Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1
  • 2

THEMA: Das Flachheitsproblem

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 16:02 #19902

Ropp schrieb: Es ist doch so mit konstanten Werten: Sie sind konstant, solange man ihnen höchstens 0 hinzuaddiert und sie mit keiner Zahl größer oder kleiner 0 multipliziert. :-)

Bekanntermassen mal wieder ein sehr hilfreicher Beitrag von Dir. ;)

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 16:08 #19903

Michael D schrieb:

Mann sollte es thermodynamisch betrachten: Wenn das Universum adiabat ist, dann ist die Gesamtenergie (Ekin + Epot) konstant, aber auf keinen Fall gleich "0".

Da hake ich mal nach, weil es mich interessiert. Wie meinst du das genau? Zweifelst du an, wenn es immer heißt, die Gesamtbilanz der Energie sei null?
Und ist nun die Ruhemasse bei deiner Überlegung außen vor? Das ist ja gerade die Frage, die mich am meisten interessiert. Geht man davon aus, dass auch unter Berücksichtigung der Ruhemasse die Bilanz noch null ist? Welcher Term in den Gleichungen, sprich Energie egalisiert dann die Ruhemasse?
Wenn alles aus einer großen Vakummfluktuation entstand und diese Vorstellung auf das ganze All übertragen wird, dann wäre "Gesamtenergie im Al gleich null" ja fast schon ein notwendiges Postulat. Aber dann ist in der Folge die Flachheit gemäß der Friedmann-Gleichung auch notwendigerweise schon gegeben, auch ganz ohne Glättung durch eine Inflation. Oder habe ich da jetzt wieder was übersehen?
Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 16:16 #19904

Cyborg schrieb: Da hake ich mal nach, weil es mich interessiert. Wie meinst du das genau? Zweifelst du an, wenn es immer heißt, die Gesamtbilanz der Energie sei null?

Ja natürlich, das zweifele ich an.

Cyborg schrieb: Und ist nun die Ruhemasse bei deiner Überlegung außen vor? Das ist ja gerade die Frage, die mich am meisten interessiert.

Nein, die Ruhemasse ist mit drin. Die wird ja durchs Higgsfeld erzeugt.

Cyborg schrieb: Wenn alles aus einer großen Vakummfluktuation entstand und diese Vorstellung auf das ganze All übertragen wird, dann wäre "Gesamtenergie im Al gleich null" ja fast schon ein notwendiges Postulat.

Wieso das denn? Beim Urknall wars doch irre heiss. Da war die Energie schon mal nicht "0".

Cyborg schrieb: Aber dann ist in der Folge die Flachheit gemäß der Friedmann-Gleichung auch notwendigerweise schon gegeben, auch ganz ohne Glättung durch eine Inflation. Oder habe ich da jetzt wieder was übersehen?

Ich würd mich mal nicht so an der Friedmann-Gleichung festbeissen. Mit thermodynamischen Überlegungen kommt man weiter: Die Energie bleibt konstant. Die Entropie nimmt zu. Fertig.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 17:10 #19907

Michael D, schrieb:

Cyborg schrieb: Und ist nun die Ruhemasse bei deiner Überlegung außen vor? Das ist ja gerade die Frage, die mich am meisten interessiert.
Nein, die Ruhemasse ist mit drin. Die wird ja durchs Higgsfeld erzeugt.

Aber dann hättest du weiter oben nicht nur von Ekin und Epot schreiben dürfen. Nach meinem Verständnis und gemäß der Gleichung mit dem Lorentzfaktor in meinem Beitrag unten 19894 ist die Ruhemasse in Ekin nicht enthalten. Deswegen hat ja auch Denobio darauf verwiesen, dass wir in der Friedmann-Gleichung die Ruhemasse außen vor gelassen haben.
Was heißt hier, sich nicht an den Friedmann-Gleichungen verbeißen? Mit ihnen wird nun mal die zeitliche Entwicklung des Alls auf Grundlage der Einsteinschen Feldgleichungen beschrieben. Die kann man für unsere Zwecke hier im Thread doch nicht einfach ignorieren.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 17:30 #19909

Bei einer ganzheitlichen Betrachtung darf man die Ruhemasse nicht aussen vor lassen. Ausserdem steht der 2. HS der Thermodynamik über allem. Wenn die Friedmanngleichung die Ruhemasse aussen vor lässt, hat sie ein Problem mit der ganzheitlichen Betrachtung. Wie gesagt, die Friedmanngleichung ist nur eine Vereinfachung.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 18:11 #19911

MichaelD,
ok, das klingt logisch.
Aber trotzdem noch mal die Frage an alle: Ist mit der Aussage "Gesamtenergiebilanz im All ist null" nun die Gesamtbetrachtung gemeint oder bezieht sie sich nur auf die Anteile der Friedmann-Gleichung. Weiß das jemand? Das ist m.E. deshalb so wichtig - ich wiederhole mich gerne - weil damit auch eine fundamentale Frage nach dem Urknallmechanismus als Quantenfluktuation verbunden ist.
Ein Universum, in dem sich ALLE Energiearten die Waage halten und dessen Gesamtenergiebilanz null ist, bräuchte für seine Entstehung doch keine Energie. Dann wäre sogar denkbar, dass es als Quantenfluktuation aus dem Vakuum eines höherdimensionalen Raumes hervorgegangen wäre. Das würde dann noch immer nicht endgültig die Frage nach dem endgültigen Ursprung des Kosmos beantworten, aber wir hätten schon mal durchaus einen recht bequemen Abstand zu dieser letzten endgültigen Problematik hergestellt. Man könnte quasi damit leben. ;)

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 18:44 #19912

Cyborg schrieb: Ein Universum, in dem sich ALLE Energiearten die Waage halten und dessen Gesamtenergiebilanz null ist, bräuchte für seine Entstehung doch keine Energie.

Dann kann die Friedmann-Gleichung nicht stimmen, denn demgemäss war es zum Zeitpunkt des Urknalls unendlich heiss auf kleinstem Raum, also eine ungeheure Energiedichte. Wie um Himmels Willen soll da die Energie "0" sein?

Cyborg schrieb: Dann wäre sogar denkbar, dass es als Quantenfluktuation aus dem Vakuum eines höherdimensionalen Raumes hervorgegangen wäre. Das würde dann noch immer nicht endgültig die Frage nach dem endgültigen Ursprung des Kosmos beantworten, aber wir hätten schon mal durchaus einen recht bequemen Abstand zu dieser letzten endgültigen Problematik hergestellt. Man könnte quasi damit leben. ;)

Mein persönliche Meinung dazu hab ich in diesem Thread dargelegt.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 01 Okt 2017 20:40 #19914

MichaelD schrieb:
Dann kann die Friedmann-Gleichung nicht stimmen, denn demgemäss war es zum Zeitpunkt des Urknalls unendlich heiss auf kleinstem Raum, also eine ungeheure Energiedichte. Wie um Himmels Willen soll da die Energie "0" sein?

Ja, aber auch da waren dann schon alle positiven und negativen Energien enthalten, die sich gegenseitig egalisieren, und zwar damals und auch jetzt. Wir sollten uns an dem Punkt vielleicht von der anthropomorphen Vorstellung lösen, wonach "heiß" zugleich Energie bzw. "Aua, wie das brennt" bedeutet. Das hat im Alltagsleben seinen Sinn, aber wir versuchen hier das große Ganze zu verstehen. Da ist wohl etwas Abstrahieren gefragt, meinst du nicht?
Außerdem habe ich ohnehin meine Bedenken, wie schon mehrmals geschildert, ob der 1.HS auf großer kosmischer Skala wirklich gilt. Wir gehen von einem beschleunigt expandierenden Raum aus, in dem die Energiedichte gleich bleibt. Schön und recht, wenn sich die positiven und negativen Energien immer aufheben. Ein Ekin, das immer größer wird und bezahlt wird aus einem EpotLambda, das einen immer größeren Betrag annimmt, und zwar proportional auch noch zu r2. Klar, jetzt kann man sich zurücklehnen und sagen, die Summe daraus ist null und mit dem 1.Hs ist alles in Ordnung. Aber das heißt ja auch, dass die jeweiligen Beträge an positiver und negativer Energie zunehmen. Und da sagt mir meine Intuition, dass da doch was faul sein muss.

Cyborg schrieb: Dann wäre sogar denkbar, dass es als Quantenfluktuation aus dem Vakuum eines höherdimensionalen Raumes hervorgegangen wäre. Das würde dann noch immer nicht endgültig die Frage nach dem endgültigen Ursprung des Kosmos beantworten, aber wir hätten schon mal durchaus einen recht bequemen Abstand zu dieser letzten endgültigen Problematik hergestellt. Man könnte quasi damit leben. ;)
MichaelD schrieb: Mein persönliche Meinung dazu hab ich in diesem Thread dargelegt.

Ich kenne diesen Thread, verfolge ihn aber nur noch oberflächlich. Ok, du bist kreativ, aber eben auch hoch spekulativ. Und was soll man davon halten, wenn du dich selber desavouierst mit einem Satz wie:

Meine Erfolgsaussichten sind ja praktisch gleich 0

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 10:43 #19936

Cyborg schrieb: Ja, aber auch da waren dann schon alle positiven und negativen Energien enthalten, die sich gegenseitig egalisieren, und zwar damals und auch jetzt.

Dann kanns beim Urknall nicht heiss gewesen sein, sorry.

Cyborg schrieb: Ich kenne diesen Thread, verfolge ihn aber nur noch oberflächlich. Ok, du bist kreativ, aber eben auch hoch spekulativ. Und was soll man davon halten, wenn du dich selber desavouierst mit einem Satz wie:
Meine Erfolgsaussichten sind ja praktisch gleich 0

Man sollte zu dem Schluss kommen, dass ich ein sehr realistischer Mensch bin, der sich selbst nicht überschätzt.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 10:47 #19937

Ich referiere das Standardmodell: Die 10 hoch 90 Teilchen entstanden während der Inflation aus der Energiedichte des metastabilen Zustands des Higgsfeldes (falsches Vakuum). Dieses konnte sich inflationär vergrößern, weil seine Energiedichte exakt durch den negativen Druck ausgeglichen wurde. Nach dem Phasenübergang des Higgsfeldes waren aus der freigewordenen Energie die Teilchen in der Welt. Damit war die Inflation am Ende, aber auch der negative Druck. Damit hätten alle Teilchen wieder ans Vakuum im Rahmen der heisenberschen Unschärferelation zurückgegeben werden müssen, wäre für den negativen Druck, der bisher die Energie zu Null kompensierte, nicht eine andere negative Energie eingesprungen. Dies war die negative Gravitationsenergie der eben erst erzeugten Teilchen. Nur so konnte die Existenz der Teilchen gesichert werden, da sonst wegen der Verletzung der Energieerhaltung das Vakuum die vorübergehend selbst erzeugten Teilchen sofort wieder zurückgefordert hätte.
Fazit: Vor der Produktion der Teilchen war die positive Energiedichte des Higgsfeldes exakt gleich seinem negativen Druck. Nach der Produktion der Teilchen war deren Masse (oder besser Energie) exakt gleich der negativen Gravitationsenergie.

Danach begann die reguläre Friedmannexpansion, deren Bewegungsdynamik ebenfalls dem Energiesatz gehorcht.

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 10:54 #19938

Denobio schrieb: Ich referiere das Standardmodell: Die 10 hoch 90 Teilchen entstanden während der Inflation aus der Energiedichte des metastabilen Zustands des Higgsfeldes (falsches Vakuum). Dieses konnte sich inflationär vergrößern, weil seine Energiedichte exakt durch den negativen Druck ausgeglichen wurde. Nach dem Phasenübergang des Higgsfeldes waren aus der freigewordenen Energie die Teilchen in der Welt. Damit war die Inflation am Ende, aber auch der negative Druck.

Wo kann man das nachlesen? Ich möchte mich davon überzeugen, dass das auch richtig "referiert" ist.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 11:00 #19939

Adalbert W.A. Pauldrach, Das Dunkle Universum (Der Wettstreit Dunkler Materie und Dunkler Energie), 2. Auflage, Springer, ISBN 978 3 662 52915 7
und in den meisten neueren Lehrbüchern der modernen Kosmologie.

(PS Und im übrigen lege ich Wert auf die Feststellung, dass ich mit Hilfe meiner Lesebrille noch ganz gut lesen kann. - Nichts für ungut.)

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 11:11 #19940

Na ja, Einiges von Pauldrach sind offensichtlich reine Mutmassungen. Insbesondere in Zusammenhang mit der Bedeutung des Higgsfeldes. Ein Referenzwerk scheint es nicht zu sein, wie ich dieser Kritik entnehmen kann.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 11:28 #19943

Nur der letzte Satz dieser Kritik bezieht sich auf einen spekulativen Teil, nämlich auf einige Seiten am Schluss des Buches, wo Pauldrach über eine variable dunkle Energie spekuliert. Ansonsten wird die Physik des Standardmodells überzeugend dargestellt. Mit mathematisch grundierten Einschüben, die Lehrbuchcharakter haben.

Ich sag mal mit der auch dir eigenen selbstgewissen Zuversicht, die immer so angenehm "locker vom Hocker" daher kommt, dass ich mir sehr denken könnte, dass dieses Buch für deine Ansichten ein großer Gewinn sein könnte.

Aber ich kann dir auch empfehlen: Klaus Becker, Das expandierende Universum, eine mathematische Reise durch die Zeit, 669 Seiten, ProBusiness Verlag 2011, ISBN 978 3 86805 870 3

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 11:37 #19944

Bringen wir es mal auf den Punkt:

1. Der positive Energieüberschuss des Urknalls lässt Materie und Antimaterie entstehen. Die Temperatur ist 10 Milliarden Grad.
2. Diese beiden Bestandteile bekommen aus dem Higgsfeld Masse verliehen. Dabei wird die Materie leicht bevorzugt (dies ist derzeit Gegenstand der Forschung und soll in diesem Thread weiterverfolgt werden).
3. Es kommt zur Annilierung von Materie und Antimaterie. Etwas Materie bleibt übrig.
4. Die Inflation setzt sein.

Ist das so richtig?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 11:40 #19945

Nein!

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 11:43 #19946

Sehr hilfreich. Dann stell es mal richtig.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 18:55 #19956

Siehe beispielsweise de.wikipedia.org/wiki/Urknall . Danach war die Inflationsphase vor der Entstehung von Materie und Antimaterie.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
Folgende Benutzer bedankten sich: Michael D.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Das Flachheitsproblem 02 Okt 2017 20:39 #19960

Also, ich fasse als Fazit zusammen:
Man geht allgemein davon aus, dass die Gesamtenergiebilanz auch einschließlich der Ruhemassen null ist.
In den Friedmann-Gleichungen, die die Expansion beschreiben, ist die Gesamtenergiebilanz bei einem flachen All auch null, aber wir können für diese Zwecke die Ruhemassen vernachlässigen und schauen nur auf Ekin und die ausgleichenden Epot-Terme.
Sind diese beiden Aussagen aus eurer Sicht richtig?

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Das Flachheitsproblem 03 Okt 2017 11:17 #19977

Nochmal: Zum Zeitpunkt des Urknalls vor der Inflation herrschte bekanntlich Planck-Temperatur (\(10^{32}\) K). Alles Folgende speist sich aus dieser Energie. Wie kann da die Gesamtenergiebilanz null sein? Sie ist konstant positiv.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 03 Okt 2017 11:55 #19982

  • Ropp
  • Ropps Avatar
  • Offline
  • Gold Boarder
  • Gold Boarder
  • Beiträge: 616
  • Dank erhalten: 180

Michael D. schrieb: Nochmal: Zum Zeitpunkt des Urknalls vor der Inflation herrschte bekanntlich Planck-Temperatur (\(10^{32}\) K). Alles Folgende speist sich aus dieser Energie. Wie kann da die Gesamtenergiebilanz null sein? Sie ist konstant positiv.

Symmetriebrechung.

Symmetrien sind wichtige physikalische Eigenschaften eines Systems, da sie zum Beispiel die Erfüllung von Erhaltungssätzen oder die Existenz von Elementarteilchen bedingen können.

Kurz gesagt: Mancheiner ist überzeugt, das Vorhandensein von Energie sei eine asymmetrische Angelegenheit.
Du bist also UWL-Boarder, Michael, ohne je vom mexikanischen Hut gehört zu haben? Shame on you!:-)
Directors Cut:

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Flachheitsproblem 03 Okt 2017 12:32 #19983

Michael D. schrieb: Zum Zeitpunkt des Urknalls vor der Inflation herrschte bekanntlich Planck-Temperatur (\(10^{32}\) K).


Dies ist die derzeit wahrscheinlichste Annahme. Wissen können wir das nicht, weil dieser Energiebereich für uns nicht experimentell zugänglich ist.


Michael D. schrieb: Alles Folgende speist sich aus dieser Energie. Wie kann da die Gesamtenergiebilanz null sein? Sie ist konstant positiv.


Es gibt auch potentielle Energie, die ein negatives Vorzeichen haben kann. Diese kann zum Beispiel durch einen Phasenübergang frei werden.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Das Flachheitsproblem 03 Okt 2017 12:55 #19985

ClausS schrieb: Es gibt auch potentielle Energie, die ein negatives Vorzeichen haben kann. Diese kann zum Beispiel durch einen Phasenübergang frei werden.

Für die Lorentz-Invarianz zählt aber das Quadrat der Energie. Und das ist immer positiv. Es stellt sich nach wie vor die Frage nach der Energiequelle für den Urknall.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Das Flachheitsproblem 03 Okt 2017 20:59 #19996

Denobio schrieb:

Danach begann die reguläre Friedmannexpansion, deren Bewegungsdynamik ebenfalls dem Energiesatz gehorcht.

Angenommen wir hätten aber nun eine positive oder negative Raumkrümmung gemessen und vereinfachen, indem wir annehmen, wir würden keine beschleunigte Expansion beobachten und DE sei kein Thema. Dann wäre ja die Gesamtenergiebilanz aus Ekin und den Epot nicht null, sondern positiv oder negativ. Was würde das bedeuten? Wäre das dann die Energie, die den Raum krümmt, die in der Raumkrümmung "steckt"? Und wie wäre die Zuordnung? Würde ein positiver Energieüberschuss (also Ekin nach meinem bisherigen Verständnis) bedeuten, dass der Raum negativ gekrümmt ist (offen und ewig expandierend) und ein negativer Energieüberschuss (Epot) eine positive Krümmung (geschlossen und endlich, weil wieder kollabierend)?
Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Das Flachheitsproblem 04 Okt 2017 09:11 #20019

Nur das Längenquadrat des Viererimpulses ist wie jedes Skalarprodukt von Vierervektoren invariant unter Lorentz-Transformationen (nachzulesen hier ). Daher steuert auch negative Energie zur positiven Gesamtenergiebilanz des Universums bei. Das Vorzeichen der Energie spielt somit keine Rolle. Die Energiequelle für den Urknall bleibt weiter ungeklärt.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.
  • Seite:
  • 1
  • 2
AUF Zug
Powered by Kunena Forum