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Kosmische Hintergrundstrahlung und Dunkle Energie 22 04. 2020 20:27 #67851

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Vorneweg: Weder mein mathematisches noch mein physikalisches Wissen sind sonderlich fundiert. Erwarten Sie sich also bitte nicht zu viel. ;)

Ausgangspunkt meiner Überlegungen bildet Ihr Youtube-Beitrag „Spezielle Relativitätstheorie: E = mc² • Aristoteles ⯈ Stringtheorie (14) | Josef M. Gaßner“
( Beitrag ansehen: )

Darin erläutern Sie circa ab Minute 16:10 die Auswirkungen der Schlussfolgerung E2 = m02.c4 + p2c2 mit folgenden Worten:

„Masse ist also eine Eigenschaft an der Oberfläche. Welche Masse hat dieses Teil hier? Eben nicht nur die Summe seiner Bestandteile. Sondern darüber hinaus ist jede Energie ein Beitrag zur Gesamtmasse. Wenn wir also hier masselose Teilchen hätten im Inneren, die aber sehr, sehr hohe Geschwindigkeiten mitbringen – Lichtgeschwindigkeit – dann würden trotzdem diese masselosen Teilchen an der Gesamtmasse beitragen. Masse ist Energie.“ *)

>> Dazu folgende Folgerung / Fragestellung:
So wie ich es verstanden habe, wurden Dunkle Massen / Energien nur erfunden, um die Rotation von Galaxien zu erklären. Weil die vorhandenen, erkennbaren Massen eben zu wenig Gravitationskräfte aufbringen können, um bspw. die Milchstraße zusammenzuhalten. Nun sprechen Sie hier davon, dass auch masselose Teilchen, die sich mit Lichtgeschwindigkeit im Inneren eines Teilchens bewegen, gleichsam Masse begründen. Und folglich auch einen gravitativen Einfluss ausüben.
Tritt diese Eigenschaft wirklich nur „an der Oberfläche“ eines Teilchens auf? Oder verursacht Strahlung per se auch Gravitationskräfte?
Diese würden selbstredend gegen Null tendieren.

Wenn es nämlich zuträfe, dass Strahlung selbst auf Basis ihrer Lichtgeschwindigkeit Gravitation ausübt, stellt sich mir folgende Frage:
Wurden wirklich bereits alle möglichen bekannten Faktoren überprüft und deren Auswirkungen berechnet? Auch solche, die überall im bekannten Universum mehr oder weniger gleichmäßig auftreten, wie beispielsweise die kosmische Hintergrundstrahlung oder andere … - ich nenne es mal Hintergrundinformationen?

Oder ist es möglich, dass diese aufgrund der geringen Auswirkungen bisher vernachlässigt wurden? Und wäre es weiter denkbar, dass sich eben nicht bloß Materie in Galaxien verdichtet hat, sondern auch genannte Hintergrundinformationen darum herum? Und diese Strahlung nun aufgrund ihrer schieren Menge in Summe diese zusätzliche Gravitation ausübt, die bewirkt, dass sich Galaxien so verhalten, wie sie es nun mal tun?

Schlussfolgere ich hier richtig, dass nicht nur Masse Gravitationskräfte begründen kann, sondern auch bloße Geschwindigkeit? Oder habe ich nicht genau genug zugehört, und nun geht meine Phantasie mit mir durch?

*) Kurze Anmerkung zu Ihrem letzten Satz „Masse ist Energie.“:
Mir hat schon als junger Mensch die Vorstellung gefallen, dass Masse bzw. solide Materie nichts anderes ist als „gefrorene“ Energie, also elektromagnetischen Wellen, die an Ort und Stelle … kreisen (… oder was auch immer sie da treiben). Zumindest größtenteils. In meinem Verständnis bestand das frühe Universum anfangs nur aus Strahlung (also aus purer Energie), die erst nach einiger Expansion, und damit nach einiger Abkühlung dieses „Energie-Gases“, zur ersten festen Materie (quasi “Energie-Eis“) sublimieren konnte. Somit bestünde kein allzu großer Unterschied zwischen Strahlung und Materie. Außer, dass Erstere sich mit Lichtgeschwindigkeit im Raum ausbreitet, während Letztere mit Lichtgeschwindigkeit an Ort und Stelle kreist und deshalb solide und träge erscheint. Insofern habe ich auch keine allzu großen Schwierigkeiten mit dem Welle-Teilchen-Dualismus. Schließlich handelt es sich dabei in (meiner) Wirklichkeit um gar keinen Dualismus, sondern lediglich um unterschiedliche … naja gewissermaßen „Aggregatszustände“… ein- und desselben Bausteins. Nach dieser Sichtweise wäre es nur logisch, dass Photonen zwischen diesen Zuständen umschalten können, und deshalb einmal Teilcheneigenschaften und ein anderes Mal Welleneigenschaften besitzen. Vermutlich ist unsere Trennung zwischen Teilchen und Wellen widernatürlich. Vielleicht können wir manche Probleme erst lösen, wenn sich Funktionen finden, die beide Zustände gleichermaßen beschreiben können.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass dies nur mein naiver Versuch ist, mir das Wesen unseres Universum zu veranschaulichen. Ich habe keinerlei Versuche unternommen, diese Vorstellungen mit Hilfe der Mathematik zu überprüfen. Und höchstwahrscheinlich finden sich darin einige Trugschlüsse oder ich befinde mich gar komplett auf dem Holzweg. Oder meine Rückschlüsse wurden von Anderen bereits weit treffender formuliert. Ich bitte darum, mir dies nachzusehen.
Aber in der Wissenschaft geht es doch immer auch um provokante Vor- und Fragestellungen. Und sollte sich jemand genötigt fühlen, mir diesen Humbug zu falsifizieren, ist damit vielleicht auch schon wieder ein kleiner (Fort-)Schritt gemacht. :)

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Kosmische Hintergrundstrahlung und Dunkle Energie 22 04. 2020 22:39 #67855

Das ist schon richtig, dass Strahlung ebenso gravitativ wirkt. Allerdings ist sowohl die Strahlung als auch deren Wirkung so gering, dass es mit Recht vernachlässigt wird. Man kann die sichtbaren Massen nur mehr oder weniger schätzen, da freut man sich schon über eine Kommastelle, die Strahlung würde vielleicht erst nach 10 Kommastellen auftauchen.
Außerdem ist Strahlung "heiß", sie hat sehr hohe Geschwindigkeit, und wird nicht einfach mal so auf eine Orbitbahn gebunden, sonst würden wir ja auch keine fremden Galaxien sehen können. Für derartige Wirkungen wären außerordentlich hohe Anziehungskräfte erforderlich, wie sie nur unmittelbar in der Nähe eines SL bestehen.

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