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THEMA: Supervulkan bei Neapel wird unruhig

Supervulkan bei Neapel wird unruhig 27 Dez 2016 14:45 #10785

In Spiegel online ist das im Moment die Topstory: www.spiegel.de/wissenschaft/natur/phlegr...umort-a-1126321.html

Die Phlegräische Felder bei Neapel sind neben Santorin die einzigen Supervulkane in Europa. Beide haben nicht ganz das Vernichtungspotential des Yellowstone, können aber ganz Europa und darüber hinaus heftige Zerstörungen anrichten. Ich zitire mal ein paar Ausschnitte:

"Ein erneuter Ausbruch wie vor 39.000 Jahren hätte unvorstellbare Folgen: Neapel wäre verwüstet, Tsunamis würden übers Mittelmeer rasen, Europa würde von Asche überzogen; ein grauer Schleier am Himmel würde die Sonne verdunkeln und das Weltklima auf Jahre hinaus kühlen.

Solch ein Inferno ist selten, häufiger sind kleine Ausbrüche der Phlegräischen Felder, die Anwohnern aber ebenfalls gefährlich werden können. Zuletzt spuckte der Vulkan 1538 Lava und Asche; 24 Menschen sollen damals gestorben sein.

Wann ist es wieder soweit? Bereits vor vier Jahren hat der italienische Zivilschutz die Warnstufe erhöht - auf "Wachsamkeit". Neue Daten geben Anlass zur Sorge."

"In letzter Zeit hat sich jedoch immer mehr Kohlenmonoxid in die heißen Quellen gemischt, sein Anteil hat sich vervierfacht - ein Alarmzeichen: Das Gas könnte ein Hinweis darauf sein, dass Magma aufsteige, berichten Forscher um Giovanni Chiodini vom Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia INGV in Italien im Magazin "Nature Communications".

Außerdem seien die Wasserdampffontänen heißer geworden, ihre Temperatur ist von 230 Grad in den Neunzigerjahren auf mehr als 300 Grad gestiegen - was ebenfalls einen Lavaausbruch ankündigen könnte, meinen die Forscher. Dafür spreche auch zunehmende Unruhe im Untergrund: Der Boden hebt sich, und er zittert vermehrt."


Die Gefahr durch Supervulkane ist leider real und viel häufiger als die durch Meteoriteneinschläge. Und im Gegensatz zu Meteoriteneinschläge, gegen die wir etwas tun könnten (zumindest theoretisch), sind wir gegen Supervulkan Ausbrüche völlig hilflos. Ein Ausbruch in Indonesien hat ja fast die frühe Menschheit ausgerottet.

Unsere technisierte Gesellschaft wäre denke ich durchaus solchen Ausbrüchen gegenüber sehr anfällig. Aussterben wird die Menschheit hierdurch aber nicht - es sei denn es passiert so ein Ausbruch wie zur Zeit des Aussterbens der Dinosaurier (Hochland von Dekka, Indien).

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Supervulkan bei Neapel wird unruhig 27 Dez 2016 17:03 #10791

Weil du gerade Dekkan-Trapp erwähnst fällt mir grad was auf.

Ist bzw. war das Gebiet nicht Antipode zu Yucatán ?
Hat die sich die Schockwelle des Asteroiden durch den Erdkörper vielleicht im Dekkan Gebiet konzentriert und den Ausbruch getriggert?

Wie dem auch sei.
Das Problem mit den Supervulkanen ist wohl das nicht genau genug vorhergesagt werden kann wann und wie stark ein Ausbruch erfolgt.
Das Gebiet rund um einen "normalen" Vulkan kann man vieleicht auch mal prophylaktisch evakuieren. Ist nicht schlimm wenn dann doch nichts passiert. Aber welche Anzeichen rechtfertigen großräumige Maßnamen? Maßnamen die ganze Nationen betreffen? Echte Zwickmühle in der sich Forscher und verantwortliche Entscheider da befinden^^

Gruß
Merilix

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Letzte Änderung: von Merilix. Begründung: Schockwelle

Supervulkan bei Neapel wird unruhig 27 Dez 2016 20:17 #10795

Merilix schrieb: Weil du gerade Dekkan-Trapp erwähnst fällt mir grad was auf.

Ist bzw. war das Gebiet nicht Antipode zu Yucatán ?
Hat die sich die Schockwelle des Asteroiden durch den Erdkörper vielleicht im Dekkan Gebiet konzentriert und den Ausbruch getriggert?


Die zeitliche Koinzidenz stimmt. Es wird ja auch diskutiert, ob der Meteorit, der Ausbruch des Super-Supervulkans oder beide das Aussterben der Saurier verursacht hat. Meines Wissens ist das Ergebnis noch offen.

Die Vermutung, dass der Einschlag den Ausbruch des Super-Supervulkans hervorgerufen oder begünstigt hat, habe ich auch schon gelesen. Ob das stimmt, ist glaube ich auch noch offen.

Merilix schrieb: Wie dem auch sei.
Das Problem mit den Supervulkanen ist wohl das nicht genau genug vorhergesagt werden kann wann und wie stark ein Ausbruch erfolgt.
Das Gebiet rund um einen "normalen" Vulkan kann man vieleicht auch mal prophylaktisch evakuieren. Ist nicht schlimm wenn dann doch nichts passiert. Aber welche Anzeichen rechtfertigen großräumige Maßnamen? Maßnamen die ganze Nationen betreffen? Echte Zwickmühle in der sich Forscher und verantwortliche Entscheider da befinden


Auch bei einem normalen Vulkan ist eine temporäre Evakuierung nicht ohne. Man stelle sich eine Evakuierung von einer Millionenstadt wie Neapel (Vesuv) vor, die sich dann als grundlos herausstellt.

Bei einem Supervulkan geht es in der Tat nicht nur um die Evakuierung einer Stadt. Wenn der Ausbruch groß genug ist, kann er die Welttemperatur einige Jahre lang senken, die Sonne durch Aschewolken zumindest teilweise verdunkeln und damit global Ernteausfälle hervorrufen (--> Hungersnöte). Jeglicher Flugverkehr wäre denke ich für viele Jahre unmöglich (man denke an das vergleichsweise kleine isländische Vulkanchen, das bis Mitteleuropa die Flughäfen lahmgelegt hat). Ich weiß nicht, was sonst noch alles mögliche Auswirkungen wären.

Wie eine Evakuierung von 100 Millionen Menschen oder mehr vonstatten gehen soll, kann ich mir nicht vorstellen. Aber selbst wenn dies gelingen sollte, halte ich viele Millionen bis hin zu Milliarden Tote für möglich.

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Letzte Änderung: von ClausS.

Supervulkan bei Neapel wird unruhig 27 Dez 2016 21:15 #10798

Ein kleiner Einwurf in deinen Thread, lieber Claus, sei mir erlaubt. Ich möchte an dieser Stelle bemerken, dass die Natur keine emotionale Komponente kennt. Emotionen, Gefühle, wie wir Menschen und einige höher entwickelte Tiere sie kennen, sind keine Eigenschaft der grundlegenden Natur.
Ob ein Asteroid einschlägt, oder ein Supervulkan ausbricht, ist demnach einfach ein natürlicher Vorgang.
Die Frage, die sich stellt, ist die, ob wir in der Lage sind, auf einen solchen, nicht zu verhindernden Vorgang vorausschauend und vorsorgend zu reagieren.
Das würde bspw bedeuten, wir müssten für solche existenzgefährdenden Ereignisse Vorsorge betreiben. Ja und dann stellt sich natürlich sofort die Frage nach den Kosten. Die wären gigantisch.
Kein Mensch wäre bereit, diese Kosten der Allgemeinheit aufzubürden.
Wir gehen also alle miteinander das Risiko ein, dass wir durch solch ein Ereignis gewaltsam dezimiert werden könnten.
Naja, dass das Leben mit Risiko behaftet ist, wissen wir ja auch alle .
Im Falle der italienischen Phlegräischen Felder könnte man mit erhöhter Aufmerksamkeit und Notfallplänen reagieren, die es ja ortsnah auch gibt. Wird der Ausbruch allerdings so heftig, dass die ganze Erde betroffen sein könnte, na dann gute Nacht.
Grüße
Thomas

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Supervulkan bei Neapel wird unruhig 28 Dez 2016 00:09 #10799

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Die Frage, die sich stellt, ist die, ob wir in der Lage sind, auf einen solchen, nicht zu verhindernden Vorgang vorausschauend und vorsorgend zu reagieren.
Das würde bspw bedeuten, wir müssten für solche existenzgefährdenden Ereignisse Vorsorge betreiben. Ja und dann stellt sich natürlich sofort die Frage nach den Kosten. Die wären gigantisch.


:)

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