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THEMA: Lasertechnik

Lasertechnik 26 Nov 2019 00:11 #61529

Hallo ihr Wissenden,
kann mir einer von euch flackernden Leuchten erklären, warum ein Laser beim Sniper nur auf dem Herzen des Opfers zu sehen ist und nur bei 90° - Ansicht, eine Laserwaage zum Wandbohren, eine rote Linie an die Wand wirft, ein Pointer in der Astronomie Lichtjahre entfernte Sterne - auch von der Seite erkennbare Laserstrahlen - produziert und ein anderer Laser im Labor, Atome in gleicher Frequenz schwingen lässt und/oder sie auf wenige Kelvin runter kühlen kann.
Was ist die Gemeinsamkeit, daß mit unterschiedlicher Intensität und Energiediche das möglich ist?
Danke im Voraus für die schlagende Antwort.
LG Christian

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Lasertechnik 26 Nov 2019 00:39 #61530

vulpescu schrieb: Hallo ihr Wissenden,
kann mir einer von euch flackernden Leuchten erklären, warum ein Laser beim Sniper nur auf dem Herzen des Opfers zu sehen ist und nur bei 90° - Ansicht, eine Laserwaage zum Wandbohren, eine rote Linie an die Wand wirft, ein Pointer in der Astronomie Lichtjahre entfernte Sterne - auch von der Seite erkennbare Laserstrahlen - produziert und ein anderer Laser im Labor, Atome in gleicher Frequenz schwingen lässt und/oder sie auf wenige Kelvin runter kühlen kann.

Liest Du zuviel SciFi oder gibt es sowas im Baumarkt? In der Astronomie gibt es sowas nicht und beim Sniper wohl auch nicht.

1) wiki: Der Laseraufsatz bezeichnet eine auf eine Schusswaffe montierbare Zielhilfe, die aktiv einen Laserstrahl parallel zum Lauf der Waffe ausstrahlt. Der Laserstrahl wird als roter oder bei neueren Modellen als grüner Punkt dort sichtbar, wo der Strahl auftrifft.

2) Bereits bis zum Mond und zurück kann man den reflektierten Laser nicht mehr sehen sondern nur mit großen Teleskopen detektieren.
Von hundert Billiarden zum Mond ausgesendeten Lichtteilchen kommt nur eines wieder zurück, der Rest wird auf Hin- und Rückweg zu stark gestreut.

3) Der Linienlaser PLL 360 ist selbstnivellierende, wenn Du das meinst, das macht aber nicht der Laser.

4) Die Kühlung funktioniert "anders" als Du vielleicht meinst, auch hier wird der Laser lediglich benützt und kühlt nicht per se.
wiki: Mit Laserkühlung werden Verfahren bezeichnet, mit denen Gas oder Atomstrahlen durch Bestrahlung mit Laserlicht gekühlt werden. Dabei wird ausgenutzt, dass durch Licht ein Impuls übertragen werden kann.
Bestrahlt man nun Atome mit einem Laser, dann kann jedes einzelne Atom nacheinander eine sehr große Zahl von Photonen streuen. Dabei geht der Rückstoß bei der Absorption immer in dieselbe Richtung und hat daher im Mittel über viele Photonenstreuungen einen großen Effekt, während der bei der Emission auftretende Rückstoß immer in eine andere Richtung geht und sich über die Zeit aufhebt. Durch Ausnutzung des Dopplereffekts kann man erreichen, dass Atome, die mit Laserlicht aus allen Richtungen bestrahlt werden, hauptsächlich Photonen aus dem Strahl absorbieren, auf den sie sich zubewegen. Die resultierende Kraft ist der Bewegungsrichtung der Atome entgegengesetzt und bremst sie dadurch ab. Die mittlere Geschwindigkeit nimmt mit der Zeit ab, das Gas wird kälter.


... ich hätte es so formuliert, dass der Effekt bei einer Frontalbestrahlung größer ist als bei einer Heckbestrahlung (Dopplereffekt ist Rot- bzw Blauverschiebung je nach Bewegungsrichtung). Daraus ergibt sich der per Saldo bremsende und somit kühlende Effekt.
Für das "hauptsächlich" im wiki-Artikel sehe ich keinen Grund, könnte aber durch geschickte Frequenzwahl (E=h·f) erzielt werden, denn eine Absorption benötigt ja bestimmte Energiequanten, und fronalt ist die Energie höher als gleichgerichtet. Ob nur der erste Effekt oder beide Effekte zunutze gemacht werden, weiß ich nicht.

Wie ich gerade bei wiki lese, gibt es da noch erheblich ausgefeiltere Kühlmethoden
de.wikipedia.org/wiki/Laserk%C3%BChlung
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Lasertechnik 26 Nov 2019 06:33 #61534

Vielen Dank für die detaillierte Antwort.
Es gibt in der Astronomie aber wirklich einen Handlaser, mit dem man Sterne pointen kann. Den Strahl sieht man auch von der Seite. Genau so wie die Laser von großen Teleskopen, die das Seeng ( die atmosphärischen Turbulenzen) ausgleichen.

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Lasertechnik 26 Nov 2019 10:22 #61538

vulpescu schrieb: Vielen Dank für die detaillierte Antwort.
Es gibt in der Astronomie aber wirklich einen Handlaser, mit dem man Sterne pointen kann. Den Strahl sieht man auch von der Seite. Genau so wie die Laser von großen Teleskopen, die das Seeng ( die atmosphärischen Turbulenzen) ausgleichen.

Wenn man ihn "von der Seite sieht", dann hat er eine hohe Streuung in der Atmosphäre, ohne Atmosphäre geht das natürlich nicht. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass es um einen Laserpointer in einem Planetarium geht. Hast Du einen Link?

Meinst Du sowas?
Wenn Sie auf der Suche nach einem astronomischer Laserpointer mit hohe Reichweite, empfehlen wir dieses Modell. Allgemein Geringer Leistung ist nicht gut für die Sichtbarkeit, aber ultra starker Laser können die Augen schädigen, so 30mW ist vor allem für die Astronomie empfohlen.

dann bitte weiter lesen
30 mW Leistung ist sicher in der Anwendung, großer Reichweite bis zum Himmel, gute für Astronomen

Zum "Markieren" von Sternen genügt es natürlich, diese innerhalb der Atmosphäte zu markieren,.

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Lasertechnik 28 Nov 2019 06:00 #61613

Ja. Das meinte ich. Wo du es so sagst, macht es Sinn, dass die Atmosphäre den Strahl reflektiert und nicht der Stern.
Trotzdem die Frage: Warum kann ich so einen Laser von der Seite sehen und einen Sniper-Laser nicht. Da sehe ich nur den Punkt auf dem Ziel.

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Lasertechnik 28 Nov 2019 10:52 #61615

Den würdest Du auch sehen, wenn er stärker wäre und man ihn in die Wolken richtet oder wenn Nebel herrscht.
Der Weg in die Wolken ist auch länger und perspektivisch komprimiert, da sieht wenig nach mehr aus.
Ob die Farbe eine wesentliche Rolle spielt, kann ich nicht sagen.

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