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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 07 04. 2020 18:37 #67088

Warum Ist es Logisch Anzunehmen das Irgend etwas in diesem Universum nicht aus Teilchen bestehen solte.

Licht: Welle Teilchen Dualismus
Warum wir hier dem Teilchen nicht Eindeutik der Vortritt gewehrt?
Es macht doch weniger Annahmen oder?

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 07 04. 2020 19:13 #67093

aHaBotX schrieb: Warum Ist es Logisch Anzunehmen das Irgend etwas in diesem Universum nicht aus Teilchen bestehen solte.

Licht: Welle Teilchen Dualismus
Warum wir hier dem Teilchen nicht Eindeutik der Vortritt gewehrt?
Es macht doch weniger Annahmen oder?

Photonen gelten heutzutage als Teilchen, das nimmt ihnen aber nicht die Wellennatur.
Andererseits werden alle Teilchen auch als Anregung jeweils eines spezifischen Feldes beschrieben.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 07 04. 2020 22:44 #67114

ra-raisch schrieb: Photonen gelten heutzutage als Teilchen, das nimmt ihnen aber nicht die Wellennatur.


ok

Andererseits werden alle Teilchen auch als Anregung jeweils eines spezifischen Feldes beschrieben.


Hier wäre ein link hilfreich!

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 07 04. 2020 22:54 #67116

de.wikipedia.org/wiki/Feld_(Physik)#Geschichte_des_Feldbegriffs
In der Quantenfeldtheorie schließlich werden auch die Materieteilchen als Feldquanten, d. h. gequantelte Anregungen von Feldern angesehen.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 07 04. 2020 23:12 #67119

ra-raisch schrieb: de.wikipedia.org/wiki/Feld_(Physik)#Geschichte_des_Feldbegriffs
In der Quantenfeldtheorie schließlich werden auch die Materieteilchen als Feldquanten, d. h. gequantelte Anregungen von Feldern angesehen.


Materieteilchen = ATOM = System aus Proton, Elektronen und Neutronen

wird angesehen als ein Feld(Höhe, Breite, Tiefe) von vielen kleineren Teilchen mit einer Bestimmten Anregung(Schwingung?).

So Richtig?

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 07 04. 2020 23:51 #67122

aHaBotX schrieb: wird angesehen als ein Feld(Höhe, Breite, Tiefe) von vielen kleineren Teilchen mit einer Bestimmten Anregung(Schwingung?).

So Richtig?

Nein.
Ein Feld ist wie zB das elektrische Feld zu verstehen, es besteht aus Potentialen, oder eben Anregungen, also eigentlich aus Nichts, oder anders beschrieben aus virtuellen Eichbosonen.
Ein Feld ist zuerst einmal nur eine Tabelle mit Werten (oder einer Formel) für jeden Punkt in Zeit und Raum. Welche Art von Werten das sind, hängt vom Feld ab.
Das Gravitationsfeld hat die Vektor-Werte "Beschleunigung g" für jeden Punkt. Das Potentialfeld hat die skalaren Werte "Potential Φ" für jeden Punkt.
zB: g¹=G·M/r², Φ=G·M/r beschreiben einfache zeitkonstante kugelsymmetrische Felder.

Das Elektronenfeld hat die Werte Elektron für jeden Punkt. Dort wo es "angeregt" ist, finden wir ein Elektron. An anderen Stellen hat es zu wenig Anregung und nur Bruchteile eines Elektrons.

So ungefähr stelle ich es mir jedenfalls vor.

Für jedes Elementarteilchen (atomos) gibt es ein separates Feld, zB das Higgsfeld.

Zumindest kann man sich die Welt so vorstellen. Welche Vorteile dieses Bild bietet, kann ich aber (noch) nicht erkennen, außer dass man mit einem einzigen (mehrdimensionalen) Wert das gesamte Universum beschreiben könnte, wenn man die Verteilung und Entwicklung aller gleichen Teilchen kennen würde und mit einer Formel zusammenfassen könnte. Die Idee dabei ist jedenfalls, dass die Teilchen nicht diskret sind sondern einer Wellenverteilung folgen, also quasi verschmiert sind oder als Wolke (Anregung des Feldes) bestehen. Insoweit unterscheiden sie sich insbesondere in der Auswirkung von den bekannten Feldern, die nach herkömmlicher Ansicht analoge (kontinuierliche) Wirkungen haben und nicht gequantelt in Erscheinung treten, von einer Quelle ausgehen und keine Energie übertragen.

Jetzt wo ich darüber nachdenke, sehe ich ein Problem dieser Felder mit der Expansion.....denn Wellen und (quellenlose) Felder sollten durch die Expansion rotverschoben werden.

Aber vielleicht kann auch jemand anders seine Sicht erklären.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 00:50 #67125

ra-raisch schrieb: ..........Ein Feld ist wie zB das elektrische Feld zu verstehen, es besteht aus Potentialen, oder eben Anregungen, ...........


Bin ich bei dir!

....... also eigentlich aus Nichts, oder anders beschrieben aus virtuellen Eichbosonen.


Die Frage habe ich auch in einem Andern Beitrag Gestellt.

Warum ist es Logisch anzunehmen das das Universum aus etwas anderem als Teilchen besteht?

Warum Geben wir dem "Nichts" nicht einfache eine Substanz und Schreiben Ihm Echte Eichbosonen zu?

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 11:24 #67130

aHaBotX schrieb: Warum Geben wir dem "Nichts" nicht einfache eine Substanz und Schreiben Ihm Echte Eichbosonen zu?

Weil sie nicht echt sind. Reale Teilchen übertragen Impuls und Energie, genau dies tun die virtuellen Eichbosonen nicht.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 11:59 #67132

ra-raisch schrieb: Jetzt wo ich darüber nachdenke, sehe ich ein Problem dieser Felder mit der Expansion.....denn Wellen und (quellenlose) Felder sollten durch die Expansion rotverschoben werden.

Aber vielleicht kann auch jemand anders seine Sicht erklären.


Naja, Feldtheorien sind lokale Theorien. Es genügt also, lokale Felder zu betrachten. Das elektromagnetische Feld (der Lichtstrahl) wird rotverschoben, da die Photonen durch die Expansion lokal plötzlich mehr Raum ausfüllen müssen. Bei der starken und schwachen Wechselwirkung sind die Distanzen sehr klein, sodass die Bosonen bei der jetzigen Expansionsrate nicht beeinflusst werden können. Bei einer hinreichend stark beschleunigten Expansion würde sich das irgendwann ändern und durch die Rotverschiebung schlussendlich auch die Baryonen zerreißen (also zum Big Rip führen). Das Higgsfeld ist ein Skalarfeld, das füllt einfach den neu entstandenen Raum aus. Es entsteht auf diese Weise bei der Expansion also gewissermaßen neue Energie. (Das gilt bekanntermaßen ja auch für das Vakuum. Da es sich bereits um die energieärmste Feldkonfiguration handelt, kann es nicht weiter ausdünnen. Da damit die Zeitinvarianz verletzt wird, ist die Energieerhaltung auf globalen Skalen höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht gültig, sondern nur lokal. Was ggf. wieder zu Diskussionen führt...;))

Das Gravitationsfeld bzw. die Raumzeit ist natürlich quellenlos und wird trotzdem nicht "rotverschoben". Allerdings sind Objekte ja nicht am Raum "festgetackert" und können aufgrund der starken und schwachen Wechselwirkung auch nicht anaolg einem Photon über den neu entstandenen Raum gedehnt werden. D.h. die Gravitation kann die gebundenen Systeme momentan noch zusammenhalten, die Raumzeitkrümmung ändert sich nicht. Anders müsste es dann m.E. allerdings bei einem ungebundenen einzelnen Objekt verhalten, das müsste sozusagen langsam aber stetig "mitgetragen" werden. Und falls die Expansion hinreichend stark beschleunigt, ist natürlich auch hier irgendwann Schluss mit der Bindung...

So zumindest mein Kenntnisstand.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 13:01 #67135

Arrakai schrieb: Bei einer hinreichend stark beschleunigten Expansion würde sich das irgendwann ändern und durch die Rotverschiebung schlussendlich auch die Baryonen zerreißen (also zum Big Rip führen).

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die beschleunigte Expansion bezieht sich auf die comoving Koordinaten (und somit auf expandierende Objekte) und nicht auf konstante Abstände. Auf lokaler Ebene (D·a) bleibt die Expansionsrate konstant.
HΛ = ²(Λ/3)c = 1,8054e-18 1/s
Arrakai schrieb: Das Gravitationsfeld bzw. die Raumzeit ist natürlich quellenlos

Wie bitte? Gravitationsfeld ohne Masse/Energie? Du wolltest sicher auf die Raumzeitkrümmung hinaus, aber ohne Tλμ auch kein Rλμ. Und wir sprechen hier auch nicht von Wellen.
Gauß-Gesetz
Q/ε° = ∫S¹×E¹ bzw ∇¹·E¹ > 0 für E > 0
Gravitation
M·G = ∫S¹×g¹ bzw ∇¹·g¹ > 0 für g > 0
nur Magnetismus ist quellenfrei
0 = ∫S¹×B¹ bzw ∇¹·B¹=0
Arrakai schrieb: Das elektromagnetische Feld (der Lichtstrahl)

Feld und Welle sollten auseinandergehalten werden, das war schon bei meinem Post unsauber.
Arrakai schrieb: Das Higgsfeld ist ein Skalarfeld, das füllt einfach den neu entstandenen Raum aus.

Das sehe ich auch so, bei allen "derartigen" Feldern. Es geht aber nicht um das Feld "an sich" sondern um die Anregungen, also Wellen. Dass Teilchen durch die Expansion nicht tangiert werden, ist leicht einzusehen, weil die Bindungskräfte stärker sind als die Expansion. Aber gerade bei dem Bild der Anregungen eines Feldes also Wellen gelingt mir das nicht mehr. Aber vielleicht gilt ja die Rotverschiebung nicht für stehende Wellen, wäre aber noch schwerer vorstellbar...denn gerade stehende Wellen behalten ihre Knotenzahl.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 14:56 #67138

ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Bei einer hinreichend stark beschleunigten Expansion würde sich das irgendwann ändern und durch die Rotverschiebung schlussendlich auch die Baryonen zerreißen (also zum Big Rip führen).

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die beschleunigte Expansion bezieht sich auf die comoving Koordinaten (und somit auf expandierende Objekte) und nicht auf konstante Abstände. Auf lokaler Ebene (D·a) bleibt die Expansionsrate konstant.


Nein, das ist so sicher nicht korrekt. Zwar hast du bzgl. der lokalen Ebene grundsätzlich recht. Aber das bringt eben nur bei einer unbeschleunigten Expansion dauerhaft etwas,und eben gerade nicht bei einer beschleunigten. Im ersten Fall ist der Skalenfaktor proportional zur Zeit. Es würde also ausreichen, einen Beobachter einmalig zu beschleunigen, damit seine Geschwindigkeit die Expansion dauerhaft kompensiert. Zwei Beobachter können also auch ohne Beschleunigung einen konstanten Abstand halten. Sobald aber die Expansion selbst beschleunigt ist, ist das nicht mehr dauerhaft der Fall. Zwei mitbewegte Beobachter verändern dann den Abstand zueinander (man sieht das auch daran, dass ihre Weltlinien sich abflachen). Solange Objekte (Teilchen) aneinander gebunden sind, entsteht dabei eine Dehnung. Das wirkt sich zwar lokal tatsächlich erst einmal nicht aus, da die Dehnung anfangs sehr gering ist. Aber je schneller die Expansionsate wächst, desto kleiner wird der Bereich, den du als lokal ansehen darfst. Sofern die Expansionsrate immer weiter zunimmt, wird die Dehnung irgendwann so stark, dass auch die Baryonen zerreißen. (Beim Big Rip divergiert sie gegen unendlich.)
ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Das Gravitationsfeld bzw. die Raumzeit ist natürlich quellenlos

Wie bitte? Gravitationsfeld ohne Masse/Energie? Du wolltest sicher auf die Raumzeitkrümmung hinaus, aber ohne Tλμ auch kein Rλμ. Und wir sprechen hier auch nicht von Wellen.
Gauß-Gesetz
Q/ε° = ∫S¹×E¹ bzw ∇¹·E¹ > 0 für E > 0
Gravitation
M·G = ∫S¹×g¹ bzw ∇¹·g¹ > 0 für g > 0
nur Magnetismus ist quellenfrei
0 = ∫S¹×B¹ bzw ∇¹·B¹=0


Ich wollte "Gravitationsfeld bzw. Raumzeitkrümmung" schreiben. Beides ist synonym und beides ist quellfrei. Quellfrei heißt nicht, dass es keine Materie bzw. keine Energie gibt. Das heißt im Falle des Gravitationsfeldes einfach, dass die Divergenz lokal verschwindet. Es gilt \( \nabla T = 0 \).
ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Das elektromagnetische Feld (der Lichtstrahl)

Feld und Welle sollten auseinandergehalten werden, das war schon bei meinem Post unsauber.


Ich assoziiere Lichtstrahl nicht explizit mit einer Welle. Aber bon mir aus auch elektromagnetisches Feld...
ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Das Higgsfeld ist ein Skalarfeld, das füllt einfach den neu entstandenen Raum aus.

Das sehe ich auch so, bei allen "derartigen" Feldern. Es geht aber nicht um das Feld "an sich" sondern um die Anregungen, also Wellen. Dass Teilchen durch die Expansion nicht tangiert werden, ist leicht einzusehen, weil die Bindungskräfte stärker sind als die Expansion. Aber gerade bei dem Bild der Anregungen eines Feldes also Wellen gelingt mir das nicht mehr. Aber vielleicht gilt ja die Rotverschiebung nicht für stehende Wellen, wäre aber noch schwerer vorstellbar...denn gerade stehende Wellen behalten ihre Knotenzahl.


Ich weiß nicht, was du in diesem Zusammenhang mit "Teilchen" genau meinst. Die Anregung eines Feldes ist zudem nicht mit einer Welle gleichzusetzen. Die Anregung des EM-Feldes ist bspw. das Photon, das bekannter Maßen weder Welle noch Teilchen ist, sondern Eigenschaften von beidem hat (deshalb sagt man ja "Dualismus"). Zu den Bindungskräften und der beschleunigten Expansion siehe meine Ausführungen oben.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 15:33 #67145

Arrakai schrieb:
ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Bei einer hinreichend stark beschleunigten Expansion würde sich das irgendwann ändern und durch die Rotverschiebung schlussendlich auch die Baryonen zerreißen (also zum Big Rip führen).

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die beschleunigte Expansion bezieht sich auf die comoving Koordinaten (und somit auf expandierende Objekte) und nicht auf konstante Abstände. Auf lokaler Ebene (D·a) bleibt die Expansionsrate konstant.


Nein, das ist so sicher nicht korrekt.

Schau Dir die Friedmanngleichung an. Wenn Strahlung und Materie weitgehend verdünnt sind (ρ→0), so dass sie die Expansion nicht mehr bremsen, strebt H dem konstanten Grenzwert zu
Hend = HΛ = ²(c²Λ/3) = 1,8054e-18 1/s
Dies unterscheidet sich kaum vom heutigen Wert
H° = 2,184e-18 1/s
Der Skalenfaktur ergibt sich hieraus mit rund
Δa = Δt·H
also linear. Eine gegebene Länge ver-e-facht sich damit alle 17,5 Mrd Jahre (Verdoppelung in 12,16 Mrd Jahren), also exponentiell.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 16:43 #67148

ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb:
ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Bei einer hinreichend stark beschleunigten Expansion würde sich das irgendwann ändern und durch die Rotverschiebung schlussendlich auch die Baryonen zerreißen (also zum Big Rip führen).

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Die beschleunigte Expansion bezieht sich auf die comoving Koordinaten (und somit auf expandierende Objekte) und nicht auf konstante Abstände. Auf lokaler Ebene (D·a) bleibt die Expansionsrate konstant.


Nein, das ist so sicher nicht korrekt.

Schau Dir die Friedmanngleichung an. Wenn Strahlung und Materie weitgehend verdünnt sind (ρ→0), so dass sie die Expansion nicht mehr bremsen, strebt H dem konstanten Grenzwert zu
Hend = HΛ = ²(c²Λ/3) = 1,8054e-18 1/s
Dies unterscheidet sich kaum vom heutigen Wert
H° = 2,184e-18 1/s
Der Skalenfaktur ergibt sich hieraus mit rund
Δa = Δt·H
also linear. Eine gegebene Länge ver-e-facht sich damit alle 17,5 Mrd Jahre (Verdoppelung in 12,16 Mrd Jahren), also exponentiell.


Ok, da liegt wohl unser gegenseitiges Missverständnis. In unserem Universum wird das nicht passieren. Wir haben halt keine "hinreichend stark beschleunigte Expansion". Dafür müsstest du diese ominöse "Phantomenergie" dazunehmen, die zum Big Rip führen soll (was aber Unsinn ist, wenn du mich fragst). In unserem Universum flachen sich die Weltlinien zwar ebenfall ab, für das Zerreißen von Baryonen wird es aber garantiert nicht reichen. Wohl auch nicht für Galaxien, Sonnensysteme, Planeten, ...

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 18:02 #67149

ra-raisch schrieb: ...........Schau Dir die Friedmanngleichung an. Wenn Strahlung und Materie weitgehend verdünnt sind (ρ→0), so dass sie die Expansion nicht mehr bremsen, ....................


Wir haben keine ahnug was DM o. DE sein sollen. Wir entdecken Keinerlei Weckselwirkung aussser der der Gravitation(wenn wir einen Riesigen Bereich Betrachten.). Dennoch wird davon ausgegangen das Strahlung und Materie die Expansion bremsen würden. HÄ WARUM?

Wenn ich in meiner Welt den werdegang Logisch weiter führe dann wird die Expansion erst Dadurch gestopt das keinerlei Strahlung mehr Existiert. Erst dann Kann die Materie die Expansion in eine Inflation umkehren.

Deshalb Erst Big Freeze und dann Big Crunch.

Big Rip wäre eine schöne überlegung für die Bildung von paralleluniversen da ich mir hier eine Bestätigtigte Theorie aus der Natur zur veranschaulichung nehme. Die Zellteilung. Wir wissen das gibt es. Es ist quasi von Universeller Natürlichkeit.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 18:05 #67151

aHaBotX schrieb: Erst dann Kann die Materie die Expansion in eine Inflation umkehren.

Vorsicht, die Inflation ist eine besonders schnelle Expansion.
Das Gegenteil ist der Kollaps.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 19:00 #67154

ra-raisch schrieb:

aHaBotX schrieb: Erst dann Kann die Materie die Expansion in eine Inflation umkehren.

Vorsicht, die Inflation ist eine besonders schnelle Expansion.
Das Gegenteil ist der Kollaps.


Eigentlich nicht. Aber ggf. verstehe ich dich auch falsch...

Die Inflation ist eine Phase, in der die Expansion besonders schnell beschleunigt. Aber sie ist nicht unbedingt absolut betrachtet besonders schnell. Anfangs war sie sogar recht langsam, nur dadurch konnte das Universum homogen und isotrop werden. Das wurde dann im Nachgang durch die rasante Beschleunigung der Expansionsrate wieder aufgeholt. Das Horizontproblem wäre sonst gar nicht mit der Inflation zu lösen...

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 19:08 #67155

ra-raisch schrieb: Das Gegenteil ist der Kollaps.


Übernehme ich! Danke

Du verstehst aber was ich sagen wolte! Von daher Inhaltlich nicht verkehrt oder?

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 08 04. 2020 22:50 #67162

Arrakai schrieb:
ra-raisch schrieb: die Inflation ist eine besonders schnelle Expansion.


Eigentlich nicht. Aber ggf. verstehe ich dich auch falsch...

Naja ich bezeichne es als "schnell" wenn sich das Universum binnen 1e-32 s um den Faktor 1e+26 vergrößert.
Als "Inflationsgeschwindigkeit" habe ich mir notiert
f = V̇/V = 1e+55 1/s

aHaBotX schrieb: Du verstehst aber was ich sagen wolte! Von daher Inhaltlich nicht verkehrt oder?

Naja, verstehen schon, aber...
Strahlung und Materie wirken gravitativ anziehend und wirken daher der Expansion entgegen. Dies gilt auch für DM, denn genau zu diesem Zweck wurde sie ja erfunden.

DE wurde hingegen genau für den gegenteiligen Zweck nämlich eine Abstoßung erfunden, die eben die Expansion aufrecht erhält und der Gravitation entgegenwirkt. Nach allgemeiner Auffassung handelt es sich dabei um die Vakuumenergie, die einen negativen Druck ausübt und daher gravitativ abstoßend wirken soll.

Der Strahlungsdruck wirkt weniger abstoßend als die Energie der Strahlung anziehend wirkt. Das gilt für jeden Druck. Das siehst Du auch daran, dass sich Gaswolken im Universum gravitativ zusammenballen, obwohl sie von ihrem eigenen Druck mechanisch auseinandergetrieben werden müßten.

Und genau umgekehrt ist es beim Vakuum, das zwar durch den negativen Druck mechanisch zusammengezogen wird, durch die negative Energie darin aber noch stärker gravitativ abstoßend wirkt.

Vor allem ist Druck eine (intensive) Zustandsgröße während die Energie eine extensive Größe ist. Das bedeutet, dass zB bei doppeltem Volumen der Druck gleich bleibt, während sich die Energie darin verdoppelt, oder wenn die Energie gleich bleibt, dann sinkt der Druck auf die Hälfte.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 09 04. 2020 00:06 #67166

Rainer, ich gebe zu, ich kann mich nicht mehr wirklich an die Details zur Inflation erinnern... Zu kange her...
Sobald ich wieder wacher bin...

Lange ist‘s her, muss das wohl mal wieder auffrischen... Das hier wäre dann mal ein guter Start:
www.physicsforums.com/insights/inflation...osmological-horizons

Ich weiß noch, dass ich‘s interessant fand... ;)

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 09 04. 2020 00:47 #67170

Ja das ist klar, dass diese Aussage Unsinn ist: “space expanded faster than the speed of light.”
Aber auch diese Aussage ist nach meiner Ansicht dennoch nicht so ganz falsch, gemeint ist ja, dass es durch die Expansion möglich ist, dass zwischen zwei Objekten eine höhere Relativgeschwindigkeit als c entsteht. Und dies hängt natürlich von der Entfernung der beiden Objekte etc etc etc ab, aber es ist eben möglich, wenn auch keine Spezialität der Inflation.

Das Wort "schneller" in meiner Aussage sollte sich aber nicht auf eine Bewegung v beziehen sondern auf den Streckungsfaktor/Zeit, so wie man auch eine Beschleunigung als "schneller" oder "langsamer" bezeichnet und der Physiker manchmal sogar beliebige Parameter/Zeit oder Strecke/Parameter als Geschwindigkeiten bezeichnet, zB Reaktionsgeschwindigkeit, Zerfallsgeschwindigkeit etc etc etc.
de.wikipedia.org/wiki/Geschwindigkeit_(Begriffsklärung) die Schnelligkeit, mit der sich eine physikalische Größe ändert, siehe Änderungsrate
In der Mathematik kann man ganz allgemein die Ableitung einer beliebigen Funktion bzw ihre Steigung als Geschwindigkeit bezeichnen, und die zweite Ableitung als die Beschleunigung.

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Wie Klein ist das Universum? oder wann endet der Infiniter Regress? 09 04. 2020 01:57 #67178

ra-raisch schrieb: Ja das ist klar, dass diese Aussage Unsinn ist: “space expanded faster than the speed of light.”
Aber auch diese Aussage ist nach meiner Ansicht dennoch nicht so ganz falsch, gemeint ist ja, dass es durch die Expansion möglich ist, dass zwischen zwei Objekten eine höhere Relativgeschwindigkeit als c entsteht. Und dies hängt natürlich von der Entfernung der beiden Objekte etc etc etc ab, aber es ist eben möglich, wenn auch keine Spezialität der Inflation.


Bis hier bin ich dabei! + Aber Des Raums!

Nach dem Video Hatte ich eine Kleine Panik Attakte!

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