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THEMA: Es ist nicht Gott…

Es ist nicht Gott… 18 Nov 2017 16:05 #22592

Madouc99 schrieb: IZu den Baptisten bleibt nur eines zu sagen: KKK!

Der KKK war keine Baptistenorganisation, und die schwarzen Baptisten (davon gibt es sviw in den USA mehr als weiße) haben da bestimmt nicht mitgemacht.

Aufklärer vom Schlag eines Jefferson (der war Sklavenhalter) haben beim KKK bestimmt auch mitgemacht. Genauso gut könnte ich also KKK mit Aufklärung in Verbindung bringen - aber das ist natürlich genauso unsinnig wie das, was du schreibst.
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Es ist nicht Gott… 18 Nov 2017 16:29 #22594

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helmut-wk, post=22589
Udo Holmer, seinerzeit Direktor der Lobetaler Anstalten, bekam nach der Wende Probleme mit den Behörden. Ein Beamter, der dafür zu sorgen hatte, dass die westlichen Baubestimmungen erreicht werden, hatte anscheinend das Ziel, diesen kirchlichen Laden dicht zu machen.
Einen Tag vor der entscheidenden Sitzung bekam Holmer den Gedanken, einen Sanierungsplan über 10,9 Mio. aufzustellen (bin nicht sicher, ob ich die Summe korrekt im Gedächtnis behalten habe, aber sie war jedenfalls so "krumm"). Und das war dann genau die Summe, die der Beamte am nächsten Tag als möglichen Kostenrahmen nannte.

Nun gut. Solche Geschichten kennt man von Wünschelrutengängern auch. Also doch nichts Seriöses...
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Es ist nicht Gott… 18 Nov 2017 18:18 #22597

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Helmut schrieb:
Wie gesagt: Baptisten sind seit ihrer Gründung (1630-er Jahre) gewaltlos und sind auch immer wieder für die Religionsfreiheit anderer Glaubensrichtungen eingetreten.

Das lässt sich nicht SICHER belegen. Und, wie Madouc schrieb: Siehe KKK Geschichte.

- Die Buddhisten, die über jedes Wesen steigen, auch über Würmer, um nicht (bewusst‼!) zu töten, sind mir mit die friedliebendsten Menschen auf der Welt. (Ich kann das allerdings nicht beurteilen. Wer kann das schon. Ich spreche von meinem Eindruck. In Buddhistischen Ländern.)
Diese „Wahnsinnstaten“ in Myanmar jedoch, verschlagen einem die Sprache und können nur über die Geschichte etwas erklärlicher, beleuchtet werden… (Vereinfacht gesagt: Jeder schwer Krieg- Genozid u.ä. Traumatisierte benötigt eine teils Jahrelange Therapie, die trotzdem manchmal nur wenig lindern kann…LEIDER. Opfer werden - ohne Therapie/Medikamente - oft Täter.)
-
Was anderes: Gibt es eine Korrelation „hohe/kaum Bildung – Religionsausübung“? Die Kreationisten, ich denke gerade daran, was (inzwischen nicht nur) im mittleren Westen der USA abgeht. Sie sollen auch in der EU Fuß gefasst haben – wisst ihr etwas darüber?

Freundliche Wochenend-Grüße,
Chalawan
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Es ist nicht Gott… 19 Nov 2017 16:15 #22654

udogigahertz schrieb: Anders die Situation in und um Israel, das ist sehr kompliziert, weil dort kurz nach dem II. WK einige Juden aus fernen Ländern hingekommen sind, die sich mit Gewalt, Terror und Bomben ein Stück dieses Territoriums, auf dem seit ca. 2.000 Jahren Palästinenser gewohnt hatten, angeeignet hatten und die meisten dort wohnenden Leute vertrieben hatten.

Das ist sehr einseitig formuliert. Die ersten Zionisten kamen schon Ende des 19.Jhs. Sie brachten auch einen Modernisierungsschub, der u.a. auch zu einer arabischen Zuwanderung führte. 1947 stammten schätzungsweise 25% der Araber in Palästina aus den Nachbarländern (selber eingewandert oder von Einwanderern abstammend).

Die Lage änderte sich nach dem 1.WK, als sowohl Sponsoren (Rothschild) wie auch die Judengewerkschaft Histadruth forderten und weitgehend durchsetzten, dass jüdische Betriebe zuerst Juden einstellen sollten (Araber also erst, wenn sich kein jüdischer Arbeiter fand). Womit nun vorwiegend Araber zu den Modernisierungsverlierern gehörten. Was ab 1920 zu ersten Protesten gegen die jüdische Einwanderung führte (die wurden meist von Leuten angefacht, die heute als "Islamisten" bezeichnet würden).

Die Lage wurde nicht besser, als ab 1933 immer mehr Juden von Deutschland nach Palästina flohen, was durch das von den Briten verhängte Einreiseverbot für Juden nur teilweise eingedämmt wurde (die Juden waren eben auch bereit, auf illegalen Wegen vor den Nazis zu fliehen). Dazu kam die Propaganda der Nazis, insbesondere die vom Großmufti von Jerusalem verbreitete, der vor der britischen Justiz nach Berlin geflohen war. Und die wirkt bis heute nach: Wer wissen will, was die Araber gegen die Juden haben, sollte die Protokolle der Weisen von Zion gelesen haben.

Nach 1945 wollte Großbritannien das immer brisanter werdende Pulverfass loswerden. Die UN entwickelten einen Teilungsplan, der eigentlich auf den Angaben beider Seiten beruhen sollte. Nur haben sich die Araber strikt geweigert, darin mit der UN zusammenzuarbeiten, so dass der Teilungsplan von 1947 vorwiegend auf jüdischen Angaben beruhte und entsprechend einseitig war. Nachdem der Staat Israel proklamiert worden war, marschierten sämtliche Nachbarn (außer dem Libanon) in Palästina ein, aber zur Überraschung aller konnten die Juden sich nicht nur verteidigen, sondern hatten am Ende mehr Territorium besetzt als im Teilungsplan vorgesehen.

Die einzige Armee, die 1948 sich gegen die jüdischen Kämpfer behaupten konnte, war die vom Antisemiten Glubb geführte "Arabische Legion", die die Westbank (und das jüdische Viertel in der Altstadt von Jerusalem) für Transjordanien eroberte (das daraufhin das "Trans" aus dem Namen strich). Die Nazi-Offiziere, die die syrischen Einheiten berieten, waren bekanntlich weniger erfolgreich ...

Die Erfolge der Juden hingen u.a. damit zusammen, dass im 2.WK viele Juden gegen Nazideutschland gekämpft haben, während die arabischen SS-Einheiten im Vergleich dazu ziemlich klein waren. Aber auch mit Waffenkäufen der Zionisten etc.

Ach ja: bis 1948 war "Palästinenser" eine Bezeichnung für in Palästina geborene Juden (im Gegensatz zu Einwanderern der ersten Generation) erst ab Mitte der 60-er Jahre haben die Araber Palästinas begonnen, sich als "Palästinenser" zu bezeichnen.

Wie viele der Palästinaflüchtlinge von 1948 schlicht dem Ratschlag der angreifenden Araberstaaten gefolgt waren, sich aus den Kampfgebieten zurückzuziehen, bis die Juden besiegt sind, und wie viele für jüdischem Terror (ich sag nur Deir Yassin) flohen, kann nicht geklärt werden. Fakt ist jedenfalls: Israel hat sich stets geweigert, die zurückkehren zu lassen, und stattdessen finanzielle Entschädigungen angeboten (ohne welche für die Juden zu verlangen, die seitdem aus arabischen Ländern vertrieben wurden).

Und die, die geblieben sind, werden auch als Staatsbürger im eigenen Land wie Bürger 2. Klasse behandelt, sie werden drangsaliert, schikaniert und gedemütigt vom offiziellen Israel.

Das ist so, wie du es schreibst, schlicht unwahr.

Israelische Staatsbürger sind vor dem Gesetz gleich, egal ob Jude oder Araber. Allerdings gibt es gesellschaftliche Diskriminierung von arabischen Israelis. Ist in etwa so wie in Deutschland, wo Leute mit "Migrationshintergrund" oft diskriminiert werden.

Andererseits: der Richter, der den ehemaligen israelischen Staatspräsidenten ins Gefängnis brachte, war ein arabischer Israeli. Was in Israel als völlig normal angesehen wurde. Und der ist kein Einzelfall eines integrierten arabischen Israeli.

Und auch mit Diskriminierung lebt(e) es sich in Israel leichter als in arabischen Ländern, z.B,. in Syrien unter Hafiz al-Assad (von der Lage unter seinem Sohn Baschir ganz zu schweigen).

Die Lage der Nicht-Israelis in den besetzten Gebieten ist allerdings völlig anders.

Da ist es kein Wunder, dass dort Gewalt und Gegengewalt herrscht, keine Seite will zurückstecken, keine Seite will wirklich Frieden dort, jeder sieht die Schuld beim anderen ............. und alle haben Recht.

Inzwischen ist es wie bei einer längst zerrütteten Ehe: jeder sieht nur, was ihm widerfahren ist, und alles, was er selber getan hat, war natürlich nur Reaktion auf die Taten der Gegenseite.

Nur wer so was schreibt wie das, was ich eben zitiert habe, der sollte auch bei der Darstellung des Konflikts stärker differenzieren und nicht die Schuld nur auf einer Seite sehen.

EDIT: Hab den Hinweis, dass die Politik nicht weiter behandelt werden soll, erst jetzt gesehen.
Letzte Änderung: von helmut-wk. Begründung: Siehe EDIT am Schluss (Notfallmeldung) an den Administrator
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Es ist nicht Gott… 19 Nov 2017 16:21 #22655

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Aktuelle Politik wie z.B. der Nahost Konflikt ist nicht Teil dieses Forums, da wir kein politisches Forum sind.

Bitte das nicht weiter diskutieren und zukünftig darauf achten, dass philosophisch/religiöse Diskussionen nicht in solche Politik abgleiten.

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Es ist nicht Gott… 19 Nov 2017 16:59 #22658

Chalawan2000 schrieb: Helmut schrieb:
Wie gesagt: Baptisten sind seit ihrer Gründung (1630-er Jahre) gewaltlos und sind auch immer wieder für die Religionsfreiheit anderer Glaubensrichtungen eingetreten.

Das lässt sich nicht SICHER belegen.

Religiionsfreiheit gehört zum Programm der Baptisten, von Anfang an. Inn den USA wurde der erste Verfassungsartikel, der die Religionsfreiheit garantiert, vor allem von Baptisten und Quäkern durchgesetzt. Auch scheinen die Aufklärer (Locke etc.) das von den Baptisten oder ihren Vorläufern unter den Täufern übernommen zu haben.

Und wie schon gesagt: Ich habe, als ich zum ersten Mal davon las, das auch nicht glauben wollen und nach einem Gegenbeispiel gesucht.

Und, wie Madouc schrieb: Siehe KKK Geschichte.

Das mit dem KKK ist so, wie Madouc das geschrieben hat, Verleumdung. Natürlich sind Baptisten nicht fehlerfrei (wie hieß das noch: "besser sind wir nicht, aber besser sind wir dran ..."), aber der KKK ist nicht speziell mit Baptisten verbunden.

Die Buddhisten, die über jedes Wesen steigen, auch über Würmer, um nicht (bewusst‼!) zu töten, sind mir mit die friedliebendsten Menschen auf der Welt.

Da lassen sich aber leicht Gegenbeispiele finden. Etwa den von einem buddhistischen Mönch erschossenen Ministerpräsidenten von Ceylon (heute Sri Lanka). Oder zwischen buddhistischen Staaten geführte Kriege. Pogromartige Übergriffe auf Nichtbuddhisten in Sri Lanka oder Myanmar. Alles Beispiele, die mir sofort einfallen.

Diese „Wahnsinnstaten“ in Myanmar jedoch, verschlagen einem die Sprache und können nur über die Geschichte etwas erklärlicher, beleuchtet werden…

Dann erklär bitte auch, warum es seit Jahrzehnten in Myanmar Übergriffe gegen christliche Minderheiten gibt ...
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Es ist nicht Gott… 19 Nov 2017 18:18 #22663

stm schrieb: Nun gut. Solche Geschichten kennt man von Wünschelrutengängern auch. Also doch nichts Seriöses...

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Wünschelrutengänger wollen eine Gesetzmäßigkeit belegen. Also etwas, was sich prinzipiell naturwissenschaftlich nachweisen lässt, und wenn dere Nachweis nicht gelingt, dann sagt das etwas über die Existenz dieser Gesetzmäßigkeit aus.

Aber Dinge, die keiner Gesetzmäßigkeit folgen, sondern gewissermaßen per Definition Ausnahmen sind, können nicht auf diese Weise untersucht werden.

Immerhin gibt es unzählige "unseriöse" Berichte von glaubwürdigen Menschen ...
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Es ist nicht Gott… 19 Nov 2017 18:23 #22665

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Immerhin gibt es unzählige "unseriöse" Berichte von glaubwürdigen Menschen ...

Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich würde nur die Gänsefüßchen anders setzen:

Immerhin gibt es unzählige unseriöse Berichte von "glaubwürdigen" Menschen ...

Ich denke da an Astrologen, Kartenleger und Homöopathen, an Wünschelrutengänger, Verschwörungstheoretiker und Wundergläubige etc. Über das Märchen von Udo Holmer zu diskutieren, macht keinen Sinn. Nenn es Zufall, nenn es fehlerhafte Erinnerung, nenn es Wunder, nenn es wie du willst. In jedem Fall ist es kein Argument für irgendetwas.
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Es ist nicht Gott… 19 Nov 2017 20:21 #22674

stm schrieb:

Immerhin gibt es unzählige "unseriöse" Berichte von glaubwürdigen Menschen ...

Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich würde nur die Gänsefüßchen anders setzen

Verstehe aber bitte, das Leute, die selber so was erlebt haben, und/oder einige der Leute, die so was erzählen, persönlich kennen, das anders sehen.
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