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THEMA: variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ???

variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 28 Apr 2016 20:51 #5802

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Hallo Zusammen,
wer weiß Rat? Von Unzicker ist 2015 das Buch "Einsteins verlorener Schlüssel" erschienen. kennt, Unzicker verweist auf eine Veröffentlichung Einsteins aus dem Jahr 1911 (Annalen der Physik) , wonach er -Einstein- ursprünglich eine variable Lichtgeschwindigkeit angenommen habe. Das Prinzip der Konstanz der Vacuum Lichtgeschwindigkeit sei davon unberührt. Sodann verweist er auf Schroedinger, Dirac und Dicke, die zu verschiedenen Zeiten und voneinander unabhängig ähnliche Thesen erarbeitete hätten, ohne jeweils voneinander zu wissen. Demnach beruhe Expansion des Universums; Urknallmodell, etc. auf einem reinen Missverständnis. Nicht das Universum expandiere, sondern das Lichte breite sich aus. Die Rotverschiebung beruhe auf einer durch Gravitation veränderten Wellenlänge des Lichts. Einstein, der die Expansion des Universums ohnehin nicht wollte und in dem Maße gar nicht kannte bzw. kennen konnte, hätte die heutigen Theorien als zu kompliziert und mit zu vielen Naturonstanten versehen, vermutlich abgelehnt; vgl:

Wer wäre so freundlich, mir Hinweise auf nicht unmaßgebliche Stellungnahmen mitzuteilen.
Vielen Dank!
Claus
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 29 Apr 2016 11:59 #5815

Hallo Claus,
bitte mal zu Herrn Unzicker etwas recherchieren, da kommen spannende Erkenntnisse zu diesem Experten dabei heraus.
Im wesentlichen ist er wohl Gymnasialleher.
(z.B. : scienceblogs.de/?s=Unzicker und www.spektrum.de/rezension/auf-dem-holzwe...as-universum/1172291 ).
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 29 Apr 2016 12:59 #5818

Danke ThomasS!

Ein bisschen Recherche hat unter anderem auch ergeben, dass er mindestens eine "Rezension" seines Physikbuches fälschlicherweise einem Professor zugeschrieben hat, der diese Aussage aber nie tätigte. Und so stehen heute noch auf dem Klappentext Fehlzitate.

Auch interessant ist es, sich seine englischen Artikel durchzulesen: Von Englisch kann da keine Rede sein!

Letztendlich ist nur noch hinzuzufügen, dass Herr Unzicker nun eimal bloß Gymnasiallehrer ist und daher einfach keine Autorität mit sich bringt, noch das erforderliche physikalische Wissen. So wird ihm in manchen Debatten oft vorgehalten, wie man ein 3x2x2 Teilchenmodell kompliziert finden oder eine Signifikanz von 10^-11% (Higgs-Teilchen) als zu groß betrachten kann...

Ich hoffe, dass der Name hier nicht zu oft fällt und sich keiner wissenschaftlich auf Unzicker beruft.

Viele Grüße,
Nirusu

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 29 Apr 2016 18:30 #5830

Hallo Nirusu,

den Kollegen "Unzicker" hatten wir bei 'Spacerat' schon mal:
urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall...jahren?start=20#4244 und
urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall...jahren?start=20#4269

Viele Grüße
Thomas
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 29 Apr 2016 20:19 #5832

Nirusu schrieb: Danke ThomasS!

Letztendlich ist nur noch hinzuzufügen, dass Herr Unzicker nun eimal bloß Gymnasiallehrer ist und daher einfach keine Autorität mit sich bringt, noch das erforderliche physikalische Wissen.


Hallo Nirusu,

Ich bin anderer Meinung! Unzicker hat meines Wissens in der Physik alles gelernt, was eine der besten Universitäten überhaupt zu lehren hat, um ein Diplom in Physik zu erhalten. Also ist er mit dem Diplom in Physik an die Spitze physikalischer Lehrmeinung gelangt und hat Diplomprüfungen mit Erfolg bestanden. Davor muss man den Hut ziehen! Eine Doktorarbeit in Physik geht oft über das lehrbare Wissen im Sinne von theoretischen Vorlesungen hinaus und versucht ein kleines Detail hinzuzufügen, was jedoch nicth gelingen muss. Ein Doktorand ist nicht verpflichtet Vorlesungskurse zu belegen und keiner tut das wahrscheinlich. Darüberhinaus hat Unzicker einen Dr. Titel in Neurowissenschaften und er hat Jura studiert (Staatsexamen in Rechtswissenschaft):
de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Unzicker

Ich möchte jetzt nicht eine Lanze für die erweiterten Theorien in den Büchern brechen und auch diese nicht als Prüfungslektüre für das Bestehen von Prüfungen an den Lehrinsituten (bis Physik Diplom) empfehlen:-) Es geht halt darüber hinaus ins physikalisch spekulative mit etwas wissenschafts-geschichtlichem hintergrund!!
Wenn man manches davon mit dem richtigen Ohr liest und einschätzen kann, welche aspekte greifen könnten, dann ist der Stoff in machner Hinsicht nicht schlecht, also physikalisch-erkenntnistheoreticher-natur:-), aber meiner Meinung nach halt erst nach bestandener Diplomprüfung mit gutem gewissen lesbar (FSK >18, Scherz:-))....weil man dann erst weiß, wie und warum man einiges davon falsfizieren und anders verifizieren kann. wobei das verifizierbare sich meiner meinung nach eher in den bereich des naturphilosophischen hinein erstreckt.
Gruß
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 29 Apr 2016 22:13 #5837

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Ich muss zugeben, dass ich durch die Antworten doch etwas irritiert bin, da sich meine Frage ja erkennbar nicht auf die vorhandenen bzw. nicht vorhandenen, auf die belegten bzw. nicht belegten Kompetenzen eines Herrn Unzicker bezogen hatte. Gleiches gilt für Sympathiepunkte bzgl. Herrn Unzicker. Das Brisante scheint doch zu sein, dass Einstein selbst 1911 einen wissenschaftlichen Aufsatz dazu veröffentlicht haben soll. Und bekannt ist auch, dass er die Expansion des Universums ablehnte, andernfalls er in seine Berechnungen nicht eine Konstante eingebaut hätte (die er zwar nachher selbst als Fehler bezeichnete), die es ihm erlaubte, die Expansion des Universums zu negieren. Zudem wird auf nicht unmaßgebliche Kapazitäten in der Physikwissenschaft verwiesen (, deren Aussagen ich nicht überprüfen kann). Auch den Umstand, dass ein Forumsmitglied gewisse Namen nicht erwähnt wissen möchte, empfinde ich weder als souverän, noch hilfreich. Ich will nicht hoffen, dass man gewisse Themen hier nicht ansprechen darf; wie ich heute mitbekommen habe, wurde jemand wegen gewisser Themen, die gelöscht wurden, gesperrt. Ich bin neu im Forum.
Claus
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 29 Apr 2016 22:37 #5839

Claus schrieb: Ich muss zugeben, dass ich durch die Antworten doch etwas irritiert bin, da sich meine Frage ja erkennbar nicht auf die vorhandenen bzw. nicht vorhandenen, auf die belegten bzw. nicht belegten Kompetenzen eines Herrn Unzicker bezogen hatte. Gleiches gilt für Sympathiepunkte bzgl. Herrn Unzicker. Das Brisante scheint doch zu sein, dass Einstein selbst 1911 einen wissenschaftlichen Aufsatz dazu veröffentlicht haben soll. Und bekannt ist auch, dass er die Expansion des Universums ablehnte, andernfalls er in seine Berechnungen nicht eine Konstante eingebaut hätte (die er zwar nachher selbst als Fehler bezeichnete), die es ihm erlaubte, die Expansion des Universums zu negieren.


Hallo Claus,

deine Frage geht halt trotzdem in eine Richtung, die durch die Denkenden und Experimentierenden seit 1911 bereits zufriedenstellend gelöst worden ist. Darunter waren halt auch Leute wie Heisenberg, Einstein selbst!!!!!, Dirac, Pauli, Feynman....usw.
Man kann doch nicht so tun, als wüsste Eisntein selbst nicht, was er 1911 geschrieben und verworfen hat (und das auch aufgrund der anderen denkenden und experimentierenden extremst Koriphäen) und warum er mit mathematicher Unterstützung Grossmanns, die ART entwickelt hat und bis 1950 nicht mehr zu seiner Hypothese von 1911 zurückgerudert ist, oder? Auch Roy Kerr habe ich nicht darüber reden hören, dass er die Lösung der Feldgleichungen für rotierende SL aus Spaß gesucht hat, weil ja eh alles falsch ist:-D Mensch Leute!
Die neuen wissenschaftlichen Ergebnisse aus Experimenten am CERN und kosmologische Beobachtungen können mehr Aufschluss geben. Für die Basis deiner Fragen würde ich dir empfehlen die Beiträge im Forum von ganz zu Beginn an zu lesen und auch die Videos auf Urknall Weltall und das Leben anzusehen. Das erklärt viel, warum die Theorie variabler Lichtgeschwindigkeit aufgrund der Beobachtungen verworfen werden muss!

Evtl. wäre es aber auch einfach sinnvoll sich die Beiträge oder Themen in der Suchen-Funktion rauszusuchen die sich mit der variablen lichtgeschwindigkeit (so z.B. das Video zum Thema LIchtermüdung auf dem Kanal) befassen, bevor man einen neuen Thread mit dieser Frage eröffnet. Bzw. wenigstens einen Thread mit Bezug und Link zu einem evtl. bereits bearbeiteten Thema setzt.
Der Standard-User ist nämlich nicht so ohne weiteres in der Lage all die physikalischen Erkenntnisse und Beobachtungen, die nun mal gegen variable Lichtgeschwindigkeit spricht von a bis z hier sofort klar darzustellen. Dazu zähle ich mich auch!
Aber deshalb kann man trotzdem nicth einfach mit Einstein von 1911 - pro variable lichtgeschwindigkeit - argumentieren, wenn der gute Mann selbst 1915 eine korrigierte Theorie, nämlich die ART entwickelt hat.was spricht dagegen sich die ART reinzuziehen in vollen Zügen anstatt sich mit variabler lichtgeschwindigkeit zu beschäftigen :-D ??

Gruß
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 29 Apr 2016 22:38 #5840

Nein nicht wegen der Themen, sondern wegen des dogmatischen Vertretens dieser Themen und wegen des am Ende unhöflichen und damit auch untragbaren Verhaltens gegenüber anderen Teilnehmern und der Hinweise auf absichtlich böswillige Einflussnahme auf die Forumsgemeinde.
Hier sollen möglichst Argumente zum Tragen kommen und ein höflicher Umgangston. Das ist Alles.
Also dran halten, dann ist die Welt in Ordnung
Thomas
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 30 Apr 2016 10:47 #5845

Hallo Claus,
les' dir mal die Links von ThomasS durch.

Ich habe folgendes Problem mit dem werten Herren Unzicker:
Er beginnt ein Buch mit "Ich habe im Physikstudium die Stringtheorie nicht verstanden", und lässt sich dann über 300 Seiten über eine Theorie aus, die er noch nicht einmal verstanden hat!

In einem der Links von ThomasS hat ein Nitzer etwas sehr interessantes geschrieben:
Unzicker scheint in der Schule damals der totale Überflieger gewesen zu sein. Im Studium hat er dann aber nur noch zum breiten Mittelfeld gehört (daher ist er jetzt auch "nur" Gymnasiallehrer). Es waren anscheinend die QM und alles nach 1940, dass ihn "zu Fall brachte". Und seitdem hat er eine irre Wut auf diese Leute, die ihn seiner Meinung nach damals zum Fall brachten und er rächt sich jetzt mit Anti-Büchern.

Die Klappentexte dieser Bücher beinhalten Falschausagen (manche Professoren haben das Buch so niemals gelobt). Die Bücher selbst dienen nur dazu, renommierte Wissbeschsftler zu degradieren (vor allem auf Brian Greene hat er sich eingeschossen).
Tut mir leid, aber ich sehe diese Bücher in einem wissenschaftlichen Forum fehl am Platz. Das ist in meinen Augen ähnlich, wie wenn jemand DM mit Hilfe der Korintherbriefe erklären will.

Allgemein hat Emanrov schon deine Fragen beantwortet: C war damals riesig umstritten, jeder Wissenschaftler hat natürlich die Chance genutzt und versucht, Einstein zu widerlegen, aber bis heute hat es immer! gestimmt. Selbst Eibstein hat seine Idee 1911 verworfen, und kam dann 1915 ja auch zu einem völlig anderen Schlusd. Daher sehe ich keinen Bedarf, daran weiter zu forschen...

Noch zu Heidi: Wenn Nutzer in ihren "Vortragsmodus" fallen (ich erzähle euch jetzt mal, wie die Welt richtig aussieht), Mathematik nicht beherrschen (1/0=unendlich), alle Gegenargumente übergehen und trotzdem der Meinubg sind, sie seien richtig, ja, dann haben die in einem wissenschaftlichen Forum nicht viel verloren. Ähnlich wie ein Herr Unzicker. Ich zitiere ja auch nicht die Bibel oder StarWars hier.

Viele Grüße,
Nirusu

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 30 Apr 2016 15:08 #5851

Emanrov schrieb: Hallo Nirusu,

Ich bin anderer Meinung! Unzicker hat meines Wissens in der Physik alles gelernt, was eine der besten Universitäten überhaupt zu lehren hat, um ein Diplom in Physik zu erhalten. Also ist er mit dem Diplom in Physik an die Spitze physikalischer Lehrmeinung gelangt und hat Diplomprüfungen mit Erfolg bestanden. Davor muss man den Hut ziehen! Eine Doktorarbeit in Physik geht oft über das lehrbare Wissen im Sinne von theoretischen Vorlesungen hinaus und versucht ein kleines Detail hinzuzufügen, was jedoch nicth gelingen muss. Ein Doktorand ist nicht verpflichtet Vorlesungskurse zu belegen und keiner tut das wahrscheinlich. Darüberhinaus hat Unzicker einen Dr. Titel in Neurowissenschaften und er hat Jura studiert (Staatsexamen in Rechtswissenschaft):
de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Unzicker

Ich möchte jetzt nicht eine Lanze für die erweiterten Theorien in den Büchern brechen und auch diese nicht als Prüfungslektüre für das Bestehen von Prüfungen an den Lehrinsituten (bis Physik Diplom) empfehlen:-) Es geht halt darüber hinaus ins physikalisch spekulative mit etwas wissenschafts-geschichtlichem hintergrund!!
Wenn man manches davon mit dem richtigen Ohr liest und einschätzen kann, welche aspekte greifen könnten, dann ist der Stoff in machner Hinsicht nicht schlecht, also physikalisch-erkenntnistheoreticher-natur:-), aber meiner Meinung nach halt erst nach bestandener Diplomprüfung mit gutem gewissen lesbar (FSK >18, Scherz:-))....weil man dann erst weiß, wie und warum man einiges davon falsfizieren und anders verifizieren kann. wobei das verifizierbare sich meiner meinung nach eher in den bereich des naturphilosophischen hinein erstreckt.
Gruß


Hallo Emanrov, Hallo Claus,

Ich bestreite keinesfalls, dass Herr Unzicker (nicht nur) ein Physikstudium erfolgreich abgelegt hat.
Dazu schreibt er ja selbst: ( alexander-unzicker.de/old/curr.html ):
"1993 Diplom in Physik mit der Diplomarbeit
Initialisierung von mesoskaligen Gebirgsüberströmungen (dvi.gz) bei Prof. Dr. Schmidt am Institut für Meteorologie
der Universität München ..."
(Die Diplomarbeit selbst ist dort nicht abrufbar).
Weitere Infos: www.spiegel.de/forum/wissenschaft/cern-f...tml#postbit_12587729
Die Physik ist jedoch ein sehr großes Feld, und nach meinem Eindruck ist Hr. Unzicker nicht wirklich als Physker auf den hier relevanten Gebieten aktiv tätig.
Darüber hinaus erarbeitet(e) er sich sienen Ruf, wie schon von Nirusu dargestellt, mit der weitgehend kategorischen Ablehnung der modernen Physik, und als Promoter für mehr oder weniger zweifelhafte Wissenschaftler sowie deren Ideen. Dazu sind die Buchbesprechungen von Hn. Florian Freistetter auf scienceblogs.de ein lesenswerte Lektüre: scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?s=unzicker
Herr Freistetter nimmt sich in den von mir gelesenen Rezensionen die Zeit und recherchiert auch Hintergründe, und zeigt diese sowie Widersprüche in der Argumentation im Detail auf.

Herrn Unzickers Bestreben scheint zu sein, wesentliche Teile der modernen Erkenntnisse (hier schwerpunktmäßig im Bereich der Physik) grundsätzlich in Frage zu stellen. Damit erreicht er zweifelsohne ein Publikum, dass auf der Suche nach eher einfachen Antworten ist, und die den modernen Wissenschaften, sowie den (Steuer)geldern, die dort investiert werden (CERN u.a.) tendenziell eher ablehnend oder wenigstens kritisch gegenüberstehen. Das Hinterfragen ist definitiv sinnvoll, wobei aus meiner Sicht ein fachliches Basisniveau erreicht sein muss, auf dem das Hinterfragen aufsetzen kann.

Dieses u.a. von Hn. Unzicker ausgeübte Tätigkeitsfeld "Wissenschafts-Skeptik" gilt es zu beackern und abzugrasen, das Schreiben dieser Bücher, und auch die VHS- und andere Vorträge scheinen sich zu lohnen. Die erforderlichen Recherchen sind einigermaßen überschaubar, und Wissenschaftler, auf die und deren Ergebnisse man sich stürzen kann, scheint es auch genug zu geben. Ich hoffe nur sehr stark, dass Hr.Unzicker seine Tätigkeit als Lehrer nicht dazu nutzt, seinen Schülern seine Lehren (die ja durchaus auch umstritten sind) einzutrichtern.

Alles zusammen (das Wissen um die Aktivitäten und Netzwerke der Skeptiker (siehe dazu auch aktive Netzwerke um die ehem. "Arische Physik", "G.O.Müller", wie z.B. Hn. Friebe, Fr. Jocelyne Lopez u.a. ( www.ekkehard-friebe.de/partner.html ) ) ist ebenfalls ein interesantes Forschungsfeld, dass man gelegentlich im Hinterkopf haben sollte, wenn es um die Bewertung und Einordnung von Beiträgen geht, die im ersten Moment (und evtl. auch bei der zweiten Betrachtung) anscheinend begründeten Zweifel an den herschenden Lehrmeinungen aufkommen lassen.

Gruß Thomas
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 30 Apr 2016 22:46 #5865

Über eine Person, die ich nicht wirklich kenne, möchte ich mich nicht äußern.

Vor einem aber möchte ich warnen. Die Annahme, dass ein durchschnittlicher Physiker die wesentlichen Theorien alle bis ins Detail verstanden hat, ist bezogen auf meine Studienzeit definitiv falsch. Dies konnte wenn überhaupt ein "Überflieger". Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das seitdem geändert hat.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 01 Mai 2016 00:36 #5867

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Ich lehne jedwede Argumentation und Diskussion ab, welche auf der Persönlichkeitsebene geführt wird.
Solch eine Argumentation wechselwirkt bei mir mit zunehmendem Widerspruch und Verteidigung.
Eine Meinung, wie sie von Unzicker (Stichwort: Einstein 1911) vertreten wird, m u s s von der führenden Wissenschaft, von der sogn. herrschenden Meinung seriös beantwortet werden können, selbst wenn der Impulsgeber in seinen Motiven nicht seriös sein sollte (-oder will man zunächst Motivforschung betreiben?). Und wenn Unzicker es nicht verstanden hat, dann dürfte es ja auch nicht so schwierig sein, obwohl er natürlich keine eigene Theorie aufstellt und mehr im Grundsätzlichen unzufrieden ist. Aber mit dem vorgenannten Aufsatz hat er sich ja immerhin ein wenig festgelegt.
Ich erlaube mir einmal anzumerken, dass Unzicker immerhin von der Urania unter Moderation von Prof. Bleyer zu einem Disput mit Prof. Naumann eingeladen wurde und dort seine Argumente sachlich vertreten durfte und hat. Dies verlangt immerhin Respekt. Leider musste die Diskussion an der Oberfläche bleiben.
Zum Thema „Geld“ könnte man ebenso exakt vice versa argumentieren; bei 4 Mrd. Schweizer Franken müsste man schon sehr naiv sein, einen gewissen Erwartungsdruck hinsichtlich der Ergebnisse auszublenden. Mit dem Schreiben von Büchern möchte ich mein Geld hingegen nicht verdienen müssen.
Egal wie man dazu steht, darf man Unzicker nicht in eine Ecke stellen mit E. Friebe etc. (ich dachte erst, ich hätte mich verlesen). Auch despektierliche Äußerungen über seinen Qualitäten als Schüler, Student und Gymnasiallehrer verbieten sich definitiv. Was heißt das überhaupt, er sei nur Gymnasiallehrer. Wo ist das Argument? Wäre man in dieser Art einigen hoch begabten indischen jungen Männern gegenüber getreten –die nicht einmal eine anständige Schulbildung hatten-, gäbe nicht wenige erfolgreiche Theorien weniger (und nein, ich will Unzicker nicht in diese Reihe stellen). (Claus S. hat sich da deutlich zurückhaltender ausgedrückt und ich glaube auch dass da etwas dran ist).
Stattdessen scheinen Maßstäbe, die an Vertreter von Stringtheorien angelegt werden, deutliche andere zu sein; bei U-Tube kann man eine kontroverse aber sehr angenehme Diskussion zwischen H. Lesch und J. Gassner zu Stringtheorien verfolgen. Diese Theorie scheint auch nicht besonders erfolgreich zu sein, wobei ich jeden Mathematiker sehr gut versehen kann, der sich da hinein fuchst und in seine persönliche „heilige Raserei“ gerät.
Ich denke, da setzt das Problem an: Wer liefert die besten Methoden der Erkenntnis. einer Erkenntnis, die –wenn sie etwas mit Physik zu tun haben will- mit der Natur bzw. dem Leben rückgekoppelt sein muss. Genau das muss die Mathematik nicht. Nochmals: Ich will keinem Mathematiker seinen Spaß verderben; ganz im Gegenteil; wäre ich intellektuell dazu in der Lage, wäre ich vermutlich an vorderster „Front“ mit dabei. Soweit sie aber der Physik dienen will, muss sie diese Rückkopplung zur Natur und zum Leben beachten.
Am Rande: Naumann hatte überhaupt keine Probleme damit einzugestehen, dass das SM eine Menge freier Parameter aufweise und dass man keine der 3 Symmetrien im SM richtig verstehen könne. Die Frage ist doch, ob dass Verstehen in den nächsten Dekaden folgt oder ob sich die Theorie als unrichtig erweist („wir irren uns empor“, wie H. Lesch zu sagen pflegt).
Im Grunde bin ich hier weit entfernt davon, irgendjemanden verteidigen zu wollen, da mir das Ziel einer solchen gar nicht klar wäre. Es stört mich aber massiv, wenn Gegenmeinungen auf einer unangemessen, nämlich persönlichen, Ebene abgehandelt werden und man bei weiterführenden Theorien mal nicht so genau hinguckt.
Ich bin auch sehr dafür mehr Geld für Grundlagenforschung auszugeben; da ist das Geld jedenfalls gut angelegt. Wer ist schon heute noch bereit, Geld außerhalb des Konsums auszugeben; etwa für Erkenntnisgewinn. Ich bin sehr dafür und natürlich auch gespannt auf weitere Ergebnisse (Stichwort Neutralinos und dunkle Materie); zunächst einmal muss allerdings der Steinmarder, der vor wenigen Stunden beim LHC zugeschlagen bzw. zugebissen hat, den Schaden wieder gutmachen (wenigstens hat er diesmal mein Auto verschont!).
Mein Interesse an diesem Thema findet ihren Impuls in der Philosophie (Ontologie/Metaphysik) und nicht in der Mathematik und ich kann daher jeden gut verstehen, der nach anschaulichen Modellen und Lösungen sucht.
Ich habe heute einen sehr schönen Text von Erwin Schrödinger in seinem Büchlein „Meine Weltansicht“ gefunden –übrigens eine echte Perle-, der da lautet:
„Metaphysik gehört nicht mit zum Gebäude der Erkenntnis, ist aber das Holzgerüst, das schlechterdings nicht entbehrt werden kann, um den Bau weiter zu führen.- Vielleicht ist es sogar zulässig zu sagen: Metaphysik verwandelt sich im Laufe der Zeit in Physik- freilich nicht in dem Sinne, wie es vor Kant den Anschein haben mochte. Nämlich nie durch allmähliche Sicherstellung vorerst noch unsicherer Meinungen, sondern durch Klärung und Wechsel des philosophischen Standpunktes.“
In diesem Sinne,
Gute Nacht
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 01 Mai 2016 01:15 #5869

Hallo Claus,
da sind wir anderer Meinung. Der Autor spielt eine große Rolle. So hat ein Schreiben des Paptes für Gläubige mehr Gewicht als eines von Richard Dawkins (bekennender Atheist und Evolutionsbiologe). Sicher hier ein Beitrag von Herrn Gaßner mehr Gewicht als mein eigener. Und ja, dies ist ein seriöses Forum, wenn hier einer mit "die Mondlandubg ist nie passiert" kommt, dann darf man sich nicht erwarten, dass wir das bestätigen.

Aber, okay, ich will auf seine Bücher bezogen argumentieren:
1. Unzicker versteht die Stringtheorie und das Standardmodell offensichtlich nicht (gesteht er selber am Anfang des Buches "Vom Urknall zum Durchknall").
Trotzdem hält er sich für eine Autorität, eine Theorie, die er nicht versteht, zu kritisieren.
2. Unzicker ist kein Physiker, sondern Gymnasiallehrer. (So hat er ja auch in Neurobiologie promoviert). Siehe ClausS, da würde ich ihm das Wissen über alle komplizierten Theorien, die er beleidigt, absprechen.
3. Einstein selbst hat c als Konstante 1915 angesehen, dass man nach 1911, hat also Priorität!
4. Alle anderen wissenschaftliche Größen haben c früher oder später alzeptiert.
5. C wird mehrmals täglich am LHC überprüft.

Diese 5 Punkte sprechen dafür, dass Unzicker in diesem Fall totalen Mist geschrieben hat.
Ich hoffe, das Thema hat sich hiermit erledigt,
Viele Grüße,
Nirusu

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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 01 Mai 2016 09:59 #5873

Claus schrieb: ..
Eine Meinung, wie sie von Unzicker (Stichwort: Einstein 1911) vertreten wird, m u s s von der führenden Wissenschaft, von der sogn. herrschenden Meinung seriös beantwortet werden können, ...

Hallo Claus,
da hätte die führende Wissenschaft aber viel zu tun B)
Aber evtl. hat Thomas oder Herr Gassner Lust, sich hierzu zu äußern.
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 01 Mai 2016 16:50 #5883

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Hallo Zusammen,
eines ist richtig: Derjenige, der kritisiert, muss sich positionieren, damit der Kritik auch entgegnet werden kann; er darf nicht so unscharf bleiben, dass er ohnehin nicht fassbar ist. Welch ein Aufwand für die „Widerlegung“ nötig ist, kann ich leider nicht abschätzen. Schon der Begriff der Widerlegung dürfte hier unrichtig sein, da er ja gar keine eigene These aufstellt.
Sollte der Vergleich mit der „Mondlandung“ tatsächlich stimmen, dann würde es sich ja tatsächlich um übelste Scharlatanerie handeln. Ich kann es leider nicht beurteilen.
Man wird sehen…
Wenn jemand zu dem Thema noch etwas hören oder lesen sollte, darf er mir gerne einen Link geben.
Ich wünsche noch einen schönen 1. Mai und einen guten Wochenanfang!
Claus
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 01 Mai 2016 20:03 #5886

Hallo,

hier mal etwas inhaltlicher Input (den ich nun selbst anhand der Suchen-Funktion gefunden habe) zum Thema Lichtermüdung bzw. variable LIchtgeschwindigkeit, hier im Forum, um das ganze auf eine solide Basis zu stellen, einige Zitierungen (man beachte die Nummern der Beiträge zur Einsicht der vollständigen Beiträge). Daraus sollte klar werden, was die akutelle Wissenschaft von variabler Lichtgeschwindigkeit hält...
Ich hoffe es ist nicht alles allzusehr aus dem Zusammenhang gerissen, dann entschuldige ich mich bei den Zitierten Herren.

Josef Wolferseder #3247 :
Mit Interesse habe ich das Video mit dem Titel "Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015" von Dr Gassner verfolgt. Die Argumente klingen erst mal recht plausibel.
Aber wie heißt es so schön am Ende des Vortrags: "Das Ende der schönsten Theorie ist das Beobachten einer gräßlichen Tatsache." Ich erwähne das deshalb, weil ich bei dieser Gelegenheit an die Arbeiten von Halton Arp erinnern möchte. Er hat ja auf sehr viele Galaxien hingewiesen, die wohl gravitativ wechselwirken, sich also in kosmischer Nachbarschaft befinden, aber eine völlig unterschiedliche Rotverschiebung aufweisen, was ja ein Widerspruch für die klassische Interpretation der unterschiedlichen Rotverschiebungen im Sinne der Urknalltheorie und Raumzeitexpansion ist.
"
Antwort auf #3247 von Josef M.Gaßner #3305 :
"...zu den beobachteten Galaxien von Arp: Galaxien sind astronomische Gebilde, die von vielen Faktoren beeinflusst werden, deshalb sind sie KEINE geeigneten Standardkerzen, abgesehen von wenigen, einfachen Eigenschaften - siehe Tully Fisher. Das beste Beispiel, wie sehr Galaxien von lokalen Gegebenheiten bestimmt werden, zeigt die Andromeda-Galaxie, die sich sogar auf uns zubewegt. Deshalb verwenden wir zur Bestimmung der Rotverschiebung, bzw. zur Ermittlung der Hubbleexpansion andere Standardkerzen: Supernovae vom Typ Ia. Selbst diese Gebilde sind nicht frei von Problemen als Standardkerzen (im Buch sind wir ja ausführlich darauf eingegangen). Hätte der Kollege Arp Widersprüche anhand von Rotverschiebungen von Supernova Ia beobachtet, hätte die Geschichte einen anderen Verlauf genommen. Dass allerdings die Beobachtungen der Arbeitsgruppen um Perlmutter und Schmidt zu Supernovae Ia derart genau waren, dass sogar bei größten Entfernungen eine winzige Abweichung als beschleunigte Expansion interpretiert werden konnte, wissen wir alle... "

Zur Hintergrundstrahlung:
"ClausS ##4564
Man kann die urspüngliche Energie der Photonen angeben, als die Photonen zur Hintergrundstrahlung wurden. Das Universum wurde für Photonen "durchsichtig" als Wasserstoff nicht mehr durch die Photonen ionisiert wurde. Die Ionisierungsenergie von Wasserstoff beträgt 13,6 eV. Das obere Ender der Planck-verteilten Photonen muss also knapp weniger als 13,6 eV gehabt haben. "

Zum Thema Lichtermüdung: ClausS #4651
" Zum Thema Lichtermüdung gibt es ein Video von Herrn Gaßner urknall-weltall-leben.de/component/k2/it...y-state-oder-urknall .
Wenn ich mich recht erinnere kann Herr Gaßner darin die Lichtermüdungstheorie anhand von astronomischen Beobachtungen ganz gut widerlegen.
Insbesondere die Zeitdilatation bei Supernovas kann man mit Lichtermüdung nicht erklären. "

Argumente pro Expansion der Raumzeit sinngemäß:
ClausS#4658
" Wie erklärt man sich die Zeitdilatation bei den Spektren der Supernova 1A, wenn es statt dem Dopplereffekt nur Lichtermüdung wäre?
Der Abfall geht gemäß radioaktivem Zerfallsgesetz und wir sehen, dass sich diese Zeitdauer je nach Entfernung ändert. Warum?

Merilix#4446
Die Frequenzanteile der Hintergrundstrahlung besitzen eine genau definiere Charakteristik wie sie entsteht wenn ein Körper in thermischen Gleichgewicht mit seiner Umgebung steht. (Was der Fall war als das Universum sich unter etwa 3000K abkühlte und die Photonen frei wurden.)
Ich empfehle Wiki - Schwarzer Körper
Ich denke die Diskussion über Hintergrundstrahlung ist nicht OT denn deren Existenz und Charakteristik ist ein sehr starkes Argument für die Urknalltheorie.
Wer immer etwas anderes vorschlägt muss unter anderem eine plausible Erklärung für die Hintergrundstrahlung liefern. "

Thomas#4760
Also, wenn die Mischung des Ausgangsmaterials zu einer unterschiedlichen Explosionsstärke führen würde, dann würde man ja in den Lichtkurven unterschiedliche Maxima sehen. Der Verlauf der Lichtkurven hängt von der Elementhäfigkeit von Co56 und Ni56 ab, die nach der durch den Gravitationskollaps verursachten Fusionsprodukte entstanden sind. Wenn dem nicht so wäre, könnten die SN 1A nicht als Standardkerzen dienen.
In den Beobachtungen zeigt sich, dass die Lichtkurven alle den gleichen Verlauf haben, aber nicht aufeinander liegen. Erst durch ein Normungsverfahren gelingt es, sie zur Deckung zu bringen.
Ob die Lichtkurven, die ich aus der Literatur kenne, vorher schon einem Auswahlverfahren unterzogen wurden, entzieht sich meiner Kentniss. Also unter Auswahlverfahren meine ich, dass man grob in ihrem Verlauf abweichende Lichtkurven bereits aussortiert hat und nur solche Lichtkurven akzeptiert, deren Spektren die gleiche Signatur zeigen.
Die Frage muss aber klar sein, wenn man wissen will, wie zuverlässig SN1A als Standardkerzen dienen können.
Die Maxima müssen nach dem Normungsverfahren auch aufeinander zu liegen kommen, was sie auch tun. Täten sie es nicht, wäre die Chandrasekarmasse keine scharfe Massengrenze, die die Implosion der Sternmasse auslöst. Das passt also.
Wieso Implosion und nicht Explosion? Naja, weil die Sternmasse nach Erreichen der Grenzmasse erst einmal in sich zusammenstürzt, dabei heftige Fusionsreaktionen stattfinden und auf diese Weise das radioaktive Ni56 erzeugt, dass dann nach der Explosion in Co56 und dann in Fe56 weiter zerfällt. Die eine Halbwertszeit liegt bei 7 Tagen und die andere bei 77 Tagen.
Soweit zur Theorie.
Ob das alles in dieser Eindeutigkeit gemessen wird, dazu müsste man einmal einen damit befassten Spektroskopiker fragen.
Grüße
Thomas "

ClausS #4825
"Laut wikipedia werden die Lichtkurven einer Supernova 1A durch die Phillips Beziehung normiert: de.wikipedia.org/wiki/Phillips-Beziehung .
Ich zitiere:
"Die Phillips-Beziehung beschreibt einen empirischen Zusammenhang zwischen dem Verlauf der Lichtkurven von thermonuklearen Supernovae vom Typ Ia und der absoluten Helligkeit. Mit Hilfe der Phillips-Beziehung konnte die astronomische Entfernungsbestimmung mit hoher Genauigkeit auf kosmologische Distanzen ausgedehnt werden und führte zur Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums.
Die Phillips-Beziehung ist erstmals von M. Phillips im Jahre 1993 beschrieben worden. Demnach besteht ein Zusammenhang zwischen dem Helligkeitsabfall 15 Tage nach dem Maximum im blauen Filter des UBV-Systems und der absoluten Helligkeit."

...

"Die Phillips-Beziehung gilt nicht für unterleuchtkräftige Supernova vom Typ Iax und die überleuchtkräftigen Super-Chandrasekhar Supernova. Diese thermonuklearen Supernovae können anhand des Helligkeitsverlaufs als Nicht-Standard-Supernova vom Typ Ia identifiziert werden."

"Die Lichtkurven von Supernova werden vom radioaktiven Zerfall von 56Ni angetrieben. Die Menge an radioaktiven Nickel bestimmt die Temperatur der Photosphäre der Supernova und beeinflusst die Opazität der Sternatmosphäre. Mit steigender Temperatur erhöht sich die Opazität und damit wird mehr Energie in der Atmosphäre zurückgehalten. Damit beschleunigt sich der Helligkeitsabfall und die Energie wird später abgestrahlt.

Eine kleine Gruppe von Supernova vom Typ Ia folgen allerdings nicht der Phillips-Beziehung wie z.B. SN 2001ay. Die absolute Helligkeit dieser Supernovae entspricht denen anderen Standard-SN-Ia, während der Helligkeitsabfall bedeutend langsamer verläuft. Dies wird eine Folge einer ungewöhnlichen chemischen Zusammensetzung des Verläufersterns der Supernova interpretiert, wonach der explodierte Weiße Zwerg zu über 80 Prozent aus Kohlenstoff bestanden haben soll."

Laut dem letzten Absatz hängt die Lichtkurve offenbar vom Kohlenstoffanteil ab - und der kann ja auch geringfügiger variieren als in dem Beispiel, wo er 80% beträgt. "

Merilix#5133
Ich habe gerade nochmal das Video von Herrn Gaßner über Lichtermüdung gesehen (Danke spacerat ) Darin erwähnt er ab etwa 32:00 das beim messen der Lichtkurve über die Zeit die Einsteinsche Zeitdilatation eine Rolle spielt. Aber damit hat man doch zwei drei unabhängige Meßverfahren an einem Objekt, perfekt zum eichen oder nicht?
Also man hat Rotverschiebung UND Zeitdilatation für die Fluchtgeschwindigkeit sowie die Helligkeit für die Entfernung.

ClausS#5134
Vor allem kann man sehen, dass die gemessene Zeitdilatation genau der gemessenen Rotverschiebung entspricht, was eine gute Bestätigung für die Theorie ist.

Zumindest gehe ich davon aus, dass man das geprüft hat - und die Prüfer sich den Nobelpreis nicht entgehen lassen, wenn sie hier signifikante Abweichungen gefunden hätten.
"

So User Claus ist am Zug vorher bitte alle zitierten Beiträge (siehe Beitragsnummern) im Zusammenhang lesen und zusätzlich das Video von J. Gaßner zum Thema Lichtermüdung ansehen und das Video von Herrn Gaßner zum Thema "Sind Naturkonstanten wirklich konstant"
.
Bitte erst dann mit einer physikalischen Erklärung wie denn die variable Lichgeschwindigkeit aussehen soll, vor allem wann denn und warum denn, herausrücken? Ich vermute, nur dann wenn keiner hinsehen kann, mit keinem Messinstrument der Welt, genau dann ist die Lichtgeschwindigkeit variabel, gelle, ansonten nicht ;-) Das ist zumindest eine Konsequenz von unsicher.... soweit ich es verstanden hab. Ich habe mich nämlich auch etwas damit beschäftigt und wäre fast darüber geistig umnachtet;-)

P.S. Vielen DAnk an die zitierten Herren für ihre Beiträge!
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 02 Mai 2016 15:20 #5895

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Vorab: Der Beitrag von Emanrow wurde zensiert! Es fehlt eine Unverschämtheit, die vorher noch da war!
Lieber Emanrow,
wenn ich es richtig verstanden habe, sagst Du mir, in welchem Zusammenhang ich zu lesen habe, wie ich technisch antworten soll und meine inhaltliche Antwort mutmaßt Du gleich obendrein in höchst polemischer Art und Weise; …
KEINE GUTE KINDERSTUBE, EMANROW!
Soll ich jetzt die Feinstrukturkonstante zerlegen oder meine Atomuhren aus dem Keller holen oder wie? Übrigens ist Dir sicher nicht entgangen, dass die vorgenannte Konstante ihrerseits aus mehreren Naturkonstanten besteht.
Zudem ist Deine Antwort in Teilen durch eine ganz wesentliche aber entschiedene Fehlannahme motiviert: Sie unterstellt mir nämlich, ich hätte behauptet, die Lichtgeschwindigkeit sei variabel. Wie käme ich wohl dazu??? Ich habe keine Ausbildung in Physik. Bitte lies DU doch besser meine abschließende Frage zum meinem ersten Betrag dann doch lieber einmal ganz genau. Dennoch: Lieber Emanrow und andere: Es gibt einen Unterschied zwischen dem Entdecker einer Lehre oder Theorie und den Verkündern derselben, so wie es einen Unterschied gibt zwischen Jesus und seinen Aposteln (letzte haben für nicht wenig Leid auf Erden gesorgt). Ich hoffe, Du kannst folgen.
Als ich das Thema ins Forum stellte, bat ich lediglich um Rat, bekam jedoch -bis auf Teile Deines letzten Beitrages, für den ich mich ausdrücklich bedanken möchte- im Wesentlichen nur ungehörige, ja ungezogene Antworten, die Herrn Unzicker auf persönlicher Ebene angegriffen haben. Soweit Du seinen Namen absichtlich verfälscht haben solltest, so ist dazu zu sagen: Jeder blamiert sich selbst, so gut er es kann.
Gedankenexperiment: Wie wäre man wohl im wohlerzogenen England des 18. Jahrhunderts mit DIR verfahren, hättest DU öffentlich erklärt, die Gravitationskraft sei, relativistisch betrachtet, gar keine Kraft? (und nein, ich vergleiche Unzicker nicht mit Einstein, ganz bestimmt nicht!)
Ich verliere hier ohnehin das Interesse, mich a) mit derart undifferenzierten Äußerungen auseinanderzusetzen und b) vermutete ich eine große Gemeinsamkeit des "Staunens" vor der Natur und den Erkenntnissen derselben verbunden mit einer gewissen "Ehrerbietung" vor den alten Physikkünstlern, die allesamt mehr zu bieten hatten als bloße Formeln. Und eines dürfte doch wohl völlig klar sein: Die Wahrheit von heute, ist der Irrtum von morgen.
Ich will hier keinen Unfrieden in der stiften. V e r a b s c h i e d e n möchte ich mich daher mit einem weiteren Schrödingerzitat aus "Meine Weltsicht" (das 4. Kapitel will ich gar niemandem erst zumuten):
"Überschaut man den theoretischen und praktischen Enderfolg des abendländischen Denkens während anderthalb Jahrtausenden, so ist er nicht gerade ermutigend. Der westlichen Weisheit letzter Schluß, dass alle Transzendenz ein für allemal zu verschwinden hat, läßt sich auf dem Gebiet des E r k e n n e n s , für das er eigentlich gemeint ist, nicht wirklich durchsetzen, weil wir hier der metaphysischen Führung doch nicht entraten können, sondern, wo wir das glauben, meist nur undendlich viel naivere und kleinherzigere an die Stelle der alten großzügigen metaphysischen Irrlehren treten lassen. Dagegen ist auf dem Gebiet des L e b e n s , ausgehend vom intellektuellen Mittelstand eine praktische metaphysische Befreiung in die Wege geleitet, vor deren Anblick den edlen Aposteln dieser Freiheit -ich meine vor allem die Aufklärungsphilosophen und Kant- schaudern würde, wenn sie ihn erlebt hätten."
und weiter zur vedantischen Grundansicht: "Ich glaube nicht, dass die Lösung des Knotens auf logischem Wege durch folgerichtiges Denken innerhalb unseres Intellekts möglich ist. Wohl aber lässt sie sich sehr leicht in Worten ausdrücken, nämlich: Vielheit ist nur Schein, sie besteht in Wirklichkeit gar nicht. Die Philosophie des Vedanta hat dieses ihr Grunddogma durch manches Gleichnis zu verdeutlichen gesucht, wovon eines der ansprechendsten das vom Kristall, der von einem nur einmal vorkommenden Gegenstand Hunderte von kleinen Abbildern zeigt, ohne dass dadurch doch der Gegenstand wirklich vervielfacht würde. Wir Verstandesmenschen von heute sind nicht gewohnt, bildhafte Gleichnisse für philosophische Erkenntnisse gelten zu lassen, wir verlangen eine logische Deduktion..."
Auffallend klar der Mann…
Gruß
Claus
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 02 Mai 2016 17:16 #5898

So weit ich weiss ist variable Lichtgeschwidikheit unsinn. Da hat Herr Unzinker wohl gefehlt als an der uni als das Thema behandelt wurde. Das ist meine Meinung dazu. Mehr habe ich nicht zu sagen
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 02 Mai 2016 19:37 #5901

Hallo Claus,

also ich wollte mit den Zitierungen, wie eingangs erwähnt, tatsächlich auf die Ebene des Inhalts gelangen. Das Thema lautet ja "variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ???".

Deshalb war ja meine Frage, wann/wie/wo die Lichtgeschwindigkeit variabel ist. Ich kann mich vage erinnern, dass U. in einem der Vorträge erwähnt, soweit ich mich erinnere, dass die Variabilität bereits während des Aussendens entsteht und nur im Nahbereich der Quelle stattfindet. Licht auf Reisen sei dagegen nicht mehr in der WEllenlänge beeinflussbar....." (sinngemäß, so weit ich mich erinnere)
So oder so ähnlich hat er sich da ausgedrückt. Kannst du das etwas genauer beschreiben, wie die Variabilität denn aussehen soll?

Dann wird es möglich sein, auch mit Beobachtungen und anerkannter Wissenschaft die Details dieser Hypothese zu falsifizieren!

Nichtsdestotrotz möchte ich schon einmal vorwarnen, die Variabilität der Lichtgeschwindigkeit führt u.a. zu folgenden Haarsträubungen:

-Nichtvereinbarkeit mit der, nicht nur anerkannten, sondern experimentell zig-fach bestätigten Form der ART (zuletzt Gravitationswellen!). Selbst der von dir zitierte Dirac hat noch 1975 im stolzen Alter von ... Jahren ein (wahnsinnig gutes) Lehrskript zur ART veröffentlicht: www.geocities.jp/nomonomo2007/ReadingPhy...TheoryRelativity.pdf
Darin befindet sich kein Hinweis auf irgendeine Form von Variabilität der Lichtgeschwindigkeit. Nein, es ist eine Hommage an Einstein und die ART. Darin befindet sich die mathematisch exakteste Herleitung zu den detektierten Gravitationswellen!

Zusatz: Eigentlich sollte man sich meiner Meinung nach schämen, so jemand wie Dirac mit einem Thema wie variable Lichtgeschwindigkeit in Verbindung bringen. Dirac hat nach Aussagen des Biographen Farmelo im Buch "The strangest Man" Tränen geweint, als Einstein starb. Er war ein ehrlicher Bewunderer. Und er hat Einsteins Theorie der SRT mit der QM verbunden durch seine "immortal" Dirac-Gleichung! Bereits in jungen Jahren war er von der ART beeindruckt. DAnn im späteren Alter nachdem er seine "large number hypothesis" vorbrachte, hat er sich wieder vertieft der ART zugewandt. Daraus ist dann dieses ART-Buch entstanden. Es ist eines der mahtematisch schönsten tiefgründigsten Abhandlungen zu dem Thema.
Es ist doch in diesem Zusammenhang fast dreist, anzunehmen oder überhaupt in Verbindung zu bringen, dass Dirac eher auf der Seite von dubiosen Nichtwissenschaftlern, die variable LIchtgeschwindigkeit propagieren, stehe, oder?

- Nichtvereinbarkeit mit dem Standarmodell der Kosmologie mit Urknall

- Fehlinterpretation der Hintergrundstrahlung

Gruß

P.S. Meine Artikel habe ich bisher immer selbst "zensiert" so auch den obigen, nach dem sich mein Puls wieder beruhigt hatte:-)
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 02 Mai 2016 21:38 #5903

Bei allem Respekt ich verstehe die Diskusion nicht. Vielleicht bin ich nicht inteligent genug. Es gibt keine variable lichtgeschwidikheit
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 10:56 #5918

neugierig schrieb: Bei allem Respekt ich verstehe die Diskusion nicht. Vielleicht bin ich nicht inteligent genug.


Nein, das hat mit Intelligenz nichts zu tun, sei unbesorgt. Hier geht es nur wieder mal darum, dass jemand eine "Theorie" irgendeines Menschen, der glaubt, schlauer zu sein als alle anderen seriösen Wissenschaftler zusammen, die erwiesenermaßen nicht stimmen kann, hier uns als "wahr" und "einzig richtig" nach dem Motto: Alle anderen irren total, verkaufen möchte.

Eine Diskussion in dem Sinne kann man mit solchen Leuten sowieso nicht führen, die haben IMMER recht.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 13:03 #5920

udogigahertz schrieb: Hier geht es nur wieder mal darum, dass jemand eine "Theorie" irgendeines Menschen, der glaubt, schlauer zu sein als alle anderen seriösen Wissenschaftler zusammen, die erwiesenermaßen nicht stimmen kann, hier uns als "wahr" und "einzig richtig" nach dem Motto: Alle anderen irren total, verkaufen möchte.

Eine Diskussion in dem Sinne kann man mit solchen Leuten sowieso nicht führen, die haben IMMER recht.


Grüße
Udo



Ich versteh wirklich nicht wo das Problem liegt? Warum kann man nicht einfach sachlich argumentieren anstatt persönliche Emotionen in die Diskussionen zu bringen?

Mir ist aufgefallen, dass es immer wieder Leute gibt die hier ihre Ansichten oder neue Ideen oder wie auch immer man es nennen will, vorstellen wollen und die Meinung von Gleichgesinnten dazu hören/lesen möchten. Wo denn sonst sollen sie ihre Ideen vorstellen und ausdiskutieren, wenn nicht hier?
Leider gibt es Teilnehmer hier im Forum die nicht emotionslos und unvoreingenommen diskutieren können, aus welchen Gründen auch immer.
Über das altbekannte zu reden ist doch irgendwann langweilig und mich persönlich z.B. interessieren neue Ansichten sehr. Natürlich ist auch einiges dabei, dass vielleicht komplett daneben ist aber darüber kann man doch diskutieren, argumentieren, analysieren das ist doch das spannende an der Sache. Das hatte ich mir eigentlich auch von diesem Forum erhofft aber jetzt bin ich unsicher und weiss nicht ob ich meine Gedanken und Fragen hier überhaupt loswerden kann ohne angegriffen zu werden?

Ich habe udogigahertz zitiert weil er, so habe ich es zumindest verstanden, sich auch auf einige mittlerweile gesperrte Teilnehmer bezieht, deren Ideen auch alternativ waren. Ich habe beim durchlesen genau dieser Themen nicht den Eindruck bekommen, dass diejenigen nicht vernünftig diskutieren wollten. Eher habe ich den Eindruck gewonnen, dass denjenigen die hier alternative Ideen bringen eigentlich nicht einmal die Chance gelassen wurde/wird darüber zu diskutieren. Ich finde das schade...aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

PS: Beim durchstöbern hier hab ich mir mal die beliebtesten Themen angeschaut( d.h. die Themen mit den meisten Aufrufen und Antworten) und es ist eindeutig, dass eher alternative Themen oder Themen die verschiedene Meinungen zulassen, die beliebtesten sind. Also verstehe ich nicht wieso man sich hier überhaupt noch über alternativ oder "gesichert" oder möglich oder unmöglich streiten muss.
Jetzt stell ich mir beim schreiben auch die Frage: Wie alternativ darf eine neue Idee überhaupt sein damit man es in Betracht zieht darüber zu diskutieren? Wer bestimmt ob etwas zu abwegig ist um darüber diskutieren zu dürfen?
Ist es denn nicht so, dass alle neuen Ideen vor dem Experiment und der Anerkennung als Theorie ausdiskutiert werden müssen? Wenn wir aber nicht mal eine Diskussion zulassen wie soll es jemals vorangehen? Dann bleiben wir doch auf'm Fleck und machen keinen Schritt weiter...oder?
So jetzt hab ich auch mein Wort zum Dienstag gesagt... :lol:

Grüsse Alex
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 14:18 #5921

AlexC schrieb:
Ich versteh wirklich nicht wo das Problem liegt? Warum kann man nicht einfach sachlich argumentieren anstatt persönliche Emotionen in die Diskussionen zu bringen?


Das Problem liegt ja gerade darin, dass man mit diesen Personen einfach nicht vernünftig diskutieren kann, man gibt sich ja die Mühe und geht zunächst rein sachlich auf deren Thesen ein, zeigt auf, dass dieses oder jenes Detail an ihren Theorien aus diesem oder jenem Grunde nicht stimmen KANN, da es inzwischen sogar experimentelle Beweise GEGEN solche hier behaupteten Dinge gibt.

Oder man untersucht die Glaubwürdigkeit der Quelle, von der eine hier vorgestellte Theorie stammt und stellt fest: "Hallo, da stimmt was nicht, diese Person ist kein auf diesem Gebiet anerkannter Wissenschaftler, seine Thesen, Hypothesen und Theorien werden von niemand sonst ernsthaft unterstützt" und teilt diese Erkenntnis demjenigen mit, der hier angeblich so gerne völlig neue Theorien diskutieren möchte, woraufhin dieser jedoch sich verbittet, diese Person "anzugreifen", weil er darüber nicht diskutieren will ..................

Schon spielt man die beleidigte Leberwurst und wähnt sich verfolgt und zu Unrecht angegriffen, nur, weil man Fakten, die jeder selbst sehr leicht recherchieren kann, nennt.

DAS ist doch keine gute Diskussionsgrundlage.

Oder die diversen Verfechter von absurden Vorstellungen, wobei es um den Verbleib der Antimaterie geht, die angeblich als Kern von Sonnen und Planeten heute überall existieren soll, auch diese Idee wurde hier schon ernsthaft diskutiert (der Thread wurde jedoch gelöscht), man hat versucht, auf jeden Aspekt einzugehen, ihm zu beweisen, dass da nichts dran sein KANN, an seiner abstrusen Idee .......... alles vergebens, diese Personen gehen ja nicht auf sinnvolle Argumente ein, sie weichen aus, wiegeln ab, verzögern oder antworten einfach nicht und wenn alles nichts hilft, wird man beleidigt, man "sei wohl noch zu unreif für diese radikal neue Theorie oder würde sie einfach nicht verstehen können" oder so.

Du kannst ja die diversen Threads von "Heidi" und "Spacerat", die diese eröffnet hatten, nochmal von vorne durchlesen, wenn du mir nicht glaubst.

Es ist einfach ermüdend, zum hundertsten Male erneut alle möglichen Spinner-Theorien Stück für Stück zu zerpflücken, zu widerlegen mit dem Wissen, dass das Gegenüber gar nicht an einer Diskussion interessiert ist, einige User hier haben sogar den Verdacht, dass manche sich hier nur angemeldet hatten, um gezielt Werbung für neue Publikationen anderer Verlage zu machen, aber das ist nur ein Verdacht.

Grüße
Udo

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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 14:19 #5922

AlexC schrieb: ...
Ich versteh wirklich nicht wo das Problem liegt? Warum kann man nicht einfach sachlich argumentieren anstatt persönliche Emotionen in die Diskussionen zu bringen?

Mir ist aufgefallen, dass es immer wieder Leute gibt die hier ihre Ansichten oder neue Ideen oder wie auch immer man es nennen will, vorstellen wollen und die Meinung von Gleichgesinnten dazu hören/lesen möchten. Wo denn sonst sollen sie ihre Ideen vorstellen und ausdiskutieren, wenn nicht hier? ...
...
.


Hallo Alex,

ich führe mal mögliche Gründe an, warum Deine Einschätzung hier evtl. nicht zutrifft - wenigstens aus meiner Sicht.

1) zum Thread "variable Lichtgeschwindigkeit..":
Hier möchte Claus (wenn ich ihn richtig verstanden habe) gerne von Wissenschaftlern belegt/widerlegt haben, was es von der Seiten Hn. U. vermarkteten variablen Lichtgeschwindigkeit auf sich hat. Also müssen wir warten, ob sich hier anerkannte Fachwissenschaftler dazu äußern wollen.
Solange können wir aber gerne die Hintergründe erkunden (daran sehe ich im Gegensatz zu Claus keinen Angriff auf die jeweilige Person, dass ist Recherche), und auch unseren Kenntnisstand darlegen.
Wenn sich ein Wissenschaftler hier inhaltlich einbringt: prima! Falls nicht, dann ist aber trotzdem alles gesagt, wenn vielleicht auch noch nicht von jedem.

2) Die von Dir erwähnten derzeit inaktiven Forumsteilnehmer haben nach meiner Wahrnehmung erkennbar kein Interesse daran gezeigt, ihre Ansichten wirklich offen zu diskutieren. Du hast sehr schön ausgeführt, dass sie dass "mit Gleichgesinnten" diskutieren wollten. Die Ansichten wurden nicht hier dargelegt, sondern (Fall 1) auf Youtube-Videos verwiesen, in denen Folien gezeigt wurden - eher ungewöhnlich. Wünsche der Mitdiskutanten, die Theorien hier darzulegen, oder aufgezeigte Widersprüche aufzuklären wurden ignoriert. An Stelle dessen würde Querverweise auf die bisher geführte Diskussion gezeigt. Du hast ausgeführt, die Thread-Starter wollten mit Gleichgesinnten diskutieren: D.h. aber auch, dass an einer wirklich Ergebniss-offenen Diskussion im Sinne einer Reflektion (d.h. offene Diskussion mit den Anhängern der etablierten Lehre, wenig bis kein Interesse bestand. Die zunehmend unfreundliche Form der Diskussion sowie die Nichteinhaltung von Regeln für "normale" Umgangsformen, sowie potentielle weitere Verhaltensweisen könnten Gründe für die Beendigung dieser Diskussionen gewesen sein. Mit drängte sich die Vermutung auf, dass dieses Forum gerne dafür genutzt wurde, die eigenen Ideen zu vermarkten, d.h. bei den Videos etc. mehr Clicks zu produzieren, und ggf. auf die Diskussion in diesem Forum verweisen zu können.
Der Moderator hat die individuellen Gründe für die getroffenen Maßnahmen an anderer Stelle ( urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall...ratoreninformationen ) ausführlich erläutert.

3) Es erfordert ein Mindestmaß an methodischem und fachlichem Grundverständnis der jeweiligen Fachgebiete, und wenigstens eine partielle Anerkennung von bestehenden Grundlagen, um darauf aufbauend neue Theorien zu entwickeln. In einigen Fällen (auch in einem Parallel-Thema, Stichwort ttt) handelt es sich bestenfalls um Hypothesen - nicht um ausgearbeitete Theorien. Ein Mindestmaß an Einhaltung von wissenschaftlicher Arbeitsweise sowie Methodik sollte hier gefordert werden dürfen. Wenn dies nicht der Fall ist, muss sich der Themenstarter m.E. auch mit der Zerpfückung seiner Denkansätze zufriedengeben, und ggf. seine Ansätze neu überdenken. Wenn jedoch wieder und wieder auf die Richtigkeit der Hypothese herumgeritten wird, dann haben die Hausherren (Moderatoren) das Recht (evtl. auch die Pflicht?), einen Schlusstrich zu ziehen, und die Gäste in diesem Forum an die Hausordnung zu erinnern.

4) Neue Ansätze sollten meiner Meinung nach nicht mal einfach so in den Ring geworfen, sondern gewissenhaft aufbereitet, und mit Belegen versehen eingebracht werden. Je weniger Substanz und Sorgfalt eingeflossen ist, um so kritischer werden die Leser möglicherweise damit umgehen. Damit muss der Themenstarter klarkommen.

Viele Grüße, Thomas
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 15:23 #5923

Thomas hat hier meine 100% Zustimmung! Danke, dass du unseren Standpunkt so schön dargelegt hast :)

Noch ein Hinweis: Emanrov und teilweise auch ich haben auch andere Hrübde aufgeführt, warum diese Theorie falsch sein muss. Es ist ja nicht so, als dass wir uns nur auf Unzicker eingeschossen hätten. Aber ja, hier gibt ja auch keiner Yahoo als Quelle an. Etwas Recherche über den Autor schadet nie!

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 15:25 #5924

Hallo

Naja, man kann die Sache sehen wie man will mit dem gesichertem Wissen, denke ich zumindest weil so vieles das heute als gesichert angesehen wird, morgen schon überholt oder ergänzt werden kann/wird. Also ich sehe die Dinge nicht so eng.
Und ich habe mir die besagten Themen schon durchgelesen und habe wie gesagt den Eindruck bekommen, dass alternative Ideen hier nicht wirklich willkommen sind. Ich fand die Themen richtig spannend und gute Argumente wurden gebracht soweit ich das gesehen habe. Deshalb ist mir ja auch nicht ganz klar warum es zu Sperrungen aller "alternativen Denkenden" kam....aber nun gut das wird wohl seine Gründe haben.
Ich kann nur hoffen es waren Ausnahmen und ist nicht die Regel...

Grüsse Alex
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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 15:31 #5925

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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 15:34 #5926

Hallo Alex,
mal ganz kurz: Viele Beoträge wurden da gelöscht. Leider hat udogigahertz nicht ganz Unrecht: Es gibt einige wenige Nutzer, die so von sich überzeugt sind, dass jegliche Kritik von ihnen abprallt. Heidi (um ein Beispiel zu nennen) hat gegen Ende Moderatoren wüst beschimpft, Nitzer wegen ihres Alters vom Schreiben abzuhalten versucht... Die Liste ist lang. Vieles wurde mittlerweile entweder gelöscht, von Moderatoren bearbeitet oder von den Nitzern selbst zensiert...

Und ja, es ist sehr ätzend, wenn jede Woche wieder ein Nutzer vorbeikommt, überzeugt, Einstein widerlegt zu haben! Irgendwann steht ein Forum solchen Beiträgen ungnädig gegenüber.

Warum sie so populär sind? Weil die Situation eskaliert. Du hast 5 Nutzer, die Einstein vehement verteidigen, und immer 1 Anderen, der ihn angreift.

Schlussendlich gibt es noch den Thread "Wie soll man mit Trollen umgehen", der auch nochmal aufzeigt, warum wir bei so Zeas überhaupt antworten!

In diesem Sinne einen schönen Tag noch,
Nirusu

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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 15:48 #5928

Claus schrieb: myweb.rz.uni-augsburg.de/~eckern/adp/his.../1911_35_898-908.pdf


Das ist aus dem Jahr 1911. Suche mal nach etwas aus dem Jahr 1915, das ist aktueller ;). Da hat Einstein seinen Fehler eingesehen. Allgemein hilft es immer, sich spätere Werke, die von der Fachwelt akzeptiert wurden, anzuschauen.

Viele Grüße,
Nirusu

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variable Lichtgeschwindigkeit; Einstein 1911 ??? 03 Mai 2016 15:56 #5929

Lichgeschwidikheit ist eine Naturkonstante und geht tief in die Natur hinein. Eine variable Lichtgeschwidikheit ist ein widerspruch in sich. Bitte korriert mich wenn ich falsch liege. Die Welt würde sonst anders aussehen als gerade jetzt
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