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THEMA: Olbers: eine Paradoxie ?

Olbers: eine Paradoxie ? 18 12. 2019 11:53 #62471

aus:

2019 - Das Jahr, in dem wir begannen zu verstehen

nun

CosMos 4.0 - CosMologie einfach listig & lustig begreiflich gemacht

oder:

Wie man der Urknall-Theorie den Garaus machte…

hier:

Kap. 2.1 - Das Olberssche Paradoxon

Damit ist gemeint (lt. Wikipedia): Das Olberssche Paradoxon zeigt den sich ergebenden Widerspruch bei der Vorhersage eines hellen Nachthimmels und seiner tatsächlichen dunklen Erscheinung auf.
Da dies – bekanntlich – nicht der Fall ist, schlussfolgert man, dass das Universum entweder nicht unendlich groß ist, oder dass es nicht unendlich viele Sterne geben kann, oder beides.
Dass dies grundlegend falsch ist, werde ich demnächst im neuen Jahr erläutern. Bis dahin werde ich, um die Spannung zu wahren, zunächst mal die Punkte („Fehler“) aufzeigen, die sich in der aktuellen „Olbersschen-Theorie“ grenzwertig verhalten…

(viel Spaß dabei)

2.1.0 - zunächst die Begrifflichkeit „Paradoxon“

Bereits die Begriffsfindung ist irreführend: ein Paradoxon ist „Etwas“, was dem Erwarteten zuwider läuft bzw. zu Widersprüchen führt. Umgangssprachlich: es liegt „etwas“ vor, was nach bekannter Gesetzmäßigkeiten o.ä. (eigentlich) nicht vorliegen kann !
Und da ist schon der Fehler ! Alle (früheren) Paradoxien wurden im Laufe der Zeit – je nach Stand des jeweiligen Wissens – „aufgelöst“ und geklärt. Oder besser: erst durch „neues Wissen“ wurde erkannt, dass das zuvorige Paradoxon (eigentlich) ja kein Paradoxon war, sondern dass man zuvor einfach und schlicht „nur zu unwissend“ war. Ein Paradoxon hat also nichts mit Mystik, Magie, Übernatürlichem oder Ähnlichem zu tun.
Oder generell: es gibt keine Paradoxien – sondern nur fehlende Erklärungen !

2.1.1 - Begrifflichkeit „über große Distanzen gleichmäßige Sternverteilung“

Im Universum / All / CosMos gibt es grundsätzlich „nichts“, was irgendwie mit der Formulierung „gleichmäßig“ (mathematisch betrachtet) einhergeht. Da sich die Olberssche-Theorie aber genau daran aufhält, ist in Folge dessen dann auch gar nicht mal so verwunderlich, dass man hier irgend eine „Paradoxie“ wiederfindet…, oder ?

2.1.2 - Begrifflichkeit „unendlich“

Befassen wir uns mit den beiden zentralen Prämissen des Olbersschen Paradoxons: Größe des Universums, und Anzahl der Sterne. Es gibt damit also 2 Kriterien mit jeweils 2 Annahmen, mithin also 2 x 2 = 4 mögliche Lösungen, die da wären:
a) Es gibt unendlich viele Sterne in einem unendlich großen Universum.
b) Es gibt endlich viele Sterne in einem unendlich großen Universum.
c) Es gibt unendlich viele Sterne in einem endlich großen Universum.
d) Es gibt endlich viele Sterne in einem endlich großen Universum.

Der interessierte Leser „merkt sofort“, dass es (ohne die richtige Antwort wissen zu können), dass es von den 4 oben aufgezeigten möglichen Lösungen eigentlich „nur 3 geben“ wirklich kann, nämlich: die Lösung c) wird von Vielen sofort als „nicht möglich“ erkannt.
Nun, das ist (zumindest astronomisch) richtig. Aber mathematisch muss selbst dies allerdings nicht zwingend zutreffen ! (schon interessant, nicht ?)
Die Lösungsvariante d) gibt es natürlich zwangsläufig, ist aber für das hier benannte Paradoxon völlig unerheblich. Die Urknall-Theorie basiert u.a. auf diesem Lösungsansatz.
Und auch bei der Lösung b) wäre eine logische Folge, dass eine endliche Anzahl Sterne wohl kaum von unendlich vielen Punkten im Universum aus Licht aussenden kann – diese Lösung fällt hier also ebenfalls nicht ins Konzept.
Nur die Lösung a) also liefert die notwendigen Voraussetzungen für das postulierte Paradoxon. (jedoch werden hierbei allseits vielfältige (weitere) Prämissen schlicht nicht bedacht und fahrlässig übergangen)

2.1.3 - Begrifflichkeit „Ausdehnung des Universums“

Das von uns (beobachtbare) Universum – also der von uns Menschen sichtbare Teil des CosMos – ist räumlich begrenzt, also jedenfalls „nicht unendlich“. Die mit den Instrumenten unseres aktuellen Stands der Technik erfassbaren Bereiche, das was wir gemeinhin als „Universum“ umschreiben, erstreckt sich (verständlicherweise in alle Richtungen) nämlich nur auf einen eng begrenzten räumlichen Bereich von gerade einmal etwa 13,81 Mrd. LJ (je nach Quelle). Dass dieser (cosmologisch) eigentlich so winzige Bereich nunmal nicht unter die Voraussetzung „unendlich“ (bzw. „Unendlichkeit“) fällt, bedenken die Verfechter der Paradoxon-Theorie offenbar nicht.

2.1.4 - Begrifflichkeit „Sterne & Lebensdauer“

Auch hier werden vielfältige fehlerhafte Schlußfolgerungen getroffen, die im wesentlichen mit der (ja eigentlich bekannten) begrenzten Lebensdauer der Sterne – und damit mit der Zeitspanne des von dort ausgesandten Lichts – einhergehen, welche aber sodann im Folgenden schlicht ignoriert werden (vgl. „Regenbogen-Effekt“).

2.1.5 - Begrifflichkeit „in jede Richtung unendlich“

Hier wird lediglich „eine“ (von zig möglichen) Ausdehnungen postuliert. Und dass man bei „solch“ einer Minimierung von Möglichkeiten (bzw. damit „Schaffung eines Sonderfalles“) zu einer solch abstrusen Paradoxie gelangt, dürfte dann wenig verwundern. Schon das „Weglassen“ dieser Annahme würde das Paradoxon obsolet werden lassen.

2.1.6 - Begrifflichkeit „homogene Sternenverteilung“

Auch diese Annahme gilt den Beurteilungen von 2.1.5, was heißt, dass auch das „Weglassen“ dieser Annahme das Paradoxon obsolet werden ließe.

2.1.7 - Begrifflichkeit „Isotropie“

Mit „Isotropie auf kosmologischer Skala in der homogenen Sternenverteilung“ ist die Unabhängigkeit einer Eigenschaft in der Richtung gemeint; und auch eine solche Annahme muss nicht zwingend zutreffen.

2.1.8 - Begrifflichkeit „statisches Universum“

Und auch die Annahme, dass die Sterne und das Universum sich in beliebigen Zeiten nicht ändern, ist nun mal überhaupt nicht so zwingend zutreffend, oder ?

2.1.9 - Begrifflichkeit „Urknall“

Und „dies“ ist freilich die „Mutter aller Irritationen“, klar: ausgehend von einer Urknall-Theorie UND den weiteren obigen Prämissen könnte man nun wirklich auf den Gedanken kommen, dass es „sowas“ wie ein Paradoxon dann ja wohl doch geben könnte…
Wie gesagt: „könnte“. Dass dem nicht so ist, werde ich dann im Folgenden im neuen Jahr aufzeigen !


Bis dahin könnt ihr ja noch jede Menge grübeln…
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Olbers: eine Paradoxie ? 18 12. 2019 14:39 #62474

Mod-Hinweis:
Tut mir Leid, aber die "Alternativen Weltbilder" sind nicht für Privattheorien sondern nur für wissenschaftlich fundierte Theorien in Veröffentlichungen anerkannter Wissenschaftler geöffnet.


Dennoch möchte ich etwas dazu karstellen:

ein Paradoxon ist „Etwas“, was dem Erwarteten zuwider läuft bzw. zu Widersprüchen führt.
Der erste Teil ist korrekt, der zweite nicht. Eine Paradoxie ist kein Widerspruch sondern ein scheinbarer Widerspruch.
Dieses Thema wurde gesperrt.
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