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Henrietta Leavitt - Entfernungsbestimmung durch Cepheiden 08 05. 2020 17:45 #68607

Ich habe mir kürzlich die Videos von Herrn Gaßner zum Kappa-Mechanismus und den Cepheiden angeguckt aber ich habe eine Frage:
Es hieß, Henrietta Levit konnte aufgrund der großen Entfernung der Magellanschen Wolken zu unserer Galaxis die Ausdehnung der Wolken vernachlässigen und die dortigen Cepheiden als gleich weit entfernt annehmen.
Woher wusste Sie, wie groß dieser Abstand ist, wenn sie erst die Entfernungsbestimmung durch Cepheiden erfunden hat und die Wolken zu weit weg sind um ihre Entfernung durch eine Parallaxe zu bestimmten?

Ich freue mich sehr über hilfreiche Antworten!
François

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Henrietta Leavitt - Entfernungsbestimmung durch Cepheiden 08 05. 2020 17:57 #68609

Die kosmische Entfernungsmessung beruht auf einer Maßstabsleiter. Nahe Entfernungen werden mittels Parallaxe gemessen. Weitere Entfernungen mittels Standardkerzen, deren Kalibrierung durch entsprechende Objekte erfolgt, die nah genug sind, um sie mit der Methode der tieferen Leitersprosse zu messen.

wiki:
Namensgebend war der Stern Delta im Cepheus, dessen periodische Veränderlichkeit 1784 entdeckt wurde.

Henrietta Leavitt hat 1912 lediglich das Prinzip entdeckt, konnte aber selber noch keine Entfernungen konkret messen sondern nur relativ. Die konkrete Ausnutzung zur effektiven Entfernungsmessung gelang erst 1 Jahr später.

wiki:
1913 gelang Ejnar Hertzsprung dann die Bestimmung der Entfernung einiger Cepheiden der Milchstraße, womit die Entfernung zu allen Cepheiden kalibriert werden konnte.
Folgende Benutzer bedankten sich: trekkie47

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Henrietta Leavitt - Entfernungsbestimmung durch Cepheiden 08 05. 2020 18:01 #68610

Aber welche Art von Standartkerze konnte denn zu Henrietta Levit Zeit verwendet werden, wenn erst durch ihre Erkenntnisse die absolute Helligkeit pulsationsveränderlicher Sterne bestimmt werden konnte mit der man auf die Entfernung schließt?

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Henrietta Leavitt - Entfernungsbestimmung durch Cepheiden 08 05. 2020 18:02 #68611

ich habe meinen Post dazu ergänzt.

Threadtitel korrigiert

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Henrietta Leavitt - Entfernungsbestimmung durch Cepheiden 08 05. 2020 18:06 #68612

Also hat sie lediglich angenommen, die Ausdehnung der Magellanschen Wolken sei im Vergleich zur Entfernung zur Milchstraße vernachlässigbar obwohl die Distanz unbekannt war damals?

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Henrietta Leavitt - Entfernungsbestimmung durch Cepheiden 08 05. 2020 18:09 #68613

trekkie47 schrieb: Also hat sie lediglich angenommen, die Ausdehnung der Magellanschen Wolken sei im Vergleich zur Entfernung zur Milchstraße vernachlässigbar obwohl die Distanz unbekannt war damals?

Das ist schon richtig. Man kann ja auch Sterne nicht so einfach einer Struktur zurechnen, nur weil sie dort zu sehen sind. Aber so funktioniert Astronomie zunächst. Wenn dann keine Widersprüche auftreten, kann man davon ausgehen, dass die Annahmen richtig waren.

Immerhin war ja klar, dass diese Objekte zu weit weg sind, als dass die Parallaxenmethode funktionierte.

Hubble hat zB seinen Paramater 10-fach überschätzt, aber damit konnte man schon rechnen.
Folgende Benutzer bedankten sich: trekkie47

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