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THEMA: Es geht ums Ganze!

Es geht ums Ganze! 05 Okt 2016 21:52 #8662


Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Es geht ums Ganze! 07 Okt 2016 11:37 #8681

Sehr schöner Artikel. Eine Stelle brachte mich jedoch besonders zum nachdenken:

Gegen Ende wird er vernehmen, wie Gaßner und Lesch nach ihrer gedanklichen Reise durch Raum und Zeit tatsächlich auf Gott zu sprechen kommen, sich aber gleich für nicht zuständig erklären: "Naturwissenschaftler", sagt Gaßner, "sind Innenarchitekten im Kosmos. Wir beobachten, vermessen und erforschen das Mobiliar. Über einen möglichen Erbauer des Gebäudes oder gar dessen Intentionen wissen wir nichts."


Darf man sich in der heutigen Zeit als Naturwissenschaftler derart aus dem Thema herausnehmen und den religiösen Fanatikern widerstandslos das Feld überlassen, oder ist es nicht eher unsere Pflicht dagegen zu halten und jede haltlose Aussage aller Religionen aufzudecken und zu falsifizieren?

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Es geht ums Ganze! 07 Okt 2016 13:41 #8682

Madouc99 schrieb:

Darf man sich in der heutigen Zeit als Naturwissenschaftler derart aus dem Thema herausnehmen und den religiösen Fanatikern widerstandslos das Feld überlassen, oder ist es nicht eher unsere Pflicht dagegen zu halten und jede haltlose Aussage aller Religionen aufzudecken und zu falsifizieren?

Eine Naturwissenschaft, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist, darf sich dem Thema nicht entziehen. Das ist jedoch nicht die Aufgabe von einzelnen Wissenschaftlern, sondern von der Organisation Wissenschaft. Die Akademien der Wissenschaften wären meines Erachtens die geeignete Organisation. Sie muss die Gottesfrage auf den Tisch bringen, wenn sie ihre Verantwortung wahrnimmt.

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Es geht ums Ganze! 07 Okt 2016 15:48 #8683

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Worüber genau soll die Naturwissenschaft denn mit der Theologie sprechen, Badhofer?
Man denke nur an Debatten mit Kreationisten, die allen Ernstes glauben, die Welt wäre in sechs Tagen erschaffen worden, wonach Gott den siebten Tag ruhte. Was soll man mit solchen Leuten groß reden? Solche Gespräche verlaufen zumeist ziellos und sind frustrierend. Besonders für die, denen es nicht ums Glauben geht.
Nun sind die Kreationisten ein extremes Beispiel.
Die Zeit hat aber eben gezeigt, dass Theologie und die Naturwissenschaft im selben Gebäude nicht bestens aufgehoben sind und so kann man, wenn man möchte, in eine der zahlreichen theologischen Fakultäten gehen, und dort die verschiedenen Themen des Glaubens qualifiziert durchkauen.

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Es geht ums Ganze! 07 Okt 2016 15:51 #8684

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Übrigens gibt es einen privaten österreichischen Verein mit dem Namen Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste, der eine Klasse für Weltreligionen hat, wie ich grad las. Vielleicht reicht dir das ja.
de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Akadem...nschaften_und_Künste

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Es geht ums Ganze! 07 Okt 2016 16:54 #8685

Ropp schrieb: Übrigens gibt es einen privaten österreichischen Verein mit dem Namen Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste, der eine Klasse für Weltreligionen hat, wie ich grad las. Vielleicht reicht dir das ja.
de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Akadem...nschaften_und_Künste


Ich finde es sehr bedauernswert, dass wir immer noch Theologie als Wissenschaft akzeptieren.

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Es geht ums Ganze! 07 Okt 2016 19:16 #8688

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Aber Religionswissenschsft könnte man gelten lassen. Sozusagen als Tellbereich der Soziologie,die Soziogenese des Menschen.

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Es geht ums Ganze! 07 Okt 2016 22:23 #8689

Ernst Peter Fischer wäre sehr geeignet, die historische Frage zu stellen: „Wie kam Gott in diese Welt?“
Meine persönliche Antwort: Seit es Menschen gibt, haben diese das Gefühl gehabt, irgendetwas Mächtiges steht über ihnen oder ist in ihnen. Dieses Etwas lässt sie nicht so tun, wie sie gerne möchten. Dieses Gefühl ist bis heute (aus einem realen Grund) präsent. Die Unwissenheit hat die Menschen der Frühzeit veranlasst, dieses Etwas den verschiedensten Dingen zuzuordnen. Spätestens seit den Ägyptern, wahrscheinlich noch viel früher, hatte man auch erkannt, dass man dieses Gefühl sehr gut missbrauchen kann. Ich habe mich lange gefragt, warum die Gottesfrage so gemieden wird. Die Antwort sehe ich in einem Vergleich.
Madouc99 schrieb:

Gegen Ende wird er vernehmen, wie Gaßner und Lesch nach ihrer gedanklichen Reise durch Raum und Zeit tatsächlich auf Gott zu sprechen kommen, sich aber gleich für nicht zuständig erklären.

Gaßner und Lesch gehen Pilze suchen, sie finden viele Pilze, auch einen Fliegenpilz. Dieser Pilz ist nicht bekömmlich, bei einer richtigen Zubereitung kann man ihn jedoch auch essen. Irgendwann kommen sie zu einem Knollenblätterpilz. „An diesem Pilz streifen wir lieber erst gar nicht an, denn der ist total vergiftet.“ Das ist das Stichwort: „Vergiftet“.

Die Gottesfrage wurde vergiftet. Nicht der Begriff „Gott“, dieser ist neutral, auch wenn er je nach Bedarf in die verschiedensten Richtungen gezogen wurde. Nein, die Hinterfragung danach wurde vergiftet. Denn eine Antwort würde allen Religionen den Boden unter den Füßen wegziehen. Und Aufgrund dessen, das jeder Mensch im Inneren spürt, dass es eine Allmacht gibt, die ihn nicht so tun lässt, wie er gerne möchte, hat sich das Gift bis in die Herzen der Menschen festgekrallt. Niemand wagt es deshalb, diese Frage zu stellen.

Vor 20 Jahren habe ich einen Brief bekommen, denn ich anschließend verlinkt habe. Oberflächlich betrachtet könnte man sagen, der Typ, der diesen Brief geschrieben hat, ist nicht ganz dicht. Dieser Typ war jedoch damals Leiter einer kath. Fakultät an einer österreichischen Universität und damals schon Träger des silbernen und goldenen Verdienstzeichens um die Republik Österreich. Punkt 4 lässt erahnen, wie Menschen, die an Gott glauben, ticken. Hier der Link: So ticken Kreationisten

Ps.:
Jedes Mal, wenn der Udo seine Rundumschläge gemacht hatte, habe ich mir gedacht, von diesem Typ könnte er noch was lernen. :evil: :evil: :evil:

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Es geht ums Ganze! 08 Okt 2016 09:36 #8694

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Las gerade was witziges zum Thema Begegnung von Naturwissenschaft und Religion:
Im Caodaismus, der drittgrößten Religionsgemeinde Vietnams, wird Isaac Newton als "hoher Geist" verehrt.
de.m.wikipedia.org/wiki/Caodaismus

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Es geht ums Ganze! 08 Okt 2016 09:55 #8695

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Hallo Badhofer
„Ich habe mich lange gefragt, warum die Gottesfrage so gemieden wird.“
Für die Leute, die gläubig sind stellt sich diese Frage nicht. Für Atheisten ist diese Frage nun mal überflüssig. Und dir kann man nun wirklich nicht vorwerfen, du würdest diese Frage nicht oft genug stellen.
Dann der Vergleich – Lesch und Gaßner beim Pilzesammeln – jo, sehr anschaulich mit diesen „total vergifteten Pilzen“ Also dazu fällt mir, dass die Pilze ja nicht „vergiftet“ wurden, sondern, wie nicht selten in Flora und Fauna, diese Giftigkeit als Schutz vor Fressfeinden dient.
„Die Gottesfrage wurde vergiftet.“ schreibst du und gleich im Anschluss „Nein, die Hinterfragung danach wurde vergiftet.“ Ja, nu, - nochmal, wer gläubig ist, der hat kein Bedürfnis seine Weltanschauung in Frage zu stellen - Atheisten halten diese Frage für überflüssig und dein „Inneres Spüren einer Allmacht“ werden sie aus der Evolution und Sozialisation des Menschen erklären können. Und mal ehrlich, wenn du dann zum wiederholten Male im Forum feststellst, dass Gott die Unvollkommenheit ist, - also damit kann man auch nich wirklich einen Blumentopf gewinnen.
Persönlich habe ich überhaupt nicht den Eindruck, dass diese Frage tabuisiert wird. Nur habe ich bei dir schon häufiger den Eindruck gehabt, die Frage ist für dich mehr rhetorisches Stilmittel, denn meist lässt du ja gleich anklingen, dass du die Antwort ja schon weißt – wie auch hier wieder „Denn eine Antwort würde allen Religionen den Boden unter den Füßen wegziehen.“ Nur wer die Antwort kennt kann so etwas schreiben soll man doch annehmen.
Wo ist da eine Logik erkennbar in dem Satz „Und Aufgrund dessen, das jeder Mensch im Inneren spürt, dass es eine Allmacht gibt, die ihn nicht so tun lässt, wie er gerne möchte, hat sich das Gift bis in die Herzen der Menschen festgekrallt.“ Wobei – ähm - , - Gift im Herzen festgekrallt - , das´s schon mal ´ne literarische Hausnummer.
Danke auch für die Veröffentlichung deiner Korrespondenz von vor 20 Jahren. Ich hab da auch noch ein paar alte Briefe – aber - ähm - so hat mich darin noch nie jemand beschimpft. Wäre natürlich interessant gewesen, was du diesem Herrn geschrieben hast, - vielleicht die Gottesfrage gestellt? Jedenfalls bleibst du ihm ja in deiner Bemerkung man könne vermuten, der Autor sei „nicht ganz dicht“ nicht viel schuldig.
Dein P.S. betreffend - - über zwangsweise Abwesende will ich nicht reden.

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Es geht ums Ganze! 08 Okt 2016 18:45 #8716

mame schrieb:

Und mal ehrlich, wenn du dann zum wiederholten Male im Forum feststellst, dass Gott die Unvollkommenheit ist, - also damit kann man auch nicht wirklich einen Blumentopf gewinnen.

Einen Blumentopf kann man damit nicht gewinnen, da hast du Recht. Man kann lediglich mit beliebig vielen Experimenten beweisen, dass das so ist. Einen Gegenbeweis gibt es nicht, nicht einmal ein Indiz.

Also dazu fällt mir ein, dass die Pilze ja nicht „vergiftet“ wurden, sondern, wie nicht selten in Flora und Fauna, diese Giftigkeit als Schutz vor Fressfeinden dient.

Genau so sehe ich das auch. Die Hinterfragung des Begriffes „Gott“ wurde vergiftet, damit die „Ungläubigen“ ihnen ihren Gott nicht „wegfressen“

Dein P.S. betreffend - - über zwangsweise Abwesende will ich nicht reden.

Na ja, Udo erkennt das sicher auf Anhieb, dass das als Spaß gedacht war. Ich glaube, er kann darüber lachen. Entgegen dem Inhalt des Briefes. Der war nicht als Spaß gedacht. Der war ernst gemeint, sehr ernst. - Punkt 4 in diesem Brief bringt es auf den Punkt: "Bevor wir uns von den Freimaurern entlarven lassen, lassen wir lieber die Welt verglühen."

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Es geht ums Ganze! 08 Okt 2016 20:32 #8721

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Darf man sich in der heutigen Zeit als Naturwissenschaftler derart aus dem Thema herausnehmen und den religiösen Fanatikern widerstandslos das Feld überlassen, oder ist es nicht eher unsere Pflicht dagegen zu halten und jede haltlose Aussage aller Religionen aufzudecken und zu falsifizieren?

Eine Naturwissenschaft, die sich ihrer Verantwortung bewusst ist, darf sich dem Thema nicht entziehen. Das ist jedoch nicht die Aufgabe von einzelnen Wissenschaftlern, sondern von der Organisation Wissenschaft. Die Akademien der Wissenschaften wären meines Erachtens die geeignete Organisation. Sie muss die Gottesfrage auf den Tisch bringen, wenn sie ihre Verantwortung wahrnimmt.

Worüber genau soll die Naturwissenschaft denn mit der Theologie sprechen, Badhofer?
Man denke nur an Debatten mit Kreationisten, die allen Ernstes glauben, die Welt wäre in sechs Tagen erschaffen worden, wonach Gott den siebten Tag ruhte. Was soll man mit solchen Leuten groß reden? Solche Gespräche verlaufen zumeist ziellos und sind frustrierend. Besonders für die, denen es nicht ums Glauben geht.


Es geht auch anders, zum Beipiel in diesem Gespräch zwischen Anton Zeilinger und einem katholischen Priester:

kurier.at/stars/naturwissenschaft-und-gl...derspruch/41.944.439

Worauf es dabei ankommt, ist gegenseitiger Respekt und Wissen um die eigenen Grenzen.
Es ist Unfug mit der Bibel Antworten auf naturwissenschaftliche Fragen geben zu wollen.
„Die Bibel lehrt den Weg in den Himmel, nicht den Weg der Himmel“ , sagte schon Galileo Galilei.
Aber genauso großer Unfug ist es zu glauben, man könne oder müsse sogar mit naturwissenschaftlichen Methoden Religion "falsifizieren".
Auch der Glaube, dass Gott nicht existiert, ist ein Glaube, der sich naturwissenschaftlich nicht begründen läßt.

Gruß,
Lulu

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Es geht ums Ganze! 08 Okt 2016 21:20 #8724

Lulu schrieb:

Aber genauso großer Unfug ist es zu glauben, man könne oder müsse sogar mit naturwissenschaftlichen Methoden Religion "falsifizieren".

Die Naturwissenschaft kann alle Religionen vollinhaltlich falsifizieren, bis auf eine Ausnahme: Man kann nicht beweisen, dass es ihren Gott nicht gibt.

Stichwort Gottesdienst: Nehmen wir an, dein Vater war früher viel auf Reisen. Ich behaupte nun, du hast irgendwo auf der Welt einen Bruder. Nachdem du nicht beweisen kannst, dass das nicht so ist, erweist du deinem Bruder einen Dienst. Welchen? Welche Kriterien nimmst du her für einen „Bruderdienst“, wo du doch nichts bezüglich eines Bruders weißt, du kannst nur nicht beweisen, dass es ihn nicht gibt. Welchen "Bruderdienst" erweist du ihm und warum überhaupt?

Stichwort Vertreter Gottes auf Erden
Nachdem dein Bruder nicht mit eurer Familie lebt, vertrittst du seine Interessen. Woher weißt du, welche Interessen du von deinem Bruder vertreten sollst, wo du doch absolut nichts weißt über deinen Bruder, außer, dass man nicht beweisen kann, dass es ihn nicht gibt? Wer hat dich überhaupt beauftragt, jemanden zu vertreten, der lediglich nicht beweisbar ist, dass es ihn nicht gibt?

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Es geht ums Ganze! 08 Okt 2016 22:15 #8726

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Hallo badhofer,

da scheint mir doch ein Missverständnis vorzuliegen, und zwar sowohl von Religion als auch von Naturwissenschaft.

PS: Ich habe zwei Brüder, und bei beiden ist erwiesen, dass es sie gibt.
Und einem davon erweise ich sogar einen Bruderdienst und vertrete seine Interessen.
Der ist nämlich geistig behindert und seit dem Tod unserer Eltern lebt er bei mir.

Gruß,
Lulu

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Es geht ums Ganze! 08 Okt 2016 22:42 #8729

Lulu schrieb:

PS: Ich habe zwei Brüder, und bei beiden ist erwiesen, dass es sie gibt.
Und einem davon erweise ich sogar einen Bruderdienst und vertrete seine Interessen.
Der ist nämlich geistig behindert und seit dem Tod unserer Eltern lebt er bei mir.

Das ist wahrer Gottesdienst! Alle Achtung

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Es geht ums Ganze! 10 Okt 2016 11:11 #8746

badhofer schrieb: Die Naturwissenschaft kann alle Religionen vollinhaltlich falsifizieren, bis auf eine Ausnahme: Man kann nicht beweisen, dass es ihren Gott nicht gibt.


Das ist auch gar nicht nötig.

Wenn man erst einmal ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit dafür geschaffen hat, wie unsinnig religiöse Mythen, Rituale, Vorschriften und Zeremonien sind, dann muss man den letzten Schritt nicht mehr gehen. Ich glaube nicht, dass es auch nur einen einzigen religiösen Inhalt gibt der beweisbar wäre, oder dessen Unsinnigkeit nicht direkt auf der Hand liegt. Tatsächlich halten auch die meisten religiösen Menschen 99% aller Religionen für unhaltbar, nur ihre eigene nicht. Oder kennt hier jemand einen Christen der noch an Zeus, Jupiter, Baal, Ra oder Odin glaubt?

Die Naturwissenschaften lehren uns wie einzigartig jedes Leben ist, und welch unglaublich großes Glück es ist, leben zu dürfen. Sie implizieren damit gerade zu die Achtung und Wahrung der Würde eines jeden Lebewesens, wozu braucht man dann noch Religionen?

Ich würde mir wünschen, dass gerade solche Flaggschiffe wie Harald Lesch und Josef Gaßner sich an dieser Stelle nicht zu schade wären auch öffentlich gegen Religionen zu stehen und zu argumentieren. Wenn es um Esoterik, Homöopathie, ermüdendes Licht, Verschwörungstheorien oder Multiversen geht, hat keiner der beiden ein Problem den kapitalen Unsinn der da verzapft wird bloß zustellen, warum also immer diese vornehme Zurückhaltung beim Thema Religion?

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Es geht ums Ganze! 10 Okt 2016 11:37 #8747

Lulu schrieb: Es geht auch anders, zum Beipiel in diesem Gespräch zwischen Anton Zeilinger und einem katholischen Priester:

kurier.at/stars/naturwissenschaft-und-gl...derspruch/41.944.439


Dir ist hoffentlich klar, dass hier zwei religiöse Menschen sprechen, und sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Dass einer davon Quantenphysiker ist, ist zwar gruselig, tut aber nichts zur Sache.

Wie ich oben schon erwähnte, es spielt keine Rolle ob es einen Gott gibt oder nicht. Es ist völlig egal wie jeder einzelne von uns seine Sehnsucht und seinen Hunger - falls vorhanden - nach Transzendenz stillt. Ich persönlich betrachte mich als Mittelpunkt des Universums (Weil die Mitte einfach überall ist), als Bestandteil des Anfangs (Weil all unsere Atome bereits in der Anfangsenergie vorhanden waren), als eine Manifestation des Selbstbewusstsein des Universums (Weil ich als Teil des Universums über das Universum nachdenken kann), ich brauche keinen Gott neben mir.

Der Unsinn liegt in der Religion, also den von Menschen erdachten Verhaltensrichtlinien und Lebensvorschriften. Das sind die Übeltäter und Geißeln der Menschheit. Diese selbst auferlegte mentale Knebelung bremst uns schon seit Jahrhunderten aus, und es ist längst über der Zeit diese Dinge ein für alle mal gesellschaftlich zu ächten und für immer zu verbannen, und unsere kostbare, weil endliche Zeit, in dieser Konfiguration (also Atome die gerade zufällig als Mensch angeordnet sind) auf wichtige Dinge zu verwenden, wie z.B. sich um seinen behinderten Bruder zu kümmern und ihm ein würdevolles und glückliches Leben zu ermöglichen.

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