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THEMA:

Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 02 05. 2020 20:37 #68294

Rein hypothetisch:
Was würde passieren wenn zwei schwarze Löcher kollidieren, wobei eines davon aus Antimaterie besteht?

Ist das Ergebnis immer noch ein schwarzes Loch oder nicht?

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 02 05. 2020 22:13 #68296

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Schwarze Löcher bestehen nicht aus Materie und erst recht nicht aus Antimaterie…

Schwarze Löcher: Masse ohne Materie • Kommentarcheck | Andreas Müller
urknall-weltall-leben.de/component/k2/it...andreas-mueller.html

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 02 05. 2020 22:54 #68299

monkeybone schrieb: Was würde passieren

Wie UN schon sagte, ist von außen gesehen vollkommen egal, was sich im SL befindet, bzw woraus es gebildet wurde, nur die Energie bzw "gefühlte" Masse M ist ausschlaggebend.

Es passiert ganz einfach:

rsΣ = rs1+rs2

Die "sichtbare Fläche" bzw das "Volumen" wird also ein Vielfaches größer als die Summe der Teile.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 03 05. 2020 10:51 #68318

ra-raisch schrieb:

monkeybone schrieb: Was würde passieren

Wie UN schon sagte, ist von außen gesehen vollkommen egal, was sich im SL befindet, bzw woraus es gebildet wurde, nur die Energie bzw "gefühlte" Masse M ist ausschlaggebend.

Es passiert ganz einfach:

rsΣ = rs1+rs2

Die "sichtbare Fläche" bzw das "Volumen" wird also ein Vielfaches größer als die Summe der Teile.

Addieren sich nicht die Massen?

Können Planckobjekte, mit einfacher Wechselwirkung bei Berührung, diskrete Erweiterungen der Standardphysik vereinfachen?

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 03 05. 2020 11:21 #68325

Struktron schrieb:

ra-raisch schrieb: Es passiert ganz einfach:

rsΣ = rs1+rs2

Die "sichtbare Fläche" bzw das "Volumen" wird also ein Vielfaches größer als die Summe der Teile.

Addieren sich nicht die Massen?


Die Massen addieren sich. Da der Schwarzschild-Radius proportional zur Masse ist, addieren sich auch die Schwarzschild-Radien.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 03 05. 2020 11:31 #68327

Struktron schrieb: Addieren sich nicht die Massen?

Ja, selbstverständlich. Außerdem addieren sich Drehimpuls a und Ladung Q.

Da Ladung und Drehimpuls umgekehrtes Vorzeichen haben können, können sich diese Werte also auch verringern. Der Drehimpuls sowie die Ladung gehen zwar auch in die Masse ein, doch vermute ich, dass die Masse dadurch dann nicht geringer wird sondern sich in eine andere innere Energie (zB teils gegenläufige Rotation) umwandelt.

.....da fällt mir auf, dass sich der Querschnitt Q=S/4 des SL ja auf rs² erhöht, was ja als Maß der Entropie und Informationsmenge gerechnet wird.
Nimmt man zwei gleiche SL würde sich die Information ja nur verdoppeln (?), der Querschnitt vervierfacht sich jedoch.....hmmm.
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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 03 05. 2020 14:14 #68337

Völlig unklar ist mir trotz der mathematischen Erklärung in Wikipedia Ereignishorizont , der im Video von Andreas Müller erwähnte Übergang von mir logisch erscheinender Massezunahme in immer kleineren Volumen, zu einer Aufblähung schwerer werdender schwarzer Löcher.
Ist die Aufblähung oder wie Rainer schrieb:

das "Volumen" wird also ein Vielfaches größer als die Summe der Teile

~(r³) nur eine scheinbare Erscheinung bzw. Beobachtung? Über den "Kern" der Ansammlung wissen wir wenig und nennen ihn schwarzes Loch. Die weitere Verdichtung durch Gravitation könnte nach den Neutronensternen aber schon bei Quark-/ Gluon-Plasma lediglich unbeobachtbar sein, weil keine geordneten Schwingungen bzw. Wellen innerhalb des rs entstehen, die uns als Photonen erreichen können?

Übrigens erscheint mir die hypothetische Betrachtung der Kollision mit Antimaterie gerade im Hinblick auf die Ladung interessant. Entgegengesetzt geladene schwarze Löcher könnten sich doch in einem starken Blitz vereinigen?

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 03 05. 2020 14:17 #68338

Struktron schrieb: Ist die Aufblähung oder wie Rainer schrieb:

das "Volumen" wird also ein Vielfaches größer als die Summe der Teile

~(r³) nur eine scheinbare Erscheinung bzw. Beobachtung?

Ich spreche nur über das äußere Erscheinungsbild aus der Ferne betrachtet, im Inneren sollte es sogar noch ein bisschen größer werden (Raumdehnung), aber das ist reine Rechnerei und hängt vom Beobachter ab.

Struktron schrieb: Entgegengesetzt geladene schwarze Löcher könnten sich doch in einem starken Blitz vereinigen?

Aus dem SL kommt nichts heraus, kein Blitz. Die Vakuumpolarisation könnte allenfalls... für einen Blitz müßte aber etwas Ionisierbares da sein wie in einer Neonröhre.....denke ich. Aber im Normalfall sind SL ohnehin minimal geladen, wie Sterne oder Planeten ja auch, egal ob Materie oder Antimaterie.

Wenn ein SL geladen ist und akkretiert, wird es vornehmlich die eigene Ladung ausgleichen und gleiche Ladung eher abstoßen, bis die Ladung so schwach ist, dass die Grvitation überwiegt, und das ist ja ein großer Faktor, bekanntlich.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 03 05. 2020 15:02 #68342

Interessant zu diesem Thema ist der neue Artikel Schwarze Löcher haben keine Haare in scinexx, auch wenn sie nicht ganz kollidieren.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 04 05. 2020 21:25 #68396

Danke für die rasche Antwort. Das Video hat mir einen wichtigen Hinweis zum Verständnis geliefert. Im Nachhinein betrachtet hätte ich selbst darauf kommen sollen. Wenn Atome vor dem Übergang in ein schwarzes Loch zu reinen Neutronenkernen zusammengequetscht werden (-> Neutronenstern), dann ist es unerheblich welche Ladung vorher da war. Ob Materie oder Antimaterie würde also keinen Unterschied ausmachen.

Unter Masse ohne Materie im schwarzen Loch kann ich mir allerdings wenig vorstellen. Ich nehme an es ist eh unerheblich welchen Zustand die Materie schließlich annimmt, wenn wir das von außen nicht beobachten können.

Wenn ich noch weitere Fragen stellen dürfte!?

Bzgl. Urknalltheorie: Nach dem Urknall war also die gesamte Masse des Universums auf "engem" Raum (verglichen mit heute) begrenzt. Nach meinem Verständnis würde das eine massive Zeitdilatation hervorrufen.
-> Ist in den Berechnungen, bzw. postulierten Zeiträumen diese Zeitdilatation einkalkuliert?
Ein Beobachter von "außen" würde für unsere Angaben x-nanosekunden nach dem Urknall womöglich Äonen von Zeiträumen verstreichen sehen. Oder?

Falls ich damit richtig liege, dann könnte ich mir die Ursache der "beschleunigten Inflation" nach dem Urknall eher erklären. Es ist nur eine scheinbare Beschleunigung.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 04 05. 2020 22:18 #68397

monkeybone schrieb: Ist in den Berechnungen, bzw. postulierten Zeiträumen diese Zeitdilatation einkalkuliert?

Zeitdilatation ist nur relevant, wenn es eine Vergleichszeit gibt.

Es ist vollkommen irrelevant, wie viel Zeit vergangen "wäre" wenn die Zeit schneller oder langsamer vergehen würde, denn eine Stunde dauert für den Betroffenen immer eine Stunde.

Und da das Universum insgesamt gleichmäßig betroffen ist, gibt es keine andere Vergleichszeit.

monkeybone schrieb: Falls ich damit richtig liege, dann könnte ich mir die Ursache der "beschleunigten Inflation" nach dem Urknall eher erklären. Es ist nur eine scheinbare Beschleunigung.

Nein, die Zeit ist keine Privatsache. Sie mag zwar von Ort zu Ort verschieden sein, aber am selben Ort ist sie für alles gleich.

Wenn Du in einem Zeitlupenfilm einen Akteur siehst, der sich mit unverzögerter Geschwindigkeit bewegt, dann bewegt er sich lokal eben rasant, was real nicht möglich ist, bzw bei der Inflation eben unerklärlich bleibt.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 18 05. 2020 15:10 #68903

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Monkeybone schrieb:“Unter Masse ohne Materie im schwarzen Loch kann ich mir allerdings wenig vorstellen.“


Masse und Energie sind äquivalent (E=mc^2) und Masse wird im verkürzten und schlagzeilenartigen Video-Titel:
Schwarze Löcher: Masse ohne Materie • Kommentarcheck | Andreas Müller
urknall-weltall-leben.de/component/k2/it...andreas-mueller.html
im Sinne von Energie und Energie im Sinne von gekrümmter Raumzeit verwendet.

Die ausführliche Erklärung von Andreas Müller im Video (ab 1 min 17 sec) lautet wie folgt:
„Wenn ich Materie immer mehr zusammenquetsche, dann werden…verwandeln sich die Atome in etwas Neues. Irgendwann quetsche ich nämlich die Protonen, die in den Atomkernen sitzen, in die Elektronen, die um den Atomkern kreisen/ in der Atomhülle sich befinden, die kommen sich so nahe, dass ich sie zusammenquetsche und das eben neutronisiert wird (wie wir es schon öfters in den Videos besprochen haben).
Das heißt, die erste Stufe ist, wir bekommen Neutronensternmaterie und die Atome sind eben verschwunden. Wenn ich jetzt noch weiter quetsche, und da gibt’s durchaus auch Experimente mit Teilchenbeschleunigern, wo man sehr massereiche Atomkerne Gold- und Blei-Ionen aufeinander schießt, dann bilden sich in diesem sehr, sehr dichten und heißen Feuerball, der da entsteht bei der Kollision…wird sogar das Neutron aufgeschmolzen in seine Bestandteile, nämlich in die Quarks.
Das heißt, wir haben dann eine Suppe könnte man sagen aus Quarks (wird das Quark-Gluon Plasma genannt). Gluonen sind ja die Wechselwirkungsteilchen, die für die starke Kraft verantwortlich sind, nämlich diese Quarks zusammenhalten. Das heißt, wir haben hier eine Suppe aus Quarks und Gluonen, die sich bilden. Und das Komische ist eben jetzt…die große Frage ist, was passiert wenn ich das noch mehr zusammenquetsche, verschwindet dann die Eigenschaft Materie(?)... Und das sieht eben danach aus(!).
Denn ein Schwarzes Loch ist eben die Abwesenheit von Materie, es ist nur noch die Eigenschaft Masse [im Sinne von Energie] da. Ein schwarzes Loch ist Masse [im Sinne von Energie] ohne Materie. Das heißt, wenn ich jetzt die Quark-Gluon-Plasma Suppe zusammenquetsche, dann verschwindet offenbar die Materieeigenschaft. Ich kann dann das, was entsteht wunderbar beschreiben mit gekrümmter Raumzeit, mit unendlich gekrümmter Raumzeit. Und das ist das, was eben die Relativitätstheorie ja vorhersagt, das genau das in diesem Schwarzen Loch sich befindet [Energie in Form von gekrümmter Raumzeit]."

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 18 05. 2020 18:51 #68909

ra-raisch schrieb: Nein, die Zeit ist keine Privatsache. Sie mag zwar von Ort zu Ort verschieden sein, aber am selben Ort ist sie für alles gleich.

Ich muss das korrigieren bzw ergänzen. Es ging ja um ART und dafür war das schon richtig. Aber nach SRT kommt es natürlich auf das IS an, die Zeit ist auch am selben Ort vom Beobachter abhängig und unterschiedlich, allerdings eben relativ.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 18 05. 2020 21:05 #68917

ra-raisch schrieb: .....da fällt mir auf, dass sich der Querschnitt Q=S/4 des SL ja auf rs² erhöht, was ja als Maß der Entropie und Informationsmenge gerechnet wird.
Nimmt man zwei gleiche SL würde sich die Information ja nur verdoppeln (?), der Querschnitt vervierfacht sich jedoch.....hmmm.


SL haben keine Haare , wurde kürzlich erst wieder bestätigt .

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 18 05. 2020 21:40 #68919

ra-raisch schrieb:

Struktron schrieb: Addieren sich nicht die Massen?

Ja, selbstverständlich. Außerdem addieren sich Drehimpuls a und Ladung Q.

Da Ladung und Drehimpuls umgekehrtes Vorzeichen haben können, können sich diese Werte also auch verringern. Der Drehimpuls sowie die Ladung gehen zwar auch in die Masse ein, doch vermute ich, dass die Masse dadurch dann nicht geringer wird sondern sich in eine andere innere Energie (zB teils gegenläufige Rotation) umwandelt.

.....da fällt mir auf, dass sich der Querschnitt Q=S/4 des SL ja auf rs² erhöht, was ja als Maß der Entropie und Informationsmenge gerechnet wird.
Nimmt man zwei gleiche SL würde sich die Information ja nur verdoppeln (?), der Querschnitt vervierfacht sich jedoch.....hmmm.

heinzendres schrieb: SL haben keine Haare , wurde kürzlich erst wieder bestätigt .

Ich muss mich berichtigen, SL haben auch Entropie und Temperatur. Und die Temperatur halbiert sich bei Verdoppelung der Masse. Die Entropie sollte sich dabei eigentlich vervierfachen.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 18 05. 2020 23:29 #68922

ra-raisch schrieb:
ra-raisch schrieb: Nein, die Zeit ist keine Privatsache. Sie mag zwar von Ort zu Ort verschieden sein, aber am selben Ort ist sie für alles gleich.

Ich muss das korrigieren bzw ergänzen. Es ging ja um ART und dafür war das schon richtig. Aber nach SRT kommt es natürlich auf das IS an, die Zeit ist auch am selben Ort vom Beobachter abhängig und unterschiedlich, allerdings eben relativ.


Mir ist klar, dass wir der Zeit kein "Tempo" zuordnen können. Lokal vergeht eine Sekunde in eben genau einer Sekunde, abgesehen von unterschiedlichen IS, wie von Dir klargestellt.

Mein Gedanke ging in die Richtung:
Dass die Zeit vom Gravitationspotential des Ortes abhängig ist, wissen wir und konnte bereits gemessen werden. Auch wenn wir es an den gemessenen Sekunden nicht erkennen können, müsste man also wissen, dass die Zeit langsamer verstreicht wenn wir uns einem SL nähern, oder?
Damit habe ich versucht die für mich unerklärliche "rapid inflation period" nach dem Bigbang quasi "glatt zu bügeln". Also, dass die Raumexpansion eigentlich stetig linear verläuft und nur für uns anfangs scheinbar beschleunigt. Die Expansion der Universums darf gar nicht von der Raumzeit abhängig sein, sonst würden sich diese gegenseitig beeinflußen und in verschiedenen Richtungen unterschiedlich ausdehnen.

Aber, ok. Es ist nur mein Hirngespinnst. Schade eigentlich.

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Frage: Kollision zweier schwarzer Löcher (eins aus Antimaterie) 19 05. 2020 01:07 #68925

monkeybone schrieb: Damit habe ich versucht die für mich unerklärliche "rapid inflation period" nach dem Bigbang quasi "glatt zu bügeln". Also, dass die Raumexpansion eigentlich stetig linear verläuft und nur für uns anfangs scheinbar beschleunigt. Die Expansion der Universums darf gar nicht von der Raumzeit abhängig sein, sonst würden sich diese gegenseitig beeinflußen und in verschiedenen Richtungen unterschiedlich ausdehnen.

Aber, ok. Es ist nur mein Hirngespinnst. Schade eigentlich.

Ja schade, aber bei der Inflation geht es gar nicht um die "Geschwindigkeit" dτ/dt, in der die Eigenzeit vergeht, sondern um die Tatsache, dass wenig Zeit vergeht, während die Expansion stattfindet, also da/dτ=H'a~da/dt=H·a. Die Expansion hat ja keine andere Eigenzeit als das Universum, das Universum expandiert. Gehst Du also von einem veränderten Zeitfluss aus, dann müßte dieser auch für die Expansion zutreffen. Es bleibt also immer eine Inflation, egal wie der Zeitfluss ist. Zumindest wird diese Inflation postuliert, um diverse Beobachtungen zu erklären.

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