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THEMA: Unendlichkeit des Universums?

Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 09:02 #4036

Das uns bisher bekannte, also sichtbare Universum hat eine Ausdehnung von ca. 13,8 Milliarden Lichtjahren. Aber was könnte nach diesen Milliarden von Lichtjahren kommen?

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 11:16 #4040

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Das können wir leider nicht nachweisen, also alles nur unbewiesene Thesen:

Hier die These von Vilenkin (unter der Dusche), die man sich als Käse mit Universum-Löchern vorstellen könnte:
youtube.com/watch?v=1t5MOM4JlLM&t=1014 (Zeitstempel ab 16:54)


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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 11:57 #4046

Das Alter des Universums beträgt 13,82 Mrd. Jahre. Die Ausdehnung beträgt 45,5 Mrd. Lichtjahre . Die Erklärung dafür findet man in den Tutorials unter Hubble Gesetz und Entfernungsbestimmung.
Grüße
Thomas
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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 12:29 #4051

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Thomas schrieb: Die Ausdehnung beträgt 45,5 Mrd. Lichtjahre.

Wenn ich die Frage richtig verstanden habe, lautet sie dann also besser:

Was könnte nach diesen 13,82 .. 45,5 Mrd. Lichtjahren kommen?


Falls es andere (Hypo?)thesen - neben der von Alexander Vilenkin and Max Tegmark - gibt, würden die mich auch interessieren.

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 12:37 #4053

Es gibt kein Danach, kein Außerhalb . Kein Raum, keine Zeit, keine Materie. Das Weltall ist endlich aber unbegrenzt. Es dehnt sich weiter aus und, wenn man Supernova 1A -Messungen glauben schenken will, sogar beschleunigt seit etwa 6 Mrd. Jahren.
Grüße
Thomas

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 12:40 #4054

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Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Hypothese, das Universum sei unendlich in Zeit und Raum, besitzt in beidem also weder Anfang noch Ende, keiner mehr kennt. In einem Solchen unterhält man sich höchstens noch von einem für uns sichtbaren Teil des Universums.

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 12:40 #4055

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Thomas schrieb: … Es gibt kein Danach, kein Außerhalb.

Ist das eine These? Es gibt doch keine Experimente, die Deine Behauptung unterstützen, oder?
Für die Vilenkin/Tegmark-These gibt es zwar m.W. auch keine, aber Deine Behaupung klingt fast so, als wäre sie bereits bewiesen.

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 12:57 #4058

Wenn man die ART als im Augenblick beste Beschreibung unseres Universums zugrunde legt, dann kommt man genau dort raus, was ich oben geschrieben habe. Die Dynamik des Universums ist Expansion in einer endlichen Zeit, was dann zu einem endlichen Universum in Raum und Zeit führt. Und deshalb gibt es kein Außerhalb. Diese Sichtweise ist Bestandteil de Allgemeinen Relativitätstheorie.
Grüße
Thomas

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 13:18 #4060

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Thomas schrieb: …deshalb gibt es kein Außerhalb. Diese Sichtweise ist Bestandteil de Allgemeinen Relativitätstheorie.


Ich denke, wir sind uns einig. Deine Behauptung klang erst so, als hättest Du einen Beweis gegen die Vilenkin/Tegmark-Thesen.

Ich würde hier trennen: Die ART beschreibt sehr gut, welche Gesetze auf unserer "Brane" (M-Theorie / Kinoleinwand) gelten.
Die Vilenkin/Tegmark-Thesen wiedersprechen m.E. nicht der ART.

Also: "Es gibt kein Außerhalb in der ART" heißt: "Es ist von unserer Brane aus kein Außerhalb erkennbar." OK?

Hier ein Link zu einer passenden (zugegeben alten) Playlist:
www.youtube.com/playlist?list=PLED5A701F44E83F58

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 13:50 #4062

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Also ehrlich gesagt finde ich, dass ein omnipräsentes, zeitloses und in seinen Ausdehnungen unendliches Vakuum als nichtdetektierbarer Lichtäther das Universum um einiges besser beschreiben würde. Leider fehlen dann Erklärungen, was es mit dem Phänomen Masse und Gravitation auf sich haben könnte - zumindest dann, wenn man Gravitation als Folge der EM-WW grundsätzlich ablehnt.

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 15:15 #4067

Torsten C schrieb:

Thomas schrieb: …deshalb gibt es kein Außerhalb. Diese Sichtweise ist Bestandteil de Allgemeinen Relativitätstheorie.


Ich denke, wir sind uns einig. (...)

Ich weiß nicht, ob ich das wirklich denke, aber ich habe es zumindest bereits auch so akzeptiert... ;-)

Mir kam dabei noch die Frage nach der "gravitativen Wirkung des Gesamtuniversums nach wohin(?)" auf. Die müßte doch unendlich weit wirken und in diesem Sinne das Universum eben doch unendlich sein.
ABER - und damit nur noch die Frage: Widerlege ich diese Aussage wie folgt sofort auch richtig(?) :
Selbst die Gravitation des Gesamtuniversums ist ja seit Beginn auch nur mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und somit auch noch nicht weiter weg, als oben angegeben.
(dann hätte ich zuerst nur mein eigenes Verkehrsschild nicht beachtet ;-) )

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 15:22 #4068

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PennyBrain schrieb: Mir kam dabei noch die Frage nach der "gravitativen Wirkung des Gesamtuniversums nach wohin(?)" auf. Die müßte doch unendlich weit wirken und in diesem Sinne das Universum eben doch unendlich sein.


Die Sterne am äußersten Ende der Galaxie strahlen ja auch Licht und Gravitonen in Richtung Universum-Grenze aus.

Ist Deine Frage wie folgt gemeint? "Müssten Die Sterne nicht über die 13-Milliarden-Lichtjahre-Grenze hinaus strahlen?"

Antwort von Thomas (s.o.): Die Ausdehnung beträgt 45,5 Mrd. Lichtjahre.

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Unendlichkeit des Universums? 20 Mär 2016 16:51 #4075

Torsten C schrieb: PS:
Die Sterne am äußersten Ende der Galaxie strahlen ja auch Licht in Richtung Universum-Grenze aus. Ist Deine Frage so gemeint?
Also: "Müssten sie nicht über die 13-Milliarden-Lichtjahre-Grenze hinaus strahlen?"
Antwort von Thomas (s.o.): Die Ausdehnung beträgt 45,5 Mrd. Lichtjahre.


Ja, in diesem Sinne war sie gemeint: Und wie das Licht, so auch die Gravitation (sag ich jetzt mal...)

Weiter wollte ich mich an dieser Stelle gar nicht aus dem Fenster respektive Universum lehnen....
Vorher und noch näher liegt dazu auch die Frage nach der "vermeintlichen Überlichtgeschwindigkeit" durch die Expansion in großen Entfernungen.
(Aber das wurde woanders schon besprochen - das kriege ich immer noch nicht auf die Reihe - habe den Link auch gerade nicht parat.....ggf. dazu dort nochmal irgendwann weiter....)

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Unendlichkeit des Universums? 23 Mär 2016 22:23 #4339

Also mein Kenntnisstand dazu ist, dass die Frage, ob unendlich oder nicht, zumindest jetzt noch nicht entschieden werden kann. Wenn das Universum unendlich ist, dann war es das auch bereits im Urknall. Das Problem mit dem Urknall besteht darin, dass wir uns das immer intuitiv wie eine Explosion im Raum vorstellen, was aber falsch ist. Aus der Sicht der Logik ist es aber korrekt zu sagen, dass das Universum eventuell bereits kleiner 1043 Sekunden nach dem Urknall unendlich war und sich seitdem beständig weiter ausdehnt. Und ganz egal ob es nun unendlich oder endlich, von jedem Ort aus sieht man gegenwärtig ca. 45 Milliarden Lj weit. Niemand sitzt an einer Grenze oder starrt auf eine kosmische Mauer. ;) . Auch nicht in einem endlichen, geschlossenen Universum. Das ist wohl so wie auf einer Kugeloberfläche für hypothetische zweidimensionale Bewohner. Wenn die einen Lichtstrahl in ihrer Fläche losschicken, dann kommt er in ihrem Rücken wieder an, außer die Kugeloberfläche (übertragen auf uns der Raum) wächst so schnell an, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht ausreicht, um jemals die Kugel zu umlaufen. Was bei der Kugeloberfläche leicht vorstellbar ist, wird übertragen auf den Raum unmöglich. Nur die Mathematik kann das angeblich noch ausloten (meine reicht dazu nicht aus :( )
Falls das All unendlich ist, dann muss sich gemäß den Gesetzen der Quantenphysik und Thermodynamik jeder denkbare physikalische Zustand einstellen, ja mehr noch, er muss sich unendliche Male wiederholen. D.h., während ich hier sitze, schreiben unendlich viele Kopien von mir die gleichen Zeilen.....aber natürlich auch mit allen möglichen Varianten. Während du das liest, werden unendlich viele Kopien von dir gerade geboren bzw. sterben, mal jung, mal alt, alles ist dabei. Dieser Gedanke ist ungeheuerlich. Max Tegmark hat in einem Artikel in Spektrum der Wissenschaft sogar berechnet, wie weit unser nächster Doppelgänger statistisch gesehen von uns entfernt ist, falls das All groß genug ist. Und da sind die 45 Milliarden Lj im Vergleich dazu fast wie um die Ecke zum nächsten Bäcker.
Grüße Josef

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Unendlichkeit des Universums? 23 Mär 2016 22:42 #4341

Thomas schrieb: Wenn man die ART als im Augenblick beste Beschreibung unseres Universums zugrunde legt, dann kommt man genau dort raus, was ich oben geschrieben habe. Die Dynamik des Universums ist Expansion in einer endlichen Zeit, was dann zu einem endlichen Universum in Raum und Zeit führt. Und deshalb gibt es kein Außerhalb. Diese Sichtweise ist Bestandteil de Allgemeinen Relativitätstheorie.

Ich verstehe nicht ganz warum dies so zwingend ist.
Als Einstein die ART schuf war das Universum noch unendlich und unbegrenzt. (zumindest glaubte man das, incl. Einstein selbst)
In diesem Kontext sehe ich auch seine Aussage das Raum und Zeit ohne Materie für ihn keinen Sinn macht.
Aus den Gedankenexperimenten die zur ART führten kann ich das auch nicht ableiten.
Übrig bleibt nur das es kein ausgezeichnetes Inertialsystem geben soll (und das wäre es wohl wenn man ein außerhalb zuließe).

Meine Frage ist nun ob die mathematischen Formeln das Außerhalb verbieten? Denn mit der Mathematik hinter der ART bin ich nicht so vertraut um das beurteilen zu können. Ein klares Ja oder Nein von jemanden der sich damit auskennt würde mir genügen ;)

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 09:29 #4347

Die ART kümmert sich um die Struktur und die Dynamik unseres Universums.
Raum, Zeit und Materie ist der Rahmen dafür. Fehlt eines der drei Zutaten, verschwinden die beiden anderen auch. Und deshalb gibt es kein Außerhalb .
Grüße
Thomas

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 09:45 #4348

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Thomas schrieb: Und deshalb gibt es kein Außerhalb.

Das schreibst Du nicht nur hier, sondern wiederholst es auch gebetsmühlenartig in anderen Threads. Was bezweckst Du damit?

Thomas schrieb: Raum, Zeit und Materie ist der Rahmen dafür. Fehlt eines der drei Zutaten, verschwinden die beiden anderen auch.


Wer will den wo eine der Zutaten "wegnehmen"?

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 11:17 #4351

Torsten C schrieb:

Thomas schrieb: Und deshalb gibt es kein Außerhalb.

Das schreibst Du nicht nur hier, sondern wiederholst es auch gebetsmühlenartig in anderen Threads. Was bezweckst Du damit?


Ich möchte diese Frage etwas erweitern: Wissen wir, dass außerhalb unseres Universum nichts ist? Oder ist das eine Annahme gemäß Ockhams Rasiermesser?

Gemäß Ockhams Rasiermesser stimme ich dieser These durchaus zu. Ohne Grund sollte man kein Außerhalb annehmen - und schon gar keine Wechselwirkung mit Außerhalb. Das einzige, was ich mich hierbei frage, ist, wo die initiale Quantenfluktuation unseres Universums stattgefunden hat, wenn es kein Außerhalb gibt?

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 11:25 #4352

Ich will nur immer wieder darauf hinweisen, in welchem Rahmen die ART gilt und wo sie nicht gilt, wohl wissend, dass unser Gehirn uns gerne einen Streich spielt, nämlich gerne vor dem Big Bang und außerhalb der Raumzeit spazieren zu gehen. Die Naturwissenschaft macht da keine Aussagen. Da befindet man sich im Bereich der Metaphysik.
Um es deutsch zu sagen: die Wiederholung ist die Mutter allen Lernens.

Zu den Zutaten: keiner will eine der Zutaten wegnehmen. Ich wollte nur darauf hinweisen, was passiert, wenn einer das wollte. :)
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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 12:19 #4355

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Zu Ockhams Rasiermesser:

Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.


Wie lautet denn eine "einfachste Theorie" zu der Frage, warum die Gravitation eine so schwache Wirkung hat? In der Branenkosmologie gäbe es ein "Außerhalb", und dorthin entweicht z.B. ein Großteil der Gravitonen, weil ihre Faden-Enden (M-Theorie) nicht an unserer Brane hängen.

Der TO scifi51 hält sich bisher ja aus der Diskussion raus. Ich habe mir nochmal seinen Ursprungs-Beitrag angesehen. Seine Frage scheint sich tatsächlich auf die relativistische Kosmologie einzuschränken. @scifi51: Richtig? Oder war Deine Frage weiter gefaßt?

Ärgern tue ich mich nur dann, wenn "Es gibt kein Außerhalb" uneingeschränkt und als 'absolute Wahrheit', aber ohne Überprüfbarkeit behauptet wird. @Thomas: Aber das hast Du ja gerade klar gestellt. Danke. :)

BTW: "Branenkosmologie" und "Relativistische Kosmologie" (ART) schließen sich m.E. nicht gegenseitig aus, oder?

Das Spektrum der Wissenschaft Lexikon der Astronomie schreibt dazu:

"In der Branen-Kosmologie werden die Branen im Rahmen der relativistischen Kosmologie angewendet und erweitern deutlich die Konzepte der (vierdimensionalen) Standardkosmologie."


Edit/PS: Wobei ich den Unterschied zwischen "M-Theorie" und "Schleifenquantengravitation" noch nicht erfasst habe, aber dieses Thema wird ja gerade im Thread "String-Theorie" von "Josef Wolferseder" hinterfragt.

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 13:00 #4356

Torsten C schrieb: Zu Ockhams Rasiermesser:

Von mehreren möglichen Erklärungen für ein und denselben Sachverhalt ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.


Wie lautet denn eine "einfachste Theorie" zu der Frage, warum die Gravitation eine so schwache Wirkung hat?


Zwei mögliche Antworten biete ich mal an (ich sage nicht, dass es so ist):

1.) Die Gravitation ist etwas von den anderen Kräften völlig unterschiedliches. Sie ist eine geometrische Eigenschaft der Raumzeit und wird nicht durch ein Austauschteilchen (Graviton) übertragen. Durch was sie hervorgerufen wird, weiß ich nicht. Vielleicht sorgt das Higgs-Feld nicht nur für Teilchenmassen, sondern auch gleich für die entsprechende Raumkrümmung.

2.) Unser Universum hat extrem genau feinabgestimmte Naturkonstanten. Wäre dem nicht so, dann würde es uns nicht geben und auch keine sonstigen Beobachter (Anthropisches Prinzip). Wieso die Naturkonstanten so fein abgestimmt sind, wissen wir nicht (mögliche Erklärungen: Unendlich viele Universen, Schöpfergott, extremer Zufall, uns noch unbekannte physikalische Parameter, ...).

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 13:14 #4358

@Thomas:
Schade, ich hätte eine Antwort wie DIV/0 oder Wurzel(-1) sofort akzeptiert. So bleibt ein gewisser Zweifel, ein Gefühl von "könnte nicht vielleicht doch..." ;)

PS: Das dieses DIV/0 am Urknall passiert ist mir dabei klar.

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 15:19 #4363

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"Schöpfergott", "extremer Zufall", … Das mag auch sein, ich kommentiere es bewusst nicht weiter.

ClausS schrieb: Vielleicht sorgt das Higgs-Feld nicht nur für Teilchenmassen, sondern auch gleich für die entsprechende Raumkrümmung.


Das das Higgs-Feld gab es nur ganz kurz vor über 13 Mrd. Jahren.
"Das Higgs-Feld ist nicht hier im Raum":


Die entsprechende Raumkrümmung ergibt sich also demnach im Wesentlichen durch Bindungsenergie zwischen den Teilchen und weniger durch die Ruhemasse der Teilchen? Das war mir bis eben auch noch gar nicht so bewusst.

Raumkrümmung ist eine geometrische Eigenschaft der Raumzeit und wird nicht durch ein Austauschteilchen (Graviton) übertragen.


OK, so kann man der Frage, warum wir so wenige Gravitonen messen, natürlich auch begegnen. :evil: ;)

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 15:50 #4367

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ClausS schrieb: Zwei mögliche Antworten biete ich mal an (ich sage nicht, dass es so ist):

Doch, du sagst dass es so ist - davon mal ab, Andere, inkl. mir, tun dies auch, weil es kürzer ist, als immer wieder "es könnte sein" einzuschieben. Beispiel: Die Gravitation ist eine geometrische Eigenschaft der Raumzeit. ;)

zu 1.) Dass sich eine Kraft von einer anderen unterscheiden soll, halte ich für eine Mißkonzeption. Eine Kraft drückt oder zieht unabhängig von ihrer Ursache. Über die Ursache von Kräften aber kann (bzw. muss) man sich noch unterhalten. Ich zumindest bezweifle stark, dass Gravitation die Krümmung eines mathematischen Konzepts als Ursache hat, eher denke ich, dass sie aus einer anderen Kraft hervor geht - wäre nur zu klären, wie.

Für alle, die das Thema noch nicht kennen...
Wer braucht dunkle Materie?

zu 2.) Ich persönlich glaube ja nicht an sog. Naturkonstanten, wohl aber an mathematische Konstanten und Mathematik ist anscheinend die Sprache der Natur. Zur Mathematik gehören aber nicht nur Konstanten, wie etwa PI, Euler und so weiter, sondern auch gewisse Algorhitmen, mir denen man diese Konstanten bis auf beliebig viele Nachkommastellen berechnen kann. Ein gewisser Hans de Vries hat mit einem solchen Algorhitmus z.B. auch die Feinstrukturkonstante aus den mathematischen Konstanten PI und Euler hergeleitet.
electro magnetic coupling constant
Ist das Zahlenmystik oder sind wir nur noch nicht soweit, um festzustellen, dass sich die FSK tatsächlich so entwickeln könnte? Mit der FSK als mathematische Konstante jedenfalls benötigt man lt. meiner Hypothese nur noch zwei Maßstäbe - Einerseits die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum auf jeden Fall und andererseits entweder das plancksche Wirkungsquantum oder aber die Elementarladung.

Aber all dies ist doch eigentlich Off-Topic, findet ihr nicht?

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 16:38 #4369

Diese Ableitung finde ich sehr interessant, auch wenn ich die Formel nicht verstehe - und somit nicht nachrechnen kann.

Daher kann ich mir auch keine Meinung bilden, ob das ganze rein zufällig ist oder ob da eventuell mehr dahinter steckt.

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 17:09 #4372

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ClausS schrieb: Diese Ableitung finde ich sehr interessant, auch wenn ich die Formel nicht verstehe - und somit nicht nachrechnen kann.

Daher kann ich mir auch keine Meinung bilden, ob das ganze rein zufällig ist oder ob da eventuell mehr dahinter steckt.

Tja, da stehst du nicht alleine da. Man findet über diesen Hans de Vries leider auch nicht viel im Netz - mir wurde es auch nur zufällig unter die Nase gerieben. Zumindest aber habe ich die Formel mit Java und BigDecimals nachvollzogen (mit Java6 dauerten 1000 Nachkommastellen über 2h, weil Euler und PI ja auch entsprechend genau berechnet werden müssen) und mit Startwerten im Bereich von -47,616... bis 11,504... kommt immer die FSK heraus. Außerhalb dieses Bereichs entsteht eine Endlosschleife - was bedeutet, dass die Ergebnisse gegen Unendlich gehen. Aber genug davon. ;)

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 17:39 #4373

Zu Hans de Vries habe ich diese Seite gefunden: www.physics-quest.com/
Er bietet auch einiges zum Nachlesen an, z.B.
www.physics-quest.com/2012_09_20_PQ_Real..._Dirac_equation.html (dort auch als PDF)

Auf seiner Startseite erwähnt er in "Part III The relativistic matter wave equations"
des öfteren die "Klein Gordon's equation" bzw. das Klein Gordon field.
Eine Suche ergibbt einige gute Links:
www.google.de/search?q=Klein+Gordon&ie=u...YBT0VvzdMsW0OM6fh9AK

Eine fachliche Bewertung kann ich nicht vornehmen.
Wer kann weiter helfen? --> Thomas ? Hr.Gassner ?

Danke!

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 18:30 #4374

Torsten C schrieb:

Das das Higgs-Feld gab es nur ganz kurz vor über 13 Mrd. Jahren.
"Das Higgs-Feld ist nicht hier im Raum":


Das wäre mir nun aber ganz neu. Das Higgs-Feld ist doch dafür verantwortlich, dass Fermionen und manche Bosonen überhaupt Ruhemasse haben. Wäre es weg, dann wäre auch die Ruhemasse sofort weg. Außerdem ist das Higgs-Feld dafür verantwortlich für die Trägheit der Masse, weil es Beschleunigungsänderungen Widerstand entgegensetzt. Also so lese ich das überall und auch Dr. Gassner hat auf eine Frage von mir in diesem Sinne geantwortet. Andererseits könnte man Prof. Leschs Aussagen durchaus anders interpretieren. Da bin ich nun auch leicht verunsichert.

Die entsprechende Raumkrümmung ergibt sich also demnach im Wesentlichen durch Bindungsenergie zwischen den Teilchen und weniger durch die Ruhemasse der Teilchen? Das war mir bis eben auch noch gar nicht so bewusst.

In dem Zusammenhang bin ich vor kurzen auf den Ausdruck "Seequarks" gestoßen. Das sind Teilchen, die ständig innerhalb des Erlaubbaren der Heisenbergschen Unschärferelation entstehen und wieder vergehen. Auch Gluonen, die ja masselos sind, wandeln sich oft zu Quarks und Antiquarks(dann mit Ruhemasse) um, um dann wieder zu verschwinden. Um die eigentlichen 3 Quarks mit Ruhemasse schwirren virtuelle Teilchen rum, die auch zur Masse beitragen. Mesonen wie Pionen gehören auch dazu, die zwischen Protonen und Neutronen vermitteln. Da sich diese "Teilchen", besser eigentlich im Sinne der Quantentheorie "Prozesschen" dann auch noch mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegen, kommt auch noch relativistische Masse ins Spiel. Das macht dannn ca. 99% dessen aus, was wir einerseits als Masse wahrnehmen und andererseits als Bindungs- und Bewegungsenergie interpretieren.

OK, so kann man der Frage, warum wir so wenige Gravitonen messen, natürlich auch begegnen


Die Gravitonen werden wir wohl nie nachweisen können, weil einfach die Gravitationskraft selber so ungeheuer schwach ist. Der Artikel unten geht darauf ein.
www.spektrum.de/news/entpuppt-sich-die-s...hirngespinst/1193613

Grüße Josef

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Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 19:02 #4377

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Josef Wolferseder schrieb: Das wäre mir nun aber ganz neu. Da bin ich nun auch leicht verunsichert.

Auch ich kenne nur die Videos. Da uns weitere "Meinungen" nicht aus der Verunsicherung helfen: Eine echte fundierte Aussage wäre nun nicht schlecht.

Danke für den Link. :) Um den Mitlesern hier das Lesen zu vereinfachen:
Zu den Gravitonen (von "außerhalb" oder nicht) schrieb Ashutosh Jogalekar hier am 08.05.2013 :

Doch selbst in einem völlig stummen Universum kann ich die Frage beantworten, ob ein idealer LIGO-Detektor ein einzelnes Graviton nachweisen könnte. Die Antwort lautet 'Nein'.


Edit/BTW: Solange sich scifi51 sich nicht zu Wort meldet, hoffe ich, es ist OK, wenn in seinem Thread so weiter diskutiert wird.

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Letzte Änderung: von Torsten C. Begründung: Edit/BTW (Notfallmeldung) an den Administrator

Unendlichkeit des Universums? 24 Mär 2016 20:56 #4393

Spacerat schrieb: zu 2.) Ich persönlich glaube ja nicht an sog. Naturkonstanten, wohl aber an mathematische Konstanten und Mathematik ist anscheinend die Sprache der Natur.

Jetzt wirds endgültig OT.
Wir sollten froh über jede Naturkonstante sein. Naturkonstanten erlauben die Definition von natürlichen Einheiten. Für jede Einheit die wir so definieren wollen brauchen wir eine weitere unabhängige Naturkonstante von der wir die Einheit ableiten können.
Nehmen wir zum Beispiel das Meter, das ist derzeit durch c definiert. Damit ist c verbraucht und kann nicht mehr zur Definition der Sekunde herangezogen werden. (indirekt vielleicht schon wenn wir eine weitere Naturkonstante ins Spiel bringen).
Um klar zumachen was ich meine nenne ich nur noch "unvollständiges Gleichungssystem" als Stichwort.
(demnächst soll ja das Kg über das Plancksche Wirkungsquantum definiert werden womit diese Konstante dann auch "verbraucht" wäre)

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