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THEMA: Was verursacht die Trägheit der Masse?

Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 19:26 #13984

Michael D. schrieb: @Ropp
Den Punkt kann man auch nicht krümmen. Ganz eindeutig, sehe ich auch so. Für mich gibt es jedoch keine punktförmigen Singularitäten, sonst gäbe es gemäss meiner Argumentation unser Universum ja nicht.


Da musst du mit dem Begriff der Singularität aufpassen: Die liegt ja gemäß Einstein in der Mitte eines schwarzen Lochs und ist unendlich kompakt. Darum Singularität. Der gesamte Weg vom Ereignishorizont bis zur Singularität ist leerer und unendlich verzerrter Raum.

So wie die Singularität in der Mitte jeglicher Vorstellung widerspricht, widerspricht auch der unendlich verzerrte Raum jeglicher Vorstellung. Beides kann falsch sein, wenn sich im Grenzbereich der Raumkrümmung irgendwelche Effekte ergeben, die Einstein allerdings nicht vorhersehen konnte, weil sie nicht messbar sind.

Michael D. schrieb: @seb110

seb110 schrieb: Ist nicht eher ein Tetraeder der kleinstmögliche Raum, etc....?

Der kleinstmögliche Raum müsste eine Kugel sein. Es geht aber nicht in erster Linie um kleinstmöglich. Übrigens, man kann auch mit Tetraedern als Finiten Raumelementen arbeiten. Das macht meines Wissens die Schleifen-Qantengravitation. Ich persönlich möchte jedoch keinen Ansatz verfolgen, den es schon gibt. Ist aber ein gleichberechtigter Ansatz, keine Frage.


Die Frage ist falsch gestellt. Weder die Kugel noch der Tetraeder können den 3dimensionalen euklidischen Raum vollständig ausfüllen.
de.wikipedia.org/wiki/Raumf%C3%BCllung
Aber wir ziehen ja hier auch höherdimensionale und nicht-euklidische Räume in Betracht.
[/quote]

seb110 schrieb: Was ich bei deinen Vorstellungen der Letzt Einheit nicht verstehe. Wie kann diese gekrümmt werden, wenn diese die Letzt-Einheit ist?

Die Finiten Raumzeit-Elemente sind nach meinem Dafürhalten seit dem Urknall vom Volumen her gewachsen bzw. gedehnt worden. Das Volumen ist dann demnach größer als das Planck-Volumen. Allerdings postuliere ich, dass ein kugelförmiges Finites Raumzeit-Element mit Planck-Volumen inmitten eines schwarzen Loches sitzt.
[/quote]

Warum gerade eins und warum gerade in der Mitte?

Würde dieses Raumzeit-Element in deiner Vorstellung auch die gesamte Masse des schwarzen Loches beinhalten? Und wie siehst du es mit Drehimpuls und Ladung - wie wären die im Raum verteilt?

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 19:58 #13988

Reisender schrieb: Warum gerade eins und warum gerade in der Mitte?

In der Mitte eines SL würde sich ein Finites Raumzeit-Element in sich selbst zurückkrümmen. Dabei müsste eine Kugel herauskommen.

Reisender schrieb: Würde dieses Raumzeit-Element in deiner Vorstellung auch die gesamte Masse des schwarzen Loches beinhalten?

Nein, darum würden sich weitere Finite Elemente anordnen. Der Radius würde aber rasch zu gross werden, um sich in sich selbst zurückzukrümmen. Letztlich würde die Oberfläche des Kerns des SL mit dem Quadrat der Masse wachsen. Es dürfte aber ein Schalenaufbau mit ganzzahligen Quantenzahlen sein. Aufbau wie folgt:

Reisender schrieb: Und wie siehst du es mit Drehimpuls und Ladung - wie wären die im Raum verteilt?

Das ist eine gute Frage. Dass Frame-Dragging bei einem sich drehenden SL stattfindet, kann man sich vorstellen. Was die Ladung anbelangt, kann ich noch keine Aussage treffen. Da muss ich nochmal in der QFT nachschauen, wie man sich Ladung eigentlich vorstellen kann.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 20:12 #13990

Genau!

www.rwscharf.homepage.t-online.de/faz01/faz0627a.html^
physics.aps.org/story/v7/st27

Also wenn es dir "nur" darum geht, Dunkle Materie und Dunkle Energie zu eliminieren, dann reicht es womöglich schon die Einsteinschen Feldgleichungen der ART so zu modifizieren, dass sie den Effekt des Magnetismus auf die Krümmung der Raumzeit mit berücksichtigen.

Das dürfte auch Auswirkungen auf die Kerr-Lösung geladener Löcher und auf die Hawking-Strahlung haben, soweit sie geladene Teilchen erzeugt.

Evtl. verschieben Magnetfelder sogar den Schwarzschildradius nach innen. Es könnte Magnetare geben, die nur aufgrund ihres Magnetfelds nicht in ein schwarzes Loch kollabieren.

Und wegen dieses seltsamen Effekts, dass sich bei hohen Energien auch die Strangeness eines Quark-Gluonen-Plasmas erhöht, ist es natürlich auch denkbar, dass es zwischen dem Neutronenstern und dem schwarzen Loch noch mehrere Zwischenstufen gibt, in denen Strange-, Charm, Bottom- und sogar Top-Quarks stabil werden, die sich ins Plasma mischen und dessen Dichte kontinuierlich weiter erhöhen, ohne dass dabei eine Singularität entsteht.

Dazu bräuchte man aber einen Mechanismus, der die Raumzeit innerhalb des Schwarzschildradius stabilisiert. Der "magnetocurvature"-Effekt könnte genau dieser Effekt sein.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 20:30 #13991

Nein, nein, es geht um Ansätze einer Theorie, die unterhalb der ART und der QT/QFT ansetzt. Die Vorstellung der Eckpunkte als Bestandteil eines Higgs-Bosons (Spin 0), der Kanten als Bestandteil eines Photons (Spin 1) und der Flächen als Bestandteil eines Gravitons (Spin 2) gefällt mir eigentlich sehr gut. Aus diesem Grundzusammenhang müsste sich eigentlich etwas in Richtung Ladung ableiten lassen. In einer Finiten Raumzeit-Kugel müssten dann alle Kräfte vereinigt sein:

Ich kenne den Artikel über die Glättung der Raumzeit durch starke Magnetfelder, hab ihn damals mit grossem Interesse gelesen. Passt auch gut zur obigen Modellvorstellung.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 21:57 #13999

Naja. Man könnte einwenden, dass in der Kugel keine Ecken und keine Kanten existieren. Somit wäre kein Platz für Ruhemasse und kein Platz für Ladung in dem maximal gekrümmten Raum.
Außerdem haben wir ein Problem mit dem Pauli-Prinzip, das ja sagt, dass Spin 1/2-Teilchen Platz brauchen, Spin-1-Teilchen aber nicht. D.h. man kann Raum einsparen, indem man zwei Teilchen mit Spin 1/2 kombiniert. Wie passt das in dein Modell?

Wie erklären wir Symmetrie und Erhaltungsgrößen, insbesondere Energieerhaltung vs. Massendefekt im Atomkern und im Gravitationspotenzial? Wie erklären wir den stärkeren Massendefekt bei Kerr-Löchern im Vergleich zu Schwarzschild-Löchern?

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 22:16 #14005

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[quote="Cyborg" post=13978 Mir bleibt die Äquivalenz von träger und schwerer Masse weiter ein Rätsel.[/quote]

Die ist auch ein Rätsel.
Im Juni sollen erste Ergebnisse der Satellitenmission "Microscope" , die die Äquivalenz von schwerer und träger Masse in bislang unerreichter Genauigkeit überprüft, bekanntgegeben werden.

microscope.cnes.fr/en/MICROSCOPE/index.htm

Noch genauere Tests im All sind in Vorbereitung.
Verschiedene Varianten der Quantengravitation sagen kleinste Abweichungen voraus, und man kommt nun langsam in den Bereich der experimentellen Überprüfbarkeit.

Gruß,
Lulu
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Was verursacht die Trägheit der Masse? 02 Mai 2017 23:06 #14008

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Lulu,
danke für die Hinweise. Anbei ein Link zu Überlegungen von Wolfgang Neundorf zum Thema schwere und träge Masse und wie heikel und schwammig die historisch gewachsenen Definitionen letztlich sind. Das Postulat der DM führt er letztlich auch als Hinweis unseres Unverständnisses an.

www.neundorf.de/Masse/Masse3/masse3.html

Grüße Cyborg

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 03 Mai 2017 08:31 #14017

@Cyborg @Lulu
So etwas ist immer hochinteressant.

@Reisender
Wir werden diese Probleme nach und nach angehen.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 12:11 #14051

Reduzieren wir das Problem zunächst mal auf den eindimenionalen Fall. Dazu folgende Überlegungen:

Im 3D-Raum haben wir das Kraftgesetz:
\[F\sim \frac{m_{1}*m_{2}}{r^{2}}\]
In der 2D-Fläche haben wir:
\[F\sim \frac{m_{1}*m_{2}}{r}\]
Im eindimensionalen Fall haben wir keine Abhängigkeit mehr vom Abstand:
\[F\sim m_{1}*m_{2}\]
Das heisst, das Abstandsgesetz ergibt sich rein aus der Geometrie. Das brauchen wir erstmal nicht weiter untersuchen. Wichtiger ist jetzt die Analyse der Abhängigkeit der Anziehungskraft vom Produkt der beiden Massen.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 18:29 #14065

du benutzt zwar mathematische zeichen aber welche mathematischen regeln benutzt du .
kein = und einfach g weglassen :unsure:

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 18:42 #14066

Das "\(\sim\)" ist das Proportionalitätszeichen. Ich lasse G ganz bewusst weg, denn ich möchte wenn möglich diese Grösse später theoretisch berechnen.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 19:15 #14069

wie willst du G berechnen wen du es einfach weglässt und Gravitation reduziert sich auch auch auf einer fläche ( 2D ) zum quadrat

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 20:46 #14082

heinzendres schrieb: wie willst du G berechnen wen du es einfach weglässt und Gravitation reduziert sich auch auch auf einer fläche ( 2D ) zum quadrat

Warte doch mal ab. Am Ende kommt Michael mit einem Zusammenhang um die Ecke, der gar nicht konstant ist, sondern ein Feld.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 20:58 #14085

sheldon würde jetzt fragen ob das sarkasmus war

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 04 Mai 2017 21:47 #14091

Hi

Wäre doch interessant zu wissen ob das geht, für G einen Wert für die 1Dimension auszurechnen um dann auf ein G der Dimension n zu kommen. Nach Michaels Zusammenhang wird G kleiner je höher die Dimension wird, wenn r den selben Wert hat, egal welche Dimension.
G könnte allerdings auch in jeder Dimension konstant bleiben, wenn r immer die 2D Gesamtlänge behält, sich die zunehmende Anzahl von Stücken von r von Dimension zu Dimension nur immer weiter "falten" (die Gesamtlänge von r auch in der Dimension n konstant und somit dort auch G konstant bleibt.)
----bloß son Gedanken---
bin gespannt wie es weiter geht und zu erfahren wie es mit dem G und dem r gemeint war.

grüße

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 05 Mai 2017 12:32 #14110

heinzendres schrieb: sheldon würde jetzt fragen ob das sarkasmus war


Was ist "Sarkasmus"?

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 06 Mai 2017 12:47 #14209


Aus der obigen Skizze kann man Vorstellungs-technisch Folgendes ableiten:

1. Die Finiten Raumzeit-Elemente können unterschiedliches Volumen haben.
2. Masse entspricht einem Bereich verdichteter Raumzeit-Elemente.
3. Einsteins Relativitätsprinzip lässt sich noch weiter verallgmeinern, nämlich auf die Relativität der Massendichten.
4. Da die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Kausalität die Lichtgeschwindigkeit ist, und diese konstant ist, besitzt jedes Finite Raumzeit-Element seine Eigenzeit \(t_{E}\).

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 07 Mai 2017 22:41 #14288

Hi Michael D.

ein paar weitere Gedanken meinerseits

zu 1. Unterschreitet eine Letzteinheit ein bestimmtes Volumen tritt quasi die Eigenschaft Masse hervor?

zu 2. eine Verdichtung impliziert immer ein Medium. Verdichtet im Vergleich zu was? Verdichtete Raumzeit in Bezug auf einen weiteren Raum? Reicht es nicht wenn man sagt, Dort ist eine Letzteinheit mit der bestimmten Eigenschaft Masse. Links und rechts können dann nur erstmal Letzeinheiten mit der Eigenschaft Raum sein, bis dann die nächste Letzteinheit mit der Eigenschaft Masse kommen kann. Das ist eventuell aber auch nur Begriffsgeplenkel :)

zu 3. ich würde hier eher von einer erweiterten Äquivalenz von "verdichteter" und "nicht verdichteter" Raumzeit sprechen. "Die Relativität sagt in diesem Zusammenhang doch eigentlich sowieso aus, dass alles gleich ist."

zu. 4 Heben sich die Eigenzeiten auf solangen nicht gemessen wird?

...man müsste jetzt weiter überlegen. Wird das zu kleine Volumen einer Masse durch den gleichen Betrag einer Einheit mit zu großen Volumen ausgeglichen? Oder gibt es einen Diskrepanz wie beim Massendefekt?

Gröber gefragt: War es richtig das Einstein Raum und Zeit zu einer 4D Raumzeit vereinigt hat (Ist das eventuell nur bei begrenzten Entfernungen gültig). Oder verhält sich Raum eher ähnlich wie Energie und Masse zur Zeit?

viele Grüße
seb

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 08 Mai 2017 10:06 #14297

seb110 schrieb: zu 1. Unterschreitet eine Letzteinheit ein bestimmtes Volumen tritt quasi die Eigenschaft Masse hervor?

Das ist meiner Ansicht nach relativ, d.h. es kommt auf die Volumina der Umgebung an. Sind sie grösser, tritt Masse hervor (siehe Skizze).

seb110 schrieb: zu 2. eine Verdichtung impliziert immer ein Medium. Verdichtet im Vergleich zu was?

Dieselbe Antwort: Verdichtet im Vergleich zur Umgebung. Deswegen hatte ich von der Erweiterung des Relativitätsprinzips auf die Relativität von Massendichten gesprochen.

seb110 schrieb: Verdichtete Raumzeit in Bezug auf einen weiteren Raum? Reicht es nicht wenn man sagt, Dort ist eine Letzteinheit mit der bestimmten Eigenschaft Masse. Links und rechts können dann nur erstmal Letzeinheiten mit der Eigenschaft Raum sein, bis dann die nächste Letzteinheit mit der Eigenschaft Masse kommen kann. Das ist eventuell aber auch nur Begriffsgeplenkel :)

Wie der Übergang von Masse zu Nicht-Masse stattfindet, werden wir an verschiedenen Beispielen klarer herausarbeiten. Erstmal am eindimensionalen Fall. Später mit höheren Dimensionen.

seb110 schrieb: zu 3. ich würde hier eher von einer erweiterten Äquivalenz von "verdichteter" und "nicht verdichteter" Raumzeit sprechen. "Die Relativität sagt in diesem Zusammenhang doch eigentlich sowieso aus, dass alles gleich ist."

Nicht Äquivalenz, sondern Relativität der Raumzeit-Dichte.

seb110 schrieb: zu. 4 Heben sich die Eigenzeiten auf solangen nicht gemessen wird?

Sie heben sich nicht auf, sondern bilden einen Mittelwert, der grösser als die Planck-Zeit ist.

seb110 schrieb: ...man müsste jetzt weiter überlegen. Wird das zu kleine Volumen einer Masse durch den gleichen Betrag einer Einheit mit zu großen Volumen ausgeglichen? Oder gibt es einen Diskrepanz wie beim Massendefekt?

Ich gehe davon aus, dass es auf kosmischen Skalen ausgeglichen ist. Den Massendefekt werden wir anders erklären.

seb110 schrieb: Gröber gefragt: War es richtig das Einstein Raum und Zeit zu einer 4D Raumzeit vereinigt hat (Ist das eventuell nur bei begrenzten Entfernungen gültig). Oder verhält sich Raum eher ähnlich wie Energie und Masse zur Zeit?

Ja, es war richtig, denn es passt zu den Beobachtunten. Dennoch glaube ich, dass man auch anders zu diesem Ergebnis kommen kann. Wir werden versuchen, es anders herzuleiten.

Grüße
Michael

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 09 Mai 2017 15:32 #14362

Wandeln wir ein wenig weiter auf Professor Danzmanns Spuren, der da sagt, dass sich der Raum wie ein elastisches Medium verhält mit unglaublich hoher Steifheit. bzw. Festigkeit. Betrachten wir zunächst Einsteins berühmte Gleichung:
\[E=mc^{2}\]
Teilen wir auf beiden Seiten durch das Volumen, so erhalten wir die Gleichung für den Elastizitätsmodul und die Ausbreitungsgeschwindigkeit longitudinaler Wellen für den eindimensionalen Fall (1):
\[E=\rho v_{l}^{2}\]
\(E\) ist dabei der Elastizitätsmodul und \(\rho\) die Massendichte. Das \(l\) steht für longitudinal.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 10 Mai 2017 17:46 #14389

Hi Michael D.

Michael D. schrieb: Das ist meiner Ansicht nach relativ, d.h. es kommt auf die Volumina der Umgebung an. Sind sie grösser, tritt Masse hervor (siehe Skizze).


zum weiterdenken...

Können wir uns festlegen, dass die Volumina der Massen mit den Volumina der Umgebung zusammenhängen ? Egal ob nun das Massenvolumina kleiner sein muss, weil das Volumen der Umgebung größer ist oder umgekehrt. Mir geht es um eine Verknüpfung des Volumens der Umgebung mit dem Volumen der Massen.

Michael D. schrieb: Wie der Übergang von Masse zu Nicht-Masse stattfindet, werden wir an verschiedenen Beispielen klarer herausarbeiten. Erstmal am eindimensionalen Fall. Später mit höheren Dimensionen.

ok

Michael D. schrieb: Ich gehe davon aus, dass es auf kosmischen Skalen ausgeglichen ist. Den Massendefekt werden wir anders erklären.


ob das folgenden für die weiteren Überlegungen gebraucht wird... weiss ich nicht.
aber...
Davon gehe ich nicht aus. Ich denke, dass sich auf kosmischen Skalen die Volumen der Umgebung nicht mehr linear zu den Volumen der Massen verhalten. Sondern die Umgebungsvolumina größer im Vergleich zu den Massenvolumina werden. Auch das dieser Effekt bei jeder Entfernung auftritt, er nur nicht bemerkbar ist. (Ähnlich wie die Newtonsche Dynamik bei kleinen Massen und geringen Geschwindigkeiten "reicht".) Der Massendefekt sollte vergleichweise herhalten um sagen zu können, dass immer ein Teil Massenvolumen an das Umgebungsvolukmen abgeben wird, wie Masse als Defekt eben Energie ist.
Nur nebenbei da nur Bauchgefühl: Diese Abnahme an Massenvolumen könnte den gravitativen Effekt der DM erklären, da dadurch ja auch Masse verdichtet wird. Andererseits könnte die dadurch bedingte Zunahme des Umgebungsvolumens die Expansion DE erklären.

"Das Hubble-Gesetz zeigt einen linearen Zusammenhang zwischen Rotverschiebung z und Distanz D mit einer Proportionalitätskonstante, der Hubble-Konstanten H0. Die Linearität hat jedoch nur im nahen Universum ihre Gültigkeit, nämlich bis zu einem maximalen Abstand von gut 400 Mpc oder z kleiner als 0.1. Für weiter entfernte Objekte bricht die Linearität zusammen. Allgemeiner handelt es sich bei H (ohne Index 0!) um den Hubble-Parameter, der zeitabhängig ist."
aus www.spektrum.de/lexikon/astronomie/rotverschiebung/417

Michael D. schrieb: Ja, es war richtig, denn es passt zu den Beobachtunten. Dennoch glaube ich, dass man auch anders zu diesem Ergebnis kommen kann. Wir werden versuchen, es anders herzuleiten.

ich weiss nicht ob das alles so passt :). !vorerst! egal

ich werde jetzt erstmal auf Danzmanns Spuren wandeln. Muss da erstmal hintersteigen.
Bis demnächst

seb110

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 12 Mai 2017 08:56 #14461

seb110 schrieb: Können wir uns festlegen, dass die Volumina der Massen mit den Volumina der Umgebung zusammenhängen ? Egal ob nun das Massenvolumina kleiner sein muss, weil das Volumen der Umgebung größer ist oder umgekehrt. Mir geht es um eine Verknüpfung des Volumens der Umgebung mit dem Volumen der Massen.

Ja natürlich, wir betrachten den Raum ja als Festkörper.

seb110 schrieb: Ich denke, dass sich auf kosmischen Skalen die Volumen der Umgebung nicht mehr linear zu den Volumen der Massen verhalten. Sondern die Umgebungsvolumina größer im Vergleich zu den Massenvolumina werden. Auch das dieser Effekt bei jeder Entfernung auftritt, er nur nicht bemerkbar ist.

So ist es. Von Linearität der Volumina wurde bis jetzt noch nicht gesprochen. Nur das Hook'sche Gesetz ist linear.

seb110 schrieb: Nur nebenbei da nur Bauchgefühl: Diese Abnahme an Massenvolumen könnte den gravitativen Effekt der DM erklären, da dadurch ja auch Masse verdichtet wird. Andererseits könnte die dadurch bedingte Zunahme des Umgebungsvolumens die Expansion DE erklären.

Ja richtig, das habe ich auch postuliert.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 13 Mai 2017 16:26 #14533

Betrachten wir nochmal die Ausbreitungsgeschwindigkeit longitudinaler Wellen für den eindimensionalen Fall:
\[E=\rho v_{l}^{2}\]
\(E\) ist dabei der Elastizitätsmodul und \(\rho\) die Massendichte. Das \(l\) steht für longitudinal. Wenn wir von einem konstanten Elastizitätsmodul ausgehen und im Gegensatz zu Einstein relative Massendichten ins Kalkül ziehen, dann muss auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen, im Falle des Raumes Gravitationswellen, für einen aussenstehenden Beobachter von der Massendichte abhängen, so wie in der folgenden Animation dargestellt (Durchtritt eines Gravitons durch einen Bereich höherer Massendichte):

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 13 Mai 2017 20:52 #14542

Würde das nicht zur Folge haben das Gravitationswellen abschirmbar wären?
Und hätte das nicht Beugungserscheinungen und Interferrenzen hinter einem massiven Hindernis zur Folge?

assume good faith

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assume good faith

Was verursacht die Trägheit der Masse? 13 Mai 2017 22:07 #14544

Merilix schrieb: Würde das nicht zur Folge haben das Gravitationswellen abschirmbar wären?

Abschirmbar nicht. Sie durchdringen ja alles. Nur nicht immer mit der gleichen Geschwindigkeit.

Merilix schrieb: Und hätte das nicht Beugungserscheinungen und Interferrenzen hinter einem massiven Hindernis zur Folge?

Die Frage hab ich mir auch schon gestellt. Kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 14 Mai 2017 20:54 #14593

Michael D. schrieb:

Merilix schrieb: Würde das nicht zur Folge haben das Gravitationswellen abschirmbar wären?

Abschirmbar nicht. Sie durchdringen ja alles. Nur nicht immer mit der gleichen Geschwindigkeit.

Merilix schrieb: Und hätte das nicht Beugungserscheinungen und Interferrenzen hinter einem massiven Hindernis zur Folge?


Die Frage hab ich mir auch schon gestellt. Kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten.


Sicherlich hätte es das. So wie in der physikalischen Realität: Der Gravitationslinseneffekt wirkt auch auf Gravitationswellen.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 16 Mai 2017 15:49 #14625

Hi Michael D.

möglicherweise ist die Vereinfachung nicht in Bezug zum hypothetischen Graviton zu bringen. Eine longitudinale Vereinfachung des ganzen Vorganges geht für mich eher in Richtung Birkhoff Theorem . Verändert sich die Massendichte sphärisch, symmetrisch treten keine Gravitationswellen auf. Gravitationswellen sind transversal. Gut das wird sicher der nächste Schritt sein.
Ich weiss nicht ob für die Relativität der Massendichte besser eine Bezugssystem E1 / System E2 eingeführt werden sollte.
Was heisst in deinen Abbildungen eigentlich großes Rechteck/ kleines Rechteck? großes Rechteck = großes Elastizitätsmodul ? müsste eigentlich so sein.
Bei Massen wird das Elastizitätsmodul der Raumzeit dann kleiner. Aber doch "zum Preis" des Elastizitätsmoduls der Umgebung besser des Bezugssystems? Verrenne ich mich gerade?



viele Grüße

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 16 Mai 2017 19:54 #14629

Den Elastizitätsmodul habe ich für alle finiten Raumzeit-Elemente als konstant angesetzt. Dabei möchte ich persönlich auch erstmal bleiben. Klar, im zweidimensionalen Fall betrachten wir dann auch Transversalwellen. Aber vorher gibt es bei einer Dimension noch Einiges abzuchecken.

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 19 Mai 2017 14:16 #14710


Zunächst mal ergibt sich die relative Stauchung eines finitien Raumzeit-Elementes zu (2):
\[\varepsilon=\frac{\triangle L}{L}=\frac{\triangle V}{V}\]
Diese Stauchung ist die Folge einer einwirkenden Kraft \(F\), die zu einer Normal-Spannung führt (3):
\[\sigma=\frac{dF}{dA}\]
Für den eindimensionalen Fall ist der Zusammenhang mit dem Elastizitätsmodul \(E\) wie folgt (4):
\[\sigma=E \varepsilon\]
Anstelle der Normal-Spannung verwenden wir jetzt die Druckänderung \(\triangle p\) (5):
\[\sigma=\triangle p=p_{2}-p_{1}\]
Und können jetzt den Kompressionsmodul über Gleichung (4) wie folgt definieren (6):
\[\triangle p=K \frac{\triangle V}{V}=>K=V\frac{\triangle p}{\triangle V}\]
In unserem eindimensionalen Fall ist der Kompressionsmodul \(K\) gleich dem Elastizitätsmodul \(E\).

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Was verursacht die Trägheit der Masse? 19 Mai 2017 15:54 #14718

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Was verursacht die Trägheit der Masse?
Ich finde es ist die Differenz zwischen Masse und nicht Masse.
Gravitationswellen abschirmbar, gar nicht abwegig:
Durchdringt nun eine Gravitationswelle ein Schwarzes loch oder wird diese gebeugt.
@Michael D. führt es zu einer Raumzeitdichte bin ich voll auf deiner Seite.
und hallo zurück, muss wohl hier noch die restlichen Seiten mir mal Lesen wenn ich dazu komme.... hab seit Monaten schon geplant als erstes muss ich mal Tabelle machen für Thomas, ich komme nicht dazu aber das ändert sich, bald bin ich oft wieder hier mit dabei. das mal so als Off Topic.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

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