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THEMA: Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Physik

Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Physik 25 Nov 2019 06:18 #61493

  • Cim Borazzo
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Wer sich für die Sicht von Harald Lesch auf das Zusammenwirken zwischen diesen beiden Disziplinen interessiert, dem sei die Aufzeichnung dieses kürzlich mit Marcel Ohrenschall geführten Gespräches empfohlen.
Sollte dieser Hinweis bereits an anderer Stelle im Forum gegeben worden sein (ich habe keinen entdeckt), dann bitte ich die Moderatoren um Löschung, um überflüssige Redundanzen zu vermeiden.


Spontaneität will gut überlegt sein

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Spontaneität will gut überlegt sein

Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Physik 26 Nov 2019 12:06 #61544

  • Philzer
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Nordostkurve

Hi Cim,

Du weißt ja, Philosophie (das Verstehenwollen des Seins an sich ... o.s.ä.) wird hier gehasst.
(hättest Du was über Physik gepostet, hättest Du schon X Antworten ... )
Wie allgemein, - hatte ich hier schon bebildert. :-)

Aber ok, was ist denn für Dich so herausgekommen?

Ich hätte zunächst zwei Anmerkungen.

1.) Der Wunschgedanke das Philosophie einen größeren Teil der Menschen interessieren sollte:

Naja, das denke ich mal wird nie eintreten, die Spezies ist wie sie ist.
Alles was sie lernt - wir stehen auf den Schultern von Riesen - Bernhard von Chartres - ist instrumentelle Vernunft, Anhäufung von Know-How für ihr 'nahbewusstes' im Sein sein, ihren Lebenskampf.

'raumzeitlich' Nahbewusst:
-> Kampffeld ihres subjektiven Nutzenkalküls
-> meist innerhalb ihrer Sozialisation die nie hinterfragt/analysiert wird, oder wie ich resümmiert habe: die sie nie auch nur eine Plancklänge überschreiten

-> Man könnte noch Ergänzen: solange sie nur genug Opportunismus für sie bereit hält <- das ist das 'Zauberelixier' ! ... SCNR


Hinweis:
Opportunismus ist dreidimensionaler Egoismus, man könnte auch sagen dreidimensionale Freiheit.
Aber eben keine vierdimensionale Freiheit - siehe Weltübernutzung.
(Widerspruch der Strebungen der beiden Teile des Kognitionsapparates ! -> Freud: Instanzenmodell)

-> Beispiel: bei Wiki steht u.a. zu Wernher von Braun ist Opportunist, kannst aber auch den Demokrat an sich (siehe Wechselwirkung Surplusprofitlieferant / Surplusprofitempfänger) nehmen, einfach die Masse ...


Philosophen kommen in der Spezies vor, wie zitierte er doch einen Freund in einem anderen Zusammenhang, 'irgendwo in der Nordostkurve der Gaußschen Normalverteilung' oder s.ä. :-)


Und, was vlt. wichtig ist, dies ist eben nicht eine Frage der Arbeitsteilung, wie mancher jetzt vermuten oder einwenden wird.
Denn Arbeitsteilung ist nichts anderes als Effektivierung durch Spezialisierung der instrumentellen Vernunft.
Nein, es ist etwas ganz anderes.


2.) Die Gedanken zu Kausalität/Determinismus. Sehr interessant, muss ich wohl noch ne Weile dran grübeln, bzw. das erstmal verstehen was er da sagt.

... Ich hatte da auch schon Ideen, so quasi in die Richtung, das Kausalität an bestimmte Formen/Stufen der Komplexität 'gebunden' ist, bzw. sich dort 'häuft'.
Unterhalb dieser Komplexität nimmt Kausalität ab (siehe Poppers Propensität), und oberhalb auch. (bspw. komplexes Bewusstsein), d.h. also als Vergleich in etwa so wie die Bindungsenergie in der Mitte des Periodensystems am höchsten ist .......


mvg Philzer

Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Es gibt keine richtige Philosophie in der falschen
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Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Physik 26 Nov 2019 18:42 #61556

Opportunismus ist dreidimensionaler Egoismus, herrlich!

Philosophisch ist sicher mein Ansatz, mit dem ich behaupte, dass nicht Nichts sein kann, ohne dass etwas ist, von dem sich dieses Nichts unterscheidet und Bewusstsein, welches diesen Unterschied wahrnimmt.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Physik 27 Nov 2019 20:10 #61596

Sehr interessante Äußerungen,
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Lesch betonte sehr, dass man das Erleben als Ich (Qualia-Welt) immer mitbedenken muss, ohne das gibt es keine Philosophie, besonders keine Naturphilosophie.
Durch dieses Erleben ist die Freiheit quasi mit gesetzt. Kontingente Anfangsbedingungen und Schmetterlingseffekt spannen einen Freiheitsraum aus. Dabei gibt es keine logische oder physikalische oder sonstige Transformation dieses Freiheitsraums zur Willensfreiheit, da bleibt eine erkenntnistheoretische Lücke.
Das war jedenfalls eine klare Absage richtig kausale Geschlossenheit und zwar von 'Seiten der Physik her. Abgesehen davon, dass das Bieri-Trilemma logische Fehler beinhaltet.
Das Interview macht so einen kleinen Rundumschlag: Welches dieser Themen soll denn hier weiter verfolgt werden?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Physik 27 Nov 2019 21:18 #61602

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Hi,

Martin-O schrieb: Lesch betonte sehr, dass man das Erleben als Ich (Qualia-Welt) immer mitbedenken muss, ohne das gibt es keine Philosophie, besonders keine Naturphilosophie.


Richtig. Lesch sagt auch dass diese Individuen ja eine kausale Wirkung haben.
Klar haben sie! Siehe Gretas Kampf gegen die Auswüchse = kausale Wirkungen der Opportunisten :-)
Nur leugnen sie diese, bzw. übertünchen sie rosarot mit Hybris ... o.s.ä. ....

Meine Phil beachtet, ja beschreibt genau dieses kognitive Defizit . :-)

Und wenn die Vorherrschaft dieses 3D-Kognitionsapparates eben nicht überwunden werden kann von dieser Spezies, dann wissen wir auch alle was passiert.


Gabriel:

Der Mensch ist das Tier was keines sein will.


mvg Philzer

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