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THEMA: Cyborg

Cyborg 18 Mai 2017 15:43 #14664

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Madouc99 schrieb: Eine denkbares Entwicklungsszenario zum Thema "Menschheit breitet sich in der Galaxie aus" und "Künstliche Intelligenz" wäre folgendes:

Die Menschen entwickeln die Nanotechnologie soweit weiter, dass man sich selbst reproduzierende Naniten ins All senden kann, deren fest programmierte Aufgabe es ist, wo immer sie landen Rohstoffe abzubauen, sich daraus bis zu einer gewissen Zahl selbst weiter zu reproduzieren die Rohstoffe zur Erde zu schicken und sich selbst weiter zu verbreiten.

In wenigen Millionen Jahren hätte eine solche Technologie jeden Himmelskörper in der Milchstraße "erobert".


Bei solchen Szenarien hoffe ich, dass wir uns selbst auslöschen, bevor wir solchen Mist verzapfen.
Ansonsten: no comment ...


@Ropp: Du sprichst mir aus der Seele

Grüße, M13P4.
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Cyborg 18 Mai 2017 15:51 #14666

Wieso wertest du so etwas, als wäre es moralisch verwerflich oder irgendwie unanständig? Es ist ein theoretisch denkbares Szenario, nichts weiter.

S = k log W
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Cyborg 18 Mai 2017 16:03 #14668

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Madouc99 schrieb: Wieso wertest du so etwas, als wäre es moralisch verwerflich oder irgendwie unanständig? Es ist ein theoretisch denkbares Szenario, nichts weiter.


Ich reduziere diese Denkweise ein paar Ebenen herunter und beantworte deine Frage mit einer Gegenfrage: wohin hat uns die Ausbeutung von Ressourcen auf unserem Planeten geführt?
Und wenn du damit antworten willst das wir uns dadurch so weit entwickelt haben, liegst du falsch. Wir haben uns erst entwickelt und gelernt was man mit Ressourcen anstellen kann und erst dann die Ausbeutung in dieser Größenordnung betrieben.

Hätten wir die Lektion nicht schon im Mittelalter gelernt haben sollen (auch ein paar Ebenen runterreduziert) als wir gemerkt haben wohin es führen kann wenn man die Scheiße auf die Strasse kippt?

Für mich ist es ein sehr einfaches Prinzip: scheiß/beute nicht deine Lebensumgebung zu/aus.

Grüße, ...
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Cyborg 18 Mai 2017 17:14 #14674

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Wenn ich von Ausbreitung innerhalb der Galaxis spreche, mich z.B. auf die Kardaschow-Skala beziehe, dann gehe ich dabei immer nur von harter KI oder Androiden aus. Für biologische Lebensformen wie Menschen macht das wohl in der Tat keinen Sinn.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Cyborg 18 Mai 2017 17:58 #14679

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Moin Cyborg,

wieso sollte es für biologische Lebensformen keinen Sinn machen? Alleine die Neugier ist für mich Sinn genug. Mich stört nur die Tatsache wie wir derzeit mit unserem Lebensraum umgehen und wenn wir diese Vorgehensweise auf die Galaxis übertragen würden wäre es katastrophal.
Es ist eine Sache dass wir unseren Planeten, den Sandkasten sozusagen, zuscheißen, damit müssen "nur wir" leben, wenn wir aber die ganze Galaxis zuschießen würden, müssten damit alle anderen potentiellen Bewohner dieser leben und wenn es doch andere Bewohner der Galaxis bereits gibt und diese weiter entwickelt sind als wir, bezweifle ich dass die uns unter solchen Umständen überhaupt lassen würden die Galaxis zu erforschen.

Grüße, M13P4.
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Cyborg 19 Mai 2017 15:47 #14716

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m13p4 schrieb:

wieso sollte es für biologische Lebensformen keinen Sinn machen?

Geringe Lebenserwartung in Relation zu langen Reisen im interstellaren Raum (intergalaktische Reisen halte ich selbst für eine KI mit schier unbegrenzter "Lebensdauer" für zu sportlich und sinnlos. Außerdem brauchen sie zur Andromedagalaxis nicht fliegen, die kommt eh von selber auf uns zu und wir zu ihr) :P )
Selbst wenn sich biologische Wesen in einen wie auch immer gearteten Tiefschlaf versetzen würden, ist es für sie nicht "stimmig" (man verlässt die bekannte Welt und gibt seine soziale Einbindung auf, ohne zu wissen, was einen draußen erwartet). Aber gut, das ist nur meine subjektive Meinung, es würde sicher ein paar Verwegene geben.
Biologische Formen sind immer nur an ihr "Biotop" angepasst. Der Weltraum ist für sie lebensfeindlich. Da tut sich eine kybernetische oder synthetische Bewusstseinsform, sprich KI leichter. In der Nähe eines Fixsterns hat sie alles, was sie braucht: Licht, um per Photovoltaik Strom zu erzeugen. Im großen Stile wäre die Errichtung einer sog. Dyson-Sphäre möglich.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Cyborg 19 Mai 2017 19:35 #14730

Wie wäre es wenn wir erstmal "interstellar" bleiben bevor wir "intergalaktisch" werden.

Ersteres wäre für eine auf Nanotechnologie reisende KI überhaupt kein Thema.

S = k log W
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Cyborg 19 Mai 2017 21:20 #14736

Und dann schaffen wir es, schicken unsere ersten KI gesteuerten Schiffe los, die landen dann auch, fangen an Ressourcen abzubauen und zu verschicken, die zu einer radioktiven Wüste zurück geschickt werden, weil wir unsere Probleme nicht auf die Reihe bekommen haben und es hier niemanden gibt der mit mehr als Steinen schmeißen kann.

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Cyborg 19 Mai 2017 21:53 #14737

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Google und co. bestimmen wo es langgehen wird. Stand ja in allen Zeitungen, Highlights der Google I/O 2017.
Das Thema KI wird immer präsenter.

www.androidpit.de/google-io-news-releases-highlights

Auszug aus dem Link:

Google.ai: Künstliche Intelligenz erweitert sich selbst
Google verstärkt seine Ambitionen bei der künstlichen Intelligenz und bündelt entsprechende Dienste unter Google.ai. Die für Google.ai wichtigen Themengebiete sind Forschung, Werkzeuge und Infrastruktur sowie Angewandte AI. Mit neuen Rechenzentren sollen aufwändige Machine-Learning-Prozesse dazu führen, dass neuronale Netze entstehen, die selbst weitere Netze bilden. Google nennt das AutoML, also automatisches Machine Learning. Sunder Pichai vergleicht die immer komplexer werdenden neuronalen Netze mit der Fiktion im Film Inception: “We have to go deeper”, müssen also immer tiefer gehen. Die künstliche Intelligenz soll sowohl der Medizin und Wissenschaft, aber auch dem Endkunden dienen, etwa für den Zeichen-Assistenten AutoDraw, der untalentiertes Gekritzel zu ansehnlichen Grafiken macht.

Jetzt ist beginnt die Phase, wo die weiche KI den Menschen noch dienen wird. Wie lange wird die Übergangszeit dauern, bis sie, dann in Form einer harten KI, die Herrin des Planeten sein wird?
Und, Sunka Sapa, um auf deine humorvollen Anmerkungen in gleicher Weise einzugehen: Den Aufbruch in den interstellaren Raum wird eine harte und sich selber weiter entwickelnde KI kaum mit einer biologischen Spezies von Trockennasenaffen, wie wir sie darstellen, abstimmen. Ich für meinen Teil spreche meine Ziele und Vorhaben auch nicht mit meinem Hund ab, so gerne ich ihn auch mag. ;)

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Cyborg 28 Mai 2017 00:29 #14959

Wir schaffen nicht mal H3 vom Mond abzubauen, eine Reise zu Proxima Centauri dauerte, mit derzeitiger Technik, bummelich 65000 Jahre. Wovon reden wir eigentlich? Egal welche Spezies und wo, wenn diese es geschafft hat, technologisch so weit fortgeschritten zu sein, dass sie im All umherreisen kann um dort Ressourcen abzubauen, hat sie es geschafft dass sie das gemeinsam tun und zumindest ihre Konflikte hinter sich haben. Wenn man aber schon so weit ist, wird man sich auch Planeten zur Ressourcenschaffung heranziehen, auf denen kein Leben existiert. Das spart Ärger.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.
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Cyborg 29 Mai 2017 11:14 #14986

Mag sein, dass ich das völlig falsch in Erinnerung habe, aber ich meine gelesen zu haben, dass es theoretisch denkbare Antriebe für miniaturisierte Sonden gäbe, die auf bis zu 0,015 c beschleunigt werden könnten. Damit könnte eine KI nach Proxima reisen und zwar in knapp über 266 Jahren.

S = k log W
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Cyborg 11 Jun 2017 13:58 #15493

Bommfortionell!

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Cyborg 11 Jun 2017 14:46 #15501

Madouc99 schrieb: Mag sein, dass ich das völlig falsch in Erinnerung habe, aber ich meine gelesen zu haben, dass es theoretisch denkbare Antriebe für miniaturisierte Sonden gäbe, die auf bis zu 0,015 c beschleunigt werden könnten. Damit könnte eine KI nach Proxima reisen und zwar in knapp über 266 Jahren.


Es gibt immer eine Differenz zwischen theoretisch denkbar und umsetzbar.

Zum anderen muss so ein Antrieb auch immer ein Abbremsen am Ziel beinhalten, sonst hätte man nicht viel davon. Beispielweise ein auf Beschleunigung durch erdgestützte Laser basierter Antrieb würde dies nicht liefern.

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Cyborg 12 Jun 2017 10:50 #15534

Ja das war im Text mit drin, 3,5 Jahre beschleunigen und am Ende wieder 3,5 Jahre abbremsen. Aber natürlich war das alles hypothetisch. Dennoch: würden wir etwas mehr Geld und Zeit in diese Richtung investieren, wäre es durchaus denkbar interstellare Forschung mit Nanosonden und KI zu betreiben, die aufgrund der Miniaturisierung nicht einmal allzu teuer sein muss.

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Cyborg 12 Jun 2017 12:57 #15560

Was müsste so ein Mini-Raumschiff mindestens beinhalten, damit es Sinn macht? Mir fallen neben dem Antrieb drei Dinge ein:
- eine Kamera und weitere Sensoren
. eine Sendeanlage, die die Photos zu uns zurückschickt
- eine KI, die sich mit Hilfe der Kamera und der Sensoren orientiert, den Flug steuert, Objekte (die 3 Sonnen und soweit vorhanden Planeten) im Centauri-System erkennt und anfliegt, die Kamera und die Sensoren steuert und die Sendeanlage in unsere Richtung ausrichtet.

Vom Antrieb abgesehen würde ich die Sendeanlage als das größte Problem sehen.

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Cyborg 12 Jun 2017 13:10 #15562

Ich bin kein Ingenieur, nur ein Fantast ;) Ich weiß nicht wie komprimiert man all das bauen könnte. Ich denke aber ganz sicher könnten wir mit Miniatursonden unser eigenes Sonnensystem preisgünstig erforschen. Die Ideen dazu sind vielfältig.

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Cyborg 17 Jun 2017 02:50 #15848

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Lieber Cyborg!

Grundsätzlich kann ich dir problemlos "folgen",
Aber manches turned mich auch ab.
Wenn meine Familie zusammen ist, will es dieses Thema mit ihnen durchgehen.
Bis später,
Chalawan2000
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Cyborg 18 Jun 2017 23:55 #15918

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Nur kurz, lieber Cyborg!

Ich bin was deine Theorie anbelangt einerseits sehr aufgeschlossen, weil KIs, die beim Spiel bluffen, (was sie via Software nicht gelernt hatten!) u.ä. bereits existieren und die Sorgen (oder deine Wünsche) berechtigt oder unberechtigt sein mögen. Klar, werden KIs dem Menschen in vielen und vielleicht irgendwann in allen Bereichen Konkurrenz bereiten und vielleicht irgendwann unserer überdrüssig werden. Vielleicht brauchen die KIs einige von uns aber Milliarden? Wohl kaum. Natürlich kann es auch ganz anders kommen und ich möchte es mir gar nicht allzu gründlich vorstellen, was mit all diesen Menschen wird? ICH habe Mitleid mit Ihnen und wäre entsetzt…. Bei all den verwerflichsten Taten, die die Menschheit beging. Andererseits, wenn wir die KIs ausbeuten, entsorgen und für unser Wohl neu produzieren, dürften „sie“ wohl kaum von uns eingenommen sein… Auf dem Game market gibt es bereits aggressive KIs. Vielleicht ähneln sie uns in 50 Jahren nur allzu sehr? Auch sie brauchen Nahrung. Energie. Wie stellst du dir das in 100 oder 1000 Jahren vor??? Sollen die KIs die Planeten besiedeln???
Was für ein halbwegs friedliches Koexistieren spricht: Wir sind ALLE Sternenkinder und bestehen zum einen aus C und zum anderen aus Si. Jeweils 4 Außenelektronen! Das ist die erste Gemeinsamkeit zwischen KIs und Menschen.
Dies für heute,
bye,
Chalawan2000


PS:
www.sciencemag.org/news/2017/06/top-stor...81295&et_cid=1388947
Computers are starting to reason like humans

How many parks are near the new home you’re thinking of buying? What’s the best dinner-wine pairing at a restaurant? These everyday questions require relational reasoning, an important component of higher thought that has been difficult for artificial intelligence to master. Now, researchers at Google’s DeepMind have developed a simple algorithm to handle such reasoning—and it has already beaten humans at a complex image comprehension test.


www.sciencemag.org/news/2017/02/watch-new-robot-fly-just-bat
Fantastic!!!
Letzte Änderung: von Chalawan2000. Begründung: Ergänzung (Notfallmeldung) an den Administrator
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Cyborg 19 Jun 2017 17:48 #15941

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Wer strikt gegen Transhumanismus ist und darin eine Gefahr sieht, der findet in dem Artikel seine Argumente. Ich teile die Überlegungen der Autoren zwar in weiten Teilen nicht, finde aber, dass es sich um interessante Gedanken handelt.

www.nzz.ch/meinung/kommentare/die-gefaeh...umanismus-ld.1301315

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Cyborg 19 Jun 2017 18:29 #15942

Wen man mit den Optimierungen bereits beim Fötus oder frühster Kindheit anfängt wäre es eine Zeitbombe , den dadurch würde man verhindern das alle menschliche Erfahrungen gemacht werden was schwerwiegende folgen hätte .
Kinder die z.b ohne Schmerzempfinden geboren werden haben außer einer verkürzten Lebenserwartung auch keine Vorstellung von Schmerz und fügen deshalb anderen Menschen unbedacht Schmerz zu .
Solche - Nebenwirkungen – können auch bei frühkindlichen Optimierungen entstehen .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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Cyborg 21 Jun 2017 12:49 #16023

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Hallo Cyborg,


Der „nzz“- Artikel beginnt unerwartet: „Ein Gespenst geht um…“ - Was hat denn old Marx mit dem Thema zu tun? -
„nzz“: „Mit der Entwicklung von Gen-, Nanotechnologie und Neurotechnolgie bekommt die Menschheit mehr und mehr die Mittel in die Hand, sich in Eigenregie evolutionär weiterzuentwickeln. Das ist gefährlich.“-
Wenn sich diese "Möglichkeit" in vollem Umfang á la Bostrom entwickeln und durchsetzen sollte, bin ich verführt zu sagen: hat dies ein „höheres mathematisches Wesen in Auftrag gegeben? Ich finde keine passende Formulierung, aber ich meine nicht „Gott“, nicht in dem Sinne und nur aus, ich sag mal, „traditionellen“ Gründen, weil Milliarden Menschen „glauben“...
Es ist schon eher bestürzend (als bewundernswert), WAS ALLES „der Mensch“ in die Waagschale „Universum“ werfen kann.
Es gibt die empathiearmen (oder –losen) Nerds…Nicht auszuschließen, dass die Evolution des Menschen unabhängig vom denkbaren Tuning, von "allein diese Richtung selektiert...
Auch ich bin ein wenig „exzentrisch“ aber die Aussichten für geistig Behinderte +- theoretisch von Artgenossen ausradiert zu werden, wer nicht am Konsumgott teil nimmt, ist entbehrlich, erschreckt mich, scheint mir allerdings eine gewisse „logische“ Folge innezuhaben...
nzz: „Wir halten es für verfehlt, das Leben in seiner Gesamtheit unter einem Begriff der Information zu subsumieren.“ – Der Begriff mag weder fundamental noch zur Betrachtung sämtlicher Aspekte menschlichen Lebens geeignet sein aber so wie die Wohnungen und Badewannen der meisten Menschen immer kleiner werden, ist „Information“ einfach Reduktion…
Ich finde, die Fähigkeit des Menschen zu lieben und zu genießen… Sind die auf KIs übertragbar? (Rhetorisch gefragt, ich weiß die Antwort).
AFTER ALL THAT’S A CASHCOW! Und Bostrom sieht das fette Geschäft besser als jeder Andere und er wird – aus diesem Grund – von Bill Gates und Elon Musk unterstützt: Mit „Mädchen oder Junge“-Wünschen oder „blond und blauäugig“, wird für Geld bereits ALLES getan und Bostrom beweist in seinem Buch regelrecht, WIE der Mensch tickt, wie jedes seiner Kinder die besten Voraussetzungen mitbekommen sollen, die Konkurrenz-Schiene, wenn sie erst „rollt“… EIN POTENZIELLER RIESIGER MARKT!
Darüber dachte ich bisher nie nach, Cyborg, und du wünschst das der Menschheit??? Oder philosophierst "nur" über diese (eine) Option?
Ein weiterer Mega-Markt die Kryonisierung von Menschen, wenn die Preise durch Konkurrenz in die Tiefe stürzen. Und was schadet es schon? Eine „Kettenreaktion“ folgt, „wenn die von nebenan es tut“… Vor 4000 Jahren hat man sich einbalsamieren lassen... :lol:
Ich weiß auch, dass „Geld nicht alles ist“, „dass man es nicht essen kann“ aber die kapitalistische Welt dreht sich um nichts Anderes!!!
Murphys Gesetz: „Was der Mensch ausführen kann, wird er versuchen, bis es gelingt.“ No Limits, auch wenn ein Kopf! transplantiert werden soll…
Wäre, Hätte, Könnte. Bostrom schreibt im Konjunktiv (aber er weiß natürlich ganz genau, was er in „Superintelligence“ zum Ausdruck bringt und wie exorbitant und lukrativ, das Geschäft mit KIs BEREITS - JETZT! - IST!
Wenn ich dich recht verstand, siehst du die Übernahme der Menschheit durch KIs nicht oder nicht nur als Gedankenexperiment? Nicht nur als eine Option? Meinst du, die Menschheit hätte dies wünschenswerter Weise „verdient“?
Wenn, musst du triftige Gründe haben, die mich (noch nicht) tangieren, nehme ich an. Altersbedingt.
Weißt du, Cyborg, was mich entsetzt? Der Rassismus, der durch die und unter den Zeilen als Subtext lugt. Ob Moslems, Juden, Christen Bekämpfungen bis zur sog. „ethnischen Säuberung“, Einer gegen den Anderen, Wir oder Die. NUR IN EINER ANDEREN DIMENSION; IN EINER; ICH WÄHLE DEN AUSDRUCK: „TOTALEN“ DIMENSION!
Nun, es muss ja nicht „zum Äußersten“ kommen, wiegesagt, im Kapitalismus will Geld ohne Ende und für jeden Preis verdient sein und dafür braucht’s Käufer…
Liebe Grüße,
Chalawan2000


PS: So schließt sich mit Marx der Kreis: Wird sich der Kapitalismus selbständig verkehren? Wird eine kommunistische (oder eine andere -istische) Revolution die Welt in Blut ertränken (weil „der Kapitalismus nicht einfach so zuschauen würde)? Die Sprengung der Erde als von Menschen gemachte Supernova???
...
Na, du hast mich ja auf schöne Gedanken gebracht, aber es ist okay!!!, WEIL es eben EINE OPTION IST.
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Cyborg 21 Jun 2017 19:10 #16034

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@Chalawan2000,
die Detailfragen, die du aufwirfst, habe ich im Grunde in früheren Beiträgen beantwortet.
Mein Eindruck ist, dass viele Gegner des Transhumanismus latent immer unterstellen, dass der jetzige Mensch - trotz seiner Fehler und Unzulänglichkeiten, die sich vor allem in unserer scheinbaren Unfähigkeit als Kollektiv die sich abzeichnenden Probleme der Schattenseiten unseres techn. Fortschritts mit all seinen Annehmlichkeiten in den Griff zu kriegen - dennoch irgendwie das Maß aller Ding sein müsse. Dabei wird insinuiert, dass die möglichen transhumanistischen Veränderungen per se zu einer Entmenschlichung führen müssen, die es zu verhindern gelte.
Grundannahme des Transhumanismus ist aber, dass die schönen und positiven Eigenschaften des Menschseins bewahrt und ausgebaut, die negativen aber beseitigt werden.
Ray Kurzweil schrieb an einer Stelle mal: Ein aufgeschlossener und von der Vernunft geleiteter Geist erkennt die immensen Potentiale im transhumanistischen Projekt. Und in der Tat sehe ich auch mehr die Chancen als die Risiken, um so zu einer friedlichen Welt mit weniger Leid zu gelangen.
Was die Naturgesetze nicht verbieten, das wird früher oder später realisiert werden. Von daher ist aus transhumanistischer Sicht ohnehin klar, dass die Evolution weitergehen und neue Wege einschlagen wird. Im Unterschied zur bisherigen langatmigen natürlichen, rein biologischen Evolution wird der Mensch die Evolution künstlich vorantreiben. Deshalb ist gut möglich, dass jetzt allmählich der Übergang zu einer postbiologischen Ära des Bewusstseins sich anbahnt.
Darin kann man zwar einen gewissen Fatalismus erblicken nach dem Motto, dass das Kommen der KI odes Transhumanismus unausweichlich ist. Aber andererseits gefragt: Was ist fatalistischer als der sichere Tod?
Und weil du nach meiner Motivation fragst: Mich fasziniert das Thema einfach. Ich gehe aber nicht davon aus, dass ich noch auf den Zug aufspringen und mein Bewusstsein dadurch Jahrhunderte werde aufrechterhalten können. Sollte ich wider Erwarten dennoch künftig vor die Entscheidung gestellt werden, so denke ich eher nicht, dass ich die Chance nutzen werde. Aber wie es dann im konkreten Fall wäre, das kann ich auch nicht sagen. Jedenfalls habe ich mich mit meiner Endlichkeit ausgesöhnt.
Eine interessante Figur, auf die ich rund ums Thema auch gestoßen bin, ist der sog. Una-Bomber, Ted Kaczynski. Er sitzt seit ca. 20 Jahren in einem Hochsicherheitstrakt. Ted war ein hochbegabter Mathematiker und Einzelgänger, sehr menschenscheu, der dann immer mehr zu der Überzeugung kam, dass die zunehmende Technologisierung zugleich eine riesige Gefahr für die Menschheit darstelle. Er zog sich in die Wälder Montanas zurück und verübte Anschläge. Damit wollte er auf sein Manifest aufmerksam machen. Im Grunde ist er ein Neoludist, der in der Technik mehr Fluch als Segen sieht. In so eine Richtung dachte auch der berühmte Philosoph Martin Heidegger, der auch darauf verwies, dass sich immer mehr abzeichnet, dass der Mensch für die Technik da zu sein scheint statt umgekehrt. Ganz unabhängig davon, ob man Teds Thesen befürwortet oder nicht, sein Manifest empfinde ich persönlich als interessante Lektüre.
www.idio10.net/app/download/8515179284/unabomber_manifest.pdf

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Cyborg 22 Jun 2017 05:27 #16050

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Danke für den Link, Cyborg.
Nach Gesprächen über Transhumanismus mit Älteren in der Familie hinsichtlich denkbarer negativer Effekte, war ich erschreckt – inzwischen bin ich wieder entspannt: Ich BIN mit Technik aufgewachsen! Und nie erfuhr ich existenzielle Gefahren für mich – wäre ich 90 und mein Körper zerbrechlich bis zerbrochen, klar, es ist hypothetisch, aber warum sollte ich meinen „Geist“ nicht online stellen? Es klingt etwas schräg. :side:
Wäre die Unendlichkeit zu ertragen?
Die Menschen sind doch wie verrückt nach Technik – nach der jeweils neuesten Technik! Heidegger traf ins Schwarze: WENN sich User von ihrer Technik beherrschen lassen und Abhängigkeitsverhältnisse eingehen, süchtig werden - hat er Recht! Anscheinend hat nicht jeder Mensch einen wirklich freien Willen!
-„postbiologischen Ära des Bewusstseins“ – Ha! Du hast den passenden Begriff geliefert.
-„una-bomber“ – Ich dachte sofort an Henry David Thoreau, von wegen: „ab in die Natur“, salopp gesprochen; Aussteiger, keine Einzelfälle. Ich weiß wenig über Kaczynski, aber wie viele Menschen werden „verrückt“ oder Mathematiker schizophren? (meine Patentante ist „Shrink“)
Sind die Menschen ferngesteuert? Nitzsche: Wer nicht 2/3 des Tages für sich verwenden kann , ist ein Sklave!!! Du wirst den Satz verstehen!
ALLE sind Huren, die für Geld arbeiten und die auf sie abgrenzend herabblicken (müssen), sind Selbstbetrüger.
bye,
Chalawan2000
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Cyborg 22 Jun 2017 12:39 #16056

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Hej Rapper, alte Haut, nicht totzukriegen der Kerl, ich fläz' mich am Boden...
Der Schreibstil, also nee... :silly: :woohoo: :side:
Gier kann lebensrettend sein? Von mir aus, ich nehm' dir heute alles ab.
Sie könnte auch von unserer tierischen Verwandtschaft abstammen, ein Trieb sein, den es zu kontrollieren gilt, damit die Gier nicht uns regiert.

Hej,
Chalawan
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Cyborg 22 Jun 2017 18:09 #16064

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banned,
deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen, besonders die heikle Frage, ob man einen möglichen Sprung in eine nichtbiologische Existenz wagen sollte. Und wir müssen mit gewisser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es in diesem Jahrhundert noch möglich sein wird. Je jünger man ist, umso so größer die Wahrscheinlichkeit damit konfrontiert zu werden. Keine Entscheidung ist in dem Fall dann ganz frei nach Satre eben auch eine Entscheidung. Fürchte, da kommt echt was auf euch zu, ihr Jungfüchse. :P
Wo ich weniger bei dir bin, ist deine Meinung, dass eine Optimierung des Menschen quasi immer nur eine Verschlimmbesserung wäre. Dann wäre ja doch der jetzige Homo sapiens bereits das Non plus ultra.
Bostrom gebraucht in seinem Buch über die Superintelligenz ja den Begriff des konvergenten extrapolierten Willens der Menschheit, also was würden wir als Kollektiv wollen, wenn wir klüger, erfahrener, weniger egoistisch und wohl auch weniger ängstlich wären. Jede transhumanistische Entwicklung, ja jedes Hinarbeiten auf eine KI sollte sich daran ausrichten.
Für mich ist dabei aus ethischer Sicht schon immer ganz zentral die Frage, was auf diesem Planeten passieren muss, damit das Leid der Kreaturen reduziert werden kann. Vielleicht sind ja Existieren, Leben und Bewusstsein ohnehin generell leidbehaftet, wie das der Buddhismus lehrt, der darauf seine Antworten gefunden hat, die in ihrer radikalen Konsequenz so gar nicht in das westliche Klischee von Selbstverwirklichung passen wollen.
Meine radikale Antwort auf meine zentrale Frage, wie sich Leid im großen Stile auf unserem Planeten reduzieren ließe, ist in Bezug auf die ganze Biosphäre: Überwindung der biologischen Epoche und Eintritt in eine postbiologische. Ich weiß, das klingt nach ganz starkem Tobak und ich erwarte da von kaum jemand Zustimmung und da kann es auch sein, dass ich auf dem Holzweg bin und die Entwicklung, so sie sich denn so einstellen wird, nur noch mehr Leid erzeugen wird - wohl vor allem in einer Übergangsphase. Wäre sie zu rechtfertigen, wenn danach alles besser wäre, quasi durch die Brille einer utilitaristischen Ethik betrachtet?
Das Schräge daran ist, dass meine Motivation, es so zu sehen, jetzt nicht aus einer verzweifelten individuellen Situation stammt und ich quasi verbittert und vom Leben enttäuscht zu solchen Folgerungen komme (obwohl das Leben mich insgesamt nicht unbedingt geschont hat bzw. schont, aber da müsste ich jetzt zu persönlich werden, was ich hier im Forum nicht möchte). Ich versuche einfach nur, so gut mir das möglich ist, die Natur und das Leben der Kreaturen von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod nüchtern zu sehen und ohne die Verklärung, die die meisten Menschen in Bezug auf die Natur einnehmen und die daraus resultiert, dass wir an der Spitze der Nahrungskette sitzen und das ganze aus relativ bequemer Warte betrachten. Denkt man aber an das Fressen und gefressen werden in der Natur oder unsere schreckliche Massentierhaltung, dann sieht das Resümee, das sich die wenigsten eingestehen, schon anders aus. Wie mag wohl ein empfindungsfähiges Schwein oder Rind, das wir auf engstem Raum aufziehen und zur Schlachtbank treiben, sein Dasein empfinden? Aber damit scheinen die wenigsten wirklich ein Problem zu haben, man will ja schließlich jetzt im Sommer sein günstiges Grillfleisch, also ok und weiter so. Tiere gehen ja nicht zur Bundestageswahl, also auch kein politischer Handlungsbedarf, von einzelnen Idealisten und Tierschützern abgesehen (aber wehe die Norweger würden einen Massenmörder wie Anders Breivik hinrichten, dann gäbe es ein riesen Geschrei der sog. Humanisten und aufgeklärten Menschen. Ist das nicht schräg und zeugt von einer ungeheuren moralischen Schieflage und Schiffbruch unserer absurden anthropozentrischen Ethik?). Und hinsichtlich des sonstigen Treibens der Menschheit und dem Leid, das wir uns gegenseitig zufügen, wird die Gesamteinschätzung nicht unbedingt positiver, von den Zukunftsaussichten mit 7 Milliarden Menschen mit steigender Tendenz gar nicht erst zu reden.
Aber ich habe neben meiner zugegeben nicht schmeichelhaften Aussicht für das Gesamtkollektiv Menschheit und generell für die Biosphäre auch meine nur auf mich und meine Existenz bezogene Sicht, wie ich zu den Möglichkeiten des Transhumanismus stehe, falls die Entscheidung zu meinen Lebzeiten noch anstehen würde (freilich ohne Gewähr, denn wer weiß, wie man sich entscheidet, wenn es dann konkret wird; ist wie zu sagen, bei sicherer Krebsdiagnose mache ich Suizid oder nicht, aber was macht man dann konkret, wenn es wirklich so weit ist). Also ich für mich - und da bin ich doch wohl soweit buddhistisch geprägt - bevorzuge den Rückzug meines Bewusstseins aus dieser Welt, um so dem großen Samsara ein für allemal Lebewohl zu sagen, sprich keine transhumanistischen Optimierungen an mir zuzulassen. ;)
Na ja, auch der Dalai Lama scheint zwischen Buddhismus und Transhumanismus keinen direkten Widerspruch zu sehen. Wundert mich eigentlich. Ihm aber zu unterstellen, dass ihm da gar nicht so recht klar, was er da befürwortet, wäre schon arg böse. So gehe ich davon aus, dass er mit Transhumanismus kein Problem hat.
Dalai Lama und Dmitry Itskov:
2045.com/dialogue/29819.html

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Cyborg 22 Jun 2017 22:35 #16068

Jedenfalls wird es eine gewaltige Lehrstunde in Demut und Erkenntnis . Den Bewusstsein kann man nicht übertragen sondern nur kopieren , und wen man Bewusstsein einmal kopieren kann kann man das auch öfter machen . Diese Erkenntnis das Bewusstsein nichts einzigartiges göttliches ist das uns besonders macht wird uns Demut lehren .

Aber ich sehe die Gefahr auch mehr bei den Menschen die dieses neue als Gefahr für sich und die menschliche Rasse sehen und darum alles daransetzen werden es zu vernichten .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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Cyborg 23 Jun 2017 15:59 #16092

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M13P4 banned (cool, mir gefällt dein Humor) schrieb:

Cyborg, da könnte ja auch ein Problem sein, wenn das Biologische Leben irgendwann nicht mehr existieren sollte weil alle auf Maschinen umgesattelt sind, wocher sollen dann "neue Bewusstsein" für die Cyborgs kommen. Die Cyborgs wären irgendwann komplett aufgeschmissen wenn es um die Vielfalt gehen würde, nicht das irgendwann nur das letzte Bewusstsein übrig bleiben würde, dass immer und immer wieder auf neue Maschinen überragen werden würde .. wäre ja voll langweilig ..

Wie sagte doch Loriot alias Prof. Erwin Damholzer, der die Menschen auf unter 1mm verkleinern wollte, um alle ökologischen Probleme der Erde zu lösen und so für weitere Millionen Jahre der sexuellen Fortplanzung ungehemmten Lauf lassen zu können, als ihn der Reporter fragte, ob nicht angesichts der winzigen Körpergröße doch Probleme beim Lenken eines PKWs auftreten würden, weil Damholzer darauf verwiesen hatte, dass dann die gesamte BRD mit 200 Autos herkömmlicher Größe im Sommer nach Italien in den Urlaub fahren könnte: "Ach wissen Sie, das ist eine Frage der Gewöhnung und außerdem ein Problem der Automobilindustrie."
Und auch wir sollten wohl deshalb solche Fragen und ihre Klärung denen überlassen, die nach uns kommen und schlicht und ergreifend klüger sein werden.
Aber ich gehe davon aus, dass eine KI oder auch transhumanistische Wesen sich rasant weiterentwickeln werden. Vielleicht werden sie sich zu einer Art Schwarmintelligenz vernetzen. Mein Gott, ich weiß es letztlich auch nicht. Am Ende kommt es vll. eh ganz anders wie schon Einstein meinte, der sagte, dass der 4. Weltkrieg wieder mit Pfeil und Bogen geführt wird.
Und jetzt noch mal ein ernster Wort an dich: Du bringst dich hier mit interessanten Beiträgen ein und deshalb fände ich es schade, wenn du jetzt wieder einen Bann provozieren würdest. Ich hatte auch schon kleinere Reibereien mit Thomas, aber eine Moderatorenrolle ist auch nicht leicht. Und in deinem Falle, da konnte er fast nicht anders, um das ganze nicht zur Farce ausarten zu lassen. Also Humor ist m.E. immer willkommen und darf auch schwarz sein (ich bin leidenschaftlicher Monty Python Fan), aber schieß dich nicht ab, du bereicherst das Forum!!
Grüße Cyborg

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Cyborg 23 Jun 2017 16:14 #16094

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heinzendres schrieb:

Den Bewusstsein kann man nicht übertragen sondern nur kopieren

Mir geht es jetzt gar nicht um die techn. Machbarkeit, sondern um moralische Fragen: Nehmen wir mal an, man könnte einen Menschen total scannen, aber müsste ihn dadurch vollständig auflösen. Dann könnte man den "Bauplan" einige tausend Kilometer weiter in einem 3-D-Drucker der x-ten Zukunftsgeneration verwenden und ihn dort wieder ausdrucken. Im Grunde wäre es nichts anders als eine Art des Beamens. Von Europa nach USA in wenigen Minuten. 15 Minuten für den Scann, einige Millisekunden für die Datenübertragung und wieder 15 Minuten für den Zusammenbau oder "Ausdruck". Die Lufthansa und alle anderen Airlines wäre passe (enormer Beitrag zur Energieeinsparung und Reduzierung der Luftverschmutzung :P )
Selbst wenn der gleiche Mensch mit gleichem Aussehen und mentalen und seelischen Eigenschaften, absolut gleichen Erinnerungen herauskäme, dann wären es doch andere Atome. Wäre die Zerstörung (Mord) in Europa wieder egalisiert durch den "Ausdruck" in USA?
Doch eine interessante Frage, oder?

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Cyborg 23 Jun 2017 21:52 #16108

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@Cyborg: Ist dir in etwa meine Denkweise darüber bekannt?... Lebewesen ist eine Biologische-Maschine, und Mensch wird sehr sicher alle seine Teile auswechseln / ersetzen können. Das eine unvermeidliche Entwicklung auf diesem weg. Auch heute pflanzen sich welche Magnete unter die haut, weil sie dumm sind, was meinst was sein wird wenn dann ein ersetzen von Körperteilen Vorteile bringen wird, Chirurgie wird wohl eine komplett neue ebene erhalten. Die Entwicklung von Prothesen ist bereits über 2000 Jahre alt, und mit Begin der Miniaturisierung bewegt es sich in eine etwas erschreckende Art und weise welche mit der Entwicklung von Naniten sein ende finden wird, bis dahin muss sich unser Vorgehensweise uns und der Natur gegenüber jedoch drastisch ändern, sonst macht es uns Kaput.
Ich empfinde eine Art GUI interessant, jedoch sich andere Körperteile auswechseln nur weil das Mechanische stärker oder besser ist, wird wohl ein Thema sein wo von vorne rein mit § belegt werden muss. Also auch da eine heikle Sache, wie geht man mit jemand um der sich selbst Beine amputiert hat in der Hoffnung er bekommt was besseres.

Beamen setzt einer Art Materie-Sequencer voraus, und das ist naja Utopie. Da ist man bei Naniten doch schon weiter.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**
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Cyborg 24 Jun 2017 09:30 #16111

banned schrieb: Hallo heinzendres, ich bin ein Informatiker bzw. Programmierer und wenn ich im Zusammenhang von Informationen / Daten / Bewusstsein von Übertragung schreibe, dann ist damit der Vorgang des Kopierens impliziert, geht nicht anders und ich denke dass der Cyborg mich an der Stelle schon richtig verstanden hat. Aber ich finde es gut, dass du es angesprochen hast.


Es wird aber in allen berichten und filmen falsch dargestellt oder übergangen und das führt bei den meisten Menschen zu einem fatalen Irrtum .
Darum finde ich es am wichtigsten klarzustellen das Bewusstsein an die Hardware gebunden ist , und wen mein Gehirn stirbt sterbe ICH .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.
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