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THEMA: Kernfusion - Wir vergessen die Geschichte

Wir vergessen die Geschichte 02 Mai 2018 23:24 #32168

Ich denke, man könnte Fusionskraftwerke, wenn sie ausgereift sind als Grund- und Mittelkraftwerk gleichzeitig betreiben.
Auf Grund ihrer hohen Leistung, könnten sie ständig zur Deckung der Grundleistung betrieben werden.
Sie sollten aber mit einer noch höheren Leistung als der Grundleistung betrieben werden, um dann auch die mittleren Spitzen bedienen zu können.
Wenn diese höhere Leistung nicht benötigt wird, kann man diese Energie sehr sinnvoll zur Wasserelektrolyse nutzen.
Denn Wassestoff wird wohl ein sehr wichtiger Energiespeicher der Zukunft werden.
Ich denke da nur an die Brennstoffzelle.

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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 12:01 #32186

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Merilix schrieb: Wiel lassen sich Fusionskraftwerke eigentlich bezüglich ihrer (schnellen?) Regelbarkeit einordnen? Wären das das eher Grundl, Mittel oder Spitzenlastkraftwerke?

Also zum Betrieb eines Fusionsreaktors sind zwei Komponenten wichtig. Eine entsprechende zuzuführende Brennstoffmasse und große Hitze zur Stabilisierung des Plasmas. Wenn eine Komponente gestoppt wird, stoppt auch sofort die Stromerzeugung. Somit wäre theoretisch kein großer Aufwand nötig um den Reaktor hoch und wieder herunterzufahren. Nötige Erfahrungsbereiche gibt es jedoch nicht und man geht von einem funktionierenden Reaktor nicht vor 2050 aus. Bis jetzt sind erst Laufzeiten im Sekundenbereich gelungen und die Energieleistung zur Versorgung der Heizung und der Magnetfelder ist derzeit größer als die der erzeugten Energiemengen.
Von der Steuerung her, geht man einerseits von der Menge des zuzuführenden Brennstoffes und andererseits von der Höhe der Temperatur aus.
Also m.A. nach derzeitigem Stand Spitzenlastkraftwerke!

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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 12:29 #32190

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wl01 schrieb: (...)Also zum Betrieb eines Fusionsreaktors sind zwei Komponenten wichtig. Eine entsprechende zuzuführende Brennstoffmasse und große Hitze zur Stabilisierung des Plasmas. (...)


Naja, fast, wenn man das notwendige Magnetfeld mal weglässt.

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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 12:37 #32191

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Heute wurde ein Perpetuum mobile vorgestellt. Ein paar Räder, Lager, ein Generator. Die einfachste Sache der Welt liefert unbegrenzte Energie. Nebenwirkungen = 0. Perfekt, das Beste, was der Menschheit passieren kann. Was wir geschehen:

In unserer Stadt beheizt man alle Straßen, den Schnee und Eis auf der Straße will niemand. Die Leute heizen ihre Pools, auch im Winter, da will man ja auch baden gehen. Am besten ist, wenn man gleich die ganze Stadt aufheizt. Die skandinavischen Länder würden gleich ihr ganzes Land einheizen, das Meer auf 25 Grad aufheizen, auch im Winter, man will ja auch im Winter ins Meer baden gehen. Die Länder rund um den Äquator würden sich zur Gänze abkühlen, kostet ja nichts. Innerhalb kürzester Zeit würde der Millionen jährige Kreislauf der Natur ihr Gleichgewicht verlieren. Ohne einen Eingriff in die Philosophie der Menschheit würde sich des Beste zum Schlimmsten entwickeln. In abgeschwächter Form trifft das wahrscheinlich auch auf die Kernfusion zu.

Man sollte in Sachen Energie trennen zwischen
den schlechten Nebenwirkungen der Beschaffung und
den schlechten Nebenwirkungen des Verbrauches
.

Ein Perpetuum mobile würde innerhalb kürzester Zeit ungleich mehr schlechte Nebenwirkungen erzeugen als alle momentanen Atomkraftwerke und Kohlenkraftwerke zusammen. Ohne Eingriff in die Lebensphilosophie der Menschheit würden sich auch Fusionsreaktoren dieses Schicksal teilen.

Lebensphilosophie ist kein Thema der Wissenschaft. Man hat das Feld zur Gänze den Esoterikern überlassen. Man hat es Menschen überlassen, die von nichts eine Ahnung haben und man begnügt sich damit, lediglich ihr Treiben zu kritisiert. Irgendwie komisch.
Aber es formieren sich schon Ausnahmen. Harald Lesch hat da schon einige Akzente gesetzt. In einem Film sagt er, bezogen auf antike Reiche: „Wir wären nicht die ersten Idioten, die untergehen.
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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 12:40 #32192

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Rupert schrieb: Naja, fast, wenn man das notwendige Magnetfeld mal weglässt.

;) Natürlich, ohne dem geht natürlich gar nichts und ist die Voraussetzung, dass man ein Plasma "am Platz hält". Nur bei der Frage ging es um die Steuerbarkeit und die Beurteilung ob Spitzenlastkraftwerke oder nicht.

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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 16:21 #32212

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badhofer schrieb: Lebensphilosophie ist kein Thema der Wissenschaft. Man hat das Feld zur Gänze den Esoterikern überlassen.


Das sehe ich nicht so. Zum einen kann man streiten, ob nicht auch Philososphie eine Wissenschaft ist, was ja oft in Abrede gestellt wird. Immerhin wird Philosophie an der Universität gelehrt. Zum anderen gibt es sehr wohl Technikfolgenabschätzungen und Ethikkommissionen, die sich mit genau diesen Themen beschäftigen und dazu auch philosophische Expertise heranziehen. Dass davon unberührt esoterische Zirkel ihr Unwesen treiben, ist natürlich auch wahr. Aber du überschätzt deren Bedeutung. Wenn man sich nicht gerade selbst in diesem Umfeld tummelt, nimmt man die Esoterik eigentlich nur in Form des unvermeidlichen Horoskops in der Tageszeitung wahr. Ansonsten muss man schon gezielt auf die Suche nach den Spinnern gehen.

Das größere Problem sehe ich nicht in esoterischen Zirkeln sondern in ökonomischen Interessen. Die sind in der Lage, seriöse Untersuchungen einfach vom Tisch zu wischen und etwa den Klimawandel zu fake news chinesischer Propaganda erklären lassen. Die bange Frage ist dann, wer entscheidet, wie die billige Fusionsenergie, wenn sie denn zur Verfügung stehen sollte, eingesetzt wird. Dass man tatsächlich Straßen und Meere beheizt und den Äquator abkühlt, halte ich nicht für völlig abwegig.

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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 19:03 #32223

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stm, ich glaube schon, das Philosophie ein sehr großes Thema der Wissenschaft sein sollte. Schließlich steckt hinter allem eine Philosophie, auch hinter der Physik. Über alte Philosophen wird viel gelehrt, aber was wussten die schon von den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? Nichts, wie hätten sie auch können?
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stm schrieb: Zum anderen gibt es sehr wohl Technikfolgenabschätzungen und Ethikkommissionen, die sich mit genau diesen Themen beschäftigen und dazu auch philosophische Expertise heranziehen.

Das ist sehr erfreulich, dass es so etwas schon gibt. Inwieweit die unabhängig sind, bleibt trotzdem eine Frage.
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Dass man tatsächlich Straßen und Meere beheizt und den Äquator abkühlt, halte ich nicht für völlig abwegig.

Der Grundstein ist schon gelegt. Einen Schilift gibt es heute schon in Dubai.
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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 19:19 #32224

wl01 schrieb: Somit wäre theoretisch kein großer Aufwand nötig um den Reaktor hoch und wieder herunterzufahren.

Soweit ist mir das schon klar. Es geht um die technisch bedingte Vorlaufzeit die nötig ist den Reaktor hochzufahren. Was ist z.B. mit den Magnetfeldern? Wie lange brauchen die um stabil auf Betriebszustand (fast hätte ich Betriebstemperatur geschrieben) zu kommen. Was ist mit Nachlaufzeit?

Auch AKW könnte man im Prinzip relativ schnell steuern aber macht man das zu schnell gibts u.a. Probleme mit der Xenonvergiftung. Der Reaktor braucht danach Stunden um wieder hochzufahren.

Ich tendiere auch dazu anzunehmen das der Fusionsreaktor Spitzenlastfähig ist, hätte aber gern eine fundierte Meinung dazu gehört.

assume good faith

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Wir vergessen die Geschichte 03 Mai 2018 20:31 #32231

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Merilix schrieb: Ich tendiere auch dazu anzunehmen das der Fusionsreaktor Spitzenlastfähig ist, hätte aber gern eine fundierte Meinung dazu gehört.

Alles klar, wollte nur helfen.
Nur weiß ich eben nicht, ob das so einfach ist. Dies könnten nur Spezialisten beantworten, die direkt an solchen Projekten mitarbeiten. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass man das heute noch gar nicht sagen kann, da die unterschiedlichen Systeme erst ausprobiert werden.
Siehe auch hier TAE-Technologie

MfG
WL01

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WL01

Wir vergessen die Geschichte 05 Mai 2018 08:56 #32316

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stm schrieb: Dass man tatsächlich Straßen und Meere beheizt und den Äquator abkühlt, halte ich nicht für völlig abwegig.

Eines Tages werden wir neben unseren Kindern stehen und sagen zu ihnen: "Als Eltern wünscht man sich, dass seine Kinder es einmal besser haben sollen wie die Eltern. Deshalb haben wir vor 100 Jahren das Perpetuum mobile erfunden. Damit haben wir die Alpen aufgeheizt und die Wüste abgekühlt, damit ihr in den Alpen Kamel reiten könnt und in der Wüste Schifahren."

"Danke, liebe Eltern, vielen vielen Dank. Wenn ihr das für uns nicht gemacht hättet, könnten wir heute nicht in den Alpen Kamel reiten und in der Wüste Schifahren, sondern wir müssten in den Alpen Schifahren und in der Wüste Kamel reiten. Schrecklich, grauenhaft, unvorstellbar. Danke, Danke, liebe Eltern".

als Papa stolz grinsend :)
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Wir vergessen die Geschichte 11 Mai 2018 21:54 #32714

@ Badhofer
Das wird es nicht geben da es zum einen die Stromsteuer gibt und zum anderen die ganzen Geräte die du dazu brauchst auch nicht gerade billig sind .

Auf der anderen Seite kannst du mit Strom so ziemlich jedes Problem lösen .

Rissige unterirdische Anbauflächen für Nahrung dank Kunstlicht .

Das brennen von Kalk setzt CO2 frei , macht man das durch Fusionsenergie neben einem Kraftwerk und benutzt dieses CO2 zur Düngung von Künstlich beleuchteter Anbauflächen löst man das Nahrungsproblem und nimmt CO2 aus der Atmosphäre da das CO2 bei der Verarbeitung wieder aus der Atmosphäre entnommen wird . (bei Mörtel mehr als bei Beton )

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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