb kürzester Zeit zu aktivieren, müssten man sie ständig bereithalten. 125 Saturn V incl. Startrampen, der Kommandozentrale und all das erforderliche Personal müssten sich über Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende oder Jahrmillionen für einen ungewissen Einsatz ständig einsatzbereit halten.
Wie realistisch ist das?
Oder habe ich da einen Rechenfehler oder sehe da irgendetwas anderes falsch?
.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 22:06 #62240

badhofer schrieb: Oder habe ich da einen Rechenfehler oder sehe da irgendetwas anderes falsch?
.

Absolut nicht vor allem da wie du ja schon sagtest jeder anders ausschaut und strukturiert ist .
Mein Vorschlag dazu wäre keine Farbe sondern eine Spezielle Gewebetasche zu nehmen . Eine innere gefärbte Gewebeschicht die sich an den Asteroiden anschmiegen soll .
Nimm einen Stein und leg ihn in eine Tüte die eine Seite schwarz und auf der anderen weiß ist und sauge die Luft raus . Egal wie der Stein beschaffen ist ob fest , lose oder bröselig er ist in der Tüte fixiert .
Im Weltraum ist die Luft schon raus gesaugt , soweit so gut .
Um jetzt einen Atmosphärendruck zu haben brauchen wir eine zweite Transparente Gewebeschicht um nun zwischen beiden schichten eine schwache Atmosphäre aufzubauen . Wegen Mikrometeoriten in sehr vielen Minikammern .
Die innere Gewebeschicht besteht aus Material das durch UV–Strahlung aushärtet , was nach dem aushärten die Äußere Schicht überflüssig macht .

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 22:17 #62242

Warum soll denn ein Asteroid abgewehrt werden, dessen Eintreffen, dessen Schadensgrösse und die damit verbundenen Folgen noch gar nicht bekannt sind, wenn wir im Augenblick gerade dabei sind, unseren Planeten zu zerstören.
Es wäre doch naheliegender, erst mal unsere irdischen Hausaufgaben zu machen und statt 125 Saturnraketen bereitzuhalten lieber in Technik zu investieren, die das CO2 aktiv aus der Atmosphäre entfernt.
Damit könnte man den von uns selbst gemachten Asteroideneinschlag verhindern.

Prämissen setzend,

Thomas

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 12 12. 2019 23:46 #62246

Thomas schrieb: lieber in Technik zu investieren, die das CO2 aktiv aus der Atmosphäre entfernt.

Diese Maßnahme wäre erst sinnvoll, wenn kein CO² mehr produziert wird. Vorerst schaffen wir ja noch nicht mal dies.
Selbst wenn man die Technik hätte, würde es sicherlich doppelt so viel CO² kosten wie es einfängt. Erst wenn wir sowieso kein CO² mehr produzieren, kann man daran denken, dass eine derartige Maschine auch kein CO² freisetzt und CO² einfängt.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 13 12. 2019 00:04 #62250

Ich sage, Asteroidenabwehr tut not. Aber bezahlen, sollten das die Reichen auf diesem Planeten. Wäre für die kein wirkliches Problem und schüfe Arbeitsplätze.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 13 12. 2019 09:26 #62254

Thomas schrieb: Damit könnte man den von uns selbst gemachten Asteroideneinschlag verhindern.

Prämissen setzend,

Thomas

Dann rufe ich gleich Greta an und sag ihr das sie das CO2 vergessen soll . Was nützt eine CO2 Reduzierung wen es einen Atomwaffeneinzatz gibt der die Welt vernichtet.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 13 12. 2019 20:42 #62296

Abwehr beginnt mit der Feststellung das da etwas ist gegen das man sich schützen sollte; also mit Beobachtung!

Man möchte schon wissen ob da ein Brocken der Tunguska-Größe auf uns zu kommt und wo er wahrscheinlich einschlagen wird. Auch wenn der Einschlag vieleicht noch nicht aktiv verhindert werden kann sind ggf. großräumige Evakuierungen oder andere angemessene Schutzmaßnamen möglich.
Also auf der Schiene könnte durchaus mehr getan werden mit verhältnismäßig überschaubaren Kosten.

Eine aktive Abwehr von Killer-Brocken in der Größenordnung von Kilometern dürfte noch weit jenseits des technisch machbaren liegen.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 08:05 #62308

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Thomas schrieb: Warum soll denn ein Asteroid abgewehrt werden, dessen Eintreffen, dessen Schadensgrösse und die damit verbundenen Folgen noch gar nicht bekannt sind, wenn wir im Augenblick gerade dabei sind, unseren Planeten zu zerstören.
Es wäre doch naheliegender, erst mal unsere irdischen Hausaufgaben zu machen und statt 125 Saturnraketen bereitzuhalten lieber in Technik zu investieren, die das CO2 aktiv aus der Atmosphäre entfernt.
Damit könnte man den von uns selbst gemachten Asteroideneinschlag verhindern.

Sorry, aber diese Argumentationslinie kommt mir vor wie "Wenn ich weiß, dass diese und diese Nahrungsmittel schädlich für mich sind, dann esse ich am besten gar nichts..." oder "Da ich die Feststellbremse im Auto so selten benötige, baue ich sie am besten gar nicht ein..."

MfG
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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 08:12 #62309

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Merilix schrieb: Abwehr beginnt mit der Feststellung das da etwas ist gegen das man sich schützen sollte; also mit Beobachtung!
Man möchte schon wissen ob da ein Brocken der Tunguska-Größe auf uns zu kommt und wo er wahrscheinlich einschlagen wird. Auch wenn der Einschlag vieleicht noch nicht aktiv verhindert werden kann sind ggf. großräumige Evakuierungen oder andere angemessene Schutzmaßnamen möglich.
Also auf der Schiene könnte durchaus mehr getan werden mit verhältnismäßig überschaubaren Kosten.
Eine aktive Abwehr von Killer-Brocken in der Größenordnung von Kilometern dürfte noch weit jenseits des technisch machbaren liegen.

Bei einer solchen Abwehr kommt es natürlich auf die Größe, vor allem aber auf das Verhältnis zwischen "Vorwarnzeit" und "Reaktionszeit" an. Sprich, wenn man im Vorfeld seine Hausaufgaben gemacht hat und damit die Reaktionszeit minimiert hat, kann auch die Vorwarnzeit geringer sein. Die meisten Objekte in unserem Sonnensystem sind einigermaßen kalkulierbar. Extrasolare hingegen natürlich nicht und da wird die Vorwarnzeit sehr relevant. Und "abschießen/zerstören" geht ohnedies nicht, das würde den Brocken maximal verkleinern und viele Einschlagspunkte verursachen, aber "ablenken" geht schon, je früher (=Vorwarnzeit) desto besser.

MfG
WL01

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MfG
WL01

Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 08:47 #62310

Wenn ich sehe, dass mein Haus brennt und ich gleichzeitig weiß, dass in 10 20 oder gar erst in 100 Jahren jemand gegen meinen Gartenzaun fährt, um was kümmere ich mich dann?

Rainer,
Natürlich muss man den CO2 - Asteroiden entfernen, ohne neues zu erzeugen. Dass das geht, hat Prof. Klaus Lackner von der ASU eindrucksvoll gezeigt. Auch andere Arbeitsgruppen bemühen sich weltweit um Lösungen, mal mit mehr Energieaufwand, mal mit weniger. An der ETH gibts bsplw eine Gruppe, deren Methode vergleichbar ist mit der Filterkaskadenmethode, mit der man zB. auch Uran anreichern kann. Energetisch deutlich aufwendiger als die Lackner Methode.
Egal welche Methode man verwendet, die Energie dafür sollte natürlich von der Sonne kommen. Sonst macht das ja keinen Sinn. Sonst triebe ich ja den Belzebub mit dem Teufel aus.

Sollten sich trotzdem ein paar Reiche finden, die 165 Saturnraketen aufstellen, dann ist das in etwa so, dass zwar das Haus brennt, aber trotzdem geht man Golfspielen.
Da gibts doch dieses schöne Photo, das Harry so gern zeigt, mit den Golfspielern im Vordergrund und dem lichterloh brennenden Wald im Hintergrund.

schönen Sonntag euch

Thomas

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 09:47 #62312

Thomas schrieb: Egal welche Methode man verwendet, die Energie dafür sollte natürlich von der Sonne kommen.

Sollten sich trotzdem ein paar Reiche finden, die 165 Saturnraketen aufstellen, dann ist das in etwa so, dass zwar das Haus brennt, aber trotzdem geht man Golfspielen.

Ein klimaforscher hat vorgerechnet das wen alle deutschen Häuser mit Photovoltaik und Wärmepumpen ausgerüstet würden, Arbeitsplätze geschaffen werden und alles finanziert wird durch Wegfall der ölimporte . Was nicht entsteht muss nicht entfernt werden.

Und wir brauchen 5 bis 10 Saturn V um eine Mondstation > Fertigungsstation > Astronomie Komplex > Orbitale Station zu bauen. Und damit müssen wir sofort beginnen. Und zwar damit das verlorene wissen der Mond Mission wieder zu erhalten. Elon Musk scheint damit Erfolg zu haben.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 10:46 #62316

Thomas schrieb: Egal welche Methode man verwendet, die Energie dafür sollte natürlich von der Sonne kommen. Sonst macht das ja keinen Sinn. Sonst triebe ich ja den Belzebub mit dem Teufel aus.

Das ist das Eine. Aber bevor man diese Energie dafür benützt, sollte man mit dieser Energie erst einmal neues CO² vermeiden, bevor man daran denkt, mit dieser Energie immer noch neu entstehendes CO² zu entfernen. Gegen die Forschung in diese Richtung besteht natürlich kein Einwand, nur sind wir von diesem Punkt der CO²neutralität noch sehr sehr weit entfernt. Kann sich überhaupt jemand vorstellen wie das geht? Wieviele Windräder und Solarflächen werden dafür gebraucht?

Aber wir sind ja hier im Asteroidenthread, ich schweife ab.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 13:28 #62323

ra-raisch schrieb: Das ist das Eine. Aber bevor man diese Energie dafür benützt, sollte man mit dieser Energie erst einmal neues CO² vermeiden, bevor man daran denkt, mit dieser Energie immer noch neu entstehendes CO² zu entfernen. Gegen die Forschung in diese Richtung besteht natürlich kein Einwand, nur sind wir von diesem Punkt der CO²neutralität noch sehr sehr weit entfernt. Kann sich überhaupt jemand vorstellen wie das geht? Wieviele Windräder und Solarflächen werden dafür gebraucht?

Aber wir sind ja hier im Asteroidenthread, ich schweife ab.


Nicht ganz , das eine kann die Probleme des anderen verdeutlichen .

1965 der Revell Report
1977 Exxon Forscher Black , vorhersage Super interglazial .
1982 Exxon Prognose fast exakte vorhersage .

Wir wussten schon vor über 50 Jahren um die folgen der Nutzung von fossilen Energieträger .
Unsere Kinder sagen zurecht ihr wusstet darum und habt nichts gemacht .

Sollen wir jetzt wieder den gleichen Fehler wiederholen . Wir wissen das ein Asteroid einschlagen wird nur noch nicht wann genau . Nach Statistik ist der nächste schon 15 Millionen Jahre zu spät dran .

Wir haben das wissen die nötige Technik zu entwickeln und zu bauen .

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 13:58 #62325

heinzendres schrieb: Nach Statistik ist der nächste schon 15 Millionen Jahre zu spät dran .

Nach Statistik hat uns der letzte vor 15 Mio Jahren verfehlt und wir haben noch 35 Mio Jahre Zeit bis der nächste kommt. :whistle:
Soviel dazu die Statistik allzu sehr zu strapazieren.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 14 12. 2019 20:12 #62338

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ESA und NASA arbeiten seit Jahrzehnten in diversen Programmen an der Erkennung, Identifizierung, Katalogisierung und Klassifizierung (im Sinne der Bedrohungseinschätzung) von Asteroiden und an der Ausarbeitung und Erprobung von Abwehrszenarien.

Eine der spektakulärsten Aktionen in 2019 war das groß angelegte gemeinsame Durchspielen des Bedrohungsszenarios durch den 800-Meter-Asteroiden 2019PDC, der am 29.04.2027 in Denver und ein 60-Meter-Splitter, der im Zentrum New Yorks einschlagen sollte.

Neben der Etablierung eines weiteren ESA-Teleskops, das die Asteroiden-Frühentdeckung nochmals signifikant verbessern soll, gibt es weitere spannende Projekte.

Im Rahmen der Mission AIDA (Asteroid Impact & Deflection Assessment) werden Möglichkeiten zur Asteroiden-Beeinflussung erprobt. Ziel ist der 800 m Durchmesser große Didymos, genauer dessen Begleiter Didymoon mit einem Durchmesser von 170 Metern, der ein wenig aus seiner Bahn geschoben werden soll. (Ob er dadurch zu einer Bedrohung für unseren Planeten wird, wird sich zeigen :-) Das wäre dann ein Tschernobyl-Effekt).

Zunächst startet die NASA in 2021 den Satelliten DART (Double Asteroid Redirection Test), der in 2022 Didymoon erreichen, untersuchen und letztlich einen Einschlag erzeugen soll. 2024 schickt die ESA HERA hinterher, die in 2026 ankommen und die Ergebnisse des Versuchs Richtung Erde übermitteln soll.

Die ESA betreibt mit NEOCC eine Organisation, die Maßnahmen koordiniert und Erkenntnisse dokumentiert. Auch die NASA hat entsprechende Einrichtungen.

Auf den Webseiten der ESA findet sich unfamgreiches Informationsmaterial, zu finden unter www.esa.int . Im ESA-Web-TV wird ein Stream angeboten, der die Problematik grob umreißt. Unter neo.ssa.esa.int kann man das gesammelte Datenmaterial zu den gefunden Asteroiden einsehen.

Zu den Projektkosten habe ich keine Informationen, ebensowenig zu der Frage, was Roskosmos oder die Agenturen in China, Indien, ... in dieser Richtung unternehmen.

Ob man das Geld für gut angelegt hält, muss jeder für sich entscheiden. Hier macht aber diese Sparte keine Ausnahme. Die gleiche Frage kann man zu vielen anderen Missionen auch stellen.

Die weiter oben andiskutierte Entscheidungssituation, dass man Gelder für die Asteroidenforschung lieber in die Klimaforschung und den Klimaschutz stecken sollte sehe ich nicht. Wir haben Geld für Beides.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 12:31 #62368

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Abwehrprobleme

Hi,

Cim Borazzo schrieb: Ob man das Geld für gut angelegt hält, muss jeder für sich entscheiden. Hier macht aber diese Sparte keine Ausnahme. Die gleiche Frage kann man zu vielen anderen Missionen auch stellen.


Ja, das ist wohl richtig.
Steckt man 500 Jahre zig Pentilliarden in die Asteroidenabwehr, und dann kam aber nie einer .... etc etc
Die treibende Kraft dahinter ist die gewinnträchtige Rüstungsindustrie, das Militär welche ihre Leistungen mit welchen Argumenten auch immer, an den Staat verkaufen wollen.
Und der Asteroid nur ein Vorwand, ich denke so kommt man der Wahrheit näher?

Und Feinde gibt es schließlich immer, weil sie das Bewusstsein (aus welchem das Verhalten schließlich resultiert) der Spezies permanent erzeugt.
(Kernbewusstsein -> Wildwachstum und Kampf als Daseinsweise o.s.ä.;
-> beides ist quasi eine dialektisch-notwendige Einheit in der irrationalen Strebung nach Unendlich)

Lustig ist es schon irgendwie, da werden Unsummen für alles mögliche ausgegeben, immer um Bedrohungen von Außen abzuwehren, dabei kommt doch die eigentliche Bedrohung von innen, ist 'speziesimmanent'. :)

Cim Borazzo schrieb: Die weiter oben andiskutierte Entscheidungssituation, dass man Gelder für die Asteroidenforschung lieber in die Klimaforschung und den Klimaschutz stecken sollte sehe ich nicht. Wir haben Geld für Beides.


Ganz schwierige Frage.
Geld ja, das fiktive Kapital ist mittlerweile so etwa 20 globale Jahresbruttosozialprodukte groß .... (vielleicht auch schon 25 o. 30 mittlerweile...)
... es könnte also die gesamte Weltproduktion der nächsten 20 o. 30 Jahre kaufen o.s.ä. ...

Dieser Geldmenge stehen keinerlei reale Werte mehr entgegen. (weshalb ja das Geld gerade allmählich vom Wert abgekoppelt wird, siehe Zinsentwicklung,
Hinweis: dies begann als ökonomischer Schachzug (gegen die allgemeine Krise des Kapitals) mit der schrittweisen Aufhebung der Golddeckung!
Aber diese Geldmenge hat trotzdem die alleinige globale Macht.

Aber wirkliche, reale Kraft, Wissenschaftler, Ingenieure, Facharbeiter, hat die Menschheit garantiert nicht genug, um 'alles Mögliche' gleichzeitig und mit Erfolg zu tun, denke ich mal ...


mvg Philzer

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 15:37 #62372

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Hi,
wl01 schrieb: Und "abschießen/zerstören" geht ohnedies nicht, das würde den Brocken maximal verkleinern und viele Einschlagspunkte verursachen, aber "ablenken" geht schon, je früher (=Vorwarnzeit) desto besser.


Hmmm, da fehlt mir wohl die Vorstellungskraft, mit einer 100MT-Waffe o.s.ä. kann man so ein Teil nicht in 100 000 kleinere zertrümmern, die dann 'bedenkenlos' beim Eintritt in die Atmo verglühen?
..kann man bestimmt alles ausrechnen .... ok ....

mvg Philzer

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 15:55 #62373

Das Problem, das hier gegen uns spricht, ist die Energieerhaltung. Ob 1 Teil oder 100.000 Teile, die ankommende kinetische Energie ist die selbe.

Besser sähe die Bilanz nur aus, wenn der bei weitem größte Anteil dieser 100.000 Teile die Erde verfehlen würde.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 16:06 #62375

Cim Boracco schrieb:
ESA und NASA arbeiten seit Jahrzehnten in diversen Programmen an der Erkennung, Identifizierung, Katalogisierung und Klassifizierung (im Sinne der Bedrohungseinschätzung) von Asteroiden.

Wenn genug Bedrohungen gefunden worden sind, werden wir uns eines Tages nicht mehr über die Kulisse des Sternenhimmels erfreuen, wenn wir nachts nach oben sehen, sondern nur mehr alles als Bedrohung ansehen. Die Medizin kennt das schon länger. „Jeder Mensch ist krank, man muss ihn nur lange genug untersuchen“.

Philzer schrieb:
Die treibende Kraft dahinter ist die gewinnträchtige Rüstungsindustrie, das Militär welche ihre Leistungen mit welchen Argumenten auch immer, an den Staat verkaufen wollen. Und der Asteroid nur ein Vorwand, ich denke so kommt man der Wahrheit näher?

So dürfte das wohl sein. Maßnahmen zur Abwehr von Asteroiden können auch militärisch genützt werden und erfolgen Großteils zentral. Maßnahmen gegen den Selbstmord der Menschheit können militärisch nicht genützt werden und geschehen teilweise dezentralisiert. Auch richten sich solche Maßnahmen gegen das Militär selbst, denn die Gesamtheit aller militärischen Aktionen gehört zu den größten Umweltschädiger.

Damit die Menschheit langfristig überleben kann, muss sie sich gegen alle Bedrohung rüsten, nicht nur gegen die Bedrohung aus dem Weltall. Gewichtet man alle Bedrohungen, dann steht wohl der globale Selbstmord der Menschheit aufgrund grenzenlosem Wachstumsdenken an erster Stelle. Diese Bedrohung ist sichtbar, statistisch belegbar, aktuell und es gäbe sehr viele Maßnahmen dagegen, die man sofort ergreifen könnte mit einem Schub an neuen Arbeitsplätzen. Wenn wir das nicht erkennen und realisieren, denn brauchen wir uns auch nicht gegen Asteroiden wappnen, denn dann ist sowieso alles zwecklos.

Es ist schon eigenartig, dass wir unserem globalen Selbstmord gelassen in die Augen schauen, uns aber vor Asteroiden fürchten.
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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 16:55 #62376

ClausS schrieb: Das Problem, das hier gegen uns spricht, ist die Energieerhaltung.

Das stimmt nicht (ganz). Es macht schon einen großen Unterschied aus, ob 99% in der Mesosphäre (> 50 km) verglühen oder ob 99% den Erdboden erreichen.

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 18:38 #62378

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badhofer schrieb: Wenn genug Bedrohungen gefunden worden sind, werden wir uns eines Tages nicht mehr über die Kulisse des Sternenhimmels erfreuen, wenn wir nachts nach oben sehen, [...]


Die gewohnte Kulisse des Sternenhimmels gehört in Kürze der Vergangenheit an. 122 Starlink-Satelliten sind bereits im erdnahen Orbit und bei günstigen Bedingungen hervorragend mit bloßem Auge zu beobachten. Sehr beeindruckend, wenn sie, ähnlich wie die ISS oder andere Objekte, vorbeiziehen. Bis 2027 wird diese Flotte auf 12.000 Exemplare erweitert, Anträge für weitere 30.000 Exemplare sind gestellt. Wer seinen Enkeln den Sternenhimmel zeigen möchte, wie man ihn seit seiner Junged kennt, der sollte nicht mehr allzu lange zuwarten.

[...] sondern nur mehr alles als Bedrohung ansehen.


Die ESA aktualisiert permanent ihren Katalog der bekannten NEA, also der Near Earth Asteroids. Der Katalog enthält heute 21.547 Einträge. Daneben gibt es die Risk List, die derzeit 1.981 Einträge enthält. In der Risk List werden diejenigen Objekte geführt, deren Einschlagswahrschienlichkeit mit >0 eingeschätzt wird. Die Objekte werden nach dem Palermo Scale Rating bzw. dem Torino Scale Rating eingestuft. Für die Einstufung werden die Einschlagswahrscheinlichkeit, das (wenn überhaupt) Einschlagsjahr sowie die kinetische Energie als Anhaltspunkt für mögliche Zerstörungen in einer Kennzahl zusammengefasst.

Keines der Objekte der Risk List stellt derzeit irgendeine Gefahr dar.

Wer also "alles als Bedrohung" ansieht, sollte sich vielleicht mal mit den Beobachtungen und den Messdaten auseinandersetzen. Schon die antiken Handelsschiffe verfügten über einen Ausguck, warum wohl.

Damit die Menschheit langfristig überleben kann, muss sie sich gegen alle Bedrohung rüsten, nicht nur gegen die Bedrohung aus dem Weltall.


Ja. Wer bestreitet das ?

Es ist schon eigenartig, dass wir unserem globalen Selbstmord gelassen in die Augen schauen, uns aber vor Asteroiden fürchten.


Wer ist "wir" ? Ich persönlich schaue weder dem globalen Selbstmord tatenlos zu, noch fürchte ich mich vor Asteroiden.

Wer seinen Kindern und Enkeln mal so richtig angst machen will, sollte ihnen von den gewaltigen Magmablasen der Supervulkane im Yellowstone und den Campi Phlegraei erzählen, letztere eine Flugstunde von Deutschland entfernt. Das sind höchst reale und aktuelle Bedrohungen. Wenn die abgehen, na dann gute N8.

"... Rüstungsindustrie ..."


Welche wichtige wissenschaftliche Erkenntnis hat sich denn das Militär nicht auch zunutze gemacht ? Wollen wir jetzt damit anfangen, das Ehepaar Curie, Otto Hahn und zigtausende Wissenschaftler und Ingenieure auf die Anklagebank setzen ?

Ich bin dafür, dass WIR uns auf diese Anklagebank setzen, wenn wir zuhause gemütlich auf der warmen Kaminbank sitzen und nichts gegen diesen Missbrauch TUN. Das kann man nämlich.

"Alles hängt mit allem zusammen"
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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 19:40 #62383

ra-raisch schrieb: Das stimmt nicht (ganz). Es macht schon einen großen Unterschied aus, ob 99% in der Mesosphäre (> 50 km) verglühen oder ob 99% den Erdboden erreichen.

Meine frage dazu wäre ja auch ob bei einem Teilweisen verdampfen nicht auch der Sonnenwind Masse wie bei Kometen wegtragen kann .

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Asteroiden-Abwehr. Ja oder Nein? 15 12. 2019 19:57 #62385

ra-raisch schrieb:
ClausS schrieb: Das Problem, das hier gegen uns spricht, ist die Energieerhaltung.

Das stimmt nicht (ganz). Es macht schon einen großen Unterschied aus, ob 99% in der Mesosphäre (> 50 km) verglühen oder ob 99% den Erdboden erreichen.

Meinst du?
Ja, es ist macht sicher einen Unterschied aber ob das Ergebnis besser ist darf hinterfragt werden.
Ob ein großer Brocken einen großen Krater auf der Erde oder einen Megatzunami auslöst oder ob viele hunderttausende Trümmer großflächig Schaden an der Armosphäre anrichten ist natürlich ein Unterschied.
Ein einzelner kleiner Brocken macht vieleicht nicht viel, der verglüht und ist weg. Die deponierte Energie kann sich leicht vrteilen. Aber wie schaut das bei einer Großen Anzahl von Trümmern aus?

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