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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 06 Apr 2019 23:58 #50655

In den vergangenen Wochen hab ich in unserer Stadt die Beobachtung gemacht, dass immer mehr E-SUVs durch diese Stadt rollen.
Elektromobile, die alle über 2 Tonnen Gewicht auf die Straße bringen. Davon werden jetzt zunehmend mehr kommen.
Teuer und deshalb nur von der Uperclass leistbar.

Aus physikalischen Gründen völliger Unsinn, denn es gilt: m = F/a, also die Masse ist direkt proportional zur Kraft und damit zur Energie, um damit diese Masse zu beschleunigen.

Aus Marketingstrategieüberlegungen ist es wiederum verständlich, denn gerade die vermögenden Leute befriedigen ihr Sicherheitsbedürfniss mit dem jetzt gegebenen elektrisch sauberen Umweltcharakter der Fahrzeuge.

Nur weil elektrisch, heißt keineswegs umweltfreundlich!
Klein, sparsam, mit ausreichender Reichweite und preislich erschwinglich wäre eigentlich die Marschroute.

Das lässt nur den Schluss zu, dass jeder potentielle Kunde, der ein mangelndes physikalisches Verständinis hat, gleichsam Opfer von Marketingstragen wird.

Das Marketing siegt über das naturwissenschaftliche Grundverständnis.

So werden wir den Wettlauf mit der drohenden Klimaveränderung nicht gewinnen.

Wieder ein Beispiel, dass Bescheidenheit als wichtigstes Ziel immer noch nicht erkannt ist und dass man das Marketing den naturwissenschaftlichen Gegebenheiten unterordnen sollte.

Nicht das Marketing gibt vor, sondern die Naturgesetze sind die Basis allen Handelns.

Thomas
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 09:17 #50662

Menschen haben Gefühle. Gefühle spielen beim Handeln eine große Rolle. Wer in dieser Welt etwas bewegen will, kann nicht davon absehen, mit Gefühlen umzugehen.
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F4f hält den älteren Generationen den Spiegel vor und sagt zurecht: Hier müsst ihr umkehren! Da hat eine pauschale Harmatiologie, wie Philzer sie betreibst, durchaus einen Sinn. Aber dabei darf man nicht stehen bleiben.
Wir haben die Menschen, wie sie sind, wir haben die Welt, wie sie ist. Und alles, was es da an Kräften und Möglichkeiten gibt, gilt es zu erspähen und zu nutzen. Um es mal mythisch zu sagen: Das Böse zu nutzen, um Gutes hervorzubringen. Das ist die Kunst, die beim Klimawandel gefragt ist. Für Philzer ist es wahrscheinlich Zauberei, aber selbst Muggel können etwas beitragen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 10:49 #50666

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Das kognitive Defizit

Hi,

Martin-O schrieb: Menschen haben Gefühle. Gefühle spielen beim Handeln eine große Rolle.


Ja, das ist mir auch klar. Leider! Die Vernunft dagegen kaum!
Precht spricht von Gründen (Vernunftgründe) und Beweggründen.
Also Emotionen die das 'Gier-Monster' dann auch bewegen. :-) SCNR
Deshalb eben ist das Verhalten dieser Spezies in einer vierdimensionalen Welt (mich interessiert dabei nur unser Lebensraum/Mesokosmos) prinzipiell defizitär.

Das was Eibesfeldt 'in der Falle des Kurzzeitdenkens' genannt hat, resultiert eben aus dem Dualismus der Teilapparate unseres Erkenntnisapparates, Fühlen und Denken, wobei das Hauptproblem m.E.n. darin besteht, dass das aus dem Tierreich übernommene, defizitäre, irrationale 'Es' eben leider der Chef der biologischen Einheit ist. (Freud: Instanzenmodell)
Deshalb ist die Welt des Menschen so wie sie ist.

D.h. sie ist 'r.' ( darf hier nicht genannt werden ) -> d.h. sie ist opportunistisch -> d.h. die Auswirkungen des eigenen Handelns in der Dimension der Zeit (mittel und langfristig) ignorierend bzw. über das mythologische Weltbild gar legitimierend , siehe YouthBulge; Bevölkerungsexplosion; Offroaderwahn; allg. Konsumexplosion, das sind alles Strebungen des 'Es' gegen unendlich ...

Alle temporär stabilen Formationen (der real nicht mehr existierende Sozialismus also ausgenommen <- er konnte deshalb keine Stabilität erreichen) - deren Lebensform also der Zyklus Krieg-Frieden-Krieg * ist, haben exakt all diese psychologischen Forderungen des 'Es' berücksichtigt und eingebaut! Einfache angewandte Empirie:

Stabilitätsmomente der r. Klassengesellschaft **

* der Krieg ist das notwendige (zyklische) Korrektiv zum nichtvierdimensionalen Verhalten in einer vierdimensionalen Welt
(Clausewitz: "Krieg ist die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln", er hätte eben nur noch sagen müssen die Fortsetzung welcher Politik der Krieg ist: Der Krieg ist die Fortsetzung der opportunistischen Politik! )

(siehe die Bürgerkriege in den Übervölkerten/Übernutzten Gebieten der Welt gerade ... )

** ich nenne das mittlerweile EESS extended evolutionary stable strategie , als Weiterentwicklung der ESS aus dem Tierreich ...


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 11:19 #50667

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Thomas schrieb: In den vergangenen Wochen hab ich in unserer Stadt die Beobachtung gemacht, dass immer mehr E-SUVs durch diese Stadt rollen.
Elektromobile, die alle über 2 Tonnen Gewicht auf die Straße bringen. Davon werden jetzt zunehmend mehr kommen.
Teuer und deshalb nur von der Uperclass leistbar.

Grundsätzlich habe ich eine Automarke, der ich immer treu geblieben bin. Derzeit habe ich eine Euro 6 Diesel-Limousine, die gerade 5,3l/100km verbraucht. In zwei Jahren werde ich nach Ende des Leasingvertrages auf ein neues Modell umsteigen müssen. Und ich habe mit Schrecken feststellen müssen, dass es keine Limousine mehr geben wird. Nur mehr SUV's. Das sind zwar alle Soft-SUV's (also nur Vorderradantrieb), aber alle haben einen hohen Radstand und eine bullige Vorderfront mit hohem CW-Wert.
Wie dumm ist da die Autobranche? Ich werde wahrscheinlich auf eine andere Automarke umsteigen müssen (koreanisch, Tesla..), oder behalte mit dann den "alten" Diesel.....

MfG
WL01
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 11:29 #50669

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Hi Thomas & wl01,

Ja ekelhaft, der Wachstumswahn kennt eben nur eine Grenze: Den Endzeitkrieg.


mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 11:54 #50670

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Wie ist das eigentlich mit den "Bewegungen" welche sich "weniger ist mehr" auf die Fahnen geschrieben haben?
War das eine Modeerscheinung?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 12:22 #50672

Philzer schrieb:
der Wachstumswahn kennt eben nur eine Grenze: Den Endzeitkrieg

Beim Endzeitkrieg gegen die Natur steht der Sieger schon fest.
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 12:31 #50673

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Ja, und einem Promille ist das auch klar ....

...vergleich mal die Zahlen an teilnehmenden Foristen/Forenbeiträgen in Philosophie oder solchen wiss. Foren wie hier, mit der Anzahl an Beiträgen/Foristen in technischen und sonstigen Konsum-Foren, da liegen mehrere Zehnerpotenzen dazwischen!

mvg Philzer

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 13:05 #50674

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Mal zwischendurch was aus der aktuellen Forschung.
Es schaut so aus als ob die Zuordnung einzelner Wetterereignisse zum menschlichen Einfluss auf den Klimawandel mittlerweile besser beurteilt werden kann.
Guter Beitrag bei Aspekte mit Dr. Friederike Otto (Physikerin und Philosophin).
https://www.zdf.de/kultur/aspekte/aspekte-vom-5-april-2019-100.html

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 07 Apr 2019 13:38 #50676

.
@Lutz
Das Groteske ist ja, dass man sehr vieles schon lange weis, noch länger vermutet und noch viel länger schon erahnte. Und plötzlich tritt eine 16 Jährige auf und alle sind überrascht.
.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 11:40 #50697

badhofer schrieb: Das Groteske ist ja, dass man sehr vieles schon lange weis, noch länger vermutet und noch viel länger schon erahnte. Und plötzlich tritt eine 16 Jährige auf und alle sind überrascht.

Muss man bei der Überlegung warum das so ist, nicht zwangsläufig auch einmal auf die Verantwortung unserer wissenschaftlichen Eliten zu sprechen kommen?
Es wird geforscht, Statistiken werden veröffentlicht, es gibt Klimakonferenzen und Berichte in Fachmagazinen sowie Sendereihen die über die Problematik aufklären. Wissenschaftler solidarisieren sich auch mit der f4f-Bewegung, inzwischen mehr als 12.000. Eher selten dagegen sieht man Wissenschaftler wie Harald Lesch, die erheblich weiter gehen und ihre Popularität dazu einsetzen, bei Medien, Politik und Wirtschaft schonungslos den Finger auf die Wunden zu legen (wie erst kürzlich bei "Anne Will" geschehen). Aber reicht das? Ich denke NEIN! Für die Zukunft Menschheit ging es selten (oder auch noch nie) um so viel wie heute angesichts der drohenden Klimakatastrophe. Da müssen Kräfte gebündelt werden, der Einfluss der Wissenschaft auf die Politik und Wirtschaft muss sich radikal erhöhen. Nach meinem Empfinden müssen Forschungsinstitute und Universitäten für einen gewissen Zeitraum (2-3 Jahrzehnte) ihren Schwerpunkt auf all jede Wissenschaftsgebiete konzentrieren, die auf die eine oder andere Weise mit diesem Thema zu tun haben. Wenn der Wissenschaft nicht mehr Einfluss auf die Politik erlangt, habe ich keine Vorstellung wie das Klimaproblem innerhalb einer kapitalgesteuerten Gesellschaft gelöst werden sollte. Alle möglichen Regulierungen über den Markt können zwar greifen, jedoch nicht im benötigten Umfang und schon gar nicht in der zur Verfügung stehenden Zeitspanne.

Angeblich hat die Menschheit die Fähigkeit, angesichts von globalen Katastrophen sich zu vereinen und gemeinsam die Gefahren abzuwenden. Leider gehört das wohl doch nur in den Bereich der Science-Fiktion. Solange sich am Elend und an den Missständen in der Welt auch noch gut verdienen lässt, wird es keine freiwillige Kooperation geben. Also muss sich der Klimaschutz und seine Technologien für die Wirtschaft lohnen. Klimakiller-Technologien müssen finanziell so stark beauflagt werden, dass sie für die Betreiber unrentabel sind.

Es gibt (und ich beziehe mich jetzt auf Deutschland und andere demokratische Gesellschaftsordnungen) festgesetzte Aufgaben des Staates. Er (der Staat) besitzt ein Machtmonopol, das im von seinen Bürgern durch Wahlen zugestanden wurde. Eines der vornehmsten Aufgaben des Staates (sprich der gewählten Vertreter in den Parlamenten) ist es, den Schutz und die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Wann wenn nicht jetzt ist es an der Zeit, die Erfüllung dieser Aufgabe einzufordern? Deshalb müssen sich die Politischen Parteien und Organisationen, die künftig gewählt werden wollen, verbindlich und in aller Klarheit festlegen welche Pläne sie zum Klimaschutz verfolgen. Da sie das alleine gar nicht können, müssen sie die Wissenschaft mit an Bord nehmen. Und diese Forderung muss auch von den Wissenschaftlern selbst kommen, Forschung und das Erheben des Fingers alleine ist nicht genug!
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 14:52 #50701

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@ ollelinse #50697
Was sollen die Wissenschaftler denn tun? Was ist der Unterschied zwischen Einfordern und Erheben des Fingers?
Dabei sind die konkreten Schritte nicht so schwer: Schnell raus aus Kohle, Fossile Energie wesentlich teurer machen (bei sozialem Ausgleich, zB. Arbeit weniger versteuern, vor allem bei niedrigeren Einkommen), Keine Agrar-Subventionen an intensive Landwirtschaft, …
Einiges davon wurde heute von f4f klar vorgebracht. Wozu braucht es da Wissenschaftler? Doch mehr als Glaubwürdigkeitsverstärker als Berater, denn für die Grundsatzentscheidungen liegen die Fakten auf dem Tisch. Bei der Umsetzung im klein-klein können Fachleute dann wieder nötig sein.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 16:38 #50702

Martin-O schrieb: @ ollelinse #50697
Was sollen die Wissenschaftler denn tun? Was ist der Unterschied zwischen Einfordern und Erheben des Fingers?
Dabei sind die konkreten Schritte nicht so schwer: Schnell raus aus Kohle, Fossile Energie wesentlich teurer machen (bei sozialem Ausgleich, zB. Arbeit weniger versteuern, vor allem bei niedrigeren Einkommen), Keine Agrar-Subventionen an intensive Landwirtschaft, …
Einiges davon wurde heute von f4f klar vorgebracht. Wozu braucht es da Wissenschaftler? Doch mehr als Glaubwürdigkeitsverstärker als Berater, denn für die Grundsatzentscheidungen liegen die Fakten auf dem Tisch. Bei der Umsetzung im klein-klein können Fachleute dann wieder nötig sein.

Was wir selbst beitragen können, darüber haben wir gesprochen. Auch was wir von der Politik und Wirtschaft erwarten. Die Kernkompetenz zum Thema Klimawandel liegt bei der Wissenschaft. Ich habe die Antwort nicht parat aber ich weiß, dass es so nicht weitergeht. Vor einem halben Jahr hätten wir uns auch gefragt, was sollen Schulkinder denn schon tun? Heute frage ich, was können jene Wissenschaftler noch tun, die sich seit Jahren und Jahrzehnten mit der drohenden Gefahr beschäftigen. Ja, Fakten liegen auf dem Tisch. Als Hinweis habe ich ja auf das couragierte Auftreten von Harald Lesch hingewiesen. Aber offensichtlich genügt es nicht, wie diese Fakten präsentiert werden. Und Lösungen, die anderswo auf der Welt bereits eingesetzt werden und bei uns in Schubladen liegen, schaffen es nicht einmal in die öffentliche Diskussion. Da muss einfach mehr gehen als Unterschriften-Aktionen, aber natürlich nicht nur bei Wissenschaftlern. Klar ist doch eines: entsteht kein tatsächlicher Handlungsdruck auf die politischen Handlungsträger, bleibt alles beim alten oder wir bewegen uns bestenfalls im Schneckentempo. Allein die Macht des Wählers wird uns in dieser Situation auch nicht zu Ziel führen. Die Politik muss spüren, dass sich sich durch ihr verhaltenes Handeln nicht nur von den Bürgern, sondern auch von gesellschaftlichen Gruppen und Einrichtungen entfernt, mit denen sie sich doch so gerne ins Rampenlicht stellt. Also Kunst, Kultur, Sport, Massenmedien u.s.w. müssen an einem Strang ziehen und Druck aufbauen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 20:21 #50712

Martin-O schrieb: Was sollen die Wissenschaftler denn tun? Was ist der Unterschied zwischen Einfordern und Erheben des Fingers?

Ein offener Brief mit Forderungen an das Bundeskanzleramt, unterschrieben von führenden Politikern Wissenschaftlern ist medienwirksam.

Auch sollten Behauptungen von Politikern nicht unwidersprochen bleiben.

Es müssen Grenzen gezogen werden.
Werimmer mit falschen Behauptungen an die Öffentlichkeit geht, sollte das Risiko inkauf nehmen müssen, auch öffentlich entlarvt und widerlegt zu werden.

Übrigens finde ich auch, dass Moderatoren in diesem Forum eine besondere Verantwortung tragen.
Wer Fake-Behauptungen posten möchte, sollte es unter einem privaten Account tun.
Ansonste gehe ich davon aus, dass der Moderator – wenn er seine Posts nicht relativiert – dies im Einvernehmen mit der Redaktion des Forums schreibt.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 20:50 #50714

Jürgen schrieb: Übrigens finde ich auch, dass Moderatoren in diesem Forum eine besondere Verantwortung tragen.
Wer Fake-Behauptungen posten möchte, sollte es unter einem privaten Account tun.
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Sehr sicher bin ich mir, dass keiner von uns Moderatoren wissentlich falsche Behauptungen postet.

Hauptsächliches Ziel dieses Forums und auch der übrigen Webseite ist nach meinem Verständnis, Physik und andere Naturwissenschaften möglichst vielen Interessenten näher zu bringen. Ein abgestimmtes politisches Ziel verfolgt das Forum nicht.

Was mich betrifft, kennzeichne ich alle Moderatoren Beiträge wie oben. Alles andere, was ich schreibe, stellt meinen Kenntnisstand bzw. meine Meinung dar. Dies kennzeichne ich auch mit meiner Signatur.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 21:38 #50715

ClausS schrieb:

Jürgen schrieb: Übrigens finde ich auch, dass Moderatoren in diesem Forum eine besondere Verantwortung tragen.
Wer Fake-Behauptungen posten möchte, sollte es unter einem privaten Account tun.
Ansonste gehe ich davon aus, dass der Moderator – wenn er seine Posts nicht relativiert – dies im Einvernehmen mit der Redaktion des Forums schreibt.


Moderatoren Hinweis

Sehr sicher bin ich mir, dass keiner von uns Moderatoren wissentlich falsche Behauptungen postet.

Hauptsächliches Ziel dieses Forums und auch der übrigen Webseite ist nach meinem Verständnis, Physik und andere Naturwissenschaften möglichst vielen Interessenten näher zu bringen. Ein abgestimmtes politisches Ziel verfolgt das Forum nicht.

Was mich betrifft, kennzeichne ich alle Moderatoren Beiträge wie oben. Alles andere, was ich schreibe, stellt meinen Kenntnisstand bzw. meine Meinung dar. Dies kennzeichne ich auch mit meiner Signatur.

Jürgen schrieb:

ClausS schrieb: Wenn ich mir die Seite de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4n...ibhausgas-Emissionen so ansehe, dann lese ich (Stand 2015):

China 20 %
USA 18 %
Russland 7,5%
Indien 4 %
Japan 4 %
Deutschland 2,5 %
Brasilien 2,5 %

Die gesamte Europäische Union kommt in Summe gerade mal auf 12%.

Berücksichtigen sollte man zudem, dass ein erheblicher Anteil der weltweiten Treibhausgas Emissionen von der Landwirtschaft verursacht werden. Über die Höhe gibt es von verschiedenen Quellen sehr unterschiedliche Angaben. Ich verweise z.B. auf www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.d...report_08jan08_0.pdf .

Aus obigen Statistiken geht für mich klar hervor, dass es dem Klima gar nichts bringt, wenn die Politiker in Deutschland und/oder Europa in Panik geraten und wir einseitig auf unseren (deutschen/europäischen) Wohlstand verzichten. Im Gegenteil, man braucht ein global abgestimmtes Vorgehen, das vor allem von den wichtigsten Playern China und USA eingehalten werden muss.

Die EU hat einen Anteil von 6,68% der Weltbevölkerung.

Das bedeutet, dass wir etwa doppelt so hohe Emissionen verursachen wie der Durchschnitt der Weltbevölkerung.

Ich kann Deine Argumentation nicht nachvollziehen, weshalb wir uns als DOPPELTE Verschmutzer einen schlanken Fuß machen sollten, indem wir jeglichen Verzicht auf andere abwälzen.

Dann finde ich, dass der Hinweis auf die Bedeutungslosigkeit des deutschen und europäischen CO2 Anteils relativiert werden sollte. Es ist eine simple Wahrheit, dass Deutschlands Anteil am CO2 Output hochgerechnet auf die Weltbevölkerung das Problem mehr als verdoppeln würde.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 22:16 #50716

Die von mir zitierten Zahlen stammen aus wikipedia und sind daher keine Fake News. Der Rest meines Beitrags stellt meine Meinung dar, den ich daher nicht zurücknehmen werde.

Für die Erde ist der tatsächliche Treibhausgasausstoß wichtig, nicht seine anteilige pro-Kopf Verteilung. Der Lebensstandard auf der Erde ist ungleich verteilt und daher natürlich auch der CO2-Ausstoß. Wenn unser CO2 Ausstoß tatsächlich nur das doppelte des weltweiten Durchschnitts ist, dann ist das im Vergleich zu unserem Lebensstandard erstaunlich gut - betrachtet man vergleichbare Staaten wie Amerika, Japan oder Russland.

Wir sollten Schritte zu weiteren Verbesserungen einleiten, wenn wir das aber zu stark einseitig tun, dann hilft das der Erde nicht.

PS: Auf den derzeit durchschnittlichen Lebensstandard auf der Welt möchte ich nicht zurückfallen. Dies würde beispielsweise neben vielem anderen auch einen Verzicht auf unsere fortschrittliche Medizin oder unser Sozialsystem bedeuten.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 08 Apr 2019 23:55 #50719

@ Jürgen #50712
Du meintest wohl: „Brief von führenden Wissenschaftlern“ ?
@ ClausS
Diese Anregung von Jürgen ist auch an Josef Gaßner und Harald Lesch gerichtet. Bei denen habe ich nicht den Eindruck, dass sie Physik und Politik so stark trennen. Auch wenn das Forum aus guten Gründen nicht politisch sein soll: Zumindest solche Anregungen sollten hier Platz haben. (Der Thread ist ja auch von einem Moderator gestartet worden.) Meine These, überspitzt ausgedrückt: Physik, die nicht auch die gesellschaftlich-politische Dimension ihres Tuns mitbedenkt, ist keine richtige Physik. (Ich hatte die Gelegenheit, auf einer Tagung dies mit Hans-Dieter Mutschler zu erörtern, er hat mir da zugestimmt.)
Ad: #50716

Auf den derzeit durchschnittlichen Lebensstandard auf der Welt möchte ich nicht zurückfallen

Danke, ClausS für das ehrliche Statement, weil Du aussprichst, was (fast) alle denken.
Das Problem ist aber, dass in den internationalen Verhandlungen schon nach den Pro-Kopf-Emissionen gefragt wird und von den Industriestaaten erwartet wird, dass sie ihre Emissionen drastischer senken als die armen Länder. Das würde keine Nivellierung der Lebensverhältnisse auf dem Planeten bedeuten, aber einen deutlichen Schritt in diese Richtung (schwer zu quantifizieren).
Nun setzen die einen auf Technik, die das auch ohne Lebensstandart-Verlust ermöglicht, was aber wohl doch nur zu einem Teil gelingen wird.
Beispiel: Unsere Hygiene-Vorstellungen sind mit Ursache, dass Lebensmittel mit so viel Plastik verpackt sind. Ich habe noch als Kind mit der Milchkanne die Milch vom Bauer geholt. Das entspricht nicht ganz unseren Hygiene-Vorstellungen.
In vielen Gästehäusern gibt es Honig, Marmelade, Butter und Frischkäse in kleinen Plastikgefäßen, damit das Essen nicht beatmet wird. Das finde ich übertrieben.
Man kann den Standard zurückdrehen, ohne dass es wirklich ein spürbarer Verzicht ist. Die Schmerzgrenzen sind sicher unterschiedlich. Was ist wichtiger?
Ich kenne solche Abwägungen aus anderen Lebenssituationen: Kann man eine in den Ort fest integrierte Person in ein Altenheim stecken, nur weil sie aufgrund der beginnenden Demenz im Haus kaum noch für Hygiene sorgt? Ich habe dabei Mut dazu gemacht, das soziale Umfeld weit höher zu gewichten als Hygiene.
Und auf Fahrrad-Zelt-Touren stand Hygiene auch nicht immer an erster Stelle, weniger Gepäck und möglichst wenig Plastik-Verbrauch waren mir wichtiger.
Aber in den Wochen der Grippewelle habe ich besonders oft und gründlich die Hände gewaschen.
So wird sich bei der Hygiene ein Mittelweg finden, genauso in anderen Bereichen, es fehlt noch entsprechende Infrastruktur und eine Liberalisierung unserer sehr hohen Maßstäbe, ohne dass gleich alles zusammen bricht.
Ich erinnere daran, dass es zwischen 2019 und der Steinzeit noch Zwischenstufen gab.
Alles kann man hinterfragen, ob wir das wirklich genau so brauchen. Diesen Prozess muss nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich gegangen werden. Man muss nicht alles verteufeln, was in den letzten 200 Jahren erfunden wurde, man muss aber auch nicht Angst vor der Steinzeit schüren.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 00:32 #50720

Verliert euch nicht in Details.

Wer da mehr oder weniger verursacht, ist aus heutiger Sicht unerheblich.

Und gegeneinander aufzurechnen, begibt sich auf die Stufe des britischen Parlaments.

Jeder, der es begreift, um was es da jetzt geht, ist aufgerufen, zu überlegen, was kann ich beitragen, um diese Temperaturerhöung zu bremsen.

Aufgeregtheit ist auch nicht angesagt, sondern kühle Vernunft.

Das ganze Übel kommt doch von der massenweisen Verbrennung von fossilen Energieträgern. Die Ausbeutung von Kohle und Öl und Erdgas. Ein Energieträger, den die Erde in 300 Millionen Jahren eingelagert hat. Das Zeitalter nennt man das Carbon.

Und wir holen das jetzt aus dem Boden und verbrennen es in 200 Jahren, in der Hoffnung, dass das keine schweren Folgen für unser Klima hätte.

Ja wie blöd muss denn einer sein, der diesen verhängnisvollen Zusammenhang nicht sieht.

Wenn wir unseren Lebensstandard halbwegs erhalten wollen, dann müssen wir so schnell wie möglich von den fossilen Energieträgern weg und hin zu densonnengestützen Quellen.

Und nur zu denen!!!

Alles andere, wie Fusion oder weitere Spaltreaktoren liefern doch schon wieder Zukunftsprobleme. Forschung ja, aber keinen kommerziellen Einsatz, bevor man nicht absolut sicher weiß, mit welchen Folgen wir zu rechnen haben.
Um diese Erkenntnis zu generieren, darf die Zeit keine Rolle spielen.

Probieren und experimentieren ja, aber kommerzialisieren erst, wenn man sicher ist, unter welchen Bedingungen man den ganzen Prozess beherrscht.

Wir haben jetzt, unter den sich abzeichnenden Veränderungen unserer Lebensgrundlagen, allen Grund zur Vorsicht, Draufgängertum war mal.

Also bleibt uns jetzt nur die Sonne als sichere und überlebensgarantierende Energiequelle. Diese Rolle spielt sie schon seit 4,52 Mrd. Jahren. Wir sollten an dieser Tradition nicht rütteln, auch wenn unser Erkenntniszuwachs anderes erhoffen lässt.
Wir verbrennen uns immer die Finger, wenn wir fremdgehen. Siehe Kernenergie, siehe fossile Energie.

These:
Wenn wir uns vor 60 Jahren für Sonnenenergie als natürliche Quelle entschieden hätten und auf Kernkraft und das massenhafte Verbrennen von fossiler Energie verzichtet hätten, sähe die Welt heute problemloser aus.

Thomas

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 07:12 #50724

Thomas schrieb: Wenn wir unseren Lebensstandard halbwegs erhalten wollen, dann müssen wir so schnell wie möglich von den fossilen Energieträgern weg und hin zu densonnengestützen Quellen.

Und nur zu denen!!!


Hab gestern das hier gelesen: China baut erstes Weltraum-Solarkraftwerk

Pang Zhihao, Wissenschaftler an der China Academy of Space Technology, sieht in der Technologie das Potenzial, zu einer "unerschöpflichen Quelle sauberer Energie" für die Menschheit zu werden. Eine Solaranlage im Weltraum könne rund um die Uhr Energie aus Sonnenlicht zur Erde senden - unabhängig vom Wetter, dem Tag-Nacht-Rhythmus oder Jahreszeiten. Das Kraftwerk könnte zudem Elektroautos jederzeit und überall aufladen oder künftige Weltraummissionen Chinas mit Energie versorgen.

https://www.n-tv.de/wissen/China-baut-erstes-Weltraum-Solarkraftwerk-article20866378.html

https://www.cashkurs.com/beitrag/Post/chinas-plaene-zur-gewinnung-von-weltraum-solarstrom/

Da findet man noch mehr Links drüber wenn man googelt, gibt da zwar noch technologische Probleme aber wäre evtl. ne Lösung wie wir unser
Energieproblem in absehbarer Zukunft auf der Erde in den Griff bekommen könnten (wenn alle daran mitarbeiten …)
LG
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 08:15 #50725

Martin-O schrieb: @ ClausS
Diese Anregung von Jürgen ist auch an Josef Gaßner und Harald Lesch gerichtet. Bei denen habe ich nicht den Eindruck, dass sie Physik und Politik so stark trennen. Auch wenn das Forum aus guten Gründen nicht politisch sein soll: Zumindest solche Anregungen sollten hier Platz haben. (Der Thread ist ja auch von einem Moderator gestartet worden.) Meine These, überspitzt ausgedrückt: Physik, die nicht auch die gesellschaftlich-politische Dimension ihres Tuns mitbedenkt, ist keine richtige Physik...

Dieses, von Thomas aufgemachte Thema ist nicht nur "in zunehmendem Maße politisch relevant", sondern in allererster Linie politisch brisant. Wenn wir an dieser Stelle nicht politisch Stellung nehmen wollen oder könnten - auch mit Forderungen an führende Wissenschaftler, dann wäre die gesamte Diskussion über den vom menschlich verursachten Klimawandel in diesem Forum nicht gut aufgehoben und verschwendete Lebenszeit. Darüber, so denke ich, herrscht aber auch weitestgehend Einigkeit.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 08:38 #50726

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China als Vorreiter in der Klimapolitik wer hätte das gedacht.
Ein zentralistisch kommunistisch? gesteuertes Land.
Der Sozialimus Kommunismus ist gescheitert!

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 08:38 #50727

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China als Vorreiter in der Klimapolitik wer hätte das gedacht.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 09:16 #50728

@ Jürgen

Ein offener Brief mit Forderungen an das Bundeskanzleramt, unterschrieben von führenden Politikern ist medienwirksam.

Ich stelle mir vor, dass sience4f dies macht. Wieso aber nur diese Adresse? Warum nicht auch an die legislative, Bundestag? Warum nur Deutschland – was ist mit anderen Staaten? Warum nur an Einzelstaaten, warum nicht auch an die EU? Oder die UNO (deren Konferenzen weitgehend „heiße Luft“ waren?
Medienwirksam ist gut, davon haben wir schon einiges gehabt. Aber klug und zielführend, da gehört mehr dazu. Eine weltweit konzertierte Aktion an einem Freitag zB.

Auch sollten Behauptungen von Politikern nicht unwidersprochen bleiben.
Es müssen Grenzen gezogen werden.
Wer immer mit falschen Behauptungen an die Öffentlichkeit geht, sollte das Risiko in kauf nehmen müssen, auch öffentlich entlarvt und widerlegt zu werden.

Da sind die Medien Ansprechpartner, ein Format zu schaffen: Politikerschelte von Wissenschaftlern. Teilweise gibt es das schon, so in der Sendung „Quarks – Wissenschaft und mehr“ in wdr5 Radio und Quarks im Fernsehen, die allerdings nicht so streitlustig vorgehen, sondern positiv Inhalte von f4f analysieren, zB. gestern (Da auch ein Hörer-Gespräch mit Harald Welzer zum Klimawandel).
Besser ist es, die vielen Quatsch-Formate, wo Fakes und Verschwörungen neben sachlich Richtigem stehen kann (was spannend ist und Zuschauer anlockt) zurück zu fahren und mehr Sachlichkeit einzubringen. So war Harald Lesch bei Anne Will nur eine Stimme unter vielen, er hatte am Schluss keine Gelegenheit, die Selbstbelügungen („Wir schaffen das“) zu entlarven. So wird Wissenschaft nicht ernst genommen.

@ Thomas

Verliert euch nicht in Details.

An diesen Details bleibt der UNO-Klima-Prozess stecken. Ob jemand sagt: „Wie müssen nicht so viel tun“, oder „Wir können gar nicht viel beitragen“ oder „Der Klimawandel ist nicht menschengemacht“ oder „Es gibt keinen außergewöhnlichen Klimawandel“: Das ist es gleichermaßen wert, analysiert zu werden. Es reicht nicht, die Dinge auf der physikalischen Ebene richtig zu stellen.

@ Sonni
Da muss man nüchtern und spitz rechnen: Wenn man den Aufwand mit einberechnet: Wie groß ist dann der Wirkungsgrad (gemessen an den investierten Ressourcen)? Ist der höher als in Kraftwerken in der Sahara bzw. Gobi?

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 09:17 #50729

Technisch bedingter Dreifach-Post. Kann das gelöscht werden?

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 09:18 #50730

dito.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 09:28 #50731

Marvin schreibt

China als Vorreiter in der Klimapolitik wer hätte das gedacht.

Ich nenne das mal wirtschaftswissenschaftliche Weitsicht. Wer den Markt beherrscht, wird möglicherweise meilenweit vor den anderen Nationen sein. Natürlich sind Investitionen - gerade wie diese - immer noch Risikogeschäft. Dieses Risiko-Potenzial wird einkalkuliert und durch entsprechende Rendite beschrieben. Wir scheinen bei uns aber auch vergessen zu haben, dass Investitionen immer schon das Risiko des Scheiterns haben. Ich denke, das kann man auch unter Thomas` Position ableiten. Es gibt doch bald nix anderes mehr als diese Energiegewinnung.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 09:49 #50733

Martin-O schrieb: @ Jürgen #50712
Du meintest wohl: „Brief von führenden Wissenschaftlern“ ?

Ja, manchmal sollte man sich etwas mehr Zeit nehmen – danke.

ClausS schrieb: Die von mir zitierten Zahlen stammen aus wikipedia und sind daher keine Fake News. Der Rest meines Beitrags stellt meine Meinung dar, den ich daher nicht zurücknehmen werde.

Der Begriff Fake-Behauptungen bezieht sich auf die Aussage „dass es dem Klima gar nichts bringt, wenn die Politiker in Deutschland und/oder Europa in Panik geraten und wir einseitig auf unseren (deutschen/europäischen) Wohlstand verzichten. Im Gegenteil, man braucht ein global abgestimmtes Vorgehen, das vor allem von den wichtigsten Playern China und USA eingehalten werden muss.“
Dies ist aus meiner Sicht das Gegenstück zu Donald Trumps „America first“ – in diesem Fall „Germany first“ und „Europe first“ auf Basis einer sehr persönlichen Interpretation.

ClausS schrieb: Für die Erde ist der tatsächliche Treibhausgasausstoß wichtig, nicht seine anteilige pro-Kopf Verteilung. Der Lebensstandard auf der Erde ist ungleich verteilt und daher natürlich auch der CO2-Ausstoß. Wenn unser CO2 Ausstoß tatsächlich nur das doppelte des weltweiten Durchschnitts ist, dann ist das im Vergleich zu unserem Lebensstandard erstaunlich gut - betrachtet man vergleichbare Staaten wie Amerika, Japan oder Russland.

Wir werden vor allen Dingen China nicht dazu bewegen können, über den Eigennutz hinaus zu investieren, solange wir einen höheren Pro-Kopf Ausstoß haben und uns auf das Argument zurückziehen: wir können so viel CO2 produzieren, weil wir weniger sind oder weil wir ein Gewohnheitsrecht in Anspruch nehmen.
Auch ist mir nicht klar, welche Datenbasis die Wikipedia-Zahlen haben. Sind es Emissionen, die hier entstehen oder sind es auf den Konsum umgerechnete Emissionen? Wir haben einen Großteil unserer Produktion nach Asien ausgelagert. Andererseits haben wir Exportüberschüsse. Den reinen CO2 Ausstoß der Industrie lokal zu betrachten bringt also nicht viel.

ClausS schrieb: Wir sollten Schritte zu weiteren Verbesserungen einleiten, wenn wir das aber zu stark einseitig tun, dann hilft das der Erde nicht.

Noch weniger hilft es, mit dem Finger auf andere zu zeigen und sich selbst aus der Verantwortung zu nehmen. Damit ändern wir nichts, denn die Politik in anderen Ländern wird nicht von uns gestaltet. Auch nicht, wenn wir anderen unsere Produkte anbieten – mit dem Argument: seht her, wir verbrauchen anteilig nur 4x das was der Globus uns zur Verfügung stellen kann.

ClausS schrieb: PS: Auf den derzeit durchschnittlichen Lebensstandard auf der Welt möchte ich nicht zurückfallen. Dies würde beispielsweise neben vielem anderen auch einen Verzicht auf unsere fortschrittliche Medizin oder unser Sozialsystem bedeuten.

Du hast doch selbst 2 Töchter. Glaubst Du nicht, dass die Töchter für ihre Enkel die gleichen Rechte auf ein lebenswertes Klima einfordern werden? Allerdings wird es dann zu spät sein …
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 10:48 #50735

Der konkrete Forderungskatalog von f4f war ein Meilenstein in der Bewegung.
Aus wdr5 dazu:
Medienecho
Von der Bewegung zur Partei?
Hörer-Diskussion heute 12.10-13.00 UHr

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 11:35 #50736

Sonni1967 schrieb: Hab gestern das hier gelesen: China baut erstes Weltraum-Solarkraftwerk

Energieproblem in absehbarer Zukunft auf der Erde in den Griff bekommen könnten (wenn alle daran mitarbeiten …)

Sieht für mich mehr nach Fiction aus als nach Science.

Stellt sich die Frage, was solch ein GW Mikrowellen Beam oder Laser Beam für den Flugverkehr bedeutet.
Und die Bedeutung eines Gigawatt Mikrowellen Beams für das Klima, geschweige denn für das lokale Wetter ist nicht erwähnt.

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