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THEMA: Gold

Gold 31 Mär 2017 23:17 #13137

Die Elemente jenseits von Eisen entstehen ja bekanntlich während einer Supernova und werden durch diese im Universum verteilt. Nun ist das Universum trotzdem ziemlich leer. Daher drängte sich mir die Frage auf: Wie viele Supernovae hat es gebraucht um den Goldvorrat der Erde entstehen zu lassen?

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Gold 01 Apr 2017 05:14 #13139

Gold ensteht nach neueren Erkenntnissen angeblich viel häufiger durch die Verschmelzung von Neutronensternen.
Die Anzahl der Supernovae würde nicht ausreichen, um die vorhande Goldmenge zu erklären.

Wenn deine Frage jetzt lautet: Wieviele Neutronensterne müssen verschmelzen, um daraus einen 20m x 20m großen Goldwürfel
zu gewinnen, muss ich dir leider sagen, dass meine mathematischen Kenntnisse über die Verschmelzung von Neutronensternen
nicht aussreichen um darauf gerecht zu antworten. Jedenfalls hängt es mit Sicherheit mit der Masse zusammen, die die Objekte mit sich bringen werden.

Soweit ich weiss ist unseres Sonne zu klein, um jemals Gold zu erbrüten, nur so als grober Richtwert.

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Gold 01 Apr 2017 09:30 #13140

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LoL ja die verschmelzen dann zur leichteren material :D na Spaß bei Seite, also es war da mal so Spektrale Beobachtung da, jedoch bedenke auch noch das dieses Objekt sich, noch relativ bewegt, ob die Messergebnisse wo da zu uns angekommen sind nun auch so stimmen,... das so eine Sache. Die Spezifische Leitfähigkeit zur messen ist von hieraus nicht möglich, das nie vergessen. und somit kann es sich durchaus um ein anderes Material handeln als wir spektral Beobachten und bei so einer Masse die sich da zerrest, ja da kann ich leicht davon ausgehen da entsteht so gesehen alles was geht,.... ja Gold wird wohl dabei sein :D

Hier deine Publikation da steht weniger als In der Zeitung, ob die Zeitung wohl besser Forscht? arxiv.org/pdf/1306.3960v2.pdf

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Gold 01 Apr 2017 10:43 #13142

Wenn Gold durch die Verschmelzung zweier Neutronensterne entstehen soll, dann müsste es doch meiner Meinung nach noch seltener sein, denn wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Neutronensterne verschmelzen?

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Gold 01 Apr 2017 11:07 #13143

Tagor schrieb: Gold ensteht nach neueren Erkenntnissen angeblich viel häufiger durch die Verschmelzung von Neutronensternen.
Die Anzahl der Supernovae würde nicht ausreichen, um die vorhande Goldmenge zu erklären.


Woher hast du diese Erkenntnis?

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Gold 01 Apr 2017 14:42 #13146

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Ich weiß nur dass ich zuwenig davon besitze.
Ich denke über die zu erwartende entstehende Menge von Gold durch Neutronensterne wissen wir noch viel zuwenig,
Vielleicht gibt es ja im Erdinneren ne ganze Menge davon, wer weiß.
Ich trage jeden Tag Gold mit mir herum- Ehering.
Es ist schon interessant, welchen Weg die Materie nehmen musste, dass letztlich dieses Element entsteht. Wann und wo und unter welchen Bedingungen.
Und dass es mitunter soviel Unglück unter den Menschen verbreitet hat.

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Gold 01 Apr 2017 15:13 #13150

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Gold 01 Apr 2017 15:21 #13151

Silvia schrieb: Wenn Gold durch die Verschmelzung zweier Neutronensterne entstehen soll, dann müsste es doch meiner Meinung nach noch seltener sein, denn wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Neutronensterne verschmelzen?


"Wir schätzen, dass die Menge des erzeugten und ausgestoßenen Goldes bei der Verschmelzung der beiden Neutronensterne bis zu zehn Mondmassen beträgt"

„Die Herkunft von etwa der Hälfte der schweren Elemente im Universum war bisher ein ungelöstes Rätsel”, sagt Hans-Thomas Janka, leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik und Mitarbeiter im Exzellenzcluster Universe. „Lange dachte man, dass sie in Supernova-Explosionen produziert werden könnten, neuere Modelle gehen aber von dieser Theorie weg.”

Ein anderes mögliches Szenario bieten Neutronensterne (siehe Hintergrund: Neutronensterne), die in einem Doppelsystem am Ende einer Jahrmillionen dauernden Entwicklung in einer gigantischen Kollision miteinander verschmelzen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astrophysik haben nun zum ersten Mal zusammen mit einem Kollegen von der Freien Universität Brüssel die Vorgänge, die bei einer derartigen Verschmelzung ablaufen, in allen Schritten im Detail mit Computermodellen berechnet. Sie kombinierten dabei relativistische, hydrodynamische Simulationen des kosmischen Zusammenstoßes mit Berechnungen der Kernreaktionen von über 5000 Atomkernarten (chemische Elemente und deren Isotope (siehe Hintergrund: Isotope)) in der bei der Sternkollision gewaltsam ausgeschleuderten Materie.

www.mpg.de/4413949/Kosmische_Kollisionen_schmieden_Gold

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Gold 01 Apr 2017 18:04 #13155

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@ Silvia - - die Wahrscheinlichkeit einer Kollision zweier Neutronensterne soll in unserer Milchstraße bei 1 mal in 100.000 Jahren liegen. Aber man versteht Tagor da vielleicht falsch, wenn man diese Art der Produktion von z.B. Gold als einzige Quelle ansieht. Vielmehr soll es wohl eine zusätzliche Quelle zu der bekannten Entstehung in Supernovae sein.
@ Claus - - beim googeln stößt man auf Veröffentlichungen aus dem Jahr 2013. Bei Wiki wird aber immer noch ausschließlich die Supernova als Quelle genannt. Ich frage mich allerdings, wie man abschätzen kann, dass diese Quelle für eine doch mehr oder weniger hypothetische Menge an Gold im Universum nicht ausreichen kann. Außerdem fände ich es interessant, wie man sich eine Fusion zu Gold bei Neutronensternen auf atomarer Ebene vorstellen soll.
Schönen Gruß
Manfred

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Gold 01 Apr 2017 18:55 #13158

Direkt beobachten können wir denke ich weder den genauen Ausstoß einer Supernova noch Kollisionen von Neutronensternen. Wir können nur simulieren und die Simulationsergebnisse mit den realen Beobachtungen vergleichen.

Dies hat nicht die selbe Erkenntnissicherheit wie direkte Beobachtungen. Daher kann ich mir vorstellen, dass hier noch eine Weile die Meinungen auseinander gehen werden.

Mit zunehmender Rechnerleistung werden dann mit der Zeit wohl auch die Simulationsergebnisse genauer.

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Gold 01 Apr 2017 23:08 #13166

Die Beryllium-Barriere ist auch so ein Ding das man nicht beobachten kann, und auch Experimente in dem Maßstab sind nicht möglich. Trotzdem gilt ihr in Erscheinung treten als gesichert.



Zitat Lesch:
"Die Tatsache dass Wir hier sind verlangt von den Kernsprozessen im Inneren von Sternen eine unglaublich hohe Effizienz.
somit kann man aus der Existenz des Menschen eine Bedingung an die Effizienz der Kernprozesse in roten Riesen stellen."

Ganz ohne zugucken zu können.

^^Ähnlich wird es vermutlich mit den Neutronensternen und dem Gold sein.
Wollte jetzt auch kein Streit vom Zaun brechen, sondern vielmehr aufzeigen dass es eben dazu neue Erkenntnisse/Vermutungen gibt.
Hier wird sogar von Beweisen gesprochen.
www.ingenieur.de/Branchen/Luft-Raumfahrt...ion-Neutronensternen

Da Gold und Silber durch ein anderes Hobby Thema sind, hatte ich zufällig mein Senf dazu abgegeben.
Im Prinzip hab ich mich hier wegen einer anderen Frage angemeldet, und bin dann über Silvia`s Beitrag gestolpert.

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Gold 01 Apr 2017 23:39 #13168

Hm dann rechne ich mal, oder versuche es zumindest...

1 Neutronensternkollision in 100.000 Jahren ergibt in 14 Mrd. Jahren 140.000 Kollisionen. Bei jeder Kollision sollen ca 10 Mondmassen (7,349x10²² kg) an Gold entstehen, somit hätten wir 1.400.000 "Goldmonde". Diese verteilt auf die Fläche unserer Milchstraße... kann ich nicht ausrechnen, aber erscheint mir nicht gerade viel.

Also versuche ichs mal andersherum. In der Milchstraße sind 100-300 Mrd. Sterne, demzufolge müsste ein "Goldmond" für 214.000 Sterne reichen. Das wären, falls ich mich nicht vertan habe ca 340.000.000.000 t pro Stern. Unsere Sonne besitzt 99% der Masse in unserem Sonnensystem, damit blieben für die Planeten 3.400.000.000 t, macht für jeden Planeten 425.000.000 t Gold, wenn kein Goldatom mehr irgendwo frei herumschwirren würde. :woohoo:

ich habe dabei aber alles Komplizierte außen vor gelassen, dass es am Anfang sicher mehr Kollisionen gegeben hat, dass es nicht gleichmäßig verteilt ist usw. Aber trotzdem recht beeindruckend was dabei raus gekommen ist. Wenn man bedenkt, dass erst 177.000 t gefördert worden, dann lohnt es sich doch noch unter die Goldgräber zu gehen :D, wenn man denn die restlichen Tonnen finden würde. Hoffe habe mich nicht mit den vielen Nullen vertan, ist nicht grad meine Stärke :oops:

edit: Da fällt mir grad eben noch was ein... Das ist natürlich nur, wenn nach der Kollision von den Neutronensternen nix mehr übrig bleibt. Wenn nach der Kollision dann ein Neutronenstern übrig bleibt, dann würde ein Teil des Goldes dort bleiben, keine Ahnung

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Gold 02 Apr 2017 00:07 #13169

Hallo Silvia,

ist ja nett, was du da rechnest. Aber überleg mal, was passiert tatsächlich, wenn zwei Neutronensterne kollidieren. Neutronensterne bestehen , das sagt der Name schon, hauptsächlich aus Neutronen. Das sind extrem schnell rotierende 20 km im Durchmesser messende Kugeln, bestehend aus Kernmaterie. Wenn zwei umeinander kreisen und am Ende fusionieren, dann überschreiten sie nach der Fusion in der Regel eine kritische Massengrenze, soll heißen, das Fusionsprodukt wird zu einem Schwarzen Loch. Wie soll da bitte Gold entstehen? Und wie soll das auch noch ans Universum zurückgegeben werden. Keine Chance!

Grüße
Thomas

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Gold 02 Apr 2017 12:38 #13172

Nun ja... ich habe nur mit den Fakten von Tagor gerechnet :lol:

Also sind wir genau so weit wie vorher? Oder die Artikel falsch, die sagen dass das Gold in Neutronensternen entsteht? Und wie Du schon sagtest, wie soll es überhaupt da raus kommen. Letzten Endes haben wir doch aber einiges Gold auf der Erde....

Fragen über Fragen

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Gold 02 Apr 2017 15:33 #13178

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Hallo,
also, in den Beiträgen war ja von einer charakteristischen Strahlung, welche auf die Existenz von Gold, nach der Kollision, schließen lässt, die Rede. Hätte sich ein schwarzes Loch gebildet wäre das wohl aufgefallen. Dies stand aber nicht zur Debatte. Die zu erwartende Masse von ca. 2,4 – 4 Sonnenmassen reicht m.E. nicht aus um ein SL zu bilden, wozu ca. min. 25 Sonnenmassen nötig wären. B)

de.wikipedia.org/wiki/Neutronenstern
de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch

Also, wenn der fusionierte Neutronenstern, mit dem Gold, nun mit einem weiteren Stern kollidiert, welcher im weiteren Verlauf eine Supernova 1a wird, würde dann nicht das Gold und viele weitere schwere Metalle, ins All geschleudert werden ohne, dass sich ein SL bildet? Und weil eine Supernova 1a keinen überlebenden Zentralstern hinterlässt, würde wirklich alles verteilt werden, oder? Bei einer „normalen“ Supernova besteht doch der Verdacht, dass alles Schwere, im überlebenden Zentralstern verbleibt. Das Lichtspektrum der SN 1a wird zwar von Si, Ni, Co und Fe dominiert, vielleicht war aber, der geringe Goldanteil nur derzeit nicht messbar oder solch ein Vorgang war bislang noch nicht beobachtbar.

de.wikipedia.org/wiki/Supernova_vom_Typ_Ia

Ich vermute die zu erwartende Goldmenge muss daher nochmal nach unten korrigiert werden.

585gold.org/goldblog/wie-viel-gold-gibt-...rklich-auf-der-erde/
de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_H%C3%A4u..._chemischer_Elemente

Bei der Gelegenheit würde mich mal der aktuelle Stand der Forschung, wie die schweren Elemente auf unsere Erde gekommen sind, interessieren. Waren sie bereits in der Gas- u. Staubwolke enthalten, aus der unser Sonnensystem entstand oder kamen sie mit dem Protoplaneten Theia zu uns, welcher angeblich der Erde besondere Eigenschaften, gegenüber unseren Nachbarn verliehen hat und damit höheres Leben möglich machte? Ist es energetisch möglich, dass bei dieser Kollision ebenfalls Fusionsprozesse stattfanden, welche schwere Metalle bildeten? :)
Grüße EXCEL

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Gold 02 Apr 2017 21:20 #13181

Freie Neutronen zerfallen nach etwa 15 Minuten in Protonen, Elektronen und Antineutrinos. Man nennt den Vorgang auch Beta - Zerfall.
Ein Neutronenstern kennt keine freien Neutronen. Sie sind als Neutronen über die Starke Kernkraft gebunden und damit zerfallen sie nicht. Auch bei einer Fusion zweier Neutronensterne nicht!
Wenn wir also bei einer Neutronensternfusion keine Chance haben auf Protonen, wie also soll dann Gold entstehen?
Grüße
Thomas

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Gold 02 Apr 2017 21:45 #13182

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Ich habe das ungefähr so gelesen:

“ ASTROPAGE.EU " schrieb: zum Beispiel durch eines, das vergangenen Monat stattfand: einen kurzen Gammastrahlenausbruch (Gamma-ray Burst, GRB)..

Und weiter heißt es

“ ASTROPAGE.EU " schrieb: Die neutronenreiche Materie, die von kollidierenden Neutronensternen fortgeschleudert wird, kann solche Elemente erschaffen. Die Elemente durchlaufen anschließend radioaktive Zerfallsprozesse und emittieren ein Leuchten, das von infrarotem Licht dominiert wird, genau wie das Team es beobachtet hatte.

Das Team berechnete, dass etwa ein Hundertstel der Sonnenmasse an Materie durch den Gammastrahlenausbruch ausgestoßen wurde, darunter auch Gold.


Finde ich ganz plausibel, aber Du hast schon recht, man sollte wohl nicht gleich alles glauben, was so geschrieben wird. :)
Grüße EXCEL

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Gold 03 Apr 2017 00:41 #13189

Thomas schrieb: Freie Neutronen zerfallen nach etwa 15 Minuten in Protonen, Elektronen und Antineutrinos. Man nennt den Vorgang auch Beta - Zerfall.
Ein Neutronenstern kennt keine freien Neutronen. Sie sind als Neutronen über die Starke Kernkraft gebunden und damit zerfallen sie nicht. Auch bei einer Fusion zweier Neutronensterne nicht!
Wenn wir also bei einer Neutronensternfusion keine Chance haben auf Protonen, wie also soll dann Gold entstehen?
Grüße
Thomas


Hallo Thomas,

Am besten stellst Du die Frage dem Leiter der Max-Planck-Gesellschaft.

Dr. Hans-Thomas Janka
Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching
Telefon:+49 89 30000-2228 Fax:+49 89 30000-2235
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hier nochmal seine Erklärung. Fake-News ?
www.mpg.de/4413949/Kosmische_Kollisionen_schmieden_Gold

Schönen Abend!

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Gold 03 Apr 2017 01:41 #13190

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Silvia schrieb: Nun ja... ich habe nur mit den Fakten von Tagor gerechnet :lol:

Köstlich, in der tat das ist sensationell, ob es da auch eine Gleichung gibt bei der Rechnung?

Tagor schrieb: Die verbreiten diese von dir fast als unglaubliche Fake-News dargestellten Erkenntnisse nämlich auch, samt Erklärung.
www.mpg.de/4413949/Kosmische_Kollisionen_schmieden_Gold

Bei diesem Gold handelt es sich gut Erkennbar um Importware. Daher das kommt nicht aus Neutronenstern, die sollen nicht so angeben. :D
Der Beitrag beinhaltet jedoch das Wort Verschmelzen und in der Tat bei einer Verschmelzung wird das Objekt nicht mehr sichtbar; ich dachte es zerreißt diese Objekte Wobei ein Raus kristallisieren der Elemente mir als möglich schon erscheint.

@EXCEL: Was hast du gemacht? :D da ist doch kein Gold in einem Neutronenstern. Anteil 0 Karat.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

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Gold 03 Apr 2017 06:44 #13192

EXCEL schrieb: Bei der Gelegenheit würde mich mal der aktuelle Stand der Forschung, wie die schweren Elemente auf unsere Erde gekommen sind, interessieren. Waren sie bereits in der Gas- u. Staubwolke enthalten, aus der unser Sonnensystem entstand oder kamen sie mit dem Protoplaneten Theia zu uns, welcher angeblich der Erde besondere Eigenschaften, gegenüber unseren Nachbarn verliehen hat und damit höheres Leben möglich machte? Ist es energetisch möglich, dass bei dieser Kollision ebenfalls Fusionsprozesse stattfanden, welche schwere Metalle bildeten?


Theia ist aus der selben Gas- u. Staubwolke entstanden wie die Erde. Daher dürfte sich seine Zusammensetzung nicht allzu sehr vor der der früheren Erde unterschieden haben. Lediglich dass zwei Eisenkerne zusammen gekommen sind war für uns ein Glücksfall (--> stärkeres und länger anhaltendes Magnetfeld).

Bei einer Kollision von Protoplaneten finden keine Fusionsprozesse zu schweren Elementen statt.

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Gold 03 Apr 2017 12:17 #13197

In dem Zusammenhang habe ich jetzt von Kilonovae gelesen. Diese sollen unter anderem bei der Verschmelzung von zwei Neutronensternen entstehen. Dabei wird, neben dem schwarzen Loch was entsteht, ein Teil der Materie weggeschleudert... Ob dabei aber genug Gold entstehen kann, keine Ahnung

de.wikipedia.org/wiki/Kilonova

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Gold 03 Apr 2017 13:03 #13200

Ich will mal auf das im Eingangspost genannte uns später wiederholte Argument der großen Leere eingehen.

Silvia schrieb: Die Elemente jenseits von Eisen entstehen ja bekanntlich während einer Supernova und werden durch diese im Universum verteilt. Nun ist das Universum trotzdem ziemlich leer. Daher drängte sich mir die Frage auf: Wie viele Supernovae hat es gebraucht um den Goldvorrat der Erde entstehen zu lassen?

Silvia schrieb: Bei jeder Kollision sollen ca 10 Mondmassen (7,349x10²² kg) an Gold entstehen, somit hätten wir 1.400.000 "Goldmonde". Diese verteilt auf die Fläche unserer Milchstraße... kann ich nicht ausrechnen, aber erscheint mir nicht gerade viel.


Dir ist klar das das eine eine Milchmädchenrechnung ist oder?
Richtig, das Universum ist zienlich leer aber die Materie verteilt sich nicht gleichmäßig auf dei gesamte Fläche der Milchstraße.

Wann und wo passieren denn Supernovae (und vielleicht auch andere schwere Elemente produzierende Prozesse) besonders häufig und was passiert mit dem ausgestoßenen Material? Das passiert doch besonders häufig dort wo sich bereits Gas und Staubwolken gesammelt haben, in der Nähe von Sternentstehungsgebieten.
Und wenn ich mir vorstelle das so eine Explosion weitere Sternentstehung triggert dann ist die Zahl der Systeme auf die sich der größte Teil des entstandene Goldes verteilt eher überschaubar.
Beispiel Sonnensystem: Ich meine es ist allgemeiner Konsens das die Entstehung des Sonnensystems durch eine SN getriggert wurde die sich in der Nähe ereignet hat. Also kann man davon ausgehen das wir relativ viel der produzierten schweren Elemente abbekommen haben. Das was sich gleichmäßig auf weiter entfernte Sterne der Milchstraße verteilt sind dann nur noch die Krümel die wir übrig gelassen haben^^

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Gold 03 Apr 2017 16:32 #13209

Thomas schrieb: Ein Neutronenstern kennt keine freien Neutronen. Sie sind als Neutronen über die Starke Kernkraft gebunden und damit zerfallen sie nicht. Auch bei einer Fusion zweier Neutronensterne nicht!
Wenn wir also bei einer Neutronensternfusion keine Chance haben auf Protonen, wie also soll dann Gold entstehen?
Grüße
Thomas


also wikipedia sagt

An der Oberfläche herrscht der Druck null. Da freie Neutronen in dieser Umgebung instabil sind, gibt es dort nur Eisenatomkerne und Elektronen. Diese Atomkerne bilden ein Kristallgitter.
Die Zone aus kristallinen Eisenatomkernen setzt sich bis in eine Tiefe von etwa 10 m fort. Dabei steigt die mittlere Dichte des Kristallgitters auf etwa ein Tausendstel der Dichte von Atomkernen. Ferner nimmt der Neutronenanteil der Atomkerne zu. Es bilden sich neutronenreiche Eisenisotope, die nur unter den dortigen, extremen Druckverhältnissen stabil sind.

Ab einer Tiefe von 10 m ist der Druck so hoch, dass auch freie Neutronen Bestand haben. Dort beginnt die sogenannte innere Kruste: eine Übergangsschicht, die eine Dicke von 1 bis 2 km hat. In ihr existieren Bereiche aus kristallinen Eisenatomkernen neben solchen aus Neutronenflüssigkeit, wobei mit zunehmender Tiefe der Eisenanteil von 100 % auf 0


Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Gold 03 Apr 2017 17:04 #13210

Silvia schrieb:
Bei jeder Kollision sollen ca 10 Mondmassen (7,349x10²² kg) an Gold entstehen, somit hätten wir 1.400.000 "Goldmonde". Diese verteilt auf die Fläche unserer Milchstraße... kann ich nicht ausrechnen, aber erscheint mir nicht gerade viel.

Dir ist klar das das eine eine Milchmädchenrechnung ist oder?


Das habe ich doch geschrieben, nur anders ausgedrückt.

Wann und wo passieren denn Supernovae (und vielleicht auch andere schwere Elemente produzierende Prozesse) besonders häufig und was passiert mit dem ausgestoßenen Material? Das passiert doch besonders häufig dort wo sich bereits Gas und Staubwolken gesammelt haben, in der Nähe von Sternentstehungsgebieten.
Und wenn ich mir vorstelle das so eine Explosion weitere Sternentstehung triggert dann ist die Zahl der Systeme auf die sich der größte Teil des entstandene Goldes verteilt eher überschaubar.
Beispiel Sonnensystem: Ich meine es ist allgemeiner Konsens das die Entstehung des Sonnensystems durch eine SN getriggert wurde die sich in der Nähe ereignet hat. Also kann man davon ausgehen das wir relativ viel der produzierten schweren Elemente abbekommen haben. Das was sich gleichmäßig auf weiter entfernte Sterne der Milchstraße verteilt sind dann nur noch die Krümel die wir übrig gelassen haben^^


Wir waren schon bei der Theorie, dass das Gold aus der Kollision zweier Neutronensterne entstehen könnte, da wohl eine Supernova nicht genug Gold liefert.
Und wenn du davon ausgehst, dass wir relativ viele der schweren Elemente bekommen haben, die bei der Supernova entstanden sind und die weit entfernten Sterne der Milchstraße nur noch Krümel, dann kann ich dem auch nicht so ganz zustimmen. Die Supernova, die zur Entstehung unseres Sonnensystems beigetragen haben soll, hat ja ihre Elemente nicht alle in unsere Richtung verteilt, sondern gleichmäßig rundherum, somit hätten wir nur den Anteil bekommen der in unsere Richtung "geflogen" ist, den weitaus größeren Rest haben sich dann andere Sterne oder Systeme einverleibt.

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Gold 03 Apr 2017 23:08 #13217

@heinzendres

Was da bei Wiki steht, stimmt wahrscheinlich. Aber man muss einen Neutronenstern immer beurteilen, welches Magnetfeld er hat, wie stark es ist. Bei entsprechender Stärke haben wir es mit einem Pulsar zu tun, vor allem wenn sein Strahl uns wie ein Leuchtturmblitz überstreicht. Besonders extrem sind die Magnetare. Das sind Neutronensterne mit Magnetfeldern, die in der Lage sind, geladene Teilchen über ihre Pole mit fast Lichtgeschwindigkeit zu emittieren.
Gold kommt dabei nicht heraus.
Wenn jetzt zwei solcher Gebilde verschmelzen, gewinnt die Schwerkraft. Soll heißen, dass beide Objekte in ein Grvitationspotential stürzen, das einem SL gleich kommt.
Wenn also tatsächlich Goldatomkerne entstehen sollten, dann haben sie nur einen Bruchteil einer Sekunde Zeit, um über den Emissionsstrahl der Pole zu entkommen. Danach keine Chance mehr. Das entstehende SL verhindert das.
Wenn jemand anderes behauptet, dann bitte ich um eine plausible Erklärung.
Die Quelle, die du nennst, zeigt nur dass, aber nicht wie genau simuliert wurde.
Grüße
Thomas
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Gold 04 Apr 2017 03:53 #13221

Silvia,
mit "wir" meinte ich eigentlich die auf die SN folgende Sterngeneration, also die Sterne die ausgelöst durch die Schockwelle entstanden sind. Das Material verteilt sich eben nicht gleichmäßig über die Galaxie.

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Gold 26 Okt 2017 03:59 #21242

16. Oktober 2017,
Auch schwere chemische Elemente wie Gold oder Platin – deren Ursprung im Universum bisher unklar war – entstehen offenbar bei solchen Sternkarambolagen.
www.zeit.de/wissen/2017-10/gravitationsw...tronenstern-kilonova

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Gold 26 Okt 2017 09:02 #21245

Scheint tatsächlich zu stimmen. Bei dieser Neutronensternfusion, deren Gravitationswellen man „gehört“ und deren elektromagnetische Srahlung unmittelbar danach man auch gesehen hat, konnte man dieses Licht spektroskopieren.
Und wenn ich es richtig gelesen habe, dann sind dort offenbar 200 Erdmassen Gold und 500 Erdmassen Platin entstanden.

Nur wie? Ein SL ist dann offenbar nicht entstanden.

Grüße
Thomas

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Gold 26 Okt 2017 10:42 #21249

Schwere Elemente entstehen hier hauptsächlich im r-Prozess .

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Gold 26 Okt 2017 15:54 #21271

Interessant in dem Zusammenhang ist Astronomy Picture of the Day vom 24.10.2017.
Titel: Where Your Elements Came From

Verblüffend finde ich das so viele schwere Elemente von sterbenden Sternen geringer Masse erzeugt sein sollen.

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