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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Apr 2019 10:46 #50492

@ ollelinse
Da scheine ich ganz anders "zuzuhören", klar gab es Stellenweise auch viel Blabla und Scheindebatten.
Allerdings konnte man von jeder Seite auch Relevantes hören.
Es stimmt das man ökologische Produktion und Technologien rentabel machen muss, denn so funktioniert die Wirtschaft nunmal.
Die Frage ist, ist das überhaupt möglich?

Es stimmt auch das man in der Politik Mehrheiten braucht um Gesetze umzusetzen und das ist mitunter nicht ganz einfach.
Auch darüber muss man nachdenken, selbst wenn es nicht den eigenen Ansprüchen oder Vorstellungen entspricht.

Genau hier sehe ich ein riesen Problem, es müssen so viele Interessengruppen nicht nur gehört werden, sondern auch ein konsens gefunden werden.
Wie Greta in dem ausführlichen interview schon sagte: es geht um Zusammenarbeit und das bedeutet auch man muss die Schwierigkeiten aller anderen Interessengruppen ernst nehmen und gemeinsam für alles Lösungen finden.

Hier war die Debatte enorm emotional aufgeladen, jeder fühlte sich direkt oder indirekt angegriffen weil er keine Lösungen für die Problematiken fand, das kann nie zum Konsens führen.
Aber vieleicht sind solche Politiktalkshows auch nicht dazu da, einen Konsens zu finden, so viel Zeit wie für die Scheinargumente draufgegangen ist.
Das war tatsächlich sehr schade.

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 01 Apr 2019 11:47 #50493

Sirius schrieb: @ ollelinse
Da scheine ich ganz anders "zuzuhören", klar gab es Stellenweise auch viel Blabla und Scheindebatten.
Allerdings konnte man von jeder Seite auch Relevantes hören.
Es stimmt das man ökologische Produktion und Technologien rentabel machen muss, denn so funktioniert die Wirtschaft nunmal.
Die Frage ist, ist das überhaupt möglich?

Es stimmt auch das man in der Politik Mehrheiten braucht um Gesetze umzusetzen und das ist mitunter nicht ganz einfach.
Auch darüber muss man nachdenken, selbst wenn es nicht den eigenen Ansprüchen oder Vorstellungen entspricht.
...
Aber vieleicht sind solche Politiktalkshows auch nicht dazu da, einen Konsens zu finden, so viel Zeit wie für die Scheinargumente draufgegangen ist.
Das war tatsächlich sehr schade.


Das stimmt wohl, ich habe natürlich auch Relevantes von Kubicki und Haseloff gehört, aber eben mehr BlaBla und Scheindebatten. Harald hat es doch auf den Punkt gebracht als er noch die Gelegenheit dazu hatte. Und da waren wenig Streicheleinheiten für die Medien und Talkshows bei...
Wenn wir heute nur die rentabelsten der verfügbaren Technologien für die unmittelbare Zukunft fördern und planen, haben wir tatsächlich schon verloren. Das verrückte dabei ist (wie auch einst bei der Kernkraft), dass in diese Rentabilitätsrechnung der Zukunftsfaktor nicht einfließt, das Ergebnis sähe sofort ganz anders aus. So mag ja die Wirtschaft, die bestenfalls für einige Jahre vorausdenkt, funktionieren. Die Natur (am längeren Hebel sitzend) wird diese Sichtweise nicht mit uns teilen.
Einen Konsens wird man tatsächlich in einer Politik-Talkshow nicht finden. Aber wo sonst, wenn selbst führende Politiker mit dem entsprechenden Hintergrundwissen Gefangene ihrer eigenen Parteidoktrin sind und der Kampf um den Machterhalt mehr als alles andere zählt?
In einem stimme ich Haseloff allerdings unbedingt zu: Wissenschaftliche Aufklärung zum Klimawandel und Technologien die uns helfen können, müssen viel häufiger und mit aller Deutlichkeit in die Massenmedien. Das Handeln muss konkret werden!
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 03 Apr 2019 09:38 #50546

Sonny hatte ja bereits schon einmal (u.a. im Post #50041) auf die Rolle der Vegetation auf den Verlauf der Klimaentwicklung hingewiesen. Parallel zu allen erdenklichen Maßnahmen der Verringerung von CO²-Emissionen müsse radikal aufgeforstet werden.

Zu diesem Thema war gestern bei Markus Lanz der "Aufforstungsaktivist" Felix Finkbeiner eingeladen (siehe auch Video ab Minute 58):


"Seine Bewegung" und sein Engagement zeigt deutliche Parallelen zu dem, was wir rund um Greta Thunberg beobachten können. So zum beispiel sein Auftritt vor den Vereinten Nationen im Alter von 13 Jahren. Wir sehen, diese Menschen wie er reden nicht nur, sie packen es wirklich an weil sie wirklich wissen worum es geht.
Man muss sich allerdings klar machen, welche Dimensionen (1000 Milliarden Bäume zu pflanzen) allein dieser Teil der notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung einer globalen Katastrophe ausmacht. Und sie wissen genau, dass diese Maßnahmen uns nur dann etwas mehr Zeit verschaffen, wenn wir jetzt CO²-neural leben und wirtschaften. Trocknen uns die aufgeforsteten Pflanzen weg, kann das ganze auch nach hinten losgehen. Es gibt keine einfachen Lösungen, die sich im Selbstlauf oder durch den Markt regulieren.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 03 Apr 2019 15:42 #50550

ollelinse schrieb:

ClausS schrieb: Einen einseitigen Wohlstandsverzicht Deutschlands oder Europas lehne ich ab, solange Amerika und China dies ausnutzen würden und dann nur um so mehr Klimaverschmutzung betreiben würden.

Noch einmal zur Erinnerung: China hat einen geringeren pro Kopf CO²-Ausstoß als Deutschland. Dazu kommt noch, dass "wir" des Profites wegen CO²-lastige Produkte in China fertigen lassen. In den letzten 12 Jahren haben die die Importe mehr als verdoppelt. Wenn wir weniger von dem billigen Dreck, den wir in China fertigen lassen kaufen würden, hätte dies keine Erhöhung der Klimaverschmutzung durch China, sondern seine Verringerung zur Folge.
Ja, in absoluten Tonnen schmeißen sie aufgrund der Bevölkerungsdichte noch immer am meisten in die Luft, aber sie haben die Zeichen der Zeit verstanden (anders als die größten Klimasünder der Welt: USA).

Selbst wenn du einen maßvollen Lebensstil und sparsamen Umgang von natürlichen Ressourcen als "Wohlstandsverzicht" empfinden würdest, stände Deutschland immer noch sehr weit oben in der Länder-Wohlstands-Liga. Der Punkt ist allerdings, dass für die entscheidendsten Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel (Energiewirtschaft, Mineralölindustrie) von einem Wohlstandsverzicht gar keine Rede sein kann. Wenn du allerdings mit einem persönlichen Umdenken (soweit das nötig ist) warten willst, bis auch der letzte Amerikaner zur Vernunft gekommen ist, dann wird die Natur das verkraften müssen ;)


ganz verstehe ich diese Argumentation nicht, wenn man die aktuellen Populationszahlen von China und Deutschland vergleicht

China

Deutschland

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 03 Apr 2019 16:47 #50551

borgi64er schrieb:

ollelinse schrieb:

ClausS schrieb: Einen einseitigen Wohlstandsverzicht Deutschlands oder Europas lehne ich ab, solange Amerika und China dies ausnutzen würden und dann nur um so mehr Klimaverschmutzung betreiben würden.

Noch einmal zur Erinnerung: China hat einen geringeren pro Kopf CO²-Ausstoß als Deutschland. Dazu kommt noch, dass "wir" des Profites wegen CO²-lastige Produkte in China fertigen lassen. In den letzten 12 Jahren haben die die Importe mehr als verdoppelt. Wenn wir weniger von dem billigen Dreck, den wir in China fertigen lassen kaufen würden, hätte dies keine Erhöhung der Klimaverschmutzung durch China, sondern seine Verringerung zur Folge.
Ja, in absoluten Tonnen schmeißen sie aufgrund der Bevölkerungsdichte noch immer am meisten in die Luft, aber sie haben die Zeichen der Zeit verstanden (anders als die größten Klimasünder der Welt: USA).

Selbst wenn du einen maßvollen Lebensstil und sparsamen Umgang von natürlichen Ressourcen als "Wohlstandsverzicht" empfinden würdest, stände Deutschland immer noch sehr weit oben in der Länder-Wohlstands-Liga. Der Punkt ist allerdings, dass für die entscheidendsten Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel (Energiewirtschaft, Mineralölindustrie) von einem Wohlstandsverzicht gar keine Rede sein kann. Wenn du allerdings mit einem persönlichen Umdenken (soweit das nötig ist) warten willst, bis auch der letzte Amerikaner zur Vernunft gekommen ist, dann wird die Natur das verkraften müssen ;)


ganz verstehe ich diese Argumentation nicht, wenn man die aktuellen Populationszahlen von China und Deutschland vergleicht

China

Deutschland


Dann können wir uns die Hand reichen, denn ich verstehe nicht inwieweit deine aktuellen Populationszahlen etwas daran ändern, dass Deutschland pro Kopf der Bevölkerung einen höheren Ausstoß an CO²-Emissionen als China hat. Ich weiß auch nicht worauf die Aussage beruht, China würde um so mehr Klimaverschmutzung betreiben, je nachhaltiger wir in Deutschland und Europa leben. Da fehlt mir mal ein Tipp in welche Richtung ich denken soll. Nach meiner Logik komme ich zum umgekehrten Schluss, wenn China weniger "angebliche Wohlstandprodukte" für Europa produziert.
Zudem ist es eine Tatsache, dass China doch recht massiv (und sicher auch gegen unser demokratisches Grundverständnis hinaus) die Wirtschaft trentmäßig auf einen ökologischen Kurs zwingt. Ein Rückschlag wäre es allerdings, wenn China seine auf Eis gelegten Pläne für den Neubau von Kohlekraftwerken nun doch zum Teil wieder reaktiviert.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 03 Apr 2019 20:05 #50556

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Zu Einsparung und Nichtverschwendung von Proteinen werden die toten Körper von Menschen recycelt.
Das spart viel Energie und schont die Umwelt.
Insofern nicht durch intensive Organentnahme zu viel verwertet wurde.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 03 Apr 2019 20:20 #50557

Marvin schrieb: Soylent green.
Zu Einsparung und Nichtverschwendung von Proteinen werden die toten Körper von Menschen recycelt.
Das spart viel Energie und schont die Umwelt.


Wird doch vom Umwelt sowieso so gehandhabt.
Jedes organische Material fließt am Ende zurück zur Natur. Bis auf das letzte Molekül.
Postmortem, auch der menschliche Körper.
Also hat die Natur Soylent green schon immer gehabt.
Aber was sagt das zum Thema....

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 03 Apr 2019 20:28 #50558

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Apr 2019 09:00 #50569

Philzer schrieb: ...
Die Übernutzung des Lebensraumes ist nicht erst eine Erscheinung des Kapitalismus!
Das wäre völlig daneben!
Sondern vielmehr war es immer so!

(und diese Menschen waren keine Wissenschaftler, sondern Glaubende, quasi alle ca 110 Milliarden die bisher gelebt haben, die paar Wissenschaftler haben sie immer nur für ihre opportunistischen Ziele Missbraucht; Maschinen; Waffen; alles für das Unendlichwachstum etc ...)

Das stimmt. Aber heute sind es nicht "Glaubende" sondern die Beherrscher der Weltwirtschaft und des Kapitals die all diese Probleme rücksichtslos auf die Spitze treiben. Der Kapitalismus von heute verdient diese zeitgeschichtliche Bezeichnung nicht mehr. Wir bräuchten eine neue Begrifflichkeit, wobei mir spontan auch eine einfallen würde ...
Es ist schade, dass es inzwischen den Alt-Politiker Heiner Geißler nicht mehr gibt. Hier ein paar seiner Statements zum Kapitalismus, zusammengefasst in 4 Minuten:

Was würde er wohl der Klimabewegung mit auf den Weg geben?

Philzer schrieb: ...
Übrigens kommt das ja auch hier im Thread wunderbar zu Tragen.
Man will nur neue, bessere Technologien, aber von Wachstum begrenzen will niemand etwas hören.
Wenn wir das Bevölkerungswachstum der letzten 200 Jahre nehmen und extrapolieren, sind 'wir' in 420 Jahren 1000 Milliarden. (und jeder hat ein 1000 Milliarden-PS-Flugauto ....)

Nun, du weißt dass das nicht so ist. Vielen von uns geht es sehr wohl auch um Begrenzung von Wachstum, auch - aber nicht nur der Bevölkerung. Ein Wirtschaftssystem, das ausschließlich auf Wachstum aufbaut kann nur schwerlich die Klimakatastrophe verhindern. Es wird immer bemüht sein, dass Menschen mehr und sinnloser konsumieren als sie brauchen um gut und glücklich zu leben.
Es muss reguliert werden. Umweltsünden müssen den Verursachern so teuer kommen, dass sie sich nicht rentieren. Artikel 14 des Grundgesetzes ("Eigentum verpflichtet") muss konkretisiert und angewendet werden!

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Mit Bußgeld gegen die Schülerstreiks 04 Apr 2019 09:16 #50571

Ab morgen wollen einige Schulen gegen die "Fridays for Future"-Demonstranten durchgreifen.

www.sueddeutsche.de/muenchen/fridays-for...n-schueler-1.4392129

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Mit Bußgeld gegen die Schülerstreiks 04 Apr 2019 09:54 #50573

ollelinse schreibt:

Ab morgen wollen einige Schulen gegen die "Fridays for Future"-Demonstranten durchgreifen.

Das Imperium schlägt zurück. Das Perfide daran ist, dass die Verantwortlichen noch nicht einmal etwas unternehmen müssen.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Apr 2019 10:10 #50575

ad: Bußgeld gegen Schülerstreiks
Ziviler Ungehorsam beinhaltet auch, dass man in Kauf nimmt, bestraft zu werden, wenn man gegen Gesetze und Verordnungen verstößt. Die Schulen sehen ihren Bildungsauftrag gefährdet, so ist dieser Konflikt unvermeidlich.
F4f hat im Moment die größte Aufmerksamkeit erlangt, zumindest in Deutschland: Alle Talkshows sind voll davon, goldene Kamera, Vorschlag für Friedensnobelpreis…
Der Medienhype wird demnächst weiter ziehen. Wöchentlich immer die gleichen Parolen grölen, die gleichen Appelle hören und keinen mm Erfolg sehen: Nur wenige sind wie Greta, die das länger durchhalten, und wenn da noch der Druck mit Bußgeld noch dazu kommt …
Die Bewegung muss sich weiten. Es muss zusätzlich Demos für alle geben, zu Zeiten, an denen alle Generationen können. Nur ein „Wir sind das Volk!“ kann die Fossilokratie stürzen.
Ich bitte darum, parents4future mit entsprechenden Mails zu bombardieren: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

@ Philzer
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Warum diese Überlegungen in diesem Thread wichtig sind? Weil unser Denken sprachlich ist und beides geschichtlich gebunden und wir es nötig haben, in die Geistesgeschichte zu gehen, um unser Weltverhältnis kritisch zu hinterfragen.
Ich finde es zB unerträglich, dass wir das Wort Menschenrechte immer noch so selbstverständlich benutzen und damit die Sicht der Aufklärung weiter tragen, dass in der ganzen Schöpfung allein Menschen Rechte haben.
Menschen sind Pflichtträger, sog. Menschenrechte sind Staatspflichten, an denen alle beteiligt sind.
Gegen f4f wird doch genau an der Stelle angesetzt: Es gibt ein Menschenrecht auf Arbeit, eines auf Wohnung, da man nicht dort Arbeit findet, wo man wohnt, gibt es also das Recht, mit dem Auto zu fahren. Man hat ein Recht auf Urlaub, man hat das Recht, mit seinem Geld zu machen, was man will, also hat man das Recht auf eine Kreuzfahrt mit dem Luxusdampfer, bzw. Urlaubsflügen.
Unsere ganze Weltvernutzung beruht auf einem Denken, das sich in der Bezeichnung „Menschenrechte“ wiederspiegelt und wird damit weiter so begründet.
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Solche Überlegungen sind nicht da, um abstrakte Erkenntnisse daraus zu ziehen, sondern selbstkritisch das eigene Leben in Frage zu stellen, Denkgewohnheiten zu hinterfragen, neue Horizonte zu gewinnen, sein Handeln verändern, kurz es geht um μετάνοια (Metanoia) = שוב schub. Dieses fordert f4f ein und zurecht wird darauf verwiesen, dass man das nicht nur von anderen fordern kann.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Mit Bußgeld gegen die Schülerstreiks 04 Apr 2019 10:43 #50578

D.Rajic schrieb: Das Imperium schlägt zurück.

:evil: :evil: :evil:

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Apr 2019 11:03 #50579

Schon irgendwie tragisch, die Jugendlichen haben so gesehen nicht die selben Rechte, weil sie ja gar nicht arbeiten gehen, und die die arbeiten gehen, haben besseres zu tun als an die nächste Generation(en) zu denken, ist doch gute Bildung für den Nachwuchs recht teuer....

Hypothese: Hoffnung ist, etwas zu 51% nicht genau wissen zu können, Glaube ist die Überzeugung 1% Unwissenheit hätten einen Sinn.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Apr 2019 11:37 #50581

ollelinse schrieb:

borgi64er schrieb:

ollelinse schrieb:

ClausS schrieb: Einen einseitigen Wohlstandsverzicht Deutschlands oder Europas lehne ich ab, solange Amerika und China dies ausnutzen würden und dann nur um so mehr Klimaverschmutzung betreiben würden.

Noch einmal zur Erinnerung: China hat einen geringeren pro Kopf CO²-Ausstoß als Deutschland. Dazu kommt noch, dass "wir" des Profites wegen CO²-lastige Produkte in China fertigen lassen. In den letzten 12 Jahren haben die die Importe mehr als verdoppelt. Wenn wir weniger von dem billigen Dreck, den wir in China fertigen lassen kaufen würden, hätte dies keine Erhöhung der Klimaverschmutzung durch China, sondern seine Verringerung zur Folge.
Ja, in absoluten Tonnen schmeißen sie aufgrund der Bevölkerungsdichte noch immer am meisten in die Luft, aber sie haben die Zeichen der Zeit verstanden (anders als die größten Klimasünder der Welt: USA).

Selbst wenn du einen maßvollen Lebensstil und sparsamen Umgang von natürlichen Ressourcen als "Wohlstandsverzicht" empfinden würdest, stände Deutschland immer noch sehr weit oben in der Länder-Wohlstands-Liga. Der Punkt ist allerdings, dass für die entscheidendsten Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel (Energiewirtschaft, Mineralölindustrie) von einem Wohlstandsverzicht gar keine Rede sein kann. Wenn du allerdings mit einem persönlichen Umdenken (soweit das nötig ist) warten willst, bis auch der letzte Amerikaner zur Vernunft gekommen ist, dann wird die Natur das verkraften müssen ;)


ganz verstehe ich diese Argumentation nicht, wenn man die aktuellen Populationszahlen von China und Deutschland vergleicht

China

Deutschland


Dann können wir uns die Hand reichen, denn ich verstehe nicht inwieweit deine aktuellen Populationszahlen etwas daran ändern, dass Deutschland pro Kopf der Bevölkerung einen höheren Ausstoß an CO²-Emissionen als China hat. Ich weiß auch nicht worauf die Aussage beruht, China würde um so mehr Klimaverschmutzung betreiben, je nachhaltiger wir in Deutschland und Europa leben. Da fehlt mir mal ein Tipp in welche Richtung ich denken soll. Nach meiner Logik komme ich zum umgekehrten Schluss, wenn China weniger "angebliche Wohlstandprodukte" für Europa produziert.
Zudem ist es eine Tatsache, dass China doch recht massiv (und sicher auch gegen unser demokratisches Grundverständnis hinaus) die Wirtschaft trentmäßig auf einen ökologischen Kurs zwingt. Ein Rückschlag wäre es allerdings, wenn China seine auf Eis gelegten Pläne für den Neubau von Kohlekraftwerken nun doch zum Teil wieder reaktiviert.


ich meine, dass rückgerechnet in absolute Zahlen der Anteil Deutschlands gegenübr China wohl verschwindend gering sein wird, nichts weiter

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Apr 2019 18:46 #50585

borgi64er schrieb: ich meine, dass rückgerechnet in absolute Zahlen der Anteil Deutschlands gegenübr China wohl verschwindend gering sein wird, nichts weiter

Auf dieser Vergleichsbasis hätte Deutschland gegenüber Tuvalu die 1.198.635 fache CO²-Emission, nämlich 800 Mio. Tonnen gegenüber 670 Tonnen und pro Kopf der Bevölkerung steht Deutschland auch beschämend schlecht da (9,7 Tonnen gegenüber 0,06 Tonnen). Das wäre ein ebenso unsinniger Vergleich.

Es ist jedoch absolut falsch zu glauben, der Anteil Deutschland wäre zu unbedeutend um in der Welt eine entscheidende Rolle zu spielen. Das Gegenteil ist der Fall. Als eine der reichsten Industrieländer haben wir die moralische Verpflichtung mehr zu machen als vielleicht irgend einen vereinbarten Prozentsatz einzuhalten. Wir haben unseren Reichtum und industriellen Vorsprung zu einem großen Teil auf dem Rücken der ärmsten Länder erreicht. Es wird Zeit, etwas davon zurückzugeben, nicht nur Technologien zu entwickeln und exportieren, sondern diese auch bei uns massiv einzusetzen. Solange das aber den profitorientierten Entscheidungen der Monopolkonzerne und Banken obliegt, spielt Ethik und Moral - auch hinsichtlich des Klimaschutzes (wenn überhaupt, dann) eine untergeordnete Rolle.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Apr 2019 23:30 #50595

Hallo zusammen,

Wenn unsere Kinder zunehmend mit der Schulpflicht in Konflikt kommen, wie wäre es denn, wenn wir als Eltern Ihnen diesen Konflikt zunehmend abnehmen.

Das könnte zB. so aussehen, dass wir in Zukunft mit den Kindern zusammen demonstrieren, um dann in fernerer Zukunft die Kinder guten Gewissens wieder in die Schule schicken zu können.

Wenn wir uns als Erwachsene aufs hohe Ross des Besserwissers setzen, und unsere Kinder in die Schranken zu weisen versuchen, dann müssen wir uns später den Vorwurf der Dummheit machen lassen.

Sich diesem Vorwurf auszusetzen, würde mir mein Stolz verbieten.

Also bitte, geben wir der Einsicht das Vorfahrtsrecht und nehmen unseren Kindern das Konfliktpotenzial ab. Wir als Erwachsene sind gefragt. Dass unsere Kinder die Initiative ergriffen haben, ist traurig und denkwürdig genug.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 04 Apr 2019 23:54 #50598

Nachtrag:

in den letzten Jahrzehnten gab es an Ostern immer die Friedensmärsche.

Da Klimastabilität und Frieden in der Welt kausal zusammen hängen, dann läge es doch nahe, nicht nur für den Frieden auf die Straße zu gehen, sondern viel eher für die Stabilisierung des Klimas.

Generationen in allen Ländern vereinigt euch, um unsere Lebensgrundlagen zu stabilisieren.

Fände ich ein modernes Demomotto.

Schüler und Eltern und jeder der für die Zusammenhänge schon hinreichend Einsicht eingesammelt hat.

Es kann doch nicht sein, dass die alleinige Verantwortung für die Bewegung die Greta Thunberg trägt.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Apr 2019 08:37 #50602

@Thomas,
Was ich so in den Interviews gesehen und gehört haben, wollen die Schüler diese Aktion doch gar nicht als Dauereinrichtung etablieren. Eben nur solange, bis sie selbst sehen, dass ihre Forderungen an die Politik ernst genommen werden. Sonntagsreden, Talkshows und Absichtserklärungen zählen allerdings kaum dazu.
Eltern und Lehrer sind bei den Kids immer gern gesehene Gäste und Mitstreiter. Sie werden sich das Heft des Handels aber nicht von der Generation aus der Hand nehmen lassen, die Jahrzehnte zugelassen haben wie mit ihrer Zukunft gepokert wurde.
Richtig und wichtig ist aber tatsächlich, dass unabhängig von der f4f-Schülerbewegung, die Protestwelle durch die gesamte Gesellschaft geht. Allerdings wäre so eine Organisationsform wie "Ostermarsch" bei weitem nicht ausreichend. Handeln von Politik und Wirtschaft muss durch diesen Protest auch erzwungen werden. Der Bürger und Konsument kann auch Zeichen setzen - selbst wenn er dafür mal für ein paar Stunden aus seiner Bequemlichkeit gezogen wird.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Apr 2019 15:30 #50611

Thomas + ollelinse + alle:
Was ist jetzt zu tun? Alle nehmen regelmäßig Freitags Urlaub?
Mein Vorschlag: Demo für alle: all4future gründen, die Freitag Abend oder Sa eine Demo organisieren.
Bessere Vorschläge?
Und wer setzt das um? Jemand hier? Oder parents4future, teacher4future usw. oder wer sonst?
(noch bin ich nicht soweit, bei einer Datenkrake (WhatsApp, …) Mitglied zu werden, denn ohne sowas kann anscheinend nichts passieren. :( )
Eile ist geboten, denn f4f ist am Zenit angekommen, was Medine angeht. Jetzt glüht das Eisen, jetzt muss man schmieden.
Dazu dient auch dieser praktischer Thread

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Apr 2019 18:00 #50617

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1896 ist man noch optimistisch: "Die Menschheit wird dieses Problem lösen"

... wenn man sich mal überlegt, wie lange der Mensch schon weiß, aber nichts auf die Reihe bekommt außer immer mehr Wildwachstum gegen unendlich im freien Spiel der Kräfte ...

"1824 erscheinen seine Bemerkungen zur Temperatur des Erdballs und planetaren Raums. Darin wird zum ersten Mal in der Geschichte der Treibhauseffekt beschrieben.
Fourier ist der Urahn der Klimaforschung.
In der wärmenden Funktion der Erdatmosphäre erblickt er, der ursprünglich Priester werden wollte, ein wahres Gottesgeschenk.
Dass aus ihr dereinst eine der größten Bedrohungen allen irdischen Lebens erwachsen würde, ist für ihn vollkommen undenkbar. ..."


@ Martin-O: Dein Link geht nicht bei mir?

mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Apr 2019 18:42 #50619

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... Besseres zu tun ...

Hi Sirius,

Sirius schrieb: Schon irgendwie tragisch, die Jugendlichen haben so gesehen nicht die selben Rechte, weil sie ja gar nicht arbeiten gehen, und die die arbeiten gehen, haben besseres zu tun als an die nächste Generation(en) zu denken, ist doch gute Bildung für den Nachwuchs recht teuer....


Ich denke Du sprichst etwas Entscheidendes an.

In der individualisierten Religiosität des Kapitalismus (Meinung; Meinungsfreiheit ist esoterischer Pluralismus nach dem Prinzip des Stärkeren o.s.ä.) fällt die Sozialität unter den Selbsterhalt. (Rosa Luxemburg: Der Kapitalismus kann sich nicht aus sich selbst erhalten ... )

Und Menschen die keine Kinder haben, weil der Leistungsdruck des Systems ihnen selbige verwehrt hat (Heinsohn nennt dies Postenkampf), und sie außerdem erfolgreich zum Konsumsklaven sozialisiert wurden, die nun 'einfach von außen aufgefüllt' werden (das Los aller Sklaven), was sollen die für Motive haben diese Welt zu erhalten .... und diejenigen die nun hierher kommen haben über solche Probleme auch noch nie nachgedacht (sonst hätten sie ja ihre alte Heimat nicht durch Überbevölkerung zerstört), erleben außerdem ersteinmal einen Konsumhimmel, und über alles andere denken sie, wenn überhaupt, erst in 50 oder 100 Jahren nach ... ?


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Apr 2019 18:54 #50620

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Der Kapitalismus als materieller Ausdruck unseres inneren Wesens?
Sollten wir auf diese Weise Sklaven unserer selbst sein und wenn können wir Kraft unseres Bewusstseins daraus entkommen?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Apr 2019 20:48 #50626

@ Philzer
Der Link ist in Ordnung, aber zur Sicherheit:
www.urknall-weltall-leben.de/urknall-wel...future-bewegung.html

diejenigen die nun hierher kommen haben über solche Probleme auch noch nie nachgedacht (sonst hätten sie ja ihre alte Heimat nicht durch Überbevölkerung zerstört)

Nun, das ist Deine unmaßgebliche MEINUNG zu Flüchtlingen. Morgen haben wir eine iranische Familie zu Besuch, soll ich denen das so sagen?
Du weißt, hier soll nicht über Flüchtlinge diskutiert werden, ich deute nur an, dass für systematisch und logisch denkenden Menschen Deine Meinungsäußerung nicht haltbar ist.
Btw: Alles Denken beruht auf Sprache und Geschichte. Sprache ist aber in dieser Welt ein Pluralwort, Denken gibt es nur im Plural. Dies stereotyp als „Meinungsnihilismus“ zu verteufeln, geht an der Wirklichkeit dieser Welt vorbei.
So gibt es viele Lebens-Konzepte, die unterschiedliche Antworten auf die Frage bringen:

was sollen die für Motive haben diese Welt zu erhalten

Diese unterschiedlichen Konzepte werden gebraucht. Die diktatorische Meinung, es gäbe entweder etwas, was auf analytisch-dialektischen Methoden beruht, alles andere wäre Meinung, ist kontraproduktiv.
Mit schwarz-weiß-Konzepten, wie Du eines vertrittst, kommt man nicht weiter, wenn man den Zustand der Welt helfen will.
Es geht darum, Menschen mitzunehmen, nicht sie in Schubladen zu stecken. Da gilt es die Fülle wahrzunehmen, die es bei den Menschen gibt. Leider blendest Du das konsequent aus.
Im Moment läuft in wdr5 das philosophische Radio zu „Gefühlen in der Politik“. Kann ich nur mal als Korrektiv empfehlen.
F4f lebt von Gefühlen. Die können helfen, aufzuwachen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 05 Apr 2019 23:47 #50629

Heute kam in den Nachrichten, dass in Istanbul der Umzug zum neuen Flughafen begonnen hat.
Angeblich der größte Flughafen der Welt.
Kapazitäten von Millionen von Flugbewegungen und noch mehr Millionen von Flugpassagieren.
Gänzlich fertig in 10 Jahren.

Wieder ein Beispiel, wie unsinnig und größenwahnsinnig die Erwachsenen unterwegs sind.

Digitalisierung, KI, Flugtaxis, größter Flughafen, Flächenverbrauch, Staus, chemische Versäuchung unserer Böden, Plastikmüll sogar in unserer Gartenerde, verpestete Luft in unseren Städten,
man kann diese Liste beliebig verlängern.

Viele Gespräche mit meinen Mitmenschen zu diesem Thema zeigen mir, dass eigentlich alle das gleiche empfinden, dass es so nicht weitergehen kann.

Wenn wir hier keine breite Einsicht in die Folgen dieses weltweiten Fehlverhaltens schaffen, müssen unsere Kinder und Kindeskinder mit Katastrophen fertig werden, die uns älteren in unserer verbleibenden Lebensspanne zwar als noch erträglich erscheinen mögen, aber das Leid und der Überlebenskampf unserer Sprösslinge wird zunehmend dramatische Formen annehmen.

Hab mich heute bei einer örtlichen Interessengemeinschaft gemeldet, um vor Ort mitzuhelfen, dass die Bewegung auch unter den Erwachsenen an Gewicht gewinnt.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Apr 2019 05:53 #50632

Thomas schrieb: ...dass die Bewegung auch unter den Erwachsenen an Gewicht gewinnt.

Thomas

Die Kinder haben nur den Alarmknopf gedrückt. Die Feuerwehr sind die Erwachsenen.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Apr 2019 12:07 #50639

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Gegen die Irrationalität des 'Es', gegen das Fühlwollen


... eigentlich ist eine Anwort sinnlos, denn Ihr seid 8 Milliarden, die morgen schon 80 Milliarden sein wollen ... und immer so weiter ...

Martin-O schrieb: @ Philzer

diejenigen die nun hierher kommen haben über solche Probleme auch noch nie nachgedacht (sonst hätten sie ja ihre alte Heimat nicht durch Überbevölkerung zerstört)

Nun, das ist Deine unmaßgebliche MEINUNG zu Flüchtlingen. Morgen haben wir eine iranische Familie zu Besuch, soll ich denen das so sagen?


Du meinst also die sich ausweitenden Flüchtlingsströme auf Grund der Lebensraumübernutzung überall auf der Welt seien nur meine/eine nichtsbedeutende Erfindung von mir. Einfach köstlich Dein esoterischer Meinungskampf.

Wie Du ihnen die vierdimensionale Wahrheit erklärst, ist Deine Sache, nur sie dreidimensional-fühlwollend zurechtbiegen, das ist eben eine Lüge.

Markus Gabriel:

Der Mensch ist das Tier was keines sein will.

Martin-O schrieb: für systematisch und logisch denkenden Menschen Deine Meinungsäußerung nicht haltbar ist.


Umgekehrt, meine Phil:

1. kann zwar als Hypothese falsch sein, aber sie ist keine Meinung, denn dazu müsste ich religiös sein
(Meinung ist die Form der religiösen Alleinstellungsideologie (Kampf) in der totalitären Individualisierung -> individualisierter Mythos)
2. nur für systematisch und dialektisch-logisch denkende Menschen nachvollziehbar.


Dialektik = vierdimensionale Prozesskognition

Qualia = defizitäre, irrationale Dingkognition, die als Viabilität nur Opportunismus generieren kann (kann ich noch bissl dran feilen ... )


Die anderen, wie Du, wollen Opportunismus leben (Wachstum gegen unendlich, egal ob Bevölkerungs oder Konsumwachstum, möglichst beides noch kombiniert), aber gleichzeitig dies vor sich selbst und anderen verleugnen.
Das Dilemma dreidimensionalen Verhaltens in einer vierdimensionalen Welt, was Du mit Deiner Gastfamilie hier 'fühlwollend' gerade durchkämpfst zeigt das doch sehr gut.

Du verstehst es nur nicht. :)

Martin-O schrieb: Btw: Alles Denken beruht auf Sprache und Geschichte. Sprache ist aber in dieser Welt ein Pluralwort, Denken gibt es nur im Plural. Dies stereotyp als „Meinungsnihilismus“ zu verteufeln, geht an der Wirklichkeit dieser Welt vorbei.


Mir ist klar, dass Du für gelebtes Wildwachstum bist, treu den Prinzipien allen untermächtigen Lebens folgend und treu bleibend.
Komisch, also hat jeder bei der gleichen Matheaufgabe ein anderes Ergebnis.
Köstlich Dein Kampfgebaren für gelebten Opportunismus.

Vielleicht hörst Du dir mal an, was Lesch dazu sagt: ab 5:10

Es sind ethische Fragen! Wie verhalte ich mich vernünftig in einer vierdimensionalen, kausalen Welt! (Mesokosmos)

Aber davon wollt ihr nichts hören, immer nur Fühlwollen ...

Martin-O schrieb: So gibt es viele Lebens-Konzepte, die unterschiedliche Antworten auf die Frage bringen:


Die Mehrheit (99 oder 99,9%) dieser Lebenskonzepte nimmt keinerlei Rücksicht auf den Lebensraum!
Sie haben das Bewusstsein einer knieenden Ameise.
Am Tellerrand des eigenen Nutzenkalküls ist Schluss.
Das ist eine Warhheit, und diese Wahrheit wird in den Schriften gar gepredigt:

Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.

Gelebter Opportunismus in Reinkultur wird da gepredigt.

Martin-O schrieb: Mit schwarz-weiß-Konzepten, wie Du eines vertrittst, kommt man nicht weiter, wenn man den Zustand der Welt helfen will.


Die rational leicht begreifbare Wahrheit nach dem Wille des Kernbewusstseins verleugnen und fühlwollend verbiegen/verschweigen soll weiterbringen?
Ja, mit 80 oder 800 Milliarden Menschen, die dann alle eine 800 oder 8000 PS Flugauto wollen?

... was ist das nur für ein Unsinn ...

Martin-O schrieb: Es geht darum, Menschen mitzunehmen, nicht sie in Schubladen zu stecken. Da gilt es die Fülle wahrzunehmen, die es bei den Menschen gibt. Leider blendest Du das konsequent aus.


Zunächst muss man den Ist-zustand sauber analysieren.
Dazu bist Du gar nicht fähig, sonst würdest Du es tun.
Ganz einfach.
Und wenn die Menschen eben Opportunisten sind und dies auch bei Strafe ihres Unterganges bleiben wollen (ungesteuertes Wild-Wachstum gegen Unendlich), dann ist es eben so.
Diese Wahrheit ist immer noch besser für den Denker zu verstehen, als das verlogene 'Herumgeheuschel' dieser Unmassen.

Martin-O schrieb: ... philosophische Radio zu „Gefühlen in der Politik“. Kann ich nur mal als Korrektiv empfehlen.
F4f lebt von Gefühlen. Die können helfen, aufzuwachen.


Wann wirst Du/Ihr begreifen, das Fühlen nichts anderes heißt, als katastrophal defizitär in einer vierdimensionalen Welt zu sein ...


Das kognitive Defizit


mvg Philzer

Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Außerinstrumentelle Denker sind die liebenswerten Verrückten - Philzer

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Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Außerinstrumentelle Denker sind die liebenswerten Verrückten - Philzer

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Apr 2019 18:20 #50644

Wenn ich mir die Seite de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4n...ibhausgas-Emissionen so ansehe, dann lese ich (Stand 2015):

China 20 %
USA 18 %
Russland 7,5%
Indien 4 %
Japan 4 %
Deutschland 2,5 %
Brasilien 2,5 %

Die gesamte Europäische Union kommt in Summe gerade mal auf 12%.

Berücksichtigen sollte man zudem, dass ein erheblicher Anteil der weltweiten Treibhausgas Emissionen von der Landwirtschaft verursacht werden. Über die Höhe gibt es von verschiedenen Quellen sehr unterschiedliche Angaben. Ich verweise z.B. auf www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.d...report_08jan08_0.pdf .

Aus obigen Statistiken geht für mich klar hervor, dass es dem Klima gar nichts bringt, wenn die Politiker in Deutschland und/oder Europa in Panik geraten und wir einseitig auf unseren (deutschen/europäischen) Wohlstand verzichten. Im Gegenteil, man braucht ein global abgestimmtes Vorgehen, das vor allem von den wichtigsten Playern China und USA eingehalten werden muss.

Fremde Mächte haben kürzlich beispielsweise Wahlen beeinflusst, z.B. die letzte US Präsidentenwahl. Vor kurzem schien mir das noch undenkbar. Genauso kann ich mir aber theoretisch vorstellen, dass Lobbygruppen die Klima- und Umweltbewegungen in anderen Ländern stärken, um diese Länder als Konkurrenten zu schwächen. Hiermit unterstelle ich niemand, sich bewusst auf ein derartiges Spiel einzulassen. Ich beschreibe nur die theoretische Möglichkeit.

Unsere Aufgabe sehe ich vor allem darin, alternative Technologien und Energieerzeugungen zu entwickeln - und diese so günstig zu machen, dass sie weltweit eingesetzt werden können. Hierzu ist dann jeweils auch die Gesamtenergiebilanz zu betrachten - einschließlich der Herstellung und einschließlich der Gewinnung und Verfügbarkeit der dafür nötigen Ressourcen (und nicht eine vereinfachte populistische Sichtweise).

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Apr 2019 19:53 #50646

@ClausS,
was an deiner Statistik faul ist, wurde ja bereits mehrfach gepostet. Wenn du das ignorierst und dich dabei auch noch gut fühlst, dann ist das halt so und zumindest für mich kein Grund, mich ständig zu wiederholen.
Die beachtliche Rolle der Landwirtschaft - da kann man natürlich nur zustimmen! Neben gesetzlichen Auflagen hat darauf natürlich auch jeder Einzelne einen Einfluss. Ich empfehle, ab und zu einmal einen Bericht über die Realitäten der industriellen Tierhaltung (auch in Deutschland) anzusehen, dann regelt sich das Konsumverhalten eventuell auch schon in die richtige Richtung. Rückgang der Tierproduktion = geringere CO²-Emission sowie großer Beitrag für den Artenschutz.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Apr 2019 21:16 #50650

ClausS schrieb: Wenn ich mir die Seite de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4n...ibhausgas-Emissionen so ansehe, dann lese ich (Stand 2015):

China 20 %
USA 18 %
Russland 7,5%
Indien 4 %
Japan 4 %
Deutschland 2,5 %
Brasilien 2,5 %

Die gesamte Europäische Union kommt in Summe gerade mal auf 12%.

Berücksichtigen sollte man zudem, dass ein erheblicher Anteil der weltweiten Treibhausgas Emissionen von der Landwirtschaft verursacht werden. Über die Höhe gibt es von verschiedenen Quellen sehr unterschiedliche Angaben. Ich verweise z.B. auf www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.d...report_08jan08_0.pdf .

Aus obigen Statistiken geht für mich klar hervor, dass es dem Klima gar nichts bringt, wenn die Politiker in Deutschland und/oder Europa in Panik geraten und wir einseitig auf unseren (deutschen/europäischen) Wohlstand verzichten. Im Gegenteil, man braucht ein global abgestimmtes Vorgehen, das vor allem von den wichtigsten Playern China und USA eingehalten werden muss.

Die EU hat einen Anteil von 6,68% der Weltbevölkerung.

Das bedeutet, dass wir etwa doppelt so hohe Emissionen verursachen wie der Durchschnitt der Weltbevölkerung.

Ich kann Deine Argumentation nicht nachvollziehen, weshalb wir uns als DOPPELTE Verschmutzer einen schlanken Fuß machen sollten, indem wir jeglichen Verzicht auf andere abwälzen.
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