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THEMA: Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution?

Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 18:11 #8593

Thomas schrieb: Deshalb würde ich in alle Grundgesetze der Welt am Anfang der Präambeln den Satz schreiben: Unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind unantastbar.

Grüße
Thomas


Was können wir froh sein, dass du kein Politiker bist und dass folglich auch niemand so etwas in eine Verfassung reinschreiben würde (Grundgesetz ist nur ein Interimsbegriff für eine immer noch fehlende Verfassung, die jeder Staat dieser Welt hat, nur nicht Deutschland - typisch, dass du als Wissenschaftler nicht um diese Zusammenhänge weißt, aber hier fleißig politische Tipps gibst!).

Legt man das nämlich streng aus, so müssten sich alle "modernen" Menschen, die in irgendeiner Form von Technik abhängen, selbst töten, denn wir alle beuten diesen Planeten auf irgendeine Weise aus, auch die Sonnenkollektoren auf deinem Haus sind ja nicht vom Himmel gefallen, sondern technisch in China hergestellt worden. Und dort scheißt man auf die Umwelt, um möglichst billig produzieren zu können. Für die Herstellung Deiner ach so hochgelobten Solarkollektoren wurden also gewaltige Ressourcen in China verbraucht, denn dort baut man jede Woche ein neues Kohlekraftwerk, um den stetig steigenden Strombedarf zu decken, mit dem die Fabriken dort produzieren. Ganz zu schweigen von der Umweltverseuchung dort vor Ort.

Auch wenn wir reine Veganer werden würden, müssten wir doch industriell hergestellte landwirtschaftliche Produkte konsumieren, auch sogenannte Bio-Produkte wurden ja mit Hilfe von landwirtschaftlichen Maschinen, die wiederum Öl verbrauchen, hergestellt, reine Handarbeit gibt es heute nicht mehr in unserer hochtechnisierten Landwirtschaft, alles wird maschinell gemacht und hinterlässt damit IMMER einen mehr oder weniger großen "Fußabdruck" in der Öko-Bilanz, schon allein unser Dasein als Mensch bedingt auf ganz natürliche Weise eine Überproduktion von Methangasen (iss mal Bohnen oder Zwiebeln), die sehr klimaschädlich sind, zig-mal mehr als das berüchtigte CO².


Nur die jetzigen Primitiv-Völker in einigen Weltgegenden im Amazonas und ein paar afrikanische Buschmänner kommen in der Tat wirklich ohne jegliche Zivilisation aus, die leben wirklich im vollständigen Einklang mit der Natur, alle anderen Menschen beuten allein durch ihre Anwesenheit die Erde aus, mehr oder weniger. Die gehören also deiner Meinung nach abgeschafft?

Nein, da bin ich nicht mehr bei dir, überleg dir bitte VORHER mal, was du da schreibst.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 19:02 #8596

Hallo Udo
Echt mal, was soll denn dieser Ton nun wieder???
Ich glaube, jedem anderen ist hier klar, dass die Aussage von Thomas plakativ zu verstehen ist.
Natürlich ist es so wie du sagst, natürlich können wir nicht adhoc auf die Ausbeutung sämtlicher Ressourcen komplett verzichten, das ist doch jedem klar. Also sieh die Sache doch nicht gleich wieder als einen ganz tollen Angriffspunkt, wo du gleich draufhauen musst.
Dein Realitätsbewusstsein in allen Ehren, aber muss es gleich wieder die große Keule sein?

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 19:47 #8600

@ Udo,
ich habe von Thomas bisher nur Kenntnisreiches und Bedenkenswertes gehört.
Lieber Udu, bei dir kann man manchmal sagen : Ohe! Gar nicht so falsch! Und manchmal schmierst du total ab. Ich finde das schade.
Die Hierarchie der Werte, die Thomas vertritt, ist so unklug nicht. Das kann man philosophisch begründen.
Warum hast du so grosse Freude daran, Thomas einen Strick zu drehen. Dabei schadest du dir selbst, denn das kommt nicht gut an. Eine intelligente Persiflage würde noch angehen, aber so.... ?
Beste Grüsse Denobio

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 21:11 #8606

Hallo Jungs,
Ihr müsst mich nicht verteidigen. Ich fühle mich nicht angegriffen, eher missverstanden. Keiner kann aus seiner Haut, auch Udo nicht. Warum er manchmal ruhig argumentiert und manchmal soviel Emotion mitschwingt, weiß ich nicht. Ich will auch kein Psychogramm erstellen. Josef hat ganz recht, wenn er sagt, dass man so etwas tunlichst hier nicht machen sollte.
Im Übringen stammen meine Solarzellen aus Kalifornien, nicht aus China!
Udo: wir sind schon öfter aneinander geraten, wie oft eigentlich noch?
Thomas

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 21:38 #8607

  • Ralf
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Wo sind wir eigentlich? Ich habe doch nur gemeint dass wir unsere Stellung in der Entwicklung des Universums festlegen könnten. Wir haben ja noch so viel vor uns.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 22:08 #8608

Hallo Ralf,

Ich verstehe deinen Kommentar nicht, nur unter der Annahme, dass Ralf und Udogigaherz die gleiche Person sind, würde sich das zusammenreimen. Hilf mir mal.
Thomas

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 22:46 #8609

@udo
Jetzt hab ich deinen Beitrag von oben noch mal gelesen und mir die Historie mit dir vergegenwärtigt. Ich glaube es ist an der Zeit, dich für einen gewissen Zeitraum aus dem Forum zu nehmen. Wenn du klug bist, kommst du etwas höflicher und überlegter zurück. Die Chance sollst du haben, aber keine weitere. Ich hoffe, du verstehst meine Reaktion. Andernfalls war es das für immer.
Thomas

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 03 10. 2016 23:15 #8610

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"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan
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Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 04 10. 2016 00:00 #8611

Hallo Nirusu,
Nein, wir sind in keiner Identitätskrise. Es ist nur ein Gewitter, das kommt vor. Nur Geduld, es gibt noch vieles zu diskutieren. Es gibt im Augenblick so viele neue Entdeckungen, dass uns der Gesprächsstoff sicherlich nicht ausgehen wird.
Es muss nur in Übereinstimmung mit unseren Regeln geschehen.
LG
Thomas
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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 05 10. 2016 01:55 #8640

Möchte gerne etwas zum Thema beitragen:

Unsere biologische Evolution wird niemals enden. Beispiele wurden hier mehrfach genannt, und auch eine Manipulation unserer Gene zählt zur Evolution. Sehr deutlich wird die Tatsache in einem Pandemieszenario, Krankheit X rottet alle Menschen aus, außer einem kleinen Teil der eine genetische Resistenz in sich trägt, die bislang aber überhaupt keine Rolle spielte und weder Vor- noch Nachteil war.

Viel interessanter ist unsere soziale Evolution, und damit meine ich Dinge wie sexuelle Vorteilsmerkmale (Attraktivität). Welche Attribute werden sich über Generationen hinweg durchsetzen? Welche Kultur wird sich eigentlich evolutionär durchsetzen? Die in der die Frau studieren und arbeiten geht und maximal 0-1 Kinder hat, oder die in der sie unterdrückt wird und als Fortpflanzungsacker dem Mann unterstellt dient? (Das ist ein heißes Thema aber ich vermute hier sind genug intelligente Menschen, dass das nicht sofort in eine rassistische Diskussion ausufert) Evolutionär gesehen ist das ein kulturell bedingtes negatives Selektionsmerkmal, je kultivierter Gesellschaften werden umso weniger werden sie sich fortpflanzen, bis sie von den weniger kultivierten sich noch stark fortpflanzenden abgelöst werden. Deutlich sichtbar in unserer Geschichte, in der jede Hochkultur zwar blühte aber auch verblühte und Primitiverem weichen musste, das sich wiederum zur Hochkultur entwickeln konnte. Eine ständige kulturelle Nivellierung.

Unserer modernen Menschheit traue ich jedoch zu dieses ewige sozialevolutionäre Auf und Ab zu durchbrechen und ein weltweites Gleichgewicht herzustellen, quasi eine weltweite gleichermaßen kultivierte Menschheit, da bleibe ich Optimist und Idealist. Das wäre das nächste größere evolutionäre Ziel das ich sehe, da sich momentan kein biologischer Druck auf unsere biologische Evolution ergibt, was sich aber von heute auf morgen ändern kann (siehe Pandemie) und dann sind wir wieder voll im Rennen, wie die bereits erwähnten Birkenspinner, oder auch ein nettes Beispiel die Schwalbenpopulation unter einer Autobahnbrücke .

Momentan verhindert unsere kulturell sehr weit fortgeschrittene Zivilisation einen zu großen biologischen Selektionsdruck, zum Glück, denn gerade wir Naturwissenschaftler sollten den Wert jedes einzelnen Lebens kennen und hochschätzen.

Vielleicht einmal wenn wenn wir tatsächlich die ersten Kriege um Trinkwasser und Ackerland führen, oder wir tatsächlich einen Klimakollaps herbeiführen, dann werden wieder biologische Faktoren ins Spiel kommen, dann wenn die Zivilisation zusammenbricht, dann überleben auch wieder vermehrt die Laktose toleranten (falls es noch Kühe und Ziegen geben sollte), und vermutlich werden sich auch einige Makel die derzeit durch unsere humanistische Gesellschaft aufgehoben werden (Trisomi 21 z.B.) nicht mehr so stark fortpflanzen können, aber da kommen wir als globale Menschheit hoffentlich drum herum.

Fazit: Evolution gibt es immer, und sie ist nicht abzuschalten. Wir als Menschheit verfügen jedoch über Fähigkeiten und Möglichkeiten nach dem biologischen Selektionsdruck auch den kulturellen Selektionsdruck zu überwinden und dann mal schauen was kommt. Wir müssen unsere Gene irgendwie von der Erde runter bekommen wenn wir als Spezies über geologische Zeiträume eine Rolle spielen wollen.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 05 10. 2016 14:40 #8645

Madouc99 da hat die Natur schon ihr mittel dazu, die steuert es mit dem Nahrungsaufkommen daraus wächst die Population indem sie beginn des Menstruationszyklus beeinflusst. Eine Eigenschaft der Natur ist unteranderem das sie sich an sich selbst anpasst, und die Vögel sehen wohl ein Vorteil in einer Stadt sich aufzuhalten mit all ihren Nachteilen an die es sich nun gehört an zu passen. Und ja ist auch möglich das aufgrund unseres tun, der Zukunft-Mensch nur noch unter der Erde leben kann, aber scheinbar egal sind ja nur unser nachfahren.

Gruß Chris

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 05 10. 2016 16:12 #8646

Chris schrieb: Madouc99 da hat die Natur schon ihr mittel dazu, die steuert es mit dem Nahrungsaufkommen daraus wächst die Population indem sie beginn des Menstruationszyklus beeinflusst. Eine Eigenschaft der Natur ist unteranderem das sie sich an sich selbst anpasst, und die Vögel sehen wohl ein Vorteil in einer Stadt sich aufzuhalten mit all ihren Nachteilen an die es sich nun gehört an zu passen. Und ja ist auch möglich das aufgrund unseres tun, der Zukunft-Mensch nur noch unter der Erde leben kann, aber scheinbar egal sind ja nur unser nachfahren.

Gruß Chris


Hallo Chris,

vielen Dank für das Feedback, doch ohne dir zu nahe treten zu wollen, und mit aller Freundlichkeit und Respekt muss ich dir vehement widersprechen: "Die Natur" tut nichts, hat nichts, will nichts, und steuert auch nichts. Die Schwalben "wollen" sich auch nicht anpassen, ich mag diesen Antropomorphismus an dieser Stelle überhaupt nicht. Das impliziert immer, dass die Natur einen Willen hätte, das sie zielgerichtet arbeitet, das ist aber alles Unsinn, da geschieht nichts willentlich und geplant. Und ganz bestimmt steuert die Natur nicht das Nahrungsangebot unseres Planeten und die Menstruationszyklen unserer Weibchen. Die Dinge sind einfach nur, und wenn irgendetwas letztere beiden beeinflusst, dann doch wir Menschen mit Produktion und Hormontherapie.

Dinge entstehen und vergehen. Genauer gesagt ist es sogar so, dass alles was entstehen kann auch entstehen wird und wenn es bestehen kann wird es bestehen. Schau dir das Universum an, aus Energie ensteht Materie, aus Materie Sterne dort werden Elemente gebrütet und zwar soweit bis sie von alleine zerfallen. Diese Elemente bilden Moleküle die stabilen sind sehr häufig die weniger stabilen vergehen (O3), Moleküle ordnen sich an, Membranen können entstehen, kristalline Strukturen entstehen, komplexe Moleküle können entstehen und tun das auch, sie vergehen sehr oft, vermutlich billionenfach im Laufe der Zeit, aber ein paar können bestehen und führen zu den ersten Prokaryonten auch hier entstehen ganz bestimmt alle möglichen Kombinationen im Laufe der ersten Milliarden Erdenjahre und die meisten haben keinen Bestand, doch was bestehen kann bleibt, und bildet irgendwann die Eukarioten und so weiter und so weiter und so weiter. Dinge entstehen weil sie entstehen können, und sie vergehen wenn sie nicht bestehen können, doch was Bestand hat bleibt und kann Neues hervorbringen.

Bleiben wir bei den Schwalben, sie haben sich nicht aktiv angepasst. Die mit den zu langen Flügeln waren einfach zu langsam im Ausweichmanöver fliegen und haben den Kampf gegen die vorbeirasenden LKW verloren und konnten so nur relativ wenige Nachkommen zeugen die wiederum ebenfalls an der Scheibe eines LKW endeten. Die mit den kurzen Flügelchen waren wendig genug um den Fahrzeugen mehrheitlich erfolgreich auszuweichen und konnten so ihre Gene weiter geben an eine Generation die sich ebenfalls weiter fortpflanzen konnte. So einfach ist Evolution, nichts war in dem Fall geplant, niemand hat etwas gewollt oder sich bei irgend etwas was gedacht. Das Glück der Schwalben war, dass es überhaupt welche mit kurzen Flügeln gab und das das ein erbliches Merkmal war, sonst wäre vermutlich die gesamte Population einfach ausgestorben. Auch die Birkenspinner haben sich nicht absichtlich an die Farbe der Umgebung angepasst und wie es immer so schön vermenschlicht heißt "sich perfekt an ihre Umgebung angepasst" als ob sie einen Kleiderschrank hätten und mal eben von schwarz auf weiß wechseln könnten. Die Unangepassten wurden einfach nur vermehrt weggefressen das ist alles, Ende der Geschichte.

Du hast dich bestimmt schon einmal gefragt warum auf unserem Planeten Leben entstanden ist, ich möchte dir dazu meine bevorzugte Antwort geben: Weil es möglich ist! Alles was entstehen kann wird irgendwann einmal entstehen und seine Chance bekommen, ja, auch Harald Leschs berühmte Flugelefanten.

Womit wir wieder bei uns Menschen und bei der Eingangsfrage dieses Threads sind: auch wir werden nie aufhören uns zu entwickeln, und es gäbe genug denkbare Szenarien die den sogenannten Selektionsdruck erhöhen würden, auch dein Szenario vom unterirdischen Menschen gehört dazu, wer weiß welche genetischen Vorzüge sich in einer solchen Welt durchsetzen und welche Nachteile schlicht aussterben.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 05 10. 2016 16:40 #8648

Madouc99 schrieb: "Die Natur" tut nichts.

sie tut nur es entstehen lassen, also sie tut nicht viel, ich verstehe schon.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 05 10. 2016 16:45 #8650

Chris schrieb:

Madouc99 schrieb: "Die Natur" tut nichts.

sie tut nur es entstehen lassen, also sie tut nicht viel, ich verstehe schon.


Nichtmal das ;) Dinge entstehen einfach weil sie entstehen können.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 05 10. 2016 17:05 #8652

Madouc99 schrieb:

Chris schrieb:

Madouc99 schrieb: "Die Natur" tut nichts.

sie tut nur es entstehen lassen, also sie tut nicht viel, ich verstehe schon.


Nichtmal das ;) Dinge entstehen einfach weil sie entstehen können.

Sahnetorte, schon mal was von Schopenhauer gehört?
upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8...eichenden_Grunde.pdf

Wobei lese mal nach was Natur eigentlich bedeutet, was dieses Wort aussagt, und was entstehen damit zu tun hat.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 05 10. 2016 17:08 #8653

Schon, nur er sicher noch nichts von mir ;)

Edit: Tatsächlich ist das was ich sage hinreichend begründet und genügend Begründung, und auf Grund der inhärenten Simplizität von vollendeter Schönheit.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 10 10. 2016 15:42 #8749

  • Ralf
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Es ist schön, sagen zu können dass die Natur etwas tut. Sie ist der große Macher und sie ist allwissend. Sie steht über uns und sie schaut unserem Treiben leicht lächelnd zu und weiß ganz genau was passieren wird.
Ein Wesen, welches alle Fäden in der Hand hält und sich nur darüber wundern kann, wie wir über es denken.
Da übertreibe ich aber etwas: Ein Wesen ist sie nicht, sie ist eine Rechnung, ein Gesetz und sie hat eine Moral: Immer nach oben. Und ein Ziel hat sie wohl auch, denkt sich so mancher.
Aber das hat alles nichts mit Naturwissenschaft zu tun.
Für mich als Materialist stellt sich immer wieder und immer noch die Frage: Woher kommt der Drang der Materie sich immer höherwertig zu organisieren?
Darauf gibt es die verschiedensten Antworten, aber alle befriedigen mich nicht so recht.
Und dann bleibt da noch Gott- und der befriedigt mich auch nicht so recht.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 10 10. 2016 16:55 #8752

Hallo Ralf, da man in einem Forum den Redner nicht hört, sondern sich die Intonation denken muss: bitte lies meine Sätze mit der Betonung eines freundlich Begeisterten, der Wunder gesehen hat und sie mit dir teilen möchte! Auf gar keinen Fall klinge ich hier hämisch, besserwisserisch, ironisch oder sarkastisch, ich bin schlicht freudig erregt und begeistert von dem was ich dir zu sagen habe :)

Ralf schrieb: Es ist schön, sagen zu können dass die Natur etwas tut. Sie ist der große Macher und sie ist allwissend. Sie steht über uns und sie schaut unserem Treiben leicht lächelnd zu und weiß ganz genau was passieren wird.


Mag sein, dass du das schön findest, es ist aber nicht korrekt. Die Natur ist weit davon entfernt eine Person zu sein die etwas weiß oder tut. Sie steht auch nicht über uns, denn wir sind ganz offensichtlich ein Teil von dem was du als Natur bezeichnest oder etwa nicht?

Ein Wesen, welches alle Fäden in der Hand hält und sich nur darüber wundern kann, wie wir über es denken.
Da übertreibe ich aber etwas: Ein Wesen ist sie nicht, sie ist eine Rechnung, ein Gesetz und sie hat eine Moral: Immer nach oben. Und ein Ziel hat sie wohl auch, denkt sich so mancher.


Nein, nein und nochmal nein. Kein Wesen, keine Fäden, keine Hände, keine Verwunderung. Ja du übertreibst, und nein sie ist auch keine Rechnung und kein Gesetz, und ganz bestimmt ist sie nicht moralisch. Immer nach oben ist ebenfalls nicht korrekt, die Natur - ich nenne das jetzt nur der Einfachheit halber auch so - ist ein riesiges, dummes, völlig zielloses Bruteforce Gebilde, das ständig alles Mögliche hervorbringt. Wörtlich! Alles was möglich ist. Und anschließend das verwirft was keinen Bestand hat. Wobei dieser Aktiv schon wieder viel zu weit geht, denn "Die Natur" verwirft selbstverständlich nichts, sondern die Dinge die nicht existieren können vergehen einfach.

Aber das hat alles nichts mit Naturwissenschaft zu tun.


Oh doch, und zwar originär. Die Evolutionstheorie ist Teil der Naturwissenschaften!

Für mich als Materialist stellt sich immer wieder und immer noch die Frage: Woher kommt der Drang der Materie sich immer höherwertig zu organisieren?


Wo erkennst du bitte Belege für einen "Drang"? (ernste Frage, versuche sie zu beantworten)

Darauf gibt es die verschiedensten Antworten, aber alle befriedigen mich nicht so recht.
Und dann bleibt da noch Gott- und der befriedigt mich auch nicht so recht.


Du findest keine Antworten weil die Frage an sich schon nicht zielführend gestellt ist. Es gibt kein Sinnfrage in der Evolution, und auch unser Leben hat keinen höheren Sinn, außer dem den wir uns selbst geben. Befreie dich von dieser Vorstellung, und stelle dir die Fragen erneut.

Die Stabheuschrecke ist nicht perfekt an ihre Umgebung angepasst weil das sinnvoll ist, sie ist angepasst, weil alle anderen Modelle die weniger gut angepasst waren von Vögeln verspeist wurden und ausstarben, und ihre Genmutation oder Genkombination sich in einer Nische bevorzugt vermehren konnte.

Eine Flunder sieht nicht so aus wie der Meeresgrund weil das eine tolle Tarnung ist die die Natur so geplant hatte und dann hervorgebracht hat, sie ist es, weil die weniger gut angepassten Fische von Fischadlern geschnappt wurden. Änderte der Meeresgrund seine Konsistenz und Erscheinung, weil z.B. der Homo Sapiens mal wieder lustig eingreift, dann würden die Fische die vormals ein achso perfektes Tarnkleid von der Natur per Onlineversand erhalten haben vermehrt zu Fressopfern, und die Mutationen die in der neuen Umgebung weniger auffallen, oder andere Tricks drauf haben, würden die Nische über kurz oder lang erobern.

Jedes Lebewesen auf unserem Planeten, das du siehst, befindet sich quasi oben auf der Spitze einer riesigen und extrem hohen Felswand von der du nur die Vorderseite siehst, und ja, man kann sich unbedarft wundern wie das nur da hoch gekommen ist, denn aus deiner Perspektive sieht das geradezu unmöglich aus. Ich fordere dich auf deine Perspektive zu wechseln! Wenn du nämlich diese riesige und extrem hohe Felswand von der Seite aus betrachtest, dann erkennst du, dass ein beinahe unendlich langer Weg mit einer minimalen und bequem zu überwältigenden Steigung hinauf an diesen Ort führt. Und dies ist die Strecke die die Evolution gegangen ist, und wenn du diese Strecke in Gedanken mitgehst, erkennst du links und rechts am Wegesrand, eine beinahe unendlich große Zahl an gescheiterten Versuchen die auf dem Weg nach oben auf der Strecke geblieben sind.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 10 10. 2016 17:10 #8754

  • Ralf
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Ok das mit dem Drang ist wohl falsch formuliert.
Aber wenn das Leben, das ist ja der entscheidente Teil der Natur, sich mit allem Drang auf unserem Planeten immer wieder durchsetzt dann ist das schon erstaunlich und mit dem Attribut Drang zu vergleichen.
Es drängten sich auch viele Miliarden Jahre viele Atome und Moleküle um eine Organisation zu erreichen, wovon sie sich nicht mehr abbringen ließen.
Aber da ist schon wieder das Subjekt, das denkende Etwas.
Sorry

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 10 10. 2016 22:55 #8762

Ralf, Harald Lesch sagte mal in einem seiner Videos: "Die Dinge sind so wie sie sind, weil sie so sind wie sie sind." (Edit: Da man nicht aus dem Zusammenhang zitieren sollte, er meinte damit die kosmischen Konstanten, die erst das Entstehen des Universums ermöglichten, was aber genau genommen auch nur die aller erste Stufe unserer Evolution darstellt.)

Dass das Leben auf unserem Planeten entstand und sich durchgesetzt hat, lag daran, dass es das konnte. Nicht mehr. Ende der Begründung.

Meiner Meinung nach sogar irreversibel, außer durch eine echte kosmische Katastrophe, also einer totalen Vernichtung der Erde. Alles andere wird das Leben auf unserem Planeten überleben und es wird fortbestehen. Wir als Spezies vielleicht nicht, wobei wir mittlerweile bestimmt genau so schwer auszuotten wären wie Bakterien oder Kakerlaken, aber das Leben wird es solange geben, wie es noch 1% habitable Gebiete irgendwo auf dem Planeten gibt.

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 12 10. 2016 08:36 #8795

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Wenn man sich die bekannte Lebensentwicklungsgeschichte auf unserer Erde einmal anschaut, dann kann man davon ausgehen, dass es ein Gesetz gibt, dass fast unbedingt, unter den bekannten Voraussetzungen, zu Leben führt.
Das ist ein Fakt, der mich oft stutzig macht. Vorprogrammiert kommt es wie es kommen muss.
Es gibt so viele Umstände, die die Entstehung von Leben verhindern können, aber bei uns hat es geklappt.
Da haben wir halt großes Glück gehabt. Den 6 er im Lotto oder sogar mehr.
Aber es ist doch alles nur die Summe aller Möglichkeiten. Ein Baukastensystem und da fallen alle Bausteine immer wieder neu zusammen, bis das erste Stück passt. Dann bleiben die nächsten Steine dran hängen usw.
Es war ja soviel Zeit.
Prokaryonten, die allerersten Einzeller, welche noch keinen Zellkern besaßen. Für mich ist der Sprung von Lebensbausteinen bis hin zu ihnen noch ein Rätsel, und ich glaube für viele Wissenschaftler ist das auch so.
Moleküle, welche sich organisieren mit einem Ziel: Leben.
Wurde dieser Sprung von der Wissenschaft schon eindeutig erklärt?

Noch ein Nachtrag: Es ist in der utopischen Literatur und in einschlägigen Fernsehserien ja oft vom Beamen von Menschen die Rede.
Jeder weiß, dass das nicht möglich ist.
Aber mal ein kleines Gedankenexperiment: Könnte man es doch realisieren, dass man alle Moleküle eines Menschen ausliest und dann an anderer Stelle wieder zu 100 Prozent wieder zusammensetzen könnte. Ich behaupte: Dieser Mensch würde nicht leben.
Warum? Weil der Mensch, jeder Organismus, der lebt, mehr als die Summe seiner Teile ist.
Das ist für mich eine grundlegende Eigenschaft des Lebens.

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Letzte Änderung: von Ralf. (Notfallmeldung) an den Administrator

Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 12 10. 2016 10:53 #8797

Ein Lebewesen ist nicht nur eine Summe von Zellen, sondern auch eine Summe von Prozessen zwischen den Zellen . Diese Prozesse, einmal gestoppt, würden nicht wieder anlaufen. Soweit ein Gesichtspunkt unter vielen zum Thema Beamen.

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 12 10. 2016 11:31 #8798

  • Ralf
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Genau!

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Der Mensch Anfang oder Ende der Evolution? 12 10. 2016 11:54 #8799

Da haben wir halt großes Glück gehabt. Den 6 er im Lotto oder sogar mehr.
Aber es ist doch alles nur die Summe aller Möglichkeiten. Ein Baukastensystem und da fallen alle Bausteine immer wieder neu zusammen, bis das erste Stück passt. Dann bleiben die nächsten Steine dran hängen usw.
Es war ja soviel Zeit.



Das trifft es schon sehr gut. Ein Argument der Evolutionstheorie Gegner ist ja immer, das es so wahrscheinlich ist dass ein Mensch entsteht wie wenn ein Tornado der auf einem Schrottplatz wütet am Ende eine fertige funktionsfähige Boing 747 hinterlässt. Das würde ja auch stimmen, wenn man versuchte die Evolution des Menschen in einer Iteration hinzubekommen. So läuft es aber nicht, die Natur macht billionen Versuche und behält Teile die funktionieren um damit weiter zu bauen, wieder billionen von Versuchen usw usw. Siehe dazu auch en.wikipedia.org/wiki/Ultimate_Boeing_747_gambit

Prokaryonten, die allerersten Einzeller, welche noch keinen Zellkern besaßen. Für mich ist der Sprung von Lebensbausteinen bis hin zu ihnen noch ein Rätsel, und ich glaube für viele Wissenschaftler ist das auch so.
Moleküle, welche sich organisieren mit einem Ziel: Leben.
Wurde dieser Sprung von der Wissenschaft schon eindeutig erklärt?



Es gibt schon einige relativ gute Theorien die das erklären können, ich will einmal 2 kurz anreißen, die vermutlich beide richtig sind, denn - um bei den Anthropomorphismen zu bleiben - die Natur geht alle Wege.

1.) In der frühen Erdgeschichte bildeten sich die ersten kristallinen Strukturen,die auf molekularer Ebene durch ihre Beschaffenheit optimale Räume bildeten in denen sich langkettige organische Moleküle bilden konnten, also quasi das Innenleben einer Zelle, mit einem Kristall als Außenhaut.

2.) Wasser H2O spielt hier wieder einmal die Hauptrolle, und zwar durch die Beschaffenheit der Wassermoleküle und ihrer bekannten elektromagnetischen Wirkung die z.B. auch zur Oberflächenspannung führt, haben sich größere organische Moleküle je nach dem ob sie hydrophil oder hydrophob sind in bestimmter Art und Weise angeordnet. So entstanden kugelförmige Gebilde, deren Äußeres hydrophil war, also dem Wasser zugewandt und deren Inneres hydrophob war und Wasser abstieß. Das genügte schon um einen Raum zu schaffen der innen etwas Platz hatte in dem sich fragilere Gebilde also Polymere bilden konnten. Das könnte man als erste Membran deklarieren.

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