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THEMA: Müsste man nicht mit einem Laser Interferometer....

Müsste man nicht mit einem Laser Interferometer.... 08 Dez 2017 02:07 #23917

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Hi ich bin Marco, bin Hobby Philosoph, und hab da mal ein paar Fragen.
Müsste man nicht mit einem Laser Interferometer eine Restschwingung vom Urknall messen können?
Das war doch bestimmt ziemlich spektakulär als aus Nichts Alles wurde. Kann man so eventuell einen Blick hinter die Hintergrundstrahlung werfen :3 ?
Ich bin da nicht ganz drin wie die physikalischen Bedingungen beim Urknall mathematisch waren, aber Raum und Zeit waren doch schon vor dem Licht da? Denn so wich ich das verstanden habe ist die Hintergrundstrahlung das am weitesten Entfernte was wir sehen können, das Universum ist aber wesentlich größer. Müsste das nicht neue Einblicke näher an Urknall t = 0 ermöglichen?

Ganz gewagte Theorie noch hintendran, angenommen das Universum war Anfangs eine punktförmige Singularität. Kann man dann eventuell auch sehen was da zwischen Singularität und der plankschen Länge passiert ist mit der Raumzeit?

Weis nicht ob meine fragen

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Müsste man nicht mit einem Laser Inferometer.... 08 Dez 2017 10:44 #23930

HCSOB schrieb: als aus Nichts Alles wurde.


Moin Marco,

stand heute geht man davon aus, das niemals "Nichts" war. Ebenfalls stand heute können wir den Schleier der Hintergrundstrahlung nicht durchdringen, auch nicht mit Interferometern. Könnte man deinen letzten Punkt mit der Plancklänge klären wäre das famos, dann würde man wissen wie genau die Raumzeit expandiert, also welche "Mechanik" dahinter steckt. Können wir aber leider ebenfalls nicht.

Soweit mein Senf, falls ich dich überall richtig verstanden habe :)

Grüße
Madouc

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Müsste man nicht mit einem Laser Inferometer.... 08 Dez 2017 12:03 #23942

Hallo Marco,

willkommen :)

Da ich kein Physiker bin, kann ich nicht alle Deine Fragen präzise beantworten, aber aus Deiner Fragestellung sehe ich, daß bei Dir anscheinend einige verbreitete Fehlvorstellungen existieren.

Zunächst zum Kern: Ja, man sucht nach Gravitationswellen, auch mit Laserinterfermometern. Das Problem ist nur, daß diese Gravitationswellen extrem schwach sind, eben weil sie sich über das gesamte Universum verteilt haben, sie dünnen quasi seit 13,8 Milliarden Jahren aus.

Den Urkanll stellt man sich weitläufig als eien Art Explosion vor, was aber nicht der Fall ist. Es handelt sich eher um einen Kristallisationsprozeß, bei dem Energie frei wurde.

Ob "vorher" (das Wort ist schon problematisch, weil die/unsere Zeit mit dem Urknall begann) Nichts war oder Etwas, wissen wir nicht. Ich gehe davon aus, daß Quantenfluktuationen immanent sind und es daher kein absolutes Nichts gibt.

Sollte das Universum streng deterministisch sein (was auch mit der Quantentheorie verträglich wäre), ist unser Zeitempfinden ohnehin nur eine Illusion und die Zeit wäre dann nur eine unveränderliche Komponente der Raumzeit. Der Urknall läge dann nur an einem Pol der Raumzeit. Er wäre gar nicht so besonders, nur unsere Perspektive macht ihn besonders, ähnlich wie der Nord- und Südpol der Erde durch die Konvention etwas besonderes sind (die sich ungefähr der Drehachse anpasst).
Quantentheoretisch gäbe es t=0 gar nicht, da kausale Beziehungen unterhalb der Planckzeit nicht existieren.

Soweit mal in Kurzfassung ;)

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Müsste man nicht mit einem Laser Interferometer.... 08 Dez 2017 18:38 #23976

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Ok, also das mit der Hintergrundstrahlung stelle ich mir so vor das an einem Punkt in der Geschichte der Entstehung des Universums die im Universum enthaltene Energie eine sehr hohe Dichte hatte. Durch die Expansion nimmt diese Energiedichte ab und es kristallisiert Materie aus die eben auch Licht emettiert da noch ziemlich heiß. Und das erste Licht was emittiert wurde ist eben die Hintergrundstrahlung. Wenn das so ist dann war der Raum ja schon vor der sichtbaren Materie da. Und Materie und Energie beeinflussen den Raum und verursachen Gravitationswellen. Müsste man dann nicht mit einem Interferometer von ausreichender Größe so eine Art Nachhall messen können? Kann man sagen das es früher weniger Raum gab oder ist es die selbe Menge Raum nur irgendwie weiter ausgedehnt? Und wenn es früher weniger Raum war, verdünnt der neue Raum die Wellen im selben Maß wie wenn es die selbe Menge Raum weiter gedehnt wäre?
Kann sein das ich einiges nicht ganz Verstehe, aber ich finde es interressant mir über sowas Gedanken zu machen.
grüße Marco

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Letzte Änderung: von HCSOB. Begründung: Was Vergessen (Notfallmeldung) an den Administrator

Müsste man nicht mit einem Laser Interferometer.... 08 Dez 2017 20:17 #23982

Die Hintergrundstrahlung war vor der Zeit der Entkopplung thermisch mit der Materie im Gleichgewicht. Die Photonen wechselwirkten mit den damals freien Elektronen, Protonen und Heliumkernen. Sobald ein Kern ein Elektron eingefangen hatte, hat ein Photon dieses Elektron wieder herausgeschlagen.

Das Universum expandierte und kühlte sich ab. Irgendwann sank die Energie der Photonen, so dass sie die Elektronen nicht mehr herausschlagen konnten. Die Photonen konnten auf einmal ungehindert fliegen (Entkopplung). Die Photonen verloren seitdem weiter stetig Energie und wurden zu der Hintergrundstrahlung, die wir heute messen.

Die Hintergrundstrahlung ist heute noch Planck-verteilt.

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