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Kann man überhaupt in ein schwarzes Loch fallen? 11 06. 2020 09:44 #70618

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Moin,

zunächst einmal vielen Dank für die vielen hervorragenden Beiträge!

Ein Thema beschäftigt mich schon seit langem. Kann man überhaupt in ein schwarzes Loch fallen?
Als Gedankenexperiment falle ein Objekt zentral auf ein nicht rotierendes schwarzes Loch zu (also nichts mit irgendwelchen Drehimpulsen). Siehe auch: https://www.urknall-weltall-leben.de/component/k2/item/413-sturz-ins-schwarze-loch-faktencheck-andreas-mueller.html

a) Aus Sicht eines außenstehenden Beobachters:
Die Zeit in der Umgebung des fallenden Objekts vergeht immer langsamer und nähert sich asymptotisch gegen Null (Ereignishorizont, in div. Videos so beschrieben und auch auf Wikipedia nachzulesen). Die Zeit, die das Objekt benötigt, um den Ereignishorizont zu erreichen, wächst ins Unendliche.
=> Das Objekt wird den Ereignishorizont nie erreichen, sondern sich ihm nur –aber immer langsamer werdend- beliebig nahe kommen. Selbst ein zeitlich unendliches Universum würde hier nicht weiterhelfen.
b) Aus Sicht des fallenden Objekts
In der Eigenzeit des Objekts wird das Objekt den Ereignishorizont in endlicher Zeit erreichen. Aber: Im umgebenden Universum vergeht die Zeit immer schneller („unendliche“ Blauverschiebung, Strahlungsblitz (s. Video)), asymptotisch gegen undendlich schnell.
=> Das Objekt würde das Ende des Universums erleben (? Ist natürlich paradox und kann man eigentlich nicht so schreiben, weil man Unendlichkeiten nicht vergleichen kann.).
==> Die Gleichungen der ART mögen zwar einen Sturz ins schwarze Loch ermöglichen, aber von Relevanz sind diese Lösungen nicht, weil man praktisch nie das Ende des Prozesses erlebt. Und, wenn es die Hawking-Strahlung gibt, wäre die Lebensdauer von schwarzen Löchern endlich. Sie würden vergehen, bevor das Objekt hineingefallen wäre.

Frage an die Community: Ist das so oder wo mache ich den Denkfehler?

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Kann man überhaupt in ein schwarzes Loch fallen? 11 06. 2020 12:51 #70655

Ja, sehe ich ganz ähnlich.

Nach dem Penrose Diagramm sollte man aber davon ausgehen, dass Bob das "Ziel" erreicht, bevor er beobachtet, dass Alice deutlich älter gewoden ist. Seine Blickrichtung hat immer den Winkel 315° = -45° im Diagramm. Alice schaut hingegen in Richtung 225° und sieht Bob immer nur vor dem Horizont.

Dennoch kann man die Gleichzeitigkeit nicht so einfach vergleichen, und das was man sieht schon erst Recht nicht, das stellt nur ein Mindestmaß dar.



Im Potential sind Altersunterschiede unmittelbar wirksam. Das liegt daran, dass sich die Entfernung nicht verändert. Dies gilt dann natürlich auch für eine Bewegung im Potential. Die Folgen der Bewegung sind ja im Penrosediagramm nicht berücksichtigt. Wenn man dies auf den Innenraum anwendet, dann sollte die Schlussfolgerung bezüglich des Endes des Universums schon stimmen.

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