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THEMA: Einsteins Postulate

Einsteins Postulate 24 11. 2017 00:24 #23013

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Kein Paradoxon bei Überlichtgeschwindigkeits-Reisen

Ich schreie zum Mond: „Hallo Mond, ich bins, dein Freund aus Steyr“. Dann fliege ich mit Überschall auf den Mond. Dort angekommen erinnere ich mich, dass ich in meiner Vergangenheit zum Mond geschrien habe. „Hallo Mond, ich bins, dein Freund aus Steyr“. Plötzlich ist meine Vergangenheit da, ich höre sie schreien: „Hallo Mond, ich bins, dein Freund aus Steyr“. Bin ich jetzt in meine Vergangenheit gereist? Ich sitze doch am Mond in der Gegenwart? Natürlich bin ich nicht in die Vergangenheit gereist, sondern die Vergangenheit ist in die Gegenwart gereist. Jetzt kann ich meine Vergangenheit beliebig ändern. Die Änderung erfolgt in der Gegenwart. Die Vergangenheit meiner Vergangenheit bleibt unverändert. Kein Paradoxon in einer Zeitreise.

Das selbe Beispiel
Der Tag meiner Geburt bewegt sich Richtung eines Hundert Lichtjahre entfernten Planeten mit Lichtgeschwindigkeit. Wenn ich 20 Jahre alt bin, kommt zufällig ein Komet mit 0,51 % LG vorbei. Ich starte meine Rakete und lande auf den Kometen. Von dort starte ich und beschleunige auf 0,51% LG. Jetzt fliege ich mit 1,1-facher LG Richtung Stern. Dort angekommen warte ich auf meine Vergangenheit. Wenn sie ankommt, ermorde ich mich als Säugling. Kein Paradoxon, denn die Ermordung erfolgt in der Gegenwart und verändert nicht die Vergangenheit.

Einsteins Postulat, dass die LG die höchste Geschwindigkeit in einem Inertialsystem ist, ist gut. Auch ist gut, dass die LG in allen Inertialsystemen die höchste Geschwindigkeit ist, denn Naturgesetze gelten überall gleich. Dass die LG auch relativ zueinander in sich bewegenden Inertialsystemen die Höchstgeschwindigkeit ist, wenn ich das Inertialsystem wechsle, ist auch gut, denn es wurde schon sehr oft bestätigt. Trotzdem sollte man sich das nochmals ganz genau ansehen. So wie Einstein sich Newton genauer angesehen hat, obwohl der auch tausendfach bestätigt war. Vielleicht gibt es in der Absolutheit einen Sonderfall, eine Ausnahme?
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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Einsteins Postulate 24 11. 2017 00:52 #23014

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badhofer schrieb: .
Wenn ich 20 Jahre alt bin, kommt zufällig ein Komet mit 0,51 % LG vorbei. Ich starte meine Rakete und lande auf den Kometen. Von dort starte ich und beschleunige auf 0,51% LG. Jetzt fliege ich mit 1,1-facher LG Richtung Stern.


Hi badhofer!

Wie kommst du auf diese Zahl? Wenn ich die Geschwindigkeiten nichtrelativistisch addiere, komme ich auf 1,02c. Relativistisch auf 0,81c.

LG
Tobias

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Einsteins Postulate 24 11. 2017 01:07 #23016

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Auf 1,1 kommt man wenn man um 00:24 Uhr kopfrechnet :)
Natürlich 1,02 c

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Einsteins Postulate 24 11. 2017 11:02 #23026

badhofer schrieb: .
derwestermann schrieb: Wie wäre es mit GPS?

Gute Idee. Die Arbeitsweise von GPS zu begreifen könnte die LG als unabhängig von seiner Quelle beleuchten.
Auszug aus dem Link: Die Satelliten des GPS bewegen sich immerhin mit einer Geschwindigkeit von 3,87 km/s.
Relativ zu was? Relativ zu mir, wenn ich im Auto sitze?
Atomuhren spielen eine Rolle. Ist in einem Navi um €99.-- eine Atomuhr eingebaut, die vor der Montage mit den Atomuhren in den Satelliten synchronisiert wird?
Wie funktioniert ein Navi eigentlich im Detail?
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badhofer, in einem Navi ist natürlich KEINE Atomuhr eingebaut, ist auch nicht notwendig.

Ganz vereinfacht gesagt, funktioniert das Navi so, dass es mit seiner Antenne die Signale von idealerweise möglichst vielen die Erde umkreisenden Satelliten empfängt.

Wikipedia dazu:

Die Distanzmessung wird durchgeführt, indem das empfangene Signal seinen Sendezeitpunkt als Code „mitbringt“ – und zwar als GPS-Systemzeit im Moment der Sendung. Hätte der Empfänger das exakte GPS-Zeitsystem, könnte er die Laufzeit als die Differenz zwischen Sende- und Empfangs-Uhrzeit bestimmen. Allerdings ist die Empfängeruhr zunächst nicht genau mit der GPS-Zeit synchronisiert. Die Differenz wird als zusätzliche Unbekannte bei der Ortsbestimmung angesetzt. Weil nun vier Unbekannte (drei Ortskoordinaten und eine Zeitkonstante) zu bestimmen sind, werden auch vier Gleichungen benötigt. Diese vierte Gleichung erfordert die Hinzunahme der Entfernung zu einem vierten Satelliten.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/GPS-Technik

Der eigene Standort wird also bestimmt durch die Laufzeitberechnung der Signale, was nur anhand eines Uhrenvergleichs (GPS-Systemzeit) möglich ist, zu diesem Zweck muss der Computer in einem Navi mehrere Rechenoperationen durchführen.

Damit das System einwandfrei arbeiten kann, muss man alle Einflüsse auf die Zeit berücksichtigen und hier kommt dann Einstein ins Spiel mit seiner Formeln.

Im Detail ist die Sache natürlich sehr viel komplizierter, bei Interesse kannst du ja mal den Wikipedia-Artikel durchlesen, sehr raffiniert, wie das System funktioniert.


Grüße
Udo

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Einsteins Postulate 24 11. 2017 16:09 #23042

Vielleicht sollte man ergänzend darauf hinweisen, daß nicht nur bei allen bisherigen Experimenten die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bis zur Grenze des technisch machbaren festgestellt wurde, sondern die Maxwell-Gleichungen die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit theoretisch ergeben.

D.h. sowohl die elektrodynamische Theorie, als auch die Praxis bestätigen die Konstanz.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Einsteins Postulate 24 11. 2017 17:04 #23045

badhofer schrieb: .
Auf 1,1 kommt man wenn man um 00:24 Uhr kopfrechnet :)
Natürlich 1,02 c


Ich weiß nicht, was diese rein theoretischen Überlegungen bewirken sollen, jedoch auch in der Theorie kann nichts schneller als das Licht sein, du kommst also nie über die LG hinaus, da kannst du addieren und rechnen wie du willst.

Man kann bei hohen relativistischen Geschwindigkeiten eben NICHT einfach addieren, z. B. 0,6 LG plus 0,6 LG = 1,2 LG, das wäre falsch, auch rein theoretisch, es kann als höchste Geschwindigkeit immer nur maximal 1 LG auskommen.

Dafür werden ja auch die Zeit selbst und die Längen verändert, damit die Rechnung wieder stimmt, sozusagen.


Grüße
Udo

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Einsteins Postulate 27 11. 2017 09:33 #23258

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Des Einsteins neue Kleider können die Dummen nicht sehen

Ein böser Vergleich und auch falsch, denn auch die Dummen können Einsteins neue Kleider sehen, wenn sie sich intensiv damit beschäftigen. Man kann die Schuhe sehen, die Socken, Hose Hemd und Jacke, Handschuh Schal und Regenschirm. Aber Einstein hat es nicht lassen können, er hat noch eines drauf gesetzt. Einen ganz einen sperrigen Hut hat er sich aufgesetzt. Auch diesen Hut kann man nicht mit des Kaisers neue Kleider vergleichen, denn diesen Hut können nicht nur die Dummen nicht sehen, auch die Gebildeten können sich diesen Hut nicht verbildlichen. Wenn 100 Jahr lang Millionen Gebildeter vergeblich versuchen, sich von diesem Hut ein Bild zu machen, dann darf die Frage erlaubt sein: "Hat Einstein etwa gar keinen Hut auf? Die Frage darf doch erlaubt sein, oder etwa nicht?

Hat uns Einstein da ein Ei gelegt? :P



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Einsteins Postulate 28 11. 2017 13:26 #23358

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Seit 10 Jahren arbeitet man an einem Experiment, dass die unabhängigkeit der LG von seiner Quelle beweisen soll. Dazu ein Link
www.n-tv.de/wissen/Atomuhren-fuer-die-ISS-article642400.html
und einigen Links von Chalawan2000
www.sciencemag.org/news/2017/09/china-s-...ck-passes-space-test
www.newscientist.com/article/mg23331184-...-relativity-of-time/
www.arxiv.org/abs/1709.03256

Nachdem man sich soviel Zeit nimmt, kann man annehmen, dass es sich dabei um ein ganz wichtiges Experiment handelt. Wenn man das als so wichtig ansieht könnte man daraus schließen, dass bis heute ein eindeutiger experimenteller Beweis ausständig ist?

Etwas, was auch indirekt eine Rolle spielt, ist die Kraft, die man aufwenden muss, um eine Masse auf LG beschleunigen zu können. Der Lorentzfaktor spielt da eine dominierende Rolle. Dazu hätte ich eine Frage:

Es kennt jeder das Beispiel mit dem Reiskorn, welches man auf ein Schachbrett legt und anschließend bei jedem Feld verdoppelt. Ich nehme aber anstatt des Reiskornes ein Atom, lege es auf das erste Feld. Auf das zweite zwei, dann vier usw. Irgendwann habe ich auf einem Feld das gesamte Universum liegen. Wenn ich diesen Vorgang in ein Diagramm einzeichne, dessen Maße dieselben sind wie bei einem Diagramm des Lorentzfaktors, schaut dann die Kurve genau so aus? Auf was ich hinaus will ist, ob der Lorentzfaktor im etweiterten Sinn etwas mit einer Verdoppelung zu tun haben könnte, so wie bei Schachbrett mit den Reiskörnern oder den Atomen?
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Einsteins Postulate 28 11. 2017 14:19 #23367

Das Verdoppeln ist eine Exponentialfunktion: f(x) = 2x eine Kurve die rasch nach oben ansteigt aber niemals ganz senkrecht werden kann. Achtung das gilt nur in der Mathematik! In der Physik gehen - wie du zurecht bemerkst - irgendwann die Atome aus.

Der Lorenzfaktor beschreibt eine gebrochen rationale Funktion: f(x) = 1 / sqr(1-x²/c²) Also eine Funktion bei der für x gegen c der Nenner gegen 0 strebt und somit der Limes gegen Unendlich. Und auch hier gilt das nur mathematisch, in der Physik geht dir irgendwann die Energie aus - auch wenn du alle Energie des Universums nutzen könntest kann dein x niemals c erreichen.

Ich schlage vor die fett geschriebenen Begriffe zu googeln, und im Selbststudium zu erarbeiten.

S = k log W

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S = k log W

Einsteins Postulate 28 11. 2017 22:04 #23396

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Das erste Postulat wird hier auf die Probe gestellt:
urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall...s-und-zeitdilatation

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Einsteins Postulate 02 12. 2017 11:26 #23539

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Kann man mit einem Stein unseren Planeten anheben?

Ich nehme einen Stein und hebe ihn in die Höhe und lasse ihn fallen. Bewegte Objekte erhöhen ihre Masse. In diesem Fall unmessbar gering. Dann nehme ich den Stein und heben ihn fast unendlich weit in die Höhe und lasse ihn fallen. Nach fast unendlich langer Zeit nähert er sich der Erde mit, sagen wir mal 99,99% LG. Mit dieser Geschwindigkeit ist seine Masse auf, sagen wir 1x10^50 gestiegen (ohne es gerechnet zu haben). Nähert er sich mit dieser Masse der Erde, hat sich die Relation zwischen der Anziehung beider umgedreht. Der Stein zieht nun die Erde an.

Kann man mit einem Stein, der so groß ist, dass ich ihn in der Hand halten kann, die Herde in die Höhe heben? Oder ist das lediglich ein Hebel, mit dem ich zuerst den Stein fast unendlich weit heben und dann die Erde damit durch diesen Hebel anhebe? Wo aber kommt die Energie her, die bei der Kollision der beiden frei wird? Hebel verändern die Summe der Energie nicht?
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Einsteins Postulate 02 12. 2017 14:47 #23547

Wenn ein Stein von "fast unendlich" auf die Erde fallen würde, käme er mit der Fluchtgeschwindigkeit von ca. 11 km/s hier an. Dies wäre keine relativistische Geschwindigkeit und dadurch hätte ein solcher Stein keine Massenzunahme. Siehe de.wikipedia.org/wiki/Fluchtgeschwindigkeit_(Raumfahrt) .

Ist es möglich, dass ein mit "fast Lichtgeschwindigkeit" an der Erde vorbeifliegender Stein durch die relativistische Massenzunahme eine mit der Erde vergleichbare Masse hat? Meiner Meinung nach theoretisch ja. Mit fällt nur kein Mechanismus ein, der einen Stein auch nur annähernd so beschleunigen könnte. Vor allem würde eine entsprechende Beschleunigung so einen Stein zerfetzen.

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Einsteins Postulate 02 12. 2017 14:52 #23549

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ClausS schrieb: Ist es möglich, dass ein mit "fast Lichtgeschwindigkeit" an der Erde vorbeifliegender Stein durch die relativistische Massenzunahme eine mit der Erde vergleichbare Masse hat? Meiner Meinung nach theoretisch ja.

Da wäre ich vorsichtiger mit der Formulierung. Ohne die zusätzliche Angabe, aus welchem Bezugssystem heraus du die Geschwindigkeit von Stein und Erde betrachtest, macht die Aussage gar keinen Sinn. Im gegebenen Fall wird wohl die Erde als ruhend angenommen.

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Einsteins Postulate 02 12. 2017 17:54 #23558

badhofer schrieb: .
Mit dieser Geschwindigkeit ist seine Masse auf, sagen wir 1x10^50 gestiegen (ohne es gerechnet zu haben). Nähert er sich mit dieser Masse der Erde, hat sich die Relation zwischen der Anziehung beider umgedreht. Der Stein zieht nun die Erde an.

www.itp.uni-bremen.de/~noack/masse.pdf
Die Überlegungen zur relativistischen Massenzunahme sollen nicht mit denen der Gravitation vermischt werden.

Mein Beitrag zur Rebellion gegen bestehende Verhältnisse? Ich gehe ständig zu spät zum Frühsör!

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Mein Beitrag zur Rebellion gegen bestehende Verhältnisse? Ich gehe ständig zu spät zum Frühsör!

Einsteins Postulate 04 12. 2017 00:58 #23629

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ClausS schrieb: Wenn ein Stein von "fast unendlich" auf die Erde fallen würde, käme er mit der Fluchtgeschwindigkeit von ca. 11 km/s hier an. Dies wäre keine relativistische Geschwindigkeit und dadurch hätte ein solcher Stein keine Massenzunahme.

Ok, vielen Dank. Die Annahme, dass ein Stein fast LG erreicht, wenn man ihn nur von weit genug Entfernung fallen lässt, ist ein Trugschluss. In der Gesamtbilanz der Beschleunigung spielt die fast unendliche Entfernung keine Rolle. Jetzt, wo du das sagst, ist mir das auch klar.

Gibt es irgendwelche Objekte, die zwischen 0,2 - 0,9 LG herumfliegen?
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Einsteins Postulate 04 12. 2017 08:44 #23636

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Wenn’s etwas mehr als 90% der Lichtgeschwindigkeit sein dürfen: z.B. Neutrinos, Myonen, ...

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Einsteins Postulate 04 12. 2017 12:45 #23645

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@Rupert
Alles, was sich langsam bewegt, ist für eine relativistische Geschwindigkeit nicht relevant und alles, was sich nahe an LG bewegt, können wir sehr schlecht handhaben. Die Frage ist, ob es in der Praxis dazwischen Geschwindigkeiten gibt? Was z.B. bewegt sich mit 0,1 LG? Gibt es da etwas?

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Einsteins Postulate 04 12. 2017 15:00 #23669

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Ich schätze mal, dass man in einem Teilchenbeschleuniger auch nur 10% der Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte für das Zeug, was die da auf Reisen schicken (Protonen, Bleiionen, etc.), wenn es bis zu 99,9999991% der Lichtgeschwindigkeit geht.

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Einsteins Postulate 05 12. 2017 13:38 #23730

badhofer schrieb: .Das selbe Beispiel
Der Tag meiner Geburt bewegt sich Richtung eines Hundert Lichtjahre entfernten Planeten mit Lichtgeschwindigkeit.

Nö, tut er nicht. In deinem Bezugsbereitem "bewegt" er sich mit unendlicher Geschwindigkeit (was nur eine komplizierte Ausdrucksweise dafür ist, dass das, was für dich gleichzeitig ist, auch gleichzeitig ist für dich). Aber für jemand, der sich relativ zu dir mit halber Lichtgeschwindigkeit bewegt, bewegt sich (in deinem Bezugssystem ausgedrückt) dieser Tag mit doppelter Lichtgeschwindigkeit (in die Richtung, in die sich dieser Beobachter bewegt), was für diesen jemand (in seinem Bezugssystem) natürlich unendliche Geschwindigkeit ist.

Wenn ich 20 Jahre alt bin, kommt zufällig ein Komet mit 0,51 % LG vorbei. Ich starte meine Rakete und lande auf den Kometen. Von dort starte ich und beschleunige auf 0,51% LG. Jetzt fliege ich mit 1,1-facher LG Richtung Stern.

Das wäre so, wenn die Relativitätstheorie nicht stimmen würde. Nur nach der Relativitätstheorie sind das c*(0,51+0,51)/(1+0,51*0,51), also ca. 80,946% der Lichtgeschwindigkeit.

Dort angekommen warte ich auf meine Vergangenheit. Wenn sie ankommt, ermorde ich mich als Säugling.

Das klappt doch nur, wenn du in der Vergangen als Säugling "dort" (also auf dem fernen Stern) warst. Denn deine Vergangenheit reist nicht. Sie ist (bzw. war) immer da, wo du warst. Du müsstest also erst mal wieder mit Überlichtgeschwindigkeit zurückreichen. Wobei du, wie gesagt, die Überlichtgeschwindigkeit nicht so erreichen kannst, wie du dir das vorstellst.

Allgemeiner: Die Formel für die "relativistische Addition" (nehmen wir dafür das Zeichen #) zweier Geschwindigkeiten v und w lautet:
v#w = (v+w)/(1+v*w/c²)
Wie du schnell siehst, ist das immer kleiner als die Lichtgeschwindigkeit c, wenn v und w beide kleiner als c sind. Solange du zwei Geschwindigkeiten kombinierst, die beide kleiner als c sind, ist auch die "relativistische Summe" kleiner als c. Um auf mehr als Lichtgeschwindigkeit zu kommen, muss mindestens eine der beiden Geschwindigkeiten größer als c sein (nur wo willst du diesen "Summanden" hernehmen?).

Und solange du mit weniger als Lichtgeschwindigkeit unterwegs bist, wird jeder Beobachter, der ebenfalls langsamer als das Licht ist, darin übereinstimmen, dass du später ankommst als du abgeflogen bist. Nur wieviel später (und wie groß die Entfernung war) ist eben relativ zum jeweiligen Beobachter.

Somit kannst du das Universum in drei Bereiche einteilen:
  1. absolute Vergangenheit: Von da hätte jemand mit weniger als Lichtgeschwindigkeit zu "hier und jetzt" reisen können.
  2. absolute Zukunft: Dahin könnte jemand ab "hier und jetzt" mit weniger als Lichtgeschwindigkeit reisen.
  3. absolutes Anderswo: wäre nur mit Überlichtgeschwindigkeit zu erreichen, und ob so ein Raumpunkt vor oder nach "Hier und jetzt" liegt, ist relativ (kann also je nach Beobachter unterschiedlich sein)
Der wahre Kern deiner Überlegung ist: wenn Überlichtgeschwindigkeit möglich ist (egal ob per WARP, Wurmloch oder sonstwie), dann kann man auch in die Vergangenheit reisen und sich als Säugling ermorden ;) Allerdings muss die Rechnung dafür etwas anders aussehen.

Einsteins Postulat, dass die LG die höchste Geschwindigkeit in einem Inertialsystem ist, ist gut. Auch ist gut, dass die LG in allen Inertialsystemen die höchste Geschwindigkeit ist, denn Naturgesetze gelten überall gleich. Dass die LG auch relativ zueinander in sich bewegenden Inertialsystemen die Höchstgeschwindigkeit ist, wenn ich das Inertialsystem wechsle, ist auch gut, denn es wurde schon sehr oft bestätigt. Trotzdem sollte man sich das nochmals ganz genau ansehen. So wie Einstein sich Newton genauer angesehen hat, obwohl der auch tausendfach bestätigt war. Vielleicht gibt es in der Absolutheit einen Sonderfall, eine Ausnahme?
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Wer die findet, der darf sich Hoffnungen auf einen Nobelpreis machen.

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Einsteins Postulate 05 12. 2017 23:55 #23755

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helmut-wk schrieb: Denn deine Vergangenheit reist nicht. Sie ist (bzw. war) immer da, wo du warst.

Ich glaube sogar, dass meine Vergangenheit ständig in mir ist. Sich hinter einer glorifizierten Fassade sich vor seiner eigenen Vergangenheit verstecken zu können, so wie es die Religionen glauben, halte ich für ausgeschlossen.
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Wer die findet, der darf sich Hoffnungen auf einen Nobelpreis machen.

Die Wirklichkeit bedarf keiner Auszeichnung, die zeichnet sich selber aus. Und wenn sie sich nicht selber auszeichnet, dann hilft ihr auch keine Auszeichnung.

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Einsteins Postulate 14 12. 2017 12:42 #24400

badhofer schrieb: .

helmut-wk schrieb: Denn deine Vergangenheit reist nicht. Sie ist (bzw. war) immer da, wo du warst.

Ich glaube sogar, dass meine Vergangenheit ständig in mir ist.

Mir gings um die Physik. Nach der ist in dir nicht deine Vergangenheit, sondern die Erinnerung daran.

Sich hinter einer glorifizierten Fassade sich vor seiner eigenen Vergangenheit verstecken zu können, so wie es die Religionen glauben, halte ich für ausgeschlossen.

Versteh nicht ganz, was du damit sagen willst. Religionen sind sehr unterschiedlich, und verstecken, so wie du es andeutest, können nur Menschen, nicht Religionen. Es gibt auch innerhalb einer Religion sehr unterschiedliche Arten, mit der Vergangenheit umzugehen.
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Wer die findet, der darf sich Hoffnungen auf einen Nobelpreis machen.

Die Wirklichkeit bedarf keiner Auszeichnung, die zeichnet sich selber aus. Und wenn sie sich nicht selber auszeichnet, dann hilft ihr auch keine Auszeichnung.

Ich hab doch nur klar gemacht, dass die von dir gewünschten Ausnahmen sehr schwer zu finden sind (falls es die überhaupt gibt).

Wieso hast du bei jeder deiner Anmerkungen das Thema gewechselt?
Folgende Benutzer bedankten sich: badhofer

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Einsteins Postulate 14 12. 2017 13:21 #24409

helmut-wk schrieb : Wieso hast du bei jeder deiner Anmerkungen das Thema gewechselt?

Das ist eine ganz blöde Angewohnheit von mir, das wird mir ständig gesagt, dass ich in einem Absatz mehrere verschiedene Themen einpacke. Ich muss das wieder besser beachten. Vielen Dank für den Hinweis. Auch beim Sprechen ergeht es mir so

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Wer hats erfunden? 18 12. 2017 04:13 #24685

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badhofer schrieb: Alle vergeblichen Versuche, einen schwarzen Schwan zu finden bestätigen, dass es nur weiße Schwäne gibt :(
Nichts zu finden, das beweist, dass etwas falsch ist heißt nicht automatisch, dass das dann richtig ist.

Cool. Gerade zitierte Josef Gaßner in AzS21@12:40 das Gleichnis mit den Schwänen: "Wenn sie 100000 mal messen, dass Schwäne weiß sind, dann beweist das noch nichts; morgen könnte jemand mit einem lila-blassblauen Schwan kommen. Dann ist Ihre Hypothese gekippt, egal wie oft Sie die vorher bestätigt haben, wenn Sie sagen: Alle Schwäne sind weiß."
Ich kannte das Gleichnis bislang noch nicht. Wer hats erfunden? *scnr*

Nicht alle Sparringspartner für unsere Vernunft sind ➜ Verschwörungstheoretiker .

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Wer hats erfunden? 19 12. 2017 14:05 #24891

Torsten C schrieb: "...Dann ist Ihre Hypothese gekippt, egal wie oft Sie die vorher bestätigt haben, wenn Sie sagen: Alle Schwäne sind weiß."
Ich kannte das Gleichnis bislang noch nicht. Wer hats erfunden? *scnr*

Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass es unter den Schwanenvögeln auch Arten gibt, bei denen vereinzelt schwarze Schwäne auftauchen. Und laut Wiki gibt es in Australien die stets schwarzen Trauerschwäne (die inzwischen auch nach Neuseeland und anderswohin exportiert wurden). Also gibt es schwarze Schwäne. Ich weiß aber nicht mehr, wann der erste schwarze Schwan entdeckt wurde.

Das ist also kein erfundenes Gleichnis, sondern schlicht Realität :D Aber wer das Beispiel in die wissenschaftstheoretische Literatur eingebracht hat, kann ich nicht sagen.

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