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THEMA: Greta Thunberg in Davos und Klimawandel

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 14:07 #50739

Hi Jürgen,

Stellt sich die Frage, was solch ein GW Mikrowellen Beam oder Laser Beam für den Flugverkehr bedeutet.

Die Flugzeuge werden dann gegrillt wenn sie durch die Laser fliegen hihi... :lol:
Neee, war spaß.

Ich hab ja keine Ahnung von den ganzen Technologien um so etwas möglich zu machen aber in dem 1.Link von mir steht
dass sich da wohl mehrere Wissenschaftler weltweit mit beschäftigen. Ich denke mal die wissen schon irgendwo was
sie da tun (wird ja auch viel Geld dort reingesteckt).

Neben China und den USA arbeiten auch Forscher in anderen Ländern wie Indien, Russland und Japan an Weltraum-Solarkraftwerken. Besonders in Japan ist das Interesse an dieser Energiequelle groß


Die NASA hat da wohl auch Interesse dran:

https://www.trendsderzukunft.de/die-nasa-moechte-zukuenftige-energieprobleme-mit-solarzellen-im-all-loesen/

Ich könnte mir schon vorstellen dass so etwas technisch möglich wäre wenn international da zusammen gearbeitet würde.
Klappt ja auch bei der internationalen Raumstation( ISS) und die ist ja auch nicht gerade "ohne Aufwand" oder kostengünstig.
Egal, zeigt auf jeden Fall dass heute schon auf der Welt versucht wird unser Energieproblem zu lösen. Ist ja auch jedem klar dass
irgendwann in "naher Zukunft" die fossilen Brennstoffe ausgehen werden. Ich finde aber da wird noch viel zu wenig getan, da müssten
von den Regierungen noch viel mehr Gelder investiert werden für Forschung, usw....., das Thema müsste für die Menschheit
(vor allem in der Politik) an 1. Stelle stehen weil sonst gibts bald voñ der nix mehr :silly: , die meisten dort schlafen aber noch.
Evtl. kann Greta sie ja aufwecken ( im positivsten Sinne gemeint) ! Und uns mit, hehe…

LG

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 18:31 #50746

Jürgen schrieb:

Sonni1967 schrieb: Hab gestern das hier gelesen: China baut erstes Weltraum-Solarkraftwerk

Energieproblem in absehbarer Zukunft auf der Erde in den Griff bekommen könnten (wenn alle daran mitarbeiten …)

Sieht für mich mehr nach Fiction aus als nach Science...

Das Besondere an der Energiepolitik von China ist ja, dass sie mit jedem nur erdenklichen Mittel von den fossilen Energieträgern wegwollen. Dabei wird das heute greifbare (Solarstrom aus der Wüste - mit Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, Windenergie, Meeresenergie ...) massiv vorangetrieben und weltweit finanziell unterstützt. Ihre Fortschritte bei der Grundlagenforschung zum Abbau und Nutzung von Methanhydrat (brennendes Eis) und Nutzung dieser Lagerstätten zur Einlagerung von CO² muss allerdings kritisch beobachtet werden, damit aus dieser Technologie nicht neues Gefährdungspotential entsteht. Weltraum-Solarkraftwerke halte ich für Lösungen der Energiegewinnung, die dort auch bleiben sollten. (Mond-Basen, Raketen-Treibstoff...). Solarstrom aus der Wüste ist heute schon Realität und kann die gesamten fossilen Energieträger zur Stromerzeugung ersetzen - es muss nur gewollt werden.
Oder betrachten wir das Projekt "Neue Seidenstraße" mit seinen Möglichkeiten der Transport- und Energieoptimierung. Es kommt natürlich hier in Europa und in den USA nicht besonders gut an, wenn China seine traditionelle Rolle als führende Wirtschaftsmacht, die sie bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts inne hatte, wieder erreicht. Aber um ehrlich zu sein, angesichts dessen, dass es sich um das bevölkerungsreichste Land der Welt handelt, empfinde ich es nicht weniger als normal, wenn diese Menschen durch den Aufschwung und die Rückbesinnung auf die eigene Wirtschaftskraft aus der Armut herauskommt. Bis 2020 soll die extreme Armut auf dem Land besiegt sein. In den letzten 6 Jahren reduzierte sich bereits die Zahl der extrem Armen von 100 Millionen auf 16,6 Millionen. Die Lebenserwartung Neugeborener ist bereits höher als in den USA.
Ab 2019 wurde in China ein Verbot der Produktion von 553 Automodellen verhängt, die besonders Emissions-intensiv sind. Chinas Umsetzung der E-Mobilität ist einzigartig. Das betrifft sowohl die eigene Produktion als auch den Import und die Zulassung. Eines dürfte auch sicher sein: ohne den Druck auch China hätte sich auch bei VW & Co. noch immer kaum etwas bewegt.VW will ja immerhin 40% seiner PKWs in China absetzen. Wer denkt, wir hätten das späte Umschwenken in Richtung Elektroauto der deutschen Politik zu verdanken, liegt ziemlich stark daneben.

Die Bewertung des politischen Systems der VR China ist ein anderes Thema und das sollte in diesem Thread auch nicht Gegenstand der Betrachtung sein. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass dieser "an die Leine genommene Kapitalismus" es in wenigen Jahren erreichen wird, seine gesamten CO²-Emissionen in Tonnen unter die der USA zu drücken (trotz 4-facher Bevölkerungszahl) und die pro Kopf-Emission dann nur noch 1/3 der USA oder bzw. 1/2 von Deutschland betragen wird.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 19:20 #50748

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Die Beurteilung des politischen Systems Chinas lässt sich kaum vom Thema trennen.
Der westliche Kapitalismus hat's nicht geschafft. Bis jetzt.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 09 Apr 2019 19:51 #50749

In den Medien wird immer behauptet, dass die Umstellung auf alternative Energien nicht voran komme, weil keine ausreichenden Leitungskapazitäten zur Verfügung stehen.
Angesichts der Offshore-Kraftwerke scheint dies auch plausibel.

Allerdings frage ich mich, ob das ganze in die richtige Richtung geht.

Wenn die Energiewende in stärkerem Maße auf dezentrale Energieerzeugung setzt und Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraftwerke an Flüssen und Windkraft und Gezeitenkraftwerke an den Küsten intelligent vernetzt, sollten dann unsere bestehenden Leitungsnetze nicht ausreichend dimensioniert sein, den Strom zwischen den Regionen hin und herzuschieben?

Falls jemand sich in dem Segment auskennt, würde mich interessieren, ob der Ausbau der Stromtrassen wirklich eine zwingende Voraussetzung ist oder ob Interessenvertreter der traditionellen Energieproduzenten versuchen ihre Monopole in die neue Versorgungsstruktur zu retten.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Apr 2019 01:07 #50755

  • Lutz
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Hier ein Artikel aus der Zeit, finde der passt auch ganz gut zu der Diskussion die wir hier zum Teil haben....
https://www.zeit.de/kultur/2019-04/klimawandel-generationenkonflikt-schuelerproteste-schock-erwachsene?utm_source=pocket-newtab
Zu China: Aus meiner Sich recht knifflig das Land. Ich finde das System da extrem problematisch. Ja, die gehen in vielen Bereichen mittlerweile voran.
Allerdings sehe ich da auch 2 Hauptgründe warum: Mit den regenerativen Energien lässt sich, auch besonders durch die Wirtschaftsmacht von China, gut Geld verdienen und außerdem säuft China seit ein paar Jahren durch die selbst verursachten Umweltprobleme schlicht ab und die müssen von der Kohle weg.
...übrigens werden große Teile der meisten Windanlagen der chinesischen Hersteller gerne in Deutschland konstruiert. Wir waren mal weltweit ganz vorne, Reste davon sind noch vorhanden.

@Jürgen
Klar ist da mittlerweile auch das Kapital unterwegs was die Trassen angeht. Allerdings wussten wir vor gut 20 Jahren schon das die prinzipiell gebraucht werden, verpennt und nun drängelt es.
Technisch gesehen lässt sich das auch mit dem vorhandenen Gasnetz und Power to Gas realisieren, allerdings ist da der Wirkungsgrad schlechter.
Ist auch nicht nur die fehlende Nord-Süd-Trasse, in Schleswig-Holstein fehlen auch auf regionaler Ebene die Leitungen und die Anlagen werden da regelmäßig runter geregelt oder gestoppt, was wir dann über die Stromrechnung bezahlen.
Offshore-Anlagen: Im Grunde sogar teurer der Strom. Gibt zwar aktuelle Ausschreibungen wo mit 0 Cent / kWh geboten wird...ich hab aber schon zu viele Projekte erlebt die völlig aus der Planung gelaufen sind...das glaub ich den BWL-Managern noch nicht.
Allerdings haben die Anlagen auf dem Wasser einige wichtige Vorteile: Sehr viel mehr Windausbeute übers Jahr (Volllaststunden) und damit besser Grundlastfähig und es können sehr große Windparks realisiert werden, in Deutschland ist der Raum halt recht begrenzt.
Bisher war / ist im Norden wenig Industrie, daher sind die klassischen Großkraftwerke in Mittel- und Süddeutschland inklusive der Stromtrassen. Neu ist jetzt das die Großkraftwerke Wind in Norddeutschland stehen, nur fehlen da bisher die Leitungen und im Gegensatz zu früher ist der Widerstand gegen die Leitungen sehr stark.
Aus meiner Sicht: Ja, es macht durchaus Sinn die Nord-Süd-Verbindung zu bauen.
Sinnvollerweise ist auch Europa komplett auf der 380 kV und 220 kV vernetzt, alles Freileitung (OK, England ist über HGÜ-Seekabel angeschlossen). Für die Stabilität der Versorgung ist diese Vernetzung gut, hier in Bremen wurde es früher dunkler wenn bei den Stahlwerken das Warmwalzwerk lief...
Mehr dezentrale Versorgung ist sicher sinnvoll und gut, aber die Industrie sollte ja auch Energie bekommen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Apr 2019 07:08 #50758

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Jürgen schrieb: Wenn die Energiewende in stärkerem Maße auf dezentrale Energieerzeugung setzt und Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraftwerke an Flüssen und Windkraft und Gezeitenkraftwerke an den Küsten intelligent vernetzt, sollten dann unsere bestehenden Leitungsnetze nicht ausreichend dimensioniert sein, den Strom zwischen den Regionen hin und herzuschieben?

Falls jemand sich in dem Segment auskennt, würde mich interessieren, ob der Ausbau der Stromtrassen wirklich eine zwingende Voraussetzung ist oder ob Interessenvertreter der traditionellen Energieproduzenten versuchen ihre Monopole in die neue Versorgungsstruktur zu retten.

Also ich weiß nicht ob es stimmt, aber alle Energieversorger behaupten, dass dezentrale Alternativenergien die teuerste und unrationellste Energieform seien. Das Problem ist einerseits die teure Verbindung zwischen den vielen einzelnen Anlagen und andererseits die die nicht vorhersehbare schwankende Energieausbeute. Entweder es scheint gerade die Sonne/es geht gerade der Wind, dann kommt generell überall viel Energie herein, wenn nicht, dann generell keine, oder eben wenig. Nur der Verbraucher wünscht eine gleichbleibende permanente Energieversorgung ohne Spitzen und Senken. Sprich, die müssten auf irgendeine Weise gepuffert werden (Batterien -hier ist beispielsweise Tesla marktführend- oder Speicherkraftwerke, oder Schwungmassepuffer).
Am Rationellsten bei dezentrale Alternativenergien ist es jedoch, die Energie dort zu verbrauchen, wo sie anfallen, sprich viele Hausanlagen. Dort kann man am Besten beurteilen, wann und wo man die Energie benötigt und kann auch mit geringer Batteriekapazität diese Energie puffern.
Deshalb sollten Solar aber vor allem Kleinwindanlagen mit Batteriepuffern mehr gefördert werden und keine so großen bürokratische Hürden bei der Baubewilligung geschaffen werden. Ich warte beispielsweise schon über ein Jahr auf meine Bewilligung, nur weil ein Nachbar meint, da bewegt sich etwas, das ist schlecht für die Augen...

MfG
WL01

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Apr 2019 09:07 #50760

Ich wiederhole mich gerne, wenn es für eine gute Lösung ist:



Natürlich auch dezentrale Versorgung (Solar- und Windenergie) und für die Trassen bitte doch die Technologie verwenden, die Siemens schon seit 10 Jahren für China entwickelt und baut: UHV DC – Ultra-Hochspannungs-Gleichstromübertragung / Grüne Energie über große Entfernungen und bitte den regelbaren Strom über Segmente bis zu je 3 Gigawatt (Grenzwert für Ausfallsicherheit) aus der Wüste holen.

www.siemens.com/press/pool/de/events/cor...heet_800_kv_hgue.pdf

Wichtig ist doch, dass diese Technologien da sind! UHV / HGÜ Trassen müssen jetzt auch gegen Widerstände durchgesetzt und dürfen nicht über Jahre und Jahrzehnte diskutiert werden. Die Staaten der Welt haben die Wahl entweder jetzt teilweise unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen und die gröbsten Folgen der drohenden Klimakatastrophe zu verhindern, oder weiter die kleinen Brötchen zu backen und in einigen Jahrzehnten den Notstand auszurufen um einen verzweifelten Kampf um die Existenzgrundlagen der Menschheit zu führen.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Apr 2019 15:31 #50765

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... nur so paar Gedanken ...

Hi,

Jürgen schrieb: Wenn die Energiewende in stärkerem Maße auf dezentrale Energieerzeugung setzt und Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraftwerke an Flüssen und Windkraft und Gezeitenkraftwerke an den Küsten intelligent vernetzt, sollten dann unsere bestehenden Leitungsnetze nicht ausreichend dimensioniert sein, den Strom zwischen den Regionen hin und herzuschieben?
Falls jemand sich in dem Segment auskennt, würde mich interessieren, ob der Ausbau der Stromtrassen wirklich eine zwingende Voraussetzung ist oder ob Interessenvertreter der traditionellen Energieproduzenten versuchen ihre Monopole in die neue Versorgungsstruktur zu retten.


Ja das ist die Frage!
Windkraftwerke, Wasserkraftwerke, Sonnenkraftwerke sind doch auch nur eine neue Form zentraler Energieerzeugung!

Wie soll denn dezentral massenhaft funktionieren, wo bald zwei Drittel der 10 Milliarden in Supermillionenstädten mit 80 Stockwerken lebt?
Auf dem Balkon? :-)

... die paar reichen Eigenheimbesitzer in den Speckgürteln stricken sich hier eine esoterische Wahrheit ... ?

wl01 schrieb: Also ich weiß nicht ob es stimmt, aber alle Energieversorger behaupten, dass dezentrale Alternativenergien die teuerste und unrationellste Energieform seien.


Ich denke dass erneuerbare Energien auf Grund ihrer Saisonalen- und Wetterabhängigkeit nicht billiger sein werden als der konventionelle 'Mist'.
Deshalb müssen wir aber trotzdem dorthin!

wl01 schrieb: Ich warte beispielsweise schon über ein Jahr auf meine Bewilligung, nur weil ein Nachbar meint, da bewegt sich etwas, das ist schlecht für die Augen...


Naja, verstehen kann ich da Deinen Nachbarn durchaus, sicher von Fall zu Fall verschieden.
Der Mensch möchte eben alles. Er will quasi das 'perpetuum mobile', ein idyllisches Heim mit absolutem Superluxus, und alle Nebeneffekte die letzterer erzeugt nur ja außerhalb seiner Sinne ... :-)

Es ist der Schmutzmensch der für eine unendliche Sterilität (die er unter anderem mit Allergien von der Natur lächelnd quittiert bekommt :-) .) in seiner Luxusoase die Verschmutzung der Welt gedankenlos in Kauf nimmt ... o.s.ä.


mvg Philzer

Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Außerinstrumentelle Denker sind die liebenswerten Verrückten - Philzer

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Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Außerinstrumentelle Denker sind die liebenswerten Verrückten - Philzer

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Apr 2019 15:58 #50767

wl01 schrieb:

Jürgen schrieb: Wenn die Energiewende in stärkerem Maße auf dezentrale Energieerzeugung setzt und Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraftwerke an Flüssen und Windkraft und Gezeitenkraftwerke an den Küsten intelligent vernetzt, sollten dann unsere bestehenden Leitungsnetze nicht ausreichend dimensioniert sein, den Strom zwischen den Regionen hin und herzuschieben?

Falls jemand sich in dem Segment auskennt, würde mich interessieren, ob der Ausbau der Stromtrassen wirklich eine zwingende Voraussetzung ist oder ob Interessenvertreter der traditionellen Energieproduzenten versuchen ihre Monopole in die neue Versorgungsstruktur zu retten.

Also ich weiß nicht ob es stimmt, aber alle Energieversorger behaupten, dass dezentrale Alternativenergien die teuerste und unrationellste Energieform seien. Das Problem ist einerseits die teure Verbindung zwischen den vielen einzelnen Anlagen und andererseits die die nicht vorhersehbare schwankende Energieausbeute. Entweder es scheint gerade die Sonne/es geht gerade der Wind, dann kommt generell überall viel Energie herein, wenn nicht, dann generell keine, oder eben wenig. Nur der Verbraucher wünscht eine gleichbleibende permanente Energieversorgung ohne Spitzen und Senken. Sprich, die müssten auf irgendeine Weise gepuffert werden (Batterien -hier ist beispielsweise Tesla marktführend- oder Speicherkraftwerke, oder Schwungmassepuffer).
Am Rationellsten bei dezentrale Alternativenergien ist es jedoch, die Energie dort zu verbrauchen, wo sie anfallen, sprich viele Hausanlagen. Dort kann man am Besten beurteilen, wann und wo man die Energie benötigt und kann auch mit geringer Batteriekapazität diese Energie puffern.
Deshalb sollten Solar aber vor allem Kleinwindanlagen mit Batteriepuffern mehr gefördert werden und keine so großen bürokratische Hürden bei der Baubewilligung geschaffen werden. Ich warte beispielsweise schon über ein Jahr auf meine Bewilligung, nur weil ein Nachbar meint, da bewegt sich etwas, das ist schlecht für die Augen...

Das ist genau der Ansatz meiner Überlegung.
Wenn viele Haushalte in kleinem Umfang einen Teil ihrer Energie durch Photovoltaik, Windkraft oder Wärmetauscher selbst erzeugt und entsprechend durch bauliche Maßnahmen Strom oder Wärme einsparen könnte der Bedarf reduziert werden. Wenn regional Verbraucher und deren Speichersysteme vernetzt werden, kann dies nochmals zu einer Bedarfsreduktion führen.

Lutz schrieb: Aus meiner Sicht: Ja, es macht durchaus Sinn die Nord-Süd-Verbindung zu bauen.
Sinnvollerweise ist auch Europa komplett auf der 380 kV und 220 kV vernetzt, alles Freileitung (OK, England ist über HGÜ-Seekabel angeschlossen). Für die Stabilität der Versorgung ist diese Vernetzung gut, hier in Bremen wurde es früher dunkler wenn bei den Stahlwerken das Warmwalzwerk lief...
Mehr dezentrale Versorgung ist sicher sinnvoll und gut, aber die Industrie sollte ja auch Energie bekommen.

Sicher gibt es Industrien, die einen hohen Bedarf haben, egal ob Stahl gewalzt oder Kalk gebrannt wird.
Ich frage mich allerdings, ob die Bedarfsreduktion durch dezentrale Energieerzeugung (eigentlich besser Energieumwandlung) die für industrielle Prozesse erforderlichen Leitungskapazitäten freigeben könnte, insbesondere, wenn der Verbraucher erkennen kann, wann viel Energie zur Verfügung steht und diese besonders günstig ist und wann Energie teuer aus dem entfernten Kraftwerk kommt.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 10 Apr 2019 16:43 #50769

Philzer schrieb:

Jürgen schrieb: Wenn die Energiewende in stärkerem Maße auf dezentrale Energieerzeugung setzt und Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraftwerke an Flüssen und Windkraft und Gezeitenkraftwerke an den Küsten intelligent vernetzt, sollten dann unsere bestehenden Leitungsnetze nicht ausreichend dimensioniert sein, den Strom zwischen den Regionen hin und herzuschieben?
Falls jemand sich in dem Segment auskennt, würde mich interessieren, ob der Ausbau der Stromtrassen wirklich eine zwingende Voraussetzung ist oder ob Interessenvertreter der traditionellen Energieproduzenten versuchen ihre Monopole in die neue Versorgungsstruktur zu retten.


Ja das ist die Frage!
Windkraftwerke, Wasserkraftwerke, Sonnenkraftwerke sind doch auch nur eine neue Form zentraler Energieerzeugung!

Wie soll denn dezentral massenhaft funktionieren, wo bald zwei Drittel der 10 Milliarden in Supermillionenstädten mit 80 Stockwerken lebt?
Auf dem Balkon? :-)

... die paar reichen Eigenheimbesitzer in den Speckgürteln stricken sich hier eine esoterische Wahrheit ... ?

Ich gehe davon aus, dass die Photovoltaik Fortschritte machen wird, sodass wir künftig auch Gebäudefassaden so gestalten können, dass die Sonnenenergie in Strom umgewandelt wird anstatt Strom dafür zu verbrauchen, die Räume zu kühlen. Auch können die Dächer für Windkraft genutzt werden. Straßenbeleuchtungen können durch Windkraft versorgt werden. An vielen Autobahnen sind bereits kleine Windräder zu finden, die sich horizontal drehen. Möglicherweise gibt es bald auch transparente Verbundstoffe, die gleichzeitig Strom erzeugen und dafür sorgen, dass sich die Räume nicht so sehr aufheizen. Damit könnten alle Glasfronten zur Stromerzeugung genutzt werden. Ich bin da optimistisch, dass die Möglichkeiten nicht nur auf die „Speckgürtel“ begrenzt sind. Auch das Einsparpotential sollte nicht unterschätzt werden. Ich fände es z.B. gut, wenn jede Steckdosenleiste einen Indikator hätte, der zeigt, wieviel Strom gerade verbraucht wird.
Es geht ja nicht darum, Kraftwerke komplett zu vermeiden, sondern um die Frage, ob ein Mix nicht von Vorteil wäre.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Apr 2019 08:30 #50801

Sirius schrieb: Sorry wenn ich mal was einwerfe aber die Basis für die meistens Glaubensrichtungen ist ein uraltes Buch das von vielen verschiedenen Leuten verfasst wurde, per Mundüberlieferung weiter gegeben .und von zig Herrschern zensiert und umgeschrieben wurde.

Auf der anderen Seite haben wir einen Haufen Daten die jeder Wissenschaftler nachprüfen kann.


Komischerweise verzichten die Gläubigen jedoch keineswegs auf all das, was die Wissenschaft geleistet hat. Sie nutzen technische Geräte, die ohne Quantenmechanik gar nicht herstellbar wären, genauso hemmungslos wie der Rest der Menschheit auch. Die nach wie vor bestehende Stärke der Religion ist es, die nach Erklärung schreit.

meine Hypothesen dazu [ Zum Anzeigen klicken ]


Weil es halt wesentliche andere Gründe gibt, Religionen zu bewahren oder religiöse Werte hocchzuhalten, als unwesentlichen Alltagskram wie irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse, wird ein Versuch, Religion lediglich auf Basis der Ergebnisse der Wissenschaft zurückzudrängen, notwendigerweise scheitern. Denn dies kann einfach nichts daran ändern, dass der einzige Politiker, des Westens der letzten Jahrzehnte, der meinen interellektuellen Ansprüchen genügte, Papst Benedikt war. Nein, das hat mir die katholischen Glaubensinhalte nicht näher gebracht, die sind und bleiben mir fern. Aber wen ich im Fall eines Konflikts religiöser Politiker mit nichtreligiösen unterstütze, wird davon nicht abhängen, dass ich nicht religiös bin.

Die politisch wichtigen Elemente religiöser Bewegungen finden sind in atheistischen Beweugungen genauso. DAs ist beim Kommunismus schon lange aufgefallen. Und dass es bei der heutigen Klimareligion nicht anders ist, zeigt auch diese Diskussion hier.

Was ich als wissenschaftliches Herangehen akzeptieren würde, müsste, bevor man irgendwelche Panik macht, erstmal herausfinden welche Temperatur denn überhaupt optimal wäre. Es ist mit ziemlicher Sicherheit eine höhere als die heutige. Dann müsste man überlegen,, ob man eine Erwärmung, wenn sie zu groß wird, irgendwie stoppen könnte. Das sollte recht einfach gehen, Vulkane sind in der Lage, eine globale Abkühlung zu erreichen, einfach dadurch, dass sie genügend Staub in die Stratosphäre transportieren. Wasserstoffbomben können das auch. Es bleiben dann faktisch nur die Anpassungskosten, die sind aber klein wenn der Klimawandel für menschliche Verhältnisse langsam genug vor sich geht. Ich hab diese Grundgedanken mal in ilja-schmelzer.de/climate/ aufgeschrieben. Kommentare sind willkommen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Apr 2019 12:33 #50812

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@Schmelzer
Insbesondere bei den Hypothesen viele einzelne Aspekte ohne vernünftige Begründung zusammen gewürfelt. Aber ist halt Ihre Meinung, soweit OK.
ich weiß allerdings nicht wie ich das zusammen bringe mit Ihrer Sicht das es keine Meinungsfreiheit gibt :)

Was der Hinweis auf den guten Benedikt aussagen soll erschließt sich mir allerdings nicht.
Der anschließenden Plattitüde kann ich zustimmen: Wen ich im Fall eines Konflikts Tee trinkenden Politiker mit Kaffee trinkenden unterstütze, wird davon nicht abhängen, dass ich Kaffee trinke.

Ob ein Mensch religiös ist oder nicht ist seine ganz persönliche Entscheidung. Wissenschaft akzeptiert das üblicherweise, warum auch nicht?
Da einen möglichen Konflikt zu sehen oder zu erzeugen machen manche Menschen leider, hat meist Motive die weder mit Wissenschaft noch mit Religion etwas zu tun haben.

Was ich als wissenschaftliches Herangehen akzeptieren würde, müsste, bevor man irgendwelche Panik macht, erstmal herausfinden welche Temperatur denn überhaupt optimal wäre. Es ist mit ziemlicher Sicherheit eine höhere als die heutige.

Das was Sie als wissenschaftliches Herangehen akzeptieren würden kann man ja machen, hat nur leider mit dem Problem nichts zu tun.
Das fängt ja schon bei der Definition einer optimalen Temperatur an. Für wen soll die optimal sein, für welche Gebiete (Länder) auf dem Planeten soll die optimal sein, für welche Industrie soll die optimal sein, ....
Eine Temperatur X ist uninteressant, die Veränderung und deren Geschwindigkeit ist das Thema.

Das sollte recht einfach gehen, Vulkane sind in der Lage, eine globale Abkühlung zu erreichen, einfach dadurch, dass sie genügend Staub in die Stratosphäre transportieren. Wasserstoffbomben können das auch.

Regeln wir dann Vulkane mit einem Schalter?
Wasserstoffbomben kamen ja schon einmal von Ihnen, mit dem Hinweis das die keinen radioaktiven Fallout haben und damit einfach so gezündet werden können.
Die "saubere" Wasserstoffbombe kommt eher aus der Rüstungslobby, nicht aus der Wissenschaft. Ja, die Fusionsbombe hat weniger Fallout im Vergleich zur Spaltungsbombe. Weniger heißt allerdings nicht sauber oder so.
Wie wird der Fusionsbestandteil einer Wasserstoffbombe üblicherweise gezündet? Mit einer Spaltungsbombe.
Naja, Hauptsache macht Staub :woohoo:
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Apr 2019 20:15 #50819

Schmelzer schrieb: [... Dann müsste man überlegen,, ob man eine Erwärmung, wenn sie zu groß wird, irgendwie stoppen könnte. Das sollte recht einfach gehen, Vulkane sind in der Lage, eine globale Abkühlung zu erreichen, einfach dadurch, dass sie genügend Staub in die Stratosphäre transportieren. Wasserstoffbomben können das auch. Es bleiben dann faktisch nur die Anpassungskosten, die sind aber klein wenn der Klimawandel für menschliche Verhältnisse langsam genug vor sich geht. Ich hab diese Grundgedanken mal in ilja-schmelzer.de/climate/ aufgeschrieben. Kommentare sind willkommen.


Auch als "unabhängiger Wissenschaftler" wäre es nicht ganz verkehrt, wenn man sich mit den Grundlagen der Klimaforschung und derer gesicherter Erkenntnisse beschäftigt, bevor man derartig gewagte Thesen in die Welt setzt.

Die Einladung, die Grundgedanken deiner Klima-Website sowie der Homepage insgesamt zu kommentieren, lehne ich dankend ab und erspare uns beiden die damit verbundenen Endlos-Diskussionen. In einer historischen Betrachtungsweise des Weges zu den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft mag ja das Eine oder Andere für ein Stammtischgespräch interessant sein, für unser ernstes Anliegen ist es aber nichts davon zielführend.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 11 Apr 2019 21:15 #50821

Schmelzer schrieb: Kommentare sind willkommen.

Mein Kommentar:
Ich finde es zynisch, wenn einige um ihren Besitzstand zu wahren und um auf nichts verzichten zu müssen, das Leid und teilweise auch den Untergang anderer Völker als akzeptablen Kollateralschaden propagieren.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 12 Apr 2019 01:37 #50828

Mit den 6 konkreten Forderungen ist f4f zumindest in Deutschland - in eine neue Phase getreten. Die Forderungen ziehen unterschiedlich starke einschneidende Konsequenzen mit sich. Veränderungen sind immer auch schmerzhaft. Damit ist man auf dem Feld der Politik angekommen: Was findet in welchem Maße eine Mehrheit?
Obwohl dies die Minimalforderungen sind, die nötig sind, um geltendes Recht (Verpflichtungen, die Deutschland eingegangen ist) umzusetzen, wird es Abstriche geben. Die Frage ist, wie hoch die sein werden. Diskussionen auf dieser Seite können nur Anregungen sein, wie man aktiv werden kann.
In Internet-Foren (Kommentaren zu Artikeln) geht es teilweise unterirdisch zu – da ist das hier eine regelrechte Oase. Wissenschaft wird mit Dreck beworfen. Das findet dankbare Abnehmer, weil es der Trägheit der Menschen entgegen kommt. Hier ist ein hartes Feld zu beackern.

@ Schmelzer:
Zur Info: Über Religion wird hier nicht diskutiert. Sonst würde ich schon das Zitat von Sargon auseinander nehmen.
Religionen sind sicher nicht als Konkurrenz mit Wissenschaft zu verstehen, nicht als Welterklärung. Politik / Moral ist ein Feld, wo sie Bedeutung haben, aber auch das ist nicht alles.
Schmelzer, Ihre Weltbilder mögen ja religiös sein, aber f4f basiert auf wissenschaftlichen Tatsachen. Das ist hinlänglich diskutiert, bzw. es wurde auf Links verwiesen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 12 Apr 2019 08:34 #50832

Martin-O schrieb: Ihre Weltbilder mögen ja religiös sein

Sind sie aber nicht. Wenn, dann ist es f4f-Weltbild was (neben von den Medien künstlich produzierter Panik, die unerfahrene Jugendliche natürlich leicht erfasst) auf einer Umweltschutz-Religion basiert.

Jürgen schrieb: Ich finde es zynisch, wenn einige um ihren Besitzstand zu wahren und um auf nichts verzichten zu müssen, das Leid und teilweise auch den Untergang anderer Völker als akzeptablen Kollateralschaden propagieren.

Ok, nachvollziehbar, nur was hat das mit meinen Betrachtungen zur Klimapanik zu tun? Ich sehe keinerlei Basis für Befürchtungen, dass auch nur irgendein Volk untergehen müsste.

ollelinse schrieb: Auch als "unabhängiger Wissenschaftler" wäre es nicht ganz verkehrt, wenn man sich mit den Grundlagen der Klimaforschung und derer gesicherter Erkenntnisse beschäftigt, bevor man derartig gewagte Thesen in die Welt setzt.

Da sie keinerlei Argumente dafür bringen, dass irgendwas davon irgendwelchen gesicherten Erkenntnissen widersprechen würde, muss ich davon ausgehen, dass es keine solchen gibt, oder zumindest dass Sie keine solchen kennen.

Lutz schrieb: Insbesondere bei den Hypothesen viele einzelne Aspekte ohne vernünftige Begründung zusammen gewürfelt. Aber ist halt Ihre Meinung, soweit OK:

Es ist nicht einfach eine Meinung, sondern eine im Detail begründete Position. Wenn irgendein Teil dieser Begründung nicht vernünftig oder nicht ausreichend ist, bitte ich um mehr Information darüber, welche genau das sind. In diesem Fall würde ich versuchen, entweder die Begründung zu verbessern oder wenn erforderlich meine Position zu korrigieren.

Lutz schrieb: ich weiß allerdings nicht wie ich das zusammen bringe mit Ihrer Sicht das es keine Meinungsfreiheit gibt :)

Die Meinungsfreiheit fehlt in den Massenmedien. Weder dieses Forum noch meine Webseite sind Massenmedien.

Lutz schrieb: Das was Sie als wissenschaftliches Herangehen akzeptieren würden kann man ja machen, hat nur leider mit dem Problem nichts zu tun.
Das fängt ja schon bei der Definition einer optimalen Temperatur an. Für wen soll die optimal sein, für welche Gebiete (Länder) auf dem Planeten soll die optimal sein, für welche Industrie soll die optimal sein,

Wird doch klar gesagt. Für die Menschheit als Ganzes. Und das Kriterium ergibt sich daraus sehr einfach: Die optimale Temperatur ist die, bei der auf der Basis heutiger Technologie, ohne Betrachtung der Kosten für die Anpassung, die größte Zahl von Menschen auf der Erde leben könnten.

Lutz schrieb: Eine Temperatur X ist uninteressant, die Veränderung und deren Geschwindigkeit ist das Thema.

Geschenkt. Mich interessiert ja auch nur die Differenz zur optimalen Temperatur, sowie die Geschwindigkeit.

Lutz schrieb:

Das sollte recht einfach gehen, Vulkane sind in der Lage, eine globale Abkühlung zu erreichen, einfach dadurch, dass sie genügend Staub in die Stratosphäre transportieren. Wasserstoffbomben können das auch.

Regeln wir dann Vulkane mit einem Schalter?

Nein, den Schalter haben natürlich die Wasserstoffbomben, die dafür optimiert hergestellt werden könnten.

Lutz schrieb: Die "saubere" Wasserstoffbombe kommt eher aus der Rüstungslobby, nicht aus der Wissenschaft. Ja, die Fusionsbombe hat weniger Fallout im Vergleich zur Spaltungsbombe. Weniger heißt allerdings nicht sauber oder so.

Ja und? Die Bomben werden irgendwo in einer sowieso ungenutzten Wüste gezündet, der Fallout durch die Zündung ist nicht größer als Hiroshima, wo genug Leute leben. Insofern ist die Unsauberkeit höchstens ein religiöses Problem der Umweltreligion, alles was nuklear ist, ist halt nicht koscher.

Lutz schrieb: Naja, Hauptsache macht Staub :woohoo:

Ja, genau der Staub, in die Stratosphäre transportiert, produziert Abkühlung, und offenbar genug davon, um nicht unerhebliche Effekte für das globale Klima zu produzieren.

Zusammenfassung: 4 Autoren antworten, 3 davon mit nichts als inhaltsleerer Polemik, nur einer mit Argumenten zum Inhalt. Diese werden allerdings bereits im Originaltext behandelt, und insofern ist nicht einmal eine minimale Ergänzung der Seite selbst notwendig.

Für ein wissenschaftliches Forum kein besonders beeindruckendes Ergebnis. Und: Nein, das verwundert mich nicht. Es ist schließlich genau das, was zu erwarten ist, wenn meine Einschätzung, dass es sich um eine quasireligiöse Erweckungsbewegung handelt, stimmt.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 12 Apr 2019 13:38 #50839

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@ollelinse
Danke für den link Wüstenkraftwerk. Ist leider sehr still geworden um diese Projekte...

@Jürgen

Sicher gibt es Industrien, die einen hohen Bedarf haben, egal ob Stahl gewalzt oder Kalk gebrannt wird.
Ich frage mich allerdings, ob die Bedarfsreduktion durch dezentrale Energieerzeugung (eigentlich besser Energieumwandlung) die für industrielle Prozesse erforderlichen Leitungskapazitäten freigeben könnte, insbesondere, wenn der Verbraucher erkennen kann, wann viel Energie zur Verfügung steht und diese besonders günstig ist und wann Energie teuer aus dem entfernten Kraftwerk kommt.

Dezentrale und zentrale Versorgung sind kein Widerspruch. Dezentral wo immer es geht, falls Überschuss ab damit ins Netz. Das kann tatsächlich Leitungskapazitäten entlasten. Da sich aber die Orte der Energieerzeugung grundsätzlich verschieben, auch durch die leistungsstarken Wind-Kraftwerke in Norddeutschland, Offshore und eine flächige Verteilung von Solar- und Windanlagen im ganzen Land, werden auch mal neue Leitungen und Umspannwerke gebraucht.
Dezentral wird auch nicht überall ausreichen und wir haben ja auch noch Energiebedarf für Wärme und Mobilität.
Hier haben viele verschiedene Techniken bei Speicher- und Leitungs-Systemen ihre Berechtigung.
Bei aktuellen Schnelllade-Stationen werden z.B. Batterie-Speicher verwendet, die klassische Alternative wäre ein Mittelspannungskabel hinlegen und einen Trafo aufstellen + eventuell das vorgelagerte Netz verstärken.

@wl01
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 12 Apr 2019 15:43 #50842

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@Schmelzer
Nach Ihren letzten beiden Absätzen (Zusammenfassung...) bin ich eigentlich an dem Punkt das eine Diskussion keinen Sinn macht.
Manchmal bin ich leider eine unverbesserlicher Optimist, bitte das zu entschuldigen :)

So wie Sie das Wort "Religion" verwenden, könnte man den Eindruck haben Sie glauben das dieses Wort irgendwie negativ besetzt ist.
Für mich (natürlich ein durch irgendwelche Massenmedien indoktrinierter Mainstream-Mensch) ist es einfach ein neutrales Wort welches in der Kommunikation etwas beschreibt. So wie "Tisch", stoße ich mich an einem sage ich halt "böser Tisch".
Mein Vorschlag: Vielleicht verwenden Sie das Wort "Sekte", das hat bei vielen bereits eine negative Wertung.

Es ist nicht einfach eine Meinung, sondern eine im Detail begründete Position. Wenn irgendein Teil dieser Begründung nicht vernünftig oder nicht ausreichend ist, bitte ich um mehr Information darüber, welche genau das sind. In diesem Fall würde ich versuchen, entweder die Begründung zu verbessern oder wenn erforderlich meine Position zu korrigieren.

Ich habe mich auf Ihren Hypothesen-Text im Post beschränkt. Der ist voll von wertenden Begriffen (Schund, Zumutung, Propagandadokumenten) und allgemeinen Pauschalaussagen die als Tatsache dargestellt werden:

- Sie endet heute in Demokratien, in denen Lobbies Gesetze schreiben, die unser Leben bis in Kleinigkeiten hinein kontrollieren wollen, und wo jedem klar ist, dass diese Überkontrolle keineswegs seinem Schutz dient sondern nur irgendwelchen Profitinteressen großer Firmen.
- Diese gesetzliche Willkür ist es, die Zumutung, zur Einhaltung von Gesetzen genötigt zu werden, die keinerlei moralische Grundlage haben, ....
- Das aufklärerische Modell des liberalen Verfassungsstaates hat versagt, die Verfassungen sind degeneriert zu Propaganddokumenten zur Legitimierung aktueller Willkür, deren deklarierte Inhalte in der Praxis keine Bedeutung mehr haben.
- Das Völkerrecht ist faktisch abgeschafft, ...
- Meinungsfreiheit existiert nicht mehr, wenn überhaupt findet man sie woanders, dort wo sie angeblich unterdrückt wird.

Natürlich ist es gut wenn man seine Meinung begründet, dennoch ist es immer noch einfach eine Meinung.
Ihren Stil nenne ich populistisch, meine Meinung.

Zurück zur Wissenschaft oder so ähnlich:
Zünden von Wasserstoffbomben in einer Größenordnung von 1 x am Tag, Stärke einer AN602 (4000 x Hiroschima) oder vielleicht auch ein bisschen kleiner.
Ich lasse mal die möglichen Auswirkungen auf die Tektonik und die "moderaten" Kosten (im Ernst?) beiseite.
Nach Ihren Beschreibungen ist diese Bombe so gebaut das der Fallout sich auf das Gebiet der Explosion beschränkt und der Staub, der sich global um die Erde verteilt, freundlicherweise harmlos ist und nur seine positive Abkühlungswirkung entfaltet. Respekt!

Ich ahne was Sigmund Freud zu Ihren großen Bomben zu sagen hätte...ich nenne es einfach mal eine fixe Idee.
Sorry, aber musste sein :whistle:
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 01:05 #50857

Lutz schrieb: Nach Ihren letzten beiden Absätzen (Zusammenfassung...) bin ich eigentlich an dem Punkt das eine Diskussion keinen Sinn macht.
...
Ich habe mich auf Ihren Hypothesen-Text im Post beschränkt. Der ist voll von wertenden Begriffen (Schund, Zumutung, Propagandadokumenten) und allgemeinen Pauschalaussagen die als Tatsache dargestellt werden:

Ach so, sie haben sich auf den Off-Topic Text im Spoiler bezogen. Das war in der Tat nur eine dort nicht weiter begründete Meinung, die ich ja deswegen auch versteckt hatte.

Sorry, ich dachte Sie hätten sich auf die Inhalte meiner weiter unten verlinkten Webseite bezogen, wo ich ausführlicher die Gründe dargelegt habe, warum die Klimapanik ungerechtfertigt ist.

Lutz schrieb: Zünden von Wasserstoffbomben in einer Größenordnung von 1 x am Tag, Stärke einer AN602 (4000 x Hiroschima) oder vielleicht auch ein bisschen kleiner.
Ich lasse mal die möglichen Auswirkungen auf die Tektonik und die "moderaten" Kosten (im Ernst?) beiseite.

Wenn Sie meinen, sowas könne Erdbeben hervorrufen - ok, das wäre sogar noch etwas positives. Sowas ist ja bei hoher Lawinengefahr im Prinzip auch,sinnvoll, dass man künstlich versucht, die Lawinen auszulösen, wenn die Leute vorher gewarnt sind, so dass die zwar runterkommen, aber halt ohne Leute zu gefährden..
Die Kosten, die bei solcher High-Tech extrem hoch sind, sind die Entwickliungskosten. Aber die sind ja schon abgeleistet, das Zeug funktioniert ja schon. Das Zeug in Massenproduktion zu bauen ist dann schon weit weniger kritisch.

Die Frage ist ja, womit das zu vergleichen wäre. Den Panikmachern zufolge geht ja ansonsten die Welt unter. Weswegen wir heute schon Großteile unserer Industrie stilllegen müssten oder so. Also völlig astronomische Kosten.

Lutz schrieb: Nach Ihren Beschreibungen ist diese Bombe so gebaut das der Fallout sich auf das Gebiet der Explosion beschränkt und der Staub, der sich global um die Erde verteilt, freundlicherweise harmlos ist und nur seine positive Abkühlungswirkung entfaltet. Respekt!

Nein, der Fallout ist natürlch die ganze Welt. Nur ist der eben unerheblich. Zum Zünden reicht schließlich eine Bombe vom Hiroshima-Typ aus, Und die Hiroshima-Bombe hat selbst mit ihrem auf ein recht kleines Gebiet beschränkten Fallout nicht mal in Hiroshima selbst zu Problemen mit lang dauernder Radioaktivität geführt.

Wenn die Bombe am Boden gezündet wird, kann allerdings ein Großteil der Kontamination einfach lokal im Trichter bleiben oder direkt in der Nähe landen. Das ist dann gar kein Fallout. Ob der Trichter danach ein Problem ist oder nicht, kann aber halt offenbleiben, denn der ist eh in unbewohnter Wüste.

Abgesehen davon, woraus folgt eigentlich, dass eine Spaltungsbombe zum Zünden notwendig ist? Wenn sie notwendig ist, damit man das Ding mit Flugzeug oder Rakete als Bombe auf feindliches Gebiet transportieren kann, weswegen man Gewicht sparen muss so viel es geht, bedeutet das ja nicht, dass man sie auch braucht, wenn man einfach nur in einer frei zugänglichen Wüste die ganze Konstruktion auf dem Boden aufbauen kann. Ich tippe mal, mit dieser Erleichterung der Aufgabe wird eine konventionelle, und damit was Radioaktivität betrifft völlig harmlose Zündung auch ausreichen.

Immerhin, im Vergleich zur ersten Zusammenfassung schon was besseres, es hat mich motiviert, den Text noch mal umzuschreiben.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 10:59 #50867

Man sollte bedenken, dass ein plötzlich stark ansteigender CO2-Gehalt mehr Auswirkungen hat als "nur" die Erwärmung der Erdatmosphäre.

Insdbesondere ändert sich derzeit der PH-Wert der Weltmeere - und dies in einem Tempo, mit dem viele Arten möglicherweise nicht Schritt halten können. Wenn man bedenkt, dass beispielsweise der größte Anteil des weltweiten Sauerstoffs im Meer produziert wird, sollten wir hierauf sehr stark achten.

Von daher sind für mich Maßnahmen zur "Verdunklung" der Atmosphäre, um die Erwärmung zu begrenzen, keine Lösung des Problems.


PS: Das mag in vielleicht 500 Millionen Jahren anders sein, wenn die Sonne immer stärker strahlen wird. Dann könnten uns solche Maßnahmen vielleicht eine etwas längere Lebenszeit auf der Erde ermöglichen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 11:08 #50871

@ Schmelzer
Bitte lesen Sie sich den Wiki-Artikel zum Pinatubo durch. Die langfristigen Auswirkungen auf das Klima sind marginal, da muss also viel mehr in die Luft gejagt werden - und das immer wieder. Allein schon die negativen Auswirkungen auf die Ozonschicht finde ich besorgniserregend.
Ganz praktisch gefragt: Wieviele Plätze gibt es auf der Welt, wo ein großer Vulkan mitten in einer riesigen Wüste liegt? Denn eine Aktion reicht bei weitem nicht. Da braucht man schon viele Plätze. Die Alternative wäre, einen 10 km tiefen Krater zu erbomben – viel Spaß dabei!
Dass dann an anderen Stellen spontan Erdbeben und Vulkanausbrüche stattfinden, die man nicht kontrollieren kann: Finden Sie das gut oder schlecht? – man weiß es nicht bei Ihnen.
Man kann nicht einfach mal so die Erdkruste künstlich in einen Zustand versetzen, wo sie vor Milliarden von Jahren war ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Ich bitte Sie: Suchen Sie erstmal einen anderen Planeten als Spielwiese. Wenn das dort geklappt hat, reden wir weiter.
Positiv ist, dass bei Ihrem Vorschlag der Flugverkehr verhindert wird und so weniger Kerosin verbrannt wird. ;) Aber als Methode, uns in die Steinzeit zurückversetzen, halte ich es nicht für effektiv genug. ;) Dann ist es doch besser, den 3. WK mit Atombomben auszulösen, was auch die Anzahl der Menschen auch vermindert. Sie merken: Anders als mit schwarzhumorigen Sarkasmus sind Ihre Vorschläge nicht zu ertragen. Ihre Vorstellungen sind einfach nur abstrus, die Naivität könnte ich bei einem 8-jährigen nachvollziehen.
All die schwer zu kalkulierenden Nebenwirkungen - auch auf die Wirtschaft – finden sie marginal gegenüber der Vorstellung, dass wir den Mobilitätswahn beenden und uns gesund bewegen, dass Städte wieder lebbar sind mit sauberer Luft und viel mehr Platz, mit sicheren Flächen, dass wir statt Antibiotika-Fleisch gesundes Obst und Gemüse aus der Region essen, dass wir den Humus-Boden nicht weiter abtöten und das Grundwasser nicht weiter vergiften. Dass wir nicht noch mehr auf den Ewigkeitskosten des Bergbaus sitzen bleiben (Ich bezweifle, wenn alle gesellschaftlichen Kosten des Bergbaus (von Staublunge angefangen) eingepreist worden wären, dass sich der Kohle-Bergbau jemals gelohnt hätte.) , … Wirklich: Das sind ja schreckliche Vorstellungen. Für die KI-Gesellschaft kann man natürlich 50 % der Arbeitsplätze vernichten, aber ein ökologischer Strukturwandel ist selbstverständlich vom Teufel.
Sie wollen Arbeitsplätze verhindern, indem Sie gegen die Modernisierung aller Immobilien in Richtung Niedrigenergiehäuser verhindern, oder? Sie sind auch dagegen, in den Schienenverkehr 1 Billionen Euro allein in D zu investieren, oder? Diese willkürlichen Beispiele zeigen: Der Umbau zur Öko-Gesellschaft braucht enorm viele Arbeitsplätze. Ihre Schreckensbilder stammen 1 : 1 aus der Propaganda der großen Konzerne.
Ich will nicht in den gleichen Fehler wie Sie verfallen, nur mit anderem Vorzeichen, und mit alles so schönreden und zurechtbiegen, wie ich es gern hätte. Ich wollte Ihnen nur vor Augen führen, dass es außerhalb Ihres Weltbildes auch noch was gibt.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 11:38 #50874

Martin-O schrieb: All die schwer zu kalkulierenden Nebenwirkungen - auch auf die Wirtschaft – finden sie marginal gegenüber der Vorstellung, dass wir den Mobilitätswahn beenden und uns gesund bewegen, dass Städte wieder lebbar sind mit sauberer Luft und viel mehr Platz


Für mich ist die Stadt gerade deshalb lebenswert, weil ich mobil bin. Die Luft in den Städten wird konstant sauberer, in den letzten 20 Jahren sind sind die meisten Schadstoffe um mehr als den Faktor 2 reduziert worden. Der Platz in Städten wie München wird deshalb weniger, weil überall Wohnraum nachverdichtet wird (dies verursacht Mobilitätsprobleme, Mobilität ist aber nicht die Ursache).

Für mich ist Mobilität einer der wichtigsten Faktoren für Lebensqualität:
- Familieneinkäufe sind für uns ohne Auto nicht machbar. Ohne Auto müssten wir statt 2-mal die Woche täglich einkaufen und bei der Erreichbarkeit der Supermärkte wäre einer von uns täglich 1,5 Stunden mit einkaufen beschäftigt.
- Freunde oder Menschen, mit denen man seine Freizeit verbringen will, sind oft nicht die Menschen, die in der unmittelbaren Nachbarschaft leben.
- Gelegendliche Ausflüge (z.B. Badeseen oder Wanderungen in den Bergen) sind für mich einfach essentiell. Die Alternative wäre, seine Freizeit ausschließlich auf dem Sofa und im Internet zu verbringen.

Alle Wege (z.B. in die Innenstadt), für die es eine halbwegs passende öffentliche Verbindung gibt und ich nicht zu viel Gepäck habe, fahre ich öffentlich. Eine Forderung, die öffentlichen Nahverkehre auszubauen, schließe ich mich sofort an. Alle guten öffentlichen Verbindungen werde von den Leuten auch angenommen. Die wichtigsten öffentlichen Verkehrsmittel in München sind derzeit an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt oder nicht mehr weit davon entfernt.


Martin-O schrieb: Modernisierung aller Immobilien in Richtung Niedrigenergiehäuser


Derzeit gibt es meines Wissens Dämmvorschriften für ältere Häuser. Wie ist eigentlich die Energiebilanz, wenn alle älteren Häuser dennoch abgerissen werden müssten und durch moderne Niedrigenergiehäuser ersetzt werden müssten? Die Energiekosten für Entsorgung, Bau und Materialherstellung muss man da ja auch einrechnen.

Zudem würde das die Eigentumsverhältnisse in Deutschland extrem umverteilen. Die meisten "kleinen" Hausbesitzer könnten sich das nicht leisten - fast alle Deutsche bis auf ein paar wenige Reiche müssten dann zur Miete wohnen.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 11:40 #50875

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Bezüglich Geoengineering:
Vielleicht machen unsere Regierungen schon etwas dagegen? Siehe Ausbringung von Chemtrails....:P
Immerhin wird durch moderne Jets mehr Wasserdampf in die Atmosphäre geschossen als mit alten Jets!

...neigen moderne Turbinen-Triebwerke zu vermehrter Kondensstreifenbildung; ihre effizientere Verbrennung führt zu erhöhtem Wasserdampfausstoß und zu geringeren Abgastemperaturen.


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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 11:57 #50878

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ClausS schrieb: Derzeit gibt es meines Wissens Dämmvorschriften für ältere Häuser. Wie ist eigentlich die Energiebilanz, wenn alle älteren Häuser dennoch abgerissen werden müssten und durch moderne Niedrigenergiehäuser ersetzt werden müssten? Die Energiekosten für Entsorgung, Bau und Materialherstellung muss man da ja auch einrechnen.

Laut gewissen Studien liegen die Mehrkosten von Niedrigenergiehäuser zu sanierten Althäusern zwischen ca. 8 -10%. Allerdings ist umstritten, dass sich der Mehraufwand rechnet, weil es unterschiedliche Herangehensweisen an die definierten Ziele gibt (und da gibt es unterschiedliche Zielvorgaben). Wärmepumpen und Lüftungen sind die Hauptagitatoren. Nur Wärmepumpen sind letztenendes auch nur sehr rational arbeitende Elektroheizungen und der andauernde Luftstrom ist auch nicht unbedingt für manche Personen gesund. Bei uns in St. Pölten wurden einige Bürohäuser mit diesen Strategien gebaut, also ohne Heizung und mit der Theorie, dass die Wärme durch die darin arbeitenden Menschen erzeugt wird. Was nicht ganz funktioniert, da die Personen alle mit Winterjacken darin arbeiten und somit zuwenig Wärme abgeben....:lol:

MfG
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 12:02 #50879

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Die Frage ist ja, womit das zu vergleichen wäre. Den Panikmachern zufolge geht ja ansonsten die Welt unter. Weswegen wir heute schon Großteile unserer Industrie stilllegen müssten oder so. Also völlig astronomische Kosten.

Nanu, die Welt geht unter? Das ist mir jetzt neu, liegt wohl daran das ich mich auf den üblichen Wegen informiere...also vermutlich aus Ihren "Massenmedien" wo es keine Meinungsfreiheit gibt. Daher wurde mir diese Information bestimmt verschwiegen :)

Interessant ist bei Ihnen das der geforderte Umbau der Energiewirtschaft mit "astronomischen Kosten" belegt ist, die auftretenden Kosten bei Ihren Ideen selbstverständlich "moderat" und auftretende Probleme sicher leicht lösbar sind. Das alles ohne eine einzige auch nur annähernd schlüssige Begründung...weil das müssen ja andere mal ausrechnen.
Mit ihre Sicht, das sich keiner Gedanken darüber macht das es auch positive Auswirkungen durch Klimaerwärmung gibt, liegen Sie falsch.
Ist Ihnen überhaupt klar wie lange bereits und in welchem Umfang Klimaforschung betrieben wird?
Hier mal eine kleine Gegenüberstellung der möglichen Auswirkungen:
https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-der-klimawandel-ist-nicht-so-schlimm#lang
Ich weiß, Russland freut sich schon auf die vielen neuen Flächen die bewirtschaftet werden können und bereitet sich bestimmt darauf vor etliche Millionen Menschen aufzunehmen die in ihrer Heimat nicht mehr leben können. Die Kosten um den nährstoffarmen Boden aufzuwerteten sind bestimmt echt moderat und die Erdachse etwas zu drehen ein technisch einfach lösbares Problem.

Ich empfehle Ihnen dringend aus Ihrer Informations-Blase raus zu treten, frische Luft zu schnappen und sich auch mal mit der Realität zu befassen.
Und das meine ich wirklich ernst!
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 12:14 #50880

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Hier die letzte scobel-Folge. Zugegeben eine meiner Lieblingssendungen.
Die Diskussion passt gut zu dem womit wir uns hier z.T, die FfF-Bewegung und allgemein herum schlagen.
Auch zu dem hier diskutierten Thema wie man Erkenntnisse in die Öffentlichkeit + Politik transportiert.
Echt gute Runde finde ich.
http://www.3sat.de/mediathek/?obj=80232

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 12:21 #50881

Bitte schreibt eure Antworten in einen Beitrag, und nicht mehrere hintereinander. Horizontale Linie wäre zur Übersicht evtl. hilfreich.
Mercí

Was zum lachen:
uwudl.de/urknall-weltall-leben-forum/pri...deos-und-bilder.html
"Wenn du nicht die Zeitung liest, bist du uninformiert; wenn du Zeitung liest, bist du falsch informiert." Mark Twain

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www.itprisma.de
info [ @ ] itprisma.de
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 12:27 #50882

@ ClausS
Es stimmt, so einfach ist es nicht, das ist mir auch bewusst. Bei der Wohnungssanierung ist aber noch Luft nach oben, auch ohne Abriss. Hier wünschte ich mir erheblich größere Zuschüsse, die durch eine höhere Energiesteuer finanziert werden könnte.
Mobilität erfährt jeder anders.
Ich erlebe es so, dass Innenstädte von Wagen vollgestopft sind – in einigen Straßen wird regelmäßig neben dem Parkstreifen geparkt. Ein- und ausparkende Wagen behindern erheblich den (Fahrrad)Verkehr.
Mit großen Fahrtradtaschen bekomme ich mehr weggeschafft als der durchschnittliche Einkäufer mit Wagen. Für den ganz großen Einkauf habe ich einen großen Anhänger. Sollte ich das mit zunehmenden Alter nicht mehr bergauf schaffen, werde ich mir ein E-Bike anschaffen, so reicht eine Gangschaltung.
Mit dem Fahrrad bin ich ca. gleich schnell wie ein motorisierter Wagen.
Wenn man es ausprobiert, ist mehr möglich als man denkt. Ich erspare mir den Weg in die Mucki-Bude.
Der Missstand von den großen Einkaufszentren auf der grünen Wiese führt (nebst online-Handel) zur Verelendung der Innenstädte. Hier ist dringender Handlungsbedarf, um Lebensqualität zu sichern. Eine wichtige Stellschraube ist der Spritpreis.
Ausflüge: Da sind wir sicher weniger abwechslungsreich als Du, aber mit Fahrrad / öpnv (manchmal kombiniert) ist einiges Drin.
Freunde sind tatsächlich ein Problem. Da nehme ich ab und zu auch Carcharing. Aber viele unserer Freunde wohnen mehrere hundert km entfernt, da lohnt sich dann eine Bahn / Flixbus-Reise.
Mir geht es nicht nur um persönliche Einstellungen, sondern um Rahmenbedingungen. In Kopenhagen werden Fahrradwege als erstes geräumt, dann erst Fahrbahnen für kfz. Viele Argumente gegen das Fahrradfahren liegen nicht am Gefährt, sondern an der Benachteiligung. Und es ist nicht immer das große Geld.

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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 12:32 #50883

Lutz schrieb: @Schmelzer
...
Ich empfehle Ihnen dringend aus Ihrer Informations-Blase raus zu treten, frische Luft zu schnappen und sich auch mal mit der Realität zu befassen...

Wenn du dich mit Schmelzers Website befasst wird dir sehr schnell klar, dass ein Verlassen dieser Blase kaum möglich sein wird.
Die verlinkte Gegenüberstellung hatte ich auch schon gezeigt, fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, die außerhalb seines alternativen (bzw. überholten) Weltbildes liegen, werden nicht greifen. Es ist wie bei Verschwörungstheoretikern und Prä-Astronautikern, eine Diskussion ist verschwendete Lebensenergie.
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Greta Thunberg in Davos und Klimawandel 13 Apr 2019 13:55 #50891

Lutz schreibt

Die Diskussion passt gut zu dem womit wir uns hier z.T, die FfF-Bewegung und allgemein herum schlagen.
Auch zu dem hier diskutierten Thema wie man Erkenntnisse in die Öffentlichkeit + Politik transportiert.
Echt gute Runde finde ich.
www.3sat.de/mediathek/?obj=80232

Da kann ich zustimmen. Besonders sicher auch von Bedeutung die kurze Darstellung der open science. Es ist mir erinnerlich, dass das schon einmal auch eine vehement gestellte Forderung durch Michael D. in diesem Forum war. Bildlich gesprochen hatte hier so mancher geschmunzelt wegen der unglaublich großen einstürmenden Datenmengen. Ich bin der Meinung, dass man ja nicht für alles und jedes die Parameter der Forschung lesen sollte. Jedoch sollte jeder, der auch Wirkung durch die Benennung eines Forschungsobjektes erzielen will, sich mit den Bedingungen der Erstellung auseinandergesetzt haben. Das muss wohl nicht für den Smalltalk geschehen, sicher aber auch für Medien, die die Öffentlichkeit informieren wollen. Das macht sie sicher nicht schneller, aber verlässlicher.
Reliabilität herzustellen wäre sicher bei solchen Dingen, die das CERN betreibt, kaum durch Wiederholung zu erlangen. Methodisch bewertet kann dann immer noch Reliabilität nachvollzogen werden (Die CERN-ler machen so was auch meines Wissens grds.). Die in der Sendung erwähnte zureichende Begründung für eine Studie ist sicher sinnvoll. Für die Gesellschaft sollte aber für mich auch ein zureichender Sinn benannt werden, denn wissenschaftlicher ars-gratia-artis-Betrieb kann man machen, sollte sich aber nicht der Beurteilung der Konsequenz entziehen.


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