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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 15:40 #72598

ra-raisch schrieb: Was sich ändert, ist die lorentzkontrahierte Länge aus der Ferne gesehen.

Es gibt in der ART keine lorentzkontrahierte Länge aufgrund von Gravitation.
ra-raisch schrieb: Es geht nur noch darum, was man unter Eigenlänge versteht.

"ds". ds ist in einem positiv gekrümmten Raum (Gravitation) länger als in einem flachen Raum.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 16:39 #72599

Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Was sich ändert, ist die lorentzkontrahierte Länge aus der Ferne gesehen.

Es gibt in der ART keine lorentzkontrahierte Länge aufgrund von Gravitation.

Das ist insofern wie bei der SRT: Eine Eigenlänge sieht von außen kürzer aus, das nennt man lorentzkontrahiert.
Michael D. schrieb: "ds". ds ist in einem positiv gekrümmten Raum (Gravitation) länger als in einem flachen Raum.

Das ist korrekt. Das nennt man Raumdehnung. Bei Längen hat man die Eigenlänge im Auge und nennt es lorentzkontrahiert. Es ist aber genau dasselbe nur ein anderer Aspekt davon.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 18:41 #72607

Falsifikator schrieb: Wenn du irgendwo im Raum eine Stauchung hast, hast du woanders eine Dehnung.


....diesen Gedanken verliere mal nicht. :)

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 20:51 #72626

ra-raisch schrieb: Das ist insofern wie bei der SRT: Eine Eigenlänge sieht von außen kürzer aus, das nennt man lorentzkontrahiert.

In der SRT bei Bewegung ja. Nicht in der ART bei Gravitation. Einstein spricht kein einziges mal von Lorentz-Kontraktion aufgrund von Gravitation.
ra-raisch schrieb: Das ist korrekt. Das nennt man Raumdehnung. Bei Längen hat man die Eigenlänge im Auge und nennt es lorentzkontrahiert. Es ist aber genau dasselbe nur ein anderer Aspekt davon.

"ds" ist ein Wegelement. Daher ist es eine Längendehnung und keine Raumdehnung. Und nein, bei Gravitation spricht man nicht von Lorentz-Kontraktion.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 20:55 #72627

Michael D. schrieb: Einstein spricht kein einziges mal von Lorentz-Kontraktion aufgrund von Gravitation.

Ja, das stimmt schon, sag mir ein besseres Wort.
Das durchaus übliche "Lapse" hat Dir ja statt gravitat.Zeitdilatation auch nicht gefallen. Und mit "Shiftvektor" lag ich leider falsch.

Wie wärs einfach mit Längenkontraktion? Es klingt halt fast nach Gezeitenkräften.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 21:11 #72632

ra-raisch schrieb: Wie wärs einfach mit Längenkontraktion?

Es gibt keine Längenkontraktion. Es gibt eine Längendehnung. Wenn Du die projizierst, sieht es aus wie ein flacher Raum mit normalen Abständen. Nur die Zeitdilatation aus der Ferne sagt uns, dass der Raum lokal radial gedehnt sein muss.



Schau Dir das Bild doch an. Die radialen Längen sind im Trichter gedehnt. Aber wenn Du von oben draufschaust, siehts aus wie ein flacher Raum mit normalen Abständen.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 21:19 #72634

Michael D. schrieb: Schau Dir das Bild doch an. Die radialen Längen sind im Trichter gedehnt. Aber wenn Du von oben draufschaust, siehts aus wie ein flacher Raum mit normalen Abständen.

Sag mal, liest Du gar nicht, was ich schon zigmal geschrieben habe?

Die Längenkontraktion ist die Verkürzung der Eigenlänge aus der Ferne betrachtet. Objekte werden nicht gedehnt, sie bleiben unverändert, daher ergibt sich aus der Ferne gemessen die Längenkontraktion.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 21:32 #72636

ra-raisch schrieb: Die Längenkontraktion ist die Verkürzung der Eigenlänge aus der Ferne betrachtet.

Das haut nicht hin. Einstein rechnet nicht mit einer 4. Raumdimension. Insofern kann auch nichts projiziert oder kontrahiert werden. Auch nicht aus der Ferne.

Objekte werden nicht gedehnt, sie bleiben unverändert, daher ergibt sich aus der Ferne gemessen die Längenkontraktion.

Richtig ist: Radiale Abstände werden lokal gedehnt. Zeitabstände werden lokal verkürzt. Die Schwarzschild-Metrik bleibt ein Paradoxon der ART, das mir nicht gefällt. Eine zusätzliche 4. Raumdimension, die die radiale Längendehnung ermöglicht, gibt es in der ART nicht.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 21:50 #72640

Michael D. schrieb: Das haut nicht hin. Einstein rechnet nicht mit einer 4. Raumdimension.

Die Schwarzschildlösung stammt gar nicht von Einstein.

Und die besagt eben

ds = dr/²(1-rs/r)
L = ℓ/²(1-rs/r)

Und L ist die unveränderliche Eingelänge. Punkt.

Nimm die Raumdehnung:

ds = dr/²(1-rs/r)
und L sei ds/10 dann ist ℓ = dr/10 = ²(1-rs/r)L/10

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 21:54 #72641

ra-raisch schrieb: Und L ist die unveränderliche Eingelänge. Punkt.

Falsch. "ds" ist die von r abhängige Eigenlänge. Die "L"-Formel ist Kauderwelsch. Punkt.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 21:55 #72643

Ich habs nochmal ergänzt oben. Mehr sage ich dazu nicht mehr. Lies es lieber woanders nach.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 22:00 #72645

Hier nochmal mein Beispiel mit dem 3-fachen Schwarzschild-Radius. Dann erhalte ich lokal:

\(dR^2=1/(1-\frac{1}{3})dr^2=\frac{3}{2}dr^2\)

Die radiale Längendehnung ist also lokal \(\sqrt{\frac{3}{2}}\). Das ist absolut korrekt gerechnet. Punkt.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 09 07. 2020 23:50 #72654

Michael D. schrieb: Hier nochmal mein Beispiel mit dem 3-fachen Schwarzschild-Radius. Dann erhalte ich lokal:

\(dR^2=1/(1-\frac{1}{3})dr^2=\frac{3}{2}dr^2\)

Die radiale Längendehnung ist also lokal \(\sqrt{\frac{3}{2}}\). Das ist absolut korrekt gerechnet. Punkt.

JAHA

Da sind wir uns doch längst einig.

Es geht nur darum, dass ein Objekt nicht gedehnt wird, wenn Du es hinunterbringst. Es bleibt wie es ist, die Eingenlänge L bleibt unverändert. Es sieht nur immer kleiner aus, von draußen betrachtet.

Man könnte sich nun vorstellen, dass das Objekt doch real schrumpft und man es also von außen sieht, wie es wirklich ist, und nur von innen nichts davon bemerkt, weil eben alles gleichermaßen schrumpft. Aber wenn Du es drehst und wendest, würde es wieder größer und dann wieder kleiner werden, je nach der Richtung, ohne daß Du etwas davon bemerkst. Eine ziemlich merkwürdige Vorstellung. Schrumpfen von Objekten wäre überhaupt höchst merkwürdig, und auch noch ohne etwas davon zu spüren. Spätestens bei der Plancklänge würden die physikalischen Gesetze nicht mehr übereinstimmen.

Davon abgesehen sind beide Betrachtungen wohl gleichwertig. Daher rechnet man vor Ort natürlich ohne irgendwelche Schrumpfungen sondern so wie man es unmittelbar vor Ort selber misst. Das ist die Definition der Eigenlänge.Und warum soll man das dann nicht allgemein so handhaben, es ist sowieso viel leichter vorstellbar, dass der Raum größer wird als dass Objekte nur in einer Richtung schrumpfen, und sich beim Drehen wieder ausdehnen....meinst Du nicht auch?

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 09:26 #72663

ra-raisch schrieb:
Michael D. schrieb:
ra-raisch schrieb: Was sich ändert, ist die lorentzkontrahierte Länge aus der Ferne gesehen.

Es gibt in der ART keine lorentzkontrahierte Länge aufgrund von Gravitation.

Das ist insofern wie bei der SRT: Eine Eigenlänge sieht von außen kürzer aus, das nennt man lorentzkontrahiert.


de.wikipedia.org/wiki/Lorentzkontraktion

Für das Verständnis der Lorentzkontraktion ist die sorgfältige Berücksichtigung der Methoden zur Längenmessung von ruhenden und bewegten Objekten von grundlegender Bedeutung.


ra-raisch schrieb: Die Shapiroverzögerung betrifft die Vakuumlichtgeschwindigkeit c im Gravitationsfeld und nicht etwa eine Ausbreitungsgeschwindigkeit cn des Lichts dort.

Da sich Licht entlang von Geodäten ausbreitet, lässt sich dies also auch so formulieren, dass nahe einer Masse die Geodäten im Raum gekrümmt sind, was durch den kontrahierten Radius zu erklären ist. Neben der Lichtkrümmung führt dies auch zur Lichtverzögerung,

Der Effekt ist also im Vergleich zur gewöhnlichen optischen Brechung sehr klein. Dementsprechend klein ist auch der Winkel der Lichtablenkung im Gravitationsfeld.


Hier liegst du falsch , c ist immer konstant .

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 09:32 #72664

ra-raisch schrieb: Es geht nur darum, dass ein Objekt nicht gedehnt wird, wenn Du es hinunterbringst. Es bleibt wie es ist, die Eingenlänge L bleibt unverändert. Es sieht nur immer kleiner aus, von draußen betrachtet.

Ok, einverstanden. Konsens. :)
heinzendres schrieb: Hier liegst du falsch , c ist immer konstant .

Lokal ja. Aus der Ferne nur mit Zusatzannahmen: entweder ist im Gravitationsfeld die Zeit schneller oder der Weg länger. In beiden Fällen kommt das Licht nicht so schnell voran (Shapiro-Effekt).

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 12:55 #72675

heinzendres schrieb: Hier liegst du falsch , c ist immer konstant .

Wie Michael schon sagte, muss zwischen lokal und absolut (gegenüber der flachen Raumzeit) unterschieden werden.
Das ist übrigens auch im Medium so mit cn·n=c°. Auch hier ist in Wahrheit die Lichtgeschwindigkeit c° aber durch Interferenz mit sekundären Wellen aus dem Medium ergibt sich im Endeffekt das verlangsamte Erscheinungsbild. Im Gravitationsfeld ist es aber keine Überlagerung mit Sekundärwellen sondern eine absolute Verlangsamung durch Zeitdilatation.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 13:48 #72682

ra-raisch schrieb: Schrumpfen von Objekten wäre überhaupt höchst merkwürdig, und auch noch ohne etwas davon zu spüren.


Höchst merkwürdig ja, aber:
Bei der Zeitdilatation der SRT wird die Zeit unbemerkt real gedehnt. Sonst würde man nicht real langsamer altern. Die Längenkontraktion ist dabei ebenfalls unbemerkt real, wie das Michelson-Morley-Experiment beweist: Nur mit realer Längenkontraktion kann die real längere Lichtlaufzeit in alle Richtungen gleich bleiben. Die SRT verlangt Längenkontraktion, damit alle Formeln im IS gleichermaßen gelten, und das tun sie dann ja auch in alle Richtungen.

Weiß jetzt zwar nicht, wie es gemäß ART aussieht, nur ganz so neu wäre eine unbemerkte reale Schrumpfung demnach nicht. Das kann schon mal unauffällig passieren ;)

Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 13:54 #72683

Steinzeit-Astronom schrieb:

ra-raisch schrieb: Schrumpfen von Objekten wäre überhaupt höchst merkwürdig, und auch noch ohne etwas davon zu spüren.


Höchst merkwürdig ja, aber:
Bei der Zeitdilatation der SRT ist es so, dass die Zeit unbemerkt real gedehnt wird. Sonst würde man nicht real langsamer altern. Die Längenkontraktion ist dabei ebenfalls unbemerkt real, wie das Michelson-Morley-Experiment beweist: Nur mit realer Längenkontraktion kann die real längere Lichtlaufzeit in alle Richtungen gleich bleiben.

Wir sprachen vorhin über lokales Schrumpfen, was bereits insoweit unsinnig ist, weil es lokal gar nicht messbar ist. Aber das ist letztlich Geschmacksfrage und wir halten uns an die sehr vernünftige übliche Festlegung der subjektiven Sichtweise. Bei jeder Beobachtung vertrauen wir der Beobachtung am meisten.
Bei SRT und ART geht es hingegen um eine Fernwirkung, sowohl bei Zeitdilatation als auch bei Längenkontraktion. Dass wir für die ART die Sichtweise der flachen Raumzeit als Norm festlegen, ändert daran nichts. Die realen Altersunterschiede der SRT ergeben sich durch einen Wechsel des IS. Vorher kann man nicht unterscheiden, wer von beiden älter ist. Das hängt von der willkürlichen Wahl der Gleichzeitigkeits-Slice (= IS) durch die Raumzeit ab.
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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 14:41 #72688

Steinzeit-Astronom schrieb: Weiß jetzt zwar nicht, wie es gemäß ART aussieht, nur ganz so neu wäre eine unbemerkte reale Schrumpfung demnach nicht. Das kann schon mal unauffällig passieren ;)


Die reale Schrumpfung ist die Sichtweise der Lorentzˋschen Äthertheorie. Von daher, ja, nicht neu, aber auch keine RT... ;)

(Aber natürlich ist mathematisch betrachtet beides vollkommen äquivalent und darüber hinaus durch Experimente nicht unterscheidbar.)

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 15:05 #72692

Arrakai schrieb: Die reale Schrumpfung ist die Sichtweise der Lorentzˋschen Äthertheorie. Von daher, ja, nicht neu, aber auch keine RT... ;)

(Aber natürlich ist mathematisch betrachtet beides vollkommen äquivalent und darüber hinaus durch Experimente nicht unterscheidbar.)

Ich verstehe das mal als Zustimmung: Reale Schrumpfung ist Fakt.

(schon klar, dass es bei Michelson-Morley noch um einen möglichen Äther ging)

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 15:15 #72695

Steinzeit-Astronom schrieb: Reale Schrumpfung ist Fakt.

Im Grunde sagt ART und SRT nichts anderes. Für den fernen Beobachter ist es ein Fakt.
Für den lokalen Beobachter ist es hingegen eine Fiktion, denn er kann keine Schrumpfung messen. Das ist dann auch in der Äthertheorie nicht anders, wenn die Ergebnisse stimmen sollen.

In der Physik wird das "real" genannt, was der lokale Beobachter misst. "Absolut" ist hingegen das, was genormt ist, in der Regel eben die flache Raumzeit.

Insofern passen hier "real" und "Fakt" also nicht zusammen.
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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 15:16 #72696

Steinzeit-Astronom schrieb: Ich verstehe das mal als Zustimmung: Reale Schrumpfung ist Fakt.


Äh - wo liest du denn das jetzt raus? Sie ist eine Möglichkeit. Aber eben nicht jene, die der ART zugrunde liegt.
ra-raisch schrieb: Im Grunde sagt ART und SRT nichts anderes. Für den fernen Beobachter ist es ein Fakt.
Für den lokalen Beobachter ist es hingegen eine Fiktion, denn er kann keine Schrumpfung messen. Das ist dann auch in der Äthertheorie nicht anders, wenn die Ergebnisse stimmen sollen.


Was du schreibst ist lediglich das, was ich ebenfalls schon geschrieben habe: Es ist nicht unterscheidbar, für keinen Beobachter und durch kein Experiment.

In ART und SRT wird die Lorentzkontraktion allerdings rein kinematisch hergeleitet, es handelt sich einfach um einen Koordinateneffekt. Das ist auch "im Grunde" etwas ziemlich anderes als eine reale Schrumpfung.
ra-raisch schrieb: In der Physik wird das "real" genannt, was der lokale Beobachter misst. "Absolut" ist hingegen das, was genormt ist, in der Regel eben die flache Raumzeit.


Sagt wer? Diese Unterscheidung kenne ich in dieser Form nicht. Was der lokale Beobachter misst ist das, was der lokale Beobachter misst. Es ist weder realer noch weniger real als das, was ein anderer Beobachter misst. Das einzige, was ich in diesem Zusammenhang kenne, sind "reale physikalische Effekte". Diese hängen nicht von der Wahl des Bezugssystems ab, also auch nicht davon, ob der Beobachter lokal misst oder weit weg ist.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 15:36 #72699

ra-raisch schrieb:
heinzendres schrieb: Hier liegst du falsch , c ist immer konstant .

Wie Michael schon sagte, muss zwischen lokal und absolut (gegenüber der flachen Raumzeit) unterschieden werden.
Das ist übrigens auch im Medium so mit cn·n=c°. Auch hier ist in Wahrheit die Lichtgeschwindigkeit c° aber durch Interferenz mit sekundären Wellen aus dem Medium ergibt sich im Endeffekt das verlangsamte Erscheinungsbild. Im Gravitationsfeld ist es aber keine Überlagerung mit Sekundärwellen sondern eine absolute Verlangsamung durch Zeitdilatation.


Dann ist meine frage folgende .

Wie groß ist c am Schwarzschildradius ? .

Die Masse eines Schwarzen Lochs ist im Zentrum konzentriert .

Gravitationswellen sind eine folge von c , da sich bei bewegter Masse die Gravitation nicht instand wie bei Newton ändert sondern sich Veränderungen des Gravitationsfeldes mit c ausbreiten . Also vom Zentrum des SL aus .

Wie können uns dann Gravitationswellen erreichen wen c nicht konstant wäre .

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 15:49 #72700

heinzendres schrieb: Also vom Zentrum des SL aus .

Wie können uns dann Gravitationswellen erreichen wen c nicht konstant wäre .

Ich vermute, dass dies der Kern der Frage ist.

Es erreichen uns keine GW vom Kern des SL. Dies ist in der Tat ausgeschlossen. Für GW ist ohnehin ein Quadrupolmoment erforderlich, also eine ungleiche Masseverteilung, die rotiert. Ein SL ist jedoch vollkommen symmtrisch. Ein rotierendes SL ist zwar abgeflacht, dies produziert aber keine GW.

Was Du vermutlich meinst, ist die Wirkung der Gravitation. Das ist also das Gravitastionsfeld oder die virtuellen Gravitonen oder die Raumzeitkrümmung, je nach Modell. Es ist eine offene Frage, wie Gravitonen aus einem SL herauskommen könnten. Es ist vollkommen ungeklärt, wie die Raumzeit durch Massen gekrümmt wird, Einstein sagt nur, wie das Ergebnis aussieht, aber nicht, wie Massen oder Energie das technisch bewerkstelligen. Die Feldtheorie besagt nun, dass das Feld vorhanden ist und sich nicht verändet, nur weil die Masse hinter dem Horizont verschwindet.

Das Modell der (virtuellen) Gravitonen läßt sich allenfalls so anwenden, wenn man die Quelle in der unmittelbaren Umgebung der Oberfläche des SL sieht, oder die virtuellen Gravitonen könnten sich trotz extremster Zeitdilatation nach außen bewegen.

Mit GW hat es jedenfalls nichts zu tun.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 16:11 #72701

Arrakai schrieb:

Steinzeit-Astronom schrieb: Ich verstehe das mal als Zustimmung: Reale Schrumpfung ist Fakt.


Äh - wo liest du denn das jetzt raus? Sie ist eine Möglichkeit. Aber eben nicht jene, die der ART zugrunde liegt.

Das schließe ich aus deinem Satz "Aber natürlich ist mathematisch betrachtet beides vollkommen äquivalent und darüber hinaus durch Experimente nicht unterscheidbar." Wenn nicht unterscheidbar, dann beweist das alte Experiment also sowohl die Nichtexistenz des Äthers, als auch die Existenz der lokalen Längenkontraktion, wie sie ja von der SRT gefordert wird.

Wenn's geht bitte vorerst ohne ART, da kenne ich die Special Effects noch nicht gut was Dehnung/Stauchung angeht. Ich bezog mich ja explizit immer auf die SRT in diesem Punkt und auf ein früheres Experiment (das die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit nahelegte). ART wäre schon ok, aber ihr habt mir ja noch nicht mal wirklich bestätigt, dass die lokale Verformung eines Objekts gemäß SRT real ist. ra-raisch war ja für die ART nicht sicher. Also wenigstens für die SRT?


Und sorry... real... nicht real... absolut... also unter "real" verstehe ich ontologisch, universal, wirklich, absolut echt existierend im Universum, wie beschrieben mit der Zeitdilatation ("Zwillingsparadoxon"): Der Zeitunterschied ist messbar nach der Rückkehr des Zwillings, wenn beide wieder im selben IS sind. nicht nur scheinbar während der Reise von weitem gesehen, nicht nur vorübergehend lokal. Er bleibt nachhaltig, unumkehrbar, real eben. Es sieht nicht nur so aus von einer bestimmten Perspektive. Es ist nicht nur ein Effekt wie der, dass der Mond am Himmel für mich fingerdick aussieht, was er real gar nicht ist. Wenn er runterfällt, sehe ich seine reale Größe, ebenso wie wenn ich hin fahre.

Gibt es ein Problem mit diesem Realitätsbegriff? Nennt man das in Physik anders? real=lokal? Wenn man lokal zwar keinen Unterschied misst, aber die Metrik verformt die Objekte lokal trotzdem, wie nennt man das dieses "totzdem", also das verformte Objekt? "Real verformt" oder "scheinbar nicht verformt", oder gibt es vielleicht keinen Ausdruck dafür?

In oben beschrieben Sinne von "real" meinte ich auch "Fakt". Was real ist oder vorkommen kann im Universum, ist Fakt. Wolken sind Fakt, fliegende Eisberge nicht. Längenkontraktion ist Fakt, also ein Objekt kann lokal real verformt sein, wenn auch unbemerkt vom Objekt selbst, weil verschleiert durch die entsprechende reale Zeitdilatation (die dann auch nachhaltig ist).

Ich will "real" oder "Fakt" nicht mit diesen Bedeutungen etablieren, nur klarstellen, was ich eigentlich meinte mit meinen Aussagen.

Würde halt gerne verstehen, was da Konsens ist über diese Sachverhalte (Dehnung/Stauchung). Bei Formulierungen wie "aus Sicht des Beobachters" weiß ich nie richtig wo jetzt genau, welcher Beobachter, sieht es nur von weitem so aus oder ist es wirklich, eben real wie man dann auch nach der Rückkehr der Zwillings beim Uhrenvergleich sieht?

Sorry, wenn's nervt ^^ .... ich mach' besser mal Pause.

Also sprach das Photon: Wo wir sind ist vorne! Und sollten wir mal hinten sein, dann ist hinten vorne!

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 18:36 #72705

ra-raisch schrieb: Es erreichen uns keine GW vom Kern des SL. Dies ist in der Tat ausgeschlossen. Für GW ist ohnehin ein Quadrupolmoment erforderlich, also eine ungleiche Masseverteilung, die rotiert. Ein SL ist jedoch vollkommen symmtrisch. Ein rotierendes SL ist zwar abgeflacht, dies produziert aber keine GW.

Ja das ist Trivial

Es geht um die von LIGO gemessenen , also das Spiraliren eines Kleinen SL in ein Größeres .

Würde eine Veränderung des Gravitationsfeldes stattfinden wen die maximale informationsübertragende Geschwindigkeit kurz c am EH bei null wäre wo die Fluchtgeschwindigkeit von Licht Größer als c ist und somit nicht mehr entkommen kann .

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 19:51 #72707

Köstlich
wie zwei aus unterschiedlicher Perspektive das Selbe sagen und sich über gefühlt 50 Beiträge darüber streiten können^^

assume good faith

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 10 07. 2020 22:38 #72720

Merilix schrieb: Köstlich
wie zwei aus unterschiedlicher Perspektive das Selbe sagen und sich über gefühlt 50 Beiträge darüber streiten können^^

Naja wenn etwas anders als in der RT dargestellt wird, muss ich leider hartnäckig widersprechen, auch wenn es lästig wird.
heinzendres schrieb: Es geht um die von LIGO gemessenen , also das Spiraliren eines Kleinen SL in ein Größeres .

Würde eine Veränderung des Gravitationsfeldes stattfinden wen die maximale informationsübertragende Geschwindigkeit kurz c am EH bei null wäre wo die Fluchtgeschwindigkeit von Licht Größer als c ist und somit nicht mehr entkommen kann .

ok, gut. Die Fluchtgeschwindigkeit ist erst unmittelbar bei r→rs v=c. Übrigens stammt die Energie der GW aus der Rotation, die jederzeit abgegeben werden kann.

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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 11 07. 2020 04:57 #72738

ra-raisch schrieb:

Merilix schrieb: Köstlich
wie zwei aus unterschiedlicher Perspektive das Selbe sagen und sich über gefühlt 50 Beiträge darüber streiten können^^

Naja wenn etwas anders als in der RT dargestellt wird, muss ich leider hartnäckig widersprechen, auch wenn es lästig wird.

Wenn Michael das Selbe sagt wie du und du dem widersprechen musst dann widersprichst du dir Selbst oder?

Achja, zwei Bezugssysteme -> zwei Betrachtungsweisen. Was für den einen vor Ort real gedehnt ist erscheint für den anderen aus der Ferne betrachtet wieder auf ein Normalmaß verkürzt.

"Aufgrund der Raumzeitkrümmung sind die radialen Abstände im Gravitationsfeld vergrößert (das heißt, der Abstand zweier Kugelschalen mit – über die Kugelfläche definierten – Radialkoordinaten r1 und r2 ist größer als die Differenz dieser Radien)."

assume good faith
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Raumzeit-Krümmung, Metrik Tensoren 11 07. 2020 13:39 #72744

Merilix schrieb: Achja, zwei Bezugssysteme -> zwei Betrachtungsweisen. Was für den einen vor Ort real gedehnt ist erscheint für den anderen aus der Ferne betrachtet wieder auf ein Normalmaß verkürzt.

"Aufgrund der Raumzeitkrümmung sind die radialen Abstände im Gravitationsfeld vergrößert (das heißt, der Abstand zweier Kugelschalen mit – über die Kugelfläche definierten – Radialkoordinaten r1 und r2 ist größer als die Differenz dieser Radien)."

Genauso sehe ich das auch. :)

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