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THEMA: Entstehung eines Bewusstseins

Entstehung eines Bewusstseins 03 Sep 2015 02:42 #748

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Fakt ist: Das Universum expandiert!
Fakt ist: Es gilt die Annahme, dass überall im Universum die gleichen Naturgesetze herrschen!

Gerade erst habe ich mir wieder ein sehr informatives Video von Herrn Lesch gegönnt, wo er darüber spricht, warum man überhaupt auf die Idee des Urknalls kam. Das bringt mich wieder zum nachdenken.

Versucht euch das mal vorzustellen: Das Universum ist 13,7 Milliarden Jahre alt und nach unvorstellbar langer Zeit entsteht durch Zufall ein Lebewesen, auf einem Stern unter Trillarden Sternen, das nach einem kurzen Funken von nur 200.000 Jahren die Fähigkeit entwickelt die Dinge in Frage zu stellen - und sie auch aus aktueller Sicht zufriedenstellend mit Hypothesen versehen kann. Was hier passiert ist vielleicht noch nie geschehen, denn unter all den Millionen Lebensformen existiert gerade mal eine einzige (bekannte) die über diese Fähigkeit verfügt! Auf meiner Couch sitzt meine Katze. Sie weiß gar nicht das sie existiert, es ist lediglich eine Ansammlung von abermillionen Atomen die strukturell ineinander greifen. Anmutige und edle Geschöpfe, doch sie sind Welten davon entfernt zu verstehen was wir verstehen. Warum ich mich mit meiner Katze vergleiche? Weil wir beide Lebewesen sind, die aus dem Universum entstanden sind. Uns beiden wurde die große Ehre zuteil aus Sternenstaub Atome anzuordnen und Leben zu bilden. Doch nur ich bin mir dessen bewusst, die Katze kann nur ihren Instinkten folgen.

Versucht euch dessen mal bewusst zu werden, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr könnt euch eure Hand anschauen und eine Hand erkennen. Wenn ihr euch im Spiegel anseht, dann wisst ihr das ihr euch in diesem Spiegel seht. Wir können uns mithilfe unserer Phantasie Sachen vorstellen, z. B. wie es wäre in einem Raumschiff zu fliegen, ohne jemals etwas derartiges erlebt zu haben. Wir können allen Dingen Namen geben, sie mit Zahlen versehen und sie jedem anderen Menschen begreiflich machen. Doch meine Katze erkennt nicht mal ihr Spiegelbild.

Ich frage mich ob das im "Code des Universums" so vorgesehen war. Denn wir, die Rasse Mensch, tanzt aus der Reihe. Das wäre, als würde plötzlich ein rotes Blutkörperchen in deinem Körper anfangen zu "denken" und die Welt um sich herum zu begreifen.
Wir bestehen aber aus den gleichen Elementen wie alles andere!

Nun Herr Lesch, Herr Gaßner, meine Fragen an euch:
Es liegt also nur an der Zusammensetzung, oder? Glaubt ihr wir finden irgendwann den "Code Mensch" heraus?
Denken wir schon einen Schritt weiter und stellen uns vor man könnte diesen "Code", sprich unser Verständis der Selbserkenntnis, unser Bewusstsein und unsere Phantasie per "Spritze" in jedes Lebewesen befördern.

Dann wüsste meine Katze plötzlich das sie lebt .. sie würde mir in die Augen sehen und einen Moment inne halten und begreifen, dass sie Teil eines Ganzen ist. Ich kann mir diesen Blick vorstellen, er wäre unendlich tief und voller Fragen und Erkenntnis, eben voller Bewusstsein.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön für euer wundervolles Buch, ich versinke regelrecht darin und mir stellen sich täglich neue Fragen beim lesen.

Nun seht in diese Augen und sagt mir was ihr seht:
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Mit freundlichen Grüßen

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Entstehung eines Bewusstseins 05 Sep 2015 09:44 #763

Ha, die Gehirnleistung des Menschen lässt sich sicher nicht injizieren. Nach aktuellem Stand hat sich bei unseren Vorfahren ein Teil des Gehirns, das für den Geruchssinn verantwortlich war, verselbständigt und ist zu immer größeren Lappen angewachsen. Weil es Harry und mir an der nötigen Kompetenz fehlt, haben wir für Herbst einen Biologen zu diesem Thema eingeladen - ich freue mich schon auf das Video...

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Entstehung eines Bewusstseins 25 Apr 2016 14:42 #5761

Ions Katze ist schon recht weit auf dem Weg Richtung Denken und Bewusstsein, wenn man sich folgender Überlegung anschließt:
(1) Das Säugerhin unterscheidet sich i. W. durch das sich ausprägende Großhirn und das als Schnittstelle zum Stammhirn fungierende limbische System. Das war vielleicht einer der für das Denken wichtigsten Evolutionsschritte. Meine Überlegung setzt nun bei einer gefilterten Einbindung des Großhirns in die vom Stammhirn bewältigten Abläufe an. Die Überlegung startet damit, dass sich über den dem Glücklich-sein zugeordneten Nucleus Accumbens im limbischen System eine Art des Denkens ganz grundsätzlich definiert. Das Gegenstück dazu ist die Art des Großhirn-Denkens, dessen Einbindung stärker auf die Amygdala, also das sogenannte Angst-Zentrum, zurückgeht. Ausschlaggebend ist darüber hinaus noch die Funktion des Hippocampus, der kurzfristig Brücken im Denken baut und zentraler Motor von gespeichertem Wissen ist, als Folge temporären Brückenbaus. Übrigens: Das Entfernen beider Hippocampi führte dazu, dass Menschen zwar ihr Gedächtnis behielten, jedoch kaum noch neues lernen konnten.
(2) Schlussfolgerung aus den zwei Arten zu Denken (Nuccleus Accumbens für einen Denkpfad des Es-ist-alles-okay, Amygdala für einen Pfad des Alarm-Handlung-ist-dringend-geboten): Es werden gleichzeitige Denk-Varianten begehbar, die sich voneinander differenzieren und verselbständigen können. Der Bezug zum Lebewesen ist bei beiden Arten zu Denken aber identisch. Es geht um Okay-Gefühle und Angst-Gefühle ein und desselben Lebewesens. Varianten im Denken sehe ich als maßgebliche Basis für das gegenüber Reptilien verbesserte Planen in die Zukunft. Säugetiere kümmern sich um ihren Nachwuchs und tun sonst noch so einiges, was klüger als unmittelbare Reflexe zu sein scheint.
(3) Zwei Denkarten haben als Ursprung auf Dauer dasselbe Subjekt (ganzer Organismus des Lebewesens): Dieses bewirkt, dass ein allererstes abgegrenztes Wissenselement entsteht. Es entwickelt sich ein „Gefühl“ für das eigene Selbst, das zu einem Ankerpunkt wird. Der zweite, dritte und alle weiteren Wissensbrocken, die darüber hinaus gehen, orientieren sich danach am Selbst. Nur so entsteht überhaupt die Basis für eine Art Wissensbaum, ein Wissensgeflecht. Hierzu gibt es psychologische Erkenntnisse über die Bedeutung von Nähen und Fernen im Denken. Rund – Ball – rot, auch grün – essbar – Apfel – Apfelbaum beim Nachbarn – Gefahr, auch lecker etc.
(4) Auf dem Weg zum Homo Sapiens wurden Gene identifiziert, welche mit der zunehmenden Denkleistung (Faltung des Cortex) in Verbindung gebracht werden. Das allein ist es, was Ions Katze fehlt. Das Gehirn des Menschen hat nach meiner Überlegung hinreichend Rechenkapazität, um die Umwelt in einem Modell abzubilden. Dieses „Kleine-Welt-Modell“ im Kopf dient dem Ausprobieren von Planspielen. Hinreichend genaue Modelle führen dann schließlich zu überlebenstüchtigeren Entscheidungshilfen mit Wirkung auf die Motorik.
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