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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Mär 2019 10:39 #50295

Thomas schrieb: Lulu,

was ist ein geschlossener industriell - technischer CO2 Kreislauf? Das musst du uns erklären!

LG
Thomas


wird wohl sowas in der Art gemeint sein :whistle:

Terra X Lesch&Co2https://youtu.be/srmjRkHUNFs

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Mär 2019 11:16 #50296

borgi64er schrieb:

Thomas schrieb: Lulu,

was ist ein geschlossener industriell - technischer CO2 Kreislauf? Das musst du uns erklären!

LG
Thomas


wird wohl sowas in der Art gemeint sein :whistle:

Terra X Lesch&Co2https://youtu.be/srmjRkHUNFs

könnte ich mir sehr gut zur (sofortigen!) Nachrüstung bei den Energieversorgern vorstellen ...

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Mär 2019 11:19 #50297

Jürgen schrieb: Die Annahme, dass wir rechtzeitig in der Lage sind auch nur die Zusammenhänge ausreichend zu verstehen, geschweige denn, auch in der Lage sind hinreichend korrektiv eingreifen zu können basiert auf Glaube, nicht auf Wissen.

Geschenkt. Wenn wir nicht dazu in der Lage sind, krepieren wir eh, und können auch nichts dagegen unternehmen.

Jürgen schrieb: Das entspricht in etwa der, aus heutiger Sicht naiven, Zukunftseuphorie zum Ende der 1960er Jahre.

Sicher. Dass in ein paar Jahren eine völlig irrationale Wissenschafts- und Technikfeindlichkeit solche Ausmaße annimmt, dass man Atomkraft abschafft und nicht mal mehr imstande ist, einfache Flughäfen zu bauen, konnte man damals noch nicht ahnen.

Ob die eine oder andere Phantasie darüber, was die Zukunft bringt, danebenging, sei dahingestellt. Der technische Fortschritt in der Informationstechnologie und der Gentechnik ist jedenfalls atemberaubend und übersteigt alle Phantasien der 60er Jahre.

Was die Kernfusion betrifft, ging es halt weniger schnell als erwartet.

Jürgen schrieb: Die Atomkraft sollte alle Energieprobleme lösen. Die Hochrechnung der Verfügbarkeit des Urans sollte zu einer effizienteren Nutzung führen – dem schnellen Brüter.

Der erwies sich auch als komplizierter als ursprünglich erwartet, aber die Russen haben ihn inzwischen. www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/en...tzt-voller-leistung/ Was die Reaktorsicherheit betrifft, gibt es auch deutliche Fortschritte.

Jürgen schrieb: In deinen Visionen siehst Du Fusionskraftwerke als Lösung für die Energieprobleme, eine Technologie, von der wir bislang noch nicht wissen, ob wir sie jemals erfolgreich nutzen können.

Wir sind immerhin schon in dem Bereich, in dem das, was wir haben, durch thermonukleare Reaktionen Energie erzeugt. Sicher, 100% sichere Voraussagen, dass irgendwann damit auch wirklich und noch dazu billig Energie produziert werden kann, wird es nicht geben. Jede solche Voraussage muss irgendwie darauf hoffen, dass etwas passiert, was bisher eben noch nicht passiert ist, nämlich irgendeine Erfindung, die das ermöglicht, was die Techniker bisher noch nicht geschafft haben.

Aber ich sehe eben auch, dass man, was alle möglichen Technologien betrifft, immer mit einem gewissen Fortschritt rechnen kann. Wie groß der im Einzelfall ist, mag offenbleiben. Aber dass es Fortschritt geben wird, ist im Allgemeinen ziemlich sicher.

Jürgen schrieb: Dabei liegen vernünftige Optionen vor.
Wir nutzen den großen Fusionsreaktor über uns.
Wir kreieren ein neues, energieeffizientes Verkehrssystem.
Wir reduzieren unseren Konsum auf den tatsächlichen Bedarf.

Ich sehe, wie gesagt, noch keinen Grund, sich darauf zu beschränken.

Jürgen schrieb: Es wird Zeit, dass ein ähnlicher Umfang an Forschungsmitteln wie in die Entwicklung von neuen Produkten der Unterhaltungselektronik auch in die Entwicklung nachhaltiger Systeme fließt.

Nun, die Entwicklung der Unterhaltungselektronik hat genügend positive Seiteneffekte für alles mögliche andere dass es nicht besonders sinnvoll wäre, gerade da zu sparen. (Der Vorschlag sieht eher wie ein Indiz für den quasiteligiösen Charakter der Umweltbewegung aus - religiöse Menschen haben oft Probleme mit Unterhaltung.) Wie auch immer, wichtig ist, dass alle Richtungen ausprobiert werden. Da die Russen sehr bewusst und gezielt auf Atomkraft setzen, ist es letzten Endes egal, ob die Deutschen Atomkraft als Teufelszeug verbannen, es schadet nur den Deutschen und nicht der gesamten Menschheit. Wenn Kernfusion was bringt, werden die Russen das notfalls auch alleine schaffen. Klug genug dazu sind sie jedenfalls, das kann ich definitiv sagen weil ich sie gut genug kenne.

Ob dann das eine oder andere Volk der große Verlierer ist, weil deren Eliten aus was auch immer für ideologischen Gründen auf die falschen Technoligien gewettet haben, ist für die Menschheit egal. Sie wird die Technologien der Gewinner verwenden.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 27 Mär 2019 12:31 #50298

Es herrscht Mangel an Führung , Wissenschaftler können soviel wirklich innovative dinge erfinden und Industrie kann noch so viel in Umweltschutz investieren und Verbraucher / Bürger können noch so sehr nachhaltiges wirtschaften verlangen .
Ohne jemanden der das alles zusammenführt ist alles vergeben .

Ich denke jeder war schon einmal in einer Situation wo der Leiter einer Gruppe keinerlei Führungseigenschaften hatte und die Folgen davon gesehen .

z.b

borgi64er schrieb: Terra X Lesch&Co2https://youtu.be/srmjRkHUNFs


Dazu noch

de.wikipedia.org/wiki/Technischer_Kalkkreislauf

de.wikipedia.org/wiki/Solarschmelzofen

Gebaut wird noch lange mit Zement und auch Ethanol wird noch einige zeit lang benötigt werden .

Die Menge an CO2 die beim Kalk brennen Entsteht ist für die Ethanol Erzeugung völlig ausreichend . Man kann damit auch Gewächshäuser , Algenfarmen u.s.w Versorgen .

Würde man jetzt in Afrikanischer Wüste Kalk Solarthermisch brennen und das Ethanol mit Sonnen und Wind Energie herstellen hätte man nicht nur den CO2 Ausstoß reduziert sondern auch noch eine Entwicklung für regionalen Wohlstand angestoßen .

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 03:52 #50305

Hallo,

kann mir bitte jemand die vorhergesagte mittlere globale Temperatur für 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024 und 2025 sagen,

MfG
egonotto

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 08:21 #50306

@ egonotto
Es geht hier nicht um das Wetter, sondern um das Klima. Letzteres ist ein statistisches Mittel des Wetters, wobei man ca. 30 Jahre als sichere Basis für einen Mittelwert ansieht. Das liegt daran, dass Phänomene wie El Nino dafür sorgen, dass keine jährlich kontinuierliche Wetterkurve existiert.
Die Frage ist also so nicht beantwortbar.
Natürlich gibt es Prognosen, wie sich das Klima weiter entwickelt. Prognosen sind immer mit einer gewissen Bandbreite verbunden.
Da Wetter ein chaotisches System ist, wird es wohl kaum zuverlässige Prognosen für einzelne Jahre geben.
P. S.: Mich würde schon interessieren, woher die Vorstellung kommt, es gäbe für bestimmte Jahre vorhergesagte globale Temperaturen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 08:36 #50307

Martn-O schreibt:

P. S.: Mich würde schon interessieren, woher die Vorstellung kommt, es gäbe für bestimmte Jahre vorhergesagte globale Temperaturen.

Ich kenne die Motive von egonotto nicht. Es wäre aber möglich, dass man durch Partikularisieren eine grundsätzlich richtige Vorhersage diskreditiert. Bei der genannten Reihe könnte sich ergeben, dass in der Gesamtheit ein kontinuierlicher Anstieg der Temperaturen festgestellt wird. Hast du dann in einem frühen Jahr jedoch eine Abweichung nach unten, dann sind auch die Folgejahre falsch und damit die Prognose.
Ernstlich wird ein redlicher Klimabesorgter in dem Zeitraum keine Signifikanz erwarten. Da dürfte auch einmal das Lager der Leugner der gleichen Meinung sein. Dabei fällt mir gerade auf, dass so eine kurzfristige Betrachtung für Klimaleugner besser funktioniert. Ändert sich etwas, dann kann ich das mit der Betrachtungsperiode auskontern. Ändert sich nichts, dann hat man ein qued.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 09:47 #50309

egonotto schrieb: ...kann mir bitte jemand die vorhergesagte mittlere globale Temperatur für 2019, 2020, 2021, 2022, 2023, 2024 und 2025 sagen,...

Also ich kann das auch nicht. Aber wenn du das selbst machen möchtest, hilft dir vielleicht diese Statistik bei Wiki zur globalen Erwärmung.
de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung
Du siehst in der folgenden Kurve die Steigerungsrate der Temperaturanomalie 1880-2017 zum Mittelwert 1951-1980, und da ist das Rekordjahr 2018 noch nicht einmal dabei. Die rote Linie (5-Jahres-Mittelwert) geht also weiter steil aufwärts.

upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f...perature_Anomaly.svg

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 13:56 #50310

Hallo,

wie kann man einen Durchschnitt ermitteln, wenn man die einzelnen Werte nicht kennt?

Läuft das in der Physik nicht so, dass Vorhersagen getätigt werden, die man dann überprüfen kann?

Beim Klima scheint das anders zu gehen. :(

Ist für mich nicht vertrauenswürdig :(

MfG
egonotto

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 14:32 #50311

@ egonotto
Klar gibt es Vorhersagen, das schrieb ich bereits, aber eben nicht auf ein bestimmtes Jahr bezogen, sondern auf einen längerfristigen Trend. Solche Vorhersagen wurden in der Vergangenheit gemacht und siehe da: Wir liegen jetzt 1 Grad höher als vor ca. 100 Jahren.
Die Vorhersagen waren unterschiedlich, inzwischen sieht man mehr Faktoren und deutlicher: So die CO2-Aufnahme des Meeres. So haben sich frühere Vorhersagen als richtig, aber ungenau erwiesen. Also genau das, wovon Sie sprechen: Vorhersagen wurden getätigt, die man dann überprüft hat.
Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben.

Beispiel aus der Physik:
Vorhersage: Die Halbwertszeit von Isotop x beträgt 100.000 Jahre. Wenn man eine kleine Menge (1.000.000.000) davon hat: Wie viele Atome werden in der nächsten Stunde zerfallen?
Antwort: Das kann man nicht sagen, weil das nur ein statistischer Wert ist.
Ist das dann auch nicht vertrauenswürdig?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 14:51 #50312

Vielleicht habe ich ein De Ja Vu.
Es scheint, -es sei denn ich irre mich- dass dieser Thread wieder ganz von vorn anfängt oder sich im Kreis dreht ohne vorwärts zu kommen.

Anfänglich erhoffte mir von diesem Thread erquickendes und wissenswertes zu erfahren, das mein klimatechnisches Horizont erweitert.
Für dieses furchtbare Problem des Klimawandels, fruchtbare Lösungen zu erfahren, und Auswege aus dieser Sackgasse.
Stattdessen lese ich hier das Gewäsch von Klimaleugnern, und auch wiederholungen vom bereits Gesagtem.
Wieder und wieder von vorn.

Anfänglich war es hier doch sehr sehr interessant.

PS
Thomas hat hier ein interessantes Thema angestoßen.
Auch ich bin Umweltschützer, und natürlich ein Befürworter von internationalem Klimaschutz. Und Unterstützer von Greta und anderen Klimafreunden.
Menschengemachte, negative Klimaveränderung existiert selbstverständlich, und ist gleichzeitig auch eine große Gefahr für alle Lebewesen auf unserem Globus.

Was zum lachen:
uwudl.de/urknall-weltall-leben-forum/pri...deos-und-bilder.html
"Wenn du nicht die Zeitung liest, bist du uninformiert; wenn du Zeitung liest, bist du falsch informiert." Mark Twain

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 14:58 #50313

Hallo,

danke für die Antworten.

Martin-O schrieb:
"Beispiel aus der Physik:
Vorhersage: Die Halbwertszeit von Isotop x beträgt 100.000 Jahre. Wenn man eine kleine Menge (1.000.000.000) davon hat: Wie viele Atome werden in der nächsten Stunde zerfallen?
Antwort: Das kann man nicht sagen, weil das nur ein statistischer Wert ist.
Ist das dann auch nicht vertrauenswürdig? "

Man beobachtet den Zerfall über eine genügend lange Zeit und bekommt dann ein vernünftiges Ergebnis
Das fände ich dann vertrauenswürdig.

Wenn man aber meint für die Messung nur eine Stunde verwenden zu wollen, dann würde ich es nicht für vertrauenswürdig halten.

Man sollte sich klar sein, dass es um kleine Veränderung geht. Bei der vorhergesagten mittleren globalen Temperatur über ein Jahr würde ein Fehler von 1% die Aussage schon wertlos machen.
Wenn also so geringe Toleranzen nötig sind, darf man schon nachfragen wie solch geringe Toleranzen erreicht werden.
Und wenn man keine vernünftigen Erklärungen bekommt, darf und sollte man schon zweifeln.

MfG
egonotto

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 15:06 #50314

Mustafa Basaran schrieb: Vielleicht habe ich ein De Ja Vu.
Es scheint, -es sei denn ich irre mich- dass dieser Thread wieder ganz von vorn anfängt oder sich im Kreis dreht ohne vorwärts zu kommen.

Diskussionen über Symptome drehen sich solange im Kreis, bis man die Ursache des Symptoms zur Sprache bringt.

Was treibt die gesamte Menschheit dazu, seinen eigenen Lebensraum und den der zukünftigen Generationen zu zerstören?
Was steckt dahinter?
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 16:02 #50315

badhofer schrieb: Was treibt die gesamte Menschheit dazu, seinen eigenen Lebensraum und den der zukünftigen Generationen zu zerstören?
Was steckt dahinter?


Also das ist ja auch schon oft genug gesagt worden und liegt mehr als auf der Hand:
Profit (Geld), Machtgier, Ignoranz, Egoismus und Bequemlichkeit

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 16:27 #50316

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Gut, eigentlich wollte ich mich hier nicht mehr einmischen. Aber da zu lesen ist, dass hier nur Klimaleugner sowie die mit heiligem Feuereifer mit Schwerpunkt auf großen Worten, wie ich vermute, digitalen Gralsritter der Klimarettung unterwegs sind, will ich mal die Postion eines moderaten Mittelweges einnehmen und durchaus mit einem Schuss Ironie auf eine Debatte blicken, die der Großteil der Menschheit schlicht und ergreifend auch weiter nicht interessieren wird.

Die „bewegte“ Jugend

Eine kritische Betrachtung zum morgigen FfF mit satirischem Untertone.

Ein Team der Uni Konstanz stellt nach einer Befragung von FfF-Demonstranten fest, dass die Teilnehmer engagiert, informiert und bereit seien, etwas zu bewegen. Man sei an Nachhaltigkeitsthemen interessiert und über den Zustand der Welt ziemlich verärgert, ja es kotze einen regelrecht an. Viele sagten aus, dass für sie das Thema Klimawandel schon länger von Interesse sei. Das „bewege“ sie dazu, nun mit zu demonstrieren.
Erstes Zwischenfazit: Ich stelle fest, es gibt eine „bewegte“ Jugend.

Szenenwechsel:

Work & Travel nach der Schulzeit boomen in DE, man hat sich das schließlich auch nach all dem Leistungsdruck im Hamsterrade der Schule verdient, und zudem sponsern Papi und Mami oder oft auch Opi und Omi das ja. Da stört es wenig, dass man die Ostsee oder den Chiemgau allenfalls vom Hörensagen kennt.
Nur ein Beispiel: Mehrere asiatische Staaten (Japan, Südkorea etc) bieten zunehmend Working-Holiday-Visa für junge Europäer oder Amerikaner (18-30) zu lukrativen Preisen an.
Dazu ein paar Zahlen:
Ein Flug nach Neuseeland und zurück produziert, wohlgemerkt pro Person, über 11to CO₂-Emissionen. Das ist nicht wenig im Vergleich zur Pro-Kopf-Jahresemission eines Inder mit 1,6to.
Die mittlere Jahresemission eines Mittelklassewagens (12.000 km) beträgt hierzulande 2to.
Klimaverträglich wäre angeblich nach Schätzungen (wie seriös die immer seien, möge dahingestellt sein) eine Emission von 2,3 to pro Mensch.
Zweites Zwischenfazit, das das erste voll und ganz bestätigt: Ja, es gibt sie wirklich auf allen Ebenen: eine „bewegte“ Jugend.

Egal welche klugen Ratschläge und Weltverbesserungsideen jetzt dazu wieder von euch kommen, auch die junge Generation wird beim Thema Klimawandel gespalten sein und auch auf diesem gesellschaftlichen Segment wird die Polarisierung zunehmen.

Für die alten Römer galt ein Grundsatz: Denke und rede wie du handelst, handle wie du denkst und redest.
Hand aufs Herz: Wir alle – alt und jung – sind doch in der Klimafrage meilenweit davon entfernt.

Aus der deutschen Industrie wagen sich nun auch einige Verantwortliche vorsichtig aus der Deckung aufgrund der Ankündigung des Kohleausstiegs und teils wegen der völlig aus ökonomischer Sicht überzogener Forderungen der FfF-Bewegung:
Das klingt dann in etwa so: Ja, man sei natürlich schon prinzipiell für eine Energiewende und wisse um die Dringlichkeit angesichts der Klimaerwärmung, aber wenn man weiter in DE wettbewerbsfähig gegenüber Amerika und vor allem Asien bleiben wolle, so könne man auf keinen Fall weiter steigende Strompreise akzeptieren, weil man sonst sich gezwungen fühle, die Produktion ins Ausland zu verlagern.
Und das meine ich jetzt im Ernst.: Diese Manager sind für ihren Mut zu loben, weil sie Tacheles reden!
Ich weiß aus erster Hand, dass das durchaus begründete Sorgen sind, die tatsächlich schon jetzt kurz- und mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industriebranchen bedrohen. Da geht es nicht mehr um mehr oder weniger Marge, sondern um die langfristige wirtschaftliche Existenz, um die Arbeitsplätze der jungen Menschen! Stromintensive Produktionsstätten wie die zur Herstellung von Silicium als Grundstoff für die Photovoltaikbranche, ironischerweise ein Standbein des Umbaus auf regenerative Energien, haben als konkretes Beispiel bereits Probleme, mit der Konkurrenz aus Asien mithalten zu können. Die Chinesen haben schon angekündigt, sogar den Strompreis noch mal um 10% zu senken, wobei das bisherige Niveau schon weiter unter dem von DE liegt.
Das ist nur ein Beispiel für das Dilemma, dem DE entgegengeht mit seiner Vorbildfunktion.
Wer heute hohe Energiepreise fordert (Benzin 5 Euro etc), verkennt völlig die Verflechtung von Ökologie und Ökonomie für die Stabilität einer Gesellschaft und deren inneren Frieden.

Mein persönliches Fazit und meine wohl etwas unpopuläre Einstellung:
Der mittlere, moderate Weg wird der beste sein.

Weder drastische Maßnahmen um das 2° Gradziel zu erreichen sind sinnvoll, weil unrealistisch, da die Weltbevölkerung nicht mit spielt und die sozialen, gesellschaftlichen und ökonomischen Verwerfungen dramatisch wären, wenn man die Maßnahmen par ordre du mufti diktieren würde, noch ein völlig ungebremstes weiteres Setzen auf fossile Brennstoffe ist ratsam, da in diesem Falle die Auswirkungen der Klimaerwärmung wohl global und langfristig verheerende Folgen zeitigen werden.
Ein moderater Umbau hin zu regenerativen Energieerzeugungstechnologien ist anzustreben, der aber so schnell nicht umzusetzen sein wird. Denn das eigentliche Problem dabei ist ja auch wiederum die unterschiedliche Geschwindigkeit, mit der die einzelnen Erdregionen unterwegs sind.
Beschleunigung an und für sich ist nie ein Problem, und zwar auf keiner Ebene, wenn man genau hinschaut. Würde der Amazonas genau so schnell nachwachsen, wie ihn die Menschheit abholzt, wäre es kein Problem. Das eigentliche Problem sind immer die nicht aufeinander abgestimmten und nicht synchronisierten Geschwindigkeiten und Beschleunigungen. Deshalb kann es sich auch DE nicht leisten, mit Atom- und Kohleausstieg als Musterknabe weit vor zu breschen in der naiven Hoffnung, die anderen würden dann aufgrund unserer Vorbildfuntkion schon nachziehen. Der nachteilige Effekt würde überwiegen: Die Industrie wandert ab und die Menschen verlieren ihre ökonomische Basis, sprich Arbeit. In der Folge brechen die Steuereinnahmen ein und der Staat ist gezwungen, die Sozialausgaben, Renten und sonstige Leistungen zu kürzen.
Und da gehe ich jetzt schon jede Wette ein: Jene, die heute für den Klimaschutz auf die Straße gehen, werden dann zu einem Großteil wieder zu sehen sein, wenn gegen Kürzungen des Sozialetats demonstriert wird, wenn es drastisch weniger zu verteilen gibt, weil die Steuereinnahmen wegbrechen.
Seien wir also froh, wenn zumindest ein halbwegs moderates und eher langsameres Umsteuern auf globaler Ebene gelingt. Alleine dieses Szenario dürfte schon bei realistischer Betrachtung allen Ernstes anspruchsvoll genug sein. Die überwiegend negativen wie auch vereinzelten positiven Folgen des Klimawandels werden wir wohl zu konstatieren haben und die Welt wird sehen müssen, wie damit umzugehen sein wird. Jede Generation hat die Herausforderungen ihrer Zeit zu meistern, ob sie ihr gefallen oder nicht.
Federn werden zu lassen sein, so oder so, und zwar global, aber nicht gleich verteilt, weil sich eben auch hier zeigt, dass sich globale Gerechtigkeit nicht verwirklichen lässt. Die Weltgemeinschaft sollte zusehen, dass sich dieses Federnlassen so gut es geht in Grenzen hält. Dazu sind sowohl ökologische wie ökonomische Aspekte zu berücksichtigen, die immer auch die Conditio humana im Auge haben. Wer klug regiert, sollte nie vergessen, dass der Mensch aus krummem Holze geschnitzt ist. Wir brauchen in verantwortungsvollen Positionen, sei es in der Wirtschaft oder Politik, Meister des Lavierens, nicht des überzogenen einseitigen Aktionismus, der nur die ökologischen Aspekte sieht und der mehr Gesamtprobleme aufwirft als er löst. Diesen letzten Satz meine ich nicht satirisch, sondern im Ernst!
Diese Gedanken werden wohl den wenigsten gefallen, die hier engagiert schreiben. Aber ich stelle besonders auch im eigenen persönlichen Umfeld fest: Geredet wird viel, kluge Ratschläge haben fast alle, aber unmittelbar gehandelt mit persönlichen Konsequenzen wird gemessen an den Worten wenig. Und ich bin mal so präjudizierend und glaube, dass das auch für die meisten gilt, die hier im Thread posten.

Wer also mit diesen Zeilen seine Probleme hat, der möge sie kommentieren, aber mich würde dann auch interessieren: WAS MACHST DU GANZ KONKRET, UM NICHT MEHR ALS 2,3to IM JAHR AN KOHLENDIOXID ZU ERZEUGEN? JA, DU?

Denn das wäre der Wert, der angeblich noch pro Kopf und Jahr klimaverträglich wäre. JA, WAS MACHST DU, UM DIESES ZIEL FÜR DICH ZU ERREICHEN?

Schon alleine, dass du hier liest und schreibst, bedeutet, dass du zur Emission beiträgst. Denn die Kathedralen des Internets, die großen Rechnerzentren, müssen massiv gekühlt werden, damit die darin versammelten Heiligen und modernen Götzen, die Hochleistungsrechner, nicht heiß laufen und uns weiter ihre so uns unverzichtbar erscheinenden Dienste zu Verfügung stellen können.
Und was beobachtest du in deinem Umfeld? Gibt es Anzeichen für ein großes Um-steuern oder Um-Handeln im persönlichen Bereich deiner Bekannten, Freunde und Arbeitskollegen, das nicht auf Politik oder Wirtschaft wartet. Denn Um-Denken alleine, ob auf persönlicher oder gesellschaftlicher Ebene, ohne Um-handeln ist auch im Falle des Klimaschutzes so prickelnd und ergiebig wie Sex, der nolens volens auf reines Kopfkino begrenzt ist.
Da ich sehr pessimistisch bin, dass die Menschheit im Kollektiv diese defizitäre Schieflage ernsthaft beseitigen kann, braucht es in Politik und Wirtschaft künftig gute Meister des Lavierens. Schließlich sind und bleiben auch künftig all die neuen modernen deutschen Michel und ihre Brüder und Schwestern rund um den Globus selber ganz raffinierte Künstler im Lavieren mit einem latenten und selber nicht eingestandenen Hange zum Selbstbetrug.
Deshalb wird sich unsere Wahrnehmung der Klimaveränderung ändern, statt dass wir die Ursachen abstellen werden oder abstellen können aufgrund der polykausalen Verflechtungen mit Wirtschaft und modernem Leben rund um den Globus. Wir werden uns mit Alibi-Aktionen das Gewissen schön reden und die Folgen verwalten. That's it!
Möge aber das moralische Urteil über diese Tatsache nicht zu streng ausfallen, denn es sind mildernde Umstände zu berücksichtigen: eben das krumme Holz, aus dem die Spezies geschnitzt ist. Freilich, solche Gründe beeinflussen kaum das Urteil, das die Natur und die einzelnen Spielarten der Evolution, wie die biologische und jetzt auch kulturelle, über sie fällen werden. Denn es stimmt schon, wie mancher hier schon schrieb:
Die Naturgesetze verhandeln nicht.
Apropos eigenes Umfeld: Heute hat mir ein langjähriger alter Freund folgendes mitgeteilt, ja eigentlich einen wohlgemeinten Tipp gegeben: Er richtet sein persönliches Wertportfolio so ein, dass in etwa auch so viele Aktien darin von den großen fossilen Energieriesen enthalten sind, dass alleine schon die jährliche Dividende mind. seine jährlichen Energiekosten decken.
Außerdem seien diese Aktien mit die sichersten überhaupt und deutlich in der Dividende langfristig über dem Mittel. So hole er sich von diesen Giganten wieder, was sie ihm an Energiekosten wie Strom, Gas oder Öl mit überhöhten Preisen aus der Tasche ziehen.
Unter Insidern gebe es auch z.B. den Spruch: Never sell the Shell! Die sei angeblich eine wahre Bank und sehr lukrativ.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 17:55 #50318

Cyborg schrieb: Wir brauchen in verantwortungsvollen Positionen, sei es in der Wirtschaft oder Politik, Meister des Lavierens, nicht des überzogenen einseitigen Aktionismus, der nur die ökologischen Aspekte sieht und der mehr Gesamtprobleme aufwirft als er löst….

Sorry, aber sog. „Meister des Lavierens“ hatten wir ja nun lange genug, man nennt sie auch Lobbyisten. In den nächsten Jahren geht es nicht ohne wissenschaftliches und ökologisches Know-how als Vermittler und Impulsgeber zwischen Industrie, Wirtschaft und Politik.

Cyborg schrieb: Wer also mit diesen Zeilen seine Probleme hat, der möge sie kommentieren, aber mich würde dann auch interessieren: WAS MACHST DU GANZ KONKRET, UM NICHT MEHR ALS 2,3to IM JAHR AN KOHLENDIOXID ZU ERZEUGEN? JA, DU?

Schon alleine, dass du hier liest und schreibst, bedeutet, dass du zur Emission beiträgst….

Das Thema hatten wir schon, und viele haben dazu bereits Stellung genommen. Ehrlich gesagt, kann ich für mich selbst nicht sagen, wie „meine persönliche“ CO²-Bilanz in Tonnen/Jahr aussieht. Aber eines ist doch auch klar: sähe die Bilanz der Ölmultis und Energieversorger besser aus, hätte ich darum keine Sorge.
Was die Nutzung des Computers betrifft, das stimmt natürlich – und daran ändert sich auch nichts, nur weil meine Rechner berufsbedingt eh zu meinen Forum-Zeiten mit dem Internet verbunden ist. Aber ich sehe schon einen Unterschied darin, ob ich meine Rechnerzeit mit Online-Spielen, Videodownloads oder permanenter Nutzung von Facebook & Co ausfülle, oder mich in einem Thread wie diesem für die Unterstützung der f4f-Bewegung engagiere.

Cyborg schrieb: Apropos eigenes Umfeld: Heute hat mir ein langjähriger alter Freund folgendes mitgeteilt, ja eigentlich einen wohlgemeinten Tipp gegeben: Er richtet sein persönliches Wertportfolio so ein, dass in etwa auch so viele Aktien darin von den großen fossilen Energieriesen enthalten sind, dass alleine schon die jährliche Dividende mind. seine jährlichen Energiekosten decken.
Außerdem seien diese Aktien mit die sichersten überhaupt und deutlich in der Dividende langfristig über dem Mittel. So hole er sich von diesen Giganten wieder, was sie ihm an Energiekosten wie Strom, Gas oder Öl mit überhöhten Preisen aus der Tasche ziehen….

Ja, was soll man zu diesem Tipp nun sagen. Auch ich hätte gerne die Kosten für Energie reduziert oder ganz gespart. Aber wohl kaum über den Weg, mich als Anteilseigner an den Profiten dieser Klimasünder-Giganten zu beteiligen und damit deren Marktstellung zu unterstützen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 20:59 #50319


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 21:27 #50320

Pressemitteilung des BEV Nr. 4/2019 vom 28. März 2019

BEV zum Schülerstreik: Lehrstück für Demokratie daraus machen!

Zur Zeit rufen Schulen nach einer klaren Ansage aus dem Ministerium, wie sie mit den für das Klima streikenden Schülern verfahren sollen: Verweis, ja oder nein? Die Rechtslage ist eindeutig: Schwänzen ist verboten. Klar ist aber auch, dass die Wirkung des Schülerstreiks auf die Gesellschaft weit schwächer wäre, wenn er in der Freizeit stattfände, denn wirksamer Protest braucht Reibung.

"Nach Ansicht des Bayerischen Elternverbands verhält sich der Kultusminister klug, wenn er hier den Schulen keine Vorgaben macht", sagt der Landesvorsitzende Martin Löwe. "Ein Minister kann kraft Amtes eigentlich nur die Einhaltung der Gesetze fordern, alles andere würde seine Glaubwürdigkeit als Staatsdiener aushöhlen." Indem er dies unterlasse, eröffne er den Schulen die große Chance, mit dem Konflikt eine gigantische pädagogische Ernte einzufahren.

So hätten die Schulen die Chance, mit den Schülern die konfligierenden Rechtsgüter und Werte abzuwägen und das Spannungsfeld um den Verstoß gegen die Schulpflicht für eine gute Sache auszuloten. "Praxisnäher und emotionaler als anhand dieser konkreten Situation kann Demokratie und Staatsbürgerkunde nicht erlernt werden", führt Löwe aus. "Neben der Verpflichtung zur Teilnahme an Umweltprojekten, die einige Schulen anstelle eines Verweises verhängen, sollte aus dem Konflikt so vor allem ein Lehrstück für Demokratie gemacht werden. Anhand dessen sollte mit den Schülern die für eine funktionierende Demokratie notwendige Einhaltung der Gesetze ebenso diskutiert werden wie die vom Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, unlängst vorgebrachte Frage, ob man für das Klima demonstrierende Schüler in punkto Verweis anders stellen dürfe als solche, die etwa gegen Ausländer aufmarschierten. Schließlich ist zu erarbeiten, dass es für manche Dinge keine Lösung gibt und dass hier nur die Diskussion und der zu Unrecht viel gescholtene Kompromiss weiterhelfen." Ein alleiniger Verweis könne die sich hier ergebenden Erkenntnisse nie vermitteln.


***

Der Bayerische Elternverband ist der Verband für alle Eltern in Bayern. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

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Henrike Paede
Stellvertretende Landesvorsitzende und Sachgebietsleiterin Förderschule/Inklusion/Integration
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Tel.: 0821 437196
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 28 Mär 2019 23:24 #50323

Heinzendres,

Elternverband hin oder her. Unseren Kinder geht es um die zukünftige Bewohnbarkeit unseres Planeten.
Unsere jetzige Lebensweise steht in der Kritik. Denn die gefährdet diese Bewohnbarkeit.

Mit unserem Erdinneren brauchen wir nicht diskutieren, Vulkane werden ausbrechen, Erdbeben werden stattfinden, wann es an der Zeit ist. Mit dem uns umgebenden Weltraum brauchen wir auch nicht diskutieren, denn Asteroiden werden uns treffen, wann immer es ihnen gefällt.

Was wir aber in der Hand hätten, wäre die Stabilität unserer Ökosphäre.

Und die destabilisieren wir gerade und zwar so massiv, dass wir dabei sind, unsere Lebensgrundlagen nicht nur zu beeinträchtigen, sondern gravierend zu zerstören.

Mein Eindruck ist, dass wir Erwachsene nicht begreifen, wie folgenreich unser Handeln sein wird. Unsere Kinder spüren das bei weitem deutlicher und protestieren deshalb.

Und Cyborg:
Die Quittungen, die die Natur uns ausstellt, kennt keine sozialen, ökonomischen, religiösen oder anderweitigen Fragestellungen. Sie stellt nur ihre Rechnung!

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 00:16 #50324

@ egonotto
In meinem Gleichnis ging es nicht um ein Mess-Zeitraum, sondern um einen Vorhersage-Zeitraum. Da sagst Du zu Recht, dass ein kurzer Zeitraum nicht vertrauenswürdig ist. Genau das hast Du aber im Blick: Vorhersagen für bestimmte Jahre, das ist eben genauso ein Unsinn wie Vorhersage für winzige Zeitabschnitte im Vergleich zur Halbwertszeit.
Damit hast Du bestätigt, dass Deine Anfrage einfach nur Bullshit war.
Du bekommst hier sehr wohl vernünftige Antworten, aber Du solltest auch bereit sein, logisch mitzudenken.


@ Mustafa Basaran
Thomas hat in seinem Eingangsthread zu Reaktionen auf F4F eingeladen.
Dies geschieht hier auf verschiedenen Ebenen:
- News über f4f
- Bewertungen von F4F
- Einzelheiten zum Klimawandel, aktuelle Infos
- Diskussionen über den Klimawandel
- Was ist zu tun? (politisch, persönlich, Tipps)
Die sog. Klimaleugner sind eine starke Minderheit. Mit ihnen zu diskutieren ist eine wichtige Aufgabe. Wobei es mehrere Arten gibt:
- Leugnung des Klimawandels überhaupt
- Leugnen, dass er Menschengemacht ist
- Überzeugung, dass der Klimawandel technisch locker zu bewältigen ist
Ich finde die Entscheidung gut, hier Klimaleugner zu Wort kommen zu lassen. Wenn nicht hier, wo dann kann eine sachliche Auseinandersetzung stattfinden? Zugegeben, es ist ein wenig ermüdend.

@ cyborg
Ich kann das weitgehend nachvollziehen.
Deine Satire ist natürlich übertrieben, aber die Schüler streiken auch gegen einen Lebensstil, an dem sie selber teilhaben. Wir sind Teil einer griechischen Tragödie, dass wir Dinge tun, die wir eigentlich nicht wollen.
Diese Ehrlichkeit muss sein: Wir können uns aus unseren Wiedersprüchen nie ganz befreien. Aber niemand ist ihnen völlig ausgeliefert. Dies entspricht Deinem Mittelweg auf einer anderen Ebene.
In den konkreten Vorschlägen widerspreche ich Dir:
Wenn man Arbeit billiger und Sprit teurer macht, dann kann dies weitgehend sozial verträglich sein. Dazu müssten aber flankierende Maßnahmen kommen wie der Ausbau des ÖPNV auf dem Land.
Warum Kerosin steuer-Subventioniert wird oder intensive Landwirtschaft durch die EU gefördert wird: Das versteht keiner und muss nicht sein. Oder dass Stromsparer finanziell bestraft werden.
Im Ruhrpott kann man sehen, dass Umstrukturierungen weh tun, aber möglich sind. Der Fern-Tourismus verliert, der Nah-Tourismus boomt. Das würde der deutschen Wirtschaft kaum schaden – wenn überhaupt. Autofreie Innenstädte würden die Lebensqualität verbessern – und Gesundheitskosten senken.
Dies alles Beispiele, wie es zwischen Ökologie und Ökonomie ein win-win-Situation geben kann. Einiges wird eben anders, so wird es sich nicht lohnen, weit vom Arbeitsplatz entfernt zu wohnen.
Die Wirtschaft bricht nicht zusammen, wenn Autobahnen nicht als fahrbare Lagerhallen genutzt werden, sie muss sich nur umstellen. Auch die nächtliche Bestrahlung des Weltalls muss so nicht sein, zB durch intelligente Straßenbeleuchtungen.
Weitgehende regionale Versorgung (angestoßen u. a. durch regionale Währungen) ist auch kein Nachteil.
Kurz: Dein Mittelweg kann durchaus sehr klimafreundlich sein. Soziale Verwerfungen werden sowieso kommen, wenn uns die Folgen des Klimawandels einholen. Deswegen ist es durchaus angemessen, da etwas mutiger zu sein.

Bei wdr5 kann man eine Podiumsdiskussion über f4f anhören.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 01:11 #50325

Martin-O schrieb: Ich finde die Entscheidung gut, hier Klimaleugner zu Wort kommen zu lassen. Wenn nicht hier, wo dann kann eine sachliche Auseinandersetzung stattfinden? Zugegeben, es ist ein wenig ermüdend.


Ich habe mit Josef über die Klimaskeptiker/-leugner im Forum gesprochen, und auch wir Moderatoren ind uns einig, hier im Forum offene Gespräche darüber zuzulassen.
Aber im Rahmen unserer Netiquette, respektvoll, vernünftig, aber auch selbstkritisch und wissenschaftlich.

Was allerdings gar nicht geht, sind Beschuldigungen und Beleidigungen. Wenn Emotion über Vernunft herrscht.

Unter uns, eines hatte ich im Leben immer schon gehasst:
Dass in Diskussionen, der eine schon am Konter feilt, bevor der andere sein Wort beendet hat. Ohne zuzuhören und Lernbereitschaft.
Und sowas ist keine Diskussion.
Es ist ein totes Rennen.

Bleiben tun nur Probleme und Kopfschmerzen. Keineswegs aber Zugewinn an Wissen und Erfahrung.

Wenn einer 10 pro Beweise bringt, so sollte der andere auch mal anerkannte Kontra Beweise bringen um seriös zu sein.
Keine der á la Erich von Däniken "Das kann doch gar nicht gewesen sein"-Beweise .

Fazit:
Vernünftige Klima-Diskussionen: Ja
Millitante, pochende Klimaleugnerei ohne echte Begründungen: Nein.

Was zum lachen:
uwudl.de/urknall-weltall-leben-forum/pri...deos-und-bilder.html
"Wenn du nicht die Zeitung liest, bist du uninformiert; wenn du Zeitung liest, bist du falsch informiert." Mark Twain

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 03:14 #50326

Martin-O schrieb: @ egonotto

In meinem Gleichnis ging es nicht um ein Mess-Zeitraum, sondern um einen Vorhersage-Zeitraum. Da sagst Du zu Recht, dass ein kurzer Zeitraum nicht vertrauenswürdig ist. Genau das hast Du aber im Blick: Vorhersagen für bestimmte Jahre, das ist eben genauso ein Unsinn wie Vorhersage für winzige Zeitabschnitte im Vergleich zur Halbwertszeit.
Damit hast Du bestätigt, dass Deine Anfrage einfach nur Bullshit war.
Du bekommst hier sehr wohl vernünftige Antworten, aber Du solltest auch bereit sein, logisch mitzudenken


Hallo,

ist das eine sachliche Behauptung?

Glaub ich nicht. Ich finde sie herabwürdigend und beleidigend.

Du kennst doch den klugen Spruch "Es gibt keine dummen Fragen sondern nur dumme Antworten".
Wenn du vernünftige Argumente hast dann teile sie bitte mit.

In deinem Gleichnis ging es um eine Messung die man in kurzer Zeit nicht ausführen kann.
Temperaturmessungen kann man dagegen sehr schnell ausführen. Und die mittlere globale Temperatur wird aus vielen Einzelwerten berechnet.
Warum kann man dann keine mittlere globale Temperatur vorhersagen?
Und was kann man vorhersagen?


Im
Climate Change 2013
The Physical Science Basis
Working Group I Contribution to the
Fifth Assessment Report of the
Intergovernmental Panel on Climate Change
ist auf Seite 981 ein Bild, das schon in die richtige Richtung weist.
Nur fehlen da halt Angaben. Z.B. ist die Temperatur nur relativ angegeben. Den benutzten Bezugspunkt hab ich nicht finden können. Bei Jahresmittel würde ich auch diskrete Punkte erwarten. So dass ich das Bild nicht ganz verstehe. Aber es deutet meiner Meinung nach doch an, dass Vorhersagen möglich sind.



MfG
egonotto

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 07:07 #50327

Thomas schrieb: Heinzendres,

Elternverband hin oder her. Unseren Kinder geht es um die zukünftige Bewohnbarkeit unseres Planeten.
Unsere jetzige Lebensweise steht in der Kritik. Denn die gefährdet diese Bewohnbarkeit.

Thomas schrieb: Also was sagt die Welt der Erwachsenen zu dieser Jugendbewegung.

Wer da etwas beitragen möchte, dann bitte hier.


Also ich bin Verwirrt , sehr sogar

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 07:33 #50328

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@egonotto

Es gibt einen guten Grund warum in der Klimaforschung mit Temperatur-Differenzen und nicht mit Absolut-Werten gearbeitet wird:
Die Differenzen lassen sich erheblich genauer feststellen!
Die Absolutwerte irgendwelcher Jahre sind eigentlich auch völlig egal, führt auch leicht in die Diskussion um eine "optimale" Temperatur. So etwas gibt es nicht, das Problem ist nicht irgendein Temperaturwert sonder das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Veränderung.
In den Kurven wird für den Nullpunkt üblicherweise ein 30-Jahre-Mittel genommen, auf diesen beziehen sich dann die Differenzen. Die 30-Jahre-Mittel sind je nach Quelle der Daten unterschiedlich (NASA z.B. 1951-1980).
Etwas ausführlicher und fachlicher hier: https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/verwirrspiel-um-die-absolute-globale-mitteltemperatur/
Gut verständlich finde ich dieses Beispiel zu Absolut vs Differenz:
Badezimmerwaage
Sie haben eine einfache alte Waage mit Sprungfeder. Da die Härte der Federn in der Produktion um ±5% streut gibt der Hersteller an, dass die Waage auf ±5% genau misst. Sie wiegen sich und die Waage zeigt 80,0 kg. Jetzt wissen Sie, dass Sie 80 ± 4 kg wiegen, also irgendwas zwischen 76 kg und 84 kg.

Drei Monate später wiegen Sie sich wieder und die Waage zeigt 82,0 kg.

Richtig ist: Sie haben um 2,0 ± 5%, also um 2,0 ± 0,1 kg zugenommen. Sie können das auf 100 Gramm genau feststellen, obwohl Sie ihr absolutes Gewicht nur auf 4 kg genau kennen. Ganz analog zum Problem mit der absoluten Temperatur.

Falsch ist: Sie wiegen jetzt 82,0 ± 0,1 kg. (Genauso falsch, wie die Temperatur in 2016 mit 14,83°C anzugeben.)

Nutzlos ist die Aussage, dass Sie vorher 80 ± 4 kg wogen und jetzt 82 ± 4 kg, weil eine solche Angabe bedeutet, dass Sie angesichts der 4 kg Unsicherheit nicht einmal wissen, ob Sie nun zu- oder abgenommen haben. Sie verschweigt, wie genau Sie die Differenz kennen.

Jetzt wiegen Sie sich am selben Tag, an dem Ihre Waage 82,0 kg angezeigt hat, bei Ihrem Arzt. Dessen Waage zeigt aber nur 79,5 kg.

Dumm wäre wenn Sie daraus folgern, dass Sie in den letzten drei Monaten gar nicht zugenommen haben. Richtig ist die Folgerung, dass die Waage des Arztes anders (vermutlich genauer) kalibriert ist als Ihre alte Badezimmerwaage.

Gruß
Lutz
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 09:48 #50329

Mustafa Basaran schrieb:

Martin-O schrieb: Ich finde die Entscheidung gut, hier Klimaleugner zu Wort kommen zu lassen. Wenn nicht hier, wo dann kann eine sachliche Auseinandersetzung stattfinden? Zugegeben, es ist ein wenig ermüdend.


Ich habe mit Josef über die Klimaskeptiker/-leugner im Forum gesprochen, und auch wir Moderatoren ind uns einig, hier im Forum offene Gespräche darüber zuzulassen.
Aber im Rahmen unserer Netiquette, respektvoll, vernünftig, aber auch selbstkritisch und wissenschaftlich...

Dieser Meinung schließe ich mich gerne an - sehe allerdings auch einen sehr negativen Aspekt:
Wenn wir schlichtweg über die Existenz des Klimawandels diskutieren - oder, wie hier auch schon aufgetaucht, gar über positive Effekte einer globalen Temperaturerhöhung, dann ist das offensichtlich mehr als genug um einen Thread mit diesen Schwerpunkten bis zum Sankt Nimmerleins-Tag fortzuführen.
Aber werden wir damit dem Anliegen von Greta Thunberg und der 4f4-Bewegung gerecht? Und was bitte hat das mit Gretas Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu tun? Dort wollte sie doch zu den Konzernbossen sprechen, aber die waren zum einem großen Teil schon abgereist - vor allem jene, an die ihre Botschaft hören sollten!
Doch wenn wir uns jetzt hier im Forum mit ihrem Appell an die Wirtschaft und Politik beschäftigen, dann sollte es unser Anliegen sein nicht nur über die Existenz eines Klimawandels und dessen Ausmaß und Auswirkung zu sprechen, sondern - ganz im Sinne der 4f4-Bewegung - vordringlich darüber, was JETZT geändert in angeschoben werden kann, um den menschlich verursachten Klimawandel zu minimieren.
Leider habe ich das Gefühl, dass dieser Thread (so wie er sich entwickelt hat) das nicht leisten kann. Meiner Meinung nach, müssten einige Punkte des vorgegebenen Themas voneinander getrennt behandelt werden. Den Klimawandel aus der Sicht anerkannter wissenschaftlicher Forschung und dessen Gegenstück zu debattieren kocht derartig die Emotionen hoch, dass für die anderen Aspekte (beispielsweise Technologie oder gesellschaftliche und politische Verantwortung) kein Raum bleibt. Für mich macht dieses Thema zu besuchen nur dann weiterhin Sinn, wenn die aufgeworfenen Fragen und Lösungsansätze als solche noch erkennbar sind - ohne von einer Flut Beiträgen aus "Nebenschauplätzen" erstickt zu werden. So wie es momentan läuft mag es ja interessant sein, aber wir tun genau das Gegenteil von dem was das Gebot der Stunde wäre ...
Wenn ich mit meiner Auffassung nicht alleine dastehe, sollte man das Eine oder Andere Thema in einen neuen Thread auslagern (Moderator / Admin?) oder neue Themen mit speziellen Fragestellungen eröffnen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 10:38 #50330

@ollelinse
Ich kann gut verstehen, dass du den Thread so sehen möchtest. Allerdings ist sowohl der Name wie auch der Ausgangspost aus meiner Sicht sehr viel offener als du dies in dem vorgängigen Post darstellst. Ich denke, dass ganz sicher nichts dagegen spricht, wenn du auch hier einen konkreteren Thread eröffnest, der sich möglichen technischen Maßnahmen und persönlichem Handeln auseinandersetzt. Dann hättest du gewissermaßen sicher auch so etwas wie das Hausrecht. Ich weiß aber auch nicht, ob das Forum wirklich optimal für konkretes Handeln ist. Da gibt es aus meiner Sicht bessere Plattformen. UWudL hat aus meiner Sicht grundsätzlich die Zielrichtung im naturwissenschaftlichen Sinne aufklärerisch und informierend zu sein. Dazu gehört auch, dass man sich Argumente (nicht Behauptungen und Emotionen) anderer anhört. So verstehe ich auch die Zulassung von Klimaleugnung bei den Verantwortlichen des Forums, die aus meiner Wahrnehmung selbst davon überzeugt sind, dass der Klimawandel ganz oder überwiegend in Tempo und Richtung durch Menschen verursacht ist. Der Überzeugung bin ich auch.
Solltest du z.B. einen Thread eröffnen, der sich so etwas wie folgenden Titel gibt: Wie können wir dem Klimawandel technisch und persönlich begegnen? Das wäre auch für mich interessant. Jede Diskussion, ob es den Wandel gibt, ob es nicht sogar eine andere Optimaltemperatur gibt, oder doch vielleicht wie Denethor in Minas Tirit gleich zum Fatalismus aufrufen usw., wären außen vor. Der vorhandene Thread könnte gleichwohl Basis der Diskussion bleiben.
In einem Thread, der sich auseinandersetzt mit den Berechnungen der Krümmung eines SL oder dem Erleben eines Freifallers, hat auch für mich ein Post nichts zu suchen, der ausführt, dass man gar nicht berechnet, weil es keine SL gibt.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 11:56 #50332

@D.Rajic,
hab Dank für die Hinweise. Du hast sicher recht und ich bin ja auch mehrfach in die Diskussion zur Klimawandel-Leugnung und Verharmlosung eingestiegen (habe also nicht grundsätzlich etwas dagegen dies hier zu besprechen). Aber ich persönlich setze mir auch ein Limit für solcherlei Grabenkämpfe. Ich beobachte das auch weiter, aber um mich ständig im Kreise zu drehen - dazu habe ich weder die Zeit noch sehe ich, dass es uns in der Sache weiterbringt.
Deine Bedenken, dass dies vielleicht dann doch eher das falsche Forum zur Diskussion über umsetzbare Technologien sowie Mittel und Wege ihrer Umsetzung ist, kann ich erst einmal nur zur Kenntnis nehmen, von alleine wäre ich wohl nicht darauf gekommen - reden wir hier doch über existenzielle Grundlagen des Lebens auf diesem Planeten und wie wir diese erhalten können. Da ist dein Hinweis auf andere Plattformen vielleicht nützlich. Gleiches trifft auch für die Fragestellung zu, die badhofer gestern in #50314 noch einmal zum Ausdruck gebracht hat: "Was treibt die gesamte Menschheit dazu, seinen eigenen Lebensraum und den der zukünftigen Generationen zu zerstören? Was steckt dahinter?" Wenn keine Konsequenzen aus der Beantwortung dieser Frage gezogen werden, setzen wir weiter auf einen Weg, der letztlich (nur leider zu spät) auch den letzten Klimaskeptiker oder dessen Nachkommen eines Besseren belehren wird.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 15:22 #50365

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Hallo..
Die aktuelle Studie 2018 der WMO ist nun verfügbar...
gallery.mailchimp.com/daf3c1527c528609c3...e_Statement_2018.pdf

2018 ist der Meeresspiegel außergewöhnlich stark gestiegen. Der globale Mittelwert lag nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) um etwa 3,7 Millimeter über dem Wert von 2017. Der durchschnittliche Anstieg seit 1993 betrage 3,15 Millimeter pro Jahr. "Die in diesem Bericht veröffentlichten Daten geben Anlass zu großer Sorge", schreibt UN-Generalsekretär António Guterres in einem am Donnerstag in New York vorgestellten Bericht der WMO.

Zitat RT Deustch

NGse Z.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 16:18 #50366

Heute in Berlin: bis zu 25.000 (erwartet waren 15.000) Teilnehmer an der Freitagsdemo inkl. Greta Thunberg als Gastrednerin. Links und Videobeiträge gibt es zu genüge im Netz.
Dafür stellvertretend: www.morgenpost.de/berlin/article21677515...nberg-in-Berlin.html

Und... gestern bei Maybrit Illner; Stefan Aust, Eckhart von Hirschhausen und Paul Ziemiak diskutierten Klimaschutz
www.welt.de/vermischtes/article191016777...ren-Klimaschutz.html

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 29 Mär 2019 16:39 #50367

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Martin-O schrieb:
Kurz: Dein Mittelweg kann durchaus sehr klimafreundlich sein. Soziale Verwerfungen werden sowieso kommen, wenn uns die Folgen des Klimawandels einholen. Deswegen ist es durchaus angemessen, da etwas mutiger zu sein.

Ist es das?
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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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