03.04.2020
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Das leuchtende Band der Milchstraße hat die Menschen am Nachthimmel von jeher fasziniert. 250 Jahre nach der kopernikanischen Revolution erkannte Herschel, dass die Milchstraße eine riesige linsenförmige Ansammlung von Sternen ist, innerhalb derer sich unser eigenes Sonnensystem befindet. Die Vermessung ihrer Größe und die Bestimmung der Position unserer Sonne darin wurde erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts möglich, nachdem Henrietta Leavitt eine Methode der absoluten Entfernungsmessung mittels bestimmter veränderlicher Sterne (Delta-Cepheiden) entwickelt hatte. Die Entzentralisierung der Position der Sonne (und damit der Erde und des Menschen) im kosmischen Geschehen machte weitere Fortschritte, als Edwin P. Hubble in den 1920er Jahren zeigen konnte, dass die sogenannten "Spiralnebel" weit entfernte andere Galaxien sind und dass sie sich in kosmischem Maßstab voneinander entfernen. Gleichzeitig lernte die Astronomie die Entwicklung der Sterne zu verstehen. Gas- und Staubwolken, die mit schwereren Elementen als Wasserstoff angereichert sind, Spiralarme in den Galaxien und supermassive Schwarze Löcher in den galaktischen Zentren sind Folgen der Sternentwicklung. Zum Schluss des Vortrags nimmt Joachim Block unsere kosmische Zukunft ins Visier: Wird die Milchstraße mit der Andromeda-Galaxie kollidieren? Wie wird sich unsere Sonne bis dahin entwickelt haben? Werden fernere Galaxien durch die kosmische Expansion irgendwann "außer Sicht" geraten?

Urknall, Weltall und das Leben (www.urknall-weltall-leben.de)

Wissenschaftler erklären Wissenschaft

27.10.2019
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Die Milchstraße ist unsere Heimatgalaxie. 100 Milliarden Sterne verschiedenen Alters ziehen ihre Kreise um das galaktische Zentrum der Spiralgalaxie. Wie ist die Milchstraße entstanden? War es ein gewaltiger "Kollaps" vor 10 Milliarden Jahren oder bildete sie sich langsam durch das sukzessive Verschmelzen kleinerer Galaxien? Ist letzteres der Fall, so sollte es Überreste geben, die von solchen galaktischen Zusammenstößen zeugen. Die neusten Großprojekte vom Boden und im Weltraum erlauben es, systematisch die Eigenschaften von Millionen von Sternen in unserer Milchstraße zu analysieren, besagte Überreste aufzuspüren und so die Entstehungsgeschichte unserer Milchstraße zu rekonstruieren. Matthias Steinmetz erläutert in einem Vortrag der Reihe "Faszinierendes Weltall" des Freundeskreises Planetarium Göttingen die Zusammenhänge.
01.10.2019
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Immer wieder beobachten Astronomen helle Blitze in der Nähe des extrem massereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße namens Sagittarius A*. Ein besonders helles dieser Flares wurde im Mai 2019 mit den Keck-Teleskopen im infraroten Spektralbereich verfolgt. Astrophysiker Andreas Müller stellt die Beobachtung und mögliche Interpretationen vor.
07.07.2019
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Wir sind allein. In unserem fast 14 Milliarden Jahre alten Universum, in den unendlichen Weiten, bei den unzähligen Sternen, auf den aber-vielen Planeten, hat sich keine Zivilisation entwickelt, die während dieser langen Zeit unseren wunderbaren Planeten Erde ausfindig gemacht hätte, um ihn zu bevölkern. Nichts. Warum ist das so? In den letzten zwei Jahrzehnten wurden tausende Planeten um andere Sterne entdeckt, viele von ihnen bei unseren nächsten Sternennachbarn. Offenbar ist das aber entweder nicht genug für tausendfache Evolution dauerhafter und reisefreudiger Gesellschaften, oder aber die Schranken des intergalaktischen Tourismus sind auf ewig unüberwindbar, und das relativistische Tempolimit verbietet grundsätzlich Kommunikation jenseits der unmittelbaren Nachbarschaft. Der Vortrag zeigt den Stand der Wissenschaft extrasolarer Planeten, diskutiert die Frage nach der möglichen Entwicklung von Leben auf anderen Planeten, und sucht Erklärungen dafür, warum wir immer noch allein sind im Universum.