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THEMA: Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller

Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 17 Feb 2019 20:43 #48817

Im Vortrag "Vom Urknall zur Gravitationswelle • Live im Hörsaal | Thomas Boller" sagt Herr Boller ein paar Dinge über die Zukunft des Universums die ich so nicht kannte, daher folgende Fragen:
Stimmt es wirklich dass in 5 Milliarden Jahren die Sternentstehung aufhört weil die Abstände zwischen den Atomen oder Molekülen in den Stellaren Wolken so groß werden dass die Anziehung diesen nicht mehr überwinden kann?
Stimmt es außerdem dass in 15 oder 20 Milliarden Jahren das Universum dunkel wird, weil dann alle Sterne verbraucht sind und wegen der vorigen Aussage keine Neuen Sterne mehr entstehen?
Heißt das dass Universen unseres Typs nicht einmal 40 Milliarden Jahre alt werden, elektromagnetisch betrachtet, weil existieren wird es dann in seiner Sinnlosigkeit noch ewig?

PS: Hallo sagen sollte ich vielleicht noch: Mein Name ich Christian, ich habe keine akademische Ausbildung zum Astrophysiker, darum frage ich auch so blöd:) und ich bin auf Aufforderung von Herrn Gassner hier, der meint dass meine Fragen hier besser aufgehoben wären als auf YouTube .
Hallo Leute, dann freue ich mich mal auf interessante Diskussionen.

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 18 Feb 2019 09:39 #48829

  • sebp
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Naja,
das sind alles Prognosen, basierend auf dem aktuellen Stand der Standardphysik und deren Weltmodellen.
Natürlich weiß niemand was in Milliarden von Jahren wirklich passieren wird.

Aber so könnte es passieren...

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 23 Feb 2019 23:16 #48978

Mir wurde auch das Forum empfohlen. Hatte mich auch über einige Zahlen und Aussagen in dem Video gewundert. Aber es steht mir natürlich nicht zu, die Aussagen eine studierten Professors in Zweifel zu ziehen.
Hab' z.B. gelesen, dass Rote Zwerge drei Viertel der Sterne in der Milchstraße ausmachen würden und Dutzende Milliarden bis hin zu Billionen von Jahren alt werden. Und viele Rote Zwerge würden angeblich in den nächsten Milliarden von Jahren erst noch entstehen. Demnach würde es noch sehr, sehr, sehr viel länger dauern, bis es tatsächlich dunkel wird. Muss da was falsch verstanden haben.
Vielleicht könnte mal jemand, der mehr Ahnung hat als unsereins, die Fakten im Video aufklären.
Dass die Menschheit beim nächsten Galaxienzusammenstoß ausgelöscht wird, finde ich ja ein bisschen schade.
Besonders neugierig hat mich gemacht, was er über die supermassiven Sterne in der Darkzone erzählt hat. Warum gab es eigentlich nur so wenige davon? Weiß da jemand mehr drüber oder kann mir sagen, wo man das nachlesen kann?

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 24 Feb 2019 12:37 #48986

Hallo Christian,
in einem unserer Videos zu Galaxien habe ich Ihre Frage detailliert behandelt - ich weiß jetzt aber nicht mehr in welchem... So viele Videos zu Galaxien sind es aber nicht... Die maßgebliche Mission ist die Galaxy And Mass Assembly (GAMA). Und ja - es wird allmählich dunkler im Universum...

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 24 Feb 2019 13:32 #48988

Alita, B.A. schrieb: Hab' z.B. gelesen, dass Rote Zwerge drei Viertel der Sterne in der Milchstraße ausmachen würden und Dutzende Milliarden bis hin zu Billionen von Jahren alt werden. Und viele Rote Zwerge würden angeblich in den nächsten Milliarden von Jahren erst noch entstehen. Demnach würde es noch sehr, sehr, sehr viel länger dauern, bis es tatsächlich dunkel wird. Muss da was falsch verstanden haben.


Rote Zwerge sind vergleichsweise extrem leuchtschwach. So schwach, dass wir beispielsweise unseren nächsten Stern, Proxima Centauri, nicht mit bloßem Auge sehen können. Würden nur noch Rote Zwerge leuchten, dann würde man von der Erde aus keine Sterne sehen können.

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 24 Feb 2019 19:38 #48999

  • Lutz
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Ich vermute Herr Gaßner meint das Video "Galaxien - Stand 2015"
https://www.urknall-weltall-leben.de/component/k2/item/190-galaxien-stand-2015-josef-m-gassner.html
Cooler Vortrag zu Galaxien, da kommt zum Ende der Hinweis auf GAMA bezüglich Entstehungsrate von Sternen.

Ich denke man muss vorsichtig sein Aussagen
"....in 5 Milliarden Jahren die Sternentstehung aufhört......"
"....in 15 oder 20 Milliarden Jahren das Universum dunkel wird..."
mit unserem normalen Alltagsempfinden zu übersetzen: Ich mach das Licht aus, zack ist es dunkel.
Das sind Vorgänge die über sehr lange Zeiträume gehen und natürlich wird es Licht noch länger geben, nimmt nur immer weiter ab und vor allem entstehen immer weniger Sterne neu.
Vielleicht besser ein Lagerfeuer oder Grill nehmen wo kein Brennstoff mehr nachgelegt wird.

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 25 Feb 2019 17:20 #49016

ClausS schrieb: Rote Zwerge sind vergleichsweise extrem leuchtschwach. So schwach, dass wir beispielsweise unseren nächsten Stern, Proxima Centauri, nicht mit bloßem Auge sehen können. Würden nur noch Rote Zwerge leuchten, dann würde man von der Erde aus keine Sterne sehen können.

Vielen Dank für die Antwort. Frage mich noch, wie das mit der Darkzone ist. Wenn ich den Professor richtig verstanden habe, dauerte sie von 400.000 Jahren bis eine Milliarde Jahre. Ich staune, dass es dort nur 20 supermassive Sterne gab. Für das gesamte Universum scheint das ziemlich wenig, wenn sie gleichzeitig so bedeutsam waren. Ist damit vielleicht gemeint, dass es zur selben Zeit immer nur 20 waren? Nur weil so große Sterne so schnell ausbrennen, waren es immer wieder andere?
Und gibt es vielleicht noch eine Chance, dass die Menschheit den nächsten Galaxienzusammenstoß trotzdem irgendwie überlebt?

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 25 Feb 2019 17:33 #49017

Alita schrieb:

Und gibt es vielleicht noch eine Chance, dass die Menschheit den nächsten Galaxienzusammenstoß trotzdem irgendwie überlebt?

Ist diese Frage wirklich eine, die dich umtreibt? Wenn das die einzige Bedrohung für die Menschen ist, dann kannst du doch eigentlich ganz beruhigt sein. Ich würde mich aber schon sehr wundern, wenn die Menschheit bei einem Galaxienzusammenstoß untergehen würde. Bei den vermutlichen Zeithorizonten von x-Hundert-Millionen bis Milliardenjahren haben wir sicher konkretere Bedrohungen.

Zum Szenario: Letztlich ist der Ablauf eines Galaxienzusammenstoßes eine sehr theoretische Betrachtung. Thomas Boller hat sicher sehr pointiert ein Szenario vorgestellt. Zusammenstoß und Rückschwingung sind nun einmal eine Bedrohung. Da kann man reichlich Theorien im Internet finden. Aber selbst zwischen Zusammenstoß und Rückschwingung liegen viele Millionen Jahre.


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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 25 Feb 2019 20:30 #49023

Alita, B.A. schrieb: Und gibt es vielleicht noch eine Chance, dass die Menschheit den nächsten Galaxienzusammenstoß trotzdem irgendwie überlebt?


Für mich ist das eine statistische Frage, ob ein Planetensystem bei einer Galaxienkollision überlebt oder nicht. Entscheidend ist dafür, in welchem Abstand zur Sonne die nächste andere Sonne vorbeifliegt. Ist das zu nah, dann wird das Planetensystem zerstört. Ist das weit genug weg, dann passiert dem Planetensystem nichts.

Allerdings wird in 4 Milliarden Jahren unsere Sonne bereits so groß und so heiß sein, dass auf der Erde kein Mensch mehr leben können wird.

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 25 Feb 2019 20:34 #49024

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Alita, B.A. schrieb: Und gibt es vielleicht noch eine Chance, dass die Menschheit den nächsten Galaxienzusammenstoß trotzdem irgendwie überlebt?

Das dürfte wohl sehr sicher nicht unser Problem werden :)
Nach Computersimulationen ist der Zusammenstoß mit Andromeda in vier bis zehn Milliarden Jahren.
Homo sapiens kommt bisher gerade mal auf ca. 300.000 Jahre, die Dinos haben immerhin 160 Millionen Jahre geschafft.
Da unsere Sonne immer mehr Energie abstrahlt je älter sie wird, haben wir in ca. 900 Millionen Jahren eine für uns kritische Temperatur auf der Erde...anschließend wird es echt ungemütlich.
Vor dem Hintergrund dieser Zeitskalen reicht es völlig wenn wir uns um die Probleme der nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte kümmern.

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 25 Feb 2019 20:55 #49027

Es ging auch um die Frage, ob nicht nur in 15 Mrd Jahren die Sternenentstehung endet (!) sondern mit der zunehmenden Expansionsrate auch gravitativ gebundene Systeme wie die lokale Gruppe oder ein Planet wie die Erde "expandieren" - und das Urmeter gleich mit

Grüße Helmet

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 25 Feb 2019 21:32 #49031

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helmet schrieb: Es ging auch um die Frage, ob nicht nur in 15 Mrd Jahren die Sternenentstehung endet (!) sondern mit der zunehmenden Expansionsrate auch gravitativ gebundene Systeme wie die lokale Gruppe oder ein Planet wie die Erde "expandieren" - und das Urmeter gleich mit

Grüße Helmet

Das stimmt natürlich.
Soweit ich das überblicke (andere sind da bestimmt fitter als ich) wäre das der "Big Rip". Also eines der diskutierten Szenarien wie das Universum enden könnte.
Die Expansion haben wir ja schon eine Weile ohne das es Probleme macht, soweit ich das verstehe hat das auch keinen lokalen Einfluss und hier wird auch nix größer.
Wenn die Expansionsrate so groß werden sollte das die lokal größer als Lichtgeschwindigkeit ist, dann hält nix mehr zusammen und zerreißt letztendlich auch Atome.

Soweit mein Verständnis, vielleicht ist ja jemand auf aktuellerem / besseren Stand dazu...

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 25 Feb 2019 22:10 #49032

Hallo Lutz und Atila,
im Forum gab es da schon Diskussionen. Eine ist mir noch in Erinnerung, weil ich dort auch als Frischling gepostet habe. Der Post heißt "Friedmann-Universen" und ist so aus meiner Sicht ab Post #30473 interessant. Vielleicht mal anschauen.


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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 26 Feb 2019 00:23 #49038

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D.Rajic schrieb: Hallo Lutz und Atila,
im Forum gab es da schon Diskussionen. Eine ist mir noch in Erinnerung, weil ich dort auch als Frischling gepostet habe. Der Post heißt "Friedmann-Universen" und ist so aus meiner Sicht ab Post #30473 interessant. Vielleicht mal anschauen.

Super,
ist ja nicht selten hier daß einige Themen schon behandelt wurden :)
Ich werde meinen Stand da mal auffrischen.
Danke!

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Die Zukunft des Universums - Fragen zum Vortrag von Thomas Boller 28 Feb 2019 16:41 #49137

Alita, B.A. schrieb: Frage mich noch, wie das mit der Darkzone ist. Wenn ich den Professor richtig verstanden habe, dauerte sie von 400.000 Jahren bis eine Milliarde Jahre. Ich staune, dass es dort nur 20 supermassive Sterne gab. Für das gesamte Universum scheint das ziemlich wenig, wenn sie gleichzeitig so bedeutsam waren. Ist damit vielleicht gemeint, dass es zur selben Zeit immer nur 20 waren? Nur weil so große Sterne so schnell ausbrennen, waren es immer wieder andere?

Vielen Dank für die Antworten. Weiß irgendjemand, wie genau das mit den 20 supermassiven Sternen in der Darkzone gemeint war? Vieles, was im Vortrag erwähnt wurde, kann man ja irgendwo nachschlagen, aber dazu finde ich leider nichts.

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