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THEMA: Casimir Effekt

Casimir Effekt 02 Mai 2017 13:26 #13951

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Spielt der Casimir Effekt außerhalb des Labors, im Universum, eine Rolle?

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Casimir Effekt 02 Mai 2017 17:36 #13973

Eine gute Frage. ich versuche mal aus meiner Sicht eine Antwort:

Nimmt man den eigentlichen Effekt, dass auf zwei parallele, leitfähige Platten im Vakuum eine Kraft wirkt, die beide zusammendrückt, dann denke ich spielt das im Universum keine Rolle.

Auf der anderen Seite könnte der Casimir-Effekt einen Hinweis auf Nullpunktsenergie (Vakuumenergie) geben (man kann ihn meines Wissens auch durch Van-der-Waals-Kräfte erklären). Ob und welche Rolle die Vakuumenergie bei der Dunklen Energie spielt, ist offen.

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Casimir Effekt 02 Mai 2017 17:55 #13974

  • maria.stuart
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Ausgehend von der Erde als "Stabmagnet" könnte man statt der Metallplatten möglicherweise 2 Galaxien "so" sehen... ich dachte jedenfalls, dass, nach dem Motto: Je näher die Galaxien bzw. generell "Objekte, desto eher van der Waalsche Kräfte wirken müssten (oder eben nicht, haha)

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Casimir Effekt 02 Mai 2017 19:31 #13985

Je größer die Entfernung, desto schwächer ist der Casimir-Effekt.

Und der fällt glaube ich auch exponenziell ab, nicht nur quadratisch mit der Entfernung.
Deshalb ist er bei größeren Entfernungen vernachlässigbar.

Hinzu kommt, dass so eine Galaxie ja auch nur begrenzt leitfähig ist.

Also unterm Strich macht sich der in astronomischen Maßstäben gar nicht bemerkbar.

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Casimir Effekt 02 Mai 2017 21:18 #13993

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Sicher, ich "fantasierte"... diese Sonnenwinde: vielleicht gibt es noch andere "Wetterphänomene" (was wurde über die Theorie der Sonnenwinde gelacht)...
Ich wiederhole das Gleichnis vom Gecko: er kann wegen der "ach so schwachen van der waalschen Kräfte" (wie der Casimir Effekt) über die Decke latschen und die ganze Nacht "Gecko" rufen, damit der Gravitation die Zunge zeigen... Die Kräfte zwischen den einzelnen Härchen unter den "Füßen" des Geckos SIND KLEIN, aber allein die Masse der Härchen an so einem "Fuss" trotzt der Schwerkraft! Dann, auch wenn Galaxien RIESIG SIND, gibt es eine Korrelation zwischen "klein" und "groß", auch wenn es keine Weltformel gibt, besteht "Großes" aus "Kleinem" und schließlich aus "ganz Kleinem": zwischen Atomen wirken diese schwachen Kräfte... ABER denk jetzt mal an die Masse einer Galaxien... außerdem könnte "natürliche Verschränkung" eine Rolle spielen (weil die Galaxie mal ganz dicht zusammen, EINS, war) neben den üblichen Verdächtigen wie Gravitation und die anderen Kräfte, last not least, dark matter, what ever that means...

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Casimir Effekt 03 Mai 2017 08:10 #14016

Ja, und ich wiederhole: Der Casimir-Effekt spielt zwischen Galaxien keine Rolle.

Die einzige anziehende Kraft, die in kosmischen Maßstäben eine Rolle spielt, ist die Gravitation.

Und selbst die hat ja offenbar nicht ausgereicht, um die zwei voneinander getrennten Galaxien zusammenzuhalten. Sonst wären sie ja nicht getrennt.

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Casimir Effekt 03 Mai 2017 13:21 #14024

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Danke! Stimmt, logischerweise ist die Dunkle Energie stärker als die Gravitation, „es fliegt ja seit dem Urknall alles auseinander…“ – ich weiß, in relativer Nähe wie Andromeda-Erde wird ein Zusammentreffen-stoß nicht zu vermeiden sein, wird die Gravitation „siegen“ (blödes Wort).
Die dann neugebildete Galaxie wird in Jahrmilliarden entsprechend der Expansionsrate wahrscheinlich bis letztlich auch auseinandertreiben, ja, ich weiß, Reisender, ohne sich selber zu bewegen, oder?
Gibt es widerlegende oder entsprechende Computersimulationen? Links?

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Casimir Effekt 03 Mai 2017 17:52 #14029

maria.stuart schrieb: Die dann neugebildete Galaxie wird in Jahrmilliarden entsprechend der Expansionsrate wahrscheinlich bis letztlich auch auseinandertreiben


Die Kollision Andromeda-Milchstraße wird passieren. Ob Galaxien durch die beschleunigte Raumausdehnung irgendwann selbst zerrissen werden, kann man wohl erst "sicher" beantworten, wenn man weiß, was die Dunkle Energie ist und wie sie sich genau verhält.

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Casimir Effekt 03 Mai 2017 21:44 #14038

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Ich fände es nur logisch, auf lange Sicht, dass der "Raum" zwischen der potentiellen Nachfolgergalaxie von Andromeda-Erde, falls sie sich für ein Leben binden - haha - oder nach 20 Mrd. Jahren scheiden lassen (kleiner Scherz) UND Nachbargalaxien sofern vorhanden, expandiert...
Es gibt aich andere Möglichkeiten, und auch wenn mich das Argument des Energieverbrauchs Richtung 0 am Beispiel unserer Sonne überzeugt, bin ich, das weißt du ja, keine Freundin von der Behauptung: "Irgendwann gehen alle Lichter aus." Mag ja sein, aber etwas so Unwahrscheinliches wie dieses gigantisch große Universum IST GESCHEHEN - warum sollte sich kein anderen Universums, "nach dem die Lichter aus sind" , zufällig entwickeln? Müsstest die Wahrscheinlichkeit nicht 50:50 betragen (JEDENFALLS nicht 0), aus meiner Sicht.

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Casimir Effekt 04 Mai 2017 06:57 #14046

Es ist ein Unterschied zwischen Physik und Spekulation. Mit Physik kann man bekannte Gesetze anwenden und Vorhersagen treffen. Wenn (ob und wann immer das sein wird) wir verstehen, was Dunkle Energie ist, dann können wir das weitere Verhalten des Universums berechnen.

Wie jede Extrapolation hat so eine Vorhersage natürlich das Risiko, dass unter bestimmten Bedingungen neue Effekte ins Spiel kommen können, die man noch nicht kennt.

Physikalisch werden wir nie erfahren, unter welchen Umständen sich ein neues Universum bildet. Daher werden wir diese Vorhersagen nie treffen können.

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Casimir Effekt 04 Mai 2017 11:57 #14050

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Das verstehe ich natürlich, Claus, und ich gebe deiner Argumentation recht: Gedankenexperimente (klingt besser als Spekulation), naja, die auf Grund der bisherigen Nicht-Nachweisbarkeit von Dunkler Materie bzw. Energie, sollten besser von bewiesenen Gesetzen und Erkenntnissen der Physik ausgehen!
In diesem Zusammenhang stolpere ich erneut (im Geiste) über David Merritts Artikel „Cosmology and Convention“… online verfügbar seit dem 20.01.2017 - Merritt ist Astrophysiker und Professor - School of Physics and Astronomy, Rochester Institute of Technology, USA – www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1355219816301563
Lulu hat den Link unter dem leider reißerischen Titel: Cosmology "in a state of degenerating problemshift" 01 Mai 2017 14:56 online gestellt.
Richtig ist, dass Merritt damit Lakatos zitiert, der bereits 1974 starb:
„ I argue that some important elements of the current cosmological model are 'conventionalist’ in the sense defined by Karl Popper. These elements include dark matter and dark energy; both are auxiliary hypotheses that were invoked in response to observations that falsified the standard model as it existed at the time. The use of conventionalist stratagems in response to unexpected observations implies that the field of cosmology is in a state of 'degenerating problemshift’ in the language of Imre Lakatos. I show that the 'concordance’ argument, often put forward by cosmologists in support of the current paradigm, is weaker than the convergence arguments that were made in the past in support of the atomic theory of matter or the quantization of energy.”
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Merritt reißt nicht “das ganze Gebäude” ein, nein, eher im Gegenteil in Ermangelung einer „besseren Theorie“, aber er stellt berechtigte Fragen und zieht berechtigte Schlussfolgerungen.
Sie sind vielleicht berechtigter als ich dachte, als ich meinen Beitrag dazu schrieb…
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AUCH Merritt versteht unter dem Stichwort „beschleunigte Expansion des Universum“ „aufs Gas steigen“ – WAS AUCH SONST? – und kritisiert dies, da die Vorhersage der Kosmologie das Gegenteil beschreibt. (Und sie ist sehr logisch und richtig.) ABER die ferneren Galaxien expandieren gar nicht beschleunigt! (Nicht im Sinne von „vorne Trabbi und hinten Ferrari) Und deshalb ist auch keine Dunkle Energie nötig. (So, das mußte „raus“ – verbrennt mich nicht als „Ketzerin“ – ich weiß, ich weiß: der Nobelpreis und wer bin ich? Nemo.) Es ist eine Fehlinterpretation, ein Missverständnis, meiner Meinung nach, die/das sich in den Köpfen festgesetzt hat, bis vor kurzem auch in meinem. Nur der Raum zwischen weit entfernten Galaxien im Unterschied zu den näheren expandiert in derselben Expansionsrate weiter. Bis auf ihre Rotationsbewegungen bewegen sich Galaxien nicht, sage ich zu mindestens 90% davon überzeugt. Ich persönlich KONNTE WEDER „Luftball-, Kuchen- noch Expander Analogien als „Bilder“ zum „beschleunigt expandierenden Universum“ BE-GREIFEN! Mir half dieses Video (andere mag es verwirren)…

In aller Bescheidenheit und allem nötigen Respekt,
maria.stuart

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