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THEMA: Internet mit Super-Lichtgeschwindigkeit

Internet mit Super-Lichtgeschwindigkeit 04 Apr 2016 00:23 #4897

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Verschränkte Teilchen können ihren Quantenzustand (z.B. Spin) mit Über-Lichgeschwindigkeit über die "spukhafte Fernwirkung" austauschen und das Hanson Lab an der TU Delft arbeitet an einem "quantum internet".

Aber kann man damit Internet-Daten mit Über-Lichgeschwindigkeit übermitteln?


Zwar können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden, sodass die Kausalität nicht verletzt ist. ( Wikipedia )


Die Teilchen entscheiden sich nämlich erst beim Messen für eine Richtung. Also kann man mit Quantenverschränkung keine Daten mit Über-Lichgeschwindigkeit übermitteln. Das dachte ich. Aber nun schreibt Thomas hier :

… Jetzt bringt man sie schnell auseinander und misst möglichst weit weg vom Entstehungsort die Spinorientierung des einen Teilchens und kippt diese Orientierung anschließend um 180 grad. Der Zeitpunkt wird protokolliert (mit Atomuhr). Das zweite Teilchen wird ebenfalls beobachtet und auf die Orientierung seiner Spinausrichtung hin überprüft. Auch hier lässt man eine Atomuhr mitlaufen. Plötzlich ändert das zweite Teilchen seine Spinrichtung. Der Zeitpunkt, wann das geschieht, wird wieder protokolliert. Jetzt vergleicht man die beiden Atomuhren, und stellt fest, dass sich die Spinrichtung des zweiten Teilchens in dem Augenblick geändert hat, als man das erste zur Änderung seiner Spinrichtung veranlasst hat. Die beiden Teilchen hatten keine Zeit, Information auszutauschen. …
Die Änderung der Spinorientierung macht man mit Magnetfeldern, da das magnetische Moment der Spin -tragenden Teilchen auf Magnetfelder reagiert.


Also kann das Hanson Lab den Spin beliebig ändern und damit doch Informationen mit Über-Lichgeschwindigkeit übertragen?
Hier ein "nature video" zu den Artikeln + in der Nature:

[

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Internet mit Super-Lichtgeschwindigkeit 04 Apr 2016 00:51 #4900

Mal ganz kurz abseits von der physikalischen Zulässigkeit einer solchen Datenübertragung:
Versteckter Inhalt oder OFF-Topic [ Zum Anzeigen klicken ]

Und soweit ich das verstanden habe, braucht man immer noch irgendeine Maschine beim Empfänger, oder? Man kann diese Methode also nicht nutzen, um mit Aliens zu kommunizieren.
Bitte korrigiere mich,
viele Grüße,
Nirusu

PS: Das mit dem Spoiler ist als Off-Topic gedacht, ich habe mich mit dem BB-Code noch nicht so auseinandergesetzt und übe gerade ein bisschen :P

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Letzte Änderung: von Nirusu. Begründung: Erweiterung (Notfallmeldung) an den Administrator

Internet mit Super-Lichtgeschwindigkeit 04 Apr 2016 03:52 #4921

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Nirusu schrieb: Was ist denn der Vorteil von Überlichtgeschwindigkeit-Internet?

Große Hedge-Fonds erwarten einen jährlichen Profit von 100 Mio. $ pro Millisekunde (bei T = 2:09).

Aber auch eine Voyager-Sonde könnte schneller Daten schicken.

Ganz davon abgesehen, falls wir intelligentes Leben finden:
Wir könnten uns "über den Hyperraum" live (ohne Verzögerung) mit den anderen Lebewesen unterhalten.

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Internet mit Super-Lichtgeschwindigkeit 06 Apr 2016 11:06 #5087

Wir könnten uns "über den Hyperraum" live (ohne Verzögerung) mit den anderen Lebewesen unterhalten.

Wie, ist die Geschwindigkeit unendlich? Ansonsten hat man ja immer eine Verzögerung dabei. Aber du hast Recht, für Sonden und über große Entfernungen könnte es sich rentieren.
Naja, wir werden sehen. Für wahrscheinlich halte ich so etwas ja nicht

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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 06 Apr 2016 11:44 #5091

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Beide Beispiele (Sonde und Internet) sollen nur zur Veranschaulichung dienen.
Trotzdem eine Ergänzung dazu, denn habe nochmal drüber geschlafen:

Man muss zwischen Bandbreite und Latenzzeit unterscheiden.

Ich nehme mal eine geringe Bandbreite an. Um z.B. Bilder vom Pluto zur Erde zu senden, würde eine "Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung" (dieser Thread-Titel wäre vielleicht passender gewesen) sicherlich keine Verbesserung bringen.
Um aber z.B. einen Roboter auf dem Mars per Joystick zu steuern, schon eher.

Aber selbst das ist m.E. kaum realisierbar, denn die verschränkten Teilchen müssten ja über viele Monate oder Jahre an den Punkten A und B erhalten und verschränkt bleiben. Oder man muss eine Elektronen-Kanone entwickeln, mit der man ein verschränktes "Update-Elektron" zum Mars schicken könnte, falls das erste verloren geht.

Das sind alles sehr abstruse Gedanken und m.E. nicht der Rede Wert.

Der Weg über die 100 Mio. $ ^^ pro Millisekunde weniger Latenzzeit wäre sicherlich naheliegender, denn die Technologie würde sich vorfinanzieren lassen und würde irgendwann Gewinne abwerfen. Allerdings ist das ein kaufmännischer Aspekt, kein wissenschaftlicher.

Wie gesagt: Das passt alles nicht in das Forum Naturwissenschaftliche Themen und war nur zur Veranschaulichung.
Was bleibt? Meine Frage an dieses Forum:

Bislang steht in allen Lehrbüchern, dass keine Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung möglich ist.
Nun scheint das Gegenteil bewiesen zu sein, siehe Zitat von Thomas^^.

Stimmt das? Oder liegt ein Missverständnis vor?

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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 07 Apr 2016 17:37 #5155

So wie ich es verstanden habe, müssen Alice und Bob (Sender und Empfänger) nach der "Übertragung" miteinander telefonieren, um sich darüber zu verständigen, welche Eigenschaft des Alice-Teilchens manipuliert wurde. Also keine Informationsübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit.
Für eine nahezu unknackbare Verschlüsselung (Quantenkryptographie) scheint das Verfahren aber in greifbare Nähe zu rücken.

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 07 Apr 2016 18:17 #5158

Torsten C schrieb: ...
Bislang steht in allen Lehrbüchern, dass keine Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung möglich ist.
Nun scheint das Gegenteil bewiesen zu sein, siehe Zitat von Thomas^^.

Irgendwie scheint mir Thomas' Aussage dazu widersprüchlich zu sein. Er sagt ja im Prinzip: man macht irgendwas am Punkt A und stellt instantan eine Veränderung am Punkt B fest. Danach sagt er das es keine Informationsüberragung gab. Was dazwischen passiert, ob da Quanteneffekte eine Rolle spielen oder irgendwas anderes spielt keine Rolle. Nur das Ergebnis zählt. Aktion bei A bewirkt sofort messbare Reaktion bei B. Ist das keine Informationsübertragung?? Ist das wirklich so oder zeigt sich das erst im statistischen Mittel? Den Versuchsaufbau würde ich mir gern mal ansehen um das verstehen zu können. (Aber bitte ohne 30€ für einen Artikel von "nature" bezahlen zu müssen^^)

Ich hab mir mal den Aufbau vom "Hanson Lab" angesehen um eine Verletzung der Bellschen Ungleichung ohne Hintertür nachzuweisen. ( Link )(glücklicherweise sind die Dokumente auf deren Seite verlinkt ohne bezahlen zu müssen^^) Ich muss sagen, ich hab nicht verstanden was die da gemacht haben. Erzeugen die etwa miteinander verschränkte Teilchen an zwei getrennten Orten und messen erst in der Mitte? Wie das gehen soll würde ich gern verstehen um dem zu glauben.

Nachtrag: Wer sich selbst ein bisschen spielerisch mit Quanteneffekten beschäftigen möchte kann dies auf der Seite vom Quantum Lab der Uni Erlangen anhand interaktiver Experimente machen. Beantwortet vielleicht nicht alle Fragen gibt aber einen guten Einblick ;)

Nachtrag2: Wenn das was Thomas schrieb korrekt ist dann wäre folgendes Szenario möglich:
  • Ich erzeuge in C einen kontinuierlichen Strom miteinander verschränkter Teilchen und sende die zu A und B.
  • In A drehe ich sämtliche Spins in eine definierte Richtung und messe das in B.
  • Jetzt fange ich in A an Spins entsprechend der Bits einer Information zu drehen und messe das sofort in B.
Und damit hätte ich überlichtschnelle Informationsübertragung! ??

assume good faith

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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 07 Apr 2016 20:58 #5161

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Ich vermute, dass beim Ändern der Spinorientierung die Verschränkung verloren geht. Oder was meint (oder besser wisst) Ihr dazu?


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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 07 Apr 2016 23:37 #5169

Hallo Torsten C,
Ich denke nicht das die Änderung der Orientierung das Problem ist sondern die Messung. Wie kann man das 2. Teilchen über einen Zeitraum beobachten ohne die Verschränkung zu stören?
Auch gibt es zwischen der von dir verlinkten Animation und dem was Thomas gesagt hat noch einen Unterschied. Thomas schrieb das das Teilchen bei A vor dem Kippen des Spin erst gemessen wurde. Erst das würde bei meinem Beispiel ermöglichen den Spin gezielt gleich auszurichten. (wenn ich annehme das die Kippvorrichtung nur kippen aber nicht ausrichten kann also eher wie ein XOR funktioniert).

Die XOR-Funktion der Kippvorrichtung verhindert quasi das aus dem Zufall eine Information wird. Doch dafür darf ich nicht vorher messen können um die Kippvorrichtung gezielt ein oder auszuschalten.

Nachtrag:
Mist, mir fällt grad auf das ich irgendwo einen Denkfehler haben muss denn so kann man überhaupt nix messen, man wüsste also auch nicht ob die Verschränkung funktioniert hat oder nicht... :unsure:

assume good faith

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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 09 Apr 2016 01:15 #5216

Habe dazu im Parallelthema was geschrieben:
urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall...e-zur-verschraenkung

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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 10 Apr 2016 14:05 #5295

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Heinz Jürgen schrieb: Habe dazu im Parallelthema was geschrieben:…

Soweit ich Dich dort verstanden habe, betrifft Dein Beitrag dort verschränkte Photonen.
Das TU Delft’s Entanglement Lab arbeitet aber mit verschränkten Elektronen.

Einfach ausgedrückt, soll das angeblich folgendermaßen funktionieren ( Benjamin Young, 2014 , grob übersetzt):
  • Es werden zwei synthetische Diamanten genutzt, um Stickstoffatome mit zu verschränktenden Elektronen festzuhalten.
  • Daten werden in das Sende-Stickstoff-Atom, durch Spin-Umkehr eines Elektrons modelliert.
  • Das Empfänger-Elektron zeigt dann genau die gleiche Manipulation in Echtzeit


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Datenübertragung über spukhafte Fernwirkung 10 Apr 2016 20:19 #5311

Es macht keinen Unterschied, welche Objekte man verschränkt. Niemals wird die Messung des einen Partners bei dem anderen Partner anzusehen sein. Die Fernwirkung bezieht sich ausschließlich auf die Korrelation der Meßergebnisse, nicht auf den Meßvorgang.

Wäre es anders, könnte man Nachrichten in die Vergangenheit senden.

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