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THEMA: Was verursacht die Trägheit der Masse?

Was verursacht die Trägheit der Masse? 01 Mai 2017 21:29 #13934

Bevor wir in die neue Woche starten möchte ich noch eine kleine Anekdote beisteuern, bitte nicht zu ernst nehmen:

Treffen sich zwei Esotheriker, sagt der eine: "Ich erzähl meinen Kunden gerade, dass der Raum aus kleinen Schleifen besteht. Aber irgendwie zieht das nicht so richtig. Weisst du nicht was Besseres?" Sagt der andere: "Weisst Du was bei meinen Kunden der Renner ist? Ich erzähle ihnen, dass der Raum aus kleinen, schwingenden Fäden besteht und dass der Raum 11 Dimensionen hat."

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 01 Mai 2017 21:54 #13935

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heinzendres schrieb: Also meine Theorie ist noch nicht richtig falsifiziert aber ich denke schon weit genug entwickelt.


Hallo Michael D.,

Das, was heinzendres über seine "Theorie" geschrieben hat, nämlich dass sie noch nicht "richtig falsifiziert" sei, trifft wohl auch auf deine "Theorie" zu.

Denn "richtiges Falsifizieren" erfordert:
1. Die Theorie mathematisch so auszuformulieren, dass sie auf mathematische Konsistenz geprüft werden kann, und
2. Vorhersagen aus der Theorie abzuleiten, die sich empirisch überprüfen lassen.
Die meisten "Theorien" scheitern schon an der ersten Hürde.
Bei denen, die erst durch Diskrepanz zu den Beobachtungen widerlegt werden, kann man schon von "Scheitern für Fortgeschrittene" sprechen.

Vielleicht bringst Du Deine Überlegungen erst einmal in eine mehr ausgearbeitete Form.
Damit würdest Du sie selber einer gründlichen Überprüfung unterziehen, bevor Du sie postest, und uns eine sachliche Diskussion hier erleichtern.
"Letzt-Volumina, deren Umgrenzungshülle bei der Expansion gerissen ist", lassen mich auch eher ratlos.
Und vielleicht können wir Deine Theorie dann am Ende doch noch "richtig falsifizieren", was, nach dem obigen, nichts negatives ist.

Gruß,
Lulu

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 01 Mai 2017 22:14 #13936

Hi

Wenn Materie, Raum und Zeit zusammenhängen. Wie kann da Materie/Energie gequantelt sein, und Raum und Zeit nicht. So könnte sich Materie/Energie verändern ohne Raum und Zeit zu verändern. Geht das?
M.E. müsste entweder alles oder nichts gequantelt sein.
Aber auch nur ein Bauchgefühl was die Natur sicherlich "brennend" interessiert :).

@Michael D.

noch ein paar Gedanken zur Form der Letzt-Einheit.
1.1.1.5/bmi/tetraktys.de/bilder/tetraeder-tetraktys-anim.gif
aus
tetraktys.de/

1 von "Nichts" verschiedener Punkt
2 Punkte für einen Strich 1D
3 Striche für eine Fläche 2D
4 Flächen für einen Raum 3D
5 Räume für ein Hypertetraeder 4D

Ist nicht eher ein Tetraeder der kleinstmögliche Raum, etc....?

Was ich bei deinen Vorstellungen der Letzt Einheit nicht verstehe. Wie kann diese gekrümmt werden, wenn diese die Letzt-Einheit ist?

viele Grüße
seb

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 01 Mai 2017 22:27 #13937

Michael D. schrieb: Ich kenne das Treppenparadoxon (Meintest du den Pixeleffekt?).

Ja genau. Wird die Diagonale im Rechteck durch eine Treppenlinie ersetzt ist deren Länge stets \(a+b\) und nicht \(\sqrt{a^2+b^2}\), egal wie klein die Treppenstufen sind. Daran muss ich denken wenn von Quantisierung der Raumzeit die Rede ist. Feldlinien (oder was auch immer Wechselwirkungen vermittelt) müssten doch einer solchen Quantelung folgen. Plancklängen bereiten kein Problem denn das sind nur Mindestabstände und kein irrgendwie geartetes Raster.

Michael D. schrieb: Ich glaube, dass man eine Theorie benötigt, die noch tiefgreifender als die Quantenmechanik und die ART ansetzt.

Das denke ich auch. Ein paar interessante Ansätze gab es ja die letzten Tage hier im Forum^^


PS:
@LuLu, ich lese diesen Thread (und ein paar andere) eher als eine Art Brainstorming und da wäre die Forderung nach exakter Ausarbeitung eher kontraproduktiv.
Da gehts doch erstmal drum Ideen zu entwickeln und ggf auch wieder zu verwerfen weil jemand auf Anhieb einen Einwand bringt den der Schreiber nicht auf dem Schirm hatte.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 01 Mai 2017 22:49 #13938

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Merilix schrieb: Das Treppenparadoxon aus der Geometrie ist bekannt? Wenn Ja weist du worauf ich hinaus will. Das lässt sich nämlich afaik nur auflösen wenn Längen nicht gequantelt sind.

Ich kenne das Treppenparadox als dreidimensional unmögliches Objekt, das zweidimensional abgebildet wird.
In diesem Beispiel,sieht man gut, dass es sich um eine Spielerei mit Dimension, Krümmung und Abbildung handelt.
Was soll sich denn da nur auflösen lassen, wenn die Raumzeit, in der wir doch seit langem mit Planck-Längen umgehen, nicht gequantelt ist?
Oder meinst du was anderes?

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 01 Mai 2017 23:10 #13939

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seb110 schrieb:
Was ich bei deinen Vorstellungen der Letzt Einheit nicht verstehe. Wie kann diese gekrümmt werden, wenn diese die Letzt-Einheit ist?

viele Grüße
seb

Eine wirklich gute Frage, auf die wir eingehen müssen, bevor es weiter geht mit dem Festkörper-Raum.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 01 Mai 2017 23:56 #13941

Ropp schrieb:

seb110 schrieb:
Was ich bei deinen Vorstellungen der Letzt Einheit nicht verstehe. Wie kann diese gekrümmt werden, wenn diese die Letzt-Einheit ist?

viele Grüße
seb

Eine wirklich gute Frage, auf die wir eingehen müssen, bevor es weiter geht mit dem Festkörper-Raum.


Vielleicht sollten wir noch ein bisschen radikaler rangehen und uns fragen, welche Phänomene wir eigentlich mit unserer neuen Theorie genauer oder einfacher erklären wollen, als das mit den bestehenden Theorien schon möglich ist.

Was meint ihr?

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 11:34 #13945

Ich freue mich über die rege Beteiligung. Offensichtlich hatte keiner eine Idee, wie man ein finites Raumelement krümmen kann. Na, dann werd ich Euch mal auf die Sprünge helfen und Euch neues "Futter" liefern. Betrachten wir den Fall der Einfachheit halber zunächst zweidimensional. Zwei Massen stehen im Abstand r zueinander. Die gekrümmten finiten Elemente sehen dann so aus:


Reisender schrieb: Vielleicht sollten wir noch ein bisschen radikaler rangehen und uns fragen, welche Phänomene wir eigentlich mit unserer neuen Theorie genauer oder einfacher erklären wollen, als das mit den bestehenden Theorien schon möglich ist.

Bin ganz Deiner Meinung. Ich denke, wir können DM und DE damit erklären. Ich postuliere, dass DM nicht aus Teilchen besteht, sondern "nur" aus in sich gekrümmtem Raum, aus dem nach dem Urknall keine Teilchen auskristallisiert sind. Ähnlich sollte es sich mit DE verhalten, nur mit anderer Krümmung, die dann abstossend wirkt.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 12:16 #13946

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Moin Reisender,
wenn es radikal wird, wirds meist auch ungemütlich. Man sieht das, wenn man im TV den Vertretern der Extreme des politischen Spektrums zuschaut, wie sie Steine und Brandsätze aufeinander schmeißen. Hässliche Bilder.
Nicht das du jetzt hier groß über die Stränge schlägst, jedoch sind deine Postings schon etwas konfrontativ.
Meine Privatmeinung ist: Klugscheißerei kombiniert mit Charme ist von höherem Rang als nur klugzuscheißen. :-)
Ohnehin wird ja im professionellen Wissenschaftsbetrieb genug falsifiziert und Dreck geschmissen.
Ich für meinen Teil mag den zwanglosen Austausch hier.
Und jetzt kann man ja noch ein bisschen was zu topologischen Mannigfaltigkeiten austauschen.


Moin Michael,

eine Mannigfaltigkeit, also ein gekrümmter Raum besteht immer zwangsläufig aus kleinen Einheiten des euklidischen R hoch 3.
Beispiel: gekrümmter zweidimensionaler Raum: Kugeloberfläche
Malst du nun einen Punkt auf die Oberfläche der Kugel und betrachtest ihn gesondert, kannst mit dieser Betrachtung nicht wissen, dass der Punkt auf einer Kugeloberfläche liegt. Malst du hingegen zwei Punkte auf die Kugeloberfläche und verbindest sie mit einer Geraden, zeigt sich die Krümmung dieses zweidimensionalen Raumes.
Will man einen Punkt krümmen, kommt die Logik-Polizei, um den Physik-Führerschein zu kontrollieren. ;-)
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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 12:37 #13947

Ja, ich hatte auch so meine Schwierigkeiten mit der Vorstellung, dass man etwas Infinitesimales krümmen können soll. War mit ein Motiv für meine Überlegungen.

Und jetzt haue ich mal richtig einen raus: Ich postuliere, dass man auch Einsteins "spukhafte Fernwirkung" bzw. das Phänomen der Verschränkung damit erklären kann. Da auch ein Mechanismus denkbar ist, der nicht über das Innere der Finiten Raumzeit-Elemente läuft, sonder über die Punkte, Kanten und Membranen zwischen ihnen, d.h. ein Mechanismus, der unsere Raumzeit nicht "benutzt", sondern eine zusätzliche Dimension, so wäre dieser auch instantan.

Und jetzt wirds richtg crazy: Ich komme zu dem Schluss, dass wir in einem scharzen Loch eines 5-dimensionalen Hyperraums leben. Begründung: In einem schwarzen Loch geht immer eine Raumdimension verloren. Daher müsste in unserem Universum das Innere eines schwarzen Lochen zweidimensional sein, bzw. aus zweidimensionalen Finiten Elementen bestehen, die dicht auf dicht radial angeordnet sind (Skizze folgt noch), d.h. die Fläche des Ereignishorizontes dürfte lediglich proportional zum Quadrat der Masse des schwarzen Loches wachsen.

Fazit: Wo ist die 5. Dimension in unserem Universum geblieben? Es sind die Punkte, Kanten und Membranen der Finiten Raumzeit-Elemente unseres Universum.

So, jetzt sollte langsam mal etwas Mathematik folgen.

Nachtrag: Mir fiel gerade ein: Die Eckpunkte könnte man als Bestandteil eines Higgs-Bosons (Spin 0, skalares Boson) begreifen. Die Kanten als Bestandteil eines Photons (Spin 1, Vektor-Boson) und die Membranen als Bestandteil eines Gravitons (Spin 2, Tensor-Boson). Das wollte ich noch loswerden.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 13:24 #13949

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Moin Michael D,

Michael D. schrieb: Und jetzt wirds richtg crazy: Ich komme zu dem Schluss, dass wir in einem scharzen Loch eines 5-dimensionalen Hyperraums leben. Begründung: In einem schwarzen Loch geht immer eine Raumdimension verloren. Daher müsste in unserem Universum das Innere eines schwarzen Lochen zweidimensional sein, bzw. aus zweidimensionalen Finiten Elementen bestehen, die dicht auf dicht radial angeordnet sind (Skizze folgt noch), d.h. die Fläche des Ereignishorizontes dürfte lediglich proportional zum Quadrat der Masse des schwarzen Loches wachsen.


Eine kleine Anregung zum überlegen (muss ja nicht stimmen, aber so könnte man sich von dem 5-D "Hyperraum" lösen):

versuche mal gedanklich den Raum von der Zeit zu trennen (jaja, ich weiß, widerspricht der 4-D Raumzeit). Stelle dir einen 3-D Raum vor der sich in einer 1- bis N-D "Zeit" bewegt/expandiert. Würde sich in diesem Konstrukt ein Schwarzes Loch bilden, würde sich die Masse durch Gravitation in der "Zeit" rückwärts bewegen (sozusagen ein Loch in der "Zeit" bilden). Wenn die Masse in der Zeit rückwärts geschickt wird, könnte diese dort ja auch expandieren und man hätte wieder einen 3-D Raum welcher sich in der "Zeit" bilden/expandieren würde.

Vielleicht hilft dir ein Blick auf mein Avatar-Bildchen, vielleicht auch nicht, wer weiß das schon..


Viele Grüße, M13P4.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 13:33 #13954

Verfolge diesen Ansatz mal weiter. Rückwärts in der Zeit ist allerdings schwierig wegen der Kausal-Problematik.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 13:37 #13956

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Moin,

Michael D. schrieb: Verfolge diesen Ansatz mal weiter. Rückwärts in der Zeit ist allerdings schwierig wegen der Kausal-Problematik.


"Rückwärts in der Zeit" nicht im Sinne von Zeitreisen oder ähnliches..


Nachtrag:
ich hab da mal was vorbereitet...:









Viele Grüße, M13P4.
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Letzte Änderung: von m13p4. (Notfallmeldung) an den Administrator

Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 13:44 #13957

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Gestern machst du noch eine anekdotische Bemerkung zum esoterischen Charakter der String-Theorie und heute überwindest du das schwere logische Dilemma, einen Punkt nicht krümmen zu können, indem du schwarze Löcher in 5. Dimension auspackst?
Find ich waghalsig. ;-)

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 13:46 #13958

@Ropp
Den Punkt kann man auch nicht krümmen. Ganz eindeutig, sehe ich auch so. Für mich gibt es jedoch keine punktförmigen Singularitäten, sonst gäbe es gemäss meiner Argumentation unser Universum ja nicht.

@m13p4
Ist auch ein Ansatz. Ich bin zwar anderer Meinung, das macht aber nichts. Verfolge diesen Ansatz weiter.

@seb110

seb110 schrieb: Ist nicht eher ein Tetraeder der kleinstmögliche Raum, etc....?

Der kleinstmögliche Raum müsste eine Kugel sein. Es geht aber nicht in erster Linie um kleinstmöglich. Übrigens, man kann auch mit Tetraedern als Finiten Raumelementen arbeiten. Das macht meines Wissens die Schleifen-Qantengravitation. Ich persönlich möchte jedoch keinen Ansatz verfolgen, den es schon gibt. Ist aber ein gleichberechtigter Ansatz, keine Frage.

seb110 schrieb: Was ich bei deinen Vorstellungen der Letzt Einheit nicht verstehe. Wie kann diese gekrümmt werden, wenn diese die Letzt-Einheit ist?

Die Finiten Raumzeit-Elemente sind nach meinem Dafürhalten seit dem Urknall vom Volumen her gewachsen bzw. gedehnt worden. Das Volumen ist dann demnach größer als das Planck-Volumen. Allerdings postuliere ich, dass ein kugelförmiges Finites Raumzeit-Element mit Planck-Volumen inmitten eines schwarzen Loches sitzt.

@Lulu

Lulu schrieb: "Letzt-Volumina, deren Umgrenzungshülle bei der Expansion gerissen ist", lassen mich auch eher ratlos.

Das Wort "gerissen" gefällt mir auch nicht. Ich möchte es eher als "gedehnt" verstanden wissen.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 17:01 #13971

Um mehr Vertrauen in die Festkörper-Hypothese zu gewinnen, empfehle ich, sich insbesondere die Darstellung Professor Danzmanns anzusehen:



Ich werde als Nächstes mal versuchen, das Newton'sche Gravitationsgesetz aus dem Hook'schen Gesetz herzuleiten.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 18:24 #13978

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Meine intuitive Vermutung ist schon lange, dass die Raumzeit sowie Energie und Materie nicht von fundamentaler Natur sind, sondern "Information" im weitesten Sinne unter der auch ein spirituell ausgerichteter Mensch eine höhere Macht oder Gott sehen könnte. Aber das nur nebenbei, ich konzentriere mich auf die rein naturwissenschaftlichen Aspekte.
Anbei ein paar Anregungen oder Hinweise aufgrund einiger Stichpunkte aus vorherigen Beiträgen im Thread.

Holographisches Universum: Diese Vorstellung verfolgte seinerzeit schon David Bohm mit seiner Idee der verborgenen Variablen. Damit glaubte er auch die spukhafte Fernwirkung, sprich Quantenverschränkung zu verstehen.
Auch jetzt ist die Vorstellung eines holographischen Universums wieder aktuell, siehe Artikel auf Motherboard (Michael D, vielleicht gerade für deine Überlegungen ein guter Input):
Ist das Universum ein Hologramm?

Auch Max Tegmark geht davon aus, dass letztlich mathematische Strukturen von fundamentaler Natur sind. Seine Anschauungen hat er in seinem Buch "Unser mathematisches Universum" dargelegt.

Mittlerweile halte ich es für gar nicht mehr ausgeschlossen, dass wir in einer simulierten Wirklichkeit leben, wie das eben Nick Bostrom mit seinem Simulationsargument veranschaulicht.

Und noch mal, auch wenn es einige schon nervt: Nur die Theorie des Blockuniversums und Eternalismus ist mit ihrer Verneinung eines Zeitablaufes mit der SRT vereinbar.

Tja, könnte also alles ganz schön schräg sein, weitaus schräger als dies Lieschen Müller zu glauben scheint. Mir fällt Nietzsche ein: "Die Welt ist tief, und tiefer als der Tag gedacht."

Aber kriegen die Vordenker hier im Thread noch den Bogen hin zum eigentlich Thema?
Was könnte die Alternative sein zur Aussage, dass allein das Higgsfeld die Trägheit bedingt? Denn wenn alleine die Gluonen ca. 40% der Gesamtenergie in einem Proton oder Neutron auszumachen scheinen, wie das im Artikel, den Michael verlinkte, behauptet wird, dann kann das Higgsfeld dafür alleine in der Tat nicht verantwortlich sein. Das habe ich eingesehen. Andererseits verwandeln sich Gluonen lt. Theorie auch ständig in Glueballs oder Seequarks, die dann wieder mit dem Higgsfeld wechseln könnten und Masse hätten. Mir bleibt die Äquivalenz von träger und schwerer Masse weiter ein Rätsel.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 18:39 #13980

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Cyborg schrieb: .
Nur die Theorie des Blockuniversums und Eternalismus ist mit ihrer Verneinung eines Zeitablaufes mit der SRT vereinbar.


Dass die spezielle Relativitätstheorie nur mit einem Weltbild vereinbar wäre, das Zeitablauf verneint sind #FakeNews, um es mal vorsichtig zu formulieren. :-)

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 18:57 #13982

Die Idee, dass am Rand eines schwarzen Lochs eine Dimension "verloren geht", finde ich auch interessant und bedenkenswert. Wir arbeiten in unserer Welt ja mit 3 (reellen) Raumdimensionen und 1 (ebenfalls reellen) Zeitdimension.

Es gibt eine Darstellung, die zeigt, dass sich Raum und Zeit im schwarzen Loch verkehren:



Vorstellbar wäre auch, dass eine Raumdimension verschwindet. Vorstellbar wäre auch, dass eine Raumdimension zur komplexen Komponente der Zeit wird, und, und, und...

Aber bei allem, was lediglich vorstellbar, nicht jedoch durch Vergleich von Messungen und Vorhersagen überprüfbar ist, verlassen wir das Gebiet der Physik.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 19:02 #13983

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Ropp schrieb:

Dass die spezielle Relativitätstheorie nur mit einem Weltbild vereinbar wäre, das Zeitablauf verneint sind #FakeNews, um es mal vorsichtig zu formulieren

Naja, ob die SRT eben NUR mit einem Weltbild ohne Zeitablauf vereinbar ist, kann ich offen gesagt nicht beurteilen. Vielleicht hätte ich dieses NUR weglassen sollen. Insofern ist deine Schelte schon angebracht. Aber man sollte die Gedanken und Schlussfolgerungen von Einstein, Minkowski oder Weyl nicht ins Lächerliche ziehen, nur weil sie unserer Alltagserfahrung so sehr widersprechen.
www.wissenschaft.de/archiv/-/journal_con...nd-Morgen-sind-eins/

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 19:26 #13984

Michael D. schrieb: @Ropp
Den Punkt kann man auch nicht krümmen. Ganz eindeutig, sehe ich auch so. Für mich gibt es jedoch keine punktförmigen Singularitäten, sonst gäbe es gemäss meiner Argumentation unser Universum ja nicht.


Da musst du mit dem Begriff der Singularität aufpassen: Die liegt ja gemäß Einstein in der Mitte eines schwarzen Lochs und ist unendlich kompakt. Darum Singularität. Der gesamte Weg vom Ereignishorizont bis zur Singularität ist leerer und unendlich verzerrter Raum.

So wie die Singularität in der Mitte jeglicher Vorstellung widerspricht, widerspricht auch der unendlich verzerrte Raum jeglicher Vorstellung. Beides kann falsch sein, wenn sich im Grenzbereich der Raumkrümmung irgendwelche Effekte ergeben, die Einstein allerdings nicht vorhersehen konnte, weil sie nicht messbar sind.

Michael D. schrieb: @seb110

seb110 schrieb: Ist nicht eher ein Tetraeder der kleinstmögliche Raum, etc....?

Der kleinstmögliche Raum müsste eine Kugel sein. Es geht aber nicht in erster Linie um kleinstmöglich. Übrigens, man kann auch mit Tetraedern als Finiten Raumelementen arbeiten. Das macht meines Wissens die Schleifen-Qantengravitation. Ich persönlich möchte jedoch keinen Ansatz verfolgen, den es schon gibt. Ist aber ein gleichberechtigter Ansatz, keine Frage.


Die Frage ist falsch gestellt. Weder die Kugel noch der Tetraeder können den 3dimensionalen euklidischen Raum vollständig ausfüllen.
de.wikipedia.org/wiki/Raumf%C3%BCllung
Aber wir ziehen ja hier auch höherdimensionale und nicht-euklidische Räume in Betracht.
[/quote]

seb110 schrieb: Was ich bei deinen Vorstellungen der Letzt Einheit nicht verstehe. Wie kann diese gekrümmt werden, wenn diese die Letzt-Einheit ist?

Die Finiten Raumzeit-Elemente sind nach meinem Dafürhalten seit dem Urknall vom Volumen her gewachsen bzw. gedehnt worden. Das Volumen ist dann demnach größer als das Planck-Volumen. Allerdings postuliere ich, dass ein kugelförmiges Finites Raumzeit-Element mit Planck-Volumen inmitten eines schwarzen Loches sitzt.
[/quote]

Warum gerade eins und warum gerade in der Mitte?

Würde dieses Raumzeit-Element in deiner Vorstellung auch die gesamte Masse des schwarzen Loches beinhalten? Und wie siehst du es mit Drehimpuls und Ladung - wie wären die im Raum verteilt?

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 19:58 #13988

Reisender schrieb: Warum gerade eins und warum gerade in der Mitte?

In der Mitte eines SL würde sich ein Finites Raumzeit-Element in sich selbst zurückkrümmen. Dabei müsste eine Kugel herauskommen.

Reisender schrieb: Würde dieses Raumzeit-Element in deiner Vorstellung auch die gesamte Masse des schwarzen Loches beinhalten?

Nein, darum würden sich weitere Finite Elemente anordnen. Der Radius würde aber rasch zu gross werden, um sich in sich selbst zurückzukrümmen. Letztlich würde die Oberfläche des Kerns des SL mit dem Quadrat der Masse wachsen. Es dürfte aber ein Schalenaufbau mit ganzzahligen Quantenzahlen sein. Aufbau wie folgt:

Reisender schrieb: Und wie siehst du es mit Drehimpuls und Ladung - wie wären die im Raum verteilt?

Das ist eine gute Frage. Dass Frame-Dragging bei einem sich drehenden SL stattfindet, kann man sich vorstellen. Was die Ladung anbelangt, kann ich noch keine Aussage treffen. Da muss ich nochmal in der QFT nachschauen, wie man sich Ladung eigentlich vorstellen kann.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 20:12 #13990

Genau!

www.rwscharf.homepage.t-online.de/faz01/faz0627a.html^
physics.aps.org/story/v7/st27

Also wenn es dir "nur" darum geht, Dunkle Materie und Dunkle Energie zu eliminieren, dann reicht es womöglich schon die Einsteinschen Feldgleichungen der ART so zu modifizieren, dass sie den Effekt des Magnetismus auf die Krümmung der Raumzeit mit berücksichtigen.

Das dürfte auch Auswirkungen auf die Kerr-Lösung geladener Löcher und auf die Hawking-Strahlung haben, soweit sie geladene Teilchen erzeugt.

Evtl. verschieben Magnetfelder sogar den Schwarzschildradius nach innen. Es könnte Magnetare geben, die nur aufgrund ihres Magnetfelds nicht in ein schwarzes Loch kollabieren.

Und wegen dieses seltsamen Effekts, dass sich bei hohen Energien auch die Strangeness eines Quark-Gluonen-Plasmas erhöht, ist es natürlich auch denkbar, dass es zwischen dem Neutronenstern und dem schwarzen Loch noch mehrere Zwischenstufen gibt, in denen Strange-, Charm, Bottom- und sogar Top-Quarks stabil werden, die sich ins Plasma mischen und dessen Dichte kontinuierlich weiter erhöhen, ohne dass dabei eine Singularität entsteht.

Dazu bräuchte man aber einen Mechanismus, der die Raumzeit innerhalb des Schwarzschildradius stabilisiert. Der "magnetocurvature"-Effekt könnte genau dieser Effekt sein.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 20:30 #13991

Nein, nein, es geht um Ansätze einer Theorie, die unterhalb der ART und der QT/QFT ansetzt. Die Vorstellung der Eckpunkte als Bestandteil eines Higgs-Bosons (Spin 0), der Kanten als Bestandteil eines Photons (Spin 1) und der Flächen als Bestandteil eines Gravitons (Spin 2) gefällt mir eigentlich sehr gut. Aus diesem Grundzusammenhang müsste sich eigentlich etwas in Richtung Ladung ableiten lassen. In einer Finiten Raumzeit-Kugel müssten dann alle Kräfte vereinigt sein:

Ich kenne den Artikel über die Glättung der Raumzeit durch starke Magnetfelder, hab ihn damals mit grossem Interesse gelesen. Passt auch gut zur obigen Modellvorstellung.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 21:57 #13999

Naja. Man könnte einwenden, dass in der Kugel keine Ecken und keine Kanten existieren. Somit wäre kein Platz für Ruhemasse und kein Platz für Ladung in dem maximal gekrümmten Raum.
Außerdem haben wir ein Problem mit dem Pauli-Prinzip, das ja sagt, dass Spin 1/2-Teilchen Platz brauchen, Spin-1-Teilchen aber nicht. D.h. man kann Raum einsparen, indem man zwei Teilchen mit Spin 1/2 kombiniert. Wie passt das in dein Modell?

Wie erklären wir Symmetrie und Erhaltungsgrößen, insbesondere Energieerhaltung vs. Massendefekt im Atomkern und im Gravitationspotenzial? Wie erklären wir den stärkeren Massendefekt bei Kerr-Löchern im Vergleich zu Schwarzschild-Löchern?

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 22:16 #14005

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[quote="Cyborg" post=13978 Mir bleibt die Äquivalenz von träger und schwerer Masse weiter ein Rätsel.[/quote]

Die ist auch ein Rätsel.
Im Juni sollen erste Ergebnisse der Satellitenmission "Microscope" , die die Äquivalenz von schwerer und träger Masse in bislang unerreichter Genauigkeit überprüft, bekanntgegeben werden.

microscope.cnes.fr/en/MICROSCOPE/index.htm

Noch genauere Tests im All sind in Vorbereitung.
Verschiedene Varianten der Quantengravitation sagen kleinste Abweichungen voraus, und man kommt nun langsam in den Bereich der experimentellen Überprüfbarkeit.

Gruß,
Lulu
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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 23:06 #14008

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Lulu,
danke für die Hinweise. Anbei ein Link zu Überlegungen von Wolfgang Neundorf zum Thema schwere und träge Masse und wie heikel und schwammig die historisch gewachsenen Definitionen letztlich sind. Das Postulat der DM führt er letztlich auch als Hinweis unseres Unverständnisses an.

www.neundorf.de/Masse/Masse3/masse3.html

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Was verursacht die Trägheit der Masse? 03 Mai 2017 08:31 #14017

@Cyborg @Lulu
So etwas ist immer hochinteressant.

@Reisender
Wir werden diese Probleme nach und nach angehen.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 12:11 #14051

Reduzieren wir das Problem zunächst mal auf den eindimenionalen Fall. Dazu folgende Überlegungen:

Im 3D-Raum haben wir das Kraftgesetz:
\[F\sim \frac{m_{1}*m_{2}}{r^{2}}\]
In der 2D-Fläche haben wir:
\[F\sim \frac{m_{1}*m_{2}}{r}\]
Im eindimensionalen Fall haben wir keine Abhängigkeit mehr vom Abstand:
\[F\sim m_{1}*m_{2}\]
Das heisst, das Abstandsgesetz ergibt sich rein aus der Geometrie. Das brauchen wir erstmal nicht weiter untersuchen. Wichtiger ist jetzt die Analyse der Abhängigkeit der Anziehungskraft vom Produkt der beiden Massen.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 18:29 #14065

du benutzt zwar mathematische zeichen aber welche mathematischen regeln benutzt du .
kein = und einfach g weglassen :unsure:

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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AUF Zug
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