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THEMA: Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums.

Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 13 Nov 2017 00:40 #22262

Dunkle Energie wurde postuliert, um die beschleunigte Expansion zu erklären.
Keiner weiß genau, was ist dunkle Energie.
Meine Gedanken dazu:
Das Universum ist ja nicht nur ein Gebilde aus Raum, sondern aus Raum und Zeit.
Dieses Universum hat nicht nur die Funktion, die Materie zu beherbergen.
Eine weitere Funktion: es müssen auch alle Ereignisse, welche in „Ihm“ (also in Raum und Zeit) stattfinden, gespeichert werden. Sowie Energie nicht verloren gehen kann, können auch die durch Energie und Materie verursachten Ereignisse nicht verloren gehen.
In einem statischen oder sogar kontraktierendem Universum, können Ereignissen in „„Raum und Zeit““ nicht gespeichert werden. Dazu bedarf es meiner Meinung nach unbedingt eine Expansion des Raum-Zeit-Kontinuum.
Durch die fortlaufende Entwicklung des Universums, hat sich nun aber auch die Zahl der stattfindenen Ereignisse rapide erhöht. Damit könnte sich auch mglw. auch der Expansionsdruck auf das Universum erhöhen.
Vielleicht ist die beschleunigte Expansion nur so etwas wie eine Scheinkraft.
Ich weiß, dass sind ziemlich abstrakte Gedanken, aber auch die dunkle Energie ist zur Zeit ja eine sehr abstrakte Energie.
Und auch Irrtümer können zum denken anregen.
Freue mich auf Meinungen, unbedingt auch Gegenteilige

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 13 Nov 2017 00:56 #22264

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Hallo Brooder!
Herzlich Willkommen im Forum!

Ich bin Laie und interessiere mich BESONDERS für Astrophysik.
Wenn du dich etwas mit Informatik beschäftigst, siehst du dass - INFORMATION(EN) - (Anton Zeilinger) auch von einem Wasserstoffatom abgelesen werden kann. -
Ob Informationen in einem Schwarzen Loch für immer und ewig verloren gehen, ist wohl noch nicht 100% klar.
Hingegen finde ich persönlich, wenn durch Kriege oder andere räuberische Attacken auf fremde Länder, zunächst die Intelligenzija gemordet wird oder Bücher verbrannt werden (Bibliothek von Alexandria z.B.), GEHEN SEHR WOHL INFORMATIONEN - WAHRSCHEINLICH - FÜR IMMER VERLOREN. (durch mündliche Weitergabe kann etwas Unheil verhindert werden.) ---
Warum sollte die Expansion eine Scheinkraft sein?
WIE kommst du darauf? Nachdem Perlmutter, Schmidt & Riess den Nobelpreis für diese Beobachtung bekamen -
WAS SPRICHT DENN DEINER MEINUNG NACH DAGEGEN?
Das Universum ist nicht statisch und nicht nur das nicht, förmlich mit jedem Tag erhalten wir von unseren Weltraumteleskopen neue Informationen!
Trotzdem, Zweifel zu haben und nachfragen ist okay,
DENN vielleicht ist wirklich "alles" ganz anders. (aber das glaube ich NICHT WIRKLICH.)
-
Viele Grüße,
Chalawan

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 13 Nov 2017 01:55 #22265

Danke Chalawan2000,
ich bezweifle die beschleunigte Expansion nicht.
Scheinkraft, ist vielleicht nicht das richtige Wort, hätte " mögliche Gesetzmäßigkeit" sagen können

auch bei einem schwarzen Loch ist nicht alles verloren. ( mindestens eine Information gibt es weiterhin, nämlich die beteiligte Masse )
es wirkt immer noch durch Gravitation auf das restliche Universum ein und führt dadurch Wechselwirkung mit ihm durch.

ob einmal erlangtes Wissen verlorengeht, wenn man die materiellen Datenträger zerstört, kann möglich sein.
irgendwie konnte dieses Wissen aber nur durch die Existenz des Universums erlangt werden.
auch das Denken ist Teil des Universums, ich finde, es ist nur eine andere Erscheinungsform.

lieben Gruß

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 13 Nov 2017 06:42 #22267

Brooder schrieb: Eine weitere Funktion: es müssen auch alle Ereignisse, welche in „Ihm“ (also in Raum und Zeit) stattfinden, gespeichert werden. Sowie Energie nicht verloren gehen kann, können auch die durch Energie und Materie verursachten Ereignisse nicht verloren gehen.
In einem statischen oder sogar kontraktierendem Universum, können Ereignissen in „„Raum und Zeit““ nicht gespeichert werden. Dazu bedarf es meiner Meinung nach unbedingt eine Expansion des Raum-Zeit-Kontinuum.
Durch die fortlaufende Entwicklung des Universums, hat sich nun aber auch die Zahl der stattfindenen Ereignisse rapide erhöht. Damit könnte sich auch mglw. auch der Expansionsdruck auf das Universum erhöhen.
Vielleicht ist die beschleunigte Expansion nur so etwas wie eine Scheinkraft.


In welcher Form soll sich diese Speicherung vollziehen? Welche Art von "Information" soll gespeichert werden? Wie kann man sich eine solche Speicherung vorstellen (sicher nicht so wie in einem Computer - meine erste Assoziation)?

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 13 Nov 2017 07:35 #22268

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Lieber ClausS!

Nur von meiner Warte, will ich kurz auf den Quantenphysiker Anton Zeilinger verweisen: vcq.quantum.at/research/research-groups/zeilinger-group.html .
Ich sah vor längerer Zeit Videos von und über ihn auf Youtube - einfach googeln - oder auch anton zeilinger und information googeln.
Ich muss erst mein Wissen auffrischen. Unabhängig davon wird dir Brooder seine Sicht berichten. Nehme ich an.

Eine gute Woche,
Chalawan

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 13 Nov 2017 23:46 #22302

Hallo ClausS,

Ich versuche zu erklären, was mir so durch den Kopf geht.
Nehmen wir einfach mal ein schwarzes Loch, ( kann aber auch jedes anderes Objekt im Universum sein)
Wenn wir von einem schwarzen Loch reden, bedeutet es noch lange nicht, dass das im ganzen Universum von einem schwarzen Loch geredet werden kann. Es kommt nur auf den Standpunkt in der Raumzeit an. (es ist ja kein Punkt bevorzugt)
In einer 200 Millionen Lichtjahre Entfernung würden Beobachter „unser schwarzes Loch“ noch als hell leuchtenden Stern wahrnehmen. (hoher technischer Stand vorausgesetzt) In einer Galaxie 1 Milliarde Lichtjahre entfernt, wäre dieser Stern noch gar nicht geboren.
Ich immer gehe davon aus „kein Raumzeitpunkt ist bevorzugt“
Das bedeutet doch, dass Beobachter der Zukunft ( 1 Milliarde Jahre Raumzeit weiter) die gesamte Entwicklung des Sternes noch vor sich haben, ( sie wissen noch nicht einmal von ihm)
Für uns hier, meinetwegen 1000 LJ. entfernt, ist dieser Stern bereits Vergangenheit, nicht aber für das Universum.
Die Information von der Existenz und Entwicklung dieses Sterns geht nicht verloren, sie breitet sich sogar aus.
So muss man meiner Meinung nach auch jedes andere Objekt im Universum betrachten. Die Information seiner Existenz geht nicht verloren.
Wenn dem aber so ist, so muss das Universum einfach expandieren.
Statisch oder sogar schrumpfen kann es dann einfach nicht. Die Informationen können nicht einfach an eine imaginäre Wand stoßen,

Gruß Brooder

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 14 Nov 2017 00:13 #22306

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Brooder schrieb:
In einer 200 Millionen Lichtjahre Entfernung würden Beobachter „unser schwarzes Loch“ noch als hell leuchtenden Stern wahrnehmen. (hoher technischer Stand vorausgesetzt) In einer Galaxie 1 Milliarde Lichtjahre entfernt, wäre dieser Stern noch gar nicht geboren.
Tolle Überlegung. Da ist was dran! Allerdings stört, dass ein SL eben kein EM Licht ausstrahlt – sondern eher, der heutigen Beobachtungen geschuldet, strahlt es – an irgendeinem Punkt/Druck (?) – Gammabursts aus. Das heißt, wie sollte man aus einer Detektion von EM Strahlen (sichtbares Licht meinst du sicherlich?) schließen, dass es sich in x-Jahren um ein SL handelt (wobei das ja eigentlich logisch ist, auch wenn nicht JEDER STERN ein SL wird.)
Bye, Chalawan

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 14 Nov 2017 01:18 #22313

hei Chalawan,

in 200 Millionen Lichtjahre Entfernung ist " unser schwarzes Loch" ja noch ein Stern.
ob er nun ein schwarzes Loch wird oder nicht, war für mich gar nicht so wichtig. wollte nur zeigen, das die Information der Existenz des Sternes im Universum erhalten bleibt.

mit dem Wissen über die physikalischen Gesetze, könnte man aber die Entwicklung des Sternes voraussagen.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 14 Nov 2017 01:25 #22314

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Verstehe.
HR-Diagramm meinst du sicher - klar, man kann errechnen wieviel Mo der Stern hat und ob er ein Neutronenstern oder ein SL wird... Ich finde das SOO spannend, weil man in kurzer Zeit herausfand, WIE SEHR das Universum einem Recycle-System gleicht, eines geworden ist, durch Selbstorganisation und irgendeinen Zugang zu Information... Will darüber nachdenken.
Chalawan

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 14 Nov 2017 07:04 #22320

Brooder schrieb: Die Information von der Existenz und Entwicklung dieses Sterns geht nicht verloren, sie breitet sich sogar aus.
So muss man meiner Meinung nach auch jedes andere Objekt im Universum betrachten. Die Information seiner Existenz geht nicht verloren.
Wenn dem aber so ist, so muss das Universum einfach expandieren.
Statisch oder sogar schrumpfen kann es dann einfach nicht. Die Informationen können nicht einfach an eine imaginäre Wand stoßen,


Wir kennen denke ich die Geometrie des Universums nicht. Man geht davon aus, dass es endlich ist, aber keinen Rand hat. Ohne Rand können die Photonen aber auch nicht gegen eine imaginäre Wand stoßen.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 14 Nov 2017 21:16 #22359

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Groß genug könnte das Universum, die Ausbreitung der Materie sein, um das Leben eines Sterns von „Geburt“ bis „Tod“ – hypothetisch – von verschiedenen Beobachtern zu beschreiben. - Kennst du Tegmark? Er übernahm die Ideen seines verstorbenen Freunds (beide Physiker), die von der „Physiker-Zunft“ abgelehnt worden waren. Z.B. dass man 1 Galaxien 100-fach, in verschiedenen Stadien sehen könnte. Bloß ernstlich, wie soll das erkennbar sein? (Wäre NATÜRLICH DER KNALLER, wenn Galaxien "Fingerabdrücke" erhielten und man feststellen würde, sooooooooooo viele Galaxien sinds doch nicht...)
Allerdings könnte was dran sein, so zeigt ein Bericht im Thread Zombie-Supernovae o.s.ä., dass man durch Linseneffekte nicht nur normale Galaxien doppelt oder vierfach sehen kann, SONDERN AUCH SUPERNOVAE. Ich schreibe dies nur aus der Erinnerung!
Chalawan

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 15 Nov 2017 01:05 #22377

Stimmt ClausS,
die Geometrie des Raumes ist wohl nur schwer vorstellbar. Zumal unterschiedliche Orte im Universum auch noch in der Zeit verschieden sind.
Ich führe nur Gedankenspiele durch. Ich versuche, mir vieles einfach bildlich vorzustellen.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 16 Nov 2017 01:07 #22455

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 16 Nov 2017 01:14 #22456

Chalawan2000 schrieb: Kennst du Tegmark? Er übernahm die Ideen seines verstorbenen Freunds (beide Physiker), die von der „Physiker-Zunft“ abgelehnt worden waren. Z.B. dass man 1 Galaxien 100-fach, in verschiedenen Stadien sehen könnte


Moin Chalawan,
das ist eine, finde ich, sehr schwer zu beweisende Hypothese. Das Licht einer sich entwickelnden Galaxie müsste ja dann auf vielen unterschiedlichen Wegen zu uns kommen. Über einen Gravitationslinsenefekt kann ich mir zwar zwei- oder Mehrfachbilder vorstellen, aber der Unterschied in der Lichtlaufzeit der verschieden Bilder wäre wohl zu gering, um unterschiedliche Stadien einer Galaxie zu erkennen. Unterschiedliche Stadien bedeutet Lichtlaufzeitenunterschiede von 100 Millionen LJ und mehr.
Ich denke Tegmark hat wahrscheinlich ( bin aber nicht sicher) auch was anders gemeint. Wahrscheinlich so etwas wie die vielfache Spiegelung einer Galaxien (in unterschiedliche Stadien ) im Universum selbst. Das ist aber sehr schwierig. Da stellen sich einige Fragen. z.B. warum werden nur einige hundert Abbilder ( also kurze Schnappschüsse des Entwicklungsstadiums) im Universum sichtbar. Alle Schnappschüsse geht aber auf keinen Fall, dann wäre ja der Himmel ausgefüllt mit Abbildern von nur einer Galaxie zu allen Stadien ihrer Entwicklung. Das ist aber paradox.
Man könnte es vielleicht auch anders erklären, was aber auch sehr weit hergeholt ist. Die vielen z.B. 100-fachen Abbilder einer Galaxie konnten entstehen, da zu dem Zeitpunkt eines jeden Abbildes sich die Galaxie durch ein Raumzeitgebiet des Universums bewegte, in dem es sehr starke Krümmungen in der Raumzeit gab. Das Licht wurde auf sehr lange Umwege gezwungen, so das es mit vielen Millionen Jahren Verzögerung bei uns ankommt.
Für jedes Abbild wäre dann aber so ein Raumgebiet nötig. Diese Raumgebiete müssten dann auch noch sehr groß sein, denn da wir bei jedem Abbild die ganze Galaxie sehen könnten, müsste es mindestens einen Galaxiedurchmesser haben. Wahrscheinlich aber noch viel mehr.
Also ein sehr schwierige Kiste, finde ich.
bin aber nicht sicher, ob ich am Thema vorbeigeredet habe.
Gruß Brooder

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 18 Nov 2017 17:47 #22595

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Hallo Brooder!

Ich bin keineswegs von Tegmarks Ideen überzeugt, finde aber, nebenbei, Prof. Wheelers Aufforderung an seine Studenten wie Tegmarks Freund, „völlig frei zu assoziieren“ und auch „fremde Gedanken“ (beim Physikstudium) zuzulassen, auch wenn sie nicht dem Lehrbuch entsprechen (oder so ähnlich), TOLL!
Zum Beispiel.
Du schreibst: „das ist eine, finde ich, sehr schwer zu beweisende Hypothese.“
Ich sag mal: „Wenn du meinst…“
Ich beurteile nicht, will dich nur informieren:
de.wikipedia.org/wiki/Universum
„Bei einer minimalen Gesamtgröße des Universums von 78 Mrd. Lichtjahren und etwa 45 Mrd. Lichtjahren Entfernung in alle Richtungen der Grenzgalaxien von der Erde aus, ist es nicht ausgeschlossen, dass man dieselben Himmelskörper in verschiedenen Richtungen beobachten könnte. Versuche hierzu haben bislang keine Ergebnisse gebracht. Die Interpretation der Daten ist aber sehr schwierig, weil sich Objekte im Laufe der Zeit verändern. Eine Galaxie, die auf gegenüberliegenden Seiten des Universums beobachtet würde, könnte auf der einen Seite z. B. 1 Mrd. Jahre älter sein, da sie zur einen Seite von uns aus gesehen 1 Mrd. Lichtjahre weiter entfernt läge.“
Ich bin nicht damit einverstanden, dass du behauptest, Tegmark hätte etwas „anderes“ gemeint. Lies sein letztes Buch oder schau, wer für speziell diese Passage im Wiki Artikel verantwortlich zeichnet! Nämlich: Max Tegmark: Parallel Universes. 2003; gekürzt veröffentlicht in Scientific American, Mai 2003.
Von Gravitationslinsen, Einsteinring und sogar 4-fach gesichteter Supernova, schrieb ich bereits ( www.welt.de/wissenschaft/weltraum/articl...gleich-vierfach.html )
Es ist durchaus denkbar.
Chalawan

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 18 Nov 2017 21:12 #22607

Genau Chalawan,
„völlig frei zu assoziieren“ und auch „fremde Gedanken“ (beim Physikstudium) zuzulassen, auch wenn sie nicht dem Lehrbuch entsprechen „ Das ist ein ganz toller Satz. Nur so können, finde ich, festgefahrene Gedankenstrukturen durchbrochen werden.

-Unser heutiges Wissen hat ja seinen Ursprung auch in fremden Gedanken. Viele Generationen, mussten ja dieses Wissen erst mühsam erlangen, weitergeben und weiterentwickeln. Wir jetzigen Menschen profitieren von dieser Mühe. Vor ca. 100 Jahren hätten wir uns solche Gedanken übers Universum noch gar nicht machen können.(es war ja nur die Milchstraße bekannt).

-Zu Tegmarks Vermutung hab ich spontan geantwortet. Hab sie ja nicht abgelehnt, sondern selbst einen (wenn auch sicherlich falschen) Erklärungsversuch gemacht.

-In einem, in sich geschlossenen Universum, und das auch noch in „Raum“ und „Zeit“, können die eigenen Vorstellungen schon an ihre Grenzen stoßen.

-Ich finde es faszinierend, wenn man überlegt, wir sehen Milliarden von Jahren in die Vergangenheit. Alle Galaxien haben sich inzwischen enorm weiterentwickelt. Die Galaxien existieren in ihrer „Eigenzeit“ bereits in einem ganz anderen Aussehen , von dem wir je nach Abstand in Lichtjahren, erst in ferner Zukunft erfahren könnten. Dem Universum als „Ganzes“ gesehen , ist dieser Zustand aber bereits bekannt (genau genommen sogar alle Zustände ihrer Entwicklung bis zum jeweiligen „Eigenjetzt“). Oder anders gesagt die Information ist bereits vorhanden, uns aber nicht zugänglich.

Lieben Gruß
Brooder

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 18 Nov 2017 22:35 #22609

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Finde ich auch. Sicher nicht grundsätzlich, weil es eben nicht nur EINEN Weg gibt. Ganz und gar nicht. Wheeler, Feynman, Einstein…oder wenn Prof Gaßner an der Tafel rechnet... "irgendwie" Kunst! -
Ich bin auch fasziniert. Absolut. Besonders vom „Kleinen“ und vom „Großen“. Ich stelle Listen auf, was haben beide Kategorien gemeinsam, was nicht usw.
Chalawan

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 18 Nov 2017 23:18 #22614

Ja, da ganz Große und das ganz Kleine.
Habe dazu etliche Bücher gelesen. Da ich nicht die mathematischen Fähigkeiten besitze um die oft komplizierten Formeln zu verstehen, sind solche Menschen ein Geschenk, welche ihr Wissen auch mit einfachen Worten der Allgemeinheit zugänglich machen können.
z.B. der Physiker Paul Davies Bücher „ Die Unsterblichkeit der Zeit“ oder „Gott und die moderne Physik“ oder auch Hans-Peter Dürr „ Wir erleben mehr als wir begreifen „ gehören für mich dazu.
Schönen Abend

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 30 Dez 2017 23:40 #25408

Was passiert mit der dunklen Energie in schwarzen Löchern, denen nichts entkommen kann? Gibt es dazu Theorien ?

Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

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Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 31 Dez 2017 10:55 #25410

*Frank schrieb: Was passiert mit der dunklen Energie in schwarzen Löchern, denen nichts entkommen kann? Gibt es dazu Theorien ?


Wir wissen nicht, was die Dunkle Energie genau ist. Wir können nicht messen, was sich genau im Inneren eines Schwarzen Lochs abspielt. Und Du fragst nach Theorien, wie beides zusammenspielt. Solche Überlegungen gibt es bestimmt, sind aber sehr spekulativ.

Die Dunkle Energie wirkt sich derzeit von ihrer aktuellen Größenordnung her nur auf größere Skalen messbar aus. Daher spielt sie in einer so kleinen Raumregion wie ein Schwarzes Loch keine meßbare Rolle.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 01 Jan 2018 15:24 #25441

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Das kann einen ja auch auf die Idee bringen, welche Zusammenhänge es zwischen der QM und der DM gibt. Wir erkennen ja die DM nur durch deren gravitative Wirkung. Wie sieht es mit den anderen Grundkräften aus?
Gibt es überhaupt Indizien dafür, auf welche Weise wir die DM noch nachweisen können?
Welche Querverbindungen sind schon bekannt?

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 01 Jan 2018 17:37 #25443

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Dunkle Energie ist meiner (unzulänglichen ) Meinung nach der durch Quantenfluktuation im Vakkuum ausgehende Druck. der in der Summe gegenüber der Graviation die Überhand gewinnen wird. Da sich die Quantenfluktuationen im expandierenden Raum nicht "verdünnen", wächst einem das Zeug wie eine Hydra über den Kopf. Insoweit scheint es so zu sein, dass sich die dunkle Energie aus Quantenfluktuationen selbst schafft - im Grunde eine Verletzung des Energieerhaltungssatzes?

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 01 Jan 2018 17:44 #25444

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Und ich sehe es schon kommen: in 100 Billionen Jahren wird am Schluss die Expansion so stark sein und das All so kalt sein, dass es die Protonen und Elektronen, ja die Quanten selbst zerreist und die Energie verstrahlt. Und die Energie wird dann vielleicht, für ein neuen gigantischen "Mexican Hat" einfließen, so dass ein neues Raum-Zeit-Gefüge mit neuen Gesetzen und neuen Konstanten entsteht. Und täglich grüßt das Murmeltier.

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Letzte Änderung: von Sterntaler. Begründung: Wurstfinger (Notfallmeldung) an den Administrator

Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 01 Jan 2018 17:50 #25445

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Ich denke die dunkle Energie spielt im schwarzen Loch keine Rolle. Die Gravitation quetscht alles so starkt zusammen, dass bereits der Gedanke an dunkle Energie "überlagert" wird. Im schwarzen Loch rotiert ein Quanten- oder String-Fluid auf dem mathematischen Punkt gegen unendlich - das ist wirklich nicht schön....

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 01 Jan 2018 18:07 #25446

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Hallo Sterntaler

Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Zeit zwischen dem ins Bett gehen und morgens um 6 Uhr aufwachen merken wir nicht, egal wieviel Zeit vergehen würde, weil wir in dieser Zeit nicht existieren und eben dadurch nichts von der Zeit merken: Das Ende ist gleichzeitig der Anfang.
So wünsche ich es mir! Nur dass ich auch nichts von A nach B verändern kann, weil ich in B von A nichts mehr weiß.
Somit erübrigt sich weiteres Nachdenken.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 01 Jan 2018 19:47 #25447

Brooder schrieb: Genau Chalawan,
„völlig frei zu assoziieren“ und auch „fremde Gedanken“ (beim Physikstudium) zuzulassen, auch wenn sie nicht dem Lehrbuch entsprechen „ Das ist ein ganz toller Satz. Nur so können, finde ich, festgefahrene Gedankenstrukturen durchbrochen werden.


Dies sehe ich anders. Im Rahmen eines Physikstudiums schafft man es lediglich, einen Teil der derzeitigen Standard-Theorien (halbwegs) zu verstehen - ein paar Überflieger, die weit über das Normalmaß hinauslernen mal ausgenommen. Die eigentliche Forschung geschieht später.

Um physikalischen Neuland betreten zu können, ist es absolut notwendig, die zu dem jeweiligen Sachgebiet gehörenden Standard-Theorien und die dazu gehörigen gängigen Experimente gut zu kennen.

Daher sehe ich (von eben ein paar Überfliegern abgesehen) keinen Sinn darin, wenn Studenten sich mit "exotischen Theorievarianten" beschäftigen, anstelle sich einen möglicht guten Überblick über das Bestehende zu verschaffen.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 01 Jan 2018 19:54 #25448

Sterntaler schrieb: Und ich sehe es schon kommen: in 100 Billionen Jahren wird Schluß wird die Expansion so stark sein und das All so kalt sein, dass es die Protonen und Elektronen, ja die Quanten selbst zerreist und die Energie verstrahlt. Und die Energie wird dann vielleicht, für ein neuen gigantischen "Mexican Hat" einfließen, so dass ein neues Raum-Zeit-Gefüge mit neuen Gesetzen und neuen Konstanten entsteht. Und täglich grüßt das Murmeltier.


Dieser "Big Rip" ist nur eine der Möglichkeiten, die das All unserer derzeitigen Erkenntnis haben kann.

Ein Mechanismus, wie aus einem solchen total "zerrissenen" All etwas Neues entstehen kann, ist derzeit auch noch absolut nicht in Sicht.

Was unterscheidet so ein "Big Rip"-Weltall von heutigen Hoch-Vakuum-Gebieten? Ein Unterschied muss da sein, sonst gäbe es diesen Phasenübergang auch heute schon.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 02 Jan 2018 12:04 #25461

ClausS schrieb:
Daher sehe ich (von eben ein paar Überfliegern abgesehen) keinen Sinn darin, wenn Studenten sich mit "exotischen Theorievarianten" beschäftigen, anstelle sich einen möglicht guten Überblick über das Bestehende zu verschaffen.


ich finde es eben nicht schlimm, wenn Physikstudenten auch mal eine andere Ansicht kennenlernen und diskutieren. Das fördert das selbstständige Denken und verhindert monotones und stures Auswendiglernen. Exotische Theorievarianten müssen ja nicht zum Prüfungsthema werden.
Auch Einstein musste erst mal exotisch denken ( für die damalige Zeit jedenfalls), dann erst gab es einen großen Erkenntnisgewinn für die Wissenschaft.

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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 05 Jan 2018 23:50 #25627

Ja der Herr Einstein konnte wohl beides, sich für „exotische Theorie“ begeistern und die damalige Theorie von Newton in Frage stellen, sowie grundlegende Erkenntnisse der bestehenden Physik zu über- und durchschauen.
Der hat einfach die Physik geliebt und war offen für neues, ungewöhnliches.
Und hat immer das allgemein anerkannte Wissen hinterfragt, statt es so hinzunehmen. Auch seine Rückschläge haben ihn nicht davon abgehalten so offen weiterzudenken.

Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.
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Gedanken zur dunklen Energie bzw. Expansion des Universums. 26 Feb 2018 14:43 #28653

Hallo zusammen, vielleicht passt meine Frage an dieser Stelle: expandiert die Raumzeit im teilchenfreien Feld unendlich? Und wird dann gebremst, wenn Sie auf Energie/Materie stösst?

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