Wir werden trotz Covid-19 weiter Bücher versenden - damit´s zuhause niemand langweilig wird.
Seien Sie bitte vorsichtig und bleiben Sie gesund! Auch diese Krise wird zuende gehen. Kopf hoch und viel Glück!
Ihr UWudL-Team
Toggle Bar
Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1
  • 2

THEMA: Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?)

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 14:21 #60641

Hallo,

bin NEU hier - und habe mal direkt eine Frage:

IST-Zustand:

a) Es gibt auf unserer Erde ja bereits zahlreiche Fernrohre/Teleskope/Observatorien mit "eigener" (begrenzter) Reichweite; Fakt.
b) Und es gibt Zusammenschlüsse von mehreren Fernrohren/Teleskope/Observatorien, mit dann eben "gemeinsamer" (erweiterter) Reichweite; auch Fakt.
c) Im Ergebnis lassen sich damit also Fernrohre/Teleskope/Observatorien "konstruieren", die etliche Meter/Kilometer "Durchmesser" (Brennweite) haben, gell ?

Somit zur Frage (Innovation):

Wäre es - prinzipiell - möglich, auf "obige Weise" ein Mega-Giga-Teleskop im All zu konstruieren, mit folgenden Eigenschaften:

1.) Man baute einfach (z.B.) 7 große Satelliten-Teleskope (a la Hubble), und schickt sie ins All
2.) Dann positioniert man sie annähernd gleich verteilt auf unserer Erdbahn (um die Sonne)
3.) Und koordiniert man diese 7 All-Teleskope dann, hätten diese "einen Durchmesser" von rd. 300.000.000 Kilometer

Schlussfolgerungen daraus:

4.) Dieses "konstruierte" Mega-Giga-Teleskop hätte damit eine "Fläche" (Brennspiegel) von rd. 300 Mio. km x 300 Mio. km x 3,14/4 = rd. 7 x 10^20 km2 (!), bzw. in Quadratmeter: rd. 7 x 10^26 m2 (!!)

5.) Das Hubble-Teleskop mit seinem 2,4-m-Spiegel hat demgemäß nur 4,5 m2 Größe; und auch die "Zusammenschlüsse" von Erd-Teleskopen kommen da allemal "nur" auf einige km2-Größe - d.h. das (neue) Mega-Giga-All-Teleskop würde dann eine Trillionen-mal-bessere Auflösung/Bilder liefern ???

6.) Oder umgangssprachlich ausgedrückt: Könnte man mit solch einer "wahnsinnig größeren" Auflösung nicht etwa auch "einzelne Kieselsteine an den Stränden von irgendwelchen Exo-Planeten" erkennen können ??

Ich wird hier "ganz irre" - oder "wo" liegt da mein gedanklicher Fehler ??

7.) Und "nochwas" zur Koordination der 7 Weltall-Teleskope: es ist dabei (im Grunde) völlig unerheblich, ob die 7 Teleskope sich unbedingt "alle völlig gleich" bewegen etc. (diese Bewegungsdifferenzen könnte man hier auf der Erde mit Leichtigkeit "umrechnen", und damit ausmerzen).

8.) Und warum eigentlich "7" Teleskope: die Anzahl ist im Grunde - ebenso - irrelevant. Ich dachte mir nur: "positioniert" man 7 Teleskope entlang der eigenen Erdbahn, dann wäre keines davon von unserem Zentralgestirn (Sonne) verdeckt, d.h. ALLE wären "ständig" von der Erde aus erreichbar. Man könnte dann entweder a) alle 7 Teleskope "gemeinsam" für ein Projekt nutzen, oder b) jeweils 3 Teleskope für Beobachtungen am "nördlichen" und am "südlichen" Firmament, und man hätte dann c) mit dem 7. Teleskop entweder "Eines in Reserve" (für Wartung etc.) oder eben (falls "keine Wartung/Ausfall" o.ä. ansteht) 1 weiteres Zusatzteleskop "als Unterstützung" übrig. Auf jeden Fall würden dann aber (sollten nicht 2 Teleskope zugleich ausfallen) eine 24-h-Verfügbarkeit für ständige Nutzung vorhanden sein.

Also: wer kann hier welche Fehler/Ergänzungen/Anmerkungen liefern ?

Und: welcher zahlenbegeisterte User kann hier (zur Größe / zur Auflösung / zur Übertragung in astronomische Verhältnisse) einige schöne Beispielrechnungen zum Besten geben ?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Verwandte Themen

Betreff des ThemasDatum des letzten Beitrages
Teleskope (Spiegel und Fernrohre) für den Hobby/Amateur-GebrauchMontag, 18 März 2019
Plant das CERN einen neuen Teilchenbeschleuniger?Mittwoch, 16 Januar 2019
ART Formel unlogisch? (Abbildung 6.36 aus dem neuen Buch)Sonntag, 08 Dezember 2019

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 15:14 #60645

Hi und willkommen.

CosMos4.0 schrieb: 1.) Man baute einfach (z.B.) 7 große Satelliten-Teleskope (a la Hubble), und schickt sie ins All
2.) Dann positioniert man sie annähernd gleich verteilt auf unserer Erdbahn (um die Sonne)
3.) Und koordiniert man diese 7 All-Teleskope dann, hätten diese "einen Durchmesser" von rd. 300.000.000 Kilometer

Vorzugsweise positioniert man Weltraumteleskope an den 5 Lagrangepunkten bzw in diesem Fall nur an L2-L5, dort bleiben sie ziemlich stabil an einem festen Punkt relativ zur Erde. Die Basis wäre in einer Richtung etwas größer als 2 AE und in der anderen Richtung etwa ²3 AE groß. Diese beiden wären zwar auch je 1 AE von der Erde entfernt, jedoch im Winkel von 120° zueinander.

Die konstante Position ist nicht ganz unwichtig, weil sie sich ggf immer stärker verändern würde.

Wenn ich nicht irre, wird daran längst gearbeitet.

Zur Auflösung muss man dazu sagen, dass zwei kleine Punktteleskope in großer Entfernung zueinander noch nicht die gleiche Auflösung wie ein Teleskop mit einer Riesenfläche bringen. Insbesondere die Helligkeit hängt allein von der Spiegelfläche ab. Aber eine drastische Verbesserung wäre es allemal, allerdings immer nur in Blickrichtung etwa senkrecht zur Basis.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 16:05 #60649

a) bei "nur" 4 Teleskopen (in den 4 Punkten L2-L5) hätte man damit (leider) aber auch "nur" die Möglichkeit, immer nur (wechselweise) in "eine" Hemisphäre zu schauen

b) und wäre mal schön erfahren, ob tatsächlich "längst daran gearbeitet wird" (Wie bekommt man das heraus ? Wie/wo soll man da recherchieren ? Und gibt es da schon "Veröffentlichungen" von ?)

c) und könnte man (jetzt, im Vorfeld) schon irgendwas darüber aussagen, "wie drastisch" die Verbesserung denn wäre ? Von welcher Größenordnung / welchem Faktor reden wir hier ? Etwa "nur" 10fach, 100fach oder 1000fach - oder eher sogar "Milliarden-fach" (was bei meiner "Annahme" von "Trillionenfach" sicher deutlich weniger wäre, aber immerhin ja noch "recht passabel" eigentlich) ?

d) und mit der "Blickrichtung senkrecht zur Basis" gehe ich ebenso konform: nur, ich denke, nicht "nur" senkrecht (also +/- 90°), sondern durchaus deutlich "weiter" also etwa +/- 45° MEHR (d.h. ein Blickfeld von 45° bis 135° müsste durchaus "drin" sein) - und, streng genommen: selbst bei einer Ausrichtung von gerade mal 20° (also 70° Abweichung vom 90°-Lot) würde die von den vier (L2-L5)-positionierten Teleskopen immer noch "eine hyper-gigantische Spiegelfläche" ergeben

e) und mal eine astro-mathematische "Zusatz"-Überlegung: würde man - ausgehend von den Schilderungen zu d) - eine Blickausrichtung von nur mal 1° (also 89° Abweichung vom Lot) wählen, also lägen die vier Teleskope dann annähernd auf einer Ebene (!): WIE sähe denn dann die "Ausbeute" dieser 4 Teleskope aus ? (Denn immerhin lägen diese dann ja weiterhin noch immer recht weit voneinander entfernt) -

und zu d) und e) noch: WIE kann man eine "Ausbeute" von zusammengeführten Teleskopen im Vorfeld (theoretisch) "errechnen" ? Gibt es da eine Formel, einen Link, einen - recherchierbaren - Hinweis etc. dazu ?

Und, über ALLE DEM noch: macht es einen Unterschied, ob man mit "solchen" Teleskopen im sichtbaren Licht, mit Mikrowellen, oder im Radiowellenbereich arbeitet ? Oder "gelten" die Ausführungen/Vorteile/Arbeitsweisen für "alle" Messungen gleich/ähnlich ?

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 16:19 #60653

Möglich wären sehr viele Sachen , und auch nötig da man mit deiner Verteilung vor allem auch Erdbahnkreuzer die aus Richtung Sonne kommen früher Erkennen kann .

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 16:29 #60654

aber wenn dies schon als "nötig" angesehen wird: WER kann denn dann mal WEM auf "das Nötige" hinweisen & einen "Tipp" geben ? ("wenigstens", um denen mal einen Ansatz für - künftige - Überlegungen zu liefern)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 16:53 #60655

CosMos4.0 schrieb: a) bei "nur" 4 Teleskopen (in den 4 Punkten L2-L5) hätte man damit (leider) aber auch "nur" die Möglichkeit, immer nur (wechselweise) in "eine" Hemisphäre zu schauen

Du kannst an jedem Punkt quasi beliebig viele Teleskope in alle Richtungen schauen lassen, Ein Abweichung von ein paar tausend Kilometern vom Puinkt ist noch nicht gravierend.

CosMos4.0 schrieb: c) und könnte man (jetzt, im Vorfeld) schon irgendwas darüber aussagen, "wie drastisch" die Verbesserung denn wäre ? Von welcher Größenordnung / welchem Faktor reden wir hier ? Etwa "nur" 10fach, 100fach oder 1000fach - oder eher sogar "Milliarden-fach" (was bei meiner "Annahme" von "Trillionenfach" sicher deutlich weniger wäre, aber immerhin ja noch "recht passabel" eigentlich) ?

Die Richtungsgenauigkeit von Signalen dürfte um den Faktor der Basis steigen. Allerdings wird man kaum schwächere Signale empfangen können, da dies von der tatsächlichen Empfangsfläche abhängt. Leerraum dazwischen zähtl da nicht mit.

CosMos4.0 schrieb: Und, über ALLE DEM noch: macht es einen Unterschied, ob man mit "solchen" Teleskopen im sichtbaren Licht, mit Mikrowellen, oder im Radiowellenbereich arbeitet ? Oder "gelten" die Ausführungen/Vorteile/Arbeitsweisen für "alle" Messungen gleich/ähnlich ?

Klar gilt dies für alle Wellen, sogar Gravitationswellen, mit den entsprechenden Empfängern. Achja, dies ist wohl das was ich mit den Arbeiten meinte, LISA.
de.wikipedia.org/wiki/Laser_Interferometer_Space_Antenna
Für Lichtteleskope ist es wohl bisher nur ein Wunschtraum.

Bezüglich Asteroidenabwehr:
Die ESA will 2019 auf Sizilien ein ganz neues Teleskop aufbauen, das innerhalb von drei bis vier Nächten den Himmel absuchen kann. Damit das in einer Nacht geht, würden noch drei bis vier solcher Teleskope gebraucht. Die Kosten schätzt ESA-Experte Detlef Koschny auf 10 bis 15 Millionen Euro pro Stück - "deutlich weniger als für eine Raumfahrtmission".
Folgende Benutzer bedankten sich: CosMos4.0

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 17:26 #60657

Achja hier eine Aussage zum Stand der Dinge:

wiki:
.... aber zukünftige Teleskope sollen zunehmend an den Lagrange-Punkte der Erdumlaufbahn positioniert werden. Bereits heute befindet sich SOHO am inneren Lagrangepunkt L1, von dem aus die Sonne ununterbrochen beobachtet werden kann. Die Sonde zur Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung WMAP kreiste um den äußeren Lagrangepunkt L2, an dem die gleichzeitige Abschirmung störender Strahlung von Erde und Sonne einfacher ist.
... Auch das James-Webb-Weltraumteleskop ist für L2 vorgesehen.
....Das James-Webb-Weltraumteleskop ... ist ein Weltraumteleskop als Gemeinschaftsprojekt der Weltraumagenturen NASA, ESA und CSA, das 2021 gestartet werden soll.

Laser Interferometre Space Antenna (Lisa) Pathfinder heißt die Sonde, die die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) im Dezember 2015 ins All geschossen hat. Sie soll die Technik für die künftige Forschungsmission Elisa erproben.
Lisa befindet sich am Lagrange-Punkt 1
Der Lisa Pathfinder erreichte Ende Januar [2016] seinen Orbit am Lagrange-Punkt 1, etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, und ist seit dem 1. März im Einsatz.

Da ist also noch nicht viel geschehen, aber immerhin.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 22:21 #60661

Man könnte Radioteleskope und gepaart mit Sensoren für weitere Frequenzbereiche entlang der Erdbahn positionieren und bekäme ein fast überirdisches Auflösungsvermögen.
Damit könnte man vielen Galaxien ins Herz schauen.
Aber bitte wer soll das bezahlen?

So schnell, wie erhofft, geht es nicht. Die Wissenschaft schreitet langsam voran, dafür aber stetig.

Thomas

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 09 11. 2019 23:29 #60666

Thomas schrieb: fast überirdisches Auflösungsvermögen.

Soweit ich mir das zusammenreimen kann, ergibt sich nur eine gute Richtungsauflösung (Schärfe), aber schwache, dunkle Quellen bleiben genauso schwach und unsichtbar. Naja mit der Schärfe kann man ein Überleuchten auf kleinere Abstände verringern..

Das Problem bei großen Abständen ist wohl auch eine Versorgung und Reparatur, da sind eben die Lagrangepunkte günstig, weil kaum Treibstoff für Korrekturen anfällt.

Außerhalb von Lagrangepunkten könnten die Teleskope auch auf Nichterdbahnen genausogut platziert werden. Ob sich da die Positionsbestimmung erschwert, glaube ich eher nicht, denn die Position muss so oder so gut bestimmt werden, egal ob die voraus berechnete Bahn so oder so verläuft. Dieser Aufwand wäre nur bei den Lagrangepunkten auf ein überschaubares Minimum wesentlich zu reduzieren.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 11:29 #60674

Aber "warum" sollen denn die Lagrangepunkte denn "so" wichtig sein ? Denkbar wäre doch auch folgende (praktikable) Lösung:

Man schickt (hier: vereinfachend) mal 3 neue Satelliten (Teleskope) ins All, und LÄSST diese dann "irgendwo" im All. Wichtig ist nur, DASS die 3 Teleskope untereinander (annähernd) die gleichen Positionen innehaben (und entsprechende Mini-Korrekturen "untereinander" ausmachen, BIS sie eben "stabil" sind). DANN funktionieren die 3 Teleskope "als 1 Groß-Teleskop" und können arbeiten/forschen.

Von der Erde aus gesehen hat dieser "3-Teleskope-Komplex" dann "1 bestimmte Position" (die man kennt), und man könnte dann die Teleskop-Ergebnisse abgreifen, und (natürlich) auch Steuerungen etc. von der Erde aus vornehmen. Heißt also: das sind UND bleiben nach wie vor "Werkzeuge der Erde".

Dabei dürfte völlig unerheblich sein, dass sich die Position der Erde von der Position der Teleskope entfernt (divergiert); WICHTIG ist doch eigentlich nur, DASS wir dies (er)kennen und (nach)messen UND uns "darauf einstellen" können - alles Weitere ist doch "nur Beherrschung der Bedienung dieser Werkzeuge". Klar, die (wechselnde) Entfernung kann (z.B.) durchaus erst 0,3 AE, dann 2 AE, dann 3 AE, dann wieder 2,2 AE und dann wieder 1,4 AE usw. usw. werden - aber "macht das was" ?? Wenn wir die Bahn(en) kennen, dürfte das doch kein Problem darstellen (außer der notwendigen Rechenleistung natürlich).

Und wenn dann "das Ganze" so abläuft, dass sowohl unsere Erde (auf "ihrer" Erdbahn) eine vergleichbare Umlaufbahn um die Sonne innehat, wie es dies das 3-Teleskope-Konstrukt seinerseits dann (wie auch immer geartet) ebenso tut, dann wäre das doch so, als wenn wir einen (beliebigen) Asteroiden (auf seiner ebenso beliebigen Umlaufbahn um die Sonne) "beobachten" (=folgen) würden, nur mit dem (entscheidenden, und gewünschten) Aspekt, dass wir dann "diesen Asteroiden (eben die 3 Teleskope) sogar steuern / beeinflussen / bearbeiten / "uns unterwerfen" können - also "völlig gleichgültig" WO sich die nun befinden.

Und nachdem "dies" erklärt / verstanden / behoben / etc. ist, dann könnte man auch Überlegungen anstellen zu a) "mehr als 3 Satelliten" oder auch b) "mehr als nur ein einziger 3-Teleskop-Komplex" usw. usw., oder ?

Ich teile die o.g. Einschätzung, dass dies wirklich eine "überirdische Auflösung" liefern WIRD !!

Und bitte: NICHT hier mit "Kosten etc." kommen !! (wir überlegen hier nur eine theoretische Machbarkeit, und nicht eine Finanzierung oder einen Dollar-Sammelaufruf dafür ! Es geht hier also um einen hypothetischen "Aufbruch ins ferne All" - OB und WIE der sich mal in die Tat umsetzt, wäre erst DANN eine Überlegung wert, wenn die theoretischen Überlegungen zu einem - widerspruchsfreien - Ergebnis gekommen SIND !)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 11:59 #60679

CosMos4.0 schrieb: Aber "warum" sollen denn die Lagrangepunkte denn "so" wichtig sein ? Denkbar wäre doch auch folgende (praktikable) Lösung:

Man schickt (hier: vereinfachend) mal 3 neue Satelliten (Teleskope) ins All, und LÄSST diese dann "irgendwo" im All. Wichtig ist nur, DASS die 3 Teleskope untereinander (annähernd) die gleichen Positionen innehaben (und entsprechende Mini-Korrekturen "untereinander" ausmachen, BIS sie eben "stabil" sind).

Das erreichst Du am besten in den Lagrangepunkten, auf einer gemeinsamen Umlaufbahn geht es zwar auch. Aber im Grunde ist es nicht wichtig. Man kann bei jedem Blick durchs Teleskop die Positionen berechnen und berücksichtigen.

Wichtig ist, dass die Teleskope nicht abhauen, also zu weit wegfliegen zB elliptische Bahn. Dafür ist es nötig, den Orbit gut einzuhalten. Das geht am Lagrangepunkt am leichtesten und spritsparensten, nebst den anderen Vorteilen eben. Sprit ist eine wichtige Frage, weil dies zu Versorgungsproblemen führt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 13:50 #60684

Das leistungsfähigste Teleskop würde man erreichen, wenn man die Sonne als Gravitationslinse verwendet. Dazu müsste man allerdings zeimlich weit raus, bist man den Brennpunkt dieser Linse erreicht. Von dort könnte man dann nur in eine Richtung schauen, bzw. müsste man sich auf einer zeimlich großen Kugeloberfläche bewegen um die Richtung zu ändern.

Ich habe mal gelesen, damit könnte man menschengroße Objekte in Entfernung von Lichtjahren erkennen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 14:01 #60687

CosMos4.0 schrieb: Und bitte: NICHT hier mit "Kosten etc." kommen !! (wir überlegen hier nur eine theoretische Machbarkeit, und nicht eine Finanzierung oder einen Dollar-Sammelaufruf dafür ! Es geht hier also um einen hypothetischen "Aufbruch ins ferne All" - OB und WIE der sich mal in die Tat umsetzt, wäre erst DANN eine Überlegung wert, wenn die theoretischen Überlegungen zu einem - widerspruchsfreien - Ergebnis gekommen SIND !)

Ist es nicht sinnvoller, sich unter fast gleichwertigen Lösungen die günstigste=billigste zu suchen? Wie gesagt sind das ja auch praktische Erwägungen hinsichtlich der Steuerung (Positionskorrekturen) der Teleskope. Die Lagrangepunkte bieten da eben nur Vorteile und keine Nachteile, von der Anzahl der möglichen Positionen mal abgesehen.

Was aber auch interessant wäre, das wären natürlich 1 oder 2 Teleskope außerhalb der Bahnebene. Das wird dann so ähnlich wie das GPS nur eben mit der Sonne in der Mitte und der exzentrischen Erde. Aber die Erde spielt ja für die Teleskope und deren Zusammenschluss gar keine Rolle.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 18:22 #60698

zu #60684 (Manfred S):

Dieser Post klingt gut. Weitaus BESSER würde er klingen, wenn man (dazu) auch gleich detailliertere Infos mit angeboten bekäme, nämlich zu

a) Kurz-Übersicht-Darstellung der Funktionsweise des "Sonne-als-GravLinse-Teleskops" (z.B. auch anhand links o.ä.)

b) "wie weit" denn da "ziemlich weit raus" sein müsste (entweder Zahlenwert, oder Berechnungsweg/Formel)

c) und "hab mal gelesen" bringt ohne Quellenangabe leider nicht mehr Info als z.B. "müsste eigentlich so sein..."

Also: bitte FAKTEN bringen (oder, falls nur "Meinungen/Thesen" gemeint sind, diese dann wenigstens "herleitbar" darstellen - sonst kann einem keine Überzeugung gelingen !)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 18:55 #60702

zu #60687 (ra-raisch)

Da bin ich wohl falsch verstanden worden:

Ist es nicht sinnvoller, sich unter fast gleichwertigen Lösungen die günstigste=billigste zu suchen?


Richtig, günstigste=billigste=irgendwie auch dann die beste, ABER: "vorher" weiß man ja noch nicht, "was bei Theorien herauskommt", daher muss man (in der theoretischen Phase, wo ja "es noch nichts kostet") erstmal die Theorie(n) "bis zum Punkt einer geeigneten Schlußfolgerung" auch durchdenken (können). Und ERST DANN wählt man anhand der o.g. Prämisse dann evtl. aus.

Die Lagrangepunkte bieten da eben nur Vorteile und keine Nachteile, von der Anzahl der möglichen Positionen mal abgesehen.


Sehe ich (im Ansatz, noch im theoretischen Vorab-Studium) anders: Die Vorteile sind m.E. "nur" die energiesparende Position. Der (wesentliche) Nachteil aber eben IST, dass es NUR diese wenigen L-Punkte auch GIBT, d.h. alle anderen kosmischen Positionen würden dann ALLE "wegfallen" ! Ein Unding ! Hieße also, die Vielfalt ALLER denkbaren Positionen allein wegen gerade mal 2,3 4, oder 5 Positionen aufgeben ?

Ich meinte bei meinem Post eher: quasi "jegliche" Position des 3-Teleskopen-Konstrukts wäre "egal" - und dann "lassen" wir dieses 3-Teleskopen-Konstrukt doch einfach (weitgehend) "sich selbst überlassen" (zumindest was die Positionierung und die Positions-Beibehaltung betrifft) ! Also OHNE energieaufwändige Korrekturen; Hauptsache die "Einheit" dieser 3 Satelliten wäre "für sich selber" stabil bzw. konstant (mit evtl. Mini-Korrekturen, BIS eben eine solche Stabilität hergestellt worden IST). Und dann "schwebt" eben dieses 3-Teile-Konstrukt "herum" - WICHTIG ist (für uns auf der Erde) dann doch nur, dieses (dann aber ja zumindest "konstante") "Herum-Schweben" zu messen und sich DARAUF einzustellen !
(PS: und natürlich wichtig: dieses "Herum-Schweben" darf sich nicht zu einem "kontinuierlichen Entweichen" entwickeln)

Der Nachteil "solcher" Positionen im All ist freilich: (leider) keine festen konstanten Positionen im All (wie bei Geo-stationären Satelliten ja so beliebt), klar. Aber macht das wirklich was aus ? Unser sich-drauf-einstellen auf der Erde würde doch "nur" Rechenarbeit bedeuten, und insofern keine (neuen) Probleme liefern.

Vielleicht mal ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Person 1 möchte gern eine Kamera-Drohne in die Luft schicken (für tolle Aufnahmen, z.B. von Objekt A). Leider hat aber Person 2 die Kontrolle über die Flugbahn dieser Drohne; dafür hat aber Person 1 weiterhin die Kontrolle über die Kamera dieser Drohne. Wenn nun also Person 1 feststellt, dass die Flugbahn zwar irrig, dafür aber wenigstens konstant/stabil ist, dann kann sich Person 1 doch darauf einstellen, die Flugbahn von Person 2 seinerseits berechnen, und diese Erkenntnis dann für die Kamera-Ausrichtung "so" berücksichtigen, dass Objekt A weiterhin einwandfrei im Visier der Kamera ist.
Folgerung: Person 1 hat "die Macht" über die Drohne, und muss sich halt nur den Gegebenheiten (nicht mal: "Widrigkeiten") der Flugbahn von Person 2 anpassen, mehr nicht.

Und "übertragen" bedeutet dies: die Position eines "3-Teleskopen-Konstrukts" wäre nur mal zweitrangig, solange man eben nur die Position (und das sonstige Verhalten) dieses Konstrukts KENNT.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 19:14 #60704

Das habe ich ja auch ausgeführt, dass die sich ändernden Positionen eigentlich keine große Rolle spielen, selbst wenn sich die Abstände der einzelnen Teleskope zueinander verändern.

Allerdings sind die Lagrangepunkte L2 bis L5 recht optimal angeordnet, noch zwei weitere und man erhält nahezu ein regelmäßiges Sechseck. Mehr als 3 Teleskope bringen nicht allzuviel, vier bis sechs wäre schon optimal.

Wenn man eine flächige oder gar räumliche Konstellation mehrerer Teleskope auf eine Umlaufbahn bringen will, geht das nur in einer linearen Anordnung. Und jede andere Flugrichtung führt nach draußen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 19:22 #60705

CosMos4.0 schrieb: zu #60684 (Manfred S):

Dieser Post klingt gut. Weitaus BESSER würde er klingen, wenn man (dazu) auch gleich detailliertere Infos mit angeboten bekäme, nämlich zu
...
Also: bitte FAKTEN bringen (oder, falls nur "Meinungen/Thesen" gemeint sind, diese dann wenigstens "herleitbar" darstellen - sonst kann einem keine Überzeugung gelingen !)

Tut mir Leid, aber ich habe halt nur das dargestellt., was ich zur Zeit im Kopf habe. Leider ist da nur diese Idee, die ich vor langem mal gelesen habe und keine Berechnungsformeln und Quellen. Ich wollte auch niemanden überzeugen, da die Realisierung eines solchen Teleskops ausserhalb meiner Lebenszeit ist und wahrscheinlich auch ausserhalb der Zeit aller Teilnehmer hier. In 150 Jahen (vielleicht 100 - wenn man jetzt viel Geld reinsteckt auch in 50 Jahren) könnte ich es mir aber vorstellen.

Wie es funktioniert? Alle Brennpunkte der Sonnengravitionslinse liegen auf einer Kugeloberfläche.Die Entfernung kann man bestimmen indem man die Brechung berechnet, die sich aus der Gravitation ergibt. Das lasse ich mal als einfache Übungsaufgabe. cool) Die Entfernung ist sicher weiter als Voyager jetzt ist - vielleicht Lichttage oder -Wochen. Will man das Planetensystems eines Sterns beobachten, platziert man auf der entgegengesetzten Seite der Sonne ein Teleskop auf dieser Kugelfläche und kann dann die Außerirdischen beim Einkaufen beobachten.

Die Details kann man sicher googeln. Wenn hier immer gleich komplette Lösungen präsentiert würden, wäre es doch langweilig.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 21:10 #60709

Hi
ra-raisch schrieb: [
Soweit ich mir das zusammenreimen kann, ergibt sich nur eine gute Richtungsauflösung (Schärfe), aber schwache, dunkle Quellen bleiben genauso schwach und unsichtbar.

guter Punkt

da(gegen) gibt es dieses Projekt:
www.jpl.nasa.gov/news/news.php?feature=7420

vg

Mein Beitrag zur Rebellion gegen bestehende Verhältnisse? Ich gehe ständig zu spät zum Frühsör!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Mein Beitrag zur Rebellion gegen bestehende Verhältnisse? Ich gehe ständig zu spät zum Frühsör!

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 21:11 #60710

CosMos4.0 schrieb:
5.) Das Hubble-Teleskop mit seinem 2,4-m-Spiegel hat demgemäß nur 4,5 m2 Größe; und auch die "Zusammenschlüsse" von Erd-Teleskopen kommen da allemal "nur" auf einige km2-Größe - d.h. das (neue) Mega-Giga-All-Teleskop würde dann eine Trillionen-mal-bessere Auflösung/Bilder liefern ???

Wenn man sich die Zahl Trillionen einmal bildhaft vorstellen möchte.
Eins verhält sich zu einer Trillion, wie 1Millimeter zu 1 Billion Kilometer ( also etwa einen Lichtmonat)
So einen Unterschied im Auflösungsvermögen ist für mich außerhalb der Realität.
Man würde dann wohl Lebewesen auf einem Planeten in einem anderen Sternensystem deutlich wahrnehmen können.

Ich denke, ab einem gewissen Wert der Vergrößerung macht die Physik einen Strich durch die Rechnung, wie bei Mikroskopen auch.
Auch die Wellenlänge des Lichtes setzt Grenzen in der maximalen Auflösung.
www.spektrum.de/lexikon/physik/aufloesungsvermoegen/961



Mal eine Perspektive für den Bau von Teleskopen in absehbarer, aber nicht baldiger Zukunft:
www.wissenschaft.de/allgemein/superteleskope-fuer-uebermorgen/

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 21:59 #60713

Manfred S schrieb: Sonnengravitionslinse

Mit Linsen kenne ich mich wenig aus, aber wichtig ist wohl das Eikonal, das den kürzesten Weg zwischen zwei durch optische Medien getrennten Punkten beschreibt. Bei einer Gravitationslinse lautet der Ablenkwinkel (Einsteinwinkel) nach der Eikonalgleichung:
α = atan.(2rs/b) = ~2rs/b
rs der Sonne ist 1960 m und der Stoßwinkel b entspricht zumindest dem Radius der Sonne also 6,957000e+8 m also
αsol = 0,0000056346 rad = 0,00000354 "
Der Radius für den Brennpunkt ergibt sch dann wohl aus
d = b/tan.α also
rbrenn = b²/2rs = 123 Tm = 4,75 Lichttage = 0.004 pc

...wenn ich nicht irre.
Folgende Benutzer bedankten sich: Manfred S

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 22:39 #60716

oh.....


wiki:
Der Brennpunkt des Linseneffektes der Sonne liegt in einer Entfernung von etwa 82,5 Milliarden Kilometern bzw. rund 550 Astronomischen Einheiten und würde eine Vergrößerung um einen Faktor von ungefähr 100 Millionen erbringen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 22:52 #60718

ra-raisch schrieb: rbrenn = b²/2rs = 123 Tm = 4,75 Lichttage = 0.004 pc

...wenn ich nicht irre.

Hallo ra-raisch
Ich habe das mal auf einen anderem Weg abgeschätzt. Aus dem Bericht der Eddington Expedition 1919 habe ich entnommen, dass für die Lichtablenkung ein 2000tel Grad gemessen wurde. Man kann leicht sehen, dass dieser Ablenkungswinkel auch der Winkel ist unter dem der Sonnenradius vom Brennpunkt aus gesehen wird. Wenn der Radius des Brennpunktabstandes R ist, verhält sich der Gesamt-Kreis zum Sonnenradius RS wie 360Grad zu 1/2000GRad. Also 2Pi*R/RS = 360/(1/2000).

Damit erhalte ich mit Hilfe eines Längenumrechnungsprogramm für Lichttage und Deinem Sonnenradius eine Entfernung von ca 3,3 Lichttagen.

Ich finde, damit sind wir im Rahmen unserer Schätzgenauigkeit zu einem vergleichbaren Ergebnis gekommen. Herzlichen Glückwunsch.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 23:19 #60721

ra-raisch schrieb: oh.....


wiki:
Der Brennpunkt des Linseneffektes der Sonne liegt in einer Entfernung von etwa 82,5 Milliarden Kilometern bzw. rund 550 Astronomischen Einheiten und würde eine Vergrößerung um einen Faktor von ungefähr 100 Millionen erbringen.

Und nicht zu vergessen die Lichtstärke. Wenn wir einen Umfang der Sonne von rund 109m annehmen und nur das Licht von innerhalb 1000km vom Rand hinzuziehen, ergibt das eine Öffnungs-Fläche/Apertur von einer Millliarde Quadratkilometer.

Edit: Mit unseren Entfernungsabschätzungen lagen wir im Vergleich zu wiki sehr gut. Mein Längenumrechner sagt, das sind 3,2 Lichttage.:) :) :)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 23:44 #60726

Manfred S schrieb: Und nicht zu vergessen die Lichtstärke. Wenn wir einen Umfang der Sonne von rund 109m annehmen und nur das Licht von innerhalb 1000km vom Rand hinzuziehen, ergibt das eine Öffnungs-Fläche/Apertur von einer Millliarde Quadratkilometer.

Das dürfte aber falsch sein, weil ja dabei die komplette Linse gerechnet wird, wir haben aber nur den Rand der Linse, der Innenraum ist ja durch die Sonnenscheibe abgedeckt.

Das ist bei Gravitationslinsen durch Galaxien oder DM anders, die sind weitgehend durchsichtig.

Manfred S schrieb: Wenn der Radius des Brennpunktabstandes R ist, verhält sich der Gesamt-Kreis zum Sonnenradius RS wie 360Grad zu 1/2000GRad. Also 2Pi*R/RS = 360/(1/2000).

Ich frage mich dennoch, was an meiner Rechnung falsch ist....den Umfang braucht man ja normal wohl nicht.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 10 11. 2019 23:57 #60727

ra-raisch schrieb:

Manfred S schrieb: Und nicht zu vergessen die Lichtstärke. Wenn wir einen Umfang der Sonne von rund 109m annehmen und nur das Licht von innerhalb 1000km vom Rand hinzuziehen, ergibt das eine Öffnungs-Fläche/Apertur von einer Millliarde Quadratkilometer.

Das dürfte aber falsch sein, weil ja dabei die komplette Linse gerechnet wird, wir haben aber nur den Rand der Linse, der Innenraum ist ja durch die Sonnenscheibe abgedeckt.

Das ist bei Gravitationslinsen durch Galaxien oder DM anders, die sind weitgehend durchsichtig.

ich habe nur den Rand ausserhalb der Sonne gerechnet mit 1000Km.
Umfang (109m) mal Rand (106m) sind eine Fläche von 1015m2. geteilt durch Quadratkilometer (106m2) ergibt 109km2.

Wie groß der Rand sein wird, können wir kaum abschätzen. Aber das ist letztendlich egal, selbst ein Quadratkilometer wäre als Apertur schon gigantisch.
Folgende Benutzer bedankten sich: ra-raisch

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Letzte Änderung: von Manfred S. Begründung: klammer zu + ausserhalb (Notfallmeldung) an den Administrator

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 11 11. 2019 00:07 #60730

ra-raisch schrieb: Ich frage mich dennoch, was an meiner Rechnung falsch ist....den Umfang braucht man ja normal wohl nicht.

Machst Du Dir etwa Gedanken wegen des Unterschieds von 4,75 zu 3,2 Lichttagen?

Ich finde, das ist bei solchen Rechnungen ganz normal, wenn in der Astronomie mit unterschiedlichen Ansätzen gearbeitet wird. Normalerweise ist man schon froh, wenn die Größenordnung übereinstimmt.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 11 11. 2019 00:30 #60732

Manfred S schrieb:

ra-raisch schrieb: Ich frage mich dennoch, was an meiner Rechnung falsch ist....den Umfang braucht man ja normal wohl nicht.

Machst Du Dir etwa Gedanken wegen des Unterschieds von 4,75 zu 3,2 Lichttagen?

Ich finde, das ist bei solchen Rechnungen ganz normal, wenn in der Astronomie mit unterschiedlichen Ansätzen gearbeitet wird. Normalerweise ist man schon froh, wenn die Größenordnung übereinstimmt.

Das war ja kein Ansatz sondern Einstein und Geometrie, daher denke ich, ich habe einen Fehler reingebracht.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 11 11. 2019 10:51 #60742

ra-raisch schrieb: Das war ja kein Ansatz sondern Einstein und Geometrie, daher denke ich, ich habe einen Fehler reingebracht.

Ich fand das war ein Volltreffer. Vielleicht ist ja auch wiki falsch.

Ein anderer Gedanke treibt mich um. Das Gebiet der Brennebene müßte für künftige Raumfahrer sehr gefährlich sein. Vielleicht mach ich dazu einen neuen threat, denn hier würde es zu weit führen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 11 11. 2019 14:05 #60751

Manfred S schrieb:

ra-raisch schrieb: Das war ja kein Ansatz sondern Einstein und Geometrie, daher denke ich, ich habe einen Fehler reingebracht.

Ich fand das war ein Volltreffer. Vielleicht ist ja auch wiki falsch.

Ein anderer Gedanke treibt mich um. Das Gebiet der Brennebene müßte für künftige Raumfahrer sehr gefährlich sein. Vielleicht mach ich dazu einen neuen threat, denn hier würde es zu weit führen.

Ich meine meine Abweichung von Deinem Ergebnis, das sind ja dieselben Ausgangszahlen
Ich muss nochmal rechnen vielleicht hatte ich ja einen Tippfehler.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Bau von "neuen" Fernrohren/Teleskope (?) 11 11. 2019 14:14 #60752

ra-raisch schrieb: Ich meine meine Abweichung von Deinem Ergebnis, das sind ja dieselben Ausgangszahlen
Ich muss nochmal rechnen vielleicht hatte ich ja einen Tippfehler.

Aber ich hatte ein reales Messergebnis und du hattest nur Theorie.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Powered by Kunena Forum