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THEMA: Nur Mut!

Nur Mut! 18 Aug 2016 01:23 #7692

Vor längerem überprüfte Prof. Lesch die Aussagen des AfD-Parteiprogramms zum Thema Klimawandel und Energiewende:
Das AfD-Parteiprogramm wissenschaftlich geprüft .
Das stieß unter anderem auf Missbilligung mancher Zuschauer, und so gingen relativ viele Hassmails nicht nur bei Harald Lesch, sondern auch beim Intendanten ZDF und der LMU ein. [Quelle: ].

Hier mal vielen Dank an "Harry", dass Sie trotz dieser massiven Kritik weitermachen. Die wissenschaftliche Aufklärung, auch Sie treiben sie weiter voran, und in einer Zeit, in der wir uns von Fakten und Statistiken abwenden und Stimmungen und Gefühle mehr als die Realität zählen, ist ihre Arbeit um so wichtiger.
Es gibt viele Nörgler, die unzufrieden sind, oft eskaliert der Ton der nicht immer konstruktiven Kritik, aber wie Kuvert mal so schön sagte: Das Mittel der Aufklärung ist eine schwache Medizin, die den an Aggressionen Leidenden kaum kurieren kann..
Dennoch, mein Appell, machen Sie weiter!
Und wenn es Ihnen von den vielen Hassmails einmal schlecht werden sollte, denken Sie einfach an die, die Dank ihnen und Professor Gaßner die Liebe zur Wissenschaft (wieder-)entdeckt haben und sich über jeden ihrer neuen Beiträge aufrichtig freuen.
Danke danke danke!. Und mit Ferdi Runge: " Propagiert weiter, es lohnt sich !".

Gute Nacht,
Nirusu

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Nur Mut! 18 Aug 2016 07:32 #7693

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Danke für den Beitrag, dem schließe ich mich gerne an!

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Nur Mut! 18 Aug 2016 12:15 #7699

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Na, du will ich nun mal auch Kritik anmerken:

1) Mal ganz generell gefragt, muss ein theor. Astrophysiker, nur weil er in der Öffentlichkeit eine gewisse Breitenwahrnemung genießt, auch zu allen anderen möglichen Themen wie z.B. Meteorologie und Klimawandel Stellung nehmen? Sicher, er darf es und es ist sein gutes Recht, aber manchmal denke ich mir schon in Bezug auf so manche Diskussionen: Schuster, bleibt bei euren Leisten. Das gilt nicht nur für Prof. Lesch, sondern auch für viele andere Prominente des öffentlichen Lebens. Aber das ist jetzt nur meine persönliche Meinung.

2) Meines Erachtens ist die Frage, zu welchem Anteil der Klimawandel tatsächlich anthropogener Natur ist, noch nicht restlos entschieden. Dass es einen menschengemachten Anteil gibt, stelle ich nicht infrage und dies scheint ja auch allgemeiner Konsens zu sein. Außerdem ist wohl auch kaum wirklich seriös die Frage zu beantworten, wie drastisch die Folgen wirklich in den nächsten Jahrzehnten sein werden. Hier vom Schlimmsten auszugehen und darauf die Gegenmaßnahmen abzustimmen, erscheint sicher sinnvoll. So zu tun, als wüsste man aber schon genau, wie sich der Klimawandel genau auswirken wird, ist aber nicht seriös. Freilich muss hier klar getrennt werden zwischen seriösen Forschungsarbeiten und deren Interpretation durch die Massenmedien. Gerade deshalb sollten Interpretationen und Stellungnahmen dazu wirklich den echten Profis überlassen werden. Würde ein seriöser Meteorologe wie z.B. Hr. Mojib Latif aus Kiel eine Deutung verschiedener Urknallszenarien vornehmen, dann würde ich da auch etwas erstaunt sein (Schuster bleibt bei......) ;)
Und dass Parteien, ob nun von links oder rechts, Aussagen zu umwelt- oder auch energiepolitischen Erkenntnissen gemäß ihrer ideologischen Ausrichtung einzufärben versuchen, sollte nicht wirklich überraschen. Gerade deshalb - ich insistiere - ist es wichtig, dass die wirklichen Experten dies kommentieren. Ob die dann immer frei von ideologischen Scheuklappen sind (meine ich jetzt wirklich ganz allgemein), ist wieder eine andere Sache.

3) Dennoch wäre - ganz egal wie groß nun der anthropogene Einfluß wirklich ist - langfristig eine Energiewende sinnvoll. Art und Weise sowie das von der dt. Regierung überstürzt vorgegebene Tempo empfinde ich jedoch dilettantisch und in keinster Weise zielführend. In hohem Maße sichere und gut laufende AKWs schneller als nötig abzustellen und dafür zumindest temporär wieder Kohle zu forcieren, ist einfach nur Unsinn. Und die Zurückdrängung von Kohlekraftwerken in industrialisierten Ländern führt dazu, dass sich Kohle so verbilligt, dass der Bau von Kohlekraftwerken in Entwicklungsländern dann wieder äußerst lukrativ wird. Freilich ein Dilemma und Selbstläufer, für das nun wohl keiner etwas kann, ein Mechanismus der Wirtschaft.

4)Und noch mal ganz generell für euch zur Info: Im letzten Jahr veröffentlichte die NASA eine Studie, die wenig Anlass für Optimismus gibt. Ob nun worste- oder best-case Szenarium: Die Menschheit wird gewaltig an die Wand fahren.
DAS Kardinalproblem: 7 Milliarden plus x verträgt unter den gegebenen real-politischen und real-gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umständen der Planet nicht. Daraus folgen die vier "Killer":
Die Ressourcen reichen nicht.
Die Umwelt ist nicht imstande, die Schadstoffe zu kompensieren (Treibhauseffekt ist dabei nur ein Aspekt)
Die Ungleichgewichte zwischen reicher und armer Welt führen zu gewaltigen Dissonanzen (gewaltige Vökerwanderungen, nicht zu bewältigende Flüchtlingskströme, Kriege um Ressourcen)
Die Komplexität der rasant zunehmeden Technologisierung überfordert die Menschen global und führt zu weiteren Dysfunktionalitäten. (Das alte Werk von Günther Anders "Die Antiquiertheit des Menschen" lässt grüßen; auch sehr informativ zu diesem Punkt die Arbeiten des Jenaer Soziologen Prof. Hartmut Rosta (Folgen der Beschleunigungsspirale)

Grüße Cyborg

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Nur Mut! 18 Aug 2016 15:13 #7702

1) Mal ganz generell gefragt, muss ein theor. Astrophysiker, nur weil er in der Öffentlichkeit eine gewisse Breitenwahrnemung genießt, auch zu allen anderen möglichen Themen wie z.B. Meteorologie und Klimawandel Stellung nehmen? Sicher, er darf es und es ist sein gutes Recht, aber manchmal denke ich mir schon in Bezug auf so manche Diskussionen: Schuster, bleibt bei euren Leisten. Das gilt nicht nur für Prof. Lesch, sondern auch für viele andere Prominente des öffentlichen Lebens. Aber das ist jetzt nur meine persönliche Meinung.

Nun, er hat eine Sendung fragt den Lesch, in dem er zu wissenschaftlichen Fragen Antworten sucht. Des Weiteren ist es als renommierter Wissenschaftlicher sicher leichter, sich mit den Kollegen auszutauschen und hat daher ein gewisses Grundwissen. Der Klimawandel gehört ja auch zu Teilen in die Physik, und in dem größten Teil des angesprochenen Videos geht es ja um Graphikvergleiche und Lesung von Statistiken, die einem als Physiker nun einmal geläufig sind.
Muss er das machen? Nein. Aber warum nicht? Als Physik und Naturphilosophieprofessor hat er da sicher größere Kompetenzen als manche Politiker...

2) Meines Erachtens ist die Frage, zu welchem Anteil der Klimawandel tatsächlich anthropogener Natur ist, noch nicht restlos entschieden. Dass es einen menschengemachten Anteil gibt, stelle ich nicht infrage und dies scheint ja auch allgemeiner Konsens zu sein. Außerdem ist wohl auch kaum wirklich seriös die Frage zu beantworten, wie drastisch die Folgen wirklich in den nächsten Jahrzehnten sein werden. Hier vom Schlimmsten auszugehen und darauf die Gegenmaßnahmen abzustimmen, erscheint sicher sinnvoll. So zu tun, als wüsste man aber schon genau, wie sich der Klimawandel genau auswirken wird, ist aber nicht seriös. Freilich muss hier klar getrennt werden zwischen seriösen Forschungsarbeiten und deren Interpretation durch die Massenmedien. Gerade deshalb sollten Interpretationen und Stellungnahmen dazu wirklich den echten Profis überlassen werden. Würde ein seriöser Meteorologe wie z.B. Hr. Mojib Latif aus Kiel eine Deutung verschiedener Urknallszenarien vornehmen, dann würde ich da auch etwas erstaunt sein (Schuster bleibt bei......) ;)
Und dass Parteien, ob nun von links oder rechts, Aussagen zu umwelt- oder auch energiepolitischen Erkenntnissen gemäß ihrer ideologischen Ausrichtung einzufärben versuchen, sollte nicht wirklich überraschen. Gerade deshalb - ich insistiere - ist es wichtig, dass die wirklichen Experten dies kommentieren. Ob die dann immer frei von ideologischen Scheuklappen sind (meine ich jetzt wirklich ganz allgemein), ist wieder eine andere Sache.

Nun, er hat einzig und allein gezeigt, dass das, was die AfD in ihrem Parteiprogramm als Fakt verkauft hat, wissenschaftlich gesehen kein Fakt ist (und manches sogar großer Blödsinn). Wenn man nun einfach Graphen falsch ausliest, dann hat da (fast) jeder Wissenschaftler genug Kompetenz, um zu protestieren. Vielleicht analysiert er ja die Aussagen der anderen Parteien bezüglich des Klimawandels, die sind aber interessanter Weise für den Ausstieg und erneuerbare Energien, was meiner Ansicht nach auch die von Physikern und Geologen empfohlene Variante ist...

Er hat das Video gedreht, und ihm vorzuwerfen, er sei nur ein Teil des "grünlinksversifften Establishments und ein ganz großer Lügner und Lobbyist" ist nun sicherlich einem der bekanntesten modernen Aufklärer (meiner Ansicht nach) nicht gerecht noch gerechtfertigt. Da machen es sich die Kritiker zu leicht.

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Nur Mut! 18 Aug 2016 17:33 #7706

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Nirusu,
die Ausführungen in Punkt 2 waren eine ganz allgemeine Stellungnahme von mir, bezogen sich weniger auf Aussagen von H. Lesch in dem Video. Gut, hätte ich vielleicht besser klarstellen können.
Offengestanden fehlt mir das Fachwissen, um beurteilen zu können, ob die Aussagen der AfD oder die von Lesch näher an der Wahrheit liegen. Man müsste sich nun wieder anhören, wie die Leute, die hier die AfD beraten haben, wiederum auf Leschs Kritik anworten. Darum geht es mir in erster Linie auch gar nicht und genau deshalb habe ich auch kein weiteres Interesse, da noch tiefer ins Fachdetail zu gehen. Ich persönlich - mag für dich vielleicht spitzfindig klingen - höre mir halt lieber bei Fragen der Kosmologie einen Astrophysiker und bei denen des Klimawandels einen Meteorologen an.
Ich gehe ja auch im Alltag zum Bäcker, wenn ich Brot will und zum Tischler, wenn ich einen Tisch kaufen will.
Aber ich verstehe auch deinen Standpunkt und natürlich hat Lesch das Recht, sich dazu zu äußern. Kritik generell zu so einer Äußerung eines Astrophysikers zum Klimawandel muss aber auch erlaubt sein in einer Form, wie ich sie übe. Wenn er - was ich nicht verfolgt habe - dafür beschimpft und beleidigt wurde, dann ist das natürlich nicht ok, da gebe ich dir schon Recht. Bei dir höre ich allerdings schon auch latent heraus, dass du aus einer gewissen politischen Motivation und Ausrichtung heraus ganz froh bist, falls H. Lesch Fehler in der Argumentation des AfD-Papiers aufdecken kann. Wenn du in dich gehst, wirst du mir da auch zustimmen und es ist ganz menschlich und in gewisser Weise auch ok. Bei der Sache ist eben auch viel politische Motivation im Spiel.
Und ganz losgelöst von der Kritik von Lesch an dem AfD-Papier: Ich bezweifle ja nicht die Notwendigkeit der Energiewende, aber ich halte den anscheinend in DE bestehenden Konsens der sog. Volksparteien über das Tempo der Energiewende für blauäugig. Das war eine übermotivierte Reaktion seitens der Regierung nach Fukushima, eben typisch deutsch. Im wohl gesamten übrigen Ausland - soweit mir bekannt - teilt man diese übereilte Vorgehensweise aus guten Gründen nicht (Infrastrukturumbau hält nicht Schritt, Kosten explodieren, Eingriffe in die Natur wg. neuen Stromtrassen werden von grünen Aktivisten bekämpft, die aber ihrerseits die Energiewende am vehementesten fordern -> Katze beißt sich in den Schwanz etc). Sogar in Japan, das eigentlich betroffene Land, hat man nicht so drastisch eine Wende vollzogen.
Und noch eine persönliche Anmerkung ganz allgemein und unabhängig vom obigen Klimathema:
Ich habe in den letzten Jahren den Eindruck, dass H. Lesch in seinen Darstellungen gelegentlich eine eher polemische und latent arrogante Haltung gegenüber Leuten einnimmt, die nicht seine Ansichten teilen. Das war früher in den 90zger Jahren, als ich auch die eine oder andere Alpha-Centauri Sendung ansah, noch nicht so mein Eindruck. Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich bei ihm etwas emotional reagiere. J. Gaßner hat da m.E. eine angenehmere Art. Aber noch mal, ist nur meine ganz subjektive Einschätzung.
Ein Beispiel, das verdeutlichen soll, was ich da meine, ist die Sendung zusammen mit Gaßner zur Stringtheorie. Schon die erste Minute sollte genügen (Aussagen wie "Stringtanga ja, Stringtheorie nein."). Das kann man lustig und erheiternd finden, aber eben auch eher voreingenommen und etwas arrogant. Vielleicht hat er ja mit seiner objektiven Kritik an der Stringtheorie Recht, aber die Art und Weise, wie diese Kritik dargebracht wird, macht eben auch die Musik. Und schließlich sind Stringtheoretiker auch Forscher, die redlich um Erkenntnis ringen und es nicht verdient haben, eher mitleidig belächelt zu werden. Natürlich kannst du jetzt wieder sagen, dass das sein gutes Recht. Und so ist es, aber es muss mir nicht unbedingt gefallen.
So, ich denke meinen Standpunkt dargelegt zu haben und mehr habe ich wohl zu dieser Diskussion nicht beizutragen, da sich erfahrungsgemäß dann irgendwo alles im Kreise dreht.. Du wirst dem sicher nicht vorbehaltlos zustimmen, aber das muss ja auch nicht sein. Gerne überlasse ich dir auch das letzte Wort dazu. ;)


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Nur Mut! 18 Aug 2016 17:41 #7707

Okay, da habe ich dich falsch verstanden. Entschuldigung dafür.
Es stimmt, dass ein Klimaforscher besser geeignet wäre als Harald Lesch, manchen Fragen nachzugehen.
Und ich bin politisch links der AfD angesiedelt (so schwer ist das auch wieder nicht ;) ).

Herr Lesch ist etwas "unbequemer" als J. Gaßner, aber so habe ich ihn auch aus Alpha Centauri in Erinnerung.
Deine Kritik ist sicher berechtigt, und ich hoffe Harry ließt sie sich auch mal durch, falls er hier vorbeischaut.
Es gibt aber, wie eben in den Kommentaren unter manchen YouTube Videos zu sehen ist, auch Leute, die eher destruktiv Kritik üben, ohne anderen erkennbaren Hintergrund als Hass. Das finde ich schade. Und einen Kritiker als "Anhänger des Establishments" totzureden, um inhaltlich nicht auf ihn eingehen zu müssen, ist halt einfach zu einfach.

Jetzt auf die Klimadebatte einzugehen, ist hier dann doch vielleicht etwas fehl am Platz.
Trotzdem Danke für deine ausgiebigen Kommentare, ich schicke dir vielleicht per PN ein paar Links zu älteren Beiträgen von mir anderen zum Klimawandel, dort lässt es sich besser diskutieren.

Also, danke für deine Energie,
Nirusu

PS: Jetzt habe ich doch das letzte Wort gehabt. Nicht aus Rechthaberei, sondern eher, um dir Recht zu geben und meinen Standpunkt noch mal etwas besser zu formulieren. Das Im-Kreis-Drehen ist nervig. Schrecke dennoch nicht davor zurück, auch diesen meinen Kommentar auseinanderzunehmen :)

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Nur Mut! 18 Aug 2016 18:21 #7708

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Hallo Nirusu,

ich muss dich leider enttäuschen. Da gibt es nichts auseinanderzunehmen zu deinem Kommentar, sehe es Wort für Wort auch so. :)

Meine Anmerkung zu dem im Kreise drehen war eine kleine Anspielung auf einen Thread (weiß nicht mehr wie er hieß) zu einer Diskussion mit einer gewissen Heidi zu irgend einem alternativen phy. Weltbild. Ich habe einige Beiträge überflogen ohne mich selber einzubringen. Du warst ja auch mit Herz und Seele dabei. Das Hin und Her dort fand ich dort einfach sinnlos und unergiebig. Und meine ganz offene Rückmeldung an dich: Du hast dich da ganz wacker und vernünftig geschlagen, aber an deiner Stelle hätte ich schon viel, viel früher Amen gesagt, weil es nichts brachte.

Beste Grüße
Cyborg

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Nur Mut! 18 Aug 2016 19:42 #7711

Hallo Cyborg,
Darf ich mal die Frage stellen, was du beruflich machst? Du musst sie nicht beantworten. Ich stelle sie deshalb, weil ich Mühe habe, deine Haltung und Argumentationsweise zu verstehen.
Vor allem verstehe ich nicht, wie man auf die Idee kommt, einen Physikprofessor, der sich redlich bemüht, die gefärbten Programminhalte der AfD mit reiner Sachlichkeit und naturwissenschaftlicher Korrektness zu korrigieren, mit der Bemerkung abkanzelt, Schuster bleib bei deinen Leisten.
Das Klima wird von physikalischen Rahmenbedingungen bestimmt, wie Druck, Temperatur, Windgeschwindigkeiten, Wasserlöslichkeit, Albedo der Wolken, CO2 Konzentration, Methangehalt und so fort.
Man muss ja nicht einmal Physikprofessor sein, um einzusehen , dass die derzeitigen CO2 Emissionen, vornehmlich vom Menschen durch seine vielfältigen Verbrennungsprozesse verursacht, zum Anwachsen des sog. Treibhauseffekts führt.
Und auch aus diesem Grunde ist zu begrüßen, dass er seine Bekanntheit nutzt, um falsche Propheten ans Fensterkreuz zu nageln. Von mangelnder Zuständigkeit kann keine Rede sein. Seine Klimakollegen haben sich meines Wissens nicht beschwert, dass er ihnen mit der Parteiprogrammkorrektur ins Handwerk gepfuscht hätte.
Also, ich verstehe deine Argumentationsweise und deine Motivation, sich so zu äußern, nicht.
Grüße
Thomas

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Nur Mut! 18 Aug 2016 20:25 #7716

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Cyborg schrieb: Ich habe in den letzten Jahren den Eindruck, dass H. Lesch in seinen Darstellungen gelegentlich eine eher polemische und latent arrogante Haltung gegenüber Leuten einnimmt, die nicht seine Ansichten teilen. Das war früher in den 90zger Jahren, als ich auch die eine oder andere Alpha-Centauri Sendung ansah, noch nicht so mein Eindruck. Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich bei ihm etwas emotional reagiere. J. Gaßner hat da m.E. eine angenehmere Art.


JA das stimmt auch dem schließe ich mich auch an. aber bedenke, wenn dann solche Unbelehrbaren und andere auf Ihren fehlerhaften Ansichten wo widersprochen wurden, weiterhin beharren und so Sachen schreiben wie ein Professor es nur wagen kann denen zu Widersprechen, dann Wundert mich die Haltung von Herr Lesch mal gar nicht, denn ich hätte es genau so gemacht, wenn nicht noch krasser als er, ich muss sehr aufpassen das ich da nicht Obszön werde bei solchen Menschen wie beispielsweise Meikel3000, der eindeutigen Erkenntnissen sogar widerspricht. Da frage ich mich was das soll.

Gruß Chris

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Nur Mut! 18 Aug 2016 20:29 #7718

Hallo Cyborg,
Jetzt hab ich die Folgebeiträge gerade erst gelesen und dabei ein Schlüsselwort gefunden: Arroganz!
Du wirfst ihm nicht vor, dass er sich äußert , sondern wie er sich äußert .
Ich glaube, dass Arroganz die falsche Beschreibung darstellt. Seine innere Haltung hat mit Arroganz nicht das Mindeste zu tun, ganz im Gegenteil. Aus seiner naturwissenschaftlichen Perspektive und seiner felsenfesten Überzeugung, dass der Klimawandel Realität ist, folgt naturgemäß und ganz zwanglos eine feste und Überzeugte Haltung. Das kann arrogant rüber kommen, ist es aber auf keinen Fall. Man kann sich fragen, woher diese feste Überzeugung kommt. Sie kommt aus der Fülle wissenschaftlicher Naturerkenntnis, die durch eine überaus erfolgreiche Arbeitsmethode zustande kommt, nämlich die Untermauerung von Annahmen über die Natur durch Experimente. Wir befinden uns hier nicht in der Politik, in der man über Meinungen trefflich streiten kann. Naturwissenschaften funktionieren gänzlich anders und dies hat zur Folge, dass Menschen, die sich in diesen Fächern tummeln, auch zu anderen Grundverständnissen gelangen als beispielsweise Wirtschaftler, Juristen, Theologen oder was sonst noch.
Also, hier ist keine Arroganz im Spiel, höchstens eine Brise Sarkassmus, angesichts der Tatsache, dass so wenige Menschen die richtigen Schlussfolgerungen aus den bereits vorliegenden Erkenntnissen ziehen.
Was hätten wir uns alles erspart, wenn wir vor fünfzig Jahren schon auf Solarenergie gesetzt hätten und nicht auf Kernkraft. Unsere Ingenieure hätten längst genügend Photovoltaik und Windkraft installiert und die nötigen Speicher hätten wir auch längst und die dafür nötigen Netze wären alle vorhanden.
Solarenergie ist die uns zuträgliche Energieform. Kernenergie ist Sache der Sterne.
Und wenn wir es jetzt noch schaffen würden, weltweit die Verbrennungsprozesse drastisch zu reduzieren, Haushalte, Industrie und mobiles Leben vornehmlich auf Elektrizität umzustellen, dann haben wir vielleicht noch eine Chance, die Temperatuerhöhung wenigstens irgendwann zu stoppen. Wenn man sieht, was tatsächlich passiert, wie sich die Menschen tatsächlich verhalten, dann mündet das in das Gefühl der Verzweiflung und der Ausweglosigkeit. So geht es dem Harald Lesch auch.
Grüße
Thomas

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Nur Mut! 19 Aug 2016 00:10 #7728

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Hallo Thomas,

für mein Empfinden reagierst du hier etwas empfindlich, wenn auch nachvollziehbar, da Hr. Lesch aufgrund deiner Moderatorenrolle wohl in gewisser Weise dein Kollege ist und du seine Beweggründe auch besser kennst als ich. Ich habe aus meiner Sicht Hr. Lesch nicht abgekanzelt, wie du das nennst, sondern einfach nur die Frage aufgeworfen, ob es sein muss, dass er als Astrophysiker sich zu Themen des Klimaschutzes äußert und das nicht lieber Meteorologen überlässt. Du hast dargelegt, warum du das trotzdem für ok findest und ich kann deine Haltung auch nachvollziehen, bleibe aber auch bei meinen Bemerkungen von weiter oben.
Wir müssen uns da nicht einig sein, damit habe ich kein Problem.
Dein von dir gefundenes Schlüsselwort "Arroganz" bezieht sich ganz allgemein auf einige Auftritte von ihm. Ich wiederhole mich und weise noch mal auf die Sendung mit J. Gaßner zum Thema Stringtheorie hin. Siehe meine Anmerkungen in der Antwort an Nirusu. Dieser Einschätzung haben ja auch Nirusu und Chris zumindest unterschwellig zugestimmt, wenn ich die beiden da nicht ganz falsch verstehe. Wenn sie und auch du ihn auch gleichzeitig wieder verteidigen und ihm sein Engagement und Temperament zu Gute halten, dann kann ich auch das nachvollziehen.
Es gibt bei mir auch im Bekanntenkreis viele, die ähnlich denken und meinen, dass Prof. Lesch im Laufe der Jahre etwas - wie soll ich mich richtig ausdrücken - voreingenommener seine Inhalte und Überzeugungen vermittelt. Das kommt nicht bei allen gut an, mag es auch, wie du schreibst, weniger Arroganz, sondern eher Sarkasmus sein. Da erweist er sich selber keinen guten Dienst, denn selbst die größte Weisheit wird von der breiten Bevölkerung abgelehnt, wenn sie nicht den richtigen Ton wählt. Ich erinnere an die in meinen Augen etwas despektierliche Art und Weise, wie er über die Stringtheoretiker urteilte (wie gesagt, die erste Minute ist ein gutes Beispiel).
Nun habe ich offen dazu meine Meinung gesagt, denn ich habe im Laufe der Jahre gelernt, jede auch noch so hoch angesehene Person oder Autorität mit kritischen Augen zu sehen.
Und noch eins: Ohne hier jemand etwas unterstellen zu wollen, möchte ich ganz allgemein noch anmerken, dass gerade bei so heiklen Themen, bei denen es zwischen politischen Interessen sowie ideologischen Ausrichtungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Interpretation Berührungspunkte gibt, es besonders angebracht erscheint, eine kritische Sichtweise einzunehmen, und zwar nicht nur gegenüber Aussagen in einem AfD-Programm. Auch das habe ich mir im Laufe der Jahre auf die Fahnen geschrieben.
Das ist nun mein ehrliches Feedback, mag es dir gefallen oder nicht. So wie jeder andere auch, kann ich nicht mehr als offen meine subjektive Sicht der Dinge schildern. Inwieweit ich damit objektiv richtig liege, ist ja wieder eine andere Sache. Dass ich dabei aber H. Lesch unter der Gürtellinie attackiere, wie das aus deinen Anmerkungen zumindest latent herausgelesen werden könnte, dieser Schuld bin ich mir nicht bewusst.
Sei es drum, wir müssen da nicht unbedingt ganz auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Wenn dir als Moderator diese Art der Offenheit mißfällt, dann teile mir das bitte mit und ich ziehe mich aus diesem Forum wieder zurück.

Nichts für ungut, schöne Grüße
Cyborg

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Nur Mut! 19 Aug 2016 09:24 #7731

Josef M. Gaßner schrieb: Bitte erstellen Sie keine Psychogramme über das potentielle zukünftige Verhalten anderer User, die auch nach Ihrer Sperrung den Schutz der Forenregeln genießen. Insbesondere appelliere ich an Ihre Fairness, niemanden hier im Forum anzugreifen, erst recht, wenn er/sie hier nichts mehr erwidern kann.
Gestatten Sie mir, noch eine Weisheit eines nordamerikanischen Indianerstammes anzufügen: „Urteile nie über jemanden, in dessen Mokassins du nicht drei Monde gegangen bist."

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Nur Mut! 19 Aug 2016 09:37 #7732

Das Thema „Klima“ steht stellvertretend für den gesamten Eingriff des Menschen in die Natur. Die zentrale Frage ist, ob der globale Eingriff des Menschen in die Natur in seiner Gesamtheit noch vertretbar ist. Der Eingriff in das Klima ist nur ein Teil davon.

Interview mit Josef M. Gaßner | Die Welt in 100 Jahren (Minute 5:10 – 6:10 )
Wir verheizen diese langen Kohlenstoffketten unwiederbringlich, das ist Wahnsinn (verkürzt wiedergegeben)

Die Menschheit arbeitet verbissen an der Zerstörung seines eigenen Lebensraumes. Keiner will es, aber alle tun es. Warum nehmen wir es nicht wahr, dass wir schon total wahnsinnig geworden sind? Irgendwer muss doch einmal anfangen, den Sachverhalt anzusprechen. Ein konsequentes Auftreten hat in diesem Fall doch nichts mit Arroganz zu tun, es geht immerhin um den gemeinsamen Lebensraum von uns allen.

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Nur Mut! 19 Aug 2016 10:56 #7735

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Badhofer,
das von dir angesprochene Dilemma sehe ich auch so und ich fürchte, dass die Menschheit ihm auch nicht entgehen kann (siehe dazu weiter oben mein Hinweis auf die NASA Studie im Beitrag 7699.
Ich habe ja auch die Strategie und die Geschwindigkeit der dt. Energiewende kritisiert. Ein konkretes Beispiel: Ich sehe hier bei uns auf dem Land ringsum jetzt gerade fast nur noch Maisfelder (früher Wiesen, Getreide etc). Fast rund um die Uhr fahren die Traktoren und bringen den Mais in Biogas-Anlagen, die sich für die Betreiber nur deshalb rentieren, weil sie vom Staat subventioniert werden. Mich würde da mal die Ökobilanz interessieren.
Ausserdem importieren wir damit wohl letztlich mehr Getreide, weil es hier fehlt, mit der Folge, dass die Dritte Welt noch stärker unter Druck gerät und hungert.
Soviel zum Dilemma, nur ein kleines Beispiel, und ganz wie du sagst: "Keiner will es, aber alle tun es"
Mir drängt sich da ein Vergleich zum Schach auf: Die Menschheit befindet sich in der Lage eines Großmeisters, der gegenüber einem gleichwertigen Gegner bereits mit einem Turm im Nachteil ist. Auf diesem Niveau ist damit im Grunde bereits zu 99% die Entscheidung gefallen. Eigentlich gibt man auf.
Was wird die Menschheit machen? Sie kann mehr oder weniger den großen Crash nur noch durch geschicktes Lavieren und Manövrieren hinauszögern. Denn 7 Milliarden plus x mit steigender Tendenz zu einer wirksamen Kurskorrektur zu bringen, tja, das wäre wohl wirklich ein Wunder.
Aber natürlich wird es zu keinem Weltuntergang kommen, aber dieses 21. Jhd. wird wohl sehr unangenehm werden für einen großen Teil der Menschheit.
Dabei wird der Klimawandel nicht einmal das einzige primäre Thema der nächsten 100 Jahre sein, sondern auch die extremen und massiven Veränderungen durch technologische Umwälzungen, deren Folgen heute noch gar nicht abschätzbar sind (siehe Transhumanismus, Bio-Enhancement, Neuro-Enhancement, etc).
Noch eine persönliche Anmerkung zum Klimawandel: Ich bezweifle den KW nicht, halte die Frage aber noch nicht für restlos beantwortet, wie hoch der anthropogene Anteil daran wirklich ist. Trotzdem sollte die Menschheit natürlich vom Schlimmsten ausgehen und den eigenen Anteil so gut es geht minimieren. Aber das dürfte angesichts der real-politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in globaler Hinsicht wohl Wunschdenken bleiben.

Grüße Cyborg

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Nur Mut! 19 Aug 2016 22:44 #7741

Cyborg schrieb:

Ich bezweifle den KW nicht, halte die Frage aber noch nicht für restlos beantwortet, wie hoch der anthropogene Anteil daran wirklich ist.

Der anthropogene Anteil ändert an der Dramatik der Gesamtsituation nichts wesentliches.

Aber das dürfte angesichts der real-politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in globaler Hinsicht wohl Wunschdenken bleiben.

Hätte man dem Bürgermeister von New York am 11.09.1991 gesagt, er hätte 10 Jahre Zeit, um die Türme des WTC abzureissen, er hätte gesagt: "Das ist gänzlich unmöglich. Durch langfristige Verträge juristisch, durch langfristige Finanzierungen wirtschaftlich und als globales Statussymbol gesellschaftspolitisch wäre es gänzlich unmöglich, die beiden Türme innerhalb von 10 Jahren abzureisen. Kein Mensch könnte das schaffen".

Kein Mensch könnte das schaffen!
Ha, ha, der war gut.

Hätte man 10 Jahre vor der Katastrophe in Tschernobyl gesagt, man hat 10 Jahre Zeit, um das AKW abzuschalten, einzumauern und die Menschen im Umkreis von 20 km auszusiedeln, alle wären sich einig gewesen: Innerhalb 10 Jahren ist das nicht zu schaffen.

Niemand kann sich heute scheinbar vorstellen, was man alles schaffen kann, wenn es erforderlich ist.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Nur Mut! 20 Aug 2016 00:08 #7743

Badhofer,
Dein Beitrag sagt nichts anderes, als dieses:
Die Menschheit scheint nur aus Katastrophen zu lernen. Frei nach Harald Lesch in seinem Video: die Welt in 100 Jahren.
Thomas

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Nur Mut! 20 Aug 2016 13:22 #7751

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Badhofer,
deine Vergleiche hinken, da es sich um singuläre Ereignisse handelt, auf die konkret zu reagieren war. Aber mir ist schon klar, was du meinst.
Sicher, auch der KW ist in gewisser Weise ein Ereignis, auf das zu reagieren sein wird, nur ist die Sache ungeheuer komplex und von globaler Natur. Verschiedenste politische und wirtschaftliche Interessen stehen einer vernünftigen Klimapolitik im Wege. Selbst wenn die Auswirkungen noch drastischer werden, wird wohl jeder nur auf seine Interessen schauen, fürchte ich.
Ich bleibe da leider pessimistisch und glaube eher nicht an einen Lerneffekt der Menschheit auf kollektiver Ebene, sonst hätte es nach den Erfahrungen der vielen Jahrhundete mit Kriegen und Wirren keinen 1. und 2. Weltkrieg im 20. Jhd. gegeben. Wie sagte Teller, der Erfinder der H-Bombe: Optimist ist einer, der glaubt, die Zukunft wäre noch ungewiss. Sicher, der Atomkrieg blieb uns bisher - und nur bisher - erspart, aber einige Male hatten wir wohl (z.B. 1962 oder 1983) nur Glück. Aber natürlich würde ich mich in diesem Punkte gerne täuschen.

Übrigens schätzt auch S. Hawking die Lage nicht besonders rosig ein u. interessant ist, dass er neben der Umweltzerstörung u. Überbevölkerung auch die Menschheit besonders duch Künstliche Intelligenz in Gefahr sieht.
Siehe Artikel: "Hawking: Deshalb wird unsere Dummheit uns schon bald zerstören"
motherboard.vice.com/de/read/deshalb-wir...chon-bald-zerstoeren

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Nur Mut! 20 Aug 2016 20:58 #7759

Die Menschheit ist keine homogene Einheit, sondern aufgeteilt in vielfältigste Interessengruppen (Staaten, Firmen, Parteien, ...). Jede diese Interessengruppen versucht, bestmöglich ihre Interessen zu vertreten - und dies meist ohne Rücksicht auf die anderen.

Nur bei echten Katastrophen kann die Menschheit an einem Strang ziehen, beispielsweise bei der Verbannung der FCWKs.

Die Klimakatatrophe wird von vielen Interessengruppen noch nicht als echte Bedrohung angesehen und daher momentan weitgehend ignoriert.

Persönlich bin ich beim Thema Klima zwiegespalten.
Zum einen stört mich, dass die Politik (UNO) sich des Themas angenommen hat - und das sorgt bei mir für gigantisches Misstrauen. Das ganze Thema macht für mich den Eindruck, als würde die Politik die Wissenschaft für bestimmte Zwecke benutzen.
Auf der anderen Seite scheint da doch wissenschaftlich etwas dran zu sein - wie viel kann ich als Laie nicht beurteilen.
Zum dritten wäre ohne menschliche Eingriffe in das Klima derzeit bereits eine Eiszeit, was schlimmer als die Erwärmung wäre. Mir fehlt die Information, was die Menschheit tun muss, um ohne weitere Erwärmung weiterhin die Eiszeit zu verhindern.

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Nur Mut! 20 Aug 2016 21:18 #7761

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ClausS schrieb

Zum dritten wäre ohne menschliche Eingriffe in das Klima derzeit bereits eine Eiszeit, was schlimmer als die Erwärmung wäre. Mir fehlt die Information, was die Menschheit tun muss, um ohne weitere Erwärmung weiterhin die Eiszeit zu verhindern.


Woher hast du denn die Info, dass wir ohne menschliche Eingriffe bereits eine Eiszeit hätten? Die Industrialisierung setzte erst vor ca. 200 Jahren ein und nennenswerte Emissionen gibt es erst seit ca. 50-100 Jahren. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass wir ohne diese Eingriffe bereits eine Eiszeit hätten.
Oder wie definierst du Eiszeit? Offiziell gilt ja die Definition, dass mind. ein Pol ganzjährig vergletschert sein muss. Also streng genommen leben wir ohnehin in einer Eiszeit.

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