Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1
  • 2
  • 3

THEMA:

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 12:25 #69566

So ganz unrecht hat er ja nicht, der Unziker:


"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.
Folgende Benutzer bedankten sich: Jürgen, ra-raisch, Falsifikator

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Verwandte Themen

Betreff des ThemasDatum des letzten Beitrages
Warum sind die Konstanten genau so, wie sie sindSonntag, 17 November 2019
Poesie oder einfach nur ein cooler LiedtextFreitag, 08 Juni 2018
Herr Gaßner, einfach großartig! Planet 9Sonntag, 14 Februar 2016
Wieso kann man das Geld nicht einfach abschaffen?Dienstag, 15 August 2017
Sehr allgemeines Thema: Einfach nur eine Faszination - die ISS am HimmelMittwoch, 23 September 2020

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 14:13 #69572

Logisch, natürlich ist "einfach" das Ziel der theor.Physik.
Und er hat vollkommen Recht, es kommt dabei nicht auf die komplizierten mathematischen Konstrukte in der Formel an sondern allein auf die Anzahl der benötigten Parameter.

Mit Muni/Runi ≈ c²/G =Tk = M/rG hat er aber danebengegriffen.
Muni/(RH·Tk) ≈ 36
Muni/(RP·Tk) ≈ 11
sonst wäre nämlich das Universum so ähnlich wie ein SL.

Mit der Rotverschiebung liegt er auch grottenfalsch. Das Durchqueren eines Potentials hat keinerlei bleibenden Einfluss auf die Frequenz.
Im Ballonmodell könnte man die stetige Raumkrümmung des Universums damit identifizieren, die wird aber nicht in diesem Ausmaß gemessen.
Nach dieser Idee ohne Expansion müßte der sichtbare Ereignishorizont 1/4 des Großkreises des Ballons sein, also rH=π·RBM/2 und auch dann wäre das natürlich Neuland, bzw nach Einstein eben nicht linear wie die Rotverschiebung und die Hubble-Gesetze.

Im Zusammenhang mit G hat er aber offensichtlich nicht an den sichtbaren Hubble-Horizont RH sondern an den expandierten Partikelhorizont RP gedacht. Naja, beide Ideen sind ja voneinander unabhängig...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 14:54 #69579

Habe mir das Video noch nicht zu Ende angeschaut, aber ich muss mich erstmal bedanken für dieses Video. Kannte es noch nicht, aber ich bin ein echter Fan von dem Unzicker.
Er liegt komplett auf meiner Wellenlänge mit seinen Thesen. (Nur in schlau ;-))
Mal abgesehen, daß er im Detail daneben liegen könnte, spricht er genau den Punkt an, den ich auch sehe. Wir könnten uns im Labyrinth der Physik verlaufen haben und merken es nicht. Und die Anzeichen dafür sind enorm.
Hier muss man sich die Frage stellen, ob es nicht Zeit ist umzudenken. Einzugestehen, daß es einfach zuviele Ungereimtheiten gibt. Die freien Parameter sind ein extrem starkes Indiz dafür. Das ist nichts anderes als das Auslagern von Problemfällen. Dann hat man wieder eine neue Schraube an der man drehen kann, bis es passt. Nur wenn wir immer mehr solcher Schrauben brauchen, sollten wir vielleicht ernsthaft über eine Neuanschaffung nachdenken.
Und genau in dem Punkt kann ich Unzicker eben nur voll zustimmen. Wir sollten uns nicht mit Detailfragen beschäftigen, sondern verstärkt nach einem stimmigeren Modell Ausschau halten.
Nach den Regeln eines guten Modells: Verifizierbarkeit, Falsifizierbarkeit, Prognosefähigkeit. Damit kann man alles Unbrauchbare schnell erkennen und aussortieren.
Meine Meinung dazu.

Danke!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 15:55 #69587

Falsifikator schrieb: Hier muss man sich die Frage stellen, ob es nicht Zeit ist umzudenken. Einzugestehen, daß es einfach zuviele Ungereimtheiten gibt. Die freien Parameter sind ein extrem starkes Indiz dafür. Das ist nichts anderes als das Auslagern von Problemfällen. Dann hat man wieder eine neue Schraube an der man drehen kann, bis es passt. Nur wenn wir immer mehr solcher Schrauben brauchen, sollten wir vielleicht ernsthaft über eine Neuanschaffung nachdenken.
Und genau in dem Punkt kann ich Unzicker eben nur voll zustimmen. Wir sollten uns nicht mit Detailfragen beschäftigen, sondern verstärkt nach einem stimmigeren Modell Ausschau halten.


Es steht jedem Forscher frei, einen einfacheren Ansatz zu finden und auszugestalten, um die Physik einfacher zu machen. Solange dies keinem gelungen ist, können wir nicht wissen, ob das möglich ist. Aufgrund der fehlenden Kompatibilität von ART und Standardmodell wissen wir heute sogar, dass zumindest nicht beide der Weisheit letzter Schluss sein können.

Wichtig ist mir aber, festzustellen, dass unsere Haupttheorien ART und Standardmodell bis heute durch nichts widerlegt sind. Solange das so ist, bedeutet das, dass sie nach heutiger Sicht nicht falsch sind, höchstens zu umständlich. Daher sehe ich keinen Grund, sich nicht weiter mit ihnen zu beschäftigen.

Um Missverständnisse vorzubeugen folgender Moderatoren Hinweis

Es ist nicht Aufgabe des Forums, ein stimmiges alternatives Modell zu entwickeln.


Falsifikator schrieb: Nach den Regeln eines guten Modells: Verifizierbarkeit, Falsifizierbarkeit, Prognosefähigkeit. Damit kann man alles Unbrauchbare schnell erkennen und aussortieren.


Das genau ist die Vorgehensweise der Physik. Genau das passiert aber in der Forschung. Das Bestreiten von Irrwegen ist übrigens Teil davon.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 16:20 #69595

Falsifikator schrieb: daß es einfach zuviele Ungereimtheiten gibt. Die freien Parameter sind ein extrem starkes Indiz dafür.

Da verwechselst Du etwas, auch wenn Unzicker das so ähnlich formuliert hat.
Außerdem benötigt man erst einmal genügend Datenmaterial, um darin ein Muster zu erkennen. Beim Teilchenzoo hat es auch eine Weile gedauert. Wenn man nicht weiß, wie schwer ein Myon ist, dann kann man daraus auch keine Schlussfolgerungen ziehen. Und so lange man nicht versteht, wie die Quarks die Masse des Protons auf die Beine stellen, sollte man nicht über die Formel für die Masse der Quarks spekulieren. Im übrigen haben sich schon sehr viele Kabbalisten daran versucht, mit mystischen Zahlen wie π oder hyperrhombischen Figuren etc. Ganz so einfach ist das aber auch wieder nicht,

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 18:28 #69611

Ich werde persönlich das Gefühl eben nicht los, dass es Prallelen zur Vergangenheit gibt. Wo Sachen immer komplizierter wurden, bis man die Wahrheit gefunden hat, und sich dachte, man waren wir blöd. Ich befürchte wir befinden uns in genau so einer Zeit. Gegen dieses Gefühl kann ich schlecht was machen. Und je mehr ich mich mit der Materie Physik beschäftige, umso größer wird das Gefühl, anstatt kleiner.
Daher finde ich es fantastisch, daß ein so renommierter Mann wie Unzicker diese Thesen vertritt bei denen ich mich wiederfinde.
Noch besser wenn er etliche der größten Physiker des vergangen Jahrhunderts zitiert, die alle unisono sagen, dass etwas im Argen liegt.
Auch hier fühle ich mich ein wenig bestätigt in meinem Gefühl.
Mehr wollte ich mit meinem Post eigentlich nicht zum Ausdruck bringen.
Das soll kein Schlechtreden sein. Aber am Ende könnte es doch alles (vieles) anders sein als gedacht... just saying

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 18:34 #69612

ra-raisch schrieb:

Falsifikator schrieb: daß es einfach zuviele Ungereimtheiten gibt. Die freien Parameter sind ein extrem starkes Indiz dafür.

Da verwechselst Du etwas, auch wenn Unzicker das so ähnlich formuliert hat.
Außerdem benötigt man erst einmal genügend Datenmaterial, um darin ein Muster zu erkennen. Beim Teilchenzoo hat es auch eine Weile gedauert. Wenn man nicht weiß, wie schwer ein Myon ist, dann kann man daraus auch keine Schlussfolgerungen ziehen. Und so lange man nicht versteht, wie die Quarks die Masse des Protons auf die Beine stellen, sollte man nicht über die Formel für die Masse der Quarks spekulieren. Im übrigen haben sich schon sehr viele Kabbalisten daran versucht, mit mystischen Zahlen wie π oder hyperrhombischen Figuren etc. Ganz so einfach ist das aber auch wieder nicht,


Diese Zahlenkabbalistik habe ich aufgegeben. Ich sage lediglich wie scheinbar viele andere Großen Physiker auch, die Natur hat eine Ordnung.
Ich werde aber nichts postulieren oder sonstiges. Das Eisen ist mir zu heiß, keine Lust auf ständige Ermahnungen.

Das Masseproblem bearbeite ich gerade in einem anderen Thread...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 18:36 #69613

Falsifikator schrieb: dass es Prallelen zur Vergangenheit gibt. Wo Sachen immer komplizierter wurden, bis man die Wahrheit gefunden hat,

Wie ich schon sagte, ist das das Prinzip der Physik seit der Mensch denken kann:
Mustererkennung, Verallgemeinerung, Gleiches Erkennen, Parallelen Erkennen, Abstrahieren, Unbekannte Separieren, Bekannte Wiedererkennen.

Nur als Beispiel: SUSY ist einzig und allein vom Symmetriegedanken getragen, wie das Wort schon sagt.

Der Vortrag hat absolut nichts Neues gebracht, aber ich fand es sehr schon zusammengestellt.

Und die Feinstrukturkonstante ergibt sich einfach aus Wirkungsquantum ℏ und Ladung e nebst c und ε°, das ist ja allgemein bekannt, e und ℏ bestimmen die Rotation vØ=αc auf der Bohrbahn und entsprechend auf allen weiteren Bahnen und damit das Potential der Elektronen etc etc etc
α = e²/(4πℏε°c)
Man sollte eher fragen, wieso ℏ so und nicht anders ist. Aber dafür ist wohl das Photon verantwortlich.
ℏ = E·r/c. Und dieser fiktive Radius des Photons ist auch das Maß des reaktiven Nahfeldes bei Antennen (λ/2π) und wird wohl durch die UR bestimmt:
ℏ = 2E/ω = 2E·r/c

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 18:59 #69614

@ra-raisch
Jetzt sind wir auf einer Wellenlänge! Genau das ist was ich meine. Ich weiß inzwischen von der Struktur des Aufbaus der Natur ein wenig. Und ich bin zutiefst überzeugt von einem "Plan" bzw "Gen" der Natur. Wenn man das erkennt, versteht man was Feynman, Dirac, Einstein und co. da sagen.
Es ist so, daß die Natur nicht kompliziert daher kommt. Wir haben sie lediglich noch nicht verstanden.
Die Feinstrukturkonstante habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht angeguckt. Bin ja auch kein großer Physiker ;-).
Diese Zahl kann uns aber den Weg zu anderen Dingen öffnen, wenn sich so viele Physiker darüber den Kopf zerbrochen haben. Aber da bilde ich mir sicher nicht ein hier was reißen zu können. Aber ein wenig versuchen zu verstehen was so besonderes an dieser Zahl ist, kann man ja.
Hier muss man eben gucken aus welchen Einheiten sie zusammengesetzt worden ist. Ob da willkürlich festgelegte Zahlen mit hereinspielen.
Aber das könnte echt kompliziert werden...

Peace

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 19:03 #69615

Falsifikator schrieb: Ob da willkürlich festgelegte Zahlen mit hereinspielen.

Nein, α ist eine absolute Zahl, fast wie π, nur eben eine Naturkonstante und nicht geometrisch begründet.

Wie ich sagte, ergibt sich α einfach aus Ladung und ℏ, dabei spielen die Ziffern bzw die Einheiten von ℏ und e keine Rolle, α ist immer identisch.

Der Witz ist, dass α in sehr vielen Formeln auftaucht, aber das liegt ja nur an e.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 19:53 #69622

ClausS schrieb: Um Missverständnisse vorzubeugen folgender Moderatoren Hinweis

Es ist nicht Aufgabe des Forums, ein stimmiges alternatives Modell zu entwickeln.

Ich verstehe die Motivation, in dem Forum keinen Wildwuchs zuzulassen.

Einige Aussagen, die als eine mögliche Aussicht auf künftige Entwicklungen verstanden werden sollten und bei denen für mich einfach keine Grundlage vorhanden ist, zu entscheiden, ob die Aussagen plausibel sind, werden natürlich nicht mein Weltbild prägen.

Andere Information ermöglichen es mir jedoch, Zusammenhänge zu erkennen, die mir bislang nicht bekannt waren. Zum Teil auch Fragen, die in diesem Forum nicht beantwortet wurden.

Ich bitte daher, künftig die Grenzen nicht zu eng zu ziehen um solche Verlinkungen weiterhin zu ermöglichen.

Jürgen
Folgende Benutzer bedankten sich: Falsifikator

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 19:57 #69624

Jürgen schrieb: Ich bitte daher, künftig die Grenzen nicht zu eng zu ziehen um solche Verlinkungen weiterhin zu ermöglichen.

Wo die Physik keine Antwort kennt oder sich ersichtlich unsicher ist, sind wir großzügiger, solange es sich um vernünftige Darstellungen handelt. Besser sind allemal Veröffentlichungen mit Peer Review, oder von hochrangigen Wissenschaftlern. Lehrbücher und Universitätsskripte gehen natürlich auch.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 20:01 #69626

Falsifikator schrieb: Ich werde persönlich das Gefühl eben nicht los, dass es Prallelen zur Vergangenheit gibt. Wo Sachen immer komplizierter wurden, bis man die Wahrheit gefunden hat, und sich dachte, man waren wir blöd. Ich befürchte wir befinden uns in genau so einer Zeit. Gegen dieses Gefühl kann ich schlecht was machen. Und je mehr ich mich mit der Materie Physik beschäftige, umso größer wird das Gefühl, anstatt kleiner.
Daher finde ich es fantastisch, daß ein so renommierter Mann wie Unzicker diese Thesen vertritt bei denen ich mich wiederfinde.
Noch besser wenn er etliche der größten Physiker des vergangen Jahrhunderts zitiert, die alle unisono sagen, dass etwas im Argen liegt.
Auch hier fühle ich mich ein wenig bestätigt in meinem Gefühl.


Unzicker arbeitet als Gymnasiallehrer, was ihn in meinen Augen nicht unbedingt zu einem renommierten Physiker macht.

Mit Zitaten bin ich immer vorsichtig. Aus vielen Aussagen vieler großer Physiker findet man für viele Thesen passendes, insbesondere wenn man 1-2 Sätze ohne größeren Zusammenhang zitiert.

Mit obigem will ich aber nicht sagen, dass seine Kritik völlig unberechtigt ist.

Aus meiner Sicht ist es legitim, fundierte Kritik an der Physik (Vorgehensweise, bestimmte Theorien, etc.) zu äußern. Persönlich halte ich die kürzlich in einem hier irgendwo verlinkten Video vorgebrachte Kritik von Sabine Hossenfelder für fundierter, u.a. weil sie auch selbst in entsprechender Forschung tätig ist (ist nur meine Meinung).

Mein Fazit: Mit meinem Wissen vermag nicht zu beurteilen, ob beispielsweise irgendetwas auch einfacher geht. Dennoch schätze ich alle bestehenden Theorien, die eine hohe Prognosekraft haben und bislang nicht widerlegt werden konnten. Ich halte Querdenken in der Forschung für wichtig, bin aber der Überzeugung, dass man heute schon ein mein Level deutlich übersteigendes Wissen braucht, um dies mit einigermaßen Aussicht auf Erfolg tun zu können.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 20:27 #69627

Falsifikator schrieb: Das ist nichts anderes als das Auslagern von Problemfällen.

Das ist ja auch das, was der DM vorgeworfen wird.

Allerdings sehe ich es exakt anders herum. Das Auslagern von Problemen führt eher dazu, diese zu minimieren und irgendwann ganz zu lösen.

Natürlich benötigt man dafür eine Idee der Strukturierung. zB wählt man eine Masseneinheit und rechnet dann nur noch mit Vielfachen. Diese Zahlen teilt man in ganze Zahlen und den Rest auf. Nun kann man für die ganzen Zahlen eine neue Theorie suchen und für die Reste ebenfalls eine Theorie. Am Ende steht ein neues Bauwerk mit minimalen Abweichungen zur Natur, das aber mit deutlich weniger zu messenden Konstanten auskommt. Ob sich dies dann bewährt oder vefeinert werden kann, ist eine andere Frage.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 01 06. 2020 23:46 #69633

Ihr hab ja recht, wenn ihr sagt Wissenschaft funktioniert so. Aber Skepsis ist im Moment einfach angesagt, glaube ich. Ich verstehe auch, dass oft unbegründete Kritik erfolgt. Aber hier hat der Herr Unzicker einen Finger in der Wunde. Er prangert Misstände an, die immer offensichtlicher werden.
Die Frage wie lange man da noch weggucken kann und so tun kann, es sei alles in Ordnung und business as usual machen? Da wünschte ich mir eine offenere Diskussion darüber, dass sich was abzeichnet in der Wissenschaft.
Wenn man das nicht sieht und denkt, es sei alles in Ordnung, auch ok. Nur darf ich mich da wundern ob das Ausmaß dessen was gerade in der Physik geschieht wirklich nur ein Hirngespinst von mir ist.
Zugegeben wir haben viel erreicht, und wir können die Sachen wunderbar anwenden, aber ist das schon Wissenschaft? Die Modelle sind zu kompliziert geworden. Nicht, daß ich mich darüber ärgere, aber genau hier müssten eben alle Alarmglocken läuten. Das hat Herr Unzicker wunderbar auf den Punkt gebracht.
Es lässt sich gut leben mit Systemen die sich selbst erhalten, nur sind sie nicht Zielführend auf dem Erkenntnisweg. Viele Wissenschaftler verlaufen sich in unzähligen Labyrinthen.
Ich sage vorraus, wenn nicht bald der Ausstieg gefunden wird, fliegt uns das Gebäude um die Ohren mit immer mehr unerklärlichen Phänomenen.
Als Naturliebhaber, glaube ich felsenfest an einfachere Konzepte. Deswegen sehe ich es vielleicht auch in dieser Deutlichkeit. Aber ich will keinen aus seiner Komfortzone holen.
Hat auch sein gutes, wenn man denkt alles sei in Ordnung ;-)

gruß

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 11:35 #69854

Es gibt immer wieder PhysikerInnen, die bestimmten Umständen, Entwicklungen etc. kritisch gegenüber stehen, etwa Smolin oder Hossenfelder. Die Kritiken oder Einschätzungen mag man teilen oder nicht, üblicherweise sind aber valide Punkte dabei.

Bei Unzicker ist das nicht der Fall: Der Mann ist keineswegs renommiert, im Gegenteil wird er (meiner Erfahrung nach) wenn überhaupt als Crank wahrgenommen. Und das meiner Einschätzung nach zu Recht: Er mag ich als jemand gerieren, der "den Finger in die Wunde legt", er selbst ist aber kein Physiker und hat von den Themen, die er "kritisiert" so gut wie gar keine Ahnung. Ich habe ein paar Auftritte von ihm gesehen und fundiert war da leider gar nichts, stattdessen ganz viel Fremdscham. Entsprechend sollte man auf seine "Analysen" nicht viel geben: Die fußen in erster Linie auf seinem Unverständnis, den Rest hat er zusammenfantasiert.

Edit: Der Punkt ist: Wer denkt, dass Physik eine Wohlfühlblase und Kritik unerwünscht ist, disqualifiziert sich direkt von einer potentiellen Debatte, weil er oder sie von praktizierter Wissenschaft offenbar nicht die geringste Ahnung hat. Das ist keineswegs wie Wissenschaft (auch tatsächlich) funktioniert. Nur: Leute wie Unzicker tragen nichts bei, zum einen ihre Analysen und Kritiken nicht fundiert und damit wertlos sind und sie zum anderen selbst nichts konstruktives oder originelles vorzuweisen haben.
Folgende Benutzer bedankten sich: ra-raisch, Arrakai, wm

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 11:42 #69856

Ferragus schrieb: er selbst ist aber kein Physiker


de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Unzicker

Physiker ist er, war aber offenbar nie in der physikalischen Forschung tätig.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 11:54 #69858

ClausS schrieb:

Ferragus schrieb: er selbst ist aber kein Physiker


de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Unzicker

Physiker ist er, war aber offenbar nie in der physikalischen Forschung tätig.


Dass er Physik studiert hat, weiß ich, ich meinte "Physiker" als Berufsbezeichnung. LehrerInnen will ich ausdrücklich nicht die Physikkompetenz absprechen, nur die Themengebiete, mit denen Unzicker sich beschäftigt (Standardmodell, Stringtheorie, etc.), gehören wohl eher nicht zum Schulstoff. (Auch nicht im Studium)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 12:45 #69861

Ich will Herrn Unzicker nicht heilig sprechen. Ich sage nur, daß er in einigen Punkten recht hat. Irgendwas ist faul im Staate Physik. Das er keine Lösung für die Probleme hat, ist natürlich schade. Wer kritisiert, sollte zumindest auch an einer Lösung arbeiten.
Und zum Renomee, er hat immerhin 3 Bücher geschrieben. Alle aus dem Wissensbereich der Physik, bzw. philopsipischen Physik.
Außerdem hat er den Preis "Wissensbuch des Jahres" mit einem seiner Bücher gewonnen.
Aber mal ganz abgesehen davon, daß er kein Unbekannter ist, geht es mir um seine Argumente und Sichtweise. Ich für meinen Teil finde mich da eben wieder. Gerade was die Transparenz angeht.
Ich selber habe eben das starke Gefühl, dass irgendetwas nicht schlüssig ist in den derzeitigen Konzepten. Das Higgsfeld ist eins davon. Wir konnten schon bevor wir das Higgsfeld gefunden haben scheinbar wunderbar erklären was Massen sind. Jetzt spricht man aber allein dem Higgsfeld diese Rolle zu. Häh? Sorry, dass ich das schon sehr ominös finde. Man deckt Ungereimtheiten auf und schwupps hat die Physik etwas neues, unbekanntes was diese Lücke schließt. Was das ist, oder was das kann bleibt vage. Damit kann man jede noch so schlechte Theorie retten. Alles was nicht passt, wird in "neuem unbekannten" ausgelagert.

Mit den Aussagen von Herrn Unizicker finde ich eine Bestätigung dessen was ich denke, deswegen mag ich ihn. Das ist keine Wissenschaftliche Begründung, aber eine auf Gefühlsbasis.
Nun könnt ihr aber gerne darüber herfallen...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 12:47 #69862

Ich weiß nicht Recht, ob man jemanden mit Diplom in Physik automatisch als Physiker bezeichnen kann.
Er hat das Staatsexamen (also nur das erste) in Jura, also ist er noch kein Volljurist, der juristisch tätig werden darf. Ein Diplom-Jurist hat einen Titel und sonst nichts...nur zum Vergleich.
EDIT: Allerdings genügt sicherlich das Diplom in Physik für die Berufsausübung. Soweit ich wiki verstanden habe, war er aber gar nicht als Physiker tätig, wie ClausS schon sagte.
Folgende Benutzer bedankten sich: Ferragus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 12:59 #69863

ra-raisch schrieb: Ich weiß nicht Recht, ob man jemanden mit Diplom in Physik automatisch als Physiker bezeichnen kann.
Er hat das Staatsexamen (also nur das erste) in Jura, also ist er noch kein Jurist, jedenfalls kein Volljurist, der juristisch tätig werden darf.


Selbst wenn er Bäcker wäre und dieses Fachwissen hätte... Was er sagt, hat für mich Hand und Fuß. Ich kann mich in seiner Kritik an der Wissenschaft bzw. den Vorgängen in der Physik wiederfinden. Zum Glück bleibt das jedem selbst überlassen ob er das für gerechtfertigt hält oder nicht.
Die Zeichen stehen ganz klar auf neues Modell. Jede neue Stellschraube wirft mehr Fragen auf, als das sie welche beantwortet. Aber natürlich kann man sich mit immer neuen Schrauben über die Zeit retten. Wenn man aber ehrlich sein wollte, müsste man zugeben, daß unsere derzeitigen Theorien versagen bei der korrekten Beschreibung der Wirklichkeit. In einigen Bereichen sind wir gut dabei, in anderen eben eher nicht. Der erste Schritt wäre eben es zu erkennen, und dann daran zu arbeiten es zu ändern.
Wir sind gerade als Gemeinschaft dabei es zu erkennen. Jeder in seinem Tempo. Und dafür ist Unzicker ein großes Lob auszusprechen in meinen Augen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 13:04 #69864

Falsifikator schrieb: Selbst wenn er Bäcker wäre und dieses Fachwissen hätte...

Da hast Du vollkommen Recht.

Falsifikator schrieb: Was er sagt, hat für mich Hand und Fuß.

Der historische Aufriss hat mir gut gefallen. Sonst erzählt er nur Trivialitäten. Es ist das Traumziel jedes Physikers, eine Naturkonstante zu berechnen, also durch andere zu erklären, einen neuen grundlegenden Zusammenhang nachzuweisen. Die Ideen die er vorschlägt, haben aber weder Hand noch Fuß sondern sind Milchmädchenrechnungen wie bei VT üblich. Das mag beim Publikum gut ankommen und auch den gewünschten Publicity Effekt verursachen, wie bei VT eben auch, mehr ist aber nicht dahinter, das sieht man auf den ersten Blick, siehe meinen Post weiter oben.
Folgende Benutzer bedankten sich: Ferragus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 13:07 #69865

Falsifikator schreibt:

Und ich bin zutiefst überzeugt von einem "Plan" bzw "Gen" der Natur. Wenn man das erkennt, versteht man was Feynman, Dirac, Einstein und co. da sagen.
Es ist so, daß die Natur nicht kompliziert daher kommt. Wir haben sie lediglich noch nicht verstanden.

Lieber Falsifikator, das ist jetzt eigentlich reinste Dogmatik. Wie geht das, dass ich von Etwas, das ich nicht verstanden habe, weiß, dass es nicht kompliziert ist? Zumal deine Aussage auf ein Paradoxon hinaussteuert. Wir Menschen als Bestandteil der Natur denken "komplizierter" als die Natur selbst? Mengentheoretisch müsste die Natur die Kompliziertheit als echte Teilmenge an sich doch beinhalten.
Dem Grunde nach machst du doch hier etwas, auf das Hossenfelders Kritik zielt. Aus meiner Sicht bemängelt sie genau das, das wir uns von Vorurteilen über das Wesen von Naturgesetzen bzw. deren beschreibenden Formeln (Einfachheit, Kürze, Schönheit) möglicherweise in eine falsche Ecke gelockt wurden. Aus meiner Sicht macht Hossenfelder eben keine Apodiktik über das Erscheinungsbild.
Wie Ferragus schon sagte, hat Hossenfelder eine wissenschaftliche Laufbahn (vielleicht am prominentesten am Perimeter)und arbeitet zurzeit (scheinbar unbefristet) am Frankfurt Institute for Advanced Studies. Also durchaus solide. Dennoch wirkte ihre ((fundierte) Kritik gelegentlich etwas angep…., weil sie einfach keine Daueranstellung gefunden hat. Zu Unzicker gab es hier schon einmal eine Diskussionen. Meine moderate Kritik ist: Unzickers Kritik kann, soll und darf man sich anhören. Am Ende bekommt das bei ihm oft so etwas Manisches. Die Kritik kommt ständig auf dem gleichen Pferd daher, dass nur einen dürftigen, wechselnden Überwurf erhält. Gelegentlich ist er dann auch nicht mehr auf der Höhe.


Folgende Benutzer bedankten sich: Falsifikator

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.


Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 13:58 #69877

D.Rajic schrieb: Falsifikator schreibt:

Und ich bin zutiefst überzeugt von einem "Plan" bzw "Gen" der Natur. Wenn man das erkennt, versteht man was Feynman, Dirac, Einstein und co. da sagen.
Es ist so, daß die Natur nicht kompliziert daher kommt. Wir haben sie lediglich noch nicht verstanden.

Lieber Falsifikator, das ist jetzt eigentlich reinste Dogmatik. Wie geht das, dass ich von Etwas, das ich nicht verstanden habe, weiß, dass es nicht kompliziert ist? Zumal deine Aussage auf ein Paradoxon hinaussteuert. Wir Menschen als Bestandteil der Natur denken "komplizierter" als die Natur selbst? Mengentheoretisch müsste die Natur die Kompliziertheit als echte Teilmenge an sich doch beinhalten.
Dem Grunde nach machst du doch hier etwas, auf das Hossenfelders Kritik zielt. Aus meiner Sicht bemängelt sie genau das, das wir uns von Vorurteilen über das Wesen von Naturgesetzen bzw. deren beschreibenden Formeln (Einfachheit, Kürze, Schönheit) möglicherweise in eine falsche Ecke gelockt wurden. Aus meiner Sicht macht Hossenfelder eben keine Apodiktik über das Erscheinungsbild.
Wie Ferragus schon sagte, hat Hossenfelder eine wissenschaftliche Laufbahn (vielleicht am prominentesten am Perimeter)und arbeitet zurzeit (scheinbar unbefristet) am Frankfurt Institute for Advanced Studies. Also durchaus solide. Dennoch wirkte ihre ((fundierte) Kritik gelegentlich etwas angep…., weil sie einfach keine Daueranstellung gefunden hat. Zu Unzicker gab es hier schon einmal eine Diskussionen. Meine moderate Kritik ist: Unzickers Kritik kann, soll und darf man sich anhören. Am Ende bekommt das bei ihm oft so etwas Manisches. Die Kritik kommt ständig auf dem gleichen Pferd daher, dass nur einen dürftigen, wechselnden Überwurf erhält. Gelegentlich ist er dann auch nicht mehr auf der Höhe.


Danke für deinen überaus konstruktiven Post.
Ich vermag mich nicht ganz so gewählt auszudrücken, aber ich versuche es troztdem rüberzubringen.
Ich teile nicht alle Aussagen von Herrn Unzicker. Aber er hat Punkte die man nicht so ohne weiteres widerlegen kann. Ich finde es einfach sehr gut, dass es so mutige Menschen gibt, die sich gegen die allgemeine Meinung stellen. Kritiker sind in diesem Metier sehr selten. Jeder der sich mit dem Bereich beschäftigt, kennt diese mit Namen.
Ich persönlich glaube eben, daß es hier mehr Leute geben sollte, die auf die Misstände aufmerksam machen sollten.
Das die Natur nur das hervorbringen kann, was in ihr selbst steckt, da kann ich dir folgen. Wir sind aber gerade im Bereich der Physik noch in der gefühlten "Steinzeit". Hart aber wahr.
Hier müssen wir nunmal erst die Grundlegenden Zusammenhänge erkennen. Und die sind einfach. Ich kann das so behaupten, weil ich eben ein Weltbild habe, dass darauf hindeutet. Ob Frau Hossenfelder so ein Modell in der Hinterhand hat, weiß ich nicht. Aus der rein hypothetischen Betrachtung hat sie aber natürlich recht.
Zum Erscheinungsbild ist es nunmal so, dass wir empirisch mit "schönen, einfachen, vereinfachenden Formeln" die besten Resultate erzielt haben. Das mag sich in Zukunft ändern, aber im Moment sehe ich persönlich nicht warum das jetzt sein sollte.
Festgefahren sind wir, weil wir an einem Modell festhalten und es immer komplizierter machen. Nicht weil wir ein einfacheres Modell erschaffen das konsistenter ist mit der Wirklichkeit.
Ich widerspreche also nur ungern der Frau Hossenfelder, weil auch sie zu den mutigen gehört, aber an dieser Stelle muss ich es.
Und ja, Herr Unzicker steht manchmal neben sich...

Nachtrag: Zur Natur kann ich dir sagen, daß in dem Code bzw. den Genen lediglich festgeschrieben sein muss, das das Verbindende an erster Stelle steht.
Es muss nicht jedwede Verbindung in dem Code stecken. Aber man kann es natürlich als Resultat dessen ansehen und bis zu diesem Punkt zurückdenken.
Wenn die Natur also Verbindungen begünstigt, bzw. es ein fundamentales Element der Natur ist, kann man sich eben vorstellen, daß jede mögliche Verbindung eben auch irgendwann existent sein wird. Wie zum Beispiel das überaus komplizierte menschliche Genom.
Es stellt lediglich ein Zeitfrage dar. Daher kann man zumindest ohne eine göttliche Kraft zur Schlussfolgerung kommen, wir sind entstanden, weil wir es mussten.
Die Verbindung in dieser Folge war möglich, also wurde sie Real.
Dieses gilt natürlich nicht nur für unsere Erde... Die Bedingungen müssen passen und der Zeitraum muss lang genug sein. Dann wird man jede mögliche Verbindung auch nachweisen können.
Ob die Natur damit ein Ziel verfolgt, wäre dann wieder eine andere Frage. Hier kann man aber nur spekulieren, ob wir "das Ziel" der Natur darstellen. Erschaffen um etwas zu verstehen oder zu schaffen...

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 14:55 #69879

Falsifikator schrieb: Kritiker sind in diesem Metier sehr selten.


Darf man fragen, was dich zu dieser Aussage verleitet? Das ist überhaupt nicht meine Erfahrung, m.E. ist genau das Gegenteil der Fall.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 16:30 #69889

Ferragus schrieb:

Falsifikator schrieb: Kritiker sind in diesem Metier sehr selten.


Darf man fragen, was dich zu dieser Aussage verleitet? Das ist überhaupt nicht meine Erfahrung, m.E. ist genau das Gegenteil der Fall.


Hmm das ist nur meine persönliche Meinung aus meiner sphärischen Sichtweise. Ich habe in einer Glocke von Medienmeldungen gelebt. Was die Wissenschaft nicht alles wieder entdeckt hat. Dunkle Energie "entdeckt", Dunke Materie entdeckt usw.. Ich persönlich habe es lediglich nicht verstanden, so hab ich mir eingebildet. Ich hatte andere Vermutungen, aber habe mir nicht zugetraut hier richtig liegen zu können. Wenn alle Wissenschaftler dieser Meinung sind.
Bis ich eben ein Video von Herrn Unzicker gesehen habe. Vorher habe ich nur Videos gesehen, die das was da ist erklären, aber nie jemanden der es hinterfragt hätte.

Ok youtube gibt mir recht. Wenn man sich die Massen an Videos anguckt die erklären und die, die anzweifeln. Es ist ja nicht so, daß da viele öffentliche Personen aus dem Bereich unterwegs wären. Herrn Gaßner muss ich hier herausnehmen. Er hat sehr klar zum Ausdruck gebracht, daß er eben nicht mit allem konform geht. Das hört man raus, wenn man die Videos unter diesem Aspekt anschaut. Dazu erklärt er Phänomenal gut.
Ich freue mich aber wenn ich mich hier irre. Wirklich. Meine Erfahrung war bisher aber eine andere. Kritik sorgt oft für eine sehr harrsche Gegenkritik.

Gruß

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 04 06. 2020 19:10 #69900

Falsifikator schrieb: dass es so mutige Menschen gibt, die sich gegen die allgemeine Meinung stellen. Kritiker sind in diesem Metier sehr selten. Jeder der sich mit dem Bereich beschäftigt, kennt diese mit Namen.
Ich persönlich glaube eben, daß es hier mehr Leute geben sollte, die auf die Misstände aufmerksam machen sollten.

Welche Missstände denn und wo stellt sich Unzicker denn gegen die vorherrschende Theorie? Ich sehe da gar nichts, außer dass seine überhöhten Erwartungen nicht erfüllt werden.

Falsifikator schrieb: Festgefahren sind wir, weil wir an einem Modell festhalten und es immer komplizierter machen.

Das stimmt auch nicht, denn kein Mensch macht das Modell komplizierter sondern wir machen Messungen, die nicht in das alte Modell passen. Soll man das ignorieren? Bis ein neues Modell entsteht, das vielleicht noch runder ist und die neuen Messungen mit Leichtigkeit erklärt, wird es noch lange dauern.

Aber worüber sprechen wir hier eigentlich? Über genau 17 Elementarteilchen und fast ebensoviele Antiteilchen. Vor dem Quarkmodell waren es weit über 100 Teilchen im Zoo (200 Mesonen und ~150 Baryonen). Ich weiß nicht Recht, was Frau Hossenfelder dazu sagt. Es hat damals ziemlich lange gedauert, bis es möglich war, eine bessere Theorie zu entwicklen. Ist das heute etwa einfacher geworden und wird böswillig ignoriert? Wer es kritisiert, soll doch bitte selber aktiv werden und den Nobelpreis abräumen.
Folgende Benutzer bedankten sich: Ferragus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 05 06. 2020 15:44 #69979

ra-raisch schrieb:

Falsifikator schrieb: dass es so mutige Menschen gibt, die sich gegen die allgemeine Meinung stellen. Kritiker sind in diesem Metier sehr selten. Jeder der sich mit dem Bereich beschäftigt, kennt diese mit Namen.
Ich persönlich glaube eben, daß es hier mehr Leute geben sollte, die auf die Misstände aufmerksam machen sollten.

Welche Missstände denn und wo stellt sich Unzicker denn gegen die vorherrschende Theorie? Ich sehe da gar nichts, außer dass seine überhöhten Erwartungen nicht erfüllt werden.

Falsifikator schrieb: Festgefahren sind wir, weil wir an einem Modell festhalten und es immer komplizierter machen.

Das stimmt auch nicht, denn kein Mensch macht das Modell komplizierter sondern wir machen Messungen, die nicht in das alte Modell passen. Soll man das ignorieren? Bis ein neues Modell entsteht, das vielleicht noch runder ist und die neuen Messungen mit Leichtigkeit erklärt, wird es noch lange dauern.

Aber worüber sprechen wir hier eigentlich? Über genau 17 Elementarteilchen und fast ebensoviele Antiteilchen. Vor dem Quarkmodell waren es weit über 100 Teilchen im Zoo (200 Mesonen und ~150 Baryonen). Ich weiß nicht Recht, was Frau Hossenfelder dazu sagt. Es hat damals ziemlich lange gedauert, bis es möglich war, eine bessere Theorie zu entwicklen. Ist das heute etwa einfacher geworden und wird böswillig ignoriert? Wer es kritisiert, soll doch bitte selber aktiv werden und den Nobelpreis abräumen.

Empfindest du wirklich so? Kritik sei nicht angebracht?
Also für mich wird es Zeit für eine klare Herausarbeitung, daß unser Modell fatal gescheitert ist. Wie sonst willst du es nennen wenn nicht gescheitert?
Es kann immer mehr Phänomene nicht aus sich heraus erklären. Wir brauchen immer mehr "dunkles" um unsere Welt einigermaßen erklären zu können.
Ein Wort umschreibt diesen Zustand als einziges korrekt: Gescheitert!
Und das muss man erstmal akzeptieren, oder man "entdeckt" immer mehr dunkles. Bis es ein Labyrinth von dunklem gibt, in dem man sich hervorragend verlaufen kann.
Wenn jemand das nicht so sieht, ist das seine Meinung. Ich bin froh, daß es Kritiker gibt, die genau diesen Umstand benennen. Ohne es zu verschönen oder unter einem dunklen Tuch zu verhüllen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 05 06. 2020 16:00 #69980

Falsifikator schrieb: Empfindest du wirklich so? Kritik sei nicht angebracht?
Also für mich wird es Zeit für eine klare Herausarbeitung, daß unser Modell fatal gescheitert ist.

Du sprichst vom Teilchenmodell, und den unerklärlichen Massen, nehme ich an? (Davon sprach ich jedenfalls)
Da die Massen nicht Teil des Modells sind, kann das Modell gar nicht gescheitert sein.
Für die Massen existiert überhaupt kein Modell.

Was genau willst Du also kritisieren:
Dass kein Modell existiert? Oder dass ein gut funktionierendes Modell für andere Eigenschaften existiert?
Beides geht ins Leere.

Sprichst Du hingegen von DE und DM, dann gibt es für DE sehr wohl ein Modell und für DM zumindest eine Hypothese, oder gar mehrere, wenn man die Alternativen einbezieht.

Nach Deiner Ansicht wäre Newton "gescheitert", weil in seinem Modell keine Reibung, Viskosität, Spannung, Druck, Elektrizität, Kernkraft und alle heute noch unbekannten Effekte vorkommen. Die einzige Erweiterung zu Newton ist hingegen SRT und ART, alles andere (heute bekannte) hat gar nichts damit zu tun.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Naturgesetze sind einfach 05 06. 2020 16:14 #69981

ra-raisch schrieb:

Falsifikator schrieb: Empfindest du wirklich so? Kritik sei nicht angebracht?
Also für mich wird es Zeit für eine klare Herausarbeitung, daß unser Modell fatal gescheitert ist.

Du sprichst vom Teilchenmodell, und den unerklärlichen Massen, nehme ich an?
Da die Massen nicht Teil des Modells sind, kann das Modell gar nicht gescheitert sein.
Für die Massen existiert überhaupt kein Modell.

Was genau willst Du also kritisieren:
Dass kein Modell existiert? Oder dass ein gut funktionierendes Modell für andere Eigenschaften existiert?
Beides geht ins Leere.

Um ehrlich zu sein sehe ich die größeren Probleme nicht bei den Teilchen, also der Quantentheorie, sondern vielmehr in unserer "makroskopischen Welt".
In der Quantentheorie, wenn man das als Überbegriff der Teilchenphysik nimmt, waren die Massen ein Problem. Dies wurde mit dem Higgsfeld erklärbar gemacht.
Andere Phänomene kann aber die Quantentheorie eben auch nicht vollständig auflösen. Die Unschärfe, der Teilchendualismus, die Quantenverschränkung usw...

Ich habe eher auf die ART angespielt. Diese erklärt weder die Gravitation richtig, noch die Ausdehnung des Universums, noch die Galaxiendrehung. Wo ist hier das alternative Modell? Newtons 250 Jahre altes Modell?
Beide können Phänomene nicht erklären. Das muss man doch einfach mal akzeptieren. Es ist nicht alles in wunderbarer Ordnung. Wir können Phänomene nicht mehr mit unseren "Modellen" beschreiben. Es bleiben immer mehr Fragen offen.
Und es macht ab einem gewissen Punkt eben keinen Sinn mehr von einem funktionierendem Modell zu sprechen. Mehr will ich und wahrscheinlich die Kritiker zum Ausdruck bringen.
Wir müssen einsehen, daß wir hier neue Modelle brauchen. Oder wir verkomplizieren eben ein ansonsten gutes Modell immer mehr. Weil wir immer mehr Aufbauten drauftürmen, wie eben die DE und DM und das Higgsfeld.
Aber nochmal, ich will keinen mit der Brechstange davon überzeugen. Jeder hat seine Komfortzone. Meine wurde nachhaltig von den unerklärbaren Phänomenen in Mitleidenschaft gezogen. Wer auf eine andere Schlussfolgerung kommt, dem sei seine Meinung gelassen.
Aber es muss eben auch anders denkenden ihre Meinung gelassen werden.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

  • Seite:
  • 1
  • 2
  • 3
Powered by Kunena Forum