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THEMA: GW170817 Verschmelzung zweier Neutronensterne

GW170817 Verschmelzung zweier Neutronensterne 18 Okt 2017 11:16 #20751

Am 17. August wurde von den Ligo Observatorien eine Gravitationswelle aufgefangen. Dazu gab es auf dem Kanal auch ein Video, allerdings war es da noch ein Gerücht, jetzt ist es offiziell.


Ligo Virgo Presse Konferenz gestern morgen:


European Southern Observatory (ESO) Presse Konferenz gestern morgen:


Anscheinend wissen die beteiligten Forscher nicht was dabei entstanden sein soll (und beteiligte Forscher gab es eine eine Menge, die haben wohl sofort einen Alarm an so ziemlich jedes Observatorium in der Welt und der Umlaufbahn geschickt): Ein großer Neutronenstern oder ein kleines schwarzes Loch. Ich frage mich ob sich das noch irgendwie herausfinden lässt; zwar reden wir hier von etwas, dass 130 Millionen Lichtjahre entfernt ist und nur ein paar Kilometer groß ist, trotzdem müsste sich doch die Auswirkung des Magnetfeldes eines Neutronensternes auf das Umgebende Material von den Auswirkungen eines schwarzen Loches unterscheiden lassen. Wer weiß, vielleicht schaffen wir (die Menschheit) es ja einen Strange Star nachzuweisen... oder die Existenz von Strange Stars auszuschließen.

Außerdem frage ich mich, wo jetzt das Stichwort "Multi-messenger Astonomie" in aller Munde ist, was ist mit den Neutrino-Detektoren? Gibt es nicht irgendwo ein Neutrino das sie eingefangen haben sich mit einiger Sicherheit mit dem Ereignis in Verbindung bringen ließe?

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GW170817 Verschmelzung zweier Neutronensterne 18 Okt 2017 14:27 #20767

  • Chalawan2000
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Dicht vorbei. Siehe Thread Gravitationswellen von vorgestern glaube ich, von ZenForAll.

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Letzte Änderung: von Chalawan2000. (Notfallmeldung) an den Administrator

GW170817 Verschmelzung zweier Neutronensterne 20 Okt 2017 01:40 #20897

Rabenschwinge schrieb: Außerdem frage ich mich, wo jetzt das Stichwort "Multi-messenger Astonomie" in aller Munde ist, was ist mit den Neutrino-Detektoren? Gibt es nicht irgendwo ein Neutrino das sie eingefangen haben sich mit einiger Sicherheit mit dem Ereignis in Verbindung bringen ließe?

Da Neutrinos, soweit ich weis, eine Masse haben müssten diese später eintreffen. Frage ist: wieviel später und lassen sich diese dann auch entsprechend verorten?

assume good faith

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assume good faith

GW170817 Verschmelzung zweier Neutronensterne 20 Okt 2017 12:48 #20913

Naja, Neutrinos bewegen sich nicht mit Lichtgeschwindigkeit, aber sie sind ziemlich dicht dran. Es hat ja schon Beobachtungen gegeben, bei denen die Neutrinos vor den elektromagnetischen Wellen angekommen sind, weil sich letztere erst durch eine Materiewolke kämpfen musste, die die Neutrinos völlig unbekümmert gelassen hat. (Außer Neutrinos, die vom CERN zum Gran Sasso fliegen. Die sind etwas schneller als das Licht. ;-) )

130 Millionen Lichtjahre sind natürlich eine ganz hübsche Entfernung, auf dem Maßstab des sichtbaren Universums aber dann auch wieder nicht so unglaublich weit.

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GW170817 Verschmelzung zweier Neutronensterne 21 Okt 2017 18:56 #20985

Rabenschwinge schrieb: Naja, Neutrinos bewegen sich nicht mit Lichtgeschwindigkeit, aber sie sind ziemlich dicht dran. Es hat ja schon Beobachtungen gegeben, bei denen die Neutrinos vor den elektromagnetischen Wellen angekommen sind, weil sich letztere erst durch eine Materiewolke kämpfen musste, die die Neutrinos völlig unbekümmert gelassen hat.


Das war bei der Supernova 1987 in der Großen Magellanschen Wolke.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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GW170817 Verschmelzung zweier Neutronensterne 22 Okt 2017 01:38 #20989

Naja, die SN 1987 A war nur 170.000 LJ entfernt und hinterließ in den Detektoren 8 Ereignisse.
Das Ereignis der GW170817 hatte eine Entfernung von ca 130 Mio. LJ. Zieht man das 1/r2 Gesetz heran, kann man leicht ausrechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Neutrinodetektoren auf dieses Ereignis reagieren würden.
Die Wahrscheinlichkeit für eine signifikante Erhöhung der Neutrinodetektion scheint gegen Null zu gehen.
Man muss aber aufpassen hinsichtlich der Neutrinodichte, die beim einen wie beim anderen Vorgang jeweils entsteht. Anders gesagt, entstehen bei einer SN und beim Neutronensternmerger gleich viele Neutrinos oder nicht.
Ich glaube nicht.
Aber erst wenn man das halbwegs genau genug abschätzen kann, kann man beurteilen, ob die Nichtdetektion von Neutrinos jetzt zu erwarten war oder eher nicht.

Grüße
Thomas

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