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THEMA: Urknall-Hypothese Quantenfluktuationen - Materie/Antimaterie-Verteilung?

Urknall-Hypothese Quantenfluktuationen - Materie/Antimaterie-Verteilung? 03 Dez 2019 21:52 #61879

Hallo zusammen

Ich bin Neuling hier und bin erst vor kurzem auf das Video "Urknall-Hypothese" gestossen. Physikalische Gesetze als "unbewegter Beweger" am Ursprung unseres Universums. Ein stationäres "Nichts" mit Quantenfluktuationen liefert nach beliebig langem Würfeln einen geeigneten Startpunkt für unser Universum. Für mich eine sehr elegante Hypothese, jedenfalls viel befriedigender als ein Versuch alles aus einem absoluten Nichts heraus erklären zu wollen. Was aus meiner Sicht fehlt, ist eine überzeugende Erklärung für den winzigen Ueberschuss an Materie.

Frage eines Laien: Müsste vor Beginn der Inflationsphase, das "Etwas", das das beginnende Universums ausmacht, aufgrund seiner extremen Kompaktheit nicht einen Ereignishorizont gehabt haben? Analog zur Hawking-Strahlung (zumindest soweit ich das verstanden habe) könnte ein solcher Ereignishorizont den geringen Ueberschuss an Materie erklären. Ein auf dem Horizont entstehendes Materie/Antimaterie-Elementarteilchenpaar wird getrennt. Eines der Teilchen fällt in das beginnende Universium, das andere bleibt im "Nichts" zurück. Auch hier könnte der berühmte Monkey uns helfen, das beobachtete Verhältnis zu finden.

Was meinen die Fachleute dazu?

Mit Dank zum Voraus für eine Antwort!
August Kälin

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Urknall-Hypothese Quantenfluktuationen - Materie/Antimaterie-Verteilung? 03 Dez 2019 22:18 #61881

ANKaelin schrieb: Was aus meiner Sicht fehlt, ist eine überzeugende Erklärung für den winzigen Ueberschuss an Materie.

Daran wird heiß gearbeitet, Du wirst hier auch mehrere Threads oder Posts dazu finden, ich habe gestern abend erst meine Zusammenfassung dazu gepostet, also die einzige mir logisch erscheinende Erklärung.
www.uwudl.de/forum/aktuell/naturwissensc...erstanden.html#61827

ANKaelin schrieb: Frage eines Laien: Müsste vor Beginn der Inflationsphase, das "Etwas", das das beginnende Universums ausmacht, aufgrund seiner extremen Kompaktheit nicht einen Ereignishorizont gehabt haben?

Es ist so, dass man über die Zeit der Planckära (und davor) eigentlich noch gar nichts sagen kann. Was im Inneren eines SL vorgeht, wissen wir auch nicht wirklich. man extrapoliert eben die im Außenbereich gültigen Formeln, aber man kann es ja nicht prüfen und nachmessen. Was auch immer die Expansion und vor allem die Inflation verursacht hat, weiß man auch nicht so genau. Lediglich die Entwicklung der Expansion kann man glaubwürdig modellieren und eben bis zur CMBR zurückschauen.

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Urknall-Hypothese Quantenfluktuationen - Materie/Antimaterie-Verteilung? Gestern 16:56 #61910

Josef Gaßner hat mir einmal gesagt, dass man bis etwa 1 Sekunde nach dem Urknall unsere bestehenden Physik-Gesetze sicher zurück anwenden können. Alles vorher ist mit Unsicherheiten behaftet, je weiter zurück desto größer.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Urknall-Hypothese Quantenfluktuationen - Materie/Antimaterie-Verteilung? Gestern 17:16 #61912

das ist in etwa:

erste freie Neutrinos, Ende Protonenzerfall, Ende Elektronenbildung, Materieüberschuss.

Den Protonenzerfall kennt man noch nicht so richtig gut....


EDIT: das ist wohl wieder die alte Zeitdatierung in meinen Notizen

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Urknall-Hypothese Quantenfluktuationen - Materie/Antimaterie-Verteilung? Gestern 23:34 #61937

ra-raisch schrieb: EDIT: das ist wohl wieder die alte Zeitdatierung in meinen Notizen

Meine Konfusion kommt daher, weil ich immer (wie allgemein üblich) von Protonenzerfall spreche. Tatsächlich geht es dabei jedoch immer um den Zerfall der Quarks. Deshalb kann auch die Zerfallstemperatur weit höher sein als die für die Entstehung der Protonen benötigte Temperatur.

Man muss auch bedenken, dass es sich immer um ein Gleichgewicht handelt und die Temperatur immer eine hohe Fluktuaton (Planckkurve) beinhaltet, so dass die nominale Temperatur auch jeweils deutlich niedriger sein darf. Für die Rekombination ist zB maximal 3000 K die Grenze für sicheres Einfangen der Elektronen, obwohl eine Temperatur von 11000 K benötigt wird, um ein Elektron wieder herauszuschlagen.

Bei den folgenden Temperaturwerten bin ich mir auch gar nicht so sicher, ob diese die effektive Temperatur für die einzelne Reaktion sind oder teils die nominale Plancktemperatur.

Die Masse der u und d Quarks ist zwar weit niedriger, aber sie benötigen wohl wegen der ebenfalls benötigten Gluonen deutlich höhere Energien und somit 1e+25 K.
Das X-Boson für den "Protonen"-Zerfall wird bei 1e+19 K erwartet
Tatsächlich entstehen Protonen erst unter 1e+13 K, bei höheren Temperaturen sind die Quarks frei.

Hier ähnlich in Spektrum
www.spektrum.de/lexikon/astronomie/baryogenese/30
www.spektrum.de/lexikon/astronomie/quark-aera/378

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