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THEMA: Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion

Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 19 Mai 2019 19:58 #51996

Die Religion wurde immer wieder als Lückenbüsser gebraucht, auf Gebieten welche noch nicht Wissenschaftlich erklärbar waren. Das führte dazu, dass Religion in Bereiche verdrängt wurde wie zum Beispiel an den Anfang des Kosmos.
Gemäss dem Unvollständigkeitssatz, kann sich nichts selber Beweisen. Das sollte somit auch für die Logik selbst gelten. Also es scheint da auch für die Logik Grenzen zu geben.
Fragen wie „wo ist Gott“ oder „wer hat Gott erschaffen“ oder „kann Gott etwas erschaffenen was Gott nicht machen kann „ sind Fragen nach einem „kleinen“ Gott, welche innerhalb der Logik liegt oder sogar der klassischen Logik. Gibt es ein Sein überhaupt in der Quantenwelt? Ein Gottesbeweis kann es ja auch nicht geben, weil ein Beweis ja wieder innerhalb der Logik ist und ein „kleiner“ Gott ist, was ich selbst nicht als Gott verstehe.
Auf der Anderen Seite hört man viel, dass der freie Willen nicht existiert sondern durch unser Gehirn präsentiert wird. Das mag wissenschaftlich stimmen und ich bin auch davon überzeugt das mein Gehirn vor meiner Entscheidung das schon entschieden hat bevor es mir bewusst wird. Die ganze Realität die wir begreifen entspricht der Vorgabe unseres Gehirn (auch die Aussenwelt die wir durch unsere Sinnesorgane wahrnehmen wird so abgebildet siehe optische Täuschung ).
Was ist somit die Realität das was ich empfinde oder was mein Sinnesorgane aufnehmen welche selbst noch niemand direkt als Realität wahrgenommen hat? Muss ich mein Bewusstsein als Realität in Frage stellen oder kann ich einfach sagen, ich denke also bin ich?
Ich frage mich somit, ob wir nicht alles somit auf zwei Betrachtungsposition ansehen könnten?
1. Wissenschaftliche Sicht. Es ist beobachtbar und Beweisbar. Als 3. Person Perspektive.
2. Bewusste Sicht. Ich nehme mich oder dich als Realität war. 1. bzw 2. Person Perspektive.

Ein Beispiel ist die Farbe „rot“. Ich kann wissenschaftlich erklären, dass meine Augen Photonen im roten Spektrum aufnimmt. Kann ich aber sagen, dass du das selbe siehst wie ich und nicht etwa „blau“ oder jemals beweisen
Die Farbe Weiss sieht für mich am Morgen gleich aus wie am Abend, obwohl ich am Morgen es eher bläulich erkennen sollte und am Abend rötlich durch das Tageslicht
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 19 Mai 2019 20:46 #51998

Die Unterscheidung zwischen 1. - und 3. -Person-Perspektive halte ich auch für hilfreich. Weitergehend ist der Ansatz von Merleau-Ponty, der beides in einem chiastischem Ansatz verbindet.
Es ist leider wahr, dass Religion / Gott als Lückenbüsser gebraucht wurde. Doch das Problemfeld ist komplexer. Religionen und Wissenschaftenahben auch gemeinsame Wurzeln. Es ware ien langer und schmerzlicher Prozess, sich voneinander zu trennen, dabei sind auf allen Seiten schwere Fehler gemacht worden. Im Rückblick ist man immer schlauer. Noch lange galten zB Astrologie und Alchemie als Wissenschaften, bis heute machen Wissenschaftler weltanschauliche Aussagen und verkaufen es als Wissenschaft. So etwa, wenn Neuro-Wissenschaftler über den freien Willen schwadronieren, prominente Wissenschaftler wie S. Hawking etwas über Gott sagen usw.
Du eröffnest hier einen historischen Thread, wenn ich es richtig verstehe. Dazu gehört sicher, moderne Mythen aufzuarbeiten wie dem eines feindlcihen Gegensatzes zwischen Religion und Wissenschaft.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 24 Mai 2019 11:55 #52100

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Wissenschaft und Religion soll wohl doch funktionieren. Also ich empfinde Isaac Newton an zu Beeten ist etwas produktiver, als ehrenhafte Geister gestalten,..

de.wikipedia.org/wiki/Caodaismus#Lehre_und_Kult

JEDOCH IST ES NUN BITTE JEDEM SELBST ÜBERLASSEN, denn es handelt sich immer noch um Theologie, und die muss jedem selbst überlassen werden, an nix zu glauben muss der Natur auch gegeben sein.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 23 Jun 2019 21:13 #53052

Sowohl Religion als auch Wissenschaft sind soziale Systeme, die den Wahrheitscode processieren, insofern lässt sich Wissenschaft durchaus als evolvierte Religion begreifen. Und in der Tat ist der Messianismus mit der Selbstindicierung Gottes als Grenzenloser Liebesbund nur knapp 2000 Jahre entfernt von der Feststellung eines drittem Logikwertes.

- Frieden den Capitulierenden -
Der Ewige Bund grenzenloser Gemeinschaft in bedingungsloser Liebe den DIE EWIGE jedem Menschen ohne jede Voraussetzung schenkt ist der Einzige und Ewige Bund Gottes mit den Menschen!
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 23 Jun 2019 22:44 #53055

@ eternal life
Was ist ein Wahrheitscode?
Die personale Wahrheit der Religion hat mit dem philosophischem Wahrheitsbegriff so gut wie nichts zu tun. Wissenschaft definiert sich über Methoden und nicht über Ergebnisse, ist also auch keine Wahrheits-Gemeinschaft.

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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 24 Jun 2019 02:11 #53065

Wissenschaft ist ein soziales System in der Gesellschaft, welches das symbolisch generalisierte Kommunikationsmedium Wahrheit mit der Leitdifferenz (Code) wahr/falsch nutzt, um wahres von falschem Wissen valide zu unterscheiden. Die Religion als soziales System operiert gleichfalls im symbolisch generalisierten Kommunikationsmedium Wahrheit, allerdings haben die Religiösen das Problem, dass der Primat als Beobachter grundsätzlich unfähig ist, Gott und Teufel valide zu unterscheiden. Die Wissenschaft operiert methodisch stets empirisch, was ihr einen Machtvorteil generiert, insofern sie herdurch zu validen Prognosen befähigt, allerdings ist aufgrund der empirischen Methodik der Anwendungsbereich der Wissenschaft strikt limitiert.
Edit:
Mit der Wahrheitsgemeinschaft gebe ich Dir ungern Recht, die wissenschaftliche Community ist eher eine Reputationsgemeinschaft. ;)

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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 01 Aug 2019 11:10 #54642

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Der Dualismus von Religion und Wissenschaft, ist nichts anderes als die manifestierte Reflektion des Dualismus des Erkenntnisapparates dieser Spezies, aus Fühlen und Denken, mit der kognitiv-defizitären Komponente als Chef des Ganzen - Philzer

Das kognitive Defizit



Kurzerläuterung:

gemeint ist die gelebte 'Schizophrenie':
- aus 'Es' und 'Ich' (Freud);
- aus Kernbewusstsein und erweitertem Bewusstsein (Damasio);
- aus Fühlen und Denken, Alltagssprache
- oder wie ich es nenne: aus 3D und 4D-Kognition (Qualia; Physikalismus)

Eternal Love schrieb: Sowohl Religion als auch Wissenschaft sind soziale Systeme, die den Wahrheitscode processieren, insofern lässt sich Wissenschaft durchaus als evolvierte Religion begreifen...


Gut getroffen.

Am 'Anfang' war das alles eins.

Warum wurde es gespalten?

Meine Phil erklärt das.

Man muss in die Psyche der Spezies schauen.

Die nur instrumentelle Vernunft der Spezies ist die Ursache dafür.*
Denn sie will zwar die Wissenschaft nutzen, aber nur solange und soweit, wie es eben instrumentelle Vernunft bleibt und nicht zur Vernunft an sich wird.

Die Trennung von Wissenschaft und Religion erlaubt sowohl den Gebrauch wie auch den Missbrauch der Wissenschaft zur Perpetuierung der Strebungen des Kernbewusstseins.


Spiritualität ist eine Ode an das 'Es' - Philzer


Versteckter Inhalt oder OFF-Topic [ Zum Anzeigen klicken ]


( Popper unterschied in Vernunft als Handlungsstrang -> was instrumentelle Vernunft subsumiert, und Vernunft als Prinzip )


Instrumentelle Vernunft hat dabei eine praktische und eine spirituellgeistig***/rhetorische Komponente, die in der gelebten Menschenwelt Hand in Hand gehen:


Instrumentelle Vernunft praktisch:

*Goethe:

Er nennts Vernunft und brauchts allein nur tierischer als jedes Tier zu sein.

-> Perpetuierung der irrationalen Strebungen aus dem 'Es'.



Instrumentelle Vernunft geistig/rhetorisch:

** Gabriel:

Der Mensch ist das Tier was keines sein will.

-> Verleugnung genau der ersten Tatsache, also Verleugnung der gelebten Realität.


-->> Aktuelles Beispiel: von 1,3 Tonnen Diesel-Bolide auf 2 Tonnen Elektro-Bolide ... (Katechon)



*** also in Wahrheit ein rein emotionales Moment ...


mvg Philzer

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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 02 Aug 2019 11:49 #54711

Der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft ist einfach: Religion ist offen dogmatisch, Wissenschaft ist es nicht - oder sollte es zumindest nicht sein.

Der Dogmatismus der Religion kommt daher, dass sie keine vernünftigen Gründe für Ihre Thesen anbringen kann. Deswegen wird gesagt: Du musst glauben obwohl es unglaubhaft ist. ("credo quia absurdum" hat ein alter Römer gesagt) Und wenn Du das tust, bist Du ein besserer Mensch als die Nichtgläubigen.

Das ist natürlich Unsinn. Glauben ist keine Leistung, für die man belohnt wird. Der Mensch ist leichtgläubig. Eine Leistung ist eher der Zweifel an dem, was man schon als Kind eingetrichtert bekommen hat.

Auch die Lehren aller Religionen sind natürlich Unsinn - Hanebüchen. Das müssen sie sein, denn wenn sie kein Unsinn wären, wären sie keine Religion mehr sondern Wissenschaft.
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 02 Aug 2019 13:09 #54714

@Manfred

Ich gebe dir inhaltlich zu einem guten Teil recht.

Allerdings stimmt die Aussage "Glauben ist keine Leistung, für die man belohnt wird" aus der Sicht des Gläubigen natürlich nicht. Natürlich schon im Sinne des Glaubens nicht (Erlösung etc.). Aber es ist doch auch schon eine Belohnung, wenn ein gutes Gefühl im Diesseits bleibt. Oder die Tatsache, dass Mönche und Nonnen im Schnitt gesünder und länger leben, und sogar seltener an Demenz erkranken. Das muss man schon ein Wenig differenzieren... Und unabhängig von der Belohnung kann das tatsächliche Einhalten von Glaubensregeln (also nicht nur das vorgetäuschte) auch eine Leistung sein. Ich könnte vieles davon nicht (z.B. das Fastan am Ramadan, die Einhaltung der Regeln am Sabbat, das Zölibat bei katholischen Geistlichen, ...).

Manchmal richtig und falsch nur Bedeutung haben für kurze Zeit. Nach langer Zeit, nach Jahrzehnten, Jahrhunderten, dann wir sehen, was wirklich geschieht.
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 02 Aug 2019 15:14 #54720

@Arrakai
Mit Belohnung meine ich natürlich, Belohnung durch ein höheres Wesen. Die Gläubigen fühlen sich oft gut, weil sie auf die Belohnung hoffen und weil sie denken, dass sie bessere Menschen als andere sind. Das ist natürlich auch eine "Belohnung". Aber oft fühlen sie sich aber auch schlecht, weil sie nicht alles erfüllen können, was die Religion von Ihnen fordert.

Bertran Russell hat mal sinngemäß geschrieben: Der größte Schaden, den Religionen anrichteten, ist, dass sie den Glauben für wertvoll erachten und die Vernunft dagegen schlecht machen.

Zitat Luther: "Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben" - Womit er Recht hat.
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 02 Aug 2019 15:43 #54723

Manfred S schrieb: @Arrakai
Mit Belohnung meine ich natürlich, Belohnung durch ein höheres Wesen. Die Gläubigen fühlen sich oft gut, weil sie auf die Belohnung hoffen und weil sie denken, dass sie bessere Menschen als andere sind. Das ist natürlich auch eine "Belohnung". Aber oft fühlen sie sich aber auch schlecht, weil sie nicht alles erfüllen können, was die Religion von Ihnen fordert.

Bertran Russell hat mal sinngemäß geschrieben: Der größte Schaden, den Religionen anrichteten, ist, dass sie den Glauben für wertvoll erachten und die Vernunft dagegen schlecht machen.

Zitat Luther: "Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben" - Womit er Recht hat.


Ok, verstehe, ich gebe dir recht. Nur ganz pauschal würde ich es nicht sagen...

Zitat Werner Heisenberg: "Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."

Manchmal richtig und falsch nur Bedeutung haben für kurze Zeit. Nach langer Zeit, nach Jahrzehnten, Jahrhunderten, dann wir sehen, was wirklich geschieht.
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 02 Aug 2019 16:46 #54730

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Ich habe mal früher lange Zeit versucht mit einem Zeugen Jehovas zu diskutieren, jeder weiss dass das sinnlos ist.
Letztliche Konsequenz war für mich zu sagen:
Ihr macht es euch leicht alles ist von Gott und fertig.
Wie mühsam doch die Wissenschaft- alles mit viel Arbeit zu erkunden.

Ich habe ein Gehirn von der Größe eines Planeten, aber ich muss Türen öffnen!
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 02 Aug 2019 17:37 #54733

Hatte auch schon mal ähnliche Diskussionen.
Egal welches Argument ich versuchte.
Antwort war: " Aber in der Bibel steht geschrieben"
Habs dann gelassen mit der Antwort: " Es gibt so viele schöne Bücher auf der Welt, wenn Gott nur ein Buch schreiben könnte, könnte es nicht Gott sein"

Gene brauchen Vielfalt und der Grips auch
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 00:00 #54748

Vor 2500 Jahren kannte man noch viele Götter. In Griechenland, im römischen Reich und auch in der übrigen Welt. (Polytheismus).
Dann einigte man sich auf einen Gott (Monotheismus).
Dann hat man den wieder vervielfältigt auf drei, Gottvater, Gottsohn und den hl. Geist.

Schon merkwürdig, wie man mit Göttern hantiert und umspringt.

Thomas
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 07:45 #54752

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Die Entwicklung der Gottabstraktionen

Hi,

Thomas schrieb: Vor 2500 Jahren kannte man noch viele Götter. In Griechenland, im römischen Reich und auch in der übrigen Welt. (Polytheismus).
Dann einigte man sich auf einen Gott (Monotheismus).
Dann hat man den wieder vervielfältigt auf drei, Gottvater, Gottsohn und den hl. Geist.


Ich denke das man bei den Entwicklungen der Gottabstraktionen (Hauptmotiv: die Gottesvorstellung muss hinter die Wissensgrenze fliehen um im common sense glaubwürdig zu bleiben, die Form der Gottabstraktion muss praktikabel sein *... u.e.m.) von stochastischen Abweichungen abgesehen trotzdem eine Generallinie, eine Entwicklung feststellen kann.

* im alten Ägypten hatten sie am Ende 2 oder 3 tausend Götter, die natürlich außer paar Priestern niemand mehr kannte -> damit dann etwas bei der Masse zu erklären -> funktioniert irgendwann nicht mehr ... o.s.ä.
(hilfreich dazu, für den Analytiker: Freud: Der Mann Moses und die monotheistische Religion)

Andere Entwicklungskriterien sind bspw. die allmähliche Entwicklung von der Ritualbetonten zur Bekenntnisreligion.
So ist das Judentum als erste, also älteste, Abrahamitische Religion eben noch keine Bekenntnisreligion, sondern ein Rassismus (ist Mutter Jude, bist Du es auch), so wie es bis dahin alle Religionen waren ...


Ist alles im Modell. :)


mvg Philzer

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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 10:21 #54756

Thomas schrieb: ]
Dann hat man den wieder vervielfältigt auf drei, Gottvater, Gottsohn und den hl. Geist.

Interressant, wie das wahrscheinlich historisch entstanden ist. Da andere Religionen auch mit "Dreigestirnen" guten Erfolgt hatten, wollte man das auch haben. Man hatte aber nur zwei: Jesus und Gott. Das naheliegenste wäre Maria als dritte aufzunehmen - oder Maria Magdalena (M.aus Magdala). Das passte den damaligen Machos aber nicht. Um Jürgen Becker zu zitieren: dann hatte jemand einen Geistesblitz und erfand den Heiligen Geist.
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 11:20 #54759

Es gilt eigentlich die Regel, dass hier im Forum nicht über Religion diskutiert wird, in dem Sinne dass konkrete Inhalte von Religionen Gegenstand der Diskussion sind. Dies wird hier eindeutig überschritten.
Da sich auch ein Moderator daran beteiligt, gilt festzuhalten: Hier dürfen Leute, die keiner Religion angehörten, munter über Religion diskutieren.
Darum sehe ich nicht ein, mich auch an die Regel zu halten. Ich versuche mich zu begrenzen.

Das Meiste, was hier über Religionen gepostet wird, hat mit konkreten Religionen nichts zu tun.
Hier reden Blinde von der Farbe. Richtig ernst nehmen kann ich das nicht.
Nur mal paar Beispiele:
Dass man nicht für Taten belohnt wird, sondern von Gottes Güte beschenkt wird, ist das Wesen der Gnade und ein Eckpfeiler des Christentums, darüber herrscht auch mit der römischen Kirche Einigkeit.
Christen sehen sich auch nicht als bessere Menschen, im Gegenteil: Sie wissen, dass sie Sünder sind, die von Gottes Gnade leben.
Es geht im Glauben nicht um Dogmen, sondern um eine Beziehung.
Es geht darum, sich selbst zu überwinden / überschreiten / loswerden. Was hier im Thread über den Glauben gefaselt wird, kann man getrost in die Tonne klopfen.
Dass Judentum Rassismus ist, ist eine Volksverhetzende Beleidigung, die möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen haben kann.
Sie ist natürlich auch Unsinn, da das Alte Testament voll ist mit Geschichten, wo die Grenze des Glaubens nicht an der biologischen Grenze gemessen wird, sondern dies bewusst überschritten wird.
Kurz: Was hier gepostet wird, sind billige, platte, bescheuerte Vorurteile und sagt nur etwas über die aus, die das posten. Merke: Durch Zeugen Jehovas lernt man weniger über Religion als durch Nostradamus über moderne Naturwissenschaft.
Ich weiß, dass hier Leute nicht aus Bosheit, sondern aus Unwissenheit handeln. Aber die Verantwortung, allgemeine Vorurteile nicht unkritisch weiter zu verbreiten, sondern kritisch zu prüfen, kann ich niemandem nehmen.
Ich könnte das alles viel fundierter darlegen und begründen, aber dann würde ich „predigen“ und eindeutig gegen die Forums-Regeln verstoßen.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 11:28 #54760

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Manfred S schrieb: Der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft ist einfach: Religion ist offen dogmatisch, Wissenschaft ist es nicht - oder sollte es zumindest nicht sein.

Der Dogmatismus der Religion kommt daher, dass sie keine vernünftigen Gründe für Ihre Thesen anbringen kann. Deswegen wird gesagt: Du musst glauben obwohl es unglaubhaft ist. ("credo quia absurdum" hat ein alter Römer gesagt) Und wenn Du das tust, bist Du ein besserer Mensch als die Nichtgläubigen.

Das ist natürlich Unsinn. Glauben ist keine Leistung, für die man belohnt wird. Der Mensch ist leichtgläubig. Eine Leistung ist eher der Zweifel an dem, was man schon als Kind eingetrichtert bekommen hat.

Auch die Lehren aller Religionen sind natürlich Unsinn - Hanebüchen. Das müssen sie sein, denn wenn sie kein Unsinn wären, wären sie keine Religion mehr sondern Wissenschaft.


Hallo Manfred S,

Wenn etwas wirklich Unsinn ist, dann der hier von Dir behauptete Gegensatz von Religion und Naturwissenschaft.
Dein posting zeugt von fundamentalen Missverständnissen, und zwar sowohl von Religion als auch, und erst recht, von Naturwissenschaft. Und wie die nachfolgenden postings zeigen, bist Du hier nicht der Einzige. So hat nach christlichem Verständnis weder Gott ein Buch geschrieben, oder wenn überhaupt, dann das "Buch der Natur", aber eben nicht die Bibel, noch gibt es im Christentum keine drei Götter, sondern Dreifaltigkeit bezeichnet nur drei Erscheinungsformen der einen Gottheit.

Also, ich hab weiß Gott schon weitaus intelligentere Religionskritik gelesen, und zwar solche, die selbst einem Gäubigen wie mir zumindest ein intellektuelles Vergnügen bereiten, als die von Unkenntnis strotzenden naturalistischen Plattitüden, die sich in diesem thread aneinanderreihen.

Wenn Du Dich jetzt durch das, was ich geschrieben habe, genug provoziert fühlst, um eine hochemotionale Antwort zu posten, die der Beginn einer wunderbaren Endlos-Eskalation sein könnte, dann hat das von mir geschriebene genau seinen Zweck erfüllt, nämlich Dir und allen anderen nachvollzieh(fühl)bar vor Augen zu führen, warum die Forumsbetreiber es für weise gehalten haben, diese Kategorie genauso zu schließen wie die Kategorie Alternative Weltbilder.

Für Dich und die anderen Neuen in diesem Forum sollte die Moderation deutlicher kenntlich machen, dass Religion kein möglicher Diskussionsgegenstand in diesem Forum ist.
Und die Alten, so wie Martin-O, Philzer, Thomas & Co. sollten sich doch langsam daran gewöhnen, die Entscheidung der Forumsbetreiber einfach mal zu respektieren.

Was mich betrifft, ich halte es mit Carl Friedrich von Weizsäcker:

"Es scheint, dass es Physik überhaupt nur geben kann, weil sie ein offenes Tor hat zur Metaphysik."

"Für die Metaphysik in ihrem höchsten Anspruch gibt es nur ein Seiendes, dieses ist dasselbe wie das eine Bewusstsein; wir aber, Himmel und Erde, Menschen, Tiere, Pflanzen, sind Erscheinungen des Einen im Medium der Vielheit, im Medium des Werdens und Vergehens, im Medium der Zeit."

Gruß,
Lulu
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 11:49 #54762

@ Lulu
Danke für Deinen Beitrag.
Eine persönliche Anmerkung: Ich halte mich sehr wohl an die Forums-Regeln. Den Bruch der Forums-Regel habe ich genauso wie Du deutlich benannt und auch nur als Notfall leicht überschritten - so wie Du es auch tatest.
Schließlich sind hier mit Antisemitischen und Volksverhetzenden Äußerungen rote Linien unseres Rechtsstaates überschritten. Es braucht hier nur irgendeiner die Staatsanwaltschaft zu informieren, dann ist hier der Teufel los.

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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 12:16 #54764

Philzer schrieb: So ist das Judentum als erste, also älteste, Abrahamitische Religion eben noch keine Bekenntnisreligion, sondern ein Rassismus (ist Mutter Jude, bist Du es auch), so wie es bis dahin alle Religionen waren ...


Moderatoren Hinweis

Der Begriff Rassismus in dieser Aussage ist völlig inakzeptabel. Bitte ein paar Tage darüber nachdenken, mit solchen Begriffen zukünftig deutlich vorsichtiger zu sein.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
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Dualismus zwischen Wissenschaft und Religion 03 Aug 2019 12:27 #54765

Moderatoren Hinweis

Da sich dieser Thread in eine Diskussion über konkrete Religionen entwickelt hat, schließe ich ihn.

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