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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 13 10. 2020 18:34 #77781

Ich hätte eine Frage zu einem Detail des oben genannten Videos.

Es geht dabei um die Art, wie die Radiowellenlängen in RGB umgewandelt werden.



Wenn ich den Farbraum RGB höre, rattern bei mir als Werbetechniker mit Kenntnissen der Mediengestaltung die Hirnwindungen.

Im Video wurden die Frequenzbereiche scharf abgegrenzt.
Rot = von A bis B
Grün = von B+1 bis C
Blau = von C+1 bis D

Entschuldigung, dass ich gerade nicht die Zahlen parat habe, aber ihr versteht hoffentlich, was ich meine.

Nun meine Frage: Warum überlappen sich die Farbräume nicht?
War das nur ein Versehen, oder sind die Farben tatsächlich so scharf abgegrenzt.

Bei unseren Sehzäpfchen überlagern sich doch die Farbempfindlichkeit der einzelnen RGB-Farben.


Könnte es sich möglicherweise lohnen, diese Überlappung der Farben und die unterschiedliche Empfindlichkeit der Farben auf die jeweiligen Wellenlängen mitzuberücksichtigen, um somit eine bessere Farbauflösung zu erhalten, oder lohnt sich der Mehraufwand einfach nicht?

Gruß Mjchael

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 13 10. 2020 19:32 #77788

Der angegebene Frequenzbereich ist nicht wörtlich zu nehmen sondern genau so zuzuordnen wie in Deinem Diagramm, am unteren Rand die Farben rot, grün und blau unter der Skala angegeben sind.

Der Frequenzbereich 72-170 MHz wurde somit auf den sichtbaren Bereich ca 375-770 nm abgebildet, um es farblich sichtbar zu machen.

Es ist also nicht so zu verstehen, dass aus dem Frequenzbündel drei Signale R, G und B gebildet worden wären, die dann neu gemischt wurden.

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 02:28 #77819

Das mit dem 'Transponieren' der Wellenlängen ist mit schon klar.

Nur für welchen Wellenlängenbereich welche Farben gelten stimmt in der Beschreibung nicht mit der Grafik von mir oben überein.

Wenn es aber nur eine falsche Darstellung war, und die Farben Rot Grün Blau sich überlappen, hast du meine Frage damit beantwortet.

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 09:30 #77823

Mjchael schrieb: Wenn es aber nur eine falsche Darstellung war, und die Farben Rot Grün Blau sich überlappen, hast du meine Frage damit beantwortet.

Ja, sonst gäbe es ja kein Orange.

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 12:15 #77831

ra-raisch schrieb: Ja, sonst gäbe es ja kein Orange.

... was für die Videos von Josef M.Gaßner fatal wäre :-)
Folgende Benutzer bedankten sich: ra-raisch

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 13:34 #77835

Die Farbe Orange wird auch angezeigt, wenn die Farbspektren nicht überlagern.

genannten Werte im Video
R = 72 - 103
G = 103 - 134
B = 139 - 170

Wie man sieht überlappen sich die Spektren nicht. Würden sie sich überlappen, und wäre die Empfindlichkeit bzw. die Farbintensität eines Farbkanals abhängig von der Frequenz (vgl. Kurven oben) könnte man mehr Informationen aus dem Bild herauskitzeln.

Das sind einfachste Grundlagen der Fotonachbearbeitung, die jeder Mediengestalter noch besser kennt als ich. Mit den Rohdaten lässt sich am meisten aus einem Bild herausholen.

So ein Begrenzen der Farbkanäle schafft in bestimmten Bereichen einen höheren Kontrast. Vielleicht ist aber für bestimmte Spektallinien ein Kontrast in anderen Wellenbereichen interessanter. Es könnte natürlich sein, dass man gerade diese Frequenzen rausgepickt hat. Die Hintergründe dazu würden mich jedenfalls neugierig machen.

Versteht mich aber bitte nicht falsch! Ich glaube schon, dass die Leute einen guten Job machen. Nachdem ich aber so viele Videos von UWudL (und verwandten Projekten) gesehen habe und das Buch "Können wir die Welt verstehen?" durchschmökere, ist mein Interesse für das Thema enorm gewachsen.

Als Folge springen mich dann einige Detailfragen an, die geklärt werden wollen.

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Letzte Änderung: von Mjchael. Begründung: stil (Notfallmeldung) an den Administrator

Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 13:38 #77836

Mjchael schrieb: Die Farbe Orange wird auch angezeigt, wenn die Farbspektren nicht überlagern.

Wie willst Du denn orange in RGB ohne Überlagerung darstellen? Ohne Überlagerung hast Du ja nur entweder R oder G oder B und kannst nur die Intensität variieren.

Die Angabe der Frequenzbereiche im Video kann nur eine Orientierungshilfe bei der Betrachtung der Farben sein.

Aber wir wollen eine neue Rubrik zur Diskussion der Videos einrichten, wo dann auch die Vortragenden gezielter antworten können. Sobald dies eingerichtet wurde, können wir diesen Thread dorthin verschieben.
Folgende Benutzer bedankten sich: Mjchael

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 13:58 #77837

Um eine Mischfarbe wie Orange im Gehirn abzubilden, braucht es keine Frequenzüberlappung der Sehzäpfchen. Das Gehirn setzt die Einzelinformationen der Sehzäpchen zu einem Gesamteindruck zusammen.

Die Überlappung der Bandbreite der Sehzäpfchen könnte ein evolutionärer Vorteil sein, der sich durchgestzt hat.

Farbe ist subjektiv. Ich habe keine Ahnung, wie meine Nachbarn rot, grün, oder blau wahrnehmen. Das sind sowas wie Mehrheitsentscheidungen. Hätten alle Menschen - bis auf wenige - diese Rot-/Grün-Farbschwäche, dann wäre das halt der Standard, und die anderen die Exoten.

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 15:58 #77842

gaston schrieb: Um eine Mischfarbe wie Orange im Gehirn abzubilden, braucht es keine Frequenzüberlappung der Sehzäpfchen.

Davon war (bisher) gar nicht die Rede. RGB basiert ja genau darauf. Das ist wohl jedem klar, der sich schon einmal damit beschäftigt hat.

gaston schrieb: Das Gehirn setzt die Einzelinformationen der Sehzäpchen zu einem Gesamteindruck zusammen.

Das nennt man in RGB eine Farbe. Sie setzt sich aus R-Anteilen, G-Anteilen und B-Anteilen zusammen.

Wenn man aber wie Mjchael von reinen R oder G oder B-Werten ausgeht, gibt es allenfalls noch einen Effekt durch das Nebeneinander von unterschiedlich eingefärbten Pixeln, wie beim Pointilismus.

Dass das Bild nicht so zustande gekommen ist, halte ich für selbstverständlich.

Achso, Du meinst, dass in jedem Pixel das Frequenzspektrum in drei Bereiche aufgeteilt wurde und diese sich in jedem Pixel mischen? Naja das wäre natürlich schon raffiniert. Doch wozu so kompliziert? Ein reines Blau etc gäbe dann recht wenig Info. Aber es stimmt schon, das Bild sieht ein wenig so aus.

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Bilder der Astrophysik UKW Radiokarte der Milchstraße 14 10. 2020 17:25 #77844

RGB Farbseperation



Vergegenwärtige nochmals die Kurvengrafik!


Beachte die Schnittpunkt der 3 Kurven.
Der der grünempfindliche Teil ragt weit in den roten hinein und ein wenig in den blauen.
Der rot Bereich reicht über den grünen in den blauen Bereich hinein und steigt da sogar leicht wieder an. (Da wo sich die Farbe Violet dem Magenta nähert)

Laut Beschreibung werden in den drei Farbkanälen der ganze Rotanteil, der nach dem Schnittpunkt mit der grünen Kurve kommt, abgeschnitten.

Grün wird von beiden Seiten an den Schnittpunkten mit der blauen und roten Farbe beschnitten.

Und von blau fehlt der ganze Anteil, der nach dem Schnittpunkt mit der grünen Kurve kommt.

Grün + Rot = Gelb (additive Farbmischung)
Honiggelb müsste demnach einen Rotstich aufweisen, da ein Teil des Grün fehlt.
Zitronengelb müsste einen Grünstich bekommen, weil ihm ein Teil Rot fehlt.
(Wenn ich annehme dass bei Gelb der Schnittpunkt der Kurven erfolgt)

Die Farbkontraste würden erhöht.

Wenn natürlich sich eine ins grüne transponoerte Stralungsquelle mit einer ins rote transponierte Stralungsquelle überlagern, entsteht im Auge ein gelbgrün, gelber oder oranger Farbeindruck (je nach Intensität der beiden Strahlungsquellen.)

Das Bild erscheint also weiterhin Bunt.

Wenn ihr nochmal das erste Bild mit der Farbseperation anschaut, dann müssten in den drei Farbkanälen einige Bereiche dunkler bis ganz schwarz sein. Also irgendwie unterbelichtet (wenn man das bei einer Radioquelle so sagen kann. )

Ich weiß, es ist nur ein Randthema, aber möglicherweise könnte man die Grafik viel bunter gestalten. Mann müsste mal ausprobieren ob sich so eine Feinjustierung lohnt.

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